Sie suchte zwei
Verletzung auffaßte, 2 Monate Gefängnis ein.
* Neue Opfer des Alpens Ports.
Bei einer B e
trug der Witwe (5. L. von das ihr Verhalten als Körper-
streitcndc Männer dadurch voneinander zu bringen, daß sie dem einen mit einem Besenstiel auf den rl'opf schlug. Ihre Berufung stützte sich auf Notwehr, doch verteidigte sie sich so ungeschickt, datz sic zugab, sie habe den Schlag nur um deswillen auf den Mann geführt, well er sie tags zuvor beschimpft l)abe. Da dies außer einer Reih^ anderer «trafen die vierte wegen Körperverletzung ist, hatte ihr das Schöffengericht mildernde Umstände versagt, in welchem Falle die erkannte Strafe die Minimalstrase ist. Wenn and) der Härte des Schädels des Verletzten wegen leine erhebliche Wunde entstanden ist, so hatte Dod) das Berufungsgericht auch ekinc mildernoe Umstände gefunden, weshalb es das Urteil bestätigte.
Eine angebliche Ruhestistung Alsfeld beim Schöffengericht,
vermischtes.
*■ Massendiebstähle in der Deutschen Wa f fen- undMunitionsfabrik. Seil Wochen vcrsänvanden aus der Deutschen Waffen- und Munllions^örik in Berlin Waffen- und Munitionsteile sowie Handwerkszeug aller Art. Tie unausgesetzten Veobachtunge»i ergaben, daß nicht ein einzelner, sondern mehrere der im Betriebe tätigen Personen an den Dieostählen beteiligt seien. (Kitt unerwartete Durcysuchuug bei Geschäft-- schluß lührte dann auch zur Entlarvung der Täter. Lehn Arbeiter wurden verhaftet. Haussuchungen brachten ein reichhaltiges Ticbeslaacr ans Liä/t. Auch mehrere Waffen Händler fcheinen mit den Dieben in Verbindung gestanden zui-aben. Vier Arbeiter wurden in haft behalten. Am Dienstag abend wurde noch der Büchsennracher Reinl-old Frmike verhaftet. Er unterhielt zu Hause eine eigene Wcrkstcut. In dieser scheint er die Zusammenstellung von (Seit, yr en im Großen betrieben zu toben. Es wurden bei ihm allein fünf fertige Militärgewehre Modell 96 sowie viele Gewehr teile, scharfe Patronen und Vs Zentner Pulver beschlag- nahmt. Er wird sich daher auch wegen'unerlaubten Ausbewahrens von Sprengstoffen zu mranttvvrten haben. — Die Moskauer Bahnverwa ltung l-at gewaltige Diebereien entdeckt, die die russische Transportgesellschaft im Verlauf von 2 Jahren um zwei Millionen Nudel schädigten. Eine große Anzahl Bahnbeamte find beteiligt.
Betrug.
Ter 18jährige Fuhrmann W. D. von Nidda fährt seit anderthalb Jahren den Mitglieder der Molkereigenossenschaft Hungen die Milch nach der Molkerei und besorgt den Genossenschaftsmitgliedern auf Grund von Bestellzetteln die Molkereiprodukte in ihre Wohnungen. Nachdem er im Anfang zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber gearbeitet hatte, stellte es fich heraus, daß er sich in der letzten Zell eine Reihe von Veruntreuungen hat zusd)uldcn kommen lassen, bejüglid) deren er sich demnächst vor dem Schöffengericht zu verantworten bat. Zur Zuständigkeit der Strafkammer gehörten vier Urkundenfälschungen, die mit Betrug einheitlich zusammentreffen. Er hat zwei Bestellzettel fälschlich angefertigt und mit den Namen von Genossenschaftsmitgliedern unterschrieben, sowie zwei Zettel, die von Mitgliedern auügesüllt und unterzeichnet waren, in der Weise abge- Änbirt, daß ihm größere Quantitäten verabfolgt wurden als bestellt waren. Er will nicht in betrügender Absicht gehandelt haben, die Leute hätten vielfach mehr Butter und M'äfe von ihm Verlangt, als sie auf den Bestellzetteln aufgeführt hätten, weshalb er die Zettel entsprechend abgeändert tobe. Er verwickelte sich ober derart in Widersprüche daß für das Gericht kein Zweifel bestand, daß er versucht hat, auf Grund der gefälschten Zettel von der Molkerei Waren zu bekommen, um diese an Nichtmitglieder gegen einen höheren Preis abzusetzen. And) glaubte ihm jbao Gericht nicht, daß er sich bei den Fälschungen nichts Böses gedacht und geglaubt habe, sein Tun sei nicht strafbar. Soviel stand fest, daß der Angeklagte nach feiner Intelligenz in der Lage war, die Strafbarkeit seiner Handlungsweise zu erkennen, und da dies )ur Bestrafung genügt, wurde er zu einer Gefängnisstrafe von einem M onat verurteilt.
