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25.7.1908 Drittes Blatt
 
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Nr. 173

Drittes Blatt

Samstag 25. Juli 1908

Erscheint füglich mit Ausnahme deS SonnlagL.

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tirosNh. Poliz.eiamt. Reinhart.

Die nach- A np gf p sind Sonntag. 20. Juli, nur von stehenden 2a V 1 tu l ü 12 Uhr mittags bis 12 I hr naclits für

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dringende Fälle sicher anzntreffen :

Schmehl dahier.

Geborene.

München 19, Volkartstr. 1 III, 15. September 1907.

(gez.) Herr und Frau Fischer.

schlecht ausgebildete Aehrcn.

Einen seltenen Beeren

158. Jahrgang

Dte ^Lietzener Zamtlienblätter- werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblati für den Kreis Elchen" zweimal wöchentlich. DteLandwirtschaftlichen Zett» fragen erschemen monatlich zweimal.

Rotationsdruck und Verlag Oet Brühl'schn, Unwersitäts - Buch- und StelnbrucfeteL R. Lange, Dießen.

Ölebattton, (Erpebftton und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag,' 5L Redaktion;1 ra ^»l.-2ldruAnzeigerGießen.

Wenn auch ein kräftiger Körper gewöhnlichen Tran eine Zeitlang unbehindert vertragen kann, so ist dies zarten Personen ganz unmöglich, und doch bedürfen gerade diese eines solchen nährstoffhaltioen Mittels. Dieser Nachteil ist aber in Scotts Emulsion ganz beseitigt, indem der allerbeste Norweger (Lofoten) Lebertran im Scottschen Herstellungsverfahren in ganz kleine

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Verträgt Scotts Emulsion gut."

Juli. 11. Dem Kutscher Christian Burk eine Tochter, Johanna. 16. Dem Eisenbahuschafsuer Johannes Honig ein Sohn, Karl Ernst. 16. Dem Schlosser Franz Ltto II. eine Tochter, Margarete Emma Katharine. 17. Dem Schlosser Ernst Töpier ein Sohn. 17. Dem Schlosser Justus Friedrich eine Tochier. 17. Dem Gerber Hermann Lorenz ein Sohn, Karl Christian. 17. Dem Kutscher Georg Sauer eine Tochter, Marie. 18. Dem Lokomotivheizer Karl Hock eine Tochter, Gertrude. 18. Dem außerordentl. UnwersitätSprosessor Tr. Adolf Tannemann ein Sohn, Georg Gerhard Adolf. 19. Dem Privatdozenten Dr. Johann Georg Mönckeberg eine Tochter, Agnete. 19. Dem Heizer Konrad Hohl ein Sohn. 19. Dem Spengler Karl Sauer ein Sohn, Georg Heinrich Karl. 19. Dem Landwirt Hein­rich Zölzer eine Tochter. 22. Dem Hanptsteueramtsassistenten Friedrich Schlegel eine Tochter.

Gestorbene.

Juli. 17. Johann Friedrich Bätz, Kaufmann, 18 Jahre alt, Hammstraße 12. 20. Kurt Jakob Hermann Weber, 5 Monate all, Frankfurter Straße 140.

ceichtum zeigen in diesem Jahre unsere Wälder, besonders sind eL die Heidel- und Himbeersträuche, die voll von Früchten hängen und der ärmeren Bevölkerung eine reiche Ernte in Aussicht stellen. Die Himbeeren werden mit 12 Pfennig pro Pfund bezahlt. An den Straßen werden gegenwärtig die noch grünen Früchte der Eberesche abgeschnitten und zum Lersand gebracht. Die Seide erhalten pro Zentner 2,50 Mk.

