Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
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werden. Vom Gesängnisvorstand günstig begutachtete entlassene Ltraigciangene, gegen deren Stellung unter Polizeiaufsicht er sich clbft aus, mach, sollen nnr aul Grund neu hinzugetreleuer, noch nicht m jenem Gutachten gewürdigter Umstände der Polizeiaufsicht unterstellt werden Kursen. Ihre Tauer joll künftig nicht über 6 Monate bemessen sein. TaS Au'enthaltsgebiet kann sich aus einzelne, namhail zu machende Crle erstrecken, aber nicht mehr aus den ganzen Bezirk der Heimatsgemeinde. Zu Polizeiaussicht verurteilte Ausländer sollen in der Regel auS dem Bundesgebiet mi5- gewiesen iverden. Beschwerde bei der ProvinziaUeilnng ist zulässig. Die Distriköbchörde kaiin ihre Entscheidung selbständig ab- ändern oder auch ganz aushebeu. Die Ucberwachung soll in choncnder Weise derart er'olgen, daß der Verurteilte nicht in seinem Fortkommen behindert wird.
richten.
Schotten mit Henn 91alk de Stern in Hersfeld i
lanii Volk in Hörnsheim ■ bad) in Wetzlar. - fc llbshausen. - Herr :bad).
politische Lagcsschcrtt.
Neuregelung der Polizeianfffchl.
Die bayrischen Ministerien der Ju,uz und des Innern haben einen geineinsanicn Erlag herauSgegcbcn, der die SleUiing unter ^-olizeiausiichl nach modernen Grundsätzen regelt. Sie soll künstig n llr mit Rücksicht aus die öffentliche Sicherheit verhängt luerbcn. B ISorläufig Entlassene uni) unbedingt Bcguadigie, gegen die ein Wider-. 1 rui mehl erivarlcl wird, sollen nicht unter Polizciaiissicht gcslellt
jchmidl (Berlin-. , x .
Daraus erstattete Anwalt Dr. Crügcr (Eharlottenoiirg) beit Geschäftsbericht, aus dem hervorzul>ebcn ist, daß iiu) Die Gesainllage des Genossenschaftswesens im letzten Jahre zum -icif verändert habe. Es schienen fiel) die Ansichten über uie Grunde sätze des Genossenschaftswesens zu klären uno zwar im cimU
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49. Allgemeiner Deutscher Genoisenschaftstag.
S. u. H. Frankfurt a. M., 26. Aug.
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"seltsamen Einsall WZ *»' -A>» ZK
• ein gruseliger
! M°nn,dieL neu zwei Wachskeu^ Gebetbuchs ZS r
^.«loschen; L7 l‘d)cme Mändige^ «e einer fröhlichen L mnr IzQiabet immeibm V unh ^l''e tflnM ,uJmü einem KG '^^inbenStS , öb.bie Frau sichZ lltgemtz zu lieben,
5 s^^ösischer $i blchule i|t das Leben r'. c beherrscht alle 1° 'teilt sich dem in deutschen Unibeijuir chtungen hat er genl -schcn Universitäten, c 1 Rus stehen. Tann ci n die Sitten der Stuö^ mrtieren, die dem gern:: lossen sind; einige ttc? ; diese Sitte jedoch jtir iso Ivie die, datz die L Ursachen duellieren, i suchen sie ungesährliü
vglich ist, werden Ao w Kops bleibt nadt mgen aus.
Land, darum sollte man Grund und Boden weder tauseii noch verkaufen können. Das Schlimme aus den öffentlichen Zustinden führt er mit unverzagter nüchterner Wahrhaftigkeit vor, und während er aus die blutenden Wunden weist, reicht cc zugleich Linderung verheizenden Balsam. So erwächst aus seinen Tich- tungcn eine gemischte Gemütsstimmung; bald wird man unendlich erhoben und wunderbar gestärkt, bald int uuietiletc gequält und auss tiefste entmutigt, fast immer aber gejessclt una bezwungen durch die Macht seiner Beredsamkeit. Er fleht zuiw Volke wie die Mutter zum heißgeliebten btinbe. Wie diese ess bald durch ernstes strenges eindringliches Ermahnen zum Guten sührt, bald es an ihr Herz drückt und mit Küssen bedeckt, so vergöttert und beschützt Tolstoi das Volk, um int nächsten Augenblick mit der Macht seiner Aufrichtigkeit bis aufS Alur zu
Ausland.
Von der Königin Wilhclmina. Wie die Zeitung „De Telegraaf" entgegen anderslautenden Rochrnlüen meldet, ilt das Befinden der Königin gut. TcS Blatt sagt hinzu, cs sei nicht unwahrscheinlich, bab binnen kurzem eine M 11 - teilung erfolgen könne, die imganzcn Lande Freude erwecken werde.
In russischen Hofkrei,' en wird von einem bc vo r- stehenden Besuch König Hakons beim Zare n gesprochen. Heber den Zeitpunti der Zusammenkunft der beiden! Monarckien verlautet noch nichts bestimmtes.
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trC 2er Sinn des Lebens ist ihm nicht Lust und Wohlleben-, sondern Arbeit, Kampf, Entsagungen, Leiden, Erniedrigungen^ Verfolgungen. Im niederen, unerzogenen Volke sieht er bie; unversehrte Menschenseele, in den niedersten Klassen erblickt er, ein romantischer 9katuralist, das Ideal. Darum betet er alles Volkstümliche an. Zurück zu Gott sollen wir kehren. Nicht bene Fleische, sondern dem Geiste bienen; der Wille Gottes ist das Leben und Heil aller Menschen, seine Erfüllung gibt das wahre Leben. Wir sollen uns vom Bösen befreien und darum zu jeocr Stunde unseres Lebens eins sein mit Gott. Für einen Menjcyen, der kein persönliches, sondern ein gemeinsames Leben im Willen Gottes lebt, gibt es fein Böses. Tas ist das Evangelium die,eS beichtenden, bußfertigen, selbstverleugnenden Propheten des neuen Paradieses einer glücklicheren, wieder in Gott, dem Guten, vereinten Menschheit, dieses zu fleischloser Kost zurückgekehrten (int- hchtsamkeitsapostels und Naturanbeters — würdig und naiv zu^
Zauberwort „Fortschritt" erkennt er nicht an: Kultur, so urteilt er, bringt den Menschen um die reine Daseinssreude, die das Leben mit der Natur gewähren kann, sie ist die Feindin! alles Glückes. Ebenso sehr ist er entfernt von aller Ehrfurcht vor menschlicher.Intelligenz und politischer und wissenschaftlicher Größe. Er achtet die Wisienschaft und selbst die Knust gering, ja, er spottet ihrer, er, bet unbewusst einer bet größten Künstler unserer Zeit ist. Nur als volksbildnetisckw Macht erkennt er bie Kunst an; wie alles, ist sie s. E. nur dazu ba, Gutes zu tutL Unser Beruf ist es, bie Menschen zu belehren; mir sollen! sie zu bilden suchen, aber wir sollen sie nicht erziehen, denn! Erziehung ist ihm die erzwungene, gewaltsame Einwirkung eine-' Menschen auf den andern in der Absicht einen Menschen zu bilden, wie es uns gut erscheint; Bildung aber ist die freie Beziehung! zwischen Menschen, die auf dem Bedürfnis des einen, Kenntnis zu erwerben, des andern, bie erworbene mitzuteilen, beruht. Darum; errichtete er auf seinen Besitzungen Schulen ganz eigener Artin benen bie Freiheit oberster Grundsatz war; die Kinder durslep kommen und gehen wann sie wollten, der Lehrer unterrichteta unter Tolstois Aussicht über die verschiedensten Disziplinen beliebig lange. Der Schüler brachte nur seine frische Empfänglichkeit mit und bie Hoffnung, daß es heute in bet Schule, ebenso!
Geistigen uns Gehörenden. Und keinen energisck-eren Agitator für seine Ideenwelt kennt die Geschichte der Bölkerbichtkunst. Alles, was an geistig Regsamem, was an Begeistertem seit seck)S Jahrzehnten da ist, versammelt sich in seinem Geiste. Ueberzeugend, packend, begeistcrungsvoll versteht er immer noch feine Theorien darzulegen über den Sinn des Lebens, über Gott und die Welt und bie Auferstehung, über Krieg und Frieben, über Tod, Ehe und Kultur, über Bolkswohlsahrt und Volksbildung, über die Erzielung des Menschengeschlechtes, und, letzthin erst, über die unerbittliche Grausamkeit und das frivole, Tausende und Abertausende von Leben mitleidslos hinschlachtende gegenwärtige sog. russische „Recht" — kurz, nahezu über alles, was den denkenden Menschen erregt und bewegt. Trotz mancher greisenhaften Schrullen, ttotz seiner unverantwortlichen und unverzeihlichen absurden Shakespeare-Lästerung (bie kuriose ,,Kritische Studie" erschien bei Ad. Sponhvltz in Hannover in deutscher Ausgabe, und trotz manches anderen herben und derben, unvorsichtigen und unrichtigen jähen Sck)eltwortes verehrt heute darum doch den einst viel geschmähten, immer aufrechten und aufrichtigen großen Sonderling die gesamte Kulturwelt, ob sich gleich niemand um ihn als Bannerträger schart. In ländlicher Zurückgezogenheir teilt er von dem Seinen mit, lebt er und arbeitet er mit feinen Knechten. Vor wenig Jahren noch trug er Wasser, mähte er, schritt er im Schweiße seines Angesichts hinter dem Pfluge her: machte er Stiefel und setzte sich selbft und seinen Leuten im Zimmer ben Ofen vergeudete er leider einen großen Teil seiner tastbaren, immer der Arbeir gewidmeten Zeit. Denn er Ijaßt das Geld, das er die Wurzel alles Uebels ansieht, und das er, der gräfliche Großgrundbesitzer, verschmäht. Durch Belehrung und Zu greifen mit eigener Hand hilft er den Armen, mit denen er sich in Lebensart und Kleioung zu identifizieren sucht, sowohl um bie tiefsten Tiefen ihrer Gefühlsweise zu ergründen, als viel mehr noch um sich über niemanden zu erheben. Sein Lebenswerk — immer ausgenommen ein paar senile Produkte feiner letzten Jahre — steht da wie ein Epos des russischen Volksgeistes. Er hat diese abgelagerten, wie Tiere verwendeten und verendenden Landarbeiter, bie sich nicht ohne sein Mittun vor kurzem noch aus elendestem Herbendasein durch Feuer und Schwert hinauszuretten mühten, mit dem Blick des Philanthropen und dem Adler- äuge des Künstlers gesehen. Ihr altes, nun wohl ein wenig gemildertes Leid erschüttert ihn immer wieder, und immer wieder greift er mit eiserner öenb bie rauhe Wirklichkeit an. Unb wie ost brachte er sie in grauset Große, ein weinender Warner, mit । flammendem Zorn unb sprühenben Farben zu dichterischer Darstellung. Seine besten Werke entsprangen einem großen fcerjen voll allumfassenden Mitleids, voll tiefen Grams um ba5 Dunkel, i das, heute wie einst, über Rußland schwebt. Immer herrscht , in ihnen das Element des Gebrückten, Erniedrigten, Düstern vor, immer bleibt er der öffentliche Ankläger. Er hofft unb verzweifelt, kämpft unb verzagt, verliert aber bas Dolkswohl nicht ; aus dem Auge. Tie Besitzenden klagt er an und erklärt den • persönlichen Grundbesitz für ungerecht. Weit geht er über das phvsiokratische System hinaus und gibt dem Amerikaner George ; reckt; alle Menschen haben nach feiner Ansicht Anspruch auf das
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Tie Zuknvft Marokko?.
In Marienbad Haden sich König Eduard, J-wolsky unb Elemeneean am 26. August recht eingehend über Marokko unterhalten. Wie verlautet, soll folgendes vereinbart worden sein. Die Vertragsmächte von Algeciras sollen sich einigen, Muley Hasid anzuerkenucn, wenn Garantien für die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse geboten und eine Verwallnng nach enropäischem Muster unter Kontrolle der europäischen Mächte emgesührt werde unter Wahrung der religiösen Eigenart und Schaffung eines Wehrsystems und einer Art Gendarmerie nach Art der in M ao c bo n ie n bei Bekämpfung des Bandenwesens verwendeten. Es soll vorgeschlagen werden, daß die Algecirasmächte sich durch eine neue Konferenz oder diploinaiisckye Rundschreiben über diese Fragen einigen. Eine im „Ternps" veröffentlichte dkole besagt, daß auch die f r a n-ö f i fch e unb bie spanische Regierung ihre Ansichten bezüglich ber in Tanger erfolgten Proklamation Muley Hafids ansgeiauscht hätten. Der „^.emps" glaubt zu reinen, daß die sranzösisdye und die spanische Regierung, die zur Zeit die außerhalb der Wahrung ihrer Scnderinteressen auf ihnen ruhende VcranUrvrllichkeit in Erwägung zögen und bie sicher feien, im Sinne aller Signatarmächte zu hanbeln, gegenwärtig die als unerläßlich betrachteten gerne infamen Garantien aller fremden Imeressen prüften. Es hat also den Anschein, als wenn es nun doch zu einer neuen Algeciraswnfcr.mz Kimmen werde.