Hausfriedensbruch.
Kürzlich wurde der als Bettler umherziehende Taglöhner H. St. von Dauern he im in dem Hause eines Weißbinders au Reiskirchen von einem Jungen vor einem offenen Schrank stehend angetroffen. Nach Stellung Strafantrags wegen haus- friedensbruchs wurde das Schöffengericht mit der Aburteilung der «ad)c betraut. Es nahm an, der Angeklagte habe es aus einen Diebstahl abgesehen und verwies deshalb, da der Angeklagte wegen dieses Deliktes fid) im Rückfall befindet, die Sache an die Strafkammer. Ta die Anklage und der Beschluß über die Eröffnung des hauptverfahrens sich nicht auf Diebslahlsvcrsuch erstreckte, konnte bei der Verhandlung dieser Punkt aud) nicht berührt werden und hätte deshalb das Schöffengericht int Sinne der Anklage entscheiden müssen Nachdem aber die Sache an die Strafkammer verwiesen worden war, mußte sie nach der Straf- Prozeßordnung zur Verhandlung schreiten. Des Bettelns war der Angeklagte geständig, dagegen bestritt er, im genannten Hause gewesen zu sein. Da eine Verwechselung seiner Person ausgeschlossen war, hielt man ihn für schuldig und verurteilte ihn wegen HaussriedensbruchS zu 3 Wochen Gefängnis und wegen Bettelns ui 3 Wochen haft, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erklärt wurde
doch einige Matten abzulassen, die sie abfetzen wolle, 'is sie soviel Geld beisammen habe, um die Nachnahme einlösen zu können. Nachdem sie dem Beamten noch borge» dmrinbelt hatte, aus Anlaß der Hochzeit im Piarrhause seien bu ihr Matten bestellt worden, auch Lehrer- und mehrere andere Leute hätten bei ihr Bestellungen gemacht, so daß sie in j*t Lage sei, um die Mittagszeit schon die Einlösung zu bewerkstelligen, überließ ihr der Lademeister den größten Dell der Sendung, iromu ftc oerschwano, um 'ich nicht mehr blicken zu laiien Um die nämliche Zeit bat sie eine weitere Bestellung auf Fußmatten unter ihrem richtigen Namen bei einer Rüsselsheimer Firma gemacht. Tie Sendung wurde ebenfalls unter Nachnahme nich »tlein-Karben spediert, hier erregte sie das Mitleid oeS Lademeiftere indem sie ihm ihre Notlage schilderte und versprach, btc Nachnahme ein-icköftn, sobald sie einen Teil der Matten abgesetzt habe, .lud) bier ließ sie sich nicht mehr sehen, nachdem ihr ein Teil verabfolgt worden war. Ihre Gutmütigkeit Haden die Lademelster, Die für die Nachnahmebeträge aufkommen mußten, mit 17 bezw. 19 Mk. Schaden zu büßen Rach den Vorstrafakten scheint dies die Spezialität der Angeklagten zu sein, denn in Tübingen wurde sie wegen 5, und in .\xilbronn mögen 7 Derartiger älle, die sie teilweise in Gemeinschaft mit B verübt hat, zu 11 Monaten bezw. 14 Wochen Gefängnis verurteilt Ihre Angabe, sie habe B. das Geld für die Nachnahme gegeben und könne nichts dazu, daß dieser sic nicht eingelüst habe, verdiente wenig Glauben. Für den ersten Fall, in dem Urkundensälschung mit Betrug für vorliegend erachtet rouroc, erkannte das Gericht aus eine Ein- satzstraft von 6 und für den zweiten Fall, der nur Betrug darstellt, auf 4 Ntonate Gefängnis Diese Strafen, sowie dic in Tübingen und Heilbronn erkannten wurden unter entjvrechcn- oer Reduzierung auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis zurückgesührt.
