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an die großen nasiauischen Bäder in Betracht kommt, Mai sehr gut mit Homburg und Wiesbaden ver- Dagegcn fehlt eine Verbindung von Homburg nach besuchten Luftkurorten Königstein und Eppstein. Sie
Wiesbaden. Es wäre also eine direktere Verbindung von Königstein mit Wiesbaden gesichert. Auf der anderen Sette geht die Bahn über Limburg, von wo aus Bad EmS im
erster Lime herzustellen und zwar alS Eisenbahn. Von Eppstein besteht bereits die Bahn bis Niedernhausen und
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Deutsches Reich.
— Die Auflösung deS preußischen L a n d t a g e § unb noch vor den Neuwahlen, voraussichtlich Ende Mai, ■Tolgen. Die Auflösimg erfolgt aus formeüen Gründen, •tt?>it nicht 2 Landtage neben einander bestehen. Der neue '«abtaq hat nach Art. 51 der Verfassung im Falle der Auf- 'kling 90 Tage nach der Aliflösilng zusamuienzutreten. Dieser 'rmelle Zusammentritt hat Ende August zu erfolgen. Der I^dtag hält an diesem Termin nur eine konstituirende Sitzung 3 und wird dann durch eine allerhöchste Botschaft auf QJlitte O^obec vertagt.
An den Kaisern, anövern diesesJahreS wird die l6p8c dritte bayerische Division teilnehmen.
— Die polnischen 9)?itglieber der Siebener- Mission der Bergarbeiter in Bochum haben den Antrag I'Uellt, den Abg. Behrens wegen seiner Haltung in der Vereins- chtzfrage (Sprachenparagraph) au§ der Kommission 0115311- Mßen.
— Graf Wilhelm DouglaS, ein bekannter Partei- ch^er der badischen Konservativen und früherer langjähriger MeichstagSabgeordneter, ist gestern Nacht auf seinem Schloß '^dels im Alter von 60 Jahren gestorben. Graf Douglas s^rirat den 13. badischen Neichstagswahlkreis von 1888—1898.
Der mit der Kurie in Konflikt geratene fess0r Schnitzer hat nunmehr auch die Beurlaubung c das Sommersemester erhalten, sodaß die Entscheidung über ,,ltl verbleiben auf dem Lehrstuhl der Münchner Universität ^zum Herbst vertagt erscheint.
Ans Stavu nnd ttanO.
Gießen, 23. April 1908.
•* Landesverband der hessischen Gemeindebeamten. Die Gründung eines hessischen Gemeindebeamten- Verbandes ist soweit vorgeschritten, daß in der Kürze der 1. Verbaudstag und damit die feste Konstituierung des Verbandes stattfinden kann. Es wird allen Kollegen m Stadt und Land zur Freude gereichen, zu hören, daß der Offen- bacher Beamtenverein den 1. Verbaudstag nach Offenbach übernommen hat und es sind für ihn die Tage des 23. und 24. Mai bestimmt. Am 23. Mai findet nachmittags 6 Uhr zur Vorbereitung der geschäftlichen Verhandlungen im Gasthaus „zum Engel" eine Sitzung des einstweilen Verbands- I Ausschusses statt, dem sich um 9 Uhr im gleichen Lokal eine gesellige Vereinigung anschließt. Für Sonntag, 24. Mai, ist vormittags Ö>/2 Uhr die geschäftliche Verbandsversammliing un Restaurant Degenhardt (dicht am Lokalbahnhof) vorgesehen. Währenddessen ist für die Nichtbeteiligten und Damen ein Spaziergang durch die Stadt geplant. Um 12 Uhr findet ein Vortrag eines Vertreters des Verbandes deutscher Beamtenverelue über Zwecke und Ziele des Ver- bandeS statt, dem sich um 1 -Tir ein ge uvinschaft^cheS Mittagessen und am Nachmittag eine gesellige Vereinigung mit Konzert und Tanz anschließen soll. An alle Kollegen in Stadt und Land ergeht schon heute die Aufforderung, recht zahlreich in Offenbach zu erscheinen. Gilt eS doch, gemeinsame Interessen zu vertreten und das Gefühl dec Zusammen» aehöcigkelt und des Standesbewußtseins zu wecken.
** Kirchliche Personalien. Der Besitz der zur Ucbernahme eines Kirchenamts notwendigen Eigenschasren ist nachgewiesen worden von den Kandidaten der evang. Theologie Hch. Adolph zu Watzenborn, Fritz Haupt zu Neiße i. Schl., Gg. Laute n schlag er zu Darmstadt, Friedr. Vogt zu Lich und Stilb. Zentgraf zu Reichenbach.
