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25.7.1908 Zweites Blatt
 
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Nr. 173

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchea UnwersuätS - Buch, und Stetndruckeret. R. Lang«, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaktion: II TeU-Adr^AnzeigerGießen.

Zweites Blatt 158. Jahrgang Samsiag 25. Juli 1908

Erscheint tSglkch mU Ausnahme des Sonntags. A c-A A/s. & A

DieOtefienet Zamtliendlätter" werden dem 88^^ jO. 1 g JP|| & 8 * 8

^Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Sfr ffl A S SL ÄL/fjL SRI S ÄJB Ä,

wKrei$blatt für den Kreis Sichen" zweimal w N K V V

wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seil- tf * i**

fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-AnZelger für Gderyesfen

politische Tagesschau.

Die Gewährung der Konstitution in der Türkei.

Infolge eines kaiserlichen Jrade hat der Großvezier an die Provinzbehörden eine Zirknlardepesche gerichtet, welche die Mitteilung enthält, daß der Sultan die Einberufung des Parlaments angeocdnet hat und zwar auf Grund der Geschäftsordnung, die bereits in früheren Jahren im organi­schen Statut des Sultans festgesetzt wurde. Die türkische Regierung erhofft von dieser Maßregel eine vollständige Bc- ruhigung der' Gemüter. Tie Gewährung der ftonftitution wurde von den jungtürkischen Kreisen mit Begeisterung ausgenommen. Die Massen verhalten sich gleichgültig, die Christen indifferent. Aus der Provinz sind zahlreiche Dank- depeschen an den Yildiz eingetroffen. Die Truppen werden in Stambul beim Marsche zum und vom Selamlik mit Hoch- rufen auf den Sultan begrüßt. Die Druckereien der türkischen Blätter sind beflaggt. Für gestern abend war eine Illumi­nation in Aussicht genommen. Nach Konsularmeldungcn aus Saloniki hatte der Führer der Aufständigen Major Niazi mit mehreren tausend Mann Monastir besetzt und General Oöman Pascha gefangen abgeführt. Die Aufständischen halten Monastir besetzt, Blutvergießen soll nicht Ilattgefunden haben. Die Ordnung ist bisher aufrecht er­halten geblieben.

Die Ausweisung des niederländischen Gesandten aus Venezuela.

Tas HaagerAmtsblatt" vcrossentlicht ein Telegramm des Gouverneurs von Curacao, wonach einer Meldung desSenstitutional" in Caracas zufolge, dem Niederländi­schen Gesandten seine Pässe zugestcclt worden seien. Tie Maßnahme werde mit dem im Mai in der Niederländischen Revu" erschienenen, von dein Gesandten verfaßten Ar­tikel begründet- Ter Gouverneur fügt hinzu, der Komman­dant des PanzersGelderland", der sich zurzeit in Aruba befinde, werde auf das Ersuchen des Gesandten am Sams­tag in Lagueira eintreffen. Ter ausgewiesene Gesandte hat in dem betreffenden Artikel das System Castros als dikta­torisch gekennzeichnet und seinen Landsleuten davon ab» geraten, den Versuch zu machen, sich in Venezuela eine Stellung zu verschafsen. Ein solcher Versuch habe im übrigen in Sud- oder Mittelamerilä mehr Aussicht auf Erfolg.

Ausland.

Der Ischl er Zusammenkunft zwischen Kaiser Fran- Josef und König Eduard werden Freiherr von Aehrenthal und Staatssekretär Hardinge beiwohnen.

K riegsminister Halda ne erklärte in einer Rede, bei dein Festessen der südafrikanischen Zivilärzte in London, wenn die Engländer ihren Ruhm aufrechtcrhaltcn wollten, müßten sie aufmerksam darauf achten, was die Deutschen täten.

Präsident F a l l i ö r e s ist gestern mittag an Bord der Verite" in Trelhafot cingctrofscn und vom König von Schweden empfangen worden. Um 1 Uhr nachmittags erfolgte die gemein­same Abfahrt nach Stockholm. DerFigaro" berichtet, die drahtlose Telegraphie an Bord des Präsidentenschiffes habe nach einem Tag vollständig versagt und keine einzige Bot­schaft hätte abgesandt werden können.