Eia Wüstling.
Gegen den lOjährigen Steinbrucharbeiter W D. von O r t e n b e r g , der wegen Sittlichkeitsvergebens bestraft ist, wurde unter Ausschluß der Ceffenthdrfcit wegen Si 11 l i ch k e i t s v e r- brechens verhandelt, Wad) dem Urteil hat er an einem Sonntagnachmittag ein von Badenhausen nach Lrtcnberg gehendes tzjähriges Mädchen unter Versprechungen in den Straßengraben gelockt, um unsittliche Handlungen an ihm vorzunehmen. Ter Umstand, daß dem Winbe weder ein körperlicher noch physischer Schaden entstanden ist und der Angeklagte kein hervorragender Geistesheld zu sein scheint, rechtfertigte die Minimalstrase von 6 Monaten Gefängnis
Eine Streitbare.
Tic Nachricht, daß der Wiener Bankier ReißeS eine SRiOi» Kronen zur Erbauung eines Luftschiffes gefvender hab«. erfunden. Ebenfo dementirt der Biauereihesitzer Treher, h->- er eine halb« Million zu spenden beabsichtige.
Zn Par »S rannte ein Personen;ug gegen einen ihrllW wobei 7 Personen verletzt wurden I
Der in Marseille r.rtoftcte Mörder Cesar Jaffa j« jetzt auch des Brudermord.« beschuldigt TaffoS Bruder hör unter rätselhaften Umständen. Tie Leiche ist setzt rrbumiert
Dailo -iciegraf berichtet aus Rewyork von einem iurchc. toren Berti n. daS von zivei unbekannten Männern einer Frau verübt wurde Sie überfielen eine Passantin, tx sie $u reraulen. Um feil’« rufend, lief die Frau davon, tcmxbt aber von den beiden eingclylt, ihres GelocS beraubt und »or eine elektrische Straßenbahn geworfen. Sie ivvxh furchtbar verstümmelt und Hieb ’oiort toi. Ter MowrfühM hielt an und nahm mit einigen Pa sagieren die Veriolguna iw Mörder auf. jedoch Vergebens
Ein Bandit hielt im aiuerik. Nationalparkvons)ella». ft one einen Wagen mit 7 Touristen an, olünderte die stv. Jasten und stüchiete mit den auSgespannien vier Pferden. T, kavatleneposten, welche von der Regievuug jur llebmvnd)img t?i Parkes aulgeftcUt find, nahmen sofort die Bettolgmig du Banditen qm. -------
Zeppelin.
Zur Aufklärung der Ursachen der Luftschiff-Katastrophe schreibt man uiifl iiachtraglich von sachverständiger technischer Seite: .Der Zerwelin'sche Ballon balle viel Ga« verloren; bei einer nicht starren Hullc druckt sich m solchem Falle diese em. Da daS bei starrer Hülle nicht möglich ist, Io war em Bestreben der Atmosphäre vor- banden, stdi mit einer Wasterstostüllimg des Ballons zu vermischen. TiefeS Bestreben mußte ziinehmen, als der Ballon losgensten und durch beit Sturm gehoben ivurde. Die Lust war infolge der Ge- iviller mit Qzon geschwängert und durch daü AuSsliomen des Wasserstoff«« und Eindringen der stark ojonhaltigen Luft entstand eine Vermengung und somit das fogenannle »Knallgas-. Tie Harte Reibung und der AiiSgleidi der polarisierten Elektrizität bewirkte Hitze unb bie bekannte Erfcheinung ber plötzlichen Wasterdampl- bildiing unter F«uererschein»nia war ba. Mit solcher Wasterbildnna unter Feuererschentung erklären bic Astronomen baS plötzliche vonidergehenb« Aufleuchten buuNer Himmelskörper. Wichtig fchemt es au fein, den Ucbewig (bie Hülle) des starren Skeleus derartig elaitifch herzuslellen, baß bei Gasverlust einem Truck ber atmoivhaii- schcn Hilft nachgegeben wird. Vielleicht dürfte eS stch auch empiehleu, jemc Art (tlchtuiläUktbleiier anzudringen, damit die an den Spitzen «mifirömenbe Elektrizuät nicht bev GaSfüllung, sondern der Atmosphäre entzogen wirb, vielleicht durch unter den Gondeln an- zudringende Ausläufer in Form von Büscheln.-
Gras Zepelin ist am Ticnsta^ abend mit seiner Tochter aus .Fi>.Srid>sdajeii abgereist. Tie Aulrcgun^ii u den letzten Wsdxn iiuD bic Belagerung durch iminbet und Blllsteller riefen .>as Bedürsuis nach Ruhe hervor. Ter Aufcntoaii des Hafen wird geheim getoltm.