-g. Fellingshausen, 22. Juli. (Fahnenweihe Und Bundes-Turnfahrt.) Den Reigen der dies- sahrigen Vereinsfestlichkeiten hiesiger Gegend beschließt unser Turnverein mit seinem Fahnenweihfest am ersten August- Sonntag. Obgleich der Verein erst 3 Jahre besteht, konnte er infolge seiner großen Mitgliederzahl schon im vorigen Jahre «n die Beschaffung eines Banners denken und dasselbe bei 6er Firma Hisgen-Lich in Auftrag geben. Der Verein ist schon längere Zeit im Besitze der prächtigen Fahne: konnte jie aber leider bei dem Bundesturnfest im benachbarten Rodheim noch nicht führen, da ihr die Weihe fehlte. Bei günstiger Witterung haben wir auf einen starken Besuch zu rechnen, zumal sämtliche Vereine des jungen Lahn-Diins- Eerg^Turnerbundes ihr Erscheinen zugesagt haben. Alle Turnfreunde seien daher schon jetzt auf das damit verbundene volkstümliche Aetturnen aufmerksam gemacht. Der geräu- riige F-estplatz, unmittelbar vor dem Dorfe an d,er Rod- Heimer Straße gelegen, ist auch von Station Bieber aus bequem zu erreichen. Unser Turntest gilt auch zugleich als Liundesturn fahrt des jungen Bundes.

-0-Ho hensolms, 23. Juli. (Bautätigkeit.) Trotz- b?m unjerm uralten Grafensih noch immer die Eisenbahn

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

MaNe-"mFuK Jettröpfchen zerteilt wird, deren Verdauung iritien b®ar^"olt£ dann mühelos geschieht, wenn sonst nichts ,ch-ll vrrsahrm»! vertragen werden kann.

Scott« Qmulfton wird von unB auSschlirblich im großen verkauft, und zwar nie tose nach Gewicht oder Mag, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mil unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, 05. m. b. H., Frankfurt 0. Di.

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Vermischtes.

* Diebe und Räuber. Unter dem Verdacht des Einbruchs ist ein Apotheker F. in Berlin verhaftet worden. F. war als Apotheker in Groß-Ty chow in Pommern in Stellung. Zu dieser Zeit wurde ein Einbruch in die Apotheke verübt und die Kasse gestohlen. Ter Ver­dacht der Täterschaft lenkte sich auf F., der bald darauf seine Stellung verließ und einen Ausflug nach Brüssel und Ostende unternahm. Als er von dort nach Berlin kam, wurde er von Kriminalbeamten verhaftet. Räuber haben die Kirchen von Aubazine und Bort (Frankreich) geplündert und eine Anzahl wertvoller Kultusgegenstände fortgeschleppt, worunter ein auf 30 000 Frcs. geschätzter Reliquienschrein, mehrere goldene Kelche und Monstranzen.

Hütet Euch vor Budapester Bankgeschäften! Aus Budapest kommt heute folgende Nachricht: Infolge zahlreicher, meist aus Deutschland kommender Strafanzeigen, die gegen die Budapester sogen. Animierbanken gerichtet sind, finden schon seit Wochen Untersuchungen statt, die jetzt zur Verhaftung von vier Personen führten. Es sind dies der Chef der Firma Max Neumann u. Co., die Agenten Ignaz Herzfeldec und Anton Valmen, die in Deutschland

Unserem kleinen Mädchen Rosa, welches von Geburt an ein schwächliches Kind war und das mit 17 Monaten noch nicht laufen konnte, ist der fortgesetzte Gebrauch von Scotts Emulsion ganz vortrefflich bekommen. Schon nach der ersten Flasche fühlte sich die Kleine merklich gekräftigt und begann von selbst zu laufen. Sie bekam einen guten Appetit, wurde frischer und munterer. Scotts Emulsion nimmt sie mit besonderer Vorliebe, verlangt ganz von selbst danach und kann sie ausgezeichnet vertragen. Rosa ist jetzt ein aufgewecktes, lustiges Kind und hat feit dein Gebrauch Ihrer Scotts Emulsion mit den früher so lästigen Verdauungsbe- schwerden nichts mehr zu tun."

fehlt, herrscht dennoch auf hiesiger Bergeshöhe eine rege Bautätigkeit. Auf beschwerlichen Wegen müssen oft mit großen Unkosten von weither Baumaterialien jeglicher Art herbeigefahren werden. Während an der breiten EingangS- straße früher nur die neue Schule stand, reiht sich nunmehr zu beiden Seiten Haus an Haus. Dazu ist in diesem Jahre das stattliche Bürgermeisterei-Gebäude gekommen, das für die zehn Gemeinden dec Bürgermeisterei Hohensolms mit ihren 3500 Einwohnern schon längst ein Bedürfnis war. Damit ist auch jeglichem Gerücht vorgebeugt, daß e§ beabsichtigt gewesen sei, die Bürgermeisterei von hier nach dem noch kleineren Ort Altenkirchen zu verlegen. Hohensolms, von wo seit alten Zeiten die Herrschaft und später die Bürger- meifterei regierte bezw. verwaltet worden ist, soll mit Recht für alle Zeiten einzig und allein als Zentrale gelten.

