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29.12.1908 Zweites Blatt
 
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Dienstag SS. Dezemder 1908

158. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 305

Giehener Anzeiger

ettd>etni täglich mU Ausnahme Oe» BonntagÄ.

General-Anzeiger für Cberheffen

Rotahonfbmd and vertag der vrübliche» UnwersuäkS»Buch- and Stcinörudecet. 8t Lange, «lefcen.

Redaktion, ErvedMon und Druckerei: Schul« ftraßr 7. Erpedlnon und Verlag. 51. Redamon: 112. ret.-AvruAnzeiger(Steßen»

Dre ..Oletzener LamtllendlSNer" werden dem ^Anzeiger' otcrmal wöchentlich beigelegt, das Krelsblan für den Kreta Stehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftttchen Seit» hegen" erlchemen monatlich zwelinat

bande verboten. Gegen das Verbot sollte heute eine von | so werden Sie verhaftet und vor Gericht gestellt toerben/ ° _ .... , « . <____ rr___l__< rS urfi Knr hpnpinl nniirne ine

I!>ediensLeLenverbande angehörte, hatte der Polizeidirektor. ei 'trikawa den Polizisten die Zugehörigkeit zu diesem Ver-sS

I aus dem Schaum herauszüngeln, löschen. Eine besonders günstige E

die schließlich auch er­

löschen. Eine besonders günstige Eigenschaft des sich bilden-

Phänomene, mit denen ein

Htzren. Aus Prag wird uns nämlich unter dem 28. De­zember gemeldet: Wegen des Verhaltens eines Tells der ^staatlichen Wachmannjchaft in Prag, der einem auf anar- ohistischer Grundlage fußenden tschechisch-nationalen Staats-

ist ihm in einem wenig schmeichelhaften Kabeltelegramm mitgeteilt worden, das von 80 Venezolanern unterschrieben ist und nach dem Daily Expreß angeblich folgenden Wort­laut haben sott:Ihre Rolle ist ausgespielt, Ihre Macht zertrümmert, Venezuela steht nicht mehr unter Ihrer syste­matischen Tyrannei und ist entschlossen, eine neue Aera einzuführen. Ihre Besitzungen werden konfisziert. Wenn Sie es jemals wagen sollten, nach Venezuela zurückKukehren,

Nach denCentral News" wird sich der venezolanische Be­vollmächtigte Paul, der bei der deutschen, französischen und britischen Regierung beglaubigt ist, mit dem amerikanischen Botschafter in Paris beraten, um die Streitfrage mit Holland zu erledigen. Gerüchtweise verlautet, daß Castros dlus- lieferung auf Grund aufreizender Drahtungen verlangt wer­den solle. Das niederländische Ministerium des Auswär­tigen ist neuerdings der Ansicht, daß nach dem jetzigen otanb der Dinge die Schwierigkeiten mit Venezuela vorläufig

den Schaumes besteht darin, daß sich gleichzeitig eine recht erhebliche Külte entwickelt, die der Vergasung des Benzins oder anderer brennbarer Flüssigkeiten Einhalt zu tun ge­eignet ist und dadurch weiter zum Löschen des Mandes bei­trägt. Die eine Lösung enthält doppelkohlensaures Natron, Süßholzwurzelextrakt und Glaubersalz, die zweite Kali- Alaun und Glaubersalz.

tpolitnebe Cagcsfcbau«

Eine neue Jnstizuovelle.

Dem Bundesrat geht in den nächsten Tagen eine neue Zustiznovelle zu, um bei Heinern Diebstahl, unbedeutendem Hausfriedensbruch und nicht zweifelsfreier Erpressung bem Strafrichter eine größere Freiheit zu geben, bcei der Strafabmessung milder zu verfahren, als jetzt. An­derseits sollen die M i n d e st st r a f en für Bele i di- HungenundRohheiten verschärft werden. Der Wahr­heitsbeweis soll eingeschränkt werden, um unnötiges Ein- beringen in das Privatleben zu verhindern. Die Befugnis Min Ausschluß der Oesfentlichkeit sott erweitert werden. Diese schon lange ersehnten Verbesserungen unserer Nechts- stslege werden gewiß allgemein mit Freuden begrüßt werden.