Graf Leo Tolstoi.
Zum 28. August.
Von Paul Wiltko.
Nachdruck verboten.
Man hat in den letzten Jahren viel davon geredet und viel ’n tarnm gerungen, daß der Naturalismus in der Kunst aufhöre zu ■ euinteren. ES kamen Jüngere, die uns durch ihre ilun|t ans E cunen hohen Berg führen wollten, um uns die Schönheiten des ■ ü -bcii-s wieder in erhabenen Symbolen zu zeigen, die über den H Mennigen der Wirtlichkeit eine sog. Höhenkunst errichten wollten. U lUb ihr tapfer Tun unb Sieben bticb nicht ohne Erwlg. Im Gegeu- p teil. Tatsächlich ging es allgemach mit bem absoluten Naturalis* mius zu Ende, unb nur einzelne Spätlinge schießen jetzt bis- iDoiücn noch hier unb da aus. Einen großen naturalistiicheii Kornau, von dem die Welt spricht, hat Deutschland Nicht hervor- gebracht seit Grimmelhausens „>simplicissimus".
Anders das Ausland. Ta leuchten uns zwei ganz große Minen entgegen: Zola und Tolstoi!
Gras Leo Nikolajewitsch Tolstoi wird heute 80 Jahre alt. Wn Goethes 79. Geburtstage, am 28. August 1828, ift er in ^iSnaja Poljana, dem Erbgute seiner Mutter, einer aeb. Fürstin Iboltonslaja. zur Welt gekoimnen. Die Natur hat ihn im iLcußereu arg vernachlässigt. Der große Poet war allzeit ein cujiallcnb häßlicher Mensch und ist.doch eine hinreißende, ubcr- inenschliche Erscheinung, in dem europäischen Kunftkonzert de» Hörigen Jahrhunderts einer ber ersten Geiger, eine ewig lebende Seele, die unermüdlich noch im höchsten ©reijenaltcr ringt, ein Voßes Volk aus stets beängstigender und gesahrreraier o’Utiterniö ist freiem Leben zu erwecken in 2u[t und einer
ir.:ucn Christenheit. Sein allerbarmendes Herz hat seine cigenen - eoigen Gesetze, die man, will man sie kennen lernen, ergrunben muß, wie inan die Wunder bet Natur kennen zu lernen unb zu
3 An feinem heutigen Ehrentage, an bem bte SJelt S’J bem Nvchgerabe fast mythisch gewordenen warnenden unb mahnenden Arvpheten auf einfamem, weltfernem Lanbsitze in c iifurchtsvoll blickt, kann Tolstoi auf eiN Leben ouruMaucn, b'iö in harter, grausam ernster Arbeit bestand, vollrr Freud und ^ id, voller Liebe und Haß, voller . Ruhm .uud ^pott wie das teniger Söhne Gottes, das Leben einer großen ^etle, mc Doller L -vßen Sinnes ist und die, nach ihrem Glauben, der ^od nicht ^“Soliioi ertennt sich selbst at3 bie Statt bes » bas durch iln gehl und in die er Überzugehen bereit ist. . Tod ist ihm lucht furchtbar. „Tie Isolierung des Geistes, die vonder r>orm - - h rrüljrte. durch die ich ging, hort aus, und ich vereinige mich lnit allem. Ick) begann cs vor kurzem, zu ^lln — daß, taiii ich sterbe, ich durchaus nicht sterben, sondern m allem an b ^Dock^heute^ift kein Tag der fernab zu metaphysischer Tröstung sah wendenden Trübsal, soiideru em ^ag der <yccubc des lrcu.
: b gen und stolzen Gedenkens an Tolswi, den untir unv uod) mit Aid und Leben, unb nicht nur „in allem anbern , ui allein
uahutte.
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Die heutige erste H a u p t v e r s a ni in l u n g des OR'nossen- schaststages erossnete Kgl. Rat Direllor Probst '.'Jtüii 'h p. . Namens der staatlichen Behörden, der preußischen '.'.'Znisterieiü der Finanzen und der ösfentlichen Arbeiten, der h eH i s eheN, württembergischen und badischen Ministerien begrüßte Geh. t ber - Reglerungsrat Tr. Franke (Berlin die Versammlung, indem er vor allem Schulze-Delitzschs gebenit, unter dessen Namen man in diesem Jahre tage. Es sei zu begrüßen, daß man gestern em erneutes Bekenntnis für die bestens bewährten Giunchatze von Schulze-Telitzsch abgelegt habe. Selbsthilfe und Gelbstvec- antwortung feien die beiden Prinzipien, auf denen allein sich ein gesundes Genossenschaftswesen aufbauen könne. Auch Die s.aat - lieben Behörden hätten dies anerkannt. Wenn man dcimoch zur staatlichen Unterstützung hier und da übergegangen sei, fo iml'- dies lediglich kxn Zweck gehabt, den Genossen,äiaftsgeda.ik:, h.iicui- zutragen. Man habe aber nicht,den Hintergebanlen gehabt, hierdurch eine Beschränkung der bestehenden Genofscnschajten bei bei* zusührcn. Wisse man doch eben sehr genau, daß der Genossen- sck-ajtsgedanke einen Teil der Voltserzichung üudmaci;c. Redner überbrachte im Auftrage des Königs von Preußen dem Vorjitzenden dec Tagung Kgl. Rat Probst (München- den Kroneriorden btu und wünschte den Verhandlungen einen gedeihlichen Verlaus.
Tarau, begrüßte namens der Stadl Frankfurt c. M. Birger- meister Grimm den Genossenschaftstag, namens dir Frankfurter Justizbehörden Oberstaatsanwalt Humppertz, für die frankfurter Handclskaninier G-eh. Kommerzienrat Andreae, ,nr bic Frankfurter Akademie der sozialeu und HanoclSwifs-nsthast ^cv!. Pohie, für das RcichSbantdireltorium Direktor Beling. (*>r<n;F- furt a. M.«, für den 'Reichsverband der Teut^chen Landwirlfch .stE. Gcnofs'enfchaiten Geheimerat Haa-.- (Tarmstadt, für bcu Allg.
der österreichisch-ungarischen MonarcI''? K'cylrr
Deutjehes rTereh.
Ter Reichsanzciger teilt in seinem amtlichen Teile die Ernennung des Reichsbankpräsidenten Haven stein zum Wirkt. Geheimen Rat mit dem Prädikat Exzellenz mit.
Der frühere n a t i o n a l l i b e r a l e Ä b g. K' e 11 e r ist in Würzburg gestorben. Keller venrat in den Jahren 1890 bis 1893 den Wahlkreis Rothenburg o. T. im Reichstag. Dem daher. Landtag gehörte er vom Jahre 1893--1904 an.
Tie Berliner türkische Botschaft teilt bem „L. A." mit, baß der Botsck-aster 'Jlljmcb Tewfii-Pafcksa nach erfolgter Genehmigung seines Abschiedsgesuches durch den Sultan am 15. September Berlin verläßt.
Keine Herb st reise des Kaisers nach England. Die „N. A. Z." ist zu der Erklärung Rniiächilgt, daß bei der Zusammenkunft des Kaisers mit bem König von England von einer für den kommenden Herbst geplanten Reife des K'aifers nach England mit keiner Silbe die Rede geivefen ist.
Die Beurlaubungdes Regierungspräsidenten von Schleswig. Es steht nach dem ,Lok.-Anz." fest, daß Regierungskräsident von Dologa-Kozicrowski (Schleswig, der seit einer Woche beurlaubt ift, nid>t wieder auf feinen Posten zuruck- kehrt.
Die deutsche Militärverwaltung hat Wright em- geladen, nad) Berlin zu kommen und hier mit seinem Acroplan Flugproben auszuführen. Bekanntlich wollten die Brüder Wright
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i$crte, die Eure Majestät soeben an das Korps gerichtet haben, tun untertänigsten Dank chrsurchtsvollst zu Füßen legen zu dürfen. Tie gnädige Anerkennung, die das Llorps gesunden hat, wird ihm eil Ansporn sein yu erhöhtem Diensteifer. Eurer 'JJZajcftät darf ich versichern, daß das 16. Armeekorps, das ja aus Söhnen fast aller Gaue des weiten mächtigen Rcid>es Eurer Majestät besteht, ■ mti gleid-rm Kriegseifer beseelt ist und vor allem getragen toiro ■ »n der innigen Liebe und Verehrung zu unscrem^alierhöchsten ■ Kriegsherren. Ich bitte, der Gesinnung, die alle Truppen, die ■ i)--ute in Parade gestanden haben, liegen, Ausoruck geben zu bür,"en, ■ iribcm id) Sic bitte, bas GlaS zu erheben unb mit ihnen zu 1 cifen Seine Majestät unser allergnäbigfter oberster Kriegsherr .. vjurrab! Hiirrah! Hurrah!"
Tie Rebe des Kaisers hatte folgenden -Wortlaut: „Unter ■ »en Augen Seiner YDiajcftät des Königs von Sachsen, Seiner Kö- ■ n igliehen Hoheit deS Prinzen Leopold von Bayern hat das 16. Ai> ■ n ieekvrps beute seine Probe auf f. .ne Disziplin in dcr Parade be-
H li andeii. Das Korps hat einen vorzüglick-en Eindruck geniack>t
u.nb id) fpred;e noaynalS den Herren meinen Glückivunsd) aus, irbem id) den anderen Wunsch hinzufüge, daß es stets ber hohen
'! 'ujoabeu, die feiner harren, gerecht werden möge und stets,
ie;t Krieg und int Frieben, sich meine Zufriedenheit erhallen 0 ie'Öqc. Ich trinke au, das Wohl des 16. Armeekorps. Hurrah!
Öurrab! Hurrah!"
chon vor längerer Zeit ihren Aeroplan der batiidK:i i ‘t waltung Porfübren. Damals,'cheitcricn jedoch die -verband,ung weil dir Erfinder eine Ztantion von einer Million verlang:.u.
Der Kaifer in Metz.
Gestern früh um 10 Uhr begann au, bem großen Exer- l erplatze bei Freseali bie Parabe über bas 16. Armeekorps unb He in Metz stehenden bayerischen Truppenteile. Mit dem Jftiifcx i Iten ber Kronprinz, in ber Uniform feines bayerischen lllanen- Regimentes, bie Kronprinzeffin in schwarzem Reitkleibe mit schivarzeni Dreispitz, unb die Prinzen Eitel Friedrich, August Wil- brlm unb Oskar. In ber Mitte bes Platzes übergab ber Kaiser d £ neuen Fahnen deS Korps mit einer ?lnsprachc ben Komman- i curw ber betressenden Truppenteile. Es folgte das Abreiten der tytonten des 5torpd. Der König von Sachsen, ber Großherzog twn Baben unb Prinz Lcopolb von Bayern ritten bie Fronten ber Tnippenteile bet betixfienben Bundesstaaten mit ab. Die Parade juntb unter bem Kommando bes Generals ber Infanterie von i-Tittivib unb Gasfron.
Bei ber Paraoetafel brachte der Kaiser einen Trinkspruch auf bas 16. Armeekorps aus. Der tommanbierenbe Ge- iiurat v. Prittwitz unb Gaffvon antwortete mit einem Toast auf Dm Kaiser. Nach ber Rede bes Kaisers spielte die Musik bcu Frischen Marsck>, nach derjenigen bes Generals bie Nationalhymne. Nack) ber Tafel hielten die Majestäten Cercle ab. Die ijtabt hot wiederum illuminiert, nod) allgemeiner als gestern.
Die Rede des Generals v. Prittwitz und Gaff- ton bei der Paradekasel lautete: „Eure Kaiserliche und Königliche Äiajestät wollen gnäbigi't gestatten, baß ich im Namen bes 16. Armeekorps, an besten Spitze mich die Gnade Eurer Majestät g-fitellt l)at, sowie im Namen der Königlid) bayerischen und Kö- ttiglid) sächsischen Truppen, die heute mit bem Armeekorps unter b<n Äugen Eurer Majestät paradieren durften, für die gnädigen
Bcamtenverein ........-----------
(Wien-, für die Handels- und Gewerbekammer Wien Ma mm errat Gustav Richter. Als Vertreter des ^Verbandes dec franzofijll.'eic Vollsbanken begrüßte in deutfcher Sprache Prof. Dr., Dmvnr- Mantellc (Paris- den Kongreß. Im Auftrag der englifcheu ' - nosicnfchaften sprach alsdann Wolsf (London,-. (jä: die Gei ll- sck'ast zur Verbreitung von Volksbildung überbrachte deren ivc- ncraljefrctär Tews ^Beilin) Glückwünsche. Für den Verbund der Hirsch-Tunckerschen Gewerkvereine sprach Redakteur Gold^
Nr. Erstes Blatt 158. Jahrgang Freitag Ä8. August 1908
Der Gießener Anzeiger SezugSpretsr
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InnaDmc von Anzeigen V 1 ö ! I u. fianb" unD „<Äencht4-
Rot<rtfen$6rnl und Verlag derBrül)H»en llnlv.'Such. und StelndrnSerel. kl. r-uge. Heöattfon, Lspedlilsn und vruckerel- §chu!stratze 7.
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