Frankfurt, 23. Juli. Tr. Phil. Ed. Fresenius hat der Stadt Frankfurt a. M. eine dermato-therapcutische Aus­stellung überwiesen, die er in langen Jahren mit vielem Fleiß und großer Sachkenntnis zusammengestellt hatte. Die Schenkung erfolgte anläßlich der hier stattfindenden Tagung des zehnten Kongresses der Deutschen Dermatologischen Ge­sellschaft. Die Ausstellung umfaßt die zur Behandlung von Hautkrankheiten notwendigen Präparate und gibt eine Uebersicht über die Bestandteile der Präparate, ihre Ge­winnung aus Drogen und Chemikalien usw. Die Ausstel­lung soll hauptsächlich den Aerzten und den studierenden Dermatologen eine umfassende Uebersicht über hen gegen­wärtigen Stand der Dermatologie geben. Da die Aus­stellung die erste auf diesem Gebiete ist, dürfte sie in Fach­kreisen allgemein Aufsehen erregen.

K. Kassel, 23. Juli. Ein Sachverständigen- Jnstitut. Ter Vorstand der Handwerkskammer für den Regierungsbezirk Kassel hat beschlossen, für den Bezirk ein Sachverständigen-Jnstitut einzurichten. Zunächst an den Sitzen der drei Landgerichte Hanau, Marburg und Kassel und für das Fürstentum Waldeck in Arolsen und zwar für das Bau-, Holzbearbcitungs-, Metallbearbeitungs-, Lebensmittel- und Pekleidungs-Gewerbe. Die ^u bestellen­den Sachverständigen sollen der Kammer von den gewerb­lichen Korporationen, Innungen, Handwerker- und Gewerbe- Vereinen in Vorschlag gebracht werden. Die Sachverständigen sollen die Aufgabe haben, in gewerblichen Streitigkeiten, insbesondere über Güte und Preis der in ihr Fach einschlä­gigen Arbeiten Gutachten abzugeben und dadurch etwaige Streitigkeiten, wenn möglich außergerichtlich zu schlich­ten. Sie treten in Tätigkeit auf direktes Ersuchen oder schrift­liche Ladung der Gerichte, n'ach Vorschlag der Handwerks­kammer auf Ersuchen und schriftliche Ladung der Gerichte, nach Ersuchen der Handwerkskammer auf Antrag von Privat­personen und auf direktes Ersuchen von Privatpersonen. Die Innungen, Handwerker- und Gewerbevereine in Hanau, Marburg, Cassel und Arolsen sind ersucht worden, für jedes in ihrer Korporation vertretene Handwerk sechs geeignete Mitglieder in Vorschlag zu bringen, die zur Uebernahme des Amtes eines öffentlichen, gewerblichen Sachverständigen be­fähigt und bereit sind. Der Erfolg dieser neuen Institution wird sein, daß eine schnellere Gerichtsbarkeit herbeigeführt werden wird und eine wesentliche Verbilligung. Es wird dadurch möglich sein, viele Streitigkeiten auf privatem, außergerichtuchen Wege zu beseitigen. Die Parteien werden sich, wie die Erfahrungen in Hamburg zeigen, lieber nach Anhörung der Sachverständigen einigen, als einen lang­wierigen Prozeß entrieren und hohe Anwalts- und Gerichts­kosten vorlegen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 24. Juli 1908.

