Ur. 230
Zweites Blatt
Mittwoch 30. September 1008
158. Jahrgang
Erscheint tS-Nch mit Ausnahme des Sonntags.
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'■Bei dem Mittagstifch wurde
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Deutschland feine politischen Ziele im Orient verfolgt, läßt uns feinen Zweifel über die Ausdehnung des wirtschaftlichen Bandes, eines Bandes, das eine wichtige Ursache zur Erhall ung guter Beziehungen ist.
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aele bcd geschlagenen Feldherrn, der alle Bitterkeit er- mich und verstehen läßt, die ihm selber Herz und Vinn Hütte. Abcr eine Ruhmestat hätte vermutlich genügt, den Inn des Volkes zu tuenbeii. Tiefe einzige Tat blieb aus.
Dttt deißendei, Worten gedenkt Ki'.ropatkin dann der ütschuld der russischen Flotte, deren Untätigkeit gleich zu cginn des Kriege , -den Japanern die Herrschaft über das dbe Meer und damit immense militärische Vorteile in
tRotaticnebrud und Verlag der vrühl'schen UnuxrfitfitC > Buch- und StcinbrudereL ÖL Lang», Giebcn.
(9. Landesversammlung des Cv. Sundes, ii
x Nidda, 27. September.
Kuropatlin über den russilch japanischen Krieg.
Die in Rußland verbotenen Memoiren Kuropatkins, |1<8 obersten Führers b:r Russen im Kriege gegen Japan, l'.xxbcn im Ottoberyeste von Mc Clures Magazine durch I'jeorge Kennan m ihrer Foriietzung veröffentlicht und bieten BiJicbcrum manches Interessante. Wir enmehmen einer im
Verl logebi erschienenen Uebersetzung folgende be- anders bemerkenswerte Stellen:
V orsic, Jer mit, der Ale Geschärt oder in gleichviel wo in- kaufen, pachte: oder sich zu betet lange unter isft eabe seiner Wöx freie Zasendiiy haltig.Offert^. » Diskretion zy
E. Kommet' DresdenA..<; Altes Unter*:: in Dresden, ßiar ruhe il3., Köln u
Du „rietzenekflimllienblätttt" werden dem .Anzeiger" otennal wöchentlich beigelegt, das „Krdtblati fflr den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichen Seit' frag««" erscheinen monatlich zweimal.
Aus Stadt und Land.
Sieben, 30. Sept. 1908.
Lü. LandcSunioersität. Morgen am 1. Oktober wird das Rektorat der Unioersiät vo.i dem ord. Professor des SanSkrit und der indogermanischen Sprachwissenschaft Dr. Chr. Bartholomae übernommen. Seine Sprechstunden in Rektorats - Angelegenheiten sind Dienstags und Donnerstags von 12 bis 1 Uhr, SamStagS von 12 bi? 121/, Uhr im RektoratSzimmer des KanzleigcbändeS, Bis- marästraße 221.
"In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der (Äetneindeschule zu Gundernhausen Wilh. Heyl auf jein Nachjuchen unter Anerkennung seiner mehr als öOjähr. treuen Dienste und unter Verleihung der Krone zu dem Silbernen Kreirz des Verdienstordens Philipps dcS Großmütigen.
** Erledigt ist die Stelle eines Ha u ptste ne ra mtS- renbanten bei dem Hauptsteueramt Bingen.
” Lebensretter. Der Bureaugehilfe Aug. Hock zu Dieburg hat am 6. Juli 1908 eine Frau vom Tode deö Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von Sr. Kgl. H. dem Grobherzog eine (Selbprämi c verliehen worden.
