Nr. 188 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Montag S4. August 1908
SSSSsiJTXA44 A.M AA4.SSs
6tebener$amtlienblätier; H&Sak öl HB itk IW U BH *ö Abhole- u. Zwei stellen
zweimal wöchentl.Xreir. B HW fr] ^M B B H W B ” Hy ■ B B y Ä HM M M fflj M HM Hj ▼ monatlich 65 Pf.: durch
blatt für den Kreis Gie&en JS| f§ Wj B fBrSgk FL< B B B RI B B V$<r MB SH 51 « diePost ALL—mertcl-
^WlVDVIlVl ^lljviyvi=ei WS General-Anzeiger für Oberheffen LMZ L ,1*“ Rotafienserud und Verlag der VrMlchen Unw.-Such- an» SteindruSeret. R. Lauge. Reöaftlon, LrpedMon und D ruderet: SchuIftraS- r. 8^gmi°u°?'i>?ÄT
Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
Vie Niederlage des Sultans Abdul Afis.
Von französischer Seite war die Lage des Sultans Abdul Asis noch bis in die letzte Zeit Hinern als günstig hingestellt worden; letzt weiß man es, daß das neue, nicht ganz unabsichtliche Täuschung der öffentlichen Meinung gewesen ist. Sultan Abdul Asis hat, wie jetzt selbst die französische Negierung bestätigen muß, eine vernichtende Niederlage erlitten und ist mit dem Reste seiner Getreuen, mit El Mokri, Ben Sliman und dem Marabut von Bu-Djad geflohen. Die Meldung, daß er gefangen genommen und getötet worden sei, bestätigt sich also nicht. Im Kampfe soll Abdul Asis, wie der französische General d Amade aus Casablanca meldet, sehr große persönliche Tapferkeit an den Tag gelegt haben. Sein Bespiel habe aber nichts ausrichten können, inmitten einer Masse von Zusammenhang, ohne Organisation und fast ohne Waffen. Die Schaujas und Mdakres, die sich bei der Mahalla des Abdul Asis befanden, flohen ohne Kampf. Ter Sultan sah sich infolgedessen schließlich gezwungen, auch sich in Sicherheit zu bringen. Er ist inzwischen in Settat eingetrofsen. Er soll die Absicht haben, nach Damascus in Syrien zu gehen und bann, wenn die Umstände es gestatten, nach Marokko zurückzukehren. Ob diese Umstände jemals wieder eintreten werden, ist höchst zweifelhaft, und man muß sich daher beizeiten mit dem Gedanken pertraut machen, daß Muley Hafid sich wirklich als neuer Sultan behaupten werde.
Der in Tanger eingetroffene Befehlshaber des Postens auf dem Roten Berge meldet unter dem 22. August, daß beim Eingriff der hasidischen Mahalla seine Soldaten .;um Feinde übergingen. Bu Auda ist eingeschlossen. Sie Stämme in der Umgebung sind in Erregung. In Langer selbst werden Vorbereitungen zur Proklamation Mu- lay Hafids mit großem Eifer betrieben.
Neuere Telegramme aus Tanger melden, daß die No- tabeln der Stadt Tanger sich am 23. August zu El Torres und Gebbas begeben und ihnen mitgeteilt haben, daß Nuley Hafid zum Sultan proklamiert worden sei. Die Feierlichkeit, die unter Salutschüssen vor sich ging, hat unter den Eingeborenen große Begeisterung hervor- gerusen. Die Behörden in Tanger haben inzwischen auch an alle Häfenplätze ein Telegramm gerichtet, das ihnen die P r o l l a m a t w n Mulch Hafids in Tanger mit» teilt und sie aufsordert, auch ihrerseits Muley Hafid zum Sultan zu proklamieren.
Den Franzosen ist diese Entwickelung der Dinge aus mehr als einem Grunde fatal und man hat die Nachricht von der Niederlage des Sultans Abdul Asis am 19. Aug. so lange, wie möglich, zurückgchalten. Man meldete anlänglich nur, daß die Vorhut des Sultans geschlagen worden sei. Nun hat man sich endlich doch dazu bequemen tnüfsen, die volle Vernichtung der Streitkräfte des von Krankreich bisher unterstützten Sultans zuzugeben.
