Ausgabe 
24.9.1908 Erstes Blatt
 
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ein gepanzertes Auto, das mit einer Rc

Presse und Publikum.

Roten begannen

öurdi einen chevaleresken Willen, den und Verständigung ersetzen und die Bahn

lange

emessij

'AHR (Rheinlaii).

und des Reichstags in absehbarer

Infanterie-Regiment in Reserve stand. Die Regimenter der

50. Brigade hatten die Walder rückwärts Bottenhorn besetzt. l3ur Verstärkung dieser an sich schon uneinnehmbaren Stel-

iate. Allseitig a in den meisten Drogen- und andlungen.

--------- bewaffnet mar.

Es dauerte bis 1 Uhr mittags, bis die Infanterie der

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akad. geb. Lehrwi

Im Namen der Reichsregierung ergriff sodann Staatssekretär im Auswärtigen Amt v. Schoen das Wort zu folgender Ansprache: Herr Präsident, geehrte Damen und Herren! 3er Herr Reichskanzler hat mich beauftragt, im Namen der kaiser- lidten Regierung den 12. Internationalen Pressckongreß, als Lessen Stätte Sie zum erstenmal seit Bestehen der Vereinigung Lie deutscl-e Rchchshauptstadt erwählt haben und zu dem Sie | (|id) in so stattlicher Zahl versammelt haben, herzlich willkommen M heißen. (Bravo!, Meiner Person ist es eine Ehre und iireude. Sie an dieser Stelle zu begrüben und Ihnen die Hoff- rrung ausdrücten zu können, das; Sic von Ihrem Aufenthalt Mer und in den anderen Städten Deutschlands nur angenehme Eindrücke und schöne Erinnerungen miMehmen und bewahren »werden. Wenn mir heute die Ehre zuteil geworden ist, mit einem Will kommensgrub vor Sic zu treten, so habe ich das ermutigende Gefühl, Ihnen nicht ganz fremd gegenüberzustehen. Mein Beruf Mt mich mit manchem Vertreter der iirternationalen Presse zu°- Hmmiengefuhrt und mich inanchen lehrreichen Einblick in das Kwtzc Getriebe der Presse tun und den Ernst des so oft nur fiiierzhaft geäußerte» Satzes erkennen lassen, daß die Presse rin e grobe Ma cht dar-ftelle, eine Macht von immer wach­endem Einfluß und Uinsang, immer steigender Bedeutung für dcos Leben der Nationen und der Slaatskniist. Diplomatie unb fresse können auf eine lange strafe geschichilick-cn ersprießlichen ^usamnlcnwirkens zurückblicken. Mehr wie je stellt die neue Zeit pn beide die Forderung enger Berührung, gegenseitigen N e r st e h e n s und der Ucberbrückungvon Gegensatz en; tnm Gegensätze bleibe» bestehe» bei aller Eittheillichkeit des Wiv- b'ns uiid voller Gleichheit der letzte» Ziele. Vollkommener Frei- by.it sich crfrcueiid, kann die Presse sich unb chre Leser in ideale, u- auf den Fittichen der Phantasie in gewagte Höhen erheben. 2er Diplomat darf oen feste,r Boden nüchterner Wirklichkeit und li'.hlcr Erwägung niemals verlassen. Tie Diplomatie, ihr Urteil lyiufig aus anbercii Quellen schöpfend wie die Presse, ist gc- beniben an feste Regel», und auch die modernste Diplomatie kann nrcdit immer mit der öffentlichen Meinung gehen. Aber immer nr. sie wünsck-e» und o ar auf bedacht sein, daß ihr die Füh­lung mit der Volksseele nicht verloren gehr oder rasch bniederhergestellt wird. (Lebhafter Beifall.) Hier leistet ihr die Messe unschätzbare Hilfe. Durch ihre rastlose Arbeit im Dienste box Oeffentlichkeit enuirbt sie das Recht, im Namen der Gesamt- hgrit zu sprechen. Noblesse oblige! Aus dem Recht folgt die Mlicht! In de,l sehr beredten und sehr weifen Worten Ihres Präsidenten finbe ich de» SjiniDfia, dab dieser Kongreß wie von t-rechligtem Selbstgefühl über die Macht der Presse, auch von b*tm Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit erfüllt ift Ich bitte Eie, überzeugt zu sein, daß Ihre Bestrebungen, internatio- niaIe Vorurteile und Mißverständnisse zu besei- 1 gen, die öffentliche Verhandlung politischer Dinge mit Lindig- focr, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit zu mehren, von unseren rtrrmfbm Svmpathien begleitet werden. Nehmen Sie für das, was l!k)re Vereinigring erreid>en will, den Ausdruck unserer aufrtd^ Lijl'ten Wünsck-e und Hoffnungen entgegen! (Stürmischer Beifall./

