Ausgabe 
22.12.1908 Zweites Blatt
 
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Aus Stadt und Land.

Gießen, 22. Dezember 1908.

** Die Abgeordneten-Verfammlung des Landesverbandes hessischer freiw. Feuer- Iwehren, die am Sonntag in Frankfurt stattfand, war von den Kreisfeuerwehrinspektoren und von freiwilligen Und Pflichtfeuerwehren aus allen Teilen des Großhei^og- tums zahlreich besucht. Der Vorsitzende des Lcnidesaus- schusses Keller-Mainz begrüßte besonders den Vertreter der hessischen Negierung, Geheimrat Melior-Darmstadt und den Branddirektor Schanker-Frankfurt a. M., und gab einen Rückblick über das verflossene Jahr. Ein Antrag der freiw. Feuerwehr Gießen betreffend Verlegung der Zeit und des Ortes der Abgeordnetenversammlung fcmb seine Erledigung dahin, daß die Abgeordnetenversammlung jährlich anfangs Dezember stattzufinden hat und zwar wie seither in Frank­furt <l M., da dieser Ort der geeignetste fei. (Nach unserer Ansicht ist für die Tagung einer hessischen Vereinigung ein hessischer Ort der geeignetste Tagungsort. Red.) Kreis- feuerwehrinspektvr Müller-Offenbach a. M. referierte über Verbesserung üt der Wasserbeschaffung auf dem flachen Lande. Er wünschte, daß jede Gemeinde eine Saugspritze an- guschaffen sich bestrebe, wodurch eine wesentliche Verbesse­rung in der Wasserbeschaffung herbeigeführt werde, oder jeder Bezirk eine Automobildampfspritze.. Derselbe Referent berichtete über den internationalen Samariterkongreß in Frankfurt <l M. Kreisfeuerwehrinspektor Vetzb erger- Nidda besprach die Hakenleitern, die Anfragen der freiwil­ligen Feuerwehr NackenheimWie verhält es sich mit der Entschädigung der bei Wassernot verunglückten Feuerwehr­leute und wenn bei Ueberfahrt von Mannschaft und Spritzen mittels eines Fahrzeuges jemand verunglückt, wer über­nimmt die Entschädigung und wer hat den Fuhrmann zu bezahlen?" wurde dahin beantwortet, daß die Großh. Brandversicherungskammer für die obengenannten Entschä­digungen aufzukomnwn habe, den Fuhrmann bei lieber- sahrten usw. jeweils die Gemeinden zu bezahlen haben. Kreisfeuerwehrinspektor Völker-Dieburg stellte hieraus folgende Frage zur Besprechung:Ist eine Feuerwehr be­rechtigt, Gebäudeteile zum Nachteil der Landesbrandkasse niederzureißen, um Mobiliargegenstände zum Vorteil der Möbelkassen zu retten?' Nach längerer Debatte wurde die Frage dahin beantwortet, d der Kommandant der Feuer­wehr nur im Einverständnis mit der Ortspolizeibehörde oder mit dem kreisamtlichen Vertreter Gebäudeteile bei einem Brande niederzureißen berechtigt ist. Schließlich wurde der verbesserte Kamin-Kehr-Apparat /,Triumph" er­klärt und empfohlen. Nachdem Vetzberg er-Nidda darauf hingewiescn hatte, daß bei Gründungen freiwi-lliger Feuerwehren die Großh. Brandversicherungskammer min­destens 50 Prozent zu den Kosten der notwendigen Aus­rüstungsgegenstände usw. beisteuert, schloß der Vorsitzende .die Versammlung.

* Auszeichnung. Die bekannte, bereits im ver­gangenen Jahre in Wien preisgekrönte, im Verlage von Emil Roth erschienene Jugendschrift ,Jm Forsthause Falken-- horst^, deren Verfasser der diesige Schulrat Albert Kleinschmidt ist, wurde soeben auf der internatio­nalen Jagdausstellung in Preßburg, mit dem silbernen Ehrenkreuz, der höchsten Auszeichnung dieser Ausstellung, prämiiert. Man darf dem Verfasser zu solcher Anerkennung seiner literarischen Tätigkeit umsomehr beglück­wünschen, als der vor kurzem erschienene 4. Band dieser Jugendschrift auch in der gesamten maßgebenden Presie außer­ordentlich lobende Besprechungen erfahren hat.