„Echo de Paris" glaubt zu wissen, daß die,französische Regierung sich nicht weigern werde, Mulay Hafid als Sul- :an allzuerkennen. Sie werde aber nicht auf eigene Faust handeln, sondern die an der Akte von Algeciras beteiligten Nächte befragen und sich mit Spanien unmittelbar ins 'Einvernehmen setzen. Eine neue Konferenz der Mächte scheint dem Blatte nicht unerläßlich. Die Mächte, so erhärt „Echo de Paris" schließlich, würden von Mulay Hafid iorbern, das; er sich verpflichte, die Ausführung des 33er» traget von Algeciras zu gewährleisten.
„Le Temps" schreibt: Da ganz Europa, Deutschland ein» 'begriffen, immer Abdul Asis für den einzig rechtsmäßigen Sultan gehalten hat, kann cs nicht einer Niederlage wegen ;on dieser Meinung abgehen; wenn aber Abdul Asis unfähig sein sollte, sich wieder aufzuraffen, wenn er den Kampf lufgebe, dann könnte Europa seinen Rivalen anerkennen, und nicht eine oder zwei Mächte. Diese Anerkennung, die chwierig und langwierig wäre, wäre aber davon abhängig, mß Muley Hafid sich verpflichtete, die Algecirasakte und mbere mit den Mächten geschlossene Verträge zu achten.
Auch das „Journal des Töbats" erklärt, die Signatarnächte hätten für den Fall, daß Mulay Hafid endgültig )en Sieg davontrage, im Einvernehmen mit einander und ;emeinschaftlich vorgchcnd, die Pflicht, von dem neuen Sultan die Achtung der Algecirasakte zu fordern.
politische Tagesschau.
Zum Fall Schücking.
„ES gewinnt den Anschein, als wenn die Entwicklung, die die Affäre Schücking genommen hat, den leitenden Kreisen der Regierung sehr ungelegen gekommen sei. Daß die Dinge wwett gediehen sind, ist nicht zum mindesten der außerordentlichen PaftUu- tat des Ministers v- Moltke zu-uschreiben, der daS rollende Rad ruhig weiter lausen ließ, anstatt ihm gleich anfangs tn btt Speichen zu fallen. Man darf anilchinen, daß ihm und noch viel mehr dem Fürsten Bülow mit Rücksicht auf die Blockpolitik Die rasche Beilegung der Affäre weitaus das Liechte gewesen wäre- Mer man kann cs begreifen, daß beide Herren in das nun emmm rechtshängige Msfiplinarversahren nicht cingmien wollten- dua) Fürst Bülow fühlt sich daher den Ereignuien gegenüber bis tu einem gewissen Grade ohnmächtig- Doch wird er nun halb buxd; nn markantes Zeichen zu erkennen geben muifen, baß er tDutfhaj )as Vorgehen im Fall Schücking als imWwerivrachmtt inner Äesamtpolttik betrachtet und daher mißbilligt-
Präsident zu Schleswig wurde dabei wohl zuerit zu ber Erlennwis gelangen, daß fein 2>er galten mit dem Regl^rungsüirs unocV- nibar ist-" So äußerte sich dieser Tage die „RatlomU-Zettung . Nittierweile scheint Bülow nun endlich jelblt baä Unhaltbare )er Situation emgefeben zu haben, wemgitenö beutet heraus fine Meldung der „Mtcii^eitung" aus Schleswig Hut, wonach )cr dortige Reg ierungsprüs ident v- Kozteroros t i einen ängeren Urlaub erhalten hat- ^Il^ung nnt dem Falle Schüälng wird auch eine angebliche..T-^lpttnarauter uchung gegen den Lehrer Ziautenkranz ui Niebüll gebracht- xie
Meldung ist jedoch unrichtig- Rautenkranz wird aber als 83er- fasser mehrerer Zertungsarrikel, die die Wahlbeeinflussungen im Kreise Sondern bei der Kandidatur b»3 Bürgermeisters Schücking betrafen, vermutet und ist vom Landrat als solcher bezeichnet worden. Am Dienstag findet die Vernehmung Rauten kränz' in Tondern statt-
Die Santurnsahrt Les Gaues Hessen.
eh- Großen-Linden, 23. Aug.