Mit wenige» Sorten wandte sich dann der Staatssekretär in: frailzosischcr Spradje noch besonders an die ausländisckien Gäste mit dem aufrichtigen Wunsche, daß sie von Ä-'rlin und Teutsch- Lrtb freundliche Erinnerungen miNlchme» und das deuffck>e Volk, ... k «je alS gute Fre» ndc gekoinmcn seien, als noch Freunde verlasseii möge». Auch diese Worte fanden Beifall.

Blauen in genügender Stärke bereit stand, um von dem südlick-en Hange des AlbbergeS mit dem Angriff zu beginnen. Die Feldartillerie der Roten begrüßte bie Schützen mit einem starken Feuer aus ihrer gedeckten Stellung. Ter Versuch der Roten, mit ihrer Feldartillerie am Albberge Fuß zu fassen, wurde durch das Schnellfeuer der B.itterie» des Regiments Nr. 61 zurückgewiesen. Die Batterien gingen zu diesem Zwecke rasch auf de» stamm des sanften Hügels vor. Die Blaue» führten das Gefecht hinhaltend, dabei immer neue Infanterie-Bataillone nach linls schie­bend. Oestlich der Straße nach Gladenbach gingen diese Bataillone gegen 2 Uhr nachmittags mit Schützenscalvärmeu ins Tal. Die Rote» warteten, bis sie beinahe die Tal­sohle erreicht hatte», um sie baun wieder in den Wald hineinzuwerfen. Diese Gegenattacke der Bataillone der 49. Brigade bot ein schönes militärisches Schauspiel. Für die beteiligten Truppen tvar sie sehr anstrengend.

Da auch der linke Flügel der Roten sich gegen alle Angriffe der Blauen halten konnte, kam bas Gefecht nahe

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schlosse"

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bei Gladenbach zum Stehen.

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Öitraße 68.

(Serta bis Lbervä» ' unb Gylmia'iabÄv_-

Vorbereitllng

> Abituriciücn-Cra«! nelle Pebandlung.

ehr gute Erfolge. = BL Ellas

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Zusammenwirken der Regierung

Zeit ein brauchbares Gesetz zustande komme.

S. u.H. Düsseldorf, 21. Sept.

Ick der heutigen geschlossenen Dclegiertcnversammlung der Mittästandsvercinigung ist cs zii einer Einigung -wischen der Düsseldorfer Richtung unb dem Zentralvorstand gekommen. Die Verhandlungen nahmen einen sehr großen Umfang an, sie bauerten länger als fünf Stunden und hatte» einen teilweise sehr lebhaften Eharakter. Die Düsseldorfer Richtung wünscht, daß nur der gewerbliche Mittelstand der Vereinigung angeboren solle, also bie Kaufleute unb Handwerksmeister. Tie übrigen Ortsgruppen wollen dagegen iwch die Beamten in der Vereinigung behalten und die Handlungsgehilfen und freien Berufe hcranziehcn. Man schloß einen Kompromiß, wonach zunächst der getocrblid)e Mittelstand und dann erst die anderen Berufe in der Mittelstandsvereinigung vertreten werden sollen.

Assessor Stodt) (Düsseldorf) referierte über die Frage, ob bie Mittelstands Vereinigung politisch sein dürfe, und verneinte diese Frage. Schließlid, wurden die Satzungen so geändert, daß der unpolitische Charakter der Mittel st andsver- cinigunfl feftgdegt wurde.