"An die Kanalisation nicht an geschlossen In der Stadtverordneten - Versammlung wurde wiederholt darauf hingewiesen, daß es unbedingt nötig sei, alle Hosreiten an die Kanalisation anzuschließen, damit unsere Sraßen und Bürgersteige in der Stadt endlich einmal in Ordnung kommen. Nach unserer Information sind bisher noch immer nicht an- geschlossen 113 Hofreiten, darunter 13, die in städtischem Besitz sich besinden (die früher Neatzsche Besitzung, die ab- gerissen wird, nicht mitgerechnet.) Nicht angeschlossene städtische Gebäude sind: Schule in dec Neustadt, Gewerbeschule im Asier- weg, Aliceschule und Gas- und Wasserwerk, der Rest sind Wohnhäuser. 9(m Seltersweg, also in der Hauptverkehrs­straße der Stadt, befindet sich eine ganze Gruppe von acht nebeneinander stehenden Geschäftshäusern, und zwar im engsten Teile der Straße, in denen noch die allcrwiderwärtigste Art der Fäkalienabfuhr lTonnenabfuhr) vorgenommen wird. Stuf die einzelnen Straßenzüge verteilen sich die nicht angeschlossenen Grundstücke wie folgt: Neustadt 11, Große Mühlgasse 4, Tiefenweg 1, Hammstraße 3, Löbcrs Hof 1, Steinstraße 2, Marktplatz 1, Seltersweg 11, Maigasse 1, Tcufclsliistgärtchen 1, Goetheslraßc 3, Löwengasse 3, Sonnenstraße 2, Neuen Bäue 2, MäuSbnrg 2, Wolkengasse 5, Neuenweg 6, Walltor 2, Aster­weg 3, Schloßgasse 1, Diezstraße,1, Wetzsteinslraße 3, Burg- graben 1, Bahnhofstraße 1, Grabenstraße 1, Kaiser-Allee 2, Gartenstraße 1, Ludwigsplatz 2, Großer Steinweg 3, Schiffen- bergec Weg 4, Süd-Anlage 1, West-Anlage 2, Nord-Anlage 1, Dammstraße 2, Lonystraße 2, Ludwigstraße 3, Löberstraße 4, Eichgärten 1, Hessenstraße 1, Frankfurter Straße 3, Wilhelm- slraße 1, Crednerstraße 2, Riegelpfad 1, Mittelweg 1, Liebig- straße 1. Wann wird bei uns endlich einmal die zeitgemäße und dringend notwendige Kanalisation ganz durchgeführt sein?

** Der Wetterau-Lahngausängerbund wird sein diesjähriges Bund es fest am Sonntag, 2. August, in Lollar abhalten. Als Festplatz ist der Garten der RestaurationZur schönen Aussicht" vorgesehen. Das Ar­rangement des Festes liegt in den Händen des Gesang­vereinsLiedertafel" dort. Tas diesjährige Bundesfest wird sich von den bisher gefeierten dadurch unterscheiden, daß dabei kein Wettsingen stattfindet; es soll vielmehr in Form eines öwnzertcs abgehalten werden. Voraeseben sind 11. a. vier Massenchöre unter Leitung des Bundeschor- ineisters Musiklehrer Gernhardt-Gießen; außerdem stehen eine Anzahl Einzelchöre der Bundesvereine in Aussicht. Die Pausen werden durch Musikvorträge ausgefüllt. Von der Errichtung eines Juxplatzes soll Abstand genommen werden, um das Interesse für die gesanglichen Darbietungen nicht abzulenken. Nach den bis jetzt getroffenen Vorbe­reitungen stehen den Teilnehmern genußreiche Stunden hervor.

** Der Evang. Arbeiterverein wird am Sonn­tag nachmittag die Kläranlagen unserer Stadt unter sach­kundiger Führung besichtigen, woran sich auch Nichtmit­glieder des Verems beteiligen können. Die Zusammen­kunft findet um Uhr an der Margarethenhütle statt.

Lollar, 22. Juli. Der hiesige Gesang vere^ ^Liedertafel" wird am Sonntag einen Ausflug nach Burg Gleiberg unternehmen, an dem sich außer den aktiven «mch die Ehrenmitglieder des Vereins nebst Angehörigen beteiligen. Konzert, Gesangsvorträge usw. werden dazu bei­tragen, den Teilnehmern einige vergnügte Stunden zu be­reiten.

