Ausgabe 
22.12.1908 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Dienstag 2S. Dezember 1908

158, Jahrgang

Drittes Blatt

Nr. 301

Gddbehtl täglich mit Ausnahme des Sonntags.

'oUene

ten

Ci

CARL LUDWIG LEIB

DlT

KUNSTHANDLUNG

Tischlampen

Spiritus-Bügeleisen u. a.

petroleumösen

Lackier- und Holzwaren Petroleumösen Spiritus-Bügeleisen u. a. Tischlampen

| Reichhaltiger Lager praktischer Weihnachtsgeschenke!

AodeL-Schlitten

Laubjägeholz

Rmderkochgeschirre

Haushaltungs-Wagen Bolinger Srahlwaren

Gsenschmne Rohlenkasten

Werkzeugkasten Schlittschuhe

Laubsägekasten A^inder-Schlitten

wasch- und Wring-Maschinen Wäschemangeln

Aluminiumgeschirre

Uickelwaren

Vogelkäfige

Back- u. Uonsektformen

\au

andluni

tn gross# Auswahl

Bilder- Einrahmungs-Geschäft

$R?tafion5bnitf und Verlag der Brüblfchen Unwersttäls - Buch- und Crerndruclerer.

R. Lang«, Ließen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expeditron und Verlag: 5L

Redaktion: 112. Del.-AdroAnzeigerGießen.

ahrungd.lR$trumMk Ze,t ohn« Kauhwi^

u»el«, Blech- uti aebit illaa BcjUw rusULnder

terstücke

Aeilch- u. Gemüseschneidmaschinen Ulesserputzmaschinen

Mderkochherde

W inte 1 wähl * nidt, *

DieEithener Zamilieu^latter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchen lich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis «iehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirlschaftlichen Selb fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Couverts mit Zinna.gst

SriHl'sche Universitäts-Druckerei.

Kirchstrasse 2

Ver^olderei

LLirchttche Nachrichte».

LvairgeitfLqs lvemeinüe.

Mittwoch den 2 3. Dezember:

In der Zohanneskirche.

Nachmittags LV, Uhr: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der LukaSgernemde. Piarrer Bechtolshermer.

Abends 7 Uhr: Bereinigung der fonfirniierlcn Aiädchen der Johannesgemeinde (Weihnachtsfeier). Piarrer AuSfeld.

Dounertag den 24. Dezember:

In der Stadtkirche.

Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier kür die Kindsrkirche der Matthaus- und Markusgememde.

Piarrer D. Schlosser, Pfarrer Schwabe.

Abends L Uhr: Weihnachtsvssper iür die Alckitargemeinde.

Piarrer Schwabe.

In der Iohanneslirche.

Nachmittag- 31/« Uhr: Weihnachtsfeier (üt die Kürderkirche der Foharmesgemeiitde. Pfarrer AuLield.

Erster Weihnachtsfeiertag den 2 5. Dezember: Kollekte für dre Kleinkinder - Bewahr anstatt.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 95, Uhr: Pfarrer Schwabe.

Beichte und beit Abendinahl <ür die ÄkatthauS- und Markus- gemeiude. Anmeldung dazu vorher bei dem Piarrer jeder Ge- ineinde erbeten.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Adolph.

7®iu

1

trf/ier

.hfj

elephon 671

Beste Qualität

In btr Iohanneskirche.

Vormittags 9' , Uhr: Piarrer B e ch l o l S h e i »n e r.

Abends 5 Uhr: Liturgischer Gottesdienst.

Piarrer AuLfeld.

Zweiter Weihnachtsfeiertag den 2 6. Dezember: Kollekte i ü r die Armen.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Piarrer D Schlosser.

Abends 5 Uhr: Stehe Kohanneskirche.

Abends 7 Uhr: Fm Matthänsiaal Weihnachtsfeier für bie Konfirmanden-Vereinignngeu der Aiattbänsgemeinde.

In der Iohanneslirche.

Vormittag» 9'/r Uhr: Piarrer Aus seid.