In der ösfentlick-cn Generalversammlung teilte der konser­vative Llbgcordnetc H e ck e r o t h mit, daß der Bund der Land­wirte die Mittelstandsvercinigung bei ihren Bestrebungen aufs nachdrücklichste unterstützen werde. Ein Antrag des Assessors Stodt, (Düsseldorf, die Mittelstandsvercinigung solle im näd)ften Jahre mit bem Verband der Rabatt- und Sparvereine gemeinsam tagen, wurde angenommen. Daraus na bin die Generalversamm­lung bie von Schrammen (Düsseldorf) vorgelegte Resolution über die Ra ba 11 s pa rp er e i ne an. Die Resolution lautet: Die deutsche Mittelstandsvereinigung empfiehlt ihren Ortsgruppen, da, wo nock) keine Rabattsparvereine bestehen, und wo sich das Bedürfnis zu einer solchen Gründung zeigt, Rabattsparabteilungen zu gründen. Den Ortsgruppen wird dringend empfohlen, sich dem Bremer Verband der Rabattsparvereine anzuschließen.^Ts folgte eine ausführliche Debatte über das Ausverkaufswesen. Sämt­liche Stebner nahmen Stellung gegen ben Schwindel im 9lusver- kaussweson, ferner gegen ben Ausstellungs- unb UtebailLen» sck)windel. Es wurde ein Antrag gestellt, wonach die Staats­anwälte gezwungen sein würden, auf Veranlasfung von geroerb- lidjen Vereinen und Verbänden gegen den unlauteren Wettbewerb öffentliche Anklage zu erheben. Die von Stodmanu (Berlin) vorgelegte Resolution über baä Ausverkansswesen wurde ange nommen. Sie lautet:

Die Generalversammlung der deutschen Mittelftandsvereini- gung bittet die Reichsregierung dringend, im Reichstage bald einen Entwurf zur Abänderung des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs -»gehen zu lassen. Sowohl der reelle Kaufmann- wie Handwerkerstand und a.ich das PuÜikum halten eine Verschärfung des Gesetzes für notwendig. Einer Abänderung bedarf vor allem der § 20 des Gesetzes, dahin, daß in allen Fällen öffentliche Anklage erhoben wird."

Annahme fand auch die vom Generalsekretär Eisenträger gestern vorgelegte Resolution über die staatliche Privatbea rn t en- versicherung.

Die Resolutton lautet:

Die Generalversammlung der deutschen Mittelftanbsvereini- gung ertennt die Bestrebungen der Privatbeamten auf Schaffung einer staatlichen Mters- und Invalidenversicherung als berech­tigt an und spricht die Hoffnung aus, baß durch ein einheitliches

Wimsch noch Gimgfcit unb Verständigung ersetzen und bie Bahn frei machen für bie Freizügigkeit bes Journalisten, und bie unge- hi aderte Ausübung seines Berufes. (Lebhafter Beifall.) Zu diesem Zweck haben mir eine wachsame weltumspannende Gescll- idjiaft aus Vertvetern der Presse aller Länder gebiloet. Tas Ivar

Der den vielfachen, lebhaften Beziehungen, die Publikum und Dresse miteinander verbinden, wirb es wohl auch für bie weitere Oenentlichkeit nicht -ohne Interesse sein, einiges von ben Vorgängen auf dem 12. Internationalen Pressckongreß zu erfahren, der gegen- tvärtig in Berlin tagt Wir haben über die Eröffnung kurz schon berichtet und auch die längere, sehr beoeutsame Rebe des Reichskanzlers an die Vertreter der Presse mitgeteilt. Nachzu­tragen bleibt uns für heute zunächst die formvollendete und gc- bantarmd>e Rede, mit der der Präsident beS Zwngresses, E^f- rebaheui Wilhelm Singer au3 Wien, ben Kongreß eröffnete. 3n dieser^ Rede heißt es u. a.: Als wir uns zuin ersten Male vor 14 Zähren in Anttverpen trafen, glaubten wohl nicht alle an bie Tauer unseves Zusammenbleibens. Ter Jnbivibnalismus, zu dem das Talent nur »u sehr hin neigt, bie Verschiedenheit der Sprackse, Nationalität und Weltansck-auung, die Vereinigung von einander fdjeorf, manchmal unpersönlich gegenüberstLhenben Jn- terqjen, sie sollten ein dauernbes Znsammenarbeitcn der Beruss- genossen ermögliche»? Und dennoch hat sich bas Wunder voll» zogen, weil die Vernunft danach drängte, unb das Herz babti half. Eine ernste Presse hat große Interessen in allen Staaten des ganzen Erdenrundes und kann ftch deshalb nicht in einem fugen Streife einschließen. Sie muß vielmehr ihr Feld ausdehuen in weitestem Dkaße. Auf diese Weife iittcnmtionaHJiect sich unsere Arbeit, oder besser gesagt, wir stellen unsere Arveit auf inter­nationalem Gebiet in den Dienst deS Vaterlandes. (Beifall.) Tarmn muffen rote die Welt und einander besser kennen lernen, Tausende grausamer Mißverständnisse, unter denen bie arme Menschheit ]d)on lauge genug leidet, beseitigen, gehässige Polemik und häßlick)e Angriffe butxh einen ck)evalereslen Willen, ben

Siebener yerbst-pserdemartt.

th. Gießen, 24. Sept.

