Ausgabe 
17.12.1908 Zweites Blatt
 
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Donnerstag 17. Dezember 1908

158. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 297

etld)ttni täglich mit Ausnahme des Sonntag».

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Ter Zentralausschuß beschloß daher endgültig die Veranstaltung eines Fackelzuges, für den auf eine Beteiligung non etwa 4000 Studenten gerechnet wurde. Tie nötigen Vorbereitungen wurden also getroffen. Tas kön'gliche Polizeipräsidium erteilte seine Gc- nchmigung, und auch das königliche Hofmarschallamt hatte auf eine mündlich)« Anfrage hin die Antwort gegeben, daß es gegen den Mehlig der Berliner Studentenschiost nichts einzuwenden habe, jedoch der Form gemäß noch um eine schriftliche Eingabe bäte. Tie akademisch»: Jugend war daher enttäuscht, als letzt ein Schreiben vom Hofmarschallamt eintraf, in dem zu lesen stand:

. . . Auf das Schreiben vom 24. v. M. teile ich Ihnen ergebenst mit, baß S. M. der Kaiser und König für die freitnb- liebe Absicht, den bevorstehenden allerhöchsten Geburtstag durch einen Fackelzug zu begehen, sehr dankbar sind, mit Rücksicht auf die kalte Jahrcs-eit aber bitten, von dieser Veranstaltung Abstand nehmen zu wollen. gez.: A. Eulenburg."

So wird denn der Fackelzu-i unterble'ben.

Türken! ose.....

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Redaktion, EroedtNon and Druckerei: Schul­straße 7. Grpeömon unb Verlag. 5L 9iebathon:eflS 112. TeL-Adr^AnzetgerGleßen.

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^echilachwvelchem: 0. Ttzember 1808:

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A» m.: 2 ic m Mlmr.mern gefetzte« Ziffern geben an, wie uie der Todesfälle m der beiveiienben Rvanfbeu auf von auswärts nach Onefien gebrachte Braute kommen.

Teiefonische Kursbericnte

Giessenei Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, fliessen.

Frankfurter Börse, 17. Dezember. 1.15 Uhr.

nach Abzug von

Es starben an: Zusammen:

Tuberkulose Hiebs Darmeinklemmung Lungenentzündung Lungeneinphysem Ohreneikerung AlkoholtsrnuS unbekannter Ursache

1 % Öesterr Goldrente.

4/a % Oesterr. fc-ilbetreute 1% Ungar Goldrente . . X% Italien. Bente . . .

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DeSteyener ZamNlendlätter" werden dem ,ÜlnAetfler* viermal wöchentlich betgclegt, das Kretsblati fflt den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen 3elt- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

wöchentl. Uebersichl derTodersälle L ö. Stadt Gietzen.

50. Woche. Vom 6. bis 12. Tezenwer 1908.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 linkt. 1600 Mann Militär.)

Lterblichkenszisser: 17,11*,,

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Tendenz fester.

Berliner

Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmuuder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz ruhig.

6 Ortsfremden' 8,88 7&.

Kinder Erwachsene: tm vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

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Reichstage und der Erklärung imReichsanZeiger" etwas nachließ. | weißer Westen (^''gebaute Fremdsorten) l^.VOMk.. Koni 12,00 Mk Ter Zentralausschuß beschloß daher endgültig die Veranstaltung | Gerste : F""eraerste 10.00 Mk., -drauaerstc HJ50 00 1IL, Ha er

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Siehener Anzeiger

General-Anzeiger für Sberhesjen

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Israelitische ReUgionsgemcinde.

Gottesdienst in der Synaqoge (Süd-Nnlaqe).

S a m s t a a den 19. D e z e m b e r 1908:

Vorabend 4.15 Uhr.

Morgens 9.00 Uhr. Predigt.

Nachmittags 3.30 Uhr.

SabbatauSgang 5.15 Uhr.

Israelitische NeNgionsgesellschaft.

Gottesdienst.

Sabbatfeier am 19. Dezember 1908'.

Freitag abend 4.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Sabbat-Ausgang 5.15 Uhr.

Wocheiigottesdieust: Morgens 7.10 Uhr, abends 7.00 Uhr.

Die französische Fremdenlegion.

Die Meuterei einer großen Anzahl, von Fremdenlegionären icnkt aufs Neue die Aufmerksamkeit aller Welt auf diese Institut on, über die sckwn so viele Klagen laut geuwrden sind, zuletzt anläß­lich des deutsck>-französischen Zwifchenfallcs in Casablanca. Ein besonderes Interesse hat auch der jüngste Vorfall in Südoran für uns darum, weil die Meuterer Deutsche sind.