Beichte unb heil. Abendinahl für bie Lukas- rnrd IohanneZ- genremde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erdeten.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolshermer.

Sonntag nach Weihnachten den 27. Dezerrrber: In der Stadtkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Piarrer Schwabe.

In der Iohanneslirche.

Vormittags 9'/, Uhr: P'arrajsi|lenl Haustein.

Donnerstag den 3 1. Dezember, Sylvester:

In der Stadtkirche.

Abends G Uhr: Pfarrer D. Schlo11er.

In der Iohanneslirche.

Abends 8 Uhr: Piarrer Austeld.

Der Wartburg-Verein

begeht gcmeinfam mit der Bereinigung der konfirmierten Mädchen der AI a r k u s g e m e i n b e feine Weihnachtsfeier am 28, Dezember ui der Turnhalle des Turnvereins.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhesien

- Schreib' M löv-er w 1

/

11

öon den Standesherrlichen und dgl. pachtbauern.

Der Abg. Köhler-Langsdorf hat folgende Intern pellation beim Landtage eingebracht:

Nach vollzogener Feldbereinignng ist es vielfach ge­schehen unb geschieht, daß von den in der Gemarkung I vorhandenen Standesherrlichen und dergleichen Grund- iV.üden eine mehr oder minder große Anzahl Morgen andes, entweder dem schon vorhandenen H o f g u t e kurzer­hand zugeschlagen, oder öffentlich verpachtet, oft dadurch I verteuert, unrentabel gemacht und dem seitherigen Päch- ! brr, dessen Betrieb und Erwerb ans ihnen sich aufbaute, | gänzlich entzogen wird.

Die Verteuerung der Ackerpreise und der Pachten, nn- I mittelbar nach vollzogener Feldbereinignng, ist eine fast I iiberall bemerklmre Erscheinung, der int Lause der nach- I fiolgenden Jahre alsdann wieder mehr normale Preise j fcolgew Die Steigerung der Ackerpreise und der Pachten i*it jedoch besonders bedeutend da, wo in einer Gemarkung beim gebundenen, unverkäuflichen, standesherrlichen, fiäto^ laschen rc. Grundbesitz nur eine geringe Fläche dem freien Verkehr überlassenen Bodens gegenübersteht.

Es dürste bekannt fein, daß in Gemarkungen, wo ftandes- l,rrrlicher, fiskalischer re. Grundbesitz vorhanden ist, oft neben dem Bestehen einer großen Hofgutswirtschaft, es \ c_itte Anzahl bäuerlicher Mittel- und Kleinbe- ! t riebe gibt, die oft auf Jahrhunderte alter Pachtung ge­gründet sind, und die in ihrem Werte für unser Molkstum dem gleichen bürgerlichen, auf z eigenem Grund und Boden sitzenden Volks- liinb Berufsstand gegenüber in keinerlei .. Weise zurück stehen.

Diese dem Bolkskörper angegliederten gesunden Organe ' taerbeu nunmehr zu einem nicht geringen Teile burch das I elwähnte unsoziale, rücksichtslose und in seiner letzten Konsequenz unverständige Vorgehen mancher landesherrlicher und anbercr Verwaltungen dem Verderben, preisgegeben. Der Schluß ist, daß der G roß grün d- I>esitz und der landwirtschaftliche Großbe­itrieb, besonders in den fruchtbaren Gefil­den der Wetterau, zunimmt, w ährend der n:r - | a cteStandderPachtbauernmitseinenSpröß- i in gen in die Städte abwandert, und durch galizische, ruthenische, russische und unga-- tische Arbeiter undandereschlechteElemente ton fremder Rasse ersetzt wird.

Es ist schon genug, daß die großen Güter in 5 lutferem Lande der Ausbreitung eines gesunden Bauern- sAandes im Wege stehen; daß auf ihnen, statt eines Stammes k ärperlich, geistig unb x sittlich hochstehender freier Wanern nur einHett" unb zahlreichesGesinde" Haufen l ich sageHausen", nichteine Heimat haben").