Tausend Personen besuchte Staatsbebiensteteuversamrnlung Stellung nehmen, die jedoch behördlich aufgelöst wurde. Als die Versammelten demonstrierten, wurden sie von Poli­

zisten aus dem Saal gewiesen.

Zwischenfalle an der österreichisch-serbischen Grenze.

Bon serbischer Seite sind in den letzten Tagen mehr­fach Ueberfane auf österreichische Grenzposten verübt wor­den. Heber einen Ueberfall auf eine österreichische ©en- darmerie--Patrouille am Drina-Ufer teilt der offizielle öster­reichische Bericht mit, daß der Angriff nicht von der ser­bischen Grenzwache sondern von serbischen Bauern aus­ging, von denen zwei erschossen wurden. Von militärischer Seite wird der Zwischenfall dem Umstande zugeschrieben, daß die serbische Regierung an die serbische Grenzbevölkerung etwa 1OOOOO Mauserßewehre verteilt hat, wodurch anarchistische Zustände geschaffen worden seien. Es wird vorgeschlagen, die österreichisch-ungar.sche Regierung solle von Serbien sofort die Entwaffnung der Grenzbevölkerung verlangen. Ein neuer Zwischenfall hat sich ereignet. Der Korporal Johann Franz vom 33. Infanterie-Regiment wurde aus Vorposten am ungarischen Donau-Ufer von drei Mordgesellen erschossen. Seine Brust war von drei Flinten- kugeln durchbohrt. Die Täter entkamen in der nächtlichen Dunkelheit auf das serbische Ufer.

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Tie Lage in Pcrfl-n.

Die Ungewißheit der gegenwärtigen Lage in Persien wird durch allerhand widerspruchsvolle Meldungen ^illu­striert. Gerüchtweise verlautet sogar, daß aus den Schah ein Attentat verübt worden sei. Diese Nachricht scheint sich indessen nicht zu bewahrheiten. DasVerl. Tgbl." meldet aus Petersburg: Die Nachrrcht, daß ein als Priester DCrileibeter Mann in das Kabinett des Schahs eingedrungen sei und ihn durch einen Schuß in' die Schulter verwundet habe, wird von der persischen Gesandtschaft und von der orientalischen Abteilung des Ministeriums des Auswärtigen für unbegründet erklärt. Nach einer weiteren Meldung aus Teheran gibt die Lage zu einiger Beunruhigung An­laß. Die Bazare sind zum Teil geschlossen. Die Patrouillen in den Straßen sind außerordentlich verstärkt. Die Nach­richten aus der Provinz lauten ungünstig. Die natio­nalistische Bewegung gewinnt in Asterabed immer mehr an Boden. In Mesched ist sie von neuem aufgeflammt. In Rescht haben 100 Kaufleute in dem türkischen Konsulate Zuflucht gefunden. Der Gouverneur dort droht, sie mit Gewalt verhaften zu lassen. Alles in Allem ist d ie Sage ziemlich ernft. «

; Die endgültige Absetzung Castro«

Ausland.

Der österreichische Botschafter in Konstan­tinopel hat der Pforte wegen der letzten Boykollvorfällo in Beirut neue scharfe Proteste überreicht.

