Ausgabe 
4.1.1908 Drittes Blatt
 
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Samstag 4. Januar 1908

Nr. 3

Drittes Blcttt

158. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.

Gefühle großer Erleichterung wird man es irfen, daß von dem vielen häßlichen Klatsch,

klargestellt haben.

DieGiehener LamiliendlStter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kretsblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

zu machen.

Mit einem

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwerslkäls - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

übertreffen aHe deutschen und fremden Fabrikate durch saubere Herstellung und appetitliches Trockenverfahren, welche hohen Wohlgeschmack und schönstes Aussehen gewährlcisterr

\Koche miF, Knorr7] .

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^oL Redaktion:a=$ä> 112. Tel.-Adr^AnzergerGteßen.

auf eine sck>.rwre Koncurrenz AiNLr^as geiaht niacyen nuiheu; schon wird ein stärkerer Export landwirtschaftlicher Maschinen aus Alncrcka angekündigt, auch soll ein Posten Lwhbarrcn für öeinbkdx nach Englaird abgeschwssen worden sein. Man rechnet heute mit der Wahrscheinlichkeit, daß wahreno bisher eigentlich nur die Bör>e starker ocrslaitte, nun durcl) die Industrie nach­folgen uno tocikr zurüdgehen wird. An günstigen Aspekten fehlt cs vorerst nou) und unter diesen Umständen ist cs begreiflich, daß die Börse in ihrer Untätigkeit uno Lustlosigkeit vorläufig weiter verharrt. Tas Geschäft, welches in der Regel im Januar größere Regsamkeit anzunehmen pflegt, war keineswegs lebhaft und die Kurse konnten nur vereinzelt etwas anziehen. Eine inehrprozentige Kursste gerung weisen italienisa-e Eisen­bahn a k t i e n auf, in welchen anscheinend Deäungsiäufe der KvutreM'ine ausgechhrt wurden. Auch Lanken und Schiss- sahrtsaktien sind leicht gebessert, Montan- und Jn- d u st r i e p a p i e re aber vorw.egend schwach. Privut-Tis- [unto 57/s o,o._____________________________ _________

In Ruß land, wo mau das Weih nachts fest nach dem julianischen Kalender, dreizehn Tage später als bei uns feiert, i]t der Prozeß gege n die Abgeordneten der ersten Reichsduma, bie den Wiborgscheu Aufruf ver­faßt und verbreitet hatten, zum Abschluß gekommen, uub wie zu erwarten war, sind alle Angeklagten bis auf zwei verurteilt worben. 2Xe Lerurieilcen mohen sich jedoch bei diesem Urteile nicht beruhigen und haben Berufung einge­legt. Der Prozeß gegen die Verteidiger von Port Arthur dauert noch fort und es laßt sich noch gar nicht voraussehen, wie fein Ausgang sein wird.

In Per freu, wo oie politische Lage zu Weihnachten noch sehr kritisch nxic, hat der Schah endlich eine Verstän- digung mit beit Unzufriedenen gesucht uuo gesunden. Er hat sich dazu bequemt, einen neuen Erd auf bie Vec,assung zu leisten. Damit ist dort die Gefahr einer Revolution einstweilen beseitigt.

Auch König Carlos von Portugal braucht sich über die Lage in seinem Lande keine grauen Haare mehr wachsen zu lassen. Mit der Anberaumung von Neuwahlen und der in Auss.cht gestellten Eiuberu.ung des Parlaments sind bie revolutionären Schreier glücklich zum Schweigen gebracht worden.