Ein trüber, regenschwerer Himmel gab den stattlichen Turner scharen das Geleite, die heute vormittag von Gießen (Bahnhof) bezw- Kirch-Göns aus zu Fuß dem Ziel der Gauturnfahrt, Großen- Linden, zustrcbten- Und ter trübe Himmel machte seine Drohungen wahr, cS regnete io ziemlich den ganzen Tag, und wenn trotzdem die turnerischen Ausgaben des Tages fast restlos zu Ende geführt wurden, so spricht dies für die Turnsache und für die große Liebe, mit der die ^Turner des Gaues Hessen an ihrer Sache hängen-
Der Nachmittag brachte zunächst den üblichen Festzug, an dem sich außer 900 Türnern die Vereine von Großen-Linden fast vollzählig beteiligten. Aus dem Festplatz, der von dem Großen- Lindencr Verein sehr zweckentsprechend vorbereitet war, begrüßte der 1. Sprecher des Vereins di. Gäste, ebenso Bürgermeister Leun im Namen der Stadt- Lehrer Bach-Großen-Linden hielt bann eine Längere Rede, in der er ein anschauliches Bild der Entwickelung der Leibesübungen gab- Gauvertreter Helm- Gießen sprach den Dank der Turnergäste aus- Er gab seiner hohen Befriedigung Ausdruck, daß die Stadt, wie schon der reiche Schmuck der Straßen zeige, soviel für das Turnen tue, und schloß mit einem „Gut Heil" auf Großen-Linden.
In 16 Riegen begann alsdann das Wetturnen in Wett ho ch- fprang, Weitfprung, Stemmen, Laufen über 100 m und einer Freiübung. Letztere wurde bis zu 10 und die anderen Uebungen bis zu 20 Punkten gewertet, fo daß 90 Punkte die erreichbare Höchstzahl war. Sie wurde zwar nicht erreicht, aber es gab eine Fülle sehr guter Einzelleistungen, so daß der Gau mit den Leistungen seiner Turner in den volkstümlichen Uebungen vollauf zufrieden sein kann- Bon den genteldeten 380 Wetturnern traten 315 an- Trotz des ungünstigen Wetters turnten fast alle durch und weder der Regen noch die aufgeweichten Anlaufbahnen konnten sie von dem Ringen um den Preis abhalten- Auch die Zuschauer fanden sich mit Humor in die Lage, ^umal geräumige Wirtschaftshallen einigermaßen Schutz gegen die Nässe boten- Erst spät abends war das Wetturnen zu Ende- Gauturnwart Will- Gicßen konnte mit Befriedigung den guten Verlauf des Turnens, bei dem nicht ber geringste Unfall vorkam, feststellen. In Anbetracht des außerordentlich ungünstigen Wetters war man mit den Preisen bis auf 42 Punkte herantergegangen, so baß 185 Turner Sieger wurden- Nachstehend geben wir die Namen der Preisträger, denen bei der Gauturnfahrt eine Ehrenurkunde zuteil ward: _ J
1. Preis mit 77 Punkten Karl Schmidt, Friedberg. 2. Preis mit 76 Punkten M. Hecker, Gießen (M.-T.-B.). 3. Preis mit 75'/, Punkten Hch. Möller, Gießen (M.-T.-V.). 4. Preis mit 74'/, Punkten Max Fechner, Marburg (T.-V.). 5. Preis mit 72'/, Punkten Jul- Holler, Wetzlar. 6. Preis mit 70 Punkten Ed. Ebeling, Alsfeld. 7. Preis mit je 69'/, Punkten Gg. Schab, Butzbach, und Hch. Schneider, Wetzlar. 8. Preis mit je 67 Punkten Emil Gasterstädt, Marburg (T.-Gem.), und Karl Schmidt, Gießen (M.-T.-V.). 9. Preis mit je 66'/,Punkten H. Noll, Gießen (T.-D.), