Samstag 29. August 1908
Nr. 203
Zweites Blatt
158. Jahrgang
Erschein! täglich mit Abnahme beS Sonntag?.
chast sei eine Personalgescllschast und für eine derartige .Ercbit- l 8—9 Big., gcwährung ungeeignet. Tic Genossenschaft als solche könne nur Erbsen p.
von 7—1 Uhr.
Privat-
o ffizier 7,60 Mk. erhalten soll.
Handel
92.101 Elektriz. Lahineyer .
Obeiechlcs. Eibcn-Industrie 101.OU
165..L-U
III
3-L Portugiesen
95.70
Berliner Börse, 29. August. Anlaugskorse.
Ctiaulleurkurse.
227.50
113.50
64.90
97.90
Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk
21 70 147.80 124.00
. 171.70
. 127.60
. 236.90
. 58.40
144.10
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
na WM 16011^
83.80
92.10
83.65
90.50 90/00
98.70
99.15
98.20
204.10
213.60
21.60
Berliner Bundelsges. . Darmstädter Bank . ; Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskontü-KoiinnaudiL . Dresdner Bank . . .
Kreditaktieu . . . .
Baltimore- und Ohio-
Eiseulahn . . . .
Gotthard bahn . . . .
Lombard. Eisenbahn . Uesterr. Staatsbalm . . Pnuce-Henri-Eisenbahn
60.80
62.60
97.00
90.10
93.70
14580 öl.tO
Harpeuer Bergwerk. . Laurahütte . . . . i.ombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . lürkenlose
. 11980
. 106.50
. 200.50
. 197.00
237 2.'. 135.00 177.60
144.50
198.50
3H7< 3% 3>i7< 3% WA WA
Reichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen . . . Oberhessen
4H*/0 russ.Staatsaul. 19Uo 4>4U/O japan. Staatsanleihe 4 >6 Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% tiriech. Nonopol-Aul.. 4% äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . 4/1% Chiueseu . . . .
Aktien:
Bochum Guss Buderus E. W
Tendenz: fest.
Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schm UniversitätS • Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Die nach- A Q r „ f Q sind Sonntag;, 30. August, nur stehenden avl L l V 12 Uhr mittags bis 12 l Ur uachtM itir dringende Fälle sicher anzutreüen : |
Dr. Schäffer. Plockstr. 9. — l>r. Schliephake, Goethostr. 44.
Ür. Wagner, West-Anlage 49.
Märkte.
Gieße», 29.August. ‘JmitiL ertd)t. Aus heuligein Wocheu- I mattte lüftete; Buller pr. Psd. 1.10—ILO Hühnereier 1 St.
M. itiistil
Während der Dauer ihrer Dienstzeit werden sie weder ihrer politischen noch bürgerlichen Rechte entkleidet werden können. Sie Armee wird nur im Falle des Einfalles fremder Truppen mobil gemacht werden; die Soldaten werden nur im Kricgs- saolle der Rttlitärjusllz überwiesen werden können. Der Sold jiit den einfachen Soldaten während der Dienstzeit soll täglich bi 9)ir. betragen, während der Korporal 7 Dtk. und der Unter-
GericbtssaaL.
Naumburg, 28. Aug. Das Landgericht verurteilte den Ledersadrikauien A t tr i ch t e r aus Weisen'els, der in 19 Konkursen 65 000 Mark u n t e r s ch u g, zu drei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust.
4% Uesterr Goldrente. . 4% % Uesterr. Silberreute 4>0 Ungar Goldrente . . 4% Italien. Rente . . .
3-o Portugiesen Serie 1
Die „Slehencr ZamillenblStter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchenllich beigelegt, das „ICretsblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „candwirtschasllichen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion.er^il». Tel.-AdruAnzeigerGicßen.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
gcwährung ungeeignet. Tie Genossenschaft als solche könne
zur Enti'cknllbnng h.-rangezvgen werden. wenn iie Mckendeckung bei der Preußcnkassc iinbe. jum Schlüsse wendet sich der Referent dem positiven Tert des Antrages zu. 6a gebe nicht bloß eine
* **?.
IßÜ ttlfc aui gute IL c. 'VV MK. von piinffc-" iszahler per sojorl ge!< rchristl. Angebote uniti den Gieh. Anzeiger eiter 12-16000 M. b am 1. Lkl. am ll. H-.rr guter Sicherheit mA Bewerbungen mit W*’ isfuijes u. 07121 iin säst neuer schivmi''' unenlegbarer
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Gelsenkirchen Bergwerk
Hamburg-Amerik. Pakell 110.75
Barpcner Bergwerk. . 205.10
Laurahütte 213.80
Nordd. Llojd 93.75
TeSefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank Dir und Industrie, Giessen.