Interessanter und vielleicht auch für die Folgezeit be­deutsamer als die eben erwähnten Vorgänge ist bie A b - beru sung bes Generals Drude vom Kommando der französischen Maroklocx^ed.tion. Offiziell soll natürlich Krankheit der Grund der Abberufung feui, aber man errät es unschwer, wo der eigentliche ©iy dieser Krankheit zu [iiibcu ist. Drude hat zwar anläßlich seines Rücktritts eine sehr hohe Auszeichnung bekommen; er ist zum Kom­mandeur der Ehrenlegion ernannt worden. Aber es ist kein Geheimnis, daß man in Frankreich sehr wenig erbaut gewesen ist von seinem vorsichtigen Vorgehen in Marokko. Ihm mißt man bie Schuld an oen wiederholten schweren -schlappen bei, die bie Franzosen in le^ter Zeit in Marokko und an der algerischen Grenze erlitten haben. General Damade, der zum Nachfolger Drudes ernannt worden ist, hat nun allerdings von Anfang an eine günstigere Position als d-ieser, denn er erhält von Anfang an be­trächtliche Verstärkungen, bie ihn, wie man hont, in bcu Stand sehen werben, den recht wenig populären Feldzug in Marokko bald zu beendigen. E. A.

zimmer als öffentliche Lesehalle eingerichtet worden. Es liegen dort zu völlig unentgelilicher Benutzung auf: Eine größere An­zahl Tageszeitungen, verschiedene illustrierte Zeitungen, die Bücher der Schulbibliothek und andere. Tas Mltnehmen des ausliegcnden Lesestoffes ist unter keinen Umständen gestattet. Wäl-rend der Lesezeiten ist Rauchen und lautes Sprechen in der Lesehalle verboten. Ten Anordnungen des Lesel-allenvor- standcs ist unbedingt Folge zu leisten. Tie festgcfetzte Lese­zeit am frühen Nachmittage crfdyeint uns, wenn |ie nicht in örtlichen Gewohnheiten begründet ist, als wenig geeignet, einen regen Besuch herbeizuführen. Im allgemeinen dürfte wohl der Abend die gegebene Zeit sein. Ter Klein-Winnigstedtcr Ver­such ist aber jedenfalls von Interesse, und ebenso kann man gespannt fein auf bie Bemühungen des Pfarrers Kaiser m Altweilnau (Kreis Usingen), feine Gemeindemltglieder aui die Bedeutung der Presse aufmerksam zu machen. Pfarrer St'aiicr hat zu diesem Zwecke ein Zimmer des Rathauses gewählt, das an drei Abenden in der Woche geöffnet ist, und in dem eine Anzahl von Zeitungen und Zeitschriften zu unentgeltlicher Be-

iii)ni did)c Orcufistche NNchiil-Loucne

Ziehung I.,Klasse 218. Lotterie am 10. und 11. Januar.

Lose Mk°4, AK. 5, Mk. 10, Mk. 20, 31k. 40, Masse sind zu beziehen durch den . , l'

Köurgl. '^rcuHitcbcn Lottcrcr-Emncmncr

Huchaciier, Nüii^Sseu, Neuen Baue 11.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für GderheMn

Kleines Feuilleton.

Die Aufhebung oer Leibeigenschaft in Nassau. Man schreibt uns: Das AmtAtzbach, bestehend - aus den ehemaligen nassauischen Aemtern Gletberg und , Hüttenberg, das heute einen Bestandteil des preuß. Kreises Wetzlar bildet, gebürte vor einem Jahrhundert zum Herzogtum Nassau. Mit oem diesjährigen 1. Januar kehrte zum 100. Male der Tag wieder, an dem Herzog Friedrich August und Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau die Leib- eiaenschast in ihren Landen aufhoben. Am 1. Januar 1608 erschien folgendes Edikt, das dem Vasallentum für immer ein Ende machte:

Wir Friedrich August, von GotteS Gnaden souveräner Hcnzog von Nassau re., haben er.oogen, daß die Leibeigenschaft in Unfern Rheinischen Gegenden seit undenklichen Jar-ven das meiste von ihrer Härte schon Vorloren hatte; daß auch der zurückgebliebene Rame sich mit dem Grade der Miur unter den Völkern nicht mehr verträgt, daß sie unter Ulstern Untertanen, deren eine oute Anzahl schon davon befreit war, eine ichäoliche Ungleichheit heroorörachte; daß insbesondere die Abgabe d.s Besthaupts zur Epoche b;r Erhebung drückt, daß die übrigen allenfalls bamit in Llrbindung stehenden Prästatwnen ohne Nachteil Fortbestehen können und die Entlassungsgelder bei dem Abzug aus dem Lande für die Lösung anderer Verbindungen nach dem Herkommen, oder nach Verträgen mit anderen Staaten, entrichtet werden, und da Wir in Seiten, wo der Unterthan vieles unvermeidlich zu leisten bat gern auch Allcs nach der alten Sitte und Güte Unsers Hauses zu fein r Erleichterung und Wohlfal/ct beiwagen: so l-eben Wir die Leibeigenschaft im ganzen Umfang Unsers Herzogtums aus '

Gegeben im Schloß zu Berich am Tage des muen Jahres 1808. L S Fr edrich August, Herzog von Naß au.

vt Freiherr von Marschall.

Zeitungen und Zeitschriften l-uben aus dem Lande idre Lebcusjulngtcit noch nid)t recht ertmesen Es mog seme Richtigkeit haben, was Pastor Horulcrn.Premslm vor -ungcn wahren auf der Sauptversanimlung der G-,-ll chaft >ür Per- bre lung von SoltäbilDung sagtetFür of|cntlid)t L-ehull-n ist unser Landvolk noch nicht ru haben. B-un Lesen IM ö sentlichen Lokal müßte der Landuiann eine gewisse Scheu über, winden" Tiefe Erfahrung findet sich mehrfach bcftdtigt., So K bekanntlich vor einigen Zähren die Bürg-rm-nst-r-r von Langsdorf wahrend der Wintcrmonate den Ratl-auchaal ge­hn » nd beleuchtet, zur freien Beuuhuug zur Zersugung gr- ftcllt und allerlei Zeitschriften und Düch-r °uSgel-ot.

hat diese dankenswerte Einrichtung von vvrnher- n k-ln°n An- klang gefunden und ist aus Mangel an Teilnahme sanft ent schlawm trotzdem das Rauchen und jede ^'Nlose Um>-rhal- iung gestattet war. Immerhin verdienen die wetteren ^er fuuje in dieser Richtung Beachtung. Ne^dmgs ist m Kletn^ Winnigstedt, einem Torfe von etwa ^oObOO Einwohnern m Braunschweig, an allen Sonntagen von 3 bi« ö Ufr mittags (vom November bis Februar 24 Ubr). das ucu

... : a* i in der EmiincUung ooer beim Lernen zurück-

uicibenbc Kinder, iowie blutarme, nd) matt» füblenbe und nervöse überarbeitete, leicht erregbare und truhzeitig erichöpjte Erwachsene gebrauchen alS Krafttgungsmutel nut großem Erfühl Dr. Hom.uel'o Nacmatoireit. Ult

Der Appetit erwacpt, die gristtgen und körperlichen Kräfte werden mich gebooeu, das Geinmt Ncrverchkiem gcitarkt.

wtau vertange ledvch auvörmtlia) das ecstic Dr. voumcl s Haematogcn uno lasse sich keine der vielen Nachahmungen auireüen.

rvorscnwochcnverlcht.

Frankfurt a. M., 3. Januar.