Die türkische Kammer hat in ihrer gestrigen Sitzung folgende Slntmort auf das Glückwunschtelegramm des deutschen Reichstages abgesandt:Tie Wünsche deS

nach einer Billion VLanncr gleichLominen würden, deren jeder rund 100 Kilogramm wiegt.' Dies alles in zehn Tagen! Ein-1 dringlich lehren uns die Nachrichten von den Heuschrecken,chwärmen die Sprach dieser Ziffern. Im Jahre 1884 wurden au| Cypern allein 256 Tausend Millionen Wanderheuschrecken getötet; was wurde werden, tonnten sie sich alle ungehindert vermehren! Eine Stubenfliege wird innerhalb eines Sammers zu 20 Millionen Individuen, im fünften Sommer zu:

3,200,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000,000 einer unfaßbaren Zahl! anwachsen. Ebenso sind Spinnen pro­duktiv; jede legt yunberte von Eiern una in einigen Sommern halte man so viele Spinnen, wie sie die obige Zahl der Fliegen oaistelll. Auch die höheren Tiere, wie die Fische stehen an Fähigkeit zur Vermehrung oen Insekten noch lange nicht nach. Ter Stockstich laicht vom dritten Lebensjahre ab acht bis neun Millionen Eier jährlich, was nach drei Fahren, da die jungen Fische fid) wieder fortpslanzen, 40 000 Millionen Tiere ergibt, roeldje Zahl die Schiffahrt unterbinden müßte. Was das organische Leben alles zu leisten vermag, beioeisen einige stati- llschc Angaben. Die Holländer salzen jährlich 624 Millionen Fische ein und auf der Neufundtandbaick werden im Jahre über 300 Millionen Stuck Stockfische (ä ly2 Meter Länge und 40 Kilo­

gramm schwer) erbeutet Piazzi-Smith durchschnitt im Juli 1856 nördlich von den Kanarischen Inseln zu Schiff einen Medusen- ictirarm von 60 Kilometer Breite, was schätzungsweise für die Overftächeuschicht allein 225 Millionen Einzelwesen bedeutet Von der därsacheit, mir der die pflanzlichen Organismen sich ent­wickeln und von bis dahin öden Lanostrichen Beiitz ergreifen, zeigt das Bilsenkraut, das juhrllch 10 0U0 Samen in einer Pflanze erzeugt Würden sie insgesamt erhallen bleiben, so n>are das Endergebnis 10 000 Billionen Pflanzen, die genügen würden, um die 144 Billionen Quadratmeter Festland unserer Erde inner­halb fünf Jahren mit eurem unburajotuigiidjen Dickicht zu br- aeden. Tiefe Proben mögen genügen, das Wunderbare der Ver- mehrungssähigkell der Organismen vor Augen zu führen.

Schaum als Feuerlöschmittel. Eine eigen­artige Methode, mäßige, im Entstehen begriffene Brände brennbarer Flüssigkellen rasch und sicher zum Verlöschen zu bringen, wird von Branddirektor Effenberger in der Frank­furter Wochenschrift Umschau (Herausgeber I. H. Bechold) angegeben. Es handelt sich hauptsächlich um Benzinbrände, wie sie in Auwgaragen, Drogerien, aber auch im Haushalt beobachtet werden. Auf der Hauptfeuerwache in Hannover ist eine Reihe von Versuchen angestellt worden, die den Be­weis erbracht haben, daß derartige Brände am besten durch Schaum erstickt werden. Aus einem bombenartigen Apparat, der eine lange Ausflußröhre hat, werden zwei Salzlösungen gegossen, die fick) miteinander mischen unb, ohne daß ein erheblicher Druck erzeugt wlld, eüien zähen Schaum bll- den. Dieser nimmt dem Feuer immer mehr von seiner An­griffsfläche, bis zuletzt nur noch einige wenige Flämmchen

E. Foskett die amerikanischen Psychologen überrascht hat und die von vornherein mit Mißtrauen betrachtet werden müßten, wann nicht Münner wie William James, der bekannte Psychologe und Professor der Harvard-Universität, Zeugen der seltsamen Erschei­nungen gewesen wären. Fostett gao vor einer Anzahl Studenten der Psychologie zwei Seancen, von denen die eine in Boston im Haufe des Professors P. F. Hall, die letzte in Cambridge, Massa­chusetts bei William James stattsand. Die Gelehrten hatte» alle. V)rsick^smaßregeIn getroffen, um Täuschungen auszuschließen', und die Bedinguitgen der toben waren sehr streng abgesaßt. Bei der erfkn Sitzung befand «ich Foskett mit einem kleinen Tische in der Dlltte des Zimmers und führto hier eine Reihe von Fal'trtrickS aus. Dann bejtani) er eine erstaunliche Feuerprobe. Zunächst

Hetze gegen Teutschland.