** Oberrechnungskammer. S. K. H. der Groß- Herzog haben den Oberrechnungsrevisor Rechnungsrat Jojeph Brücher zum Dirigenten der I. Justisikaturabteilung der Ober- rcchnungstammer ernannt.
** Die Hundeausstellung, die am nächsten Sonntag stattsindet, ist mit etwa 300 Hunden beschickt, und zwar, wie uns mitgetcilt wird, nur bestes Material. Selbst aus Belgien sind Hunde gemeldet. Besonders stark vertreten sind: Dackel, Dobermannpinscher, Doggen, Jagdhunde und deutsche Schäfer- hiinde. Wegen Eintrittspreis und Katalog vergleiche das Inserat in der heutigen Nummer.
** I n Amerika g e st 0 r b e n e Hessen. In Penfield bei Rochester Joh. Rissinger, geb. 11. Juli 1838 in Hohen- Sülzen. — In Cleveland (Ohio) Pfarrer Jak. Honecker geb. in Essenheim. — In Iowa Richfield (Washington) Joh. Bauer, 86 Jahre alt, geb. in Köngernheim. — In Jackson (Wash.) Johs. F l u ck, 74 Jahre alt, geb. in Schwabsburg. — In Newyork Mart. Bieser, geb. 1826 in Wolfsheim. — In Brooklnn Karl Wüst, geb. 1826 in Butzbach (Wüst war Freund und Mitkämpfer von Karl Schurz. Er hatte in Gietzen studiert und beteiligte sich an der Freiheitsbewegung von 1848. Nach Verbüßung einer deshalb erhaltenen Freiheitsstrafe wanderte er 1850 nach Amerika aus). — In Brooklyn Karl Schwab, 65 Jahre alt, geb. in Mainz. — In Waterloo Frau Barbara K u r t h geb. Stühlinger, 80 Jahre alt, aus Groß-Bieberau gebürtig. — In Louisville Witwe Sophie Hütsch, 84 Jahre alt, geb. in Bauschheim. — In Lexington Frau Anna Maria P h e tz i n g , geb. von Berlau, zu Rainrod, 81 Jahre alt.
** Ein nassauisches Bäderbahn-Projekt. Die geplante Bäderbahn Homburg — Eppstein — Wiesbaden dürfte, n. d. „Rh. K.", nicht zustande kommen, weil das dafür notwendige Kapital auf 5 Millionen Mark berechnet ist. Außerdem dürfte die Rentabilität durchaus fraglich sein, ziimal jetzt die Staatsbahnverwaltung eine ganze Reihe direkter Eilzüge Homburg—Wiesbaden und umgekehrt geschaffen hat. In Interessentenkreisen wird dagegen gegenwärtig ein neues Projekt erörtert, welches offenbar mehr Aussicht auf Verwirklichung hat. Es handelt sich darum, eme Verbindung aller großen nassauischen Bäder unter sich herbeizuführen. Und zwar ist dies in folgender Weise gedacht: Bad Nauheim, das als einziges hessisches Bad für den
Heue Anschuldigungen gegen den Fürsten Eulenburg.
Der DUinchener Beleidigungsprozeß Hardens, über den wir gestern berichtet haben, hat insofern einitze Überraschungen gebracht, als Fürst Eulenburg aufs neue schwer bloßgestellt ist. Zn den Berliner Prozessen hatte Eulenburg bekanntlich unter seinem Eide ausgesagt, daß er sich in keiner Weise gegen den § 175 vergangen habe. In dem Münchener Prozeß nun haben Zeugen ausgesagt, daß Eulenburg sich doch gegen diesen Para- Saph vergangen habe. Dem ersten Zeugen brauchte man keinen lauben zu schenken, denn er wurde als ziemlich übelbeleumundet hingestellt, aber der zweite Zeuge muß in dieser Angelegenhett um so schwerer ins Gewicht fallen. Er leugnete so lange er konnte die intimen Beziehungen, die zwischen ihm und Eulenburg bestanden haben sollen, und erst, als er sich gänzlich in die Enge getrieben sah, gestand er das, was Harden bisher von Eulenburg behauptet hatte. Es liegen jetzt somit Widersprüche oor zwischen den Aussagen der Zeugen und dem, was Eulenburg geschworen hat, und es bedarf darum dringend der Aufklärung iber diese Angelegenhett. Fürst Eulenburg soll denn auch schon «nt Münchener Gericht telegraphisch seine Vernehmung ange- roten haben, um die neuen eidlichen Anschuldigungen gegen ihn all widerlegen. Das Telegramm des Fürsten ist aber erst nach
I- Verkündigung des Urteils eingetroffen.