•• Im Panorama ist die Prachtserie Her renchie m - see ausgestellt, wie bekanntlich oas schönste Schloß der Welt. Die Insel Herrenchiemsee wurde im Jahre 1873 von dein Könige von Bayern angekauft und eö ivnrde von ihm ein Schloß im Stile der Könige Ludwig XIV. und Ludwig XV. von Frankreich nach dem Dordildc von Versailles auf der Insel erbaut. Von den einzelnen auf da? denkbar schönste aiiSgestatleten Räumen seien die große Treppe, die Spiegel- gallerie, die Säle des Krieges, des Friedens, der (Larve des König?, die Paradekammer und andere märchenhaft ge- schmückte Räume besonders hervorgehoben. Die Serie ist eme der schönsten, die das Panorama zu bieten vermag, weshalb dec Besuch dieses Instituts in dieser Woche besonders empfohlen werden kann.
•• Export m en talvort rag Aul den heute und morgen in Steins Garten staitfindenden psychologischen Experimentalvortrag dcS Herrn I. W. Jgnot machen wir hiermit ailimerksain. Herr Ignoi ist durch viele Persönlichkeiten und Behörden ivatm cm- ptoblen, jo das; sein Vortrag dem Lernbegierigen viel veripricht. Außerdem dielet er so viel liebenswürdige Unterhaltung, das; auch in dieser Beziehung der Abend iehr genußreich luerben dürste, so daß der Besuch wärmstens empiohleu iverdeu kann. Bon den uns vorlieaenden Empiehlungßschreiben lassen mir einige iolgen: ^Jch bestätige hiermit Herrn Jgnoi, daß die von ihm veranstalieten Exvermio'lalvorträge für mich viel des Inleressanteii und Lehrreichen geboten haben und ich den Besuch nur empfehlen kann. Bancenlh, 11. Januar 1905. Baron v. Strauß, Kgi. RegierungS- direltor. Ueberslehender Bestätigung schließt sich an Baron u Feilitzsch, Kgl. RemerungSrar.» Feriter Hoirat v. Michel, erster rechtökirndiger Bürgermeister der Stadt Würzburg: „2er Bonrag war sehr interessant und gediegen, die demselben folgenden Experi- mente erregten mein, wie deS anwesenden Publikums lebhaftes Interesse; dieielben luaxen ebenso gelungen wie haimlos und dezent Die gleichen Beobachtungen und Eindrücke hat bei zweimaligem Besuche der Vorstellung der Unterzeichnete gewonnen. Lr. Hof- mann, Kgl. Bczirksarzt."
•• Stenographie. Ter (Labelsberger Stenographen- uerein von 1861 urb der Damenverein GabclSberger eröffnen am 1. bezw. 2. Oktober wieder neue U n terr i ch tsk »t rse in der altbewährten GabelSdergerschen Kurzschrift, worauf wir Jntereffenten empfehlend Hinweisen. Näheres beliebe man aus dem heutigen Inserat zu ersehen.
♦♦ Typhus in Gundernhausen. lieber die Typhuserkrankungen in Gundernhausen bei Darm- stadt, von denen wir vorige Woche berichteten, werden fvl- genbe offizielle Mitteilungen verbreitet: In Gundernhausen sind seit Ende Mai d. I. in 9 Familien, welche mit Aus- nähme einer in einem bestimmten Ortsteil nahe beieinander wohnen, 17 Erkrankungen an Unterleibstyphus vorgc- fommeii. Die Entstehung der einzelnen Erfrankungen ist
der Turn verein in der Wirtschaft Luh fern Abturnen ub. Bei dem Prerstnrnen erhielten folgende Turner Preise: Erste Riege: Friedrich Steinmüller 1., Ludivig Lenz 2., Ludwig Wagnci 3., Hemrich Eichenauer 4., Friedrich Hahn 5. ZöglingSricgc: Ludwig Arnold 1., Wilhelm Luh 2., Karl Fader 3., Karl Weller 4. Zu dem Abturnen waren auch die übrigen hiesigen Vereine cingelaben. Ter noch junge Verein zeigte im allgemeinen sehr guic Leistungen.