Eine unheimlickfe Anzahl von Opfern hat diese Fremdenlegion im Laufe der Jahrzehnte gefordert, da sie stets auf die expo- aiertcsten Posten gestellt und dahin geschickt wird, wo man das Leben der französischen regulären Soldaten, auch nicht der Kolonial- infanteric, riskieren will: von ihrem Mute gedüngt ist der Boden Algiers und im fernen Osten der von Tonking und Anan. lieber - all, wo man sie hinschickt, hat die Fremdenlegion in Ehren be­standen, sie hat sich stets tapfer geschlagen, aber auf einen Teil dieser Glorie fällt immerhin ein Schotten, denn vielfach ist es nicrt die Kampfbegcisterung, die kühne Taten vollbracht hat, son­dern der Mut von Leuten, die nichts zu verlieren haben, und denen der Tod in der Schlacht besser dünkt als das entsetzliche Leben tu der Fremdenlegion. Gewiß findet sich unter den Mannschaften zu einem nicht unbeträchtlichen Teile der Auswurf der Mensch­heit anderer Länder, aber es gibt doch nicht wenige, die aus Aben­teurerlust wegen unbesonnener Streiche und dergleichen in die Fremdenlegion eingetreten sind und diesen Schritt bitter bereuen müssen, wenn sie die dort herrschenden Zuände vor Gesicht be­kommen. Strenge Disziplin ist gewiß am Platze, aber diese darf nicht in drakonische Strenge ausarten, die sich in keiner anderen Armee findet: auf die geringsten Dienstvergehen sind die schwersten und ungesetzlichsten Strafen gesetzt, die Todesstrafe wird sehr leicht verhängt, und überdies von Gerichten, deren Willkür sprich­wörtlich ist. Zu alledem kommt die furchtbare Korruption, die unter den Vorgesetzten herrschst, die ihre Stellung dazu benutzen, sich zu bercidjcnt, während die Mannschaften unordentlich verpflegt werden und sonstige Unbilden erdulden müssen. Bekanntlich ist auch die sittliche Verworfenheit der meisten Offiziere und Unter­offiziere, deren widerwärtigen Gelüsten die meisten Soldaten preis- gegeben finb, wenn anders sie nicht noch schwerer Bedrückung sich oussctzcn wollen. Diese Zustände sind allgemein bekannt, unb doch geschieht seitens der Behörden und des Parlaments absolut nichts, um eine Acnderung der Verhältnisse herbcizuführen. Am bebaucrlickisten ist es, daß gerade der überwiegende Prozentsatz der Fremdenlegionäre sich aus Deutschen rekrutiert, ca. 60 Prozent, Si denen noch ca. 15 Prozent anderer deutschredender Nationen mnren, so daß fast dreiviertel der gesamten Legionäre deutscher Herkunft sind. Sck-on mehrfach ist selbst in Frankreich der Ge­danke ausgctaucht, die Fremdenlegionen aufzulösen, ohne daß man aber an die Verwirklichung dieses Planes herangetrctcn wäre. 3it jüngster Zeit Ixt bett die Vorfälle in Casablanca, wo zahlreick;e Legionäre desertierten, und wie erinnerlich, ein hierbei entstan­dener Zwiscl^enfall zu scharfen Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich geführt hat, erneut Anregung nach dieser Richtung hin gegeben und auch das jüngste Ereignis in -Südoran ist ge­eignet, im Interesse der Humanität die Aufhebung einer Ein­richtung zu fordern, die einen Schimpf für die heutigen kulturellen Zustände Frankreichs bildet. Leider steht cs nicht in der Hand der anderen Mächte, hier einzugreifen, aber in geeigneten Fällen dürfte es wohl am Platze sein, bei der französischen Regierung höfliche aber dringende Vorstellungen zu erheben.

Was die dieser Tage gemeldete Meuterei in Südoran anlangt, so ist sie in ihren Motiven.noch nicht völlig aufgeklärL Sie wird von Kennern der Legion auf denCasard" genannten anormalen Erregungszustand zurückgeführt, der sich zuweilen der Legions soldatcn bemächtigt und sie zu ganz unerklärlichen Torheiten ver­anlagt. Andere behaupten freilich, unterstützt durch einige De­peschen derAgence Havas", daß die Desertion durch die deutsche Tes.'rtiou.agen^ur anaeregt wurde, und daß der Führer, ein ehe­maliger bayerischer Offizier, nur ein Vertreter dieser Agentur ge­wesen sei. Als Beweis wird der Umstand angegeben, daß alle Teserlcure deutscher Herkunft waren. Unter Reserve wird weiter berichtet, einige Kommandos beimUeberfall der Bahn wären in deutscher Sprache gegeben, und der Abmarsch wäre unter dem Rus:Vive l'Allemagne!" erfolgt. Bezeichnend genug wird auch die gute Disziplin der Deserteure, die im Zuge keine Gewalttat begingen und nicht einmal eine Flasche Wein sich aneignetcn, als Beweis für ihre beutphe Herkunft und für den überlegten Plan dieser Eskavade angeführt.

politifebe Taaer-charr.