* Silberne Hochzeit. Mittwoch, 23. d. Mts. feiert Bahnschlosier Gg. Ferber hier mit seiner zweiten Ehegattin Margar. Ferber, geb. Wagner, von Großen-Buseck, seine silberne

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Reiskirchen, 20. Dez. Der hiesige Flottenverein hielt heute abend im Gasthaus zur Krone eine stark be­suchte Versammlung ab. Pfarrer Gombel hob die Zwecke und Ziele des Vereins hervor. Dann folgte ein Vortrag über Deutschlands Seeinteressen, die HandelsfloLe und die Kriegsflotte. In Wort und Bild führte der Redner den Hamburger Hafen, Kiel und seinen Kriegshafen, sowie den Kaiser Wilhelm-Kanal vor Augen. Bilder und Karten dien­ten zur Erläuterung des Vortrags. Daran schloß sich eine Weihnachtsverlosung, bei der recht schöne Sachen ausgeteilt wurden.

O BerSrod, 20. Dez. Verflossene Woche fand hier Beigeordnetenmahl statt. Landwirt Becker erhielt 31, die beiden Gegenkandidaten nur je 14 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt.

§ Vom höheren Vogelsberg, 19. Dez. Ein Schwindler suchte vor einigen Tagen eine Anzahl Dörfer heim, indem er sich als Vertreter einer Kunstanstalt für Vergrößerung von Photographien ausgab, vielen Leuten ein Bild und 70 Pf. abverlangte und verschwand. Das seitherig milde Wetter benutzten die Landwirte noch eifrig zur Winterbestellung, seit heute bedeckt eine leichte Sch n e e= decke das Gebirg.

---Krofdorf, 18. Dez. In den Gemeinden der Bür- meifterei Atzbach-Launsbach ergab die Viehzäh­lung am 1. Dez. einen Bestand von 244 Pferden, 5740 Stück Rindvieh, 487 Schafe und 3720 Schweinen. Von den einzelnen Gemeinden hatte Atzbach 40 Pferde, 758 Rindvieh und 450 Schweine; Dorlar 29 Pferde, 433 Rindvieh und 241 Schweine; Lutenhosen 18 Pferde, 674 Rindvieh und

364 Schweine; Garbenheim 14 Pferde, 528 Rindvieh, 27 Schafe und 296 Schweine; Kinzenbach 23 Pferde, 489 Rind­vieh, 179 Schafe und 279 Schweine; Krofdorf-Gleiberg 53 Pferde, 986 Rindvieh und 209 Schweine; Salzbödeii 22 Pferde, 360 Rindvieh und 303 Schweine; Wißmar 22 Pferde, 777 Rindvieh, 179 Schafe und 614 Schweine. Auf insgesamt 1743 Gehöfte kamen 1401 mit Viehhaltung und in 140 Haushaltungen überhaupt wurde Vieh gehalten.

--- Friedberg, 18. Dez. In der letzten Sitzung der Handelskammer widmete zunächst der Vorsitzende Fcrtsch dem verstorbenen langjährigen Mitglied und stellv. Vorsitzenden Hotelbesitzer Sprengel -Bad-Nauheim einen ehrenden Nach­ruf. Sodann erinnerte der Präsident an das zehnjährige Bestehen der Kammer. Sie hat während dieser Zeit die ihr anvertrauten Interessen zu wahren gesucht und auf manchen Ge­bieten Anregungen von nachhaltiger Wirkung gegeben. Im Ver­kehrswesen sind zweifellos durch die Initiative der Kammer nennenswerte Fortschritte, insbesondere int Eisenbahn- und Post- wesen des engeren Bezirks gemacht worden, und auch die Grün­dung und der Ausbau der kaufmännischen Fortbildungsschule Friedberg dürfte als ein Verdienst der Kammer hervorgehoben werden. Auch die Errichtung und Erhaltung der Reichsbank­nebenstelle Friedberg-Bad-Naitheim dürfte hier erwähnt werden. Unbeirrt von Anfechtungen wird die Kammer in diesem Sinne zum Nutzen von Handel und Industrie weiter zu arbeiten be­strebt sein. Die Neuwahlen zur Handelskammer sinden am 29. Dezember statt.