ZevrAiN empfing den Direktor der FavoruW.-mnw;b.’r.> Gesellschaft aus Hannover und ließ sich bereit finden, einige Wort: „an ba: deutsche Bott" cur sine Platte tu sprechen. Ter Grar .Zeppelin ist abo vom Sdrd«cl aller berühmten Männer ber modernen Zell er eilt worden - Tie Schallplatte hat feine stimme scügehaltcn und >'o wird wohl das deutsche Volk in firner je« das Vergnügen bdben. neben ban Schuster Voigt auch den Grafen Zeppelin trn Barietü zu böten. V elleuht mutet ein dreister 3mmiiarw dem Grafen gar an persönliches Auftreten zu! Tie Rcd.>
Ter fecrzop von Cumberland hat für Zep.elin 1000 Mark gestiftet, feine Söhne Prinz Georg Wilhelm 500 Mk. und Prinz Ernst August 200 Mk
Hamburg tot für die Zeppelin»Spende insgesamt 194170 Mark gesammelt.
Ein russischer Lcnkballov.
Ter Times wird aus PeterHurg gemeldet, das Problem des Flugec scheine endgültig gelöst, falls die (Frroartungfn. d»c man an die jetzt dort bekannt gegebene Erfindung deS Militär- (Ingenieur. Leerst Oschtschervski-Krougllk knüpft, sich erfüllen. Dbfr't Srouglif »oll bereit) die Fähigkeit seines Systems, mit Leichtigkeit fünfmal größere Gewichte als die Aeropl^ne zu tragen und eine Gk'dnDinbigteit von 320 Kilometer in der Stunde zu erreichen, naebgeroieien haben Tra'e aus, er ordentlichen Erfolge mürben durch die Rotation von Flügeln erzielt, die Zinnstreisen statt Federn enthalten.
Landwirtschaft.
Braugerste- unb HopenauSstcllung. Alljährlich findet in Berlin im Monat Cftober eine deutsche Braugersten- uno Hopfenausstellung statt. In diesem Jahr ivird an- läßlich des Jubiläums der Versuchs- uno Lehranstalt für Brauerei die Ausstellung eine internationale sein Wie früher, nrtrb die Landlvirtschaftskammcr eine gemeinsame Beschickung der Ausstellung vornehmen. Im Interesse unseres heimischen Bmu» gcrstenbaucs ivärc desonoerS dieses Jahr eine reiche Beschickung der Ausstellung mit hessischen Braugersden erwünsdH Die Landwirte werden daher auf diese (öelegcnhoit besonders ausmerksam gemacht. Anmeldebogen sind durch dic Landwirtsdwftskammer Darmstadt, Rdeinstraßc 34 I zu erhalten. Alle Gersten werden, wie icdcs Fahr, so auch dieses durch die LandwirtschaftS- kammer einer Vorprüfung unterworfen. Der letzte Termin für dic Meldung und Einscnbiing t> r Proben ist der 5. September.
9,'cucstc Meldungen.
Eine Berliner Korrespondenz verbreitet die SensationLnachuchi. daß das 4. hessische Infanterie-Regiment N r. 1 le wegen der bekannten Patronendiebstahlsaffäre beim Kaiser m lb- grtabe gefalle . sei. Die baldige Strafversetzung des RcguneW sei vom Kaiser bereits angeordnet worden und als neuer tikr nisonsort komme Pofen in Betracht.