JErankfurter Börne, 29. August, 1.15 Uhr.
Tprhnikfim R’xnnnn Maschinenbau,Elektrotechnik! . 1 L.. 111K U m Qi Automobilbau, Brückenbau, fr--
Rcalkredill erscl uldung, sondern auch eine Teri'onoirrebi torndniL Dung. Auf dem Gebiete der letzteren hätten sich die Schulzc-De- litzsch'schen Genossenschaslen wirksam betätigt. In unzähligen Fällen seien Landwirte durch SchulzoDclitzsch'sche )ireditgenossen. chaften aus den Händen von Wuckfercrn beiren worden, und ebenso hätte man r-telfach durch Gewährung von Zwischenkredit die Regulierung der vhpothekenschiild vermittelt. Redner ist der Meinung, daß, wenn überhaupt ein Institut für die Entschuldungsaktion in Betracht kommen könne, dies nur die Landwirtschaft ai-3 Real krcditinstitnt sein könne, jedenfalls niemals die rvrrditgenosscn- ctzaften nach ihrer wirttchaftlichen und rechtlichen Rakur.
Ter zwetle Reserrnt Verband-direkwr Neugebauer (Breslau) meint, das; die Frage nicht so negiert werden dürfe, wie es der Verbandsanwalt getan habe. Gr steile sich in der Beurteilung dieser Frage aus einen anderen Standpunkt wie der erste Referent, der durch eine absolute Ablehnung der Entschuldungsaktion den Genossenschaften nur Schaden zusüge. Redner empsiehlt desl>alb in seinen Ausführungen Die vorliegenden Anträge auf das loörmftc.
In Der fich hieran anschließenden lebhaften Diskussion wendet sich zunächst der Präsident der Bentralgenvssenschaftskasse, Heiligen- tadt gegen verschiedene Aufsasmngcn des Referenten. Seine An- licht gehe dahin, daß die Frage noch nicht spruchreif sei, wenigstens in vollem Maße. Die (Eintragung der Verschuldungsgrenze habe aber nichts -a tun mit einer Entschuldung des ländlichen Grundbesitzes. Im ganzen stellte er sich auf den Standpunkt, daß man den Antrag des GesamtausschusscS zur Autmhme empfehlen könne, weil er die Ataterie vorwärts» bringe. £ür Den Antrag sprechen ferner Juslizrat Alberti (Wiesbaden, Dtrichlet (Tarkehmen) und Regiexungsrat Dr. Hecht (Karlsruhe). Dieser erklärt, daß die Frage nicht nur für den Roroen, sondern auch in erheblicher Weise für den Süden akut geworden sei unb nicht nur für die Landwirt sclxist, sondern für das Gewerbe und die Industrie. Eine Erhebung, Die die badiscl-e Uicgierung vorgcuomincn habe, habe bei einer Bevolkerungszahl von etwas über 2 Millionen ergeben, daß eine Verschuldung an Hypotheken von etwa 2 Milliarden Mk. in Baden vorhanden sei. Aus diesem Prozentsatz ergebe sich, daß die Frage der Entschuldung nid/t einseitig für Die Landwirtschaft brennend sei, sondern in noch erheb sichere in Maße für das Handwerk.
In feinem SchluHoort warnte Dr. Crüg er vor weiteren Hypoihetengcscchisien der Genossenschaften. Er ist bei? Ansicht, Daß Das Genossenschaftswesen nichr mit der Stange im Nebel Herumsahre, wenn cs sich mit dieser Frage beschäftige. Die Frage werde in kurzer Zeit aktuell werden.
Darauf wurde Der Antrag des Gesamtausschusses angenommen.
In der vierten Hauptversammlung wurden zunächst die vom Genofsenschaitsanwalt ausgestellten eingehenden Bestimmungen über die Grundsätze von Genossenschaften bei der Vermietung von Safes mit folgendem Zusatze angenommen: Für alle Forderungen, die die Genossenschaft aus eigenem Verkehr ^namentlich Kreditgewährung) an den Mieter des Safe hat oder envirbt, haften die sämtlichen im Safe hinterlegten Gegenstände. Eine Entfernung derselben kann nur imü Zustunmung der Genossenschaft erfolgen.
Daraus wurde folgender von Direktor Dr. Meiß ne r begründeter Aiwrag des Anwalts über den Postscheck verkehr angenommen: Ter Allgemeine Genosfeuschaftstag erblickt in der Postscheckordnung ein bedeutsames Mittel zur Förderung des Scheck- und Ueberweifungsverkehrs und zur Verbesserung des Zah- lungswesens im Deutschen Reiche. Ter Genossenschaftstag stellt mit Genugtuung fest, daß, wenn auch die Postscheckordnung in ihrer gegenwärtigen Gestalt Anlaß zu Einwendungen, insbefonbcrc hinsichtlich Der Gebührenfestsetzung bietet, sie es doch infolge der Unrerzinslichkeit der Einlagen vermeidet, in den Sparkassen- und Tepositenverkehr der Genosienschasten störend einzugreisen. Der Genosienschaftstag erachtet es Daher sür die Aufgabe und die Pflicht der ttTcDitgenviienidjaften, den Postscheckoerkehr im itreije ihrer Mitglieder einzubürgern, um die Bestrebungen auf Verbesserung des Zahlungswesens auch nach dieser Richtung zu unterstützen.
Der Referent Dr. Meißner führte u. a. aus, der Posb- scheckverkehr wende mit Dem i-scheckverkehr der Genossenschaften in Wettbewerb treten, und zwar in einer Weise, daß die Post allen den 'Drang ablaufen werde. Diese Bedenken müßten aber fallen in der Erwägung, daß der Postscheckverkehr für die All- gerne in Ijeit Vorteile iür das Zahlungswesen geschaffen habe, die die Geiwssenschaslen stets angestrebt hätten.
Daraus verhandelte Der Genoffenschaslstag über einen Antrag Der Pommerschen Vorschuß- und ifrebitvereine, betreffend die Kreditgewährung an industrielle Unternehmungen. Der Antrag lautet: Der GenossenschastStag empfiehlt den Kreditgenossenschaften: 1. Bei llreditgeivahmng an industrielle Unternehmungen größte Vorsicht zu beachten und die Kredite — namcitUtch bet Ziegeleien, Mahl- und Schneidemühlen — nicht zu hoch zu gercäljrcn; 2. Als Sicherstellung von Krediten sich nicht mit Hhpotheken auf Fabrikgrundsllicken zu begnügen, sondern Daneben weitere gute Sicherheiten unb Bürgsü)aften zu verlangen; 3. Keine iitdustriellen Etablissements zur Rettung gesährbeler Forderungen zu erwerben.
9iad)bem der Verbaitdsdirekwr Kurz (Stettin) den Antrag aus Beispielen aus der Praxis der Geiwssenschastetr begründet halte, wurde er mit unwesentlichen redaktionellen Aenderuugen angenommen.
Sodann wurde schließlich der gestern bereits erwähnte Antrag, der den Baugenofsensck-asten bei der Bereckmung der Wohnungs- mictcn die Bcachmng bestimmter Grundsätze empfiehlt, ebenfalls angenommen.
ben 10.0^4 totyt iit.
'Mn RS*Sen.? A«, Ä&'lsjjeÄ
O—y vju., Käse pr. St. 6—8 Ps., SläicinQUc 2 St. 5—6 Pfg. Erbsen p. Psd. 18—24 Pfg., Linsen p. Psb. 25-40 Pfg.. Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Pik., kühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stuck 0,80—1,80 Mk., Ganse pr. Psd. 00—00, Einen pr. Stück 1,80 bis 2,20 Di?., Lchsensleisch vr. Psd. 78—86 Pfg., Ruh- und Ziindfleisch pr. Pfund 74-76 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 6o—80 Pfa., Schiveincfleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70-80 Pfg., pannnetslcisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. «arlossetn pr. 100 Kg. 7.0o—8.00 Dlk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00'Mk., Diitch per Liter 20 Pfg., Weißkraut ver Stück 0-00 Pfg., per Zentner Dlk. 0.00-0.00. — Aepsct per Ztr. 00-00 Dlk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Nüsse 100 Stück 50-00 Psq., per Ztr. 0—00 Mk. Kirschen per Pid. 0,00 -0,00 Mk. Marktzeit
politische Lagesscl^u.
Einsührnng der allgemeinen Wehrpflicht in (fnglanb.