Ter Aufmarsch der Handwerker

gegen die geplante Gas- und Eleitrizitätssteuer findet in einer wohl noch nie dagewcsenen Einmütigkeit statt. Es ist uns nicht möglich, alle die Kundgebungen, welche sich gegen diesen Steuergesetz-Entwurf erheben, im Wortlaut einzeln wicderzugeben. AuS allen eingehenden Resolutionen zeigt sich, daß die Gas- und Elektrizitätssteuer als ein Unheil betrachtet wird, welches nicht nur den Fachleuten, sondern auch den Verbrauchern schwere wirtschaftliche Schäden zu- fügen muß. Insbesondere wird hervorgehoben, daß die geplante Besteuerung der Beleuchtungsmittel, auf Glüh- hinten und Glühstrümpfe dazu angetan sein würde, eine voll­ständige Umwälzung in dem Geschäftsbetriebe der Fach­leute hervorzunifen. Immer wieder wird betont, daß es bei dem handwerksmäßigen Betriebe der Kleingewerbe­treibenden unmi'g.ich Mn wird, die vorgeschriebenen Siche- cungsmaßregeln einzuhalten, immer wieder wird die Be­fürchtung laut, daß die Handwerker und Kleingewerbe­treibenden. für den Handel solcher Beleuchtungsmittel in Zukunft ausgeschaltet werden müßten. Mit Recht wird in einer Reilw von Protesten hirvorgehoben, daß es nur Be­trieben, die eine korrekte, kaufmännische Organisation be­sitzen, möglich sein wird, den Handel mit Beleuchtungs­artikeln auch ferner beizubehalten. Jedenfalls liegt die Gefahr sehr nahe, daß der Verkehr in dieser Branche sich mehr wie bisher den Detai nroßbetrieben zuwenden wird.

Bückeburg und Detmold.

Ernst Georg von oer frühere Gegner des

regierenden Fürsten zu Lipve im Thronstrcit, i|t geltem nach­mittag zu einem offiziellen Besuch am D-etmolder Hofe emgetroilen. Ter Empfang dos Fürsten war sehr herzlich. Unterrichtete Det­molder Kreise glauben, der Besuch des Bückeburger Fürsten sei für den Kaiserbesuch in Detmold und damit für die endgültige Beilegung der ehemaligen Spannung die Voraussetzung.

Ter abgelehute Studentenfackelgug.

Staditkeater

Giessen.

r. Hermann Stelö^

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Ein Weihnachtsgeschenk.

Der Bonner Bergirerks- und XDuLeu.reirt und die Zement- abrik Ober-Kassel bei Bonn erlassen an ihre Arbeiter eine Be­kanntmachung, wonach jeder Arbeiter ein Weilmachtsgeschenk er­hält: ferner alle diejenigen, die über 25 Jahre bei der Firma beschäftigt sind, noch besonders 50 Mark. In Zukunst sollen den Arbeitern auch bei besonderen Anlässen, wie Geburten, militärischen Hebungen usw. ansehnlick)e Unterstützungen, die in ihren Beträgen sestgelegt sind, zuteil werden. Von dem Jahre 1909 ab sollen die Arbeiter am Reingewinn des Unternehmens beteiligt sein.

Ter Boykott gegen Oesterreich.

Die Fortdauer des ^ovko.ts uflm-eiuM"d>er Waren in der Türkei h.'t namentlich italienische und russische Exporthäuser mobil gemacht. Sie suck>en festen Fuß in der Türkei zu fassen. Die Großsabrikanten in Moskau Rjabyschiuski, Zuendel und andere chicken gemeinsame Agenten nach Konstantinopel, um Handels­beziehungen mit den türkischen Firmen, die ihre österreichischen Verbindunam lösen, an;uknüpfen. Infolge des anlialtenden Boy­kotts der österreichisch-ungarischen Waren im nahen Osten wird dann auch sck-on ein großer Export von Manufakturwaren aus dem Hafen von Odessa nach Konstantinopel, Smyrna, Beirut und 'i)afa beobachtet. Oesterreich steht bekanntlich diesen, seinen Handel ckädi'genden, Vvrgängen keineswegs untätig gegenüber. Tie wie- >erholten energischen Vorstellungen Ocsterreick)s in Konstantinopel haben auch schon Erfolg gehabt: der türkische Ministerrat hat gestern beschlossen, daß, wenn österreichische Schiffe mit eigenen Boten Maren bis zum Zollamt bringen, die Zollamtshäuser für Ausladung der Waren Sorge zu tragen haben.