Inzwischen hat auch Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel in Berlin sich in einem Interview über seinen Standpunkt zu den Zeugen- | anssagen in dem Münchener Hardenprozeß folgendermaßen ge- 1 eußert: „Ich stehe durchaus noch aus demselben Standpunkt, ans dem ich am 2. Januar gestanden habe. Ich habe m ine An- 1 sicht in feiner Weise geändert, und sobald mir gültiges Material :? ccgen den Fürsten Eulenburg zur Verfügung steht, werde ich mit dler Rigorosität ohne Ansehen der Person gegen ihn einschreiten." Ion informierter Seite wird noch mitgeteilt, daß die Ober- Isaatsanwaltschaft seit dem Ende des Hardenprozesses ein eingehendes Ermittelungsverfahren gegen den Fürsten Eulenburg - cingeleitet hat. Der Zeuge Riedel war nach seinen Aussagen der Oberstaatsanwaltschast bereits bekannt. Nur der Fischermeister Ornst stellte eine Neuheit für die Anklagebehörde dar, zumal ec. ja ursprünglich zu Gunsten Eulenburgs ausgesagt und erst gestern nachmittag infolge der Ueberredung seitens des Vorsitzenden 1 L die Wendung kam.
Von den zahlreichen Preßstimmen, die uns heute über die L neueste Wendung in der Sache „Eulenburg" vorliegen, greifen ■ nir nachstehende heraus. DaS „Verl. Tageblatt" schreibt:
„Es i|t im höchsten Grade unerfreulich, es ist unsagbar un- woctitljch, immer wieder auf,diese Angelegenheiten zurückkommen za müssen, aber wenn die häßliche Geschichte wiederum auftaucht, trifft die Schuld doch wobt diejenigen, die sie nicht rechtzeitig, ^arch eine wirklich gründliche Untersuchung, zu beenden gewußt ^bcn. Heute entsteht die Frage, was die preußische Staatsan- LiiUffch-ft gegenüber dem Ur.eil und dnL ErgeLnim n des iUiünmeittr Prozesses zu tun gedenkt, und ob sie, zur notwendigen Aufhellung,
Fürsten Philipp Eulenburg wegen Meineids verfolgen wird, ne preußische Justiz hat in dieser ganzen Affäre bisher nicht rrade glücklich operiert. Sie ioürbe gut tun, den Glauben nicht iiifommen zu lassen, daß man sich in schwierigen Fällen besser »ach München wendet."
kaiserlichen Familie erwartet, begab sich der Herzog von Con- n a u g h t mit seiner Gemahlin und Tochter an Land, wo er von der Bevölkerung lebhaft begrüßt wurde. Der Kaiser umarmte deu Herzog. Um 11 Uhr stattete der Herzog mit seiner Familie aus dem Achilleiou einen Besuch ab. Der He^og wird am Freitag wieder abreisen.
Die interparlamentarische Kommission, die in Brüssel unter dem Vorsitz des Lords Weardale zusammengelreten ist, hat beschlossen, aus Vorschlag des deutschen Delegierten Eickhofs, die nächste interparlamentarische Konferenz für den Schiedsspruch, die in Berlin stattfindet, am 10., 11. und 12. September abzuhälteu. Für den 9. September wurde eine nichtöffentliche Zusammenkunft des interparlamentarischen Bureaus an- beraumt. Als Tagesordnung der Berliner Konferenz wurde festgesetzt: ein internationales Seerecht in Kricgszeiten, ein internationales Prisengericht und Unverletzlichkeit des Eigentums in Kriegszeiten.
Keine neue Verschwörung! Wie die Agenee Havas aus Lissabon meldet, sind die in auswärtigen Blättern verbreiteten Gerüchte über die Entdeckung einer Verschwörung gegen König Manuel unbegründet.
feineres Mitt«»
5 Schnellzug in nicht zu langer Zeit zu erreichen ist. Von ■ Niedernhausen ist dann eine Verbindung mit dcr Bahnstrecke Wiesbaden—Langenschwalbach in Aussicht genommen; diese ! VerbindungSstrecke würde über Engenhahn, Neuhof, Wehen nach Hahn geführt werden können. Auf diese Weise wäre : der Anschluß nach Langenschwalbach, daS im Sommer sehr stark besucht ist, hergestellt. Da schon seit langen Jahren von den in Betracht kommenden Orten zwischen Niedernhausen und Hahn um eine Bahn petitioniert wird, so dürfte : sich vielleicht bic Staatsbahnverwaltung entschließen, hier ein* ‘ zugreifen, zumal die Ortschaften zuin Teil einen sehr bedeutenden Arbeiter- und aiich Toiiristenverkehr aufzuweisen haben.