Wir glauben, daß diese Meldung, die in .yenen .ziemlicht Aufsehen erregen wird, nid)t zutrisst. Nach der MllltärkonvenNN soll das Hessische Moiüingcnt für die Tauer des Friedens ■ atnuon behalten und es soll vom Kaiser nut vorubet- gehend und in außctgcwöhnlid^en, durch inilitärische ober ix
icboiencn Fällen verlegt werden können. Öh können Nicht cinschen, daß ein solcher Fall vorliegt uno wüide- eS aufs tiefste benagen, wenn bad vei < reiben einet
Einzelnen von den RcgimentSangehörigen dadurch gebüßt werden soll, daß sie mehr als Tausend Kilometer von der veumu il)7or Tienstpslicht zu genügen haben.
Auch ivlinid) üiig tv.lre eine derartige Maßnahme Nicht, beim die Rcichsvcrdrossenheit mürbe damit gewiß Nicht verminden werden.
Griginal-Drahtinclduttgen.
-sd. Darmstadt, 26. Bug. In der gestrigen Mil- gliedcr.Bcrsammlimg des freisinnigen Vereins wurde beschlossen, bei den bevorstehenden Landtagswahlen selbstständig vorzugehen. AlS Kandidaten wilrden Stadto. Iustij. rat GallnS und Architekt Christian Fr. Rückert au*- gestellt.
b- Frankfurt a. M , 26. Aug Ter Maaistrat der Stadt Frankfurt tot bcsdüosscn, der 'Zknammlung der stadwerottmeu» lorznsd,'lagen, \ i die Zeppelin Spende 100<K) ^art flr D e ii a u e s ch ui g c n 5U0J Mark aus it..ouschen TiiUt-ln zu bewilligen.
'Wien, 26. Aug. Hier wurde abermals em großer K u n !l b i e b si a h l verübt. In ber berühmte», FürstUch xnrdMt”1 slem'scheii Gallerte ivutbe cm kostbares Elsendein-Relit' von uiibekaimlen Tälern entroenbet. Alan vermutet, baß cf die» iclbcii Diebe sind, die in der Harrach-Gallerie das van Tpck- Gemälde gestohlen haben.
Rom, 26. Aug. Wie aus dcm Meinungsaustausch^ to -ivisdzen Rom, Berlin und Wien, stattgesunden batte, bvroorgtH ivird keine neue Marokko -K'onserenz cinbrrutnt i«rba
Par»S, 26. August. Botschafter Revoil reiste gellem w» Minister Plck, o n zum Präsidenten nach Rambouillet. M wird sich Ende der Woche nach San Sebastian zu einer KonfetM mit dem fpainfchen Mmister des Aeußern begeben.
Paris, 26. Aug. Tcr Maun meldet aus Tanger: Mule« Vaiib habe bm Korresvondcnten des BlatteS cnrvkhtigt, »u- zuteilcn, daß et «ntschlo »' n sei, die Akte von AlgetiraS z» fruchten und bie Verantwortung für bic Schulbev bes M agh » e n zu übernehmen. Tie Gesanbtschastcn Hb» bereits b.es^czi.glichc schristliche Bersicherungen erhalten Müfrs L>a id hat Ku-vd- die Bebingung gestellt, daß eine Prüfung flkr du Schulden angestellt wirb, da er nicht beabsichtige, ubcrmebene Forderungen zu bezahlen.
Boston, 86. August. Beim Einsturz eines •<• bände- würben 16 Personen getötet unb 20 verlebt. — sttach einer Tlelbung aus 91 e ro -'!) o 11 behübet sich bu Borlm- finna A. S. Brown & tto. in Zahlungsschwiertg- feiten. Ihre Verbinblichkeuen betragen 12 001 UOO Lollar«.
Konstantinopel, 26 'Aiuj. Die armenischen K-' mitees haben nunmehr ebenfalls das lungtürkische L*n>itxun» angenommen. — Gestern sind ui Slam du l neue Brände ausv< brodjai. In lungrürknchcn Kreisen ist man betritf 6 u r.ctü > eunruhigt. da man dieselben auf Brandlegung zurück'üln.
oiro^ 26. Aug. Bei der lleberschwemmung M nördlichen Stabltcllcs von Zt Hartum sind zah'.re^ Hän"' 'Uraestürzt und auch Verluste an Menschenleben pi ver-
Newvork, 26. Aug. In der Nähe von Bdmar w-rde m einem Koster bic Leiche eines älteren ManncS gefunden, der oiftnbar bas €p»er eine- Mordes geworden war. Eine gt- wisse Bonnie :Hx>fenWoom in Baltimore Hal eingrüonben. das ihr Vater von ihrem Bruder Alexander mit ihrer Beihilfe er mordet worden sei, well er die Famllic mißhandelt habe. Ucher den gigenroärtigai Aufenthalt des Sohnes ist nichts bekannt.