△ Ruppertenrod, 28. Sept. Seit bic C b ft ■ baumpflanzungcu an den Kreisstraßen ins Leben gerufen worden sind, ist noch nicht ein solcher Erlös erzielt worden aus dem Obst dieser noch jungen Anlagen wie bei der heutigen Versteigerung Tie jungen Oüstbäiimcheii waren aber auch sehr gut behangen und Käufer genug vorhanden Tie Preise waren in Hinsicht der auster- gewöhnlich guten Aepjelernte fast aller Orten keinesfal' •? Niedrig. Erzielt wurde die Summe von rund 500 Mk Bei der zuvor abgehaltenen Gememde-Obftversteigerung waren die Preise nicht so hoch, doch erzielte auch die Ge meindeoerfteigerung einen bemerkenswerlen Betrag.
J) Aus dem Kreise Alsfeld, 29. Sept. Da die Landwirtschaftslehre künftig einen Platz in dem Lehrplan der Fortbildungsschulen erhält, lotrb auch für die Lehrer unseres Kreises ein besonderer Kursus zur Ausbildung in diesem Fache abgehalten. Zu diesem Kursus hat die Schulbehörde eine Anzahl Lehrer bestimmt. Der iturfud findet in nächster Woche in Alsfeld statt; die Lor träge werden von einem Lehrer der Landwirtschaft abgehalten. Die Besucher des Kursus erhalten die üblichen Diäten.
O Schotte n , 27. Sept. DaS Lehrerheini Vogelsberg hält am 7. Oktober auf dem Heun seine General- oersammliing ab. Den wichtigsten Punkt der Verhandlungen bildet das Verhältnis des LehreiheimS zum LandeS- lehrcrverein. Letzterer hat sich auf seiner letzten Haupt- üerfainmlung von dem Heim loSgesagl, so baß die Unter» stützung des HeimS vom LanbeSlchrerverein für die Zukunft fraglich geworden ist. Man sieht deshalb der diesjährige, Hauptveifammlung mit Spannung entgegen.
A Hirzenhain, 28. Sept. Der Güterverkehr hat sich m den letzte» Jahren auf unferm Bahnhof jo vergrast. , dast eine Erweiterung des letzteren nötig lourbc. Bei den. Gelandecrwerb hierzu mustte gegen einige Anlieger das Ent- eignnngSvcrfahren angewendet werden. Diese bekommen nun eine viel geringere Bezahlung, als chnen die Bahnverwaltmig anfangs geben wollte. Die erforderlichen Erdarbeiteii, bie sch Mi seit Monaten cifcio, betrieben werden und bi?» Mitte Oktober einschliestlich deS Oberbaues und der Schienenlcguug beendigt sein sollen, ,verden von dem Unternchuier Bohnack..r c.u8 Heblov auSgesuhrt. Die Vergrößerung deS Bahnhofes kommt auf etwa 22—24 000 Mk. Im nächsten Fiiihjahr soll der Bahnhof zu Merkens ritz ebenfalls beträchtlich ei* weitert werden.
Äebattion, Txved'tian und Druckerei: S^uU ftrabe 7. Expedition und Verlag: ejS öl. Redaktion: L^SllS. Tel.-AdruAnzeigerGießcn.
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhefjen
. Ein H'rieg könne heute erfolgreich, meinte jivuropatfin, '■ icht mehr durch eine Armee, sondern nur durch ein Volk Ta Waffen geführt werden. Ein solches fei auch J.ipan bis |Tua vor dem Kriege nicht gewesen. Doch machte es der Krieg dazu, der die materielle und moralische Stärke des Tolles in einer Graste enthüllte, von der man in Estland | Herhaupt leine Ahnung hatte Mer Berichte des Obersten ldabasch und des Kapitäns Rusin, die im Jahre 1903 die yrganifation bedeutender neuer Heeres- und Flottenreserven ■a Japan berichteten, wurden von d?n Generälen Zilinski :ib Sacharow einfach in die Schublade gelegt, weil sie sie ■ icht glaubten. Die amtliche japanische Statistik nach dem lLieg beklierte die Zahl der Loten und Verwundeten, die : 20 812 betrug, nur 16.58 Prozent des gesamten Heeres, das «mach, berechnet Kuropalkin, ander! da.b Millionen Mann
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Klauben gegründete Persönlichkeiten
Auch der nun gegebene Jahresbericht bietet Erfreu- . T-ie Zahl der Mitglieder in den Zweigvereinen beträgt 15 1'13, in den angeschlossenen Vereinen -i 76. Zn demselben Maße sind Die rrasfenverhältnisi gib ;gr. 2rr ! erscheini in j »5 • *00 Exemplaren.
Der zweite Tag wurde um 7 llhr mit Festgeläute c:; - geleitet. Um 8>,_> Uhr war eine geschlossene WH tg Hebet* Versammlung des hessischen Hitssansschusfes für Oester- reich. An Stelle des verhinderten Kapitänleutnani? Cyrill unb Rechner 5iämmcrer ans Bensheim übernahm Pfarrer
Hände spielte. So wurde nicht .vorea, sondern die Mandschurei zum Kinegsschaupla^c und der ganze Krieg für V-k Japaner sofort in einen Osfensivfeldzug verwandelt.
Noch eine Lehre erteilt General .^uropatkin seinem Ie und allen denen, die dies .Hundertmillionenvolk so blich mißregieren. 'Äelleicht die bitterste aller Lehr u die wahrste Ein schwerer Schlag für die Nat-on. die solch unsäglicher Verachtung auf bie „gelben Zapvnzi" -sieht. MuropatTin verweist ans die große Hebei legen der japanischen Unteroffiziere über die russischen wegen Messer c n Erziehu n g und der größeren geistigen lirieluitg des gemeinen Volles in Japan. Viele von i hätten mit vollkommenem Erfolge den Dienst von iert’i verwhen können. Hingegen zeigte der russische sti-ldat alle Mängel, bie das russische Volk ois Ganzes zeigt Ib e r geiftige T ie s st a n d des russischen u ) ch i f Ijiiinte dem Heere die Soldaten nicht liefern, die der heutige ■ Tieg erfordert So nxirb, was die Regierung an iebem einzelnen gesündigt, ihr von jedem ein.^lnen wieder ver- Ä------------------
Kons®'
Glesse» t'11 Die vor tonef Stelle; Ten.«?
Deutsches Neich.
Der Röntg d o n Spanien dl gestern abend von München nach Bandau zur Besichtigung seines süniten FeldarliUerie- Regmlculs abqcveift. Tie Königin wohme der gestrigen BorsteUung un Hosihealer bei.
Ter AI e d i z in a l b e am t e nt a g, der gestern in Berlin zusaimnengetretcu ioav, Hai gegen das Klirpfuschertum eine scharfe Resolution angenommen. "
I n einer liberalen Wahlversammlung in Prenzlau, in der Naumann referierte, erklärten die National- Ubctalcn, bei der Ersatzwahl s ü r den f r e t s t n n i g e n Kandidaten Schiuidt-Aiastow einheten zu wollen.
Glückliches Duisburg! Der städtische ?lbschiust bc8 IabreS 1906/07 ergibt einen Ueberschnst von 1 250000 M k Eine Million wird al6 Reserve bestimm:, eine Biertelmillion soll geiueiunützigen Zwecken bieiicn.
M astuah m e n gegen die E i n s ch l e p p u n g dec Cholera. Tie preubifche Regierung hat zur gröberen Sicherheit gegen die Einschleppung oer Eholera nact) Teiitschland be- schlosien, dast an bcnjciugen Stellen, wo die Memel, die Weichsel und die Warthe aus Rustlaud nach Preusten übertritt, eine gesimd- hculiche Uebetiuadiung des SchissahrtS- und Ftöstereioerkchrs em« geführt, dast das Zugpersonal auf den aus Rustlaud fonuuen/>en Bahnzügeu zur Bcotachliing des GesiiudheilszuslaudeS dec Reisenden angehalten, und dast hu die auS Rustlaud in de»itsche Crte zu- reisenden Personen die Verpflichtung emgesuhrt wird, sich innerhalb 24 Stunden polizeilich anzumelüeii.
Ploil-m^
KE Objekt. Wb J L. 114 ftabtpoiilaa - ! in HK , stebr zu leiben r Schrifll Sns* an den «ieBtnff t
C'inlsi
Tiilbt- foliber Sa» 30er, eDiutfltliic-t- zamiliSive«? klaß. Eugroe ci/ nebiuenein;^ renzen.
u. Verwandle^ zugeilcheri-N mittlung auw*;
F. W. S;
Messe..
Direktiofl:
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Tr. Waitz die Leitung und gibt beit Jahresturichi. o. * günstiges zu sagen lv-cis; über Ntsseuverhaltnisse uub Wach ' ■ tum bt'i ev. ßiemcinben in Lesterreiä Er dantt be>- ^rchen- behörbe, hier dem Präsidenten Herrn Rebel für bie bewilligte Kollette für Oesterreich und zugleich S. K. H. dem Großherzog, der seine Zustimmung hierzu gab. Hierauf machte Pfarrer Sparn th ans Leoben interessante Mitteilungen über den Fortgang der Bewegung. Ein neuer Zug ist hineingekommen durch die Sendung be~ Vikars Knab, eines Hessen Redner gibt wie in seinem gestrigen öffentlichen Vortrag eine lebendige Schilderung eines Teils her Angriffe bee Klerus?, anderseits der Toleranz katholischer Mitbürger und mahnt zu tatkräftiger Mithilfe.
Um 91/2 Uhr begann die geschlossene -Mitglicbi!- Versammlung des Hess. Hauptvercii^S des ev. Bundes. Zunächst folgen Begrüssungen des lV.roßh Ober-Kvnslstv- riums durch Den Präsidenten Jiebel, Fakultät Oie Ben durch Pros. Dr. Schian, des Predigerfemir.arö Friedberg diirch Direktor Eger und des Nassauischen Vereins durch Herrn Knodt. Hieraus redet Pfarrer Dr. W a i tz über „Alte und neue Aufgaben des ev. Bundes". Es bleibt immer noch die alte uub neue Aufgabe, welche sich der Bund von Anfang an gestellt hat - Im Mampf gegen tie wamsende Macht Roms bie ev. Interessen auf allen Lebensgebieten zu wahren und allen Angriffen enlgegenzutrcten Dazu ist der nun 22 Jahre bestehende Bund vor allem berufen. Man will nicht seyen, oaß Rom in rem protestantischen Landen stetig vorwärts schreitet, daß seine £_rbcii sich aus breiten, daß sie ihre Crganifaiion immer mehr festigt, daß ihre Presse eine gewaltige Macht ist. Tie positive Aufgabe des Ev. Bundes ist: Allen Bestrebungen frommer Katholiken, zu innerer Freiheit zu gelangen, die Hand zu reichen. Es soll keine Missionsarbeit auf katholischen Ec- bieten getrieben werben. Weitere posilwe .rnsgabe ist die Betampsung des Materialismus und der religiisen Gleichgültigkeit unter den eigener. Glaubensgenossen, Gewinnung oer Öebilbeten, inbem man ihnen yigt, daß auf evangelischen: Boden Lohlstano, .weröaupt Kultur blüht und nc- deiht, daß die romanischen Volker zurückgehen. Bor allem Einigteit innerhalb der evangelischen uirche: echte t:n
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Politische Lagessehou.
Deutschland und die Türkei.
In der Türkei betrachtet man, wie es scheint, nicht jiCnc einiges Mißtrauen bie neuere Haltung Deutschlands liegen die Türkei. Die freundliche Aufnahme, die das bul »lyrische Fürstenpaar beim Kaiser Franz Josef gefunden, at offenbar bie Türkei verstimmt und ist man zu der j ytrmutung gekommen, daß auch D^utschlaiid als Treibuud- |iC2unb Oesterreichs int Konflikte der Türkei mit Bul- 1 Sri en sich auf Die Seite Bulgariens stellen wolle, ^a- Organ des Großwesirs, die „Peni Gazette", veröffentlicht toten Leitartikel, betitelt- „Europäisches Zentrum". Der 1 citartikel weist auf die Perschiedenheit der Sprache der 1 ßerreichischen Presse in der Angelegenliett Geschoio und in der Angelegenheit der Orientbahn hin und heot die liuiftigc Sprache der englischen uub französischen Presse hervor. Der Leitartikel schließt mit folgender Betrachtung, ‘frgenommen, daß Oesterreich die Angelegenheit benutzt, im feinen Einfluß zu erhöhen, indem es daraus Nutzen ficht, daß Rußland mit anderen Angelegenheiten beichaftigt ii"l, so muß berücksichtigt werden, baß Oesterreut) ein .. l - i'Iicb deö Dreibundes und ein Bundesgenosse Deutschlands ‘vi. Unter z m alten Regime schienen unsere Beziehungen fitit Deutschl^id fest, wenn auch Deutschland sich dera^ lenahm, wie es gegenüber einer absolutistischen Regierung .»gezeigt war. LZir hoffen, das; es seine Beziehting.n -rt der konstitutionellen Regierung erhalten will. Wir !»üyen die Stellung, bie Deutschland in ^entraläiropa uub in der europäischen Politik ciuntmmt Wir betrachten 1 cnstlich unsere freundschaftlichen Beziehungen zu l .Großmacht unter der Bedingung der verfassuiigsmavtgcn form und wir denken, baß Deutschland seine wirtschafttichen Interessen im Orient erhalten will. Die Tatsache, datz
Landes begleitet worden wäre, so wurden dieselben Ossi mc und dieselben Truppen weit mehr geleistet haben, als t in der Mandschurei leisteten." Das ist cm Blick in die
fast ausschließlich auf eine Uebertragung von Person zu Person, sogenannte Kontaktfälle zu beziehen. Seitens der zuständigen Behörden sind umfassende Maßnahmen getroffen worden, um die Weiterverbreitung der irrankheit ju verhindern." Wie noch weiter mitgeteili wirb, befindet;1 ./
jidj gegenwärtig kein einziger ^phuskranker in Gundem- hausen, weshalb ‘'ine poliyilithc Absperrung des Ortes Hessische Lande.wote nicht beabsichtigt ist. T ' ~~ ’ w ,
-m. Allend 0 rf a. b. Lahn, 28. Sept. Destern hielt und Sr. K. H. des i^roßherzogs gedacht. Den musikalischen
i«rt war, dreimal jo stark, als der kaiserlich russische (# neral cb angenommen hatte.
Drei Viertel des Erfolgen eines Heeres, fc^t Kurvp.itlin ifmn unter Berufung auf Napoleon hinzu, beruhen auf dem 1 loralischen Charakter seiner Soldaten Zm Kriege werden liefe l’eute zum großen Teil den Reserven entnommen, itin ersolgrcicl)er Krieg muß heute ein populärer Krieg fein. )ies war der Mandichurei zlrieg, der Klamps um Korea 1 nb um die Vorherrschaft im Pacific, im höchsten Maße ir Die Japaner, aber nicht für die Russen.
Aus russischer Seite fehlte ganz und gar bie völlige 1 rmigteit von Volk, .Heer und Regierung, die Japan den ' ^g gab. Hier kämpfte nur ein mit dem Kriege uuzusrie- : mos Heer, in dem Offizieren und Mannsckwften von den . eien der Politik im fernen Osten jeder Begriff gebrach.
ur ganz wenig Freiwillige meldeten sich, nicht einmal Stube 11 ten, von Medizinern abgesehen. „Unsere moralische
ürkc war geringer als die der Japan r," sagt der General, I nd e. .nur mehr diese Inferiorität als Fehler in der L hrung, die unsere Niederlagen verursachte. Unser Mangel h moralischce Stärke — im Vergleich zu den Japanern --
griff alle Railgstellungeu unseres Heer> von der höchsten ft zur niedersten und setzte unsere jtanipjfraft sehr herab, üienrt die Armee von dem Vertrauen und der Ermutigung