§ Vom oberen Vogelsberge, 23. Juli. Die Hen- fente ist so ziemlich beendigt. In geschützteren Lagen kann tnit dem Kornschnitte begonnen werden, während in rauheren Teilen des Gebirges das Getreide noch weit in der Ent­wickelung zurück ist. Die Gerste wirft einigermaßen be­friedigende Erträge ab; der Hafer jedoch hat wenig oder

UuiversitäLs-rLachrichteu.

At a r b u r g. Als Nachfolger des Prof. Heffter, der mit Be­ginn dieses Sommersemesters nach Berlin übergesiedelt ist, ist wie wir hören, der außerord. Professor für phnsiologische Chemie und Assistent für medizinische Chemie am physiologischen Institut der Universität W ü rzburg, Dr. med. et pbil. August Gurber als Professor und Direktor des pharmakologischen Instituts nach Mar- bürg berufen. Dr. Gnrber stammt aus Werthenstein in der Schweiz. 1905 erhielt er die venia legendi in Würzburg.

Professor Tr. Fritz Rinne, der erst seil ganz kurzem der Königsberger Universität angehört, ist für das mineralogische Ordinariat in Graz in Aussicht genommen. Auch für die infolge Berufung des Proießors Wülsinq nach Heidelberg zur Erledigung kommcnoe Professur in Kiel ist Rinne in Vorschlag gebracht. Einen Ruf nach Gießen (1904) an Stelle von Prof R. Brauns hat er abgelehnt.

©in internationaler Philosophen-Kongreß wird in Heidelberg im August stattsinden.

Dr. Kipper, Wilhelmstr. 2.Dr. Schliephake, Goethestr.44.

Auszug a. ö. Stanöesamtsregiftern der Stadt Sieben.

Aufgebote.

Juli. 21. Philipp Stoll, Stukkateur in Kaichen, mit Elise Fleischhauer dahier. 21. Heinrich Groh, Chauffeur in Frank­furt a. S2)L, mit Katharina Zimmer in Geilshausen. 24. Louis Hill, Schuhmacher, mit Helene Schmittdiel, beide dahier. 24. Robert Sparr, Schlosser in Barmen, mit Dorothea Karoline Benner m Elberfeld.

Eheschließungen.

Juli. 18. Ludwig Schenk, Metzger, mit Anna Hausler, beide dahier. 20. Gustav Burkhardt, Schlosser, mit Margarete Jörg, beide dahier. 20. Dr. Gustav Lovy, Oberlehrer in Hamburg, nut Lullu

JpoUinans

* WEL T- TAFEL GETRÄNK.

Niederlage bei: Jean Weisel, Sonnenstr. 6.

Kunden zu Börsengeschäften anlockten, und der Herausgeber eines FinanzblatteS, Ludwig Basch, der in seiner Zeitung im Interesse der genannten Firma zum Börsenspiele riet. Die Firma hat Millionengeschäfte gemacht und ihre Kunden um mehrere hunderttausend Kronen betrogen. Gegen zwei andere Banken ist die Untersuchung im Gange.

Kleine Tageschronik.

In I ä g e r n d 0 r s, fuhr ein von Troppali konimender Pcr- sonenzug infolge falscher Weichestellung auf einen Lastzug. Mehrere Wagen ivurden' zertrüinmcrt und einige Personen erlitten Ver­letzungen.

Bei der Prinzessin ö e l c n c von Griechenland, die in Franzensbad weilt, brachen Berliner Einbrecher ein, die ihr au§ Deutschland gefolgt waren. Sie stahlen 2000 Kronen Bar­geld, fanden aber die wertvollen Schmuckstücke der Prinzessin nicht.

Drei Dlänner, die Wirtschaften in Boston beraubten, wurden von der Polizei verfolgt. Sie gaben hierbei Schüsse aus das Publikum ab, töteten zwei und verwundeten drei Unbeteiligte. Tie Räuber flüchteten auf einen Friedhof. Nach Umzingelung durch 40 Polizisten mürben zwei nach harter Gegenwehr gefangen, einer erschossen.___________________________________________________________

Sonntag. 26. Juli, von nachm. 11' ä_Lwa4La|,« 4 Uhr bis 9 Uhr abends nur geöffnet: MfZLUApOLllkKö.

Giessen, den 2o. Juli 1908. r