Tie englischen Flottenmanöver sind ziemlich un­erwartet abgebrochen worden. Die beiden Gegner, der Angreifer Lord Beresford und der Verteidiger Kvntrcadmiral Brigdcman, haben s t ch ü b c r h a u p t n i ch t g c t r o f f e n. Brigdeman konnte unbehindert seine Verstärkungen ans dein atlantischen Ozean heran- zichen. Vermutlich sind Mißverständnisse hinsichtlich des Manöver­planes vorgekommen.

Saatenftanö der Reicher.

Neichsanzeiger' veröffentlicht ten Saatenstand des Reiches für Mitte Juli. S3cnu 2. gut, 3 mittel bedeuten, ist A^lMerweizen 2,3 (Julimitte des Vorjahres 2,8), Sommerweizen 1,6 (8,4h Winterspelz 2,1 (2,3 , Winterroggen 2,4 (2,6), Sommer» wggen 2.5 (2,3), Sommergerste 2,6 (2,2-, Hafer 2,8 (2,3), Kar- lvsfeln 2,7 (2,4 , Klee 2,6 (3,0-, Luzerne 2,5 (2,6), Bewässerungs- nnesen 2,2 (2,2-, andere Wiesen 2,7 (2,7-.

likines Feuilleton.

Die Gedächtnisfeier für Professor Albr. Dieterich in Heidelberg. Eine Agamemnon-Aufführung ging (wie uns bereits am Donnerstag drahtlich gemeldet worden ift. D. R.) zum Gedächtnis des früheren Gießener und bis­herigen Heidelberger Professors Albrecht Dieterich dieser Tage in Heidelberg vor sich. Ihr war in den Dialogpartien die Aeschy- lus-Uebersetzung von Ulrich v. Wilamowitz-Moellendorf, in den Lhorgesängen eine neue Uebersctzung von August Herzog zu Grunde gelegt. Die Uebersetznngen von Wilamowitz-Mocllcndorf sind längst rühmlichst bekannt. Die Chorgesänge Herzogs sind in Ausdruck und Rhythmus recht geschickt gearbeitet. Die Llufführung, die der philologische Verein mit Unterstützung zweier junger Heidelberger Künstlerinnen veranstaltete, ist in den Einzelleistungen und in der ganzen Regiesührung mit einem Sondermaßstab zu messen. Von der Sprachkraft und dem dunkel glühenden Visionensttl des eleschylus mußte manches unter der Schwelle der Wirkungsfähig- leit liegen bleiben. Die Werte der Aeschyleischen Kunst xu voll- "weter Darstellung zu bringen, würde die wachsame und jedem wepcht sich hingebende Bereitschaft großer Schauspieler verlangen, orl. Anna Glaßner gab die Klytaimnestra in trefflicher Haltung und guter Tonführung, Frl. Maria Bassermann die Kassandra nut elementarem, jäh aufzuckendem Ton- und Gebärdenspjel. Die Mitglieder des Philologischen Vereins spielten mit Eifer und dRusik, die Richard Mayer-Gschrey aus München Sem Werk anfügte, wurde von dem Akademischen Streichorchester un/er Zeitung von Hermann Poppen ausgeführt. Etwas von )es Aeichylus leuchtendem Genius war fühlbar in allem. Und uJ i Werk des Gewaltigen hinaus ging der Anwesenden weben len zu Albrecht Dietrich, dem begeisterten Verkünder Aeschy- leycher Herrlichkeiten.

Der Brooklyner G e s a n g v e r e i n ,A r i o n", mit »en Damen im ganzen etwa 200 Personen, traf am Freitag in Frankfurt auf dem Hauptbahnhof ein. Zum Empfang ivar ter frankfurter Sänaerbund erschienen, dessen Borsttzender, Lehrer Bangert, eine kurze Begrüßungsansprache hielt. Nach einem Be- ^rußungSchor des Sängerbmides dankte im Namen der Amerikaner ter Präsident desArion", Führer, für den sympathischen Empfang >nd sprach die Hoffnung aus, daß auch dieser Besuch die guten Beziehungen zwischen Amerikanern und Deutschen fördern möge. -Lodann wurden die Amerikaner in ihre Hotels geleitet. Heute obcuö gibt der Prion ein Konzert im Palmengarten.

Sven Hedin, um den jetzt die ganze gebildete Welt Dangt, hat eine kurze, aber meisterhafte und von dichterischer Kraft

In den Bemerkungen zu dem Saatenstand dcs Reiches heißt es: Tierische Schädlinge iverden diesmal in den Berichten nur hin und wieder erwähnt; häufiger wird das Auftreten von Brand und Rost, besonders aber das Ueberwuchern des Unkrauts beklagt. Die Berichte über den Stand der Winterfrüchre lauten int großen und ganzen nidi ungüuftia. Rach ben Bernerkmrgen auf den Saatenstandskarten zeigt sich zwar im Wintenvcizen vcrschiedent lick) etwas Rost und der Roggen, mit dessen Ernte Mitte Juli hier und da bereits begonnen worben war, hat stellenweise infolge starker Lagerung oder Frühreife nur leicht? Korner. Tas Som­mergetreide findet im allgemeinen eine, wenn auch meist noch befriedigende, so doch ettvas weniger günstige Beuneilung als die Winterung. Die Sommerfrüchte, besonders Gerste und Hafer, konnten wegen der großen Trockenheit 'ich nicht recht entwickeln und sind infolgedessen vielfach kurz. Nur die Kartoffeln geben ziemltch weit auseinander. Verschiedentlich ivird berichtet, daß die Kartoffeln lückenhaft und tingleichmäßig st-ehen, daß das Wachs­tum unter der langen Trockenheit gelitten habe und daß die Bearbeitung der Kartoffeln durch oie Härte des Bodens, sowie das massenl-aste Unkraut sehr erschwert werde. Andere Berichte aber besagen, daß die Kartoffeln im allgemeinen gut stehen ober daß die Niederschläge der letzten Zeit bereits eine günstige Wer­tung aus ihr Wachstum ausübten. Futterkräuier (Klee und Lu­zerne- haben überall einen sehr reichlick-en ersten Schnitt ge­liefert, der auck>, bis auf kleine, zu Anfang Juli etwas verregnete Reste, bei trockenem Wetter in vorzüglicher Beschaffenheit cin- gebrächt werden konnte. Von Wiesen gilt das glcidK wie von Klee und Luzerne. Tie Heuernte ist nach ihrer Gitte und Menge durchweg gut; der Gnunmetansatz aber ließ Mitte Juli bei nicht bewässerten Mesen meist viel zu wünschen übrig.

XI. deutsches Turnsest.

Wertungen der Musterriegen des GaucS Hessen.

zus.

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Ord.-Verh. d. Turner

Ausfuhr, d. Hebung.

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l. Butzbach . . .

2. Lang-GönS . .

8. Großenlinden .

4. Schlitz ....

5. Grünberg . . .

6. Wetzlar . . .

7. Ockershausen. .

8. Griedel....

9. Schotten . . .

10. Hochelheim . .

11. Gleßen Nl.-T.-V.

12. Gießen T.-B.

13. Marburg T.-Gem.

14. Obermörlen . .

15. Treis a. d. Lda. .

16. Atarburg T.-V. .

An- und Abmarsch Die>(Ia>lmusterriege erhielt: 7 P.

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17. Atarburg A.-V.-V 0 8 7 15 ''

Ten meisten Hess. Riegen ivurden durch das Preisrichter-Kollegium auerfennenbe Worte zu teil.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 25. Iult 1908.

Militär-Wochenblatt. Im Beurlaubten- standc: Befördert zum Lt. der Res.: der Vizefeldwebel Wehrheim (Frankfurt a. M.) des Jnf.-Regts. Kaiser Wil- helnt (2. Gr. Hess.) Nr. 116; Befördert zu Lts. der Res. die Vizefeldwebel bezw. Vizewachtmeister (sämtl. I Darm­stadt): Harnischfeger, Morell des Jnf.-Negts. Prinz Kart (4. Gr. Hess.) Nr. 118, Thomson des 5. Gr. Hess. Jnf.-Negts. 9Zr. 168, Dittmar des Garde-Drag.- Negts. (1. G.r. Hess.) Nr. 23, Fitting des Gr. Art.- Korps, 1. Gr. Hess. Feldart.-Regts. Str. 25, Hinkel des 2. Gr. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 61, Esselborn des Großh. Hess. Train - Bats. Nr. 18. Im Sanitäts­korps: Befördert zum Stabsarzt: Oberarzt der Landw. 1. Aufgebots Dr. Schönewald (Friedberg), zu Oberärzten die Assistenzärzte der Rcs.: Dr. Vetter (Friedberg), Dr. Gese (II Darmstadt), Dr. Risch (Gießen), Dr. Horn (I Dannstadt); zum Assistenzarzt der Unterarzt: Dr. Wer- ner (Gießen). Der Abschied bewilligt: dem Stabs­

arzt Dr. Rebentisch der Landwehr 1. Ausgebots (I Darm­stadt), dem Oberarzt Dr. S i e l a f f der Landwehr 2. Auf­gebots (I Darmstadt).

" Ucbertragen wurde am 23. Juli d. I. dem Lehrer Friedrich Hermann zu Bleichenbach, Kreis Büdingen, die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschtile zti Kesenrod in demselben Kreise; dem SchulamtSaspiranton Friedrich Petry auß Hermersberg (bayr. Pfalz) eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Ernsthofen, Kreis Dieburg.

** Aufhebung der Gewerbeschulen in Hessen.! Ministerialrat Ufingcr machte in der letzten Ausschußsitzung deS Landesgewerbevereins die Aiitteilung, daß verschiedene Gewerbeschulen des Landes, die eine geringe Schülerzahl hätten, ringel) en würden. Der Staat sei nicht in der Lage, sie zu subventionieren, ^»mächst kämen die Gewerbeschulen in Alzey, Michelstadt i. O. und Büdingen in Betracht. Tie Schüler könnten von Alzey die Wormser Schule, die von Büdingen die in Nidda und die Michelstädter die in Erbach besuchen. Später kämen noch viele Gewerbeschtilen in Be­tracht, die eingehen müßten.

** Spichererberg-Turn- und Spielfahrt. Wie alljährlich, so findet auch dieses Jahr wieder das vom Mittelrheinkeis eingeführte, für jeden deutschen Tllrner offene allgemeine Volksfest verbunden mit Wetturnen statt. Dieses Turnen bietet vermöge seiner Lage eine denk­würdige Erinnerung und darf wohl auch dieses Jahr eine sehr große Beteiligung erwartet werden.

* Der Sängerkranz veranstaltet heute abend in Steins Garten ein großes S ommernachtsfest. Ten Teilnehmern werden allerlei hübsche Ueberraschungeu geboten werden: Italienische Nacht, Tanzboden int Freien, Bayerische Bierhalls mit zarter Bedienung und anderes mehr.

)(Zur Ruder-Rcgatta. Auf dem Bootsplatz der Gießener-Ruder-Gesellschast war gestern abend bereits alles fertig hergerichtet für die friedlichen Wettkämpfe, welche heute abend und morgen den Sonntag über auf dem Wasser ausgefochten werden. Erhebliche Verbesserungen hat die Ruder-GeseNschaft vornehmen lassen. Ter Weg zum Boots­haus und das Bootshaus selber sind mit elektrischem Licht, versehen. Eine gefällige eiserne Umzäunung des Boots­platzes, an Stelle der häßlichen Holzstaketts gibt dem Gan­zen ein vornehmes Gepräge. Für die Regatta Hal man für die Zuschauer eine größere überdachte Halle geschaffen, auch das Musitpodium praktischer untergebracht als sonst. Die bei der Regatta tätigen Mannschaften haben auf Schürze- Bleiche Garderobezelt und ein Zelt mit Toucheeinrichtung usw. erhalten, wodurch der Platz direkt am Bootshause, der früher für Zuschauer abgesperrt werden mußte, für solche frei geworden. Tie ersten Boote trafen gestern be­reits ein, es waren dies Ruder-Gesellschaft Trier, Hellas Offenbach und Mainzer R.-G. 1902. Heute früh waren auch fremde Mannschaften angelangt, um auf dem ihnen noch fremden Wasser der Woog zu rudern. Es herrschte über­haupt heute schon auf dem Bootsplatz ein reges Leben und wenn das Wetter klappt, werden wir morgen hoch inter­essante und spannende Kämpfe criuarten können.

** Anlagemusik findet Sonntag den 26. Juli, vor­mittags ll^Uhr, in der Süd-Anlage nach folgendem Spiel­plan statt: 1. Ouvertüre z. RevueIndra" von Lincke. 2. Ein Walzertraum! Walzer von O. Straus. 3. Hymne und Triumphmarsch ausAida" von Verdi. 4. Tic Welt in Waffen! Marsch von Teike.

Verein Contcntia. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, findet der diesjährige Sommerau sflug deS Vereins Contentia morgen nach der Badenburg statt. Der Vorstand dcs Vereins wird alles aufbielen, um seinen Mit­gliedern und Gästen einige vergnügte Stunden zu bereiten, wie dies alljährlich der Fall war, und wird auch bei diesem Ausflug die Beteiligung eine recht rege werden.

durchivehle Schilderung der wichligslen Ergebnisse seiner Reise medergeschriebc», die soeben, begleitet von zahlreichen Abbildungen nach eigenen Ausnahmen Sven Hedins, in der bekannten illustrierten Zeitschriftlieber Kand und Meer" in deutscher Sprache zu er- schemen beginnt. Diese Schilderung ist das letzte eigenhändige Lebenszeichen, daß wir heule von Sven Hedin besitzen. Die Blätter kamen aus Gartok im Herzen Asiens; sie tragen das Datum des lO^^ltober 1907 und sind an seine schwedischen Angehörigen ~ Die Wirkung der Röntgen- und Radium- Strahlen auf das Ange behandelt Prof. Birsch-Hirschfeld Bekannllrchsehen" wir diese Strahlen nicht, trotzdem aber haben lie eine Wirkung auf unser Auge wie auf andere Körperteile: sie können schüvere Störungen, ja Erblindung Hervorrufen. Wer mit ihnen zu tun hat, möge sich also größter Vorsicht befleißigen.

Heb er die Kondensation des Heliumgases in die feste Form durch Prof. Kvmerlingh Lnnes (Leiden- in Gegenwart der Physiker Lorentz und Kuenen ist jetzt Whcres bekannt geworden: Eine größere Ötengc Helium wird in einer abgeschlossenen Whre einem Trucke von 100 Attnospären aus- gejetzt und durck) flüssigen Wasserstoff auf eine Temperatur von 2590 abgekühlt. Hebt man nun plötzlick) den hohen Truck au), intern man tes Innere des Heliumrohres mit einem Vakuum in Verbindung bringt, so kühlt sich das Hcliumgas iwch stärker ab, kondensiert sich zu einer Wolke und jckstägt sich als schnee- artiger Stoff in ter Röhre nieder. Der ilüssige Zustand konnte nicht beobachtet werten, da das feste Helium, ähnlich wie Kohlen­säure, beim Drucke von einer Atmosphäre direkt verdampft. Tie Entdeckung von Mmerlingh Onnes ist dadurch wichtig, daß man mit der Temperatur des festen Heliums dem absolMen Null­punkte (273 o- wieder um einige Grade näl-ergekommen ist. Allein im übrigen hat sich jene Kondensation als irrig herausgestellt, denn Kämcrlingh Onnes hat jetzt selbst berichtet, daß jener Nebel Wasserstoff war. ,Man sieht, wie vorsichtig man manchen Nach­richten gegenüber sein muß. "