Castro unb die Revolution in Venezuela.

Präsident Castro von Veuezue.a hat rcajt daran getart, bei­zeiten Venezuela zu verlassen. Tort geht es k.üneswe-'s friedlich zu. In Caracas kam es am Montag infolge des energischen Vor­gehens der Holländer zu Revolten und Plünderungen, wobei auch Eigentum von Freunden Castros geplündert wurde. Tie Kund­gebungen richten sich nicht gegen Holland, sondern nur gegen Castro. Fremde wurden nicht belästigt. Tie wütende Menge durchstreifte die Stadt, zertrümmerte die in den Klubhäusern und anderen Gebäuden befindlichen Düsten des Präsidenten und ver­brannte auf der Straße unter Jubelgefchrei die ihn darstellenden Bilder. Die Polizei ließ die Menge gewähren. Zu den Ruhe­störungen in Caracas wird weiter gemeldet, daß die Stadt von bald nach Tagesanbruch bis 1 Uhr Nachmittags unter der Herr­schaft des Pöbels stand, der jedoch der Führerschaft ermangelte. Von der Regierung waren Truppen aufgeboten. Gomez verlas ein an das Volk gerichtetes Manifest, wwrauf sich der Pöbel bald be­ruhigte und auseinanderging. Gegen die Angestellten des Blattes El Constitutional", das Organ Castros, wurde eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet, weil sie dadurch, daß sie zuerst auf den Pöbel schossen, die Unruhen veranlaßt haben sollen. Tas Blatt stellte sein Erscheinen ein, in Caracas erscheint infolgedessen keine Zeitung. Inzwischen ist das Standrecht proklamiert worden, und damit ist die Ruhe in der venezolanischen Hauptstadt wieder ein- gek.hrt. Mittlerweile haben die Holländer abermals einen vene­zolanischen Dampfer, der an der Küste Wachtdienft versah, ge­kapert. Dies ist nunmehr das dritte Schiff, das sie wegnehmen. Auf die Stimnmng des Landes ist das natürlich nicht ohne Ein­fluß geblieben. Wenn die Ruhe auch seit vorgestern anscheinend nicht mehr gestört worden ist, so befürchtet man doch den Ausbruch der Revolution. Castro läßt es sich inzwischen in Berlin trotz seiner Krankheit gut gehen. Der Kaiser hat übrigens dem Präsidenten Castro durch Vermittlung des Auswärtigen Amtes seinen Tank für das an ihn gerichtete Begrüßungs-Telegramm auf mündlichuvn W"ae überbringen lassen.

fiiigefanftt

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Einsender dieses mochte die verehrt. Stadtverwaltung einmal auf die Trümmerstätte aufmerksam machen, die am Wetzlarer Weg unmittelbar am Eiseubalmubergang unterhalten wird. Was «ollen die vielen Fremden, die täglich die Klinik besuchen, hiervon denken ? Damit diele Leute nun die hier augeltovelten Herrlichkeiten etwa-. länger bewundern können, hat es der betreffende Eigentümer für gut befunden, an der Ecke dieses Terrains ein monumentales Schild aufzurichten, womit angezeigt wird, daß man zur chirurgiichen Klinik 2C durch die voffinamislraße muß. Tie Stadt hat doch ichon sehr aeschmackoolle, klare Wegezeichen anbringen lassen, was soll also dieses eigenmächtige Vorgehen bezwecken? Es irritiert dock nur die Leute. Ter gerade Weg durch die Friedrichstraße ist der einzig richtige, wie kommt der Betreffende dazu, die Tis- pofittoneu der Stadt in dieser Beziehung durch die Anbringung anderer Wegezcichen zu frihfieren ? Nebenbei bemerkt, bebau der Inhalt des Schildes auch orthographischer Rorrefturen. X. Y.

ib Mache».

AM mmr Biehen. iir«-Perci!i

am 15. bis 16. Dez. , 15. , 16. ,

Aus Berliner lUu^iuMen icreqen lüiro CentB. 2.." ge­schrieben : Die Studentenschaft der gesamten Berliner königlid>cn akademg'chen Hochsamlen beabsichtigte dem Kaiser anläßlich seines fünfzigsten Geburtstages einen Fackelzug darzubringen. Der Ge­danke hierzu war bereits int Sommer d. I. entstanden, und der Zeutralausschuß der Berliner königlichen Hochschulen hatte auch dementsprechend im vorigen Semester mit den Vorbereitungen innerhalb der Studenten,cyaft begonnen, ili» im Herbst d. I. die bekannten ^litischen Ereignisse eintraten, entstand in der Studentenschaft eine heftige Gegenströmung gegen die geplante l^ndgebung, die jedoch nach der Kaiser-JnrerviewdebaUe im |

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