Auf die Art, in ivelcyer der Londoner Korrespondent YercNvwoje Wremja" die neueste Massendesertion in der j ranzö fischen Fremdenlegion behandelt, macht der ,5t Petersburger Herold" als auf ein Musterbeispiel einer Wwissenlosen Hetze ausmerksam. Das Telegramm vom 18. (;5.) Dezember lautet:Der Aufruhr der Fremdenlegion in "lgier ist eine äußerst schmutzige Jntrigue deutscher Agenten, ehemaliger deutscher Offiziere. Die Ausrührer schrienHoch Deutschland" und versuchten die algierischen Araber auf- öjiiroiegeln (!). Die deutsche Diplontalie begreift, wie sie kompromittiert (!) ist, und deshalb kühlen die Berillier Offiziösen die öfsenlltche Meinung ab, indem sie er Hären, doaß der Zwischenfall ein ausschließlich lllnerjranzösischer s,ä. Die französische Regierung ignoriert auch um des JriedcnS willen die deutsche Sntrigue; doch ergreift sie ernste Maßregeln gegen weitere Ver,uche Deutschlands, die i ranzösische Herrschaft in Algier zu untergraben. (Diese Liiitfcectung ist wllllich originell und überrascht selbst bei twr bclannten lebhaften Phantasie des Argus-Korrespon- irxntcn.Herold".) Der Führer der Ansrahrer hat mit Prrnz Eitel, dem Sohne des Kaisers, korrespondiert. Die Afrührer hatten auch Beziehungen zu den deutschen Wohl, vriigkeitsgesettschaslen in Paris, Chalons, Nancy, Belfort «"diese Denunziation ist besonders niedrig), welche, wie sich L ttjt erweist, den Antimilitarismus in Den örtlichen Gar- , fsonen prupaganbierten. Diese Gesellschaften folgten der Kosung eines Zentralkomitees in Köln. Im Falle eines Krieges würde ein Ausstand der Antirnllriaristen unter Führung der Agenten der Wohltätiglellsgesettschaften ge« plant (!). Diese Entdeckungen überzeugen sogar die Opli^ nu|ien davon, daß Deutschland unaufhörlich die Sicherheit her Nachbarn bedroht." DieNordd. Allg. Ztg." bemerkt dazu:Das ist eine so tolle und verlogene Hetzerei, wie I ie uns seit langem nicht vorgekommem ift Sie muß nie- beiger gehängt werden."

Staatsbeamte als Aagehorige eines Anarchistenverbandek.

Im Lande der Tschechen ist heute wirttich schon alles möglich, sogar, daß die Hüter der öffentlichen Ordnung rmb der Staatsanwalt einem Anarchistenverbande ange^

Kldnci Feuilleton,

Ein neues Gemäloe von Max Klinger. Aus :reip»ig wird uns geschrieben: Max Klinger malt zurzeit eitrig im einem Riesengemalde der honrerisck-en Well, das in einer ; 2anae von 20 Meter 1909 zum 500 jährigen Jubelfest der Leip- >ger Universität die Aula sclMücken wirb. Wie der dem Gemälde Christus im Olymp", ift auch hier die olympisch-klassi>che Herr- ichkell in eine großartige Landschaft heroischen Charakters hinein- bnuroniert und darüber leuchtet die Sonne Homers. Max llinger ist ferner das ganze Treppenhaus des städtischen Museums n Leipzig überantwortet morden, aber bis letzt hat sich der beeilter '1^ in tiefes Sck.weigen über seine Absichten gehüllt.