Ter gestrige Pferdemarkt ,zeigte rrotz bes prächtigen Wetters äußerlich ein ruhiges Bild wie keiner feiner Vorgänger. Trotz­dem der Frankfurter Markt, der am Montag und Dienstag dieser Woche ftattfanb, dem hiesigen Markt zweifellos gq'chaoet bat, war doch der Handel leiblich beftiebigcub. Unsere heimischen Pferdehändler, Michel unb Frensdorf, zu denen neuerdings noch eine dritte Firma, Isenberg-Witwe, gekommen ist, hatten aber auch so viel hervorragendes Material auf den Markt gebracht, daß wohl manches Geschäft unterblieben wäre, wenn bie Tiere nicht gar so sehr bie Kauflust angereizt Härten. Auch die von auswärts gekommenen Händler hatten besonders schöne Pscroe, meist schweren Arbeitsschlages, am Markt. Die Preise stellten sich allerbings recht hoch, aber die Käufer waren trotzdem recht zufrieden. Der Auftrieb des Diarktes bestand aus 230 Pferoen unb 18 Fohlen, gegen 236 Pferde unb 15 Fohlen des vorjährige» Herbstmarktcs unb gegen 286 Pferde unb 15 Fohlen bes letzten Frühjcchrsmarktes.

Die Prämiierungs-Kommission hatte bei ben zahl­reich zur Prämiierung angemelbeten Tieren große Arbeit. Ihr Urteil über bas vorgesührte, besonders im Besitz von Landwirten und Pferbezüchtern berinblidje Material lautete überaus gut Oekonomierat Müller-Neuhof, ber Vorsitzende des Lanbes-Pferi»- zuchtvereins ist, faßte fein Urteil über ben Marktauftrieb dahin zusammen, daß man den Häridlern zu ben schönen Tieren gratu­lieren müsse. i

Die Prämiierung nahm folgenden Verlauf:

1. Reitpferde: Braune Stute, PH. Rod, Hattenrod, Aw- erkennuna. Schwarze Stute, E. Schicmangk, Lollar, Ancrk.

2. Wagenschläge, paarweise: Braune Stuten, S. Michel, Gießen 1. Braune Stuten, D. Leopold, Frankfurt-Bocken heim 2. Derselbe. Braune Wallache 3. Füchse, Stute uns Wallach, S. Michel 4. Preis.

3. Schwere Arbeitsschlage, paarweise: Füchse, Wal­lach unb, Stute, S. Michel, Gießen 1., l angekauft vom Lekonornic- rat Hofsmann-Hosgüll. Braune bclg. Stuten, 3. .Qauimann, Nieber-Weisel 2. Rappsttue unb Fuck)sstute, beibc Aug. Frens- borf, Gießen 3. und 4. Preis.

4. Leichte Arbeitsschläge, paarweise: Hellbraune belg. Stuten, Eb. Kaufmann, Nicder-Weisel 1. Braune Stuten, S. Michel. Gießen 2. Braune Wallache, Aug. Frensdorf,<^i.-nen 3. Füchse, ^Henkel, Reichelsheim 1. Preis.

o. Schwere Ärbeitsschläge, einzeln: Braune Stute, S Kaufmann, Nieder Weisel 1. Rotscknmmel-Wallach, Aug. F-rcns- borf, Gießen 2. Fuck.Situte, o. Michel, öiefcn 3. Braune Stute, D. Isenberg Witwe, Gießen 4. Preis.

6. Leichte Arbeitsschläge, einzeln: Hellbraune belg.

daher in ihrer Steilung auch bereits ihre Molonnc» heran­zuziehe», um kriegsmäßig zu beronticren.

Ter fomtnanbicrenbe General v. Eichhorn folgte mit seinen Generalstabsofsizierc» Oberstleutnant Ilse und Major Marquardt in einem Auto, das von Herr» Eduard Eugler in der Uniform der 13. Husaren gesteuert wurde. Prinz Friedrich Karl von Hesse» war a» der Spitze seines Regiments, währeud Pri»zeß Margarete mit ihrer Hofdame zu Pserde die Fortschritte der 42. Brigade am Vor­mittag begleitete.

