tzttbrichaffting brr
Staatshili-: beocutc nur rin UcberqnnflfHabium tnb :r.: ' *
Tr. Schräder
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fpraa?
nb. Rat Tr Lic brecht Sxinncvcr , Tironen
‘Abfällig urteilt Dr. Erüger über Vie bur1> . -ichklich« . :
Breslau
oren
der Genonenschajtrn «rlvün'cht, bei der unter allen Umftinz en urt a. ......
an brr Selbstverwaltung der <*nofienid>äitcn ' nuhaf.en ft: labenb .indxn , 3uftiuMl ö a r * i e r Lasset , eugebauer
ffjet <Bndtbtä?r von 26uf-< Delitzsch. So man Staate Hilfe in Anspruch genommen habe, stehe man heute aur dem SiürrounTte,
Vcrmifdit;*.
* Eine Million Mark sind im Laufe der Woche au bat beut fdg n Banken unterschlagen worden, denn noch ist der «rali Goltermann nie. i ganz har gestellt, und sawn wieder cr- hallen wir von neuen Unterschlagungen Rachricht. Ter TircTtov Fvske von le «er <spjr uno Tnrieonsiaiie in vetduk Cvcrschies.) stellte jid) nach Unterschlagung von lOOOO M k. der >5U2üt£-a;i:iaU)(Ui£ zu 'Leuchen. (ÄlcichHeitig wird aus Laden- bürg (Baden,' gemeldet: Ter 'Agent des hiejigen Borld-uH-Beroins, Heinrich Joa.. ;.n in HedoeSheml, l-at i 0 000 V M k. unterschlagen. Wegen 5Vcantl)cu kannte seine Verhaftung nidM er
rat? Berthold "Blumentbal-Dannover' mir den Angelegen- betten oer Baugenossenschaften LanDtaqeabr. Landesrat
f- - t" ;i nschosten de b-n Vortrag schle>ü ' J» eine rtflt kufstcn an, an der sich Regicrunisrat Tr. lVrünberg iijranf
t , Tr. Schneider P: t-dam , Magistratsrat F e v e r -
zur Selbsthilfe führen (rine möglichst roritq:h:noc Berü ind gung der Sktbänbe ia besonder) mit Rücksicht auf d ' ‘ tvn e.:tn
bet den l^rnossenschaftcii ausgeführtcn Revisionen 2t br ein gehend bcschäitigte er sich alsdann mit dem .ientraigcnosscnscha'te- ronen. Vt ist oer Meinung, baR eS groRf 'R fahren in sich schließe Eine Krurs bet der Zentrale -uäre nidn, wie tneljad angenommen werde, zu einer Art Beriunversicherung, sondern wellenförmig dehne sich der Verlust aus, ziehe weite .'kreise und Wirke m ferne iGebiete. Tr. Erüger kommt bann auf die Verhältnisse des Wirtschaftsjahres 1007 zu sprechen und 'rfiarl, 'bic Ärebüflcnofiertidxiften des Allgemeinen .rbandes hatten ihre .‘Aufgaben erfüllt und hierdurch den Beweis erbracht, baß die 'Staatshilfe entbehrlich ist. Es fei nad-gewiesen, daß die starke Verbreitung der «öenosfem'chaftcn zur 1 ribferteuecum geführt l-abe, indem die (^k'noficnicbüftcn in den einzelnen Bez.r' :i f»ch -u überbieten suchten Die geschäftlichen < >runbfäfre Der Schulze Delibfch'fchen liknoffenfdwften hätten sich durchaus bewährt. Es habe sich aber gesagt, tote notwendig die Erhaltung der Liaui- bität ist. Hierbei kam Tr. Erüger ans die Verhandlungen der .-Heid/ybanfenquetrtommiffion und eine etwaige gesetzliche Regelung des Tepositenverkehrs zu sprechen, wogegen tr entschieden Stellung nahm. Dagegen empfahl er die 'Anfiicllung durch, ich tiger Bilanzen. Tas jlaintcl „Rnchsbank uno Genossenschaften" gibt dem Redner Veranlassung, darauf hinzurocisen, bau bei oer Reims- bank ein nem^ Regiment cuigezogen fei, das aur Einichränlung "brr Kreditgewährung bedacht fei Tic Kreditgenossenschaften hatten Dies im letzten Jahre vielfach gespürt. Den Mrebttgenoifeniebaften fei tu den Nrciefparfaffen zum Teil