RB. Darmstadt, 22. April. Darmstadt steht vor einer neuen beträchtlichen Steuererhöhung. Für das neue Rechnungsjahr bedarf die Stadt eines Mehraufwandes von 405 690 Mk. Davon können aber durch die natürliche Erhöhung der Gemeindesteuerkapitalien nur 83 300 Mk. gedeckt werden, während dec Rest von 322 000 Mk. durch Erhöhung des Steuerausschlagsatzes aufzubruigen wäre. Uni aber nicht eine allzu große Steuererhöhung eintreten zu lassen, wird beabsichtigt, einen Betrag von 150 000 Mk. aus dem AuS- gleichSfondS der Stadt zu entnehmen, der vor einigen Jahren angelegt wurde und z.Zt. ca. 170 000 NU. enthält, den Rest von 172 000 Mk. dagegen durch Steuerhöhung zu decken. Zu diesem Zwecke t|i ein Aufschlag der jetzigen Gemeindesteuer von 6,6 Proz. erforderlich, sodaß sie zum ersten Mal den Sta at s steuer satz übersteigt und von 97,2 auf 103,8 anwächst.
Darmstadt, 22. April. Die Freunde der „Christ* lichen Welt" aus Süddeutschland und der Schwerz werden ihre JahreSversaimnliing in dieser Woche hier abhalten. Am Donnerstag abend 6 Uhr spricht Prof. D. Dr. Köhler- Gießen über: „Katholizismus und moderner Staat", am Freitag, vormittags 10 Uhr, Bibliothekar Dr. Koch-Gießen über: „Zur Beurteilung der modernen PersönlichkeitSkultur^. — Am 3. Mai findet der Bezirks-Schmiedetag der Provinz Heffen-Nassau, des Großherzogtums Heffen und des FürstentnmS Waldeck statt. Hieran anschließend wird ein Vorstandsmitglied der Schmv'de-V? '.iisgenoffcnfchaft über,Da" Wesen der Berufsgenofsenschaft" einen Vortrag halten.
Offenb ach, 22. Aprck. Vor einigen Tagen fand man auf ber Bahnstrecke Mühlheim—Offenbach eine entsetzlich verbummelte, männliche Leiche, die damals nicijt erkannt wurde. Der Polizei ist es nunmehr gelungen, das Dunkel, das über bir Person des Lebensmüden scMvebte, zu lichten. In dem Selbstmörder wurde ber in der Töngesgasfe 55 in Frankfurt wohnende 35 jäOrige lebige Mcher Karl H 0 ttenr 0 th erlannt. Hotrenroth, der einer angesehenen Künstlerfamilie entstammt, lebte in nicht fe^r glänzenden Verhältnissen, galt aber für lolmtvoll. Sein Bruder, der Professor in Dresden war, starb vor einiger Zeit und hinterließ eine wertvolle Sammlung von Altertümern. Hottenroth nahm an ber Beerdigung seines Bruders in Dr.sden teil und eignete sich bei seinem Aufenthalt in der Familie des Verstorbenen eine Anzahl wertvoller Stücke ans d.r Alterlümersammlung an, die er mit nach Frankfurt nahm. Die Frau des Verstorbenen bemerkte dies und suckste wieder in den Besitz dieser Stücke zu gelangen. Sie wandle sich zu diesem Zweck an einen Bekannten ihres verstorbenen Mannes, den Frankfurter Kunstmaler Fritz Böhle, und setzte aud) die Polizei davon in Kenntnis. Böhle ging zu Hottenrvth und suckste diesen zu bewegen, die wertvollen Gegenstände wieder abzugeben. ^HottenWth entschloß sich auch dazu und schickte die Stücke m zwei Körben wieder nach Dresden zurück. Tie Angelegenhett würoe sicherlich keine schlimmen Folgen gehabt haben, wenn Hottenroth nicht bald darauf in Erfahrung gebracht hätte, daß bei ber F-rankfurter Polizei Anzeige gegen ihn erfiaitet worden war. Er geriet darüber in große Aufregung und hat dann in seiner Verzweiflung die entsetzliche Tat ausgeführt.