fc. Darmstadt, 20. Dez. Ein israelitischer Leh rer und Kantor an§ der Provinz Starkenburg war angeklagt, weil er bei einer von ihm vorgenommenen israelitischen Beerdigung im« befugt die Amtstracht der evang. Geistlichen getragen habe. Tas Schöffengericht sprach ihn frei. Auf Berufung verurt-ilte ihn die Strastammer wegen der fraglichen Uebertretung zu einer Geld­strafe, da festgestellt wurde, daß der Lehrer bei der Beerdiguug Talar und Barett getragen, eine Kleidung, die der Amtstracht der evang. Geistlichen bis auf unbedeutende Abweichungen völlig adan- guat war. Der Lehrer legte am Oberlandesgericht Revision ein, der Strafsenat verwarf sie mit der Begründung: Ter evang. Geist­lichkeit ist eine bestimmte Kleidung als Amtskleidung vorgeschrieben. Das Recht und die Pflicht der evang. Geistlichen, eine aus Chor­rock und Barett bestehende Amtskleidung zu tragen, gründet sich ouf ein Ausschreiben des Oberkonsistoriums vom 4. Dezember 1833. Tie Zuständigkeit dieser Behörde zum Erlaß dieser Anord- liung ist nach dem Edikt vom 6. Juni 1832 nicht zweifelhaft. Der Artikel 2 dieses Edikts hat dem Oberkonsistorium die Verwaltung der landesherrlichen Rechte in den die Kirche betreffenden An­gelegenheiten übertragen. Zu den landesherrlichen Rechten gehört zweifellos die Bestimmung der Amtskleidung. Diese BesugmS ist staatsrechtlich nicht zu bestreiten. Ist sonach die Anordnung des Oberkousistorinms zulässig und für die Geistlichkeit bindend, so ist die ihr verliehene Amtslracht auch eine Amtskleidung im Sinne des Strafgesetzbuches und jeder unbefugte Eingriff in das Recht der evang. Geistlichen, diese Aintskleidung zu tragen, strafrechtlich be­droht. Die von der Verteidigung erörterte Frage, ob, bez. welche Amtstracht die Rabbiner zu tragen berechtigt sind, konnte, weil ein Rabbiner nicht in Frage steht, dahin gestellt bleiben.

s Marburg, 20. Dez. Durch einen Polizeihund er­mittelt wurde ein Landwirt aus Sterzhausen, der ernt 21. Juni d. I. zur Nachtzeit in unlauterer Absicht in das Schlafzimmer einer jungen Frau, deren Alami nicht zu Hause war, eiudrang. Der nächtliche Gast hatte sich, als die Frau und ihr Kind Lärm machte, eiligst verduftet. Am andern Morgen kam auf Ansuchen ein Polizeibeamter aus Biedenkopf und brachte einen Hund mit, der erst kurz zuvor einen Einbrecher ausfindig gemacht hatte. Das Tier lies von der betreffenden Siube aus durch das ganze Dori di­rekt in die Wohnung des der Tat verdächtigen Landwirts und, als dieser nicht zu Hanse war, holte eS ihn aus einer Gruppe aus dem Wirtshause heimkommender Leute heraus. Wegeu dieser und an­derer Beweisgründe ist am Freitag der Landwirt in nichtöffent­licher Sitzung der hiesigen Strafkammer zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Berlin, 19. Dez. Das Landgericht Berlin I hat beschlossen, den verhafteten Spekulanten Frttz E b e r b a ch gegen eine Kaution von 2 00 000 M. aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

Berlin, 19. Dez. In dem W u ch e r p r o z e ß Arendt und Genossen ist der Kaufmann Moritz Arendt zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt worpen, wobei 6 Monate der Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht wurden. Er wurde ferner zu dreijährigem Ehrverlust verurteilt. Der Kaufmaun Willi Jfaac erhielt vier Monate Gefängnis, der Kaufmann Albert Benjamin drei Monate Gefängnis und der Agent Willi Glaser ein Jahr Gefängnis, wobei 6 Monate der Untersuchungshaft augerechnet wurden, ferner zwei Jahre Ehrverlust. Ter Agent Wilhelm Wolf wurde fretgesprocheu.

^DcrNachlaß eines Multimillionärs. Wie jetzt bekannt gegeben wird, beträgt das von dem am 30. No­vember gestorbenen südafrikanischen Minenmagnaten Henry Varnato hinterlassene Vermögen hundert.Millionen Mark. Zwanzig Millionen Mark sind seiner Tochter Fran Asher und deren Kindern vermacht; außerdem erhält Frau Asher lebenslänglich eine jährliche Rente von 200000 Mk.; eine Summe von fünf Millionen Mark ist zur Gründung eines Hospitals oder einer anbereit wohltätigen Stiftung zum Gedächtnis des verstorbenen Bruders des Erblassers Barney Barnato und seines verstorbenen Neffen Woolf Joel aus­gesetzt.