eine bedenkliche Konkurrenz entstanden Tic Kreditgenossenschaften hatten trotzdem auf Scheck .'conto einen Umschlag von 1',, Milliarden Mark gehabt. Tem RrichSpostfcheckverkehr slche man sympathisch gegenüber 'Auf dem Gebiete „Diskontierung von Buchwrdertlngcn ' seien keine nennen»« wcrte Erfolge erzielt worden. Ein böses Hapitel sei bic Um Wandlung von Genosseiuchaft-n in Aktiengesellschasten. Tr. Erüger betont, daß fast nur eigensüchtige Interessen bei derartigen lieber - Gängen in Betracht tommen können, und warnt endlich vor Der Bildung von kredftgenoss'enschaften für einzelne bciiimmte Berussslänbe. Auch den Konsumvercinen habe das Jahr 1807 Schwierigkeiten geboten. Ter Umfd)lag wäre zwar gewach,en, aber meist nur infolge der Preissteigerung der Ledensmittel. Gegenüber ber 'Aufnahme der Eigenproduktion verhalle inan sich ruhiger Tic Sorge für die 'Angestellten der Kvnsumvcrciuc liegen vielfa chnod, zu wünschen übrig. Eine große Ole fahr liege barm, daß bic Aoiisumvereine -nm großen Teil Arbeitergenossenschaften seien mit bau Zweck, bic Interessen oer Arbeiter zu vertreten. Tie Position ber Kleinhändler habe inzwischen mildere Formen ciigenommen, nachdem sie selbst sich zu Genoifenschasten zufaminen. geschtofsei haben. Tie vanbwcrkergenossemchaitsbewcgung mache nur langsame Fortschritte. Bon alten sozialen Institutioneii ohne ged.' Aufnahme habe keine dem Handwerk so leicht nachweisbaren chojiliven 'Außen gebracht wie die genonenschastlichc Bewegung. .Auch die Baugenossenschaften seien von der wirtschaftlichen Krisis "berührt woroen, die zu einer crbeblidrcn Verteuerung der Bau- flciDei geiührt hatte. Tic 27 000 Wenojifnfdroficn nut ihren 4 105 600 Mitgliedern seien ein Faktor im wirtschaftlichen Leben, der ic nnd>bcm zum Segen ober Verberben werden lönne, zumal loeijn die einzelnen Mitglieder durch ein Band aneinander gekettet und, das wie das Seil bei der Bergbesteigung vielleicht dem Fallenden Hilst, vielleicht ihm aber auch zum Verderben wird. Tiefes Band zu lockern bürftc eine der wichtigsten Aufgaben der Ankunft fein.
Ein 'Antrag des Verbandes von Poinmern und den (vrenz- <tciien der Mark Brandenburg, betr. die P e n s i o,i s v e r f i d» e. r n >' g ber Privatbeamten, lautet: „Ter Allg. Genossen- fdiaststag rofinfd)t bei ber gesetzlichen Regelung der staallichcn Iwangsveificherung aller Privatbeamten die grundsätzliche An- erkcni.ung bestehender privater Bersorgungslanen als Ersatzin (ftituie fiir die zukünftige staatliche Pensionslasse unter der Vor- «uv'.etzuug, daß die privaten Kassen der Aufsicht des Kaiserlichen Aussichtsamts im Privalverficherting unterstellt sind, ihre Leist- anigen der ftaailid>cii Versicherung mindestens gleichkommeil und zu nicht höheren Pramlcnfatzen mindestens gleiche Renteneffcktc Wie die staatliche Versicherung bieten."Hierzu wurde ein Antrag Troger (Berlin gestellt, wonach ber chcnvjjcnschaslstag bei der gesetzlichen Regelung der Zwangsversicherung aller Privatange
; h iltskasse' und die Witwen inen Deutschen Genossenschafts Verbandes als Ersatzinstitute zugelasseii zu sehen ,vünfd)t. T-cr rillt rag bei Vorschuß und Kreoitvereine von Ponimern wurde zugunsten des Antrags Tröger zurückgezogen und dieser daraus einstimmig angenommen.