Offenbach, 21. April. Der Vorsitzende der hiesigen Ortskrankenkaffe, Jakob Streb, hat seinen Austritt aus ber sozialdemokratischen Partei erklärt. Gleichzeitig hat er den Vorsitz im Gewerkschaftskartell niedergelegt.
Wiesbaden, 22. April. Geh. Sauitätsrat Dr. Emil Pfeiffer ist als Landtagskandidat für den Stadtkreis Wiesbaden und den UntertaunuSkreis von der freisinnigen Volkspartei aufgesiellt und hat die Kandidatur 'angenommen.
w. Wetzlar, 22. April. Die Regierung zu Koblenj hat für die Kreislehrerkonferenz folgendes Aussatz- thema gestellt: „Wie kann die Schule bei der Berufswahl der Kinder mttwirken?" Die alljährlich von dec Behörde gestellten Aufgaben sind abwechselnd von den drei Inspektionen des Kreises (Wetzlar, Braunfels und Greifen- ilein) zu behandeln. Die Bearbeitung obigen Themas fällt diesmal der Inspektion Greifenstein zu. Das neue Schuljahr beginnt für sämtliche Landschulen deS Kreises Donnerstag, 30. April. — Als ein sehr segensreiches Institut erweist sich die Allgemeine Sterbekasfe für Stadt und Kreis Wetzlar. Seit 10 Jahren besteht die Kasse und hat in dieser Zeit an Angehörige von 57 verstorbenen Mitgliedern 7400 Mark Sterbegelder ausgezahlt. Das Vermögen der Kasse beträgt jetzt bei einem Mitgliederbestand von 280 Mitgliedern ungefähr 14 000 Mk., was durch geringe Ntonatsbetträge bewirkt rourbc, die für jedermann leicht zu bestreiten sind.
— Waldgirmes, 22. April. Außerordentlich war biß zum Spätherbst die Mä usep lage in unserer Feldmark, öie hat aber in keiner Weise den Saat- und Kleefeldern ge- schadet. Denn sie zeigen, trotz des durchwühlten Bodens, eme geichlossene grüne Decke und berechtigen zu den schönsten Hoffnungen. Mit Gift, Jauche u. s. f. rückte man den schäd- lichen Nagern zu Leibe. Den größten Ansporn zur Ver- mchtung gab daS in Aussicht gestellte Fangaeld von 1
Ausland.
Kaiserpaar auf Korfu. Gestern früh tret das englische Kriegsschiff „Aboucir" unter dem Salut •Her vor Anker liegenden Schiffe im Hafen ein. Von der
Tie „Vosfische Zeitung" schreibt: „Es leuchtet ein, fiü mit dem Münchener Urteil die Angelegenheit nicht abgeschlossen kann. Dieses Urteil wird ohne Zweifel rechtskräftig werden.
1 Kiels.Hifrtn btt Kläger kann mit ihm zufrieden sein und der Angeklagte Ängeboll r Et minder. Wer nicht damit zufrieden sein kann, ist Fürst eRcnerjiuJ^- ulcnturg. Für ihn wäre es, wenn die Zeugenaussagen nicht Mttert, nicht widerlegt werden könnten, vernichtend. Und -halb darf eine unverzügliche unb unzweideutige Erklärung des urftcn Eulenburg erwartet werden. Der unbefangene Zuschauer ^^Platterdings nicht verstehen, wie Fürst Eulenburg seinen Ad leisten, wie er einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen T -^Mlizrat Bernstein stellen konnte, wenn er sich schuldig fühlte, c.r man hat auch, auf Grund der Münchener Verhandlung, kein M)t, bie Aussagen der Zeugen Riedel und Ernst für unwahr u erklären., Es liegt mithin ein vollkommener Widerspruch vor, 1 auszuklären und aufzulösen gegenwärtig Sache des Fürsten I ^^aurg ist. Wir warten seine Aeußerung ab und halten liwtu * _ ü umsomehr für ein Gebot der Gerechtigkeit, bis dahin mit ’ner abschließenden Betrachtung zurückzuhalten, als der wirk- »' Angeklagte, der Schloßherr von Liebenberg, beanspruchen En, auf neue, ganz spezialisierte Bezichtigungen gehört zu wer- ehe die öffentliche Meimmg ihr endgültiges Urteil spricht."
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Nr. »5 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 23. April 1908
Der Siebener Anzeiger —?£_ Ä » -r
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WZ General-Anzeiger für Oberheffen SSI
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