Dre schöne Witterung hat Scharen von Manöverbumni- lern angelockt, die an allen Aussichlspunktcn Ausstellung nahmen.

Am Mittwoch kämpften die Truppen etwa 2 Stunden füdwest- lich von Marburg int Tale der Mlna. Nachts 12 Uhr wurden die Truppen in oen Biwaks alarmiert, sie rückten auf oen Höhen des Mlnatals ostwärts bis Weiers Haufe», Heiinershaufcn u»b 2orf--Mlna. Zwifcheit beiden Parteien floß die Allna. Tie 21. Division stand auf Höhe 273 bei Weiershausen. Die 25. Di­vision batte eine sehr günstige Stellung auf dem Roßberg und der Höhe 309 zwischen Alina und Heiinershaufen inne. Gegen 9 Uhr begann hier ein heftiges Gefecht, in das auch die Fuß­artillerie mit ihren schweren Haubitzen, das Panzerantomobil und die Maschinengewehre eingriffen. Das Gefecht wuroe um 11 Uhr abgebrochen, es war unentschieden. Zum letztenmal ecklang bas willkommene SignalDas ganze Halt!" Die Truppe» rückte» zum Verlabeort bezw. ins Quartier. In den Orten südlich des Gefechtsgeländes zwisd-en Herborn und Gießen be­zogen die Arttlleric-9tegimenter 61, 25, 63Frankfurt", 27Ora- nien" "unb bie Kavallerie-Regimenter 6., 23., 24. Dragoner unb 6. Ulanen Hanau Quartier. Die Abbeförberung ber Stabe und Fußtruppen erfolgte gestern von Uhr bis nachts ^212 lltjr. x>» Niederwalgern wurden verladen: Das Generattommando, uie Stäbe ber 21. Division, ber 41. unb 42. Jnfanteric-Brigaöe, ocr 21. Kavallerie-Brigabc, ber 21. Felbartillcric-Brigadc, die In­fanterie-Regimenter 81, 87, 88, in Frohnhausen die Regimenter 80, 168 und Pioniere, in Gladenbach die 166er, Stab der 6. Ulanen unb bie Fernsprechabteilung, in Lollar bie Stäbe der 25. Di­vision unb 49. Jnsanteric-Brigade, bie Regimenter 117, 118, bie schwere Artillerie unb bie Stäbe ber 25. ^lävallerie-Brigac'C unb 25. Artillerie-Brigade, in Lohra die Unterofftzierschule Bie­brich. An bat Dcrladeplätzcn würbe überall fleißig bas sog. ßöffetbegraben" geübt, bas Hunderte von Zuschauern herbci- lockte.

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:in Gebot ber pmktischen und ber reinen Vernunft, benen aber, tnc unter des Tages Last seufzen, Trost und Hoffnung zu bringen, ein Gebot bes guten Herzens. Wir haben uns zur Ausgabe ssesetzt, ein für alle Journalisten geltendes internationales journaliflcmcdjt zu schaffen. Auch wenn unsere Bestre­bungen keinen vollen Erfolg haben, werden wir bod) nur als Leute geirrt haben, bie Großes wollten. (Lebhafter Beifall.) Wir wollen Ehrlichkeit unb Gewissenhaftigkeit in der journalistischen Tätigkeit verbreiten und diejenigen verdrängen, die den Stand entehren unb ernieb-rigcn, und jedem Einzelnen ein reiches Betäti­gungsfeld eröffnen. Je näher wir diesem Ziel kommen, desto liibeten Flug wird bie Presse nehmen, unb desto mehr Achtung uii) Vertrauen sich erwerben, btfto mehr Erfolg haben. (Leb­hafter Beifall.) Tann fuhr Redner in französischer Sprache fort un Anschluß an die Worte Voltaires, daß baS Alphabet ber Grund iller menschliche» Einsichten unb Irrtümer sei, die Ausgabe ber »reffe näher zu skizzieren. Tic einen Journalisten seien pro- scsfionellc uncniuiblidje unb unerbittliche .'tlämpfcr, bie anbeicn irredliche lytisck)« Flötenspieler, bie dritten ffleidygültige auto- Liatische Plwwgraphen ber Wirklichkeit. Aber alle Journalisten Rollten daneben aud) Menschen, sein und in aewissenhafter strenger -^flidjtertüllung die Aufgabe der Presse erfüllen, die ein Bedürfnis -für die ganze Menschheit fei. (Stürniisd-er, oft wiederholter Beifall.)