In der zweiten ü» a n p t v c r s a nt m lang am Nachmittag beschaUigti. sich der Genossenschaststag unter dem Vorsitz des Land-
' aftranroa!t Tr. Erüger u a. brtciliqtm, und in der iie ihre Erfahrungen in ihren Wirkunskreisen jur Jfrnntni? brachten.
11 Redner fi'id ber lnsicht. daß auf btf^prwcte Bautängk.it nicht jh verrichten sei, fefbfi wenn ber Staat reichlicher als bicb r ringrei’f Es empfedle sich deshalb nidrt. die Baugenofien- ichaften in iKriellichaften mu beschränkter Hauung umiuwantwln.
Tarau, Lun ein Antrag de« (»fenoifcnfchasrsanwaltS jur Verhandlung, in d-m den Baugenofsenfchasten die Beachtung bestimm l-.i Grundsätze bei der Berechnung der Wodnungsmictcn emp’oblen wird. AuS den Vodnungsmirtcn müsse» danach auf gebracht werden die Zinsen für Wohnungsmieten und sonstige Anleihen, für das in den vermietet n >>ausgrundstücken angelegte eigene Vermö.rcn der Genossenschaft, ferner bic jährlich vorzu- uebmenöcn Abschreibungen, die Brtricbsunkolten Reparaturen, Steuern. Abgaben, VerftcherungSvrämien, Kosten für Beleuchtung und Reinigung usw. , bic '-eichäftSunkosten i^ebaltcr der Vorilanosmitglieder, Bureauuten'tlien, Bureaumieten, Porto, Trudiadiep ufw , sowie fchließlich eine Rücklage zur Bildung angemessener Reserven und zur Deckung von Mietausiällen. Für die Berücksichtigung aller dirier Momente sind in dem Antrag g naue, int Detail gehende i^rundfätz aufgestellt, bic von allen Baugenoffenfldasten beachtet werden sollen. '
Gcrichtssanl.
ll Marburg, 27. Aug. TaS Schöffengericht vcrrrrteilte beute den S!cißbinDcr M., der einer Frau eine ätzende t) l ü [ f i ß f e : t inS Gesicht f tb ii riete, zu 9 tDlonaten Gefängnis.
— Ci n erfreuliches Urteil in Automobil- fache N nennt die „Deutsche Tage&jtg." rin von einem rhemisdien Vwtt.' mitgctciltcd Erfenntnis des Landgerichts Vagen als Bc- ruiungsinftanz. Ter Sachverhalt ist folgender: Zwei Gejchifts- reifende befanoen fidi in Ausübung ihres Berufs auf der in Herdecke nach Wetter sührenden Straße, als das Automobil eines Architekten nut ber üblichen Schnelligkeit an ihnen vordeifauste. Trotzdem beide Reisenden schleunigst hinter Straßenbäumen Deckung suchten, wurden sic doch von oen Autonwbürädern derartig mit dem reichlich vorhandenen Straßenschmutz beroorfen, daß sie den weiteren Besuch ihrer Kundschaft für den Tag aufgeben mußten. Sic erhoben gegen den rücksichtslosen Autofahrer Schadenersatzklage und hatten damit sowohl vor dem Amtsgericht als in der Berufungsinstanz vollen Erfolg. Ter Architekt wurde zur Erstattung ihrer Sdiadenersatzansprüche und in die bedeutenden Kosten Der beiden Gerichtsinstanzen verurteilt. In der Urteilsbegründung heißt es, der Beklagte suche sich zu Unredjt mit Dem Einwanc zu entlasten, bau er Die polizeilich zugelasjcnc