Deutsche Aerzte im Urteil der ameri- kanischenBlätter. Es heißt dort in den Besprechungen Iber die Tuberkulose-Ausstellung in Newyork:Den Deutsch- llmerikaner, der die Ausstellung besMcht, muß es mit einem cerzeihlichen Stolze aus sein altes Vaterland erfüllen, weirn >t die Aufstellung des Deutschen Reichs mit den Vorsuh- mnaen der anderen Länder vergleicht. Unter Leitung des Kea -Rats Dr. Hamel, Berlin, stehend, ist sie ungefähr \o lmiianareich, wie die Ausstellungen des gesamten übrigen lluslandes, sie steht auch in bezug auf Gründlichkeit, lieber- jichtlichkeit und Bielsritiglell unzweifelhaft an der Spitze aller Einzelausstellungen, so daß ihr mit Fug und Recyt der Ehrenpreis eingeräumt worden i)L Sie veran,chaulicht die gesamte, in ihrer Organisation muilergultige Wohl­fahrtspflege des Deutschen Reichs usw. usw. a^urch oas geradezu wunderbare System der Tuberkulose-Bekämpfung würden Deutschland alljährlich 100 000 Blenschenleben er­halten.

DieDeltvhne Tod". So abivrüxrlic^aus den ersten Augenblick der Ausspruch klingt, daß ohne den Dod em Leben auf unserem Planeten unuibglich wäre, ist er gleich.vohl be- reiligt. Ter Grunü hierfür liegt in der ungeheueren Vernich- rungssähigkell der Organismen, vornehmlich der niedrigsten Lebe­wesen. Tie nachstehenden Daten, welck>e wir einer intcressanten Abhandlung in Der populär-wissenschafrlichen RevueLer ^teiu der Meisen" entnehmen, illustrieren das Gesagte. Las Rotisor, ein Heinß tierisck)cs Lebewnen, Bringt durchschnittlich 30 Eier hervor unü zeugt in einem Jahre rund etwa 70 Generationen. Menn alle Individuen diesn Geschlechterfolgen erhallen blieben, würde am Ende der letzten Generation eine Ntasse von Rotisoren vorhanden fein, die einer Kuge^ gleich wäre, deren Halvn^iser größer wäre als jener des benannten Universums! . Auch höher stehende Jnsellen, wie Blattruuse, Gaitweipen, die ^aatlliege oder die zarte grüne Aphis vermehren sich in ungeheuerem Um- fange. Ein Exemplar der letzteren bringt an einem Lage 2o Nach kommen; am ziveiten Tage beträgt die Zalst Der oorharwenen Aphis sckion 25x25 625; am dritten "Tage 625x2o= 15 625; am vierten Tage 15 625x25 390 625 Individuen u. ]. f. bei ungestörter Vermehrung. Ta 10 000 dieser ätherischleichten In­sekten V-o Gramm wiegen, so läßt sich berechnen, daß die voll dis zur zehnten Generation vorhandenen Aphis dem Gewichte