Im neuen Jahre bat bie Börse b.s jetzt E;inc bewndere An­regung erhalten. Allerdings ist die B a n k v o n E n g l a n d mit chrem Diskonto saß um l°/o auf ßo/o iurüagcgan-jen, der Privat- diskoitto stellt iid) in London auf 5°,u, bei uns hatt er sich etwa lo/o über diesem Satz, aber die Hoffnung auf eme weitere nennens» werte Erleichterung des Geldmarktes ist schon im Schwinden, man befüüdjtct vielmehr, daß der Geldwert sich vorerst noch auf der ungefähren jetzigen Hohe hatten wird. D^s Anlage- bedüriniS ist gering, ja es hat den Anschein, als fei es schon ziemlich befriedigt. Tie ZinseUleinnahm'n werben vicßach zur Abtragung älterer Verpflichtungen verwendet und da, wo ver­fügbare Gelder vorhanden find, werden sie teiltvcise m Dislonten angelegt. Ter große Umlauf von Bankakoepten laßt daran, schließen, daß die Banken von ihrer Clientete noch immer start m Anspruch genommen werden. Von Amerika liefen anfangs dieser Woche etwaS zuversichtlichere Berichte cm, das Agw für Bargeld 'ist ziemltch gesck)tvunoen und im Pttisourger Jndastrle- bezirke wollen viele Betriebe, die bisher still lagen, die Arbeit angeolich wieder aufnehmen; aber man hat diese Meldungen mit einem geiüiifeit Misstrauen ausgenommen und die Hioos- posten, die gegen Schluß der Woche aus Amerika emhefen, lajfcn auch ctl'ennen, daß drüven bie Verhältnisse twch recht ungünstig liegen, liniere Jndu str ie wird sich unter biesen Umstanden

jetzt begrüßen dürfen, daß von dem vielen häßlichen Klatsch, den Starben aufgewühlt hat, nichts übriß geblieben ist. Trotzbem muß man es bedauern, daß fein anderer Weg gesunden worden ist, diesen Schmutz zu beseitigen, als durch dieses Eingreifen des Oberstaatsanwalts. Mag es rechtlich apch nosch so unanfechtbar sein, so wird es unter der kritiklosen Masse doch den Eindruck Hervorrufen, als wenn Harden auf höhere Weisung hin habe verurteilt wer­ben müssen. Der Oberstaatsanwalt hat zwar ausdrücklich hervorgehoben, daß von keiner Seite ein Druck auf ihn ausgeübt worden sei, aber wer kann die Masse zwingen, diesen Versicherungen zu glauben. Es ist ja absurd, auzu- nehmen, daß es im Deutschen Reiche auch nur einen Staatsanwalt oder Richter geben könnte, der sich zu einer Klassenjustiz hergäbe, aber die verhetzte Masse glaubt es doch. Darum hätte man alles vermeiden müssen, um solcher törichten Auffassung auch nur irgendwie Nahrung zu ocben. Man i-ätte die Angelegenheit 5zarden ruhig ihren Instanzenweg nehmen lassen sollen, dann würde unzweisel- hast schon die Revisionsoerhandlung die wahre Sachlage

politische Wod?cDijd?au.

Gießen, den 4. Januar 1908.

