Innerhalb 14 Tagen wurden von der Schuljugend 51 67u Mäuse eingeliefert. Fleißige Vertilger haben auf diese Weise 20 Mk. und mehr verdient und die Gemeindckasse wurde um 516,70 Ml. erleichtert. Dazu hat die fortgesetzt feuchte Witterung noch gar manchem Mäuslein den Garaus gemacht, so daß von ihren Verheerungen fast nichts mehr zu merken ist.
Biedenkopf, 23. April. In Schüllerhanimer bei Berleburg fiel das 3jährige Söhnchen einer erst seit kurzer Zeit verwitweten Frau in den hochangeschwollenen Bach und ertrank. Die kleine Leiche hing an einem Weiden- stumpf.
fc. Kassel, 22.April. Die Firma Henschel L Sohn hier hat von der bulgarischen Regierung einen Auftrag aus Anfertigung von 13 schweren Güterzugs, lotoMotiven erhalten. — Der 28 Jahre alte Brauer Wilhelm Braun ist im hiesigen Landkrankenhause, wo er seit Februar d. I. in Behandlung gewesen, an Genickstarre verstorben.
Berlin, 23. Aprrl. Zu dem Bankgeschäft von Glabbeck de Laet u, Co. in Amsterdam wurden für 110000 Mark Baargeld und Effekten gestohlen. Gestern wurde hier gegen einen der drei Einbrecher, (vor der 3. Strafkammer des Landgerichts I) den 23 jährigen Kellner Kohlhoff verhandelt. Das Urteil gegen denselben lautete auf 6 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Policeiaufficht. Der zweite der Einbrecl>Lr, der Steindruckcr Gorski, beiindet sich im Irren- Hause, während der dritte, der Kellner Kißling, in Luxemburg verhaftet und denr Gericht in Amsterdam ausgeliesert tvurde, wo demnächst seine Verurteilung erfolgen toird.
VerinLschtes.
* Dreißig französische Studenten weilen z. Zt. in Berlin. Sie wurden am 22. ds. Mts. von dem Rektor der Berliner Universität, Geheimrat Stumps, in der Aula empfangen. Stumpf zog in seiner Begrüßungsansprache eine interessante Parallele zwischen Deutschlands hohen Schulen und der Sorbonne. Er begrüßte den Besuch der französischen Studenten als einen wichtigen Schritt zur Herbeiführung eines engeren Anschlusses der beiden ^Kulturvölker, die gegenseitig voneinander lernen können. Zum Schluß wünschte der Rektor den französischen Kommilitonen einen fröhlichen Aufenthalt in Deutschland und sprach die Hoffnung aus, daß die freund- sä-aftlichen Bande, die zwischen den deutschen und französischen Studenten in diesen Tagen geknüpft werden, von Dauer sein möchten. Den Dank der Gäste stattete Professor Andler von der Sorborne in einer kurzen, in deutscher Sprache gehaltenen Rede ab. Er stellte sich als ehemaligen Schüler der alma mater Berolinensis vor. Er pries die hohe Stufe, auf der deutsche Wissenschaft und deutsche Lehrinstitute ftonben, und sprach von der Hochachtung, die das gesamte Ausland vor der deutschen Universität und ihren Lehrern habe. Professor Andler kennzeichnete dann den Zweck des Besuches: die französischen Gäste wollten die vorbildlichen Einrichtungen Deutschlands kennen lernen, um nach ihrem Muster in der Heimat an die Gründung ähnlicher Institute gehen zu können. Außerdem sei der Wunsch, den deutschen Kommllitonen, von deren fröhlicher Geselligkeit und ernstem Fleiß sie soviel gehört, auch persönlich näher zu treten, die Triebfeder dieser Studienreise gewesen. Nach dem Empfang in der Aula begaben sich die französischen Studenten, die zum Teil Sammetkäppi mit farbigem Fakultätsband trugen, nach der Auskunftstelle der Berliner Finkenschaft. Dann wurden die Lesehalle, die Universitätsbibliothek und die Seminare besichtigt. Ein Besuck) des königlichen Schlosses schloß sich an. Am Abend fanden sich die Gäste mit ihren deutschen Studiengenossen und den Mitgliedern der deutsch-französischen Gesellschaft im Hotel Adlon ein, wo nach einem Konzert ein Souper yattsand.