— Kleine K n n st ch r o n i k. Ter Kaiser Hal a> r vinU ber Großen Berliner Kunstausstellung bte Große goldene Medaille für Kunst dem Maler Professor Cito H. Engel in Berlin (gt* 1*466 -u Erbach im Odenwald) verliehen. — Wie man au« Lon- mund melbet, soll Ferdinand Freiligrath bei der bunbeu- jährigen Wicbcrkchr feine« Geburtstage«, am 17. Ium 1910, te feiner Vaterstadt Soest em Denkmal erhalten. Soest ist nach dem Zeugnis ber Tochter Freiligrath« bie Stabt', bte ihm feine andere am Heizen lag'. — 2er Cberrtgifieut befl (*o'iotaicu m Dresden, vofschau'pielcr Ludwig Stahl ist in Blanfw- berge gestorben. Stad', war in Brünn geboren und nutchu, nach Absolvierung seiner Studien al« aktiver Clftzier den Fctbzuc; m Bosnien unb ber Herzegowina mit. Glücklich uirudgefefö ging er zur Bühne unb war als barstellenber Künstler in Petersburg, Hamburg unb über zehn Ivhre an veilchiedenen K«. lincr Buhnen tätig, bis er im Jahre 1VSV an baS TrcSbener H». ibester berufen würbe.
handel.
— 4* • Hessische Laube S-H ypolhefenbank Pfand, briefe unb Konmnmal-Cbligationuu 2ie hiesige Nlcberlassmiq t<; M i t t e l b c n l s ch c >, Hrebitbanf, sowie bic hiesige Bonk. iirma Baruch Strang nehmen Anmelbunge ii auf bie btf zum 5. September zur Zeichnung auiligenbe» 4*;e rcichSmünd«:. Ucheren Vfanbbnefe unb Roinmunal-Cbhgationen unfünbbar bu 1918, zmn Kurse von 9V.2ö°, entgegen.
Märkte.
fc. Franksurt a. M.. 26. Aug. Schwcinemarkt. (Ota.- Tel. beS Gieß. Anz.) Zum Veikauje ftanben 1288 Schweine. BcM'i ivutbcn: für Schweine 1. Qual. 71—72 Pfg., Ledeud.'.civichl bis UO Pfg.; 2. Qualität 69—70 Pfg., Lebendgewicht 06,u—uO Pi^ 3. Qual. t2—68 Pfg. Geschäft gut, fein Uebciftanb.
le. tjra n’iuvi a. '2)1., 25. Aug. Heu- unO Strohmarkt. Man notierte: Heu 2,50-2,80 Rik., Stroh 2^0 All. Alle« w 50 kg. Tenbenz fest.
BoranOsichilichc Witterung für Hege» am Donnerstag 27. August: Wechselnde Bewölkung. Geringer Regen. Temperatur wie heute. Starke westliche Winde.
st c i g u n g des Mönches von der Berghütte aus stürzten ein bcutjdKT Tourist und sein Führer ab. Beide wurden ziemlich schwer verletzt. Man stellte in den Äbgestürzten den Apo- tbclcr Tr. Fritz Pflaum aus München und den Führer Christian Balmer fest. ■ Ter Absturz ereignete fid) zwischen 6 und 7 Ubr morgens auf der Südseite des Mönchs unmittelbar unterhalb des Mönd>gipsels infolge Einbruchs einer über hängen den Schnec- c tief war, ist es fast wunderbar, daß die Verunglückten mit dem Leben daoonkameti. Pjlaum hatte beide Beine gebrochen, das eine doppelt. Balmer ist weniger schwer, jebod) ebenfalls erheblich verletzt: er konnte noch die Berglihütte erreichen, von ber beide ausgcgangen waren, unb dort eine von der Jungfrau kommende Turnerschar aus Interlaken m Hilse rufen, die am ReltunaSwerk rühmlichen Anteil nahm. Bei der Berglihütte brad) Balmer erfdjöbft zusammen. Pflaum wurde nach Interlaken in das Bezirks,pilal übergeführt. Er weilte mll seiner Fran zur Kur in Wengen. — Tcr Land gcrichtSrat Dr. Windhoer aus Pottenstein in Niederösterreich stürzte am Sonntag in den Iulischen Alpen ab; er wurde mit gebrochenem Fuß aufgefunden.