Darum sollte man mit allen Mitteln zu verhüten suchen, doaß dieser elende Zustand immer noch weiter um sich greife. Lenn auch der technische Fortschritt, der auf . boen landwirtschaftlichen Großbetrieben ge­pflegt wird, hebt ihre soziale Schädlich wir- l'.un g nichtauf.

Nun besteht kaum ein gesetzliches Mittel zur Beseitt- Wng dieser Mißstände und zur Verhütung kommender Ge­fahr: aber diese Gesetzes-Mittel müssen be­schafft,dieWegezurEinschränkungdesschäd-

Sehersweg \21 August Kröll ; Sehersweg |2

1 ------------------------empfiehlt in großer Auswahl b» , -r.-. .....

lichen landw. Großbetriebes und zur Aus­breitung und Förderung eines kräftigen und gesunden Bauernstandes auf b em Lande müssen beschritten werden. Es ist nicht genug, daß es gelungen ist, die Notlage der Landwirt­schaft im allgemeinen einzuschränken, teilweise zu be­seitigen, sondern es ist auch dafür Sorge zu tragen, daß zuletzt nicht allein nur wenigen Auserwählten auf Kosten der Gesamtheit die besseren Verhältnisse zugute kommen, Großgrundbesitz, mittlerer Besitz, Klein­grundbesitz und die ihnen entsprechenden Betriebe in harmonischem Verein, das dient dem Wohle der Gesamt­heit. Ein Uebertoiegen eines oder des andern ist nicht gut; aber doch könnte ein Staatswesen ohne den Großgrund­besitz bestehen, während es zu Grunde gehen müßte, wenn einzig und allein der Latifundienbesitz einem Heer von Besitzlosen gegenüberstehen würde.

Wenngleich ich mir sagen muß, daß die gegenwärtige Zeit der schwülen Ruhe vor dem Sturm, und der Schwachheiten, da ein Hardenberg und Stein kaum an ihrem Platze wären, meinen vorliegenden Anregungen in diesem Landtag kein günstiges Prognosti- ton stellt, so halte ich es doch für meine landständische Pflicht, frei herauszusagen, was not tut

In diesem Sinne frage ich die Großh. Regierung:

1. Ist der Großh. Regierung bekannt, daß im Gefolge der Neubesitzeinteilung bei Feldbereinigungen in einer Anzahl von Gemarkungen die kleinen nno mittleren Pachtbauern dem Interesse des Großgrundbesitzes und der Hof-Pächter ausgeopfert werden?

2. Welche Maßnahmen gedenkt die Großh. Regierung zu ergreifen, um diese kleinen und mittleren Betriebe und Berussllassen unserem Volle zu erhalten?

Langsdorf, den 20. Dezember 1908.

Köhler-Langsdorf.

Telephon 466

Grosse Auswahl

in

BILDERN

gerahmt und un^erahmt

rratholij^.

Gottesdienst.

Donnerstag den 24 Dezember:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Freitag den 2 5. Dezember: LSeihuachtsfest.

Vormittags von 5 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

um 5 Uhr: Ehrisunene

, um 6, 7 und 8 Uhr heil. Messen.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.

Nachmittags um 51/, Uhr: Vesper mit Segen.

Freitag den 25. Dezember:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheck zur heil. Belcht.

Sam Stag den 26. Dezember:

Fest des heil. Stephanus.

Bormcktags von 6'/, Uhr an - Gcnegenheck tut Heck. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste heil. Alessi

H um 8 Ubr: Austeilung der Heck. Kommunion.

um 9 Uhr: Hochamt mck Predigt.

um 11 Uhr; Herl. Messe mit Predigt.

Nachmittags um 51/, Uhr: FestAndacht nut Seaeu.

Samstag den 26. Dezember:

Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheck>

zur heil. Beicht.

Sonntag den 27. Dez., Sonntag nach Weihnach Vormtttags von «'/, Uhr an: Gelegenheck zur Herl. Beicht.

y um 7 Uhr: Die erste heil. Atesfe.

r um 8 Uhr: Ansteckung der heil. Kommunion, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heck. Messe mck Predigt.

Nachmittags um 51/, Uhr: Andacht.