• 6 000 000 Gehalt. Guggenheims aus Frankfurt, die Inhaber großer Kupferminen in allen Teilen der Welt, die auch ein Geschäftshaus in Newyork besitzen, haben das Gehalt ihres ersten Mmen-Jngenieurs John Hammond, des bekanntesten Goldsuchers der Welt, um 3 000 000 Mk. erhöht, nachdem er bereits vorher dieselbe Summe als Fixum bezogen hatte, um ihn m ihrem Dienste zu behalten. Hammond war lange Zeit in Südafrika und hat seine Karriere unter Wernher und Beit begonnen, die ihm so große Erfolge einträgt.
Kleine Tageschronik.
In der Nähe von M ü n cb e n hat ein Säbelduell zwischen einem Offizier und einem Bürger aus Kempten i. A. statt- gefunden. Beide Duellanten würben schwer verwundet.
In Gelsenkirchen wurde der Bergmann Otto Koch von zwei jungen Burschen, die unerkannt entkommen sind, ohne weiteres n i e b e r g e ft o d) e n ; der Ueberfallene war sofort tot.
Ein Bauer in U 11 e n h o f e n in Niederbayern trug einen Kübel mit 20 Pfund Schießbaumwolle, wobei er eine Zigarre rauchte. Durch einen Funken der Zigarre erfolgte eine Explosion. Der Bauer erlitt tödliche Verletzungen.
In Jena wurde Rechtsanwalt Alberti wegen Veruntreuungen im Amte verhaftet.
Im städtischen Museum zu Essen wurde ein Gemälde von Gerhard Jansen zerschnitten. Vor einigen Tagen wurde dort eine Christusskulptur beschädigt.
Das Frecherrlich Guttenvergfche Schloß in Oberfranken> ist mit allen Kostbarkeiten niedergebrannt. Auch die Schloßkirche und das Schloßarchiv wurden ein Raub der Flammen. Das Feuer ist durch eine „ewige Lampe" in der Schloßkapelle entftanben.
Eine unlängst in Hamburg verbotene Freidenkerversammlung wurde auch in Harburg verboten.
Vier Wiener, die am Ostermontag eine Besteigung des Schneebergs unternahmen, werden seither vermißt.
In Zürich wurde die Inhaberin eines Restaurants von ihrem früheren Liebhaber erschossen, weil sie sich mit einem anderen verlobt halle. Der Mörder tötete sich dann selbst.
In der Passage Jousfroy zu Paris ereignete sich infolge Gasausströnrung eine heftige Explosion im Geschäfte eines Deutschen namens Joachim. Dieser wurde ziemlich schwer verletzt, während zwei im Moment der Explosion in der Passage weilende Damen durch herumfliegende Glassplitter leichtere Verletzungen erlitten.
Die in Lemberg verhaftete Mutter des Mörders des Grafen P o t o ck i begann mit einem Hungerstreik, um den Tod herbeizuführen. Da sie sehr geschwächt ist, wurde sie in das Gefängnisspital gebracht.
Wie aus D e b r e ez i u gemeldet wird, wurde dort gegen die Frau des Landwirtes Peter Klß die Anzeige erstattet, daß sie zwei ihrer Kinder ermorbet hätte. Die Untersuchung ergab, daß die Frau mit Hilie ihres Galten alle zwanzig von ihr bisher geborenen Kinder im Alter von einem Monat bis zu einem Jahre erwürgt hat. Beide Gatten wurden verhaftet. Sie gestanden, die Kinder ermorbei zu haben, weil sie sie der Not nid)t ausjetzen wollten.
Am 21. April wurden in der Nähe der ungar. Eisenbahnstation V a l k a n y durch einen heftigen Orkan 21 Waggons eines Güterzuges u m g e st ü r z t. Auf derselben Station gerieten duich den Sturm vier weitere Güterwagen ins Rollen und wurden mehrere Stationen weiter-getrieben. In Valkany stürzte der Turm der Kirche em.
In Kopenhagen erregt es peinliches Aiifsehen, daß das „Extrablatt" große Karikaturen der Könige von Dänemark und England und der Prinzessin Viktoria veröffentlichte. Der begle tenbe Text verspottet König Eduard und Prinzessiin Viktoria in äußerst icharier Weise.
Der millionenreiche schottische Großgrundbesitzer und ehemalige Oberst der englischen Armee Chapman hat sich mit der ungar. Schauspielerin yl u v e l i e Ney, Mitglied des Volkstheaters zu Budapest, standesamtlich trauen lassen. Chapman hat seiner Gattm 800 000 Kronen zum Geschenk gemacht und sich kontraktlich verpflichtet, ihrem weiteren Austreten auf der Bühne kein Hindernis entgegen zu stellen.
Qan&el und Verkehr, Volkswirtschaft.