5. Generalversammlung der Deutschen Mittelstands-!lung kam »vch

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Auskunft täglich.

158. Jahrgang Domrerstag 24. September 1908

erfchenu räglich, außer a BezngSpret5:

Sonntags. - Beilagen: monatlich751ft.,oierlel-

viermal roödienilidb A a A yA 1IB M A. A. A a jährlich durch

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Fernfprech-Anschlüsse: B ~ ~ V» V auswärts LV Picnniq,

für die Rebaktion 112, Verantwortttcb

Verlag u. Expedition 51 * ww < ** für ben politljche» Teil,

SS General-Anzeiger für Oderhesfen NM bis eommaTioui" «»«atlsnzdruck und Verlag der vrühl'Ichen UnIv.Guch. und Stcindrnckerel n. lange, »edattlon. Lxpedition und Druckerei: kchnlstrade 7.

Die übrigen Anträge würben bem Vorstanb zur Erlebigung überwiesen. Es sprachen Janssen (Bremen- über bie Be­steuerung der Filialen, bie er im Interesse bcs Mittelstandes forderte und Stockmann gegen bie Beamtenkonsumvereine. Dann wurde mit ben üblichen Dankesreben die Generalversamm­lung geschlossen. Abenbs fanb in ber Tonhalle eine stark bc- suckste öffentliche Versammlung statt, in ber Assessor Stocky und Dr. Wegener (Steglitz) über die moderne Mittelstandsbcwe- gung sprachen.

vom ttorpz-Manöver.

ui.

Am zweiten Tage der Korpsmanöver ist es zur Schlacht gekommen. Eigentltch waren es nur zwei Gefechte, die sich nordlvestlich und nördlich von Gladenbach abspiclten. Die beiden Parteien, rot die Hessische Division und blau die 21. Division, hatten biwakiert. Die 21. Division hatte eine Stellung bei Simmersbach und Steinbrück, die 25. östlich davon bei Eönern und Quotzheim eingenommen.

Die Roten stützten sich aus die Höhen vor Hommerts­hausen und Steimperf und suckle» den Vormarsch der Blaue» ausMhalte». Tie Roten hatten in der Höhe von Rottenhorn die 50. Brigade versteckt aufgestellt und ließen die Reiterbrigade mit der reitenden Batterie weiter nach links aushole^n. Der rechte Flügel nahm Stellung auf der bewaldeten Höhe südlich von Silberg und sicherte mit dem 2. Bataillon 168 den rechte» Flügel. Die Blauen gingen nach Erkundung der Stellung sofort vor. Den linken Flügel, die 41. Brigade zurückhaltend, näherten sich die Blaue» rasch der Aufstellung der '.Roten. Die 42. Brigade, gefolgt von der 1. Abteilung der Feldartillerie des Regiments Frankfurt, warfen das Bataillon Nr. 168 in den Engpaß von Hommertshausen zuriuk und folgten chm. Der Angrijf ber 41. Brigade folgte spater ohne Entschiedenheit. Du Roten ließen bie Kavallerie-Brigade gegen den linken Flügel der Blauen stehen und zogen mit chrer Hauptmacht rück­wärts in eine feste Stellung westlich von Runzhausen und Bellnhausen ab.

Hier wurde der rechte Flügel von Rot zurückgenommen und den energischen ZÄorwärtsbewegungen von Blau ent- gegengeseheu. Gegen die Umgehungsversuche der 42. Jn- anterie-Brigade sicherte sich der Kvmmandeur von Rot durch Verlängcruug des rechten Flügels, nwzu Infanterie genug zur Verfügung stand. Auf bem äußersten rechten Flügel von Rot waren wrr Zeuge, wie die Ulanen Nr. 6 und die Dra­goner Nr. 24 in stetiger Fühlung blieben.

Zwischen Runzhaufen und Bellnhausen standen sechs Batterien gestaffelt in ber Richtung aus ben ca. 2 Kilometer entfernten Alvberg. Dahinter und davor lagen fünf Ba­taillone, während rückwärts im Walde noch ein komplettes

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