Geschwindigkeit bei »einer Fahrt nicht übersd-ritten Imbc. Diese Tatsache lönne ihn nicht von ber Verpflichtung entbinden, auf die Fußgänger, bic das gleiche Recht auf Benutzung der öffentlichen Slraszen hätten, gebührende Rücksickst zu nehmen. Sonst könnte ein Autler, ber einen arglosen Straßenpassantcn nieder- rennt, mit derselben Entschulbigung tommen, daß er dabri Die zulässige vöchstgeschwinbigkeit nicht überschritten habe. Da bic Straße infolge des Regens mit starker Schmutzschicht bedeckt war, batte Beklagter darauf Rücksicht nehmen müssen, daß bei der Schnelligkeit seiner <yabtt ein für andere Straßenpasfantcn idiab- lidnö, besonders starkes Umherspritzcn des Schmuses unaudbleib- hd) »ei. Da er das nicht getan, sei er nach $ 823 B. G. B. für den angerichteten schaden verantwortlich. — Tiefes tverichts- crl.nntnis, bemerkt das genannte Blatt, verdient weitgehende Beachtung bei Den Autlern selber sowohl, als in den Kreisen Der übrigen Straßenpassanten, damit sie sich über ihre beider- hitigen Pflichten und blechte bei Benutzung osfentlid>er Straßen klarer rverden, als es heute vieltach Der Fall ich ,
G logau, 27. Ang. Wegen Hb e d)f c lf n 1 f d)ungc n tu 39 Fällen, Betrug, Urkundenfälschung und Konliirsvcrgehcn wurde der Juwelier Willi) Rothe zu 6 Jahren Zuchthaus und 4 Jahren Ehrverlust verurteilt.
luftig sein werde wie gestern, denn Schularbeiten außer dem Schulhause gab es nicht. Alle bestehende Pädagogik, io urteilt Tolstoi, ist verkehrt: uffentlidK Vorlesungen und Museen sind die besten Muster von Schulen, also für Die unteren Kreise Bilder und Bücher, Erzählungen und Lieder.
Tie Degradiersing der Kunst zum Frondienste eines Programmes Der Lcbeusiuhrung iit bei einem Künstler von der Grotz. rolitoi. verwunderlich. Das System und Zusammeilhang- lose seiner sonstigen Theorien ist ja erklärlich. Von seinem öelben Rechlsudow. der in verschiedenen seiner Werke Die .Hauptrolle 1 vielt, sagt er einmal: „Er hatte viel gesehen, aber bruchstüa weise, hiid schrieb Die fehlende Antwort feinem Mangel an Gründlichkeit seines Forschens zu". Dieser Satz prißt bis zu einem gewissen i'Jrabe aui ihn selber: man hat überhaupt das Elesühl, hinter diesem Rechljudotv steht der Dichter, Der ia mit einem Ich-Roman seine Did)icri|'d)c Laufbahn begannen hatte. In seinen Theorien neckt erstaunlich viel Dilettantijd-es, seine Kunst ober ist immer echt.
Theoretisch genügen ihm für die Kunst humane Ideen, heraus- fordernde Andeutungen, Die Beibringung immer neuen Bewew material» über die trübe Lage des Landes, oas Lünterhaitige des nuiurauiidK» kleinen Mannes, die Korruption innerhalb Der „guten Gesellschaft, m der er einen ewigen Wechsel von nichts anderem als Lugen, Raub, Ehebruch, Triinkenheit, Gewalt und Mord beobachtet.