Berlin, 22. April. Der „Neichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach in nächster Zeit Noten der Reichs bank .über 1000, 100, 50 und 20 Mark zur Ausgabe gelangen, die vom 7. Februar 1908 datiert sind.
Essen, 22. April. Der rechnungsmäßige Kohlenabsatz betrug int ersten Quartal 1908 bei 753/a Arbeitstagen 17 399 205 To., arbeitstäglich 230835 To., im gleichen Quartal das Vorjahres bei 747s Arbeitstagen 16 353 649 To., arbeitstäglich 220 623 To., mithin 1908 'gegen 1907 mehr 1045 556 To., arbeitstäglich mehr 10 212 To., gleich 4,63 Proz. Von der Beteiligung, welche sich auf 19 470 261 Tonnen (im Vorjahre 18 865 610 To5 bezifferte, wurden demnach abgesetzt 89,36 Proz. (int V. 86,68 Proz.i. Der Versand in Kohlen betrug bei 753/s Arbeitstagen 14 058 823 To. (L V. bei 74Vs Arbeitstagen 13 115 964 To.), in Koks bei 91 Arbeitstagen 3 595 791 To. (i. V. bei 90 Arbeitstagen 3 708 375 To.), in Briketts bei 753/s Arbeitstagen 800 815 Tonnen (i. V. bei 74Vs Arbeitstagen 646 308 To.). Tie Förderung stellt sich insgesamt auf 20808 025 To., arbeitstäglich 276 060 To., also gegen das Vorguartal um 3081 To. höher und gegen das gleiche Quartal des Vorjahres um 12 993 To. höher. Tie gegen Februar eingetretene Abnahme des rechnungsmäßigen Absatzes von arbellstügllch 5,61 Proz. ist erheblich größer als der Förderrückgang, der arbeitstäglich nur 1,92 Proz. betragt, was dadurch Erklärung fittdet, daß die kokserzeugenden Zechen dazu übergehen, die überschüssige Erzeugung auf Lager zu nehmen. Tie Abschtvächung der Marktlage hat sich auch im Kohlenverfand bemerkbar gemacht. Das Ergebnis darf noch als befriedigend bezeichnet roerben. Einen befriedigenden Verlauf nahm auch der Brikettversand. Auf die Beteiligung wurden 99,17 Proz. gegen 102,09 Proz. im Februar und 93,54 Proz. im ?Närz 1907 abgesetzt. Wenig erfreulich gestalten sich die Absatzverhältnisse für Koks. Bon der Beteiligung wurden 77,67 Proz. gegen 91,16 Proz. im Februar und 96,85 Proz. im März 1907 abgesetzt. — In der Beiratssitzung des Kvhlensyndikats wurde beschlossen, die Umlagen für Kohlen, Koks und Briketts für das zette Vierteljahr 1908 in der ■ bisherigen Höhe bestehen zu lassen.
Düsseldorf, 22. April. Ter Versand des Stahlwerk- vcrbandes im Mävz betrug in Produkten A 486 348 To. (givh- stahlgewicht) gegen 420508 To. im Februar d. I. und 508 309 To. im Mürz 1907. Von dem Märzversand entfallen auf Halbzeug 13198u To. (108 854 To. im Februar d. I. und 147 769 To. im März 1907), auf Formeisen 155 521 To. (104 092 To. im Februar d. I. und 152 372 To. im März 1907), auf Eisenbahn- moterial 198 841 To. (207 562 To. im Februar d. I. und 208 168 To. im März 1907). Ter Versand von Halbzeug stellte sich rund 23 000 To., der von Formeisen rund 51 400 To. höher als im Februar d. I., während der von Eisenbahnmaterial um 8700 To. zurückbl'ieb.
Gießcuer Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 24. April: Wechselnde Bewölkung. Niederschläge, stellenweise Gemüter. Kühl. Weslllche bis nördliche Winde.
Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brorpreise am 22 April 1908.
GxrginaL-DrahtmeLSungen.
Höchste Schlachlviehpreise rn F r a n k i u r t a. Al.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schrveiire
50 Kg. Schlachtgewicht 76—80 Alk.
', Kg.Schlachtgew. 98—100V'.
'/, „_______„______63—00 „
*/, Kg. 76-84 Psg.
7, , 70-80 .
7, v 60-76 ,
Getreidepreise in Mannheim
■ 1 ' ' ■ ---------1-----------
Brotpreise in Gießen
Weizen 100 Kg. oO.tü-OO.UU Mk. eggen 100 Kg. 00.00-OO.uO Alk.
Weißbroi 2 Kg. 62 P,g. ' Schivarzbrol 2 Kg. 58 Psg.
München, 23. April. Harden und Bernstein berieten über die voil ihnen weiter zu beobachtende Taktik. Sie beschlossen, sofort eine eingehend motivierte Meineidsanzeige gegen den Fürsten Eulenburg bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu erstatten. Wie ?; heißt, wollen Harden und Bernstein auch gegen den Grafen Moltke eine neue Aktion unternehmen. Sie glauben, schwerwiegendes Material in den Händen ju haben.
Wien, 23. April. Aus Bialer wurden 40 Gendarmen telegraphisch nach Burzacz berufen, wo unter den ruthenischcn Bauern Unruhen ausgebrochen sind.
Paris, 23. April. Nach einer Meldung des Eclair auS Monaco ist Fürst Albert noch immer leidend, und zwar soll seine Krankheit den Charakter der Neurasthenu tragen. Der Fürst soll ab und zu von Wahnideen befallen werden und wie Personen seiner Umgebung behaupten, zu Zeiten sogar Zeichen von Geistesstörungen äußern.
Petersburg, 23.« April. Der Erfolg der Reisen des Fürsten Nikolaus von Montenegro besteht in. der Zusicherung einer unverbindlichen diplomatischen Unterst ützung der Bahnpläne des Fürsten, ferner in ber Bewilligung einer Privatanlei he aus dem Domänen« Fonds und einer jährlichen Unterstützung von 300000 Rubel für Militärzwecke.
N e w - Ä o r k, 23. April. Das Attentat auf Eabrera wurde von Kadetten des Polytechnikums verübt, die die Ehrenwache bildeten. Sie gaben eine Salve auf den Präsidenten un) den Stab ab. Mehrere Personen wurden getötet, Labrerc wurde mehrfach leicht verwundet. 8 Kadetten sind foforl erschossen worden.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir unsere seither von Herrn Gustav Wohlmuth geführte Agentur für Gießen und Umgebung nunmehr Herrn
Albin Klein, KMMmi,
Seitersweg 83 — Telefon 362 übertragen haben.
Das unserer Firma durch unseren seitherigen Vertreter entgegengebrachte Vertrauen bitten wir, nunmehr Herrn Albin Klein zuwenden zu wollen und wird es dessen Bestreben sein, sich durch prompte, gewissenhafte, fachmännische und billige Bedienung die Sympathie unserer geschätzten Kundschaft zu erwerben.
Frankfurt a. M., den 22. April 1908.
Hansen stein & Vogler A.-G.
, Aelteste Annoncen-Cxpcdition.
Im Anschluß an die vorstehende Bekanntmachung der Saaicnstein & Vogler, A. G., Frankfurt a. M., halte ich mich den verehrt. Inserenten zur Besorgung etwaiger Anzeigen für alle in Frage tonunenbe Zeitungen bestens empfohlen und stehe auf Wunsch gerne zu persönlichen Anslünsten, sowie kostenlose Lieferung von Kostenvoranschlägen, apparten Annoncen - Entwürfen 2c. zur Verfügung. Ihr*3/,
Ich bitte um das geneigte Wohlwollen der verehr!. Inserenten, das ich durch gewissenhafte und billige Bedienung in jeder Weise rechtfertigen werde.
Gießen, den 22. April 1908.
Albin Klein, Buchdruckerei.
I —
KeiiamUmaHung.
Betr. : Feldbereu.rgung in dcr O/cmaiuing Queckbom; hier Stellung des Geländes zur Nebenbahn Gvünverg-Lich.
In der Zeit vom 24. bis einschließlich 30. April If. Js. liegt aus dem Amtszimmer ber Grvph. Bürgermeisterei Qucct - dorn
das Abschätzungsverzeichnis
sowie die geschoßweise Zusammenstellung ber voraussichtlich in das Bahngellmde fallenden Obstbäume
zur Einsichtnahme offen.
Einwendungen hc.rgegen sind bei Meldung des Ausschlusses im RellamatiouL.^rmin am 1. Mai I. I., vormittags von 11 bis 12 Uhr auf Gcoßh. Bürgermeisterei Queckvoru schriftlich errr- zureichen. 4
Friedberg, den 22. April 1908.
Ter Großherzogllck-e Fttdvereungmrgskommijsär:
Schnittspahn. ä.r .samtmann.
Donnerstag, d. 21. Mai 1908, nachmittags 3 Ugr, wird aur hiesigen Onogericht tue der August Heuendem wjenau Hermine geb. Rohde uebcnüc Parzelle der Gemaitüng Gienen: 2/164,7=007 qm Ho freite links der Ehaufsee, D'J/4
öffentlich mentbietenb versteigert, öicuen, den 8. April 1908. Grogh. Ortögericht Gießen.