* Der wertvollste Teppich der Welt. Wenn man von dem Reichtum der indischen Fürsten liest, so denkt man an unermeßliche, aber auch sagenhafte Schütze. Eine der tatfächlichen Kostbarkeiten ist ein Teppich des Fürsten von Baroda. Er besteht nämlich aus Schnüren von Perlen, Rubinen und Diamanten, die in ein farbenprächtiges Muster verwebt sind. De-r Wert dieses Stückes wird auf 16 Mill. Mark geschätzt. An seiner Herstellung haben drei Jahre lang die ausgezeichnetsten Künstler und Juweliere gearbeitet. Außerdem befindet sich im Besitze dieses Fürsten noch ein Diamantenhalsband, das auf nicht weniger als 40 Mill. Mark geschätzt wird.

bem ^andc.Wie wars beim hier neulich bei der Wahl?Der eine Kandidat hatte 349 Stimmen, der a^ere 287/' -Und zersplittert?"Zersplittert wurden 17 Stuhle und 43 Maßkruge V Eingeßarl-t.

(Für Form und Inhalt aller unter Dieter Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Jiu Bericht über die letzte Stadtverordneten-Versammlung las ich zu meiner Freude, bau für bie Bebauung bes Schwarzinch- gebietes em Statut ausgearbeitet ist, wonach in manchen Straßen alle Häuser Borg arte n haben sollen. Im weiteren Ver­laut ber Verhaub'.ung würbe gesagt, baß ausnahnisweije auch paiiser ohne Vorgarten geflatiet werben. Dieses Abweichen von bem beschlossenen Vangesetz bedauere ich aus bas lebha,teste. Wenn es aiich nicht ohne Grund geschieht, so können bieje Grunde boch wohl nicht berartig |em, baß sie nicht entkrastek werben konnten.

Bei ber Enge der Straßen, die in Gießen nun einmal ans monomischen Gründen beliebt wird, sollte man an Vorgärten ivo Iie endlich uorgcfduleben sind, unbedingt festhalten, um Lust' und -"hl genügenden Zutrm zu den Wohnungen zu gewähren.

Es ist die höchste Zeit, bau mit dem Nachgeben einzelnen Per­sonen gegenüber gebrochen wird, wenn es sich um das Wohl des Ganzen handelt. Wird an nroßziiaigen Gesichtsvunkten nickt fest- gehalten, fo kommen zu den Unterlassungssünden der Väter immer neue hinzu, und Gießen behält das Gevräge eines Stadtbildes, bet bem inan bie Ansätze zur Besserung verfolgen kann, die zielbewußte Durchführung ober ausbleibt. *

Auswärtige, schlau organisierte Photographie-Gefell- schäften lassen schon längere Zeit die ganze Provinz Oberbeffen durch ihre Agenten abinchen. Ter erste 2lgent (Hausierers ver­bricht den harmlosen Landlenten die Vergrößerung einer Photo­graphie ganz umsonst. Er verlangt nur 75 Pfg. für Porto. Auf 20 bis 30 Bestellungen kann solcher Agent täglich rechnen, hat also für angebliches Porto eine Tageseinnahme von 15 bis 25 Mk. Später wirb dem Besteller ein vergrößertesProbebild" vorgezeiqt unb für besten Fertigstellung 610 Mk. tut voraus verlangt. Hierbei ist zu beachten, daß das Probebild mit ber Photographie ähnelt, das fertige Bild aber vielfach entstellt ist. Allo, wer klug ist, zahlt nicht voraus. Tiefe Herstellungsweile ist spottbillig. (J-s wäre die höchste Zeit, daß das Tetailreiscn aufAnzahlung" über­haupt verbaten würde. Im vorliegenden Fall zeitigt dasselbe gemeingefährliche Existenzen, fordert unlauteren Wettbewerb und schändet Treu und Glauben. Der Unkundige hat keine Ahnung, welch ungeheure Summen alljährlich aus diese Weise der Provinz entzogen werden. Fast niemand mag der Polizei Anzeige machen, um keine Gerichtslaufereien zu haben.

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise

am 21 Dezember 1908.

Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. Ai.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 7880 Mk.

% Kg.Schlachtgew. 9092 Pf.

% . , 7172 ,

'/, Kg. 78-86 Pfg.

V» > 7680 ,

V/1 80 - 90 r

Getreidepreise in Mannheim

Brotpreise in Gießen

Weizen 100 Kg. 21.50-OO.üü Mk.

Roggen 100 Kg. 16.75-17.00 Ml.

Weißbrot 2 Kg. 62 Pig.

Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pfg.

