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30/07/1908 Zweites Blatt
 
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Nr. 177

Ausland

König Eduard von England wird am 12. "Ang.

Der Fall Bernhard

alle Teile de­

in

ein

Bahnen treu hinangeleitet

DeeStetzener SamtlHnbldtler* werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Kretsblatt für den Kreis Siehrn" zwennal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit» fragen erschemen monatlich zweimal.

Zum Fall Schücking

erfährt dieNcttional-Zeitung", daß es keineswegs wahr­scheinlich sei, daß der Reichskanzler, obwohl er natürlich von dem Falle unterrichtet sei, dem Minister des Innern oorgreife, der als die zuständige Stelle mit der Angelegen­heit beschäftigt ist. Die Meldung übrigens, daß der Mb- nister des Innern von Moltke dem Bürgermeister Dr. Schiüking von Husum wegen der Annahme einer freisinnigen Kandidatur während der letzten Landtagswahlkampagne sein Befremden habe ausdrücken lassen, wird derTäglichen ^iundschau" an berufener amtlicher Stelle als falsch be­zeichnet. Ebenso unzutreffend ist es, daß sein Bezirks- lommando von Herrn Dr. Schücking eine Erklärung in dieser Angelegenheit verlangt habe. Der Bezirks komm an- deur hat allerdings eine Unterredung mit Herrn Dr. schücking gehabt; doch handelte es sich hierbei um eine Ehrensache, um eine von Schücking ausgegangene Forderung. Das Verfahren gegen Dr. Schücking ist von dem zuständigen ollem nicht ausgeschlossen, daß persönliche Gereiztheiten Regierungspräsidenten eingeleitet worden; es erscheint nach dabei zur Verschärfung der Lage beigetragen haben.

hätten dann Bismarck in der Tasche, die Sozialisten sähen ihn geschlagen, das Zentrum könnte ihn nach Belieben wechseln und die Polen verjubeln. Der Bismarck'sche Einfluß würde somit auch nach des Fürsten Rücktritt noch maßgebend sein.

Beinahe nicht wieder erkannt.

Bismarck reifte 1871 zu den Verhandlungen über den definitiven Frieden nach Frankfurt a. M. in Zivilkleidern. Als er in dem von früher her ihm schon bekannten Gast. Hofe abstieg, erlaubte sich der Oberkellner die Bemerkung, daß er Se. Durchlaucht beinahe nicht wieder erkannt habe. Ja, mein Lieber", entgegnete der große Staatsmann,den Herren Franzosen ist es ähnlich ergangen wie Ihnen, die haben uns auch erst erkannt, als wir die Uniform enfoatten!"

v e n^H edins große Entdeckung, die in einem Bnes an die tftrma Brockhaus angedeutet wurde, besteht, wie aus einem tod)veibeii Hedius hervorgeht, das eine schwedische Wochen­schrift veröffentlicht, in einer gewalligen, vorher fast unbekannten c!Llr(96f ertte' öie 300Meilen lang ist. Sie lirgt, jo wird aus Stockholm geschrieben, im westlichen unerforschten Tibet und er­streckt sich in nordsüdlicher Richtung mit Verzweigungen nach dem

bleibt, auf denen es zu diesem hol-en Ziele worden ist.

dem er der Erwartung Ausdruck gab, daß er den Verband allseitig verstehen werde und bei Verfolgung seiner poli­tischen Aufgaben frei von allen parteipolitischen und kon­fessionellen Gegensätzen sich halten werde. Der Erbprinz von Hohenlohe-Langenburg erläßt nach demSchwäbischen Merkur" einen Aufruf an die Mitglieder des württem- b er gif c^en Landesverbandes des Deutschen Flottenvereins, in dem er seinen Dank für das ihm durch die Wahl zum Vorsitzenden bewiesene Vertrauen aus- sprieht. In dem Schreiben heißt es dann weiter: In der Ueberzeugung, daß ein nationalpolitischer Verein nur dann erfolgreich für die Interessen des deutschen Vaterlandes wirken könne, wenn er als einheitliche Körperschaft den Willen des Volkes in seiner Gesamtheit darstelle, erachtet es der Erbprinz für eine der vornehmsten Aufgaben des Landesverbandes, darauf hinzuarbeiten, daß das neue Prä­sidium, welches versprochen habe, in voller Unabhängigkeit für die Stärkung unserer Wehrkraft einzutreten, in diesem seinem Bestreben eine loyale und vorurteilsfreie Unter­stützung finde.

Volkspoesie von 186 6.

Die Reichsarmee sang bei Beginn des Krieges 1866: Das achte Armeekorps, das schlägt sich wie em Mann, Der Prinz Alexander, der führet es an, Der führt uns gerat) nach Berlin hinein. Da fangen vor allem wir Bismarck ein."

Dagegen fangen die Frankfurter Mütter, als General

Vom deutschen Flotteuverein.

In Siostock hielt Großadmiral Köster in der gestrigen Tagung des Mecklenburger Verbandes des Flottenvereins eine Rede, worin er aus führte: Er und Kontreadmiral Leber seien als durchaus unabhängige Männer in das Präsidium eingetreten. Die Wege des Marineamtes und 5es Vereins konnten bei gleichen Zielen sehr verschieden icin. In den Details und den technischen Fragen solle

Eine Absage katholischer Studenten an den UltramontanismuL.

Wie weit die katholischen Studentenverbindungen in Halle den Ultramontanismus ablehnen, geht aus den von ihnen ange­nommenen nachstehenden drei Leitsätzen hervor, die nach derSaale- Zeitungs folgendermaßen lauten: 1. Die katholischen Verbindungen sind frei von jedem ultramontanen, parteipolitischen Bestreben und sie verurteilen einseitige Parteipolitik studentischer Korporationen, wo und wie ste immer vorkommt. 2. Zum Ausdruck dessen ver­zichten die katholischen Korporationen darauf, sich als solche an den Katholikentagen zu beteiligen, denn diese Tagungen, aus denen religiöse und politische Tendenzen verschmolzen werden, sind ledig­lich eine Verkörperung des ultramontancn Gedankens. 3. Tie katholischen Korporationen verurteilen auis schärfste das Eingreifen kirchlicher Behörden in die freie wissenschaftliche Forschung und in die Lehr- und Lernfreiheit. Möge, so bemerkt dazu dieVoss. Ztg.", diese neueste Neiormation an der Universität Halle-Witten­berg an allen deutschen Universitäten Nachahmung finden.

politische Tagesschau.

Zu Bismarcks Gedächtnis

bringt dieNordd. Allg. Ztg." einen Leitartikel, worin es heißt: Mit unvergänglichen Zügen sind die Taten Bis-

Deutsches Reich.

Der Kaise r ist gestern früh an Bord der Hoheitzollern von, feiner Nordlandreise in Swinernünde wieder einge­troffen. Er empfing den Architekten Bodo Ebhard, hörte den Vortrag des Stellvertreters des Chefs des Zivilkabe- netts, Regierungspräsidenten v. V.'lentini, und unternahm nachmittags mit den Herren des Gefolges eine Ausfahrt im Automobil nach demLangen Berg" und machte dort einen Spaziergang.

Die Justizverwaltung von Sachsen-Ko- burg und Gotha ordnete bei den Landgerichten beider Herzogtümer die sofortige Einsetzung von Jugendgerichts- yöfen an.

Von zuverlässiger Seite erfährt dieNat.-Ztg.", daß eine Z uf amm c n t u n f t des Kaisers mit bem Zaren in den nordischen Gewässern für dieses Jahr nicht in Aussicht genommen ist, ebensowenig eine Zusammenkunft des Reichskanzlers mit dem russischen Minister Iswolsky. Unrichtig ist auch, daß die Reise des russischen Minister­präsidenten Stolypin, die über verschiedene deutsche Ostsee­häfen nach Norwegen führt, mit handelspolitischen Plänen und einer beabsichtigten russischen Anleihe zusammenhänge.

Ter bayrische Kultusminister Dr. von Weh­ner läßt in der Presse offiziell erklären, daß er an feinen Rücktritt denke und auch an feinertei Aufgabe feiner Stellungnahme im Münchener tzochschul-Konflitt.

und sich hieraus, nach Marienbad zum Beginn seiner Kur begeben. Fast gleichzeitig trifft auch Fürst Ferdinand von Bulgarien in Marienbad ein. Der französische Minister­präsident Clömeneeau und der russische Minister des Aeußem, Iswolski, reifen anfangs August nach Karlsbad und werden nach einiger Zeit vom englischen König in Marienbad empfangen werden.

Aus der Türkei. Gestern wurde vollständige Preß» ftciheit und Telegraphen-Freiheit bnrd) einen Erlaß des' Großwefir verkündet. Eine Deputation der jungtürfi- schcn Organisation ha: dem Großwefir eine Liste von allen Hofbeamten überreicht, deren Absetzung das Volk verlangt. Der Sultan begnadigte alle Bunoeumitglieder in Maze­donien. Nachmittags wurde ein großer Umzug der Rechts­anwälte zum Großwesir und anderen Behörden als Tantes- Ovation für die Konstitution veranstaltet. Auf der Prinzcn- Jnfel Prmkipo vor dem Hause des bekannten Fzzet Pascha fanden feindliche Demonstrationen statt, während vor dem Haufe des Kammerherrn Arif Bey enthusiasiische Ovationen dargebracht wurden. Gerüchtweise verlautet, Zzzct Pascha, der in einer Kaserne bei Tolma Bagdsche interniert ist, habe bereits einen Fluchtversuch gemacht, sei aber zurück­gebracht worden. Aus Saloniki beabsichtigen 4000 Menschen, Militärs und Zivilisten, als Deputation ganz Mazedoniens nach Konstantinopel zu kommen, um dem Sultan den Tank des Landes abzustatten. Es sollen 80 Waggons bei den Orientbahnen zu diesem Zweck belegt sein.

Die Einwanderung in Amsterdam für das Rechnungsjahr, welches am 30. Juni abgelaufen ist, weift einen starten Rückgang gegen das Vorjahr auf. In diesem Jahr betrug die Zahl der Einwanderer 585 970 gegen 1116 295 im Vorjahr.

Ein russisches? nein!

Außergewöhnliches Aufsehen erregte die Reise des italienischen Ministerpräsidenten Crispi im Oktober 1887 "ach Friedrichsruh zu Bismarck. Einige Tage nach der Abreise Crispis halte sich Bismarck bet der Besichtigung 1 einer Felder infolge des plötzlich eingetretenen kalten Wetters eine Erkältung zugezogen. Er klagte darüber feinem Arzt, der den Rat gab:Durchlaucht brauchen da nur ein russisches Bad zu nehmen." Aus das Politische anspielend, erwiderte der Fürst launig:Unter den jetzigen Verhältnissen ein russisches? nein! da ziehe ich lieber ein römisches vor!"

Niemals."

Als Bismarck nach der Ablehnung seines Abschieds­gesuches, die von Kaiser Wilhelm I. mit dem bekannten Worte:Niemals" erfolgte, wieder Audienz bei dem Kaiser hatte, äußerte sich dieser, veranlaßt durch das durch Kränklich, feit und Alter motivierte Abschiedsgesuch, wörtlich dahin: Ich bin viel älter als Sie und reite sogar noch." Worauf Bismarck erwiderte:Ja, Majestät, der Reiter hält es immer länger aus, als das Pferd."

In Friedrichsruh.

Bismarck begegnete eines Tages unverhofft mehreren jungen Damen im Parke von Friedrichsruh in dem Augen­blicke, als sie Blätter abpflückten, um sich damit zu schmücken. Aber meine Damen", redete er die Ueberraschten an,wenn jeder Besucher nur ein Blatt aus dem Garten mitnehmen wollte, würden hier bald nicht mehr Blätter übrig bleiben als Haare auf meinem Kopfe."

marcks auf den Blättern der Weltgeschichte eingezeichnet. Je mehr die Zeit von den Tagen sich entfernt, da er unter uns weilte, desto klarer tritt das Bild seiner Persön­lichkeit vor die Blicke der Nachwelt: das untrüglichste Zeichen für ed)te Größe. Am deutschen Volke aber ist es, seine Dankbarkeit für all das, was Fürst Bismarck gewirkt und geschaffen hat,, um seine Nation aus den Wirrsalen der Zerrissenheit und der Schwäche zu Einheit und Macht empor­zuführen, dadurch zu erweisen, daß es den

Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 6L

Redaktion: 11*. Tel.-Adru AnzeigerGießen.

Zwei Mittelstands-ttongresfe.

S. u. H. Bremen, 28. Juli.

II.

2 1. Hauptversammlung des Deutschen Zentral- Verbandes für Handel und Gewerbe.

Der Zentralvcrband für Handel und Gewerbe fetzte heute seine Verhandlungen bei unverminderter Teilnahme der Tcle- gierten aus allen Teilen Deutschlands fort und nahm zunächst Stellung gegen den 8 63 des Handelsgesetzbuches, ivelcher die Abzüge der Krankengelder vom Gehalt betrifft. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, welche besagt:Tie Generalver­sammlung beauftragt den Vcrbandsvorsland, dem Bundesrate den Dank des Zentralverbandes dafür auszufprccheu, daß er dem Beschluß des Reichstages betr. den 8 63 des H. G. B. die Zu­stimmung versagt und dadurch die kaufmännischen Betriebe vor unberechenbarem Schaden nach jeder Richtung hin bewahrt hat."

Zu dem folgenden Punkt der TagesordnungErrichtung einer eigenen Ber u f s g e n o ss e n s ch a s t für Detail- liften" berichtete Wolters (Hannover). Er trat für eine eigene Tetaillisten-Berufsgenossenschaft ein, während der Kor­referent L a b o s ch k i (Berlin- das Verbleiben der Tetaillisteir bei der Lagerei-Berufsgenossenschaft unter schärferer Betonung der Jntereßen der Tetaillisten empfahl, die vornehmlich dahin gingen, daß der ganze Betrieb, also auch die VcrkausStättgkcit, ui die Versicherungspflicht mit einbezogen wird. Dieser Redner be­fürchtete, daß eine eigene Genossenschaft durch die vermehrten Kosten den Detaillisten teuer zu stehen kommen wurde. Tie Ver­sammlung sah von einer Beschlußfassung ab, und überließ eS dem Vorstande, die Angelegenheit im Auge zu behalten. Ein vom Verband der Kaufleute der Provinz Sachsen und der Herzog­tümer Anhalt und Braunschweig gestellter Antrag beschäftigte sich mit dem Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln uni/ verlangt eine anderweitige Regelung der Gesetzgebung über diesen Verkehr unter Berücksichtigung folgender Gesichtspunkte: 1. Der Kleinhändler ist im Falle einer Strafanzeige auch oann nicht wegen Fahrlässigkeit zu bestrafen, wenn er nachweislich die Liefe­rung einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Ware von dein Verkäufer gefordert und in gutem Glauben die Ware als einwandsfrei feilgeboten hat. 2. Wird irgendeine im Allein­handel verkaufte Warengaltung nicht als rein und unverfälscht befunden, so soll nicht der Verkäufer, sondern der Lieferant be- straft werden, loenn die Lieferung nicht ordnungsmäßig nach

Schlaf', Bübchen, schlaf', Bleib immer fromm und brav. Sonst kommt der Vogel von Falkenstein Und steckt dich in den Sack hinein, Der Bismarck kommt dahinter Und ,sreßtt die großen Kinder."

B i s - M a r k.

Gelegentlich der Prägung von Zweimarkstücken

Vogel von Falkenstein nach zehntägigem Siegesztige vor der alten Reichsstadt stand, ihre Kinder mit folgenden Strophen den Schlaf:

hat, wie dieVoss. Ztg." erfährt, eine für ..... _______

friedigende vorläufige Lösung gefunden,die einer endgültigen Beilegung die Wege bahnt. Entgegen einer von mehreren Zeitungen wiedergegebenen Meldung ist fcstzustellen, daß Professor Bernhard sein Entlassungsgesnch nicht zurückge­zogen hat. Aber Bernhards Abschiedsgesuch ist auch nicht vom Kultusminister zurückgewiesen worden, cs erliegt noch. Allerdings ist es vom Minister nicht an höchster Stelle vor­gelegt worden; damit hat der Minister seine Autorität ge­wahrt. Wohl aber hat er Herrn Prof. Bernhard einen Urlaub erteilt, der zunächst auf sechs Monate bemessen ist, gegebenenfalls aber verlängert werden kann, so daß Herr Bernhard Zeit gewinnt, jene wissenschaftlichen Leistungen zu produzieren, deren Mangel die philosophische Fakultät bisher verhindert hat; ihn für eine ordentliche Professur vorzu- schlagen. Das entscheidende Moment dieser vorläufigen Lösung liegt darin, daß Pros. Bernhard der Fakultät nicht aus- oktroyiert wird.

Bismarck-Anekdoten.

Zum 10. Todestage des Fürsten (30. Juli). Bismarck und der Berliner.

Bismarck arbeitete einst beim Stadtgericht in Berlin. Eines Tages hatte er einen richtigen Berliner zu ver- irehmcu, welcher durch Unverfrorenheit die Geduld Bis­marcks so erschöpfte, daß dieser plötzlich aufsprang und j lenem zurief:Herr, meuagiereii Sie sich oder ich werfe Sie hinaus!" Der Gerichtsrat, aL Chef Bismarcks, klopfte öjefem, feinem erbosten Auskultator, freundlich auf die Schulter und sagte beruhigend, doch wohl auch im ver­weisenden Sinne.Herr Auskultator, das Hinauswerfen ist meine Sache!" Daraufhin wurde die Vernehmung fort- xesetzt, es dauerte aber nicht lange, so geriet Bismarck über *ie Dreistigkeit feines Jnkulpaten abermals in Hitze, erhob sich erregt vom Stuhle und donnerte jenen mit den Worren «it:Herr, menagieren Sie sich endlich oder ich lasse Sie d>arch den Herrn Stadtgerichtsrat hinauswerfen!" Gegen fre scharfe Logik Bismarcks konnte auch fein Vorgesetzter wichts eintoenben.

Der verlorene Sohn.

Die Liberalen von 1848 betrachteten Bismarck als einen in begrenztem Jdeenkreife erzogenen märkischen Zunker, der für die Sache der Volksfreiheit bet feiner riberfpenftigen unbeugsamen Natur nicht zu erwärmen und m dieser Hinsicht für Deutschland verloren sei. Aus dieser Mschauung heraus sagte der nach Wilh. Jordanselbst in öit dürren Reichsfinanzen Blumen streuende" spätere Reichs- Manzminister, damalige Abg. v. Beckerath einst in der Kammer mit nicht mißzuverstehender Anspielung auf Bis­marck unter dem Beifall der Linken:Wo viel Licht ist, ba ist viel Schatten, und das große deutsche Vaterland muß auch einen verlorenen Sohn haben."Dieser Vergleich paßt miht auf mich," erklärte Bismarck bald darauf,der ver- porene Sohn verließ seinen Vater, um in der Fremde sein Glück zu versuchen, ich aber will gerade mein Vaterhaus nicht verlassen."

. , machte

Witzbold den Vorschlag, diese doch mit der Bezeichnung Bis-Mark" (bis, lateinisch zweimal) einzuführen. Die Vorteile dieser Benennung würden in einer alle Parteien befriedigenden Weise bestehen. Denn die Nationalliberalen

Zweites Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 30. Juli 1908

Erschein! täglich mit Ausnahme VeS Sonntags. x . . . . W m

M A jA, A, 2^ 4kA Rotationsdruck und Verlag Det Br üblichen

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General-Anzeiger für Gderheffen

man dem Marineamt nicht hineinreden. Ein ausführliches

Programm könne das neue Präsidium erst im Herbst ent* ivi^u

njitfeln. Der kaiserliche Statthafter von Elsaß^Lothringen dem Kaiser Franz Josef in Ischl einen Besuch abftatteir Graf von Wedel hat das ihm von der Hauptversammlung * -.......

des elsässisch-lothringischen Landesverbandes des deutjcheu Flottenvereins angetragene Protektorat angenommen, in-