Die politische Stille, die in der Weihnachtswoche allenthalben herrschte, hat nun auch über den Beginn des neuen Jahres hinaus angedauert und von Ereignissen auf der großen Weltbühne ist iiicht viel zu beeid)teil. Bei uns im Deutschen Reiche war es hauptsächlich der Harden- prozeß, dessen Ausgang mit einer gewissen Spannung erwartet wurde. Das Bild, das dieser Prozeß vom Ange­klagten und vom Gegenstände der Anttage gegeben hat, weicht in manchen Punkten recht wesentlich von dem dlH ersten Prozesses ab, der vor dem Schöffengericht bekannt­lich mit der Freisprechung Hardens geendet hatte. Damals töar Harden auch als Angeklagter der Angreifer, der mit gutgespiclter sittlicher Entrüstung seinen Ankläger vernichten 'tonntet In diesem Prozesse hingegen konnte sich färben nicht einmal in ber Verteidigungsstellung halten. Alles, was er gegen den Grafen Moltke früher voraebracht hatte, fiel diesmal in ein Nichts zusammen, nachdem die Un- glaubwürdigkeit der Hauptzeugin, der Frau v. Elbe, durch zahlreiche medizinische Saaiverständige festgestellt worden war. Auch die übrigen Sachverständigen, wie Dr. Limann und Dr. Max Hirschfold versagten, und so mußte Harden fick) schließlich darauf beschränken, zu sagen, daß er in gutem Glauben gehandelt habe und dabei getäuscht worden fei. Ein kläglicher Rückzug, den ihm der Oberstaatsanwalt da- durck) einigermaßen tröstlicher zu machen versuchte, daß er das Genie Hardens und seine faszinierende Persönlich­keit feierte. 5>arden ist aus diesem Prozeß als ein Opfer einer begreiflichen Leichtgläubigkeit und Vertrauensselig­keit hervorgegangen und muß das viele Leid, das er über einen ehrenhaften alten General gebracht hat, durch eine viermonatige Gefängnisstrafe büßen. Mand)em wird das Urteil wohl viel zu hochgegriffen erscheinen, aber man muß doch auch berücksichtigen, daß Harden schon Frei­heitsstrafen hinter sich hat und daß das Unheil, das er durck) sein Vorgehen angerichtet, wahrlich nicht gering ist. Der Ehre des deutschen Namens hat Harden, der Vater- landsretter, wahrlich keinen Dienst erwiesen und die furcht- baren Seeleuqualen, die jener erste Prozeß dem Grasen Moltke verursacht hat, sino vielleicht gar nicht wieder gut

Nutzung auslicgcn. r. . _ .c

Bon Hermann Sudermann erfahrt man, datz ttii ein dem Sagenkreise Karls des Großen entü-mmenber kchtervchcr Stofs feit geraumer Zeit beschäftigt. Der P>an scm.s Tra- maSDie K a r l s t ö ch t e r" ljube auch inbezug auf Stimmung und Mcnschcngestaltung langst eine feile Form gewonnen. Ter Dichter stellt bic§ vor dem Bekann-twerden d.s neuen Buhnen- wcrkcS von Gerhart Hauptmann (das eocnfalls die Kar.s- fage zum Vor.vurf hat) öffentlich fest,um dem ihm brol-en- Ocn Verdachte einer gcbankttchcn Hcercswtge beijeucn eiugc» genzut'retcn". ,, , ~ <

Die berühmte franzosnche Tragödin ^-arah Bernhardt, bie ewig junge, ist noch immer bas zierliche Pcr,buchen, als welches sie uns aas einem Bi.de von Tub.ei) Haroy entgegen tritt. Wir finden bit.e ^ieprodattion uit / vei.e der SammlungMWer ber Farbe" (Verlag von E. A. See­mann in Leipzig, jWr.ich 12 Hefte ä 2 Mk.) icner interna.ro- naleit Kunstausstttlung in Buchwrm, au| bw wir bau kanii>rennb- lidie Publikum schon des öfteren hingewAien haben. Mttt.er- weile sind auch die übrigen He^te dieses Jahrganges erichlenen, und der Abonnint hält wieder eine Sammlung in Hunden, von denen bas eine Bild immer entzückender aiö das anoere ist. glänzen Namen wie Mesdag, Leibi, Finger, Menzel, Puvis de Ehanannis, Gebl>>rdt, Tl)om>a, Diez, Giemer, Lenbach, Uhde, nvit einem Warle: bie zweite Hälfte b.s Weik.s.steht Himer der ersten nicht zurück, und wenn wir die 1- Liierungen Le* trachtend durchblättern, so empfinden Wir immer wieder eine Hille Freude darüber, baß mit diesem Unternehmen end.ich auu) der bildenden Kunst 'eine Gaffe gesepanen wurde, die nach dem Herzen des Dolds führt. Aus der dem sttzten He,te bei- liegenden Ankündigung Lod neuen Jahrganges, o.r jetzt be- ainnt, ist ersichtlich, baß nicht minder reiche Genuue auch für Die Folge zu erwarten fnti). Die dualer aller Nationen geben sich hier Rendezvous, um) so entsteht eine buiUe Mannigialngt^tt des Inhaltes.

EingeßanSr.

iFür Form und Inhalt eher muei die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.)

Unberechtigtell a h n g e b ü f) r e n* werben hier nach (angiäl)tiger Liebling vom Großh. Steuerfo m in i f i a r t a t cibobciL ' Bon Steuerzahlern, die den letzten Sreuerlermin zwar oer- jäunit haben, aber denen noch keinerlei A! a h n u n g zu­gegangen ist, wird bei freiwilliger Zahlung von dem Koni- iniffariat eine Mahngebühr im Betrage von 10 Pfennig erhoben, obwohl rechtlich keinerlei Be'ugniS dazu dein^ <=ieuer- (ommiffanat zusieht. Die Mahnung muß eist von Leuen ^des Kommissariats ordnungsgemäß euolgt fe.n. Ist das nicht der ^-all, io braucht niemand diese Plahngebühr zu zahlen, und feder sollte sich weigern, das zu tun. Tann wird dem Kommissariat nichts anderes übrig bleiben, als von seiner bisherigen Praxis ab- zngchen.

o»iziiiüßfit der Station Gießen.

<ftcrtd)t»?aaL

Benthen, 2. Jan. Tie Ltia kainmer verurteilte den L o l i z e i f e rg e a u t e ii R r n d i l e i f ch aus Antonienhütte wegen ll e b e r i cb r e 11 n n g der Amtsgewalt zu drei 'Dlonatcn Geicingui s. Er hatte u. a. einem Bergmanne feine Schließ- fette um den Hals gelegt und ihm mit dem Säbel 20 fcharstanuge Hiebe beigebracht. Ter Staatsanivalt hatte 50 Atark Geldsira'e beant ragl.

^usjvh m Uu rlttktkssii ivrktit!ik:ü der Aisin 9ütfgcbotc.

Dez. 30. Adam Kiicher, p.echauiker, mit Katharine Dornend, beide dahier.

Ehcfchlicßckugen.

Dez. 28. Bruno Herimann, Kali'mann, mit Elisabeth Ludwig, beide dahier. Bh'lipv Heinrich Metzger, Kauimann in Gambach, mit Maigaicte Eiienhut ui Michelstadt.

Geborene.

Dez. 20. Dem Desin'ektor Karl' Feldbaus eine Tochter. 23. Dem Lokomoiivheizer Adolf Gabnel em. Tochter. - 25. Dem Schlosser Weorg Euler 111. eine Tochter. Tem Bureauvorsteher Ludwig Bolveit eine Tochter. Dem Barbier Adolf Hermann Vampboii em Sohn, (tteorg. 26. Dem Kandidaten der 'Medizin Wilhelm Enitt (Äoetz eine Tochter, Emilie Auguste. 28. Tein Cbcilciiinant Franz Schwendi) eine Todner. 29. Dem Sdilosjer August Appel em Sohn. Jan. 1. Tem Buchbinder Wilhelm Biauusdoii em Sohn, August Max Hermamu

tocitovucue.

Dez. 26. Karl Stadler, Tapezier, 28 Jahre alt, Neustadt 77. 28. Daniel Müller. Taglöhner, t2 Jahre alt, Sonnenstr. 31. LouisFrohnhäuier.Neuiuer,75 Jahre alt, '.Vloliteitr. 3. - 30. Franziska Mohr, geb. 'Mohr, 70 Jahre alt, Ludwigsplatz 9. El'rtede ctelilmg, 7 Jahre alt, Hammstr. 12. - 31. Georg Malkomeims, 5 Alte, alt, 'Dlänsburg 19. Lina Margarete Stehlmg, 5 Jahre alt, Hammstr. 12. Jan. 1. Stephan Roth, 82 Jahre alt, -tag- löhner, Meisttnbt 61. .

Januar

1908

Barometer au* 0° reduziert

Temperatur der Lu'l

Absolute Feuchtigkeit

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753,9

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