Napoleon ein Deutscher. Es war einmal in Deutschland ein Mann, der hieß Pohl. Da dieser ALann klein von Geitalt war, nannten ihn seine FreundePolchen". So ost sie ihn trafen, fragten sie ihn:Na, Polchen, wie gehts?" Auf die Dauer wurden dem Polchen die Neckereien zuwider, er wan­derte aus. Er setzte sich in Korsika fest, aber fein Beiname Polchen' folgte ihm. Da die Korsikaner aber einige Schwierig­keit darin fanden, das WortNapolchen" geläufig auszusprechen, wurde auäna Polchen" Napolesn. Diese kleine Geschichte hat einem Schriftsteller Gelegenheit gegeben, 900 Seiten darüber zu

I schreiben, daß Napoleon eigentlich ter Abstammung nach cüi Deutscher gewesen fei.

j rt Swölstägigcr Wirtschafts-Wissenschaft- licher Vortragskursus findet vom 5. bis 12. Oktodec in Dresden statt. Er wird veranstaltet von der Gesellschaft für wirtschaftliche Ausbildung zu Frankfurt a. M. mit Unterstützung der Gehestiftung. Der Kursus ist für Leiter und Beamte mou- Itrieller und kommerzieller Unternehmungen, insbesondere für In­genieure, Chemiker und Kaufleute, ferner für Verwaltungsbeamte, Lehrer und Studierende bestimmt und wird Vortrage über die wichtigsten Gebiete ter Handelswissensckasten, der Privat- und ter Volkswirtschaftslehre bieten. Das Programm ist folgendes: 1. Professor Himdhausen, Dresden: Fabrilaiilagen, 6 Stunden. 2. Professor Dr. Wäntig, Halle a. S.: Kolonialpolitik, 5 Stunden. 3. xr. Alfred Bosenick, Frankfurt a. M.: Grundzüge des Bank­wesens, 6 Stunden. 4. Privatdozcnt Tr. Pajsow, Frankfurt a. M.: Grundzüge des Bilanzwesens, 5 Stunden. 5. Professor Leitner, Berlin: Einführung in die Buchl-altungstechnik, 6 Stunden. 6. Professor Leitner, Berlin: Selbstkostenwesen, 4 Stunden. 7. Professor Dr. Schumacher, Bonn: Tie amerikanische Groß­industrie und ihre Arbeiter, 5 Stunden. 8. Professor Tr. Wnttke, Dresden: Die Kohlenindustrie: Eine Einführung in die heutige Hnduitrie, 6 £ tunten. 9. Professor Dr. Wuttke, Tresden: Agrarprobleme des Deutschen Reiches, 6 Stunden. 10 Pro­fessor Dr. Pohle, Frankfurt a. M.: Probleme ter Weltwirt- fSast, 6 Stunden. 11. Professor Dr. Schanze, Dresden: Tic Gegenstände des gewerblichen Urheberrechtes, 5 Stunden. 12 Pra- feffor Dr. Pohle, Frankfurt a. M.: Wirtschaftskrisen und Gelte markt 5 Stunden. 13. Professor Dr. Stein, Frankfurt a. M Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 5 Stunden 14 Prof Dr- Thiese, Danzig: Verkehrswirtjchaft und Verkehrspolitik, 5 Stundem Sämtliche Vorträge finden in der Technischen Hoch­schule Dresden, Bismarckplatz, statt.

v Se,U.\nc1 Kunstchronik. Tie in Karlsbad zur Kur weileiide berühmte Sängerin Adelina Pa11i, jetzige Baronin Cetersttom trat, als ein zahlreiches Publikum sich vor ihrer Mohnmig angeiammelt hatte und ihrem Gesänge lauschte auf das Bmallsklatichen auf den Balkon hinaus und sang de!n Pub­likum ein Lied. Die Kurgäfte brachten der Sängerin begeisterte Coationen. - Direktor v. Weingärttier bat das Mitglied des Wies­badener Hoftheaters, den Tenoristen Heinrich Hensel, der bei de., heurigen Wiesb. Maisestfpielen allgemein und auch dein Kaiser außerordentlich gefallen hat, für ein mehiabendliches Gastsviel ui der nächsten Spielzeit verpflichtet. 1 1 w