Immer nur kommt es ihm aui die Tendenz an Schildert fr einen Beamten, so lut er es. um ihn als Typus Herz uno mitleidlosen Bedruckertums hinzustellcn: ein armes hübsches Mädchen iührl er in einem Romane ein, um es sofort Den lüsternen Blicken eines reichen jungen Mannes verfallen zu lassen usw. ufw. So wird ihni Die Feder in der vand zur Sonde, mit Der er tief iiiiDruigi in Di• kranken Glieder nicht nur seiner ’iation. Wenn aber sonst Schulmeisterei Die Kunst zu ertöten p legt, so .ist Tolsto: cm ganz großer gestaltender Künstler iviber Willen. Seine immense Kunst, die durck) alle seine Theorien niet zu imlerbrüdcn ist, bemächtigt sich seiner rtbüd»en Themen. Und was Tolstoi aus seinen asketischen Prinzipien heran. Dtren, lehr haft sagen wollte, ui zu lebendigsten Bildern m nichlichen Lebens, anichaulick. bis »ns kleinste umgefrägt Der ethische Sinn bleibt dabei rein erhalten Rur wird er Nicht tendenziös auSgeiprochen, tr ergibt sich mit weit eindringlicherer Urberzeugungskrast indirekt au.' dem Spi.gel der Vorgänge und Beispiele .seine Wirklich- Litäiuue cutibringt seiner lieberjeugung von der Rotwcndigleu sittlicher Vervolltommnung aur i'irunb feiner geschloffenen Lebens «ns'cdauun - feiner in inner Beziehung nahezu krankhaften Auf- irubtigleit, seiner luchi selten die Grenzen des Geschmackes ver- lafici.Den Ehrlichkeit, einer 'cbrlidikit. Die in ihrem heißen Eifer gelegentlich auch zu krassester Uebertrribung fuhrt, zu Einseitig- leit und Pari.ilichteit, in Die dieser energische, zähe ZeinD iedes Momproinisses reisOllen inußke Darum mWeii iich u>..'. ke.it- genialisch Auswü.: untün|lleii enden- m fein .t rten, buu. Die man si aber im Angesicht . heiligen Zollens Wirses ernsten Dichters nicht ixm”.iren L en oars. Wer den
großen Slaven liebt, dem kann cs nicht in den Sinn kommen, etwa Die Schrecknisse seines Dramas „Tie Macht Der Finsternis" mit anderen Augen zu betrachten als die Schrecknisse des Lebens selbst. Kein Priester ist gewesen. Der jo ergreifend uno gewaltig von dec Finsternis im Erdendaseitt gepredigt hat rote dieser Urchrist. Die dichterische Kunst Tolstois, für die Zärtlinge das Schlagwort von der „der Kunst unwürdigen L»ätzlich- Icit ' geeignet fanDcn, ut so groß, daß sie aus herzanfronhleiiDcn Bildern tiefsten Verderbens, aus einer volle grauenvoller Schrecken em menschliche^ verz zur Auserstchung führt.
Das ist das E)riuldthema feines letzten großen Romans, der „Auferstehung", wie feines berühmten Dramas: Tic Errettung einer Seele, Die große Reinigung unD Erhebung, daß ein Mensch seine Sünden auf sich nimmt und dadurch ihrer leoig roiiD. Das eindringlich, ergreifend zu gestalten, dazu >nuß diese Seele barlnr durch Die Urcueln des Interno geführt n erden. Sehet, so ruft er uns zu, so entsetzlich tief strhr cm Teil eurer Brüder und Schwestern, in s'old»c:il Pfuhle roaten Wesen, Die GoNesgebilde sind wie ihr: sehet ihre Rot, bi- iÄebrechllchkcit und Dai Schmutz dieses niedersten, stumpsesten Menschendasems, seh i in bic abgründige liefe Der leidenden Kreatur, bildet hinunter in die von der Macht Der Finsternis bedrängte Seele, uno schreiet mit mir auf ans dem inbrünstigen Erlofungsbe- Dürinu ber fündigen Menschheit: De profundis clamavi ad te, Domino;
So klingt aus allen feinen Werken ber feierliche Glockenton heiliger Frieden.'.iebe. Der Geist des breiten Volkes lebt ui ihm. da5 ia gewiß etwas überaus Frisches, Mlüftigci und Sympathische^ hat unD zu Dem wir, feinet .Meinung nach, .in Die Schule geh al müßten, nicht umgekehrt das Volk zu uns. Dabei übersieht aber Tolstoi, Daß gerade die breite Maste des russischen Volkes trotz viel unverbrauchter Jugend durch lahrtausendlangc Knechtschaft eine kranke Seele hat uno, trotz allen Auibeg.hrenS ui Dai letzten Fahren und irotz aller „Reformen" einer neuen, angeblich konstitutionellen Regianng, baue wie ernst müoe und matt zu einem bleiernen Himmel auiblidt.
Von wunderbarer Größe ist Tolstois geschichtliche Linbil- oungssturkc Mit furchtbar, r Ueoerzeuguiltzs'ratt beschwor er i>cr- gaagent Dinge wie etwas isesehenes ut seinen hitrorischen Jio- manen betaut AuS den Erzlagern der Geschichte leures Vater- lande, oac Aelgold herainzuholrii, jene vergangenen Jeiten wie eigene Erlebuliie zu la-au.n und Doch mit Dem Zeichen l>eS modernen Tidenfünbigert für unsere J.ü preiswert zu vragen, das auch erscdun ihm wert des Dichters, des vxdankenroardciueü.
Siä selber ehrt die Äelt, wenn sie an diesem feinem heutigen Ehrentage den großen Liopheten von Iaßnaia Poliana ehrt.
AuS Iaßnafa Poliana bcute eingdroffene Meldungen d azen lecher, datz sich bc. Befinden Tolno.s verf chl imm ert hat. Radi Dem letzten Bulletin ist d,e Temperatni erhöht uns Die Lchnnrzc'i haben zugen.inmrn B?>r wollen honen. Daß Die uiigcKi gnlt. 'lörrerkran d - GreijrS ihm noch einmal ictn teiD».n wird überwinden helfen.
Mgen. — Aber barr.u ist noch nicht genug: Auch ber t^nirxrr der 3rar- und DarlehenSkasfe -. i Frauenberg. Lebrer .'-.'rämrt, b2t nicdr.re Tat no Mari i nterfd,legen und in rlüd'rig Avaner gcnoß das unbibinjte t<rtreuen. n^Dirrd) bt? Untersch^agunge, aber Haupt er ermöglich wurden. Man sollte ernstlich bare» aibrn. Die ! . a»u. ..n au ..lernährte" Leute außer Ach: fs taffen und überall eine Verschärfte Kontrolle einführen. wie ri Die Darmstädter Bank seit einla.n Iahrvn eingeführt hat. A« qcrigneiftrri wäre ,u di.f.m Behufc in l eständiger Platzwechsel, Der außer der lldxrwadung den neueren Vorteil bdne, bej Die einteilige Aus.il itg t.amten vermieden würde. Um- terschler-n ..-ero.-n -a audi Da bet Vorkommen können, nur dürft, fie nicht *ur st dendon E rfd-cinung werden
■ Grubenun.llle. Aus oer rietet „Luise Tiefbau" -4 Borup bet I.rtmunD stürzte Der ^.-rtindxidM Kiaus^hal e»U. Acht Bergleute wurden per . ultet, konnten aber tämiiidi unperle® geborgen werden -- 'Auf i;T Eif.nhütl? Phönti bei Tertmum verunglückten :r ..rLe.t.r Dur.-.; anen Einsturz. Einer war i> fort tot, der andere ist fchtver verletzt. — In vi offen ^SacheU wurden in dcn it ...tn ^andgr .en zwei Arbeiter barci tx&. nur um De Sanomassen oersckstittrt und getütet In D-.T i^nbe von A ii i i n A'orvlrankreich erfolgte ein Erdrutsch, wodurch f«rg ©rubenarbeiicr verschütt.t wurden. Ein 1 <i.ibrigcr Arbeiter btu» tot. Die ub: en wurden schwer verletzt
' Tie ‘Jl 11 c n ft e i n e r Cifijier<-Tragobie, die man nach dem Selbstmorde des pauplmanns v. Göden rmd der F«. tctmening Der Iran v. Schönebeck in einer Irrenanstalt h>r at- gefcblolfcn h.ekt, soll wieder aufgeroflt iverden. Wegen Fra, o. Echöndeck. Die toaitm des Ermordeten, wird Anklage wegen A n st i > t u n g , b e z w. B e i h i 11 e zum M o r d ek- hoben. Gegenwärtig ist Fran v Schönebeck noch in einer Irrenanstalt, befindet sich ,edoch auf Dein ’^ege der Beßerung und |cU Demnächst al- oollftänbig geheilt au» Der Anstalt entlassen iverden. Tie AnklagebehorDe steht auf dem StanDpuukt, Daß sie zur Leu der Tat geistig geh'iiD gcroefen sei riud Daß erst nachträglim unter Den Folgen Der LKrtimgeii Der enlfetzlichen Tat ihr Geist sich verwirrt habe.