___________GrvS.
Versteigerung einer Aktie.
Freitag, den 24. ds. MtS., nachmittags 2 LUn, wird in meiner AnrrSstube, Bahichofftraße 60 I., eine Aktie der Atuengesellschast Barniweite unb chemische Fabrik zu Richels- dorier-Hütte üuei IjOO Wit", gegen Barzahlung versteuert.
Geißler, Gerichtsvollzieher.
K92/07
Donnerstag, bett 21. Mar 1908, nachmittags 3 Uhr, werden aus blesigem Ortsgericht öie vor dem Namen des Gengtiagel, Carl Wilhelm u. Ehefrau geb. Kllngel- hoefser stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen:
1/982 — 101 qm Hosraum mit
Scheuer in der Neustadt, 1/983®/™ = 49 qm Hofraum mit
Oekonomlegeväuden das., 1/985=156 qm Hoi reite daselbst, U9861/io=68 qm Einfahrt daselbst, 1/981=105 qm Ernrahrt daselbst «von dieser Parzelle der den Carl Wilh. Gengnagel Eheleuten zustehende Anteil von Vio), öffentlich mentbietenb versteigert. Gteßen, ben 7. April 1908.
Gr. Ortsgericht Gießen. Gros.
B^rgclmm; von Banarvellen.
Tie für die Erbauting eines Schulhauses nebst Abortgebäude und Einfriedigung m Heuchelheim erforderlichen Arbeiten unb Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden.
Die Angebotsuiiterlagen liegen auf dem Büro de§ Unterzeichneten Zimmer Nr. 18 während den Dlenststunden ziir Einsicht der Interessenten offen.
Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind ver-- schlosien und portofrei bis spätestens Samstag, dctt 25. April lfd. Js., uachmiitags 3 Uhr auf Grotzh. Bürgcrmclstecel Heuchelheun einzureichen, woselbst die Eröffnimg in Gegenwart etwa erschienener Bewerber ersolgt.
Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maiirerarbeilen . . . . jtt 8217,06 Sleinnietzarbellen , 1402,64 Ziinmerardeilen „ 2181,45 Dachdeckerardelten. ..... , ■ 1582,21
Spenglerardeiten 328,45
Schlosserarbeiten ...... „ 692,50
Malerarbeiten ....... ,, 949,81
Schreinerarbeiten 4171,70 Weißbinderarbetten ..... , 2083,95
Tapezlerarbeitcn 134,00
Eisen- und Röhrenlieferung . . . „ 1039,02
Elsenbetonarbelten „ 390,00
Gießen, am 16 April 1908. Der Großh. Kreisbauinspcktor des Kreises Gießen Bt8/4 I. B. Kalbfleisch.
Stolle.
K26/08
B°/<
qm Softerte auf bo
Reichensand, &aj,.
1/763,1=4.1 qm cvrabgarenua vsseiitlich mciiibicicnD vcilttiö
G.eßen, den 8. Apnl E
Gr. Ortsgertcht (Sieben-
Gros-
K 37/08 21 & :
Donnerstag, den ,
190», liachnnttags 3.Mr, die zur ztonlursma„e 1
Ä- E. Theodor l'onjflg , Grundstücte der Gema
Todes-Anzeige.
Gestern morgen lO'/z Uhr entschlief sanft unser lieber Gatte und Vater
Güstwirt H. Reichmann
im 61. Lebensjahr.
Um stille Teilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebenen.
Vetzberg, ben 22. April 1908.
Die Beerdigung findet am Freitag, bett 24. Avril, nacknv 3 Uhr vom Sterbehaufe Vetzberg 41 aus statt.
Bekanntmachung.
Behufs Vornahme von Slauemrbeucn ist uas Kobel in e. Gartcustraße bis r/ubwigsplatz, LnowigSplatz und Loveriir bis Goetheftraße am 24. ds. Atts. norm, zwischen i und u , geschaltet und Die Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten zur Äcnntniß bringen.
Gießen, den 22. Avrll 1908. . .
Städtisches Elettrizitätswerk Greven.
Donnerstag, den 30. April 1908 nachm. 3 Uhr, werden aus bieiigem Ortsgericht die vor dem yiatuen des August Gottlteb Kames stehenden ttzrund'rucke der Gemartung Gießen:
1/1243,7=350 qm Hosreite ans dem Gartfeld,
1/1244^—44 qm Grabgarten das., öffentlich melstblelend versteigert.
Greven, den 8. April 1908. Gr. Ortsgerrcht Gießen.
Gros.