Die sozialistische Wochenschau „Jusllce^ veröffentlicht einen lSesetzoorschlag, betr. die Wehrpflicht. Ter Gesetzes- irorschlagung wird während der nächsten ParlamentStagvng roon dem Arbeiterabgeordneten William Thorme eingebracht werben. Thome empfiehlt in dem Vorschlag die wtilitär- pvflicht für jeden Engländer, und zwar vom 18. bi§ 29. LebenS- j»«hrc werden alle Engländer im ersten Jahre der Dienstzeit z.il einer 48tägigen Jnstruttionsperiode herangezogen. Diese ^nstruktionsperiode nimmt in dem darauffolgenden Jahre in rnent noch nicht festgestellten Verhältnis ab. Vom 30. bis As. Lebensjahre ist jeder Soldat Reservist; wahrend dieser Zeit kann er zu den Dienstleistungen herangezogen werden. In keinem Falle werden die Rekruten bfi Streik- oder sonstigen Unruhen unter die Fahne gerufen werden dürfen.
—--Esoa- änftitut___
Wäsche!”-
-N°°l°>°» uni rate
Mini in Tbcn als (jcrviL? *
MM schalt Koütcr ^'cjtcrfacbid)!!:! A »du, Ubriitop'jin;
Mer Kirch » Grundstücken, Villa alten icder Au, yotel- urants etc, aus allen < -erhalt gratis onchzeirschr. Verm: > LeüauiS-Zenttale k t am Main 13, HaiM rivainnto den Lvrachcn. Vordem 1 alle blassen höherer l!ä lten, für Älatnriläts 'gmizungövriiiungcn.
Roese, Oberlehrer.
Coeibestr. 31. •
Auszug a. d. $tanöe$amt$re9iftern der Statt Sieben.
Aufgebote.
Aug. 21. Rudolf Reusch, Raufmann dahier, mit Emilie Marie, ien. Melita Hutchinson, in Biebeukopf. — Emil Kinkel, Großtz. Verwalter Der lluiv.-Augenklinik, mit Tlarie Aiulch, beide dahier. — 24. Christian Heil, Fabrikant in Schlitz, mit Emma Lenz dahier. — Konrad Biltors II., Bergmann in Weitersham, mit Margarete Haupt Dahier. — 26. Franz Ännihcr, Eijenbahn- chafsner, mit Karoline Schneider, beide dahier. — Max Büttner, Buchdrucker, mit Marie DöU, beide Dahier. — 27. Johannes Bush Großh. Geometer 1. Klasse Dahier, mit Auguste Weinrich in Lollar.
Eheschliehungett.
Aug. 22. Otto Ludewig, Kaufmann m Döbeln, mit Wilhelmine Krause dahier.
Geborene.
Aug. 15. Dem GesellschausDiener Franz Gopon ein Sohn, Paul Franz Ernst Heinrich. — 17. Dem Schneider Karl Synosczik eine Tochter, Auguste Elise. — 18. Dem Heizer Theodor Lchr- mund ein Sohn, Heinrich Theodor. — 19. Dem slädl. Taglöhner Johann Theodor L'öbcc eine Tochter. — Dem Uhrmacher Georg Augnst Koch ein Sohn, Friedrich. — Dem Kaufmann Mar Hammerschlag eine Tochter, Ilse. — 20. Dem Geschästßdieucr Johann Weiershäuser eine Tochter.— Dem Aiaschinisten:)ieinhard Jakob Heil ein Sohn, Ludwig Karl August Friedrich Wilhelm. — 21. Dem Installateur Karl Gregorius ein -Lohn, Ernst Emil. — Dem Schachtmeister Peter Reuh eine Tochter, Aiargarete. — Dem Buchdruckeretbesiher Ctto Hugo Meyer ein Sohn, Heinrich Johannes. — Dem Schneidermeister Johann Etonrntel eine Tochter, Elsa Elisabeth Wtlhelminc. — 22. Dem Kaufmann Moritz Lchorsch eine Tochter, Grete. — Dem Musiker Eduard Reiperl ein Lohiy Eduard. — 23. Dem Laternenwartcr Friedrich Schlipp ein Lohn. — 25. Dem Elektriker Heinrich Ims cme Tochter. — Dem Maschinisten Wilhelm Semnrter cni Lohn. — 26. Dem Lote molivheizer Friedrich Groß eine Tochter, Elijabeth Theresia Mann.
Gestorbene.