* Voigts Dank. Tie „Welt am Montag" teilt den Wortlaut de.- Schreibens mit, das Wilhelm Voigt am 18. ds. MtS an den Kaiser zum Dank für seine Begnadigung gesandt hat. Es lautet: „Ew. Majestät waren so huldvollst und gnädig, nur meine Gefängnisstrafe zu erlassen, unb haben mir bamü cut unverhofftes Geschenk nanad)t. Für mich bedeutet Ew. Majestät Gnade nidit bloß die Abkürzung einer zu verbüßenden Strafe, son. dem die Erweckung zum neuen Leben. Ew. Majestät haben hierdurch nwalich gemacht, toß mein Alter glücklicher wird als meine Jugend 9tur wer ein durch eigene Schuld verfehltes Leben getragen hat, vermag zu ermessen, was für mich Ew. Majc stät gewährte Gnade zu bedeuten hat. Ich vermag nur in schwachen Worten Ew. Majestät meinen Dank auszusprechen, aber ich hoffe und erbitte, Ew. Majestät mögen mir zu bezeugen gestatten, bau mein Dank gut unb rem ist. Gestatten Ew Majestät mir, bau ich mich ansehe als Ew. Majestät allcruntertänigstcr Diener Wilhelm Voigt."
* Meuterei DaS Pariser „Journal" meldet aus Brest: An Bord des deutschen Dampsers „Tom Corvitz", MapiLän Zipplet, aus Emden, nut Kohlen nach Algier unterwegs, ent- stand ^inc Meuterei, als das Schiss sich aus hoher See befand. DaS Schiff hatte ein Leck erhallen und dic Mannschaft weigerte sich, den Dienst zu versehen unter der Behauptung, das Schiff hätte zu schwer geloben. Tie Heizer ließen die Fmer ausgehen. Die Cffi jicrc muhten ihre Revolver ziehen und bie Besatzung nut ber Waise bedrohen. Der Kapitän mußte schließlich angesichts der Gefährlichkell ber Strömung einen Anker nie derlassen. Um 5 Uhr morgen« kam ein Lotse an, welcher beobachtet hotte, baß bas Schiss in Not war. Die Monnichast wollte ihn erft jiidu an Bord lassen, gestattete bies jebod) schließ« id) und daS Schiff wurde noch Breit gebracht, wo eine Untersuchung cinßdeüct worden ist. Ter deutsche Kvnsul in Havre ist von dem Zwischenfall verständigt worden.
Kleine Lagcochrontr.
AIS der Gustcn' Sd)ulHot in Berlin am 24. d M mit seiner Famllic von tiner Erholung Swift :im lehrte, machte er bie Entdeckung, baß der Inhalt scuies Ge l b sch r o u ke S im Wette von insgesamt 6 200 0 M k. Einbrechern in bic Hände gt» ullen war. Tie Ebnung war völlig verwüstet. Schulhof ist Kvimniisionär für Ubrcnfatriten und betreibt einen Handel nut Edclsteineu. Er haue ein großes Lager, unb so konnten für 40 UOO Mk. goldene Uhren, iur 1*000 SK* Smaragdeu, Saplrrrr unb 8riftontnt unb 1100 Mk in barem (Selbe gestohlen werden.
Zu Essen a. d. Ruhr wurden der Ingenieur Pirbschun unb Ovet »rbeucr ivegen Fa l s dn» ii n )tT e i oerhaft.-t Sie fertigten talscuc Zwei- und Euirnarkstucke, fmvte niederländische 2*, Ceiuunoö-Municii an.
««o Q?, c r-J b 0 r * umrde im £ übt fr) je des Warmbades in --s Meter Tine eine i p rv-yr-n H« e 5'oo! au eile er bohrt, oit lieicrt 6000 Liter in Cer Stunde.
Zu 'Ji cid)en ball nmrbe bei einem veranstalteten Schei b c n | ei' t eben der Pfarrer Hellerer au: ^roß^magc von CU,<LÄ ug-S_l 1 n ble ru st getroffen Erne Turne wurde gleichfalls schwer und eine Bauersfrau am Arme verletzt.