Märkte,

Gießen, 22. Dezember. Mar 11 v ericht.Auf heutigem Wocken- maikte kostete: Butter vr. Pfd. 1.201.25 Alk., Hühnereier 1 Et. 89 Pfg., Käse pr. St. 68 Pf., Käsematte 2 St 56 Pfg,, Erbsen p. Pfd. 1824 Pfg., Linsen p. Psd. 2540 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 9)1 f., Hühner pr. St. 1,001,60 Mk., Hähne vr. Stück 0,801,80 Mk., Gänse vr. Psd. 6070 Ps., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochjenfleiich pr. Pfd. 7684 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6080 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 80 84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 7078 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6080 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.506.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,008,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per, Stück 1015 Pfg., per Zentner Alk. 2.503.00.Aepfel per Ztr. 810 Mk., Birnen per Ztr. 1015 Alk. Nüsse 100 Stück 4000 Bfg., per Ztr. 000 Mk. Marktzeit von 82 Nhr.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Dezember

1908

Barometer au' 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

21.

2»

757.4

4-4,0

5.3

87

WSW

2

Bed. Himmel

21.

9

758,2

4-2,8

4,9

88

NW

2

22.

7s

757,5

-t 3,0

4,9

87

NW

2

"

Hockste

1 Temperatur

am 2C

. bis

21. De

+- 4,4 e C.

Niedrigste

, 20

21. ,

*- 1,4° 6.

Telefonische (Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen.

Frankfurter Börse. 22. Dezember. 1.15 Uhr.

3>2°/o Reichsanleihe . . 94.45 396 do. . . 85.30 3^°/0 Konsols .... 94.45 396 do. .... 85.05 i>60/0 Hessen 92.90 3>6° Oberhessen . . . 92.00 496 Oesterr Goldrente. 9805 4/a % Oesterr. Silberrente 97 60 496 Ungar Goldrente . . 92.70 496 Italien. Reute ...--

3 % Portugiesen Serie I 57 60 396 Portugiesen III 58.50 4 Vj. °/e rnss.Staatsanl. 1905 97 10 4>6U;O japan. Staatsanleihe 92.30 1% Conv.Türkeu von 1903 93.65 Türkenlose 143.40 196 Griech. Monopol-Aul. . 49.30 496 äussere Argentinier . 85.60 o°/d Mexikaner . . . 63.50 l>6°/0 Chinesen .... 97.95

Aktien:

Bochum Guss 218.60 Buderus E. W 109.50

Tendenz ruhig.

Berliner Börse, 22.

Canada E. B. . ... 175.

Darmstädter Bank . . . 128.20 Deutsche Bank .... 240.75 Dortmuuder-Uniou C. . .--

Dresdner Bank . . . 147.25

Tendenz ruhig.

Elektriz. Labiueyet . . 116 70

Elektriz. Schuckert . . . 116.95 Eschweiler Bergwerk . . 187.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 188.20 Hamburg-Amerik. Paket! 10980 Harpener Bergwerk. . 19220

Laurabütte 19400 Nordd. Lloyd . ... 8'8.70

Obeischles. Eiseu-Iudustrie 91.75 Berliner Haudelsges, . . 168.60 Darmstädter Bank . . . 12810 Deutsche Bank .... 211.30 Deutscb-A&iat Bank . . 135 50 Disko nto-Komm an dit. . . 179,81t Dresdner Bauk .... 147.25 Kreditaktieu 195.50 Baltimore- und Ohio-'

Eisen Lahn 108.10 Gotthard bahu. Lombard. Eisenbahn . . 18.60 Uesterr. Staatsbahn . . . 143 60 Pnnce-Henri-Eisenbahu . 121.00

Dezember. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 192.50 Laurabütte i.ombarden E. B. ... Nordd. Lloyd Tiirkeni ose 143.40

Wir h rben's doch herrlich weit gebracht, ZZZZZbab man die Heilkraft berühmter Quellen in der Westentasche uiilnehmen und nach Bedarf verwenden kann. Fays Sodener -lkineral-Pastillen sind nämlich in ihren wirksamen Beuant> teilen ein reine» Cuellcnprobixft und so erklärt sich s auch ovne 4k a weiteres, daß sie bei allen Affektivnen des Halses, der Lungen, ▼VV bei ernsten und selbst ganz veralteten Katarrhen so auogc- kAui ACidmete Dienste tun. Fand achte Sodener gehören wie Brot jeden Haushalt. Die schachtel koper 85 Pietmig und ist allen Apotheken, Drogerieen und SLilineralronfferhauölungen

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