ließ er die Flammen von Streichhölzern rund um seine Fingern flattern und Dann hielt er beide Hände so lange über eine Kerosen- tampe, bis der Zylinder vom riaudte völlig geschwärzt war. Zum Schluffe goß er etwa einen Liter AlkllM in ein offenes Gefäß, zündete ihn au und badete nun seine Hände zehn Minuten langt in der brennenden Flüssigkeit, wobei er den stammenden Alkohol auch über Gesicht und Arme goß. Er wurde sofort danach von Aerzlen genau untersucht, aber nicht die geringsten Spuren von Brandmcrknmlen oder Blasen konnten beobachtet werden. Fosktt erklärte, daß die Flammen nur das Gefühl einer angenehmen Wärme erweckten, Tie zwelle Sitzung, die bei James stall fand, brachte so jelljame ^rsa-cinungen, t-aii die beiden Gelehrten es einfhoeilen abgelehnt hatten, sich darüber zu äußern. Ein anderer Teilnehmer der Sitzung gibt eine kurze Beschreibung des Vor­ganges. Er erklärt, daß Foskett sichvollständig bematerinli­nert" habe und fügte hinzu:Während wir ihn beobachteten^ schien er sich in dünne Luft anfzulösen. 41 Sekunden lang war er verschwunden, dann trat wieder die Materialisation ein. Der Anblick war so erstaunlich, daß wir erschreckt waren und die Prüfungsmstimniungen vergaßen. Wir haben Foskett geucten, das Phänomen noch einmal vor uns zu wiederholen. Es scheint nicht gmuviick), aber er schien sich wirklich zu Demateriahfieren. Wir wiuen nicht, was wir davon denken sollen." Während der Proben blieb Foskett vollkommen paiiio. Die Zeugen glaubten nicht, daß hypnotische Einflüsse bei der Wahrnehmung die,er Er- scheiimtig eine ötolle spielen unb nehmen an, datz es sich um eine vejondere psychische ^riaft handelt, die bislang noch sicht be- odachtet und erforscht wurde.

behoben sind. ___________

Dcutdches Ueid>.

Zur Nachlaßsteuer. Eine Anzahl Professoren der Berliner Universität und Mitglieder der Akademie der Wissenschaften petitioniert an den Reichstag, daß von der Nachlaßsteuer Kunsllverle aller Art, Manustripte, Urkunden und seltene Bücher freigehallen werden. Die Petition ver­langt eigentlich nur etwas ganz selbstverständliches, aber es wird doch gut sein, wenn derartige dlusnahmebestim- mungen im Gesetz besonders angegeben sind.

Die südasritanischen Diamantfelder. Ge­genüber den Gerüchten von dem angeblich beabsichtigten Verkauf des Diamanlfeldes Kolmanstop bei Lüderitzbucht wird an hiesiger maßgebender Stelle darguf hingewiesen, daß die Interessen des Reiches vom Staatssekretär in jeder Weise gewahrt werden würden. Die Firma Lenz, die Kvlo- nialgesellschast sowie daS Sieich verkauften jedenfalls nicht ihre Diamanlfelder.

Der Botschaftsrat Wilhelm von Stumm, erster Sekretär bei der deutschen Botschaft in London, ist nach Berlin berufen worden. Er arbeitet bereits im Aus­wärtigen Amt. Es ist beabsichtigt, Herrn von Stumm desb- nitiv mit der Nachfolge des Geheimrats Sieh­rn e t s zu betrauen und ihn zum vortragenden Rat in der politischen Abteilung zu ernennen.

Lohnstreitigkeiten. Die Morgenblätter melden aus Görlitz: 400 Glasarbeiter in Weißwasser haben infolge . des neuen Lohntarifes die Arbeit niedergelegt.

Tie Wahlmänner des Wahlkreises Deer- felden-Hir sch Horn-Winsen stellten .Mr die dem­nächst stattsindende Landtagsersatzwahl den Rentner Dr. Breimer als Kandidaten auf. Dr. Breimers Wahl, der ein Detter des seitherigen Kandidaten Breimer ist, güt damit als gesichert. Er dürfte sich der nationalttberalen Partei an­schließen.

E a st r o hat gestern die Privattlinik Professor Israels in Berlin verlassen und ist wieder in das Hotel Esplanade übergesiedelt. Er wird dort von Israel weiter behan­delt werden und angeblich die vorgeschriebene Diät weiter beobachten.

Dermensä> 1 iche Sa Iain anbei*". Aus JceroDod wird berichtet: Außerordentlickws Aufsehen erregen die psychischen 'n junger amcrihmischer Mechaniker Frank scheu Psychologen überrascht hat und die