Wehte Tagcochronik.
Im Manöver verunglückte Der Lliährige Leutnant Forster vorn -t. Vayenjchen Eheoanrlegerregiinente in Burgau (bapciifdi Schwaden) indem er mit dein Rade itürjte. ür starb bald Darauf.
Am Der Tour vom Kaiserin Eliiabetfchuhhaufe nach dem Uebcltalierncn (Tirol) v e r u n g l u ck t e die Touristin Frau Al ende aus Breslau durch einen Sturz über Die Gcsteininafsen. Ter sie begleitende Führer ucrftänDigie Leute in Der Hütte, Die Hilfe leistete.!, sie wurde nach Innsbruck gebracht.
TLirchc unO Schule.
— Eine äußerst nützliche ( o in in u n a I e Ein- richtung besteht in Leipzig. Es wird nämlich auf Koste, Der Stadt zahlreichen Bolksschülern unentgeltlicher Sch w t m mn n t e r r ich t wahrenD Der großen Schulferien gegeben. Diesmal nahmen an Diesem Unterricht rund IOÜj Schu.ec iiiid Schilleruincii teil. Alle bekamen nach icDer Ucbungiftunie auf Kosten Der Stadt ein Frühstück. Als Abschluß Des Kursus wurde em Schwimmsest nut Lchlußprüsung-schivimmen ab- gehalten. Tie besten der Schiv.mmer, etwa 200, erhielten alitbi- denken eine Badehose mit Der Außchrist , Schivimmprets von Der SchrilbehorDe Leipzigs^. Von Den 75 MaDchen, Die Den Kurf ui Durchgemacht haben, konnten 52 als völlig sichere Freischivimmer- innen erklärt >verDen. Tie besten der Schülerinnen erhielten «m Schwimmprei einen i
ICircblidw Nachrichten.
Evangelische öcincindc.
A 'N 11. Sonntag nach -i r i n ,t a 11 i, Den 80. 51 u q u ft: Siotterdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer S d) ,v a b e.
riugteid) Ehnsieutehre hit\ die Reukoufirmierten au3 6c fDlailnä gerncuiDe.
Vormittag- 91. , Uhr: Lic © l a ue.
3n ber Fohanneskieche.
Vormittag- 8 Uhr: Piarrastistcut Becker.
Vormittags D'/i Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Abends v Uhr tut Koufiruiaudenjaal der Iohanneikirch«. Verfamuiiung und yibelbeipredmug.
Rächstktniftigen Sonntag, den G. September, wird Die all|dbr- lid)e Kollekte für d,e Kaiser ^Lilhelm-Siijlung (z»lm Besten öeuiidxt Invaliden) nad) allen oZottesdienstcn erhoben werden.
Sonntag Den 20. Anglist w5amilicn*4lueflug* des Evang, Jünglings- und Männer-Bercini nach vlordeck. Ablahrt 2.U3 Uuc.
Tie Piarrgefchaiie für bic 'ä.'latthäuSgcmemdc besorgt Planer Schwabe, btcjcnigc für die LukaSgeineiude Psarrafsisteut Becker.
Gottesdienst.
€ a in 6 t a g den 2v. August:
Nachmittag- um 5 Uhr und abends tun v Uhr: löelegeuheü zur heil. Beichte.
So ii n t ag den 80. A u g u st, 12. S o n u t a g n a ch P s i u g st en: Vormittags von 6',', Uhr an: toclegcnljeit zur heil. Beichic.
, um 7 Uhr . Tie erste heil. 'Messe.
, um d Uhr: Tte zweite heilige Blesse.
, um 91/, Uhr: Hochamt nut Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
---------------------—
Telefonesche Kursberichte
des Giessener Auzel^er», mitgeteilt von der Hauk für llaadrl und indaetrie, Giessen.
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