Aug. 20. Emil Orbig, Agent, 68 Jahre alt, Licher Straße 74. — 21. Welershäuser (noch ohne Vornailien), 1 Tag alt, Wolken- gasse 13. — 22. Hesektel Grüneilktee, gen. Klee, Privatier, 73 Jahre alt, West-Anlage 35. — Johanna Spieß, geb. Aienn, 65 Jatzte alt, Steustadt 58. — 26. Jakob Benk, Bahnbcamter i. P., 72 Jahre alt, Lieblgstr. 68. - 27. Gerhard HerjanS, 10 Lite, alt, Krosdor er Straße 3.
Neue Aufstände in Persien.
In verschiedenen Tetlcn Persicntz sind neue Ausstände a aögebrochcn. Die Rteldungen vom Erfolge der Revolutionäre i« Täbris sind, wenn auch langsam, tu andere Teile des Reiches vorgedcungen und haben dort Die Bevölkerung zu rttuen Unternehmungen gegen die Schahpartct ermutigt. Aus Tschulfa ist dtc 9!achricht über die Erhebung sämtlicher Stämme im persischen Lturdislan eingetrofsen. Die Revo» letionäie nehmen Die Beamten gefangen, besetzen die Retz lerungSgebältde und haben das HauL des Gottvcrneurs zer- |Lirt. Der Gouverneur ist geflohen. Beim Zusammenstoß d er Menge mit der staatlichen Wache sind viele gefallen. Tie Ausständigen fordern die sofortige Einberufung des Psledschlas und erklären, daß sie bis dahin die Oberhoheit d es Schahs nicht anerkennen. Desgleichen wächst die Bc- luegung in Schiras und Kerman. Kerman ist im Besitz der Revolutionäre. Die Behörden, darunter der Gottverncur, jinb geflohen, dec Vizegouvcrneur ist tot. In den Straßen Ingen viele Tote und Verwundete.
49. Allgemeiner Veuijcher GenojsenschaMag.
S. u. .V- (-, rant iu 11 a. M., 27. Aug.
IL
Die dritte Haup.Versammlung besänftigte sich mit Angelegen- sPtitcn der Kreditgenossenschaften. An erster Stelle wurde tetr Antrag des Ge|amtauS|chlts|e-.> noer Die Entschuldung des l L n d lichcn Grundbesitzes behandelt. Der Antrag will l»lgendes zum Beschluß des Gcnosscnschqjrstages erheben: „1. Die ^d)ulze-Delitzsch>,>cn ötreditgenosienschasteit haben eS pets als ihre uigabc betrachtet, aui Die Entschuldung D.s ländlichen Grund- b tjitz hinzuaroelien, mdem sie ihren lanoiichcit Mitglieocrn ^ivrschenkredit einräumen, ivodurch diesen Die Konvertierung und Regelung der h>)pdlhetarisck)en Belastung ihres Besitzes ermög- ILHi oder minbcsteits erhevli-ch erleichtert iviro, und iitdem sic itiieii gegen hypothekarische Sicherheit zu mäßigem Zinsfüße und gegen enrsprcch.nbe Abzahlungen Kredit gewahren. 2. Für die i-.'u.1111:11.1 untiinbbarex unb nur durch Arnorrisationsraten tilg- b crct Kredite zum Zwecke Der Entschuioung des ländlichen Grund- b isitzes, sowie für Die llebernahme von Bürgschaften für Derartige toebüe niüficn uic Genossenfchaften des Allgemeinen Verbandes ü jfjer Betracht bleiben."
Genoiscnschaiisanwalt Tr. C rüg er (Charlottenburg) legt die G*rünDC Dar, aus Denen er im vorigen Jahre den Antrag betr. die Stellungnahme Der Schtttze-Lelitzsu, |chen Genossenschaften zur Ent> lOUlbungyattivii zurückgezogen habe. Es have sich vor allem h^ausgestellt, daß das We,en der Entschuldungsatllon doch iwch N-icht so bekannt ivar, wie ec es vorausgesetzt habe. Ter vor- liiegenbc Slmrag beschvanke sich aus eine Steitungsnahme zur Ent- jchulbnngsakllHN, während der Leipziger Antrag von Der Stellung 0-er Genoiienschaflen zum .Ht-pothekntrebitg esaxist ausgegangen sei. Mbrigens sei 1» betännt, baß bic KreDitgenossenschasten lüc VYP-^ tHekentredit iua t geeignet seien, weil Der Grundbesitz überlastet jut So halten Die Schulden den Et)araNer des Anlagekredits an- e.itommcu, Der jedenfalls nicht durch Betriebskredit zu ersetzen |dl, sondern Dura) einen ganz besonders genannten Jmmobiliar- luebit. Ganz versehlt sei auch die Theorie von entern erweiterten Personaltredi:. Die nur zur Verdunkelung Der Verhältnisse führe. l^ck)on das Wort EntschulDungsaktion besage, daß es stch Davct juidjt um bic gewöhnliche SchniDenruckzayllmg ljanbclc, sonbent inen Maßregeln, mittels Deren tandltchen Besitzern die Aüöglichkeit Siboten werden soll, Drüdcnbc Hhpothekcnlasten abzutragen. Ter äieußische Finanzinmistcr habe es abgelehnt, staatliche Mittel für che EntsehuiDungsattion zur Verfügung zu stellen, weil dann, icenn sie cimiitii gewahrt seien, bald Die vcr|d)ieD:nfren etunDc stch melden würden. Für eine EntsckMidungs^ttlloit tonnen nur in betracht kommen Beptzer, Deren oypathetenlast über Die angemessenen Grenzen hinausgche, die aber andererseiis auch mckst itberschuibei seien. Ter Reserent kritisiert bann die Verickwll ckimgsstanstik, deren Ergebniise nicht cinwandssrei seien. Wtch- chges Mater.al über Die EmichuiDungsattion oieic die zbonserenz Cer Generaliandschastsdirekwren, Die im September 1UU2 1toti> nefunbe» habe. Für Die Gni|chnldung selbst l-abe man l1,.- .0 ämortisatlon ins auge gesagt Außerdem sollten die LanDlchast«: C;e Amortisatibnsqtwten Der von ihnen Deliehenen ersten vier - sechstel zur RünDigung Der Nachhypoiheten zur Verfügung Hellen, inzwischen fei Das Gesetz vom Jahre 1900, beer, die Erntragung Der Aerfchuldungsgrenze ergangen, -tie Anstchten üuer Die wirtschast- l.che Bedemnng Der Verjchuldnngsgrenze seien sehr verschieden.
1 Lielsach Halle man bic Liiuragung direkt iür sck-abltch. ^m preußischen Abgeordnetenhaufe habe man eingeheiw verhaiwelt liuer Die Befchassuüg Der li'uitel zur Durchführung Der EMschul- dumgsaklwn. Ter Finanzminister habe eine Beteillgung abge-
L'bnt, ebenso Die preußische Zeniralgenossinschallsta-ie. <so yaoe man eine ganz allgemein gehaltene Resolution geiaßt, in der man bau Genoi,enschasten einfach diese Ausgabe juDtiLertc. yicöncr plemificr. sodann gegen Den Präsidenten der Zentralgenonen- s^srs.aise, Dtc MTitit geübt habe an den Fahtgkeiten der Sckmlze- Äelitzsch'schen Geiwssertsck-asten, für Die LanDwirtschast Die Frage 5V lösen. Die Frage tonne eben nicht vom etaaopuiilte der^ano- mirtschast, sondern nur von dein der genossenschaultchen -te^ntf do trachtet werden. Die Frage sei: Kanit ote Genosstensehaii Die Mittet geben, um einen hochverschut'deten Besitzer in Den ^td.iD ja setzen, daß er in einem Zeitraum von ea. SU Jahren Aach- Gspotheken ab lüft? Diese Frage sei zu verneinen. Die Genossen-
Sonutaic, 30. Aoftust, von nftchni. PoliLonOnnfhokD
4 Uhr bis 9 Uhr abends nur geöffnet: 1 BlllxdliclpUliluIxti Giessen, den 29. August 1908 —————————— ixrosNli. Pollzeinmt. Reinhart. Bt5/l
3er Abend ist wirklich wundervoll gewesen aber heut muß ich auch wieder büßen. Ich tarnt nicht mehr im Freten bleiben, ohne nachts zu husten,- ny ichlaie niajt und bin matt und elend für mehrere Tage. — Aber liehe gnädige Frau, warum nehmen ^ie denn reine Fans deine Sodener Ulmcral'Baitillcn? Fch ivürbe Ihnen empfehlen, cm paar zu lutschen, lvahrend Sie so Draußen sitzen; dann abends vor dem Etnschlaten nodj eine oder zioei und Sie ^y sollen sehen, es quält Sie lern Huiten und Sie schlafen prachtvoll. FayS achte Lodener laust inan für ba Big. Die Lchachtel in jeder Apotoete, Drogerie u. Mineratwasseryanot.
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August
1908
laarcmclcv auf 0° reduziert
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der Lust
। Absolttte Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
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28. 25S
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18,7
10,4
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28. 9“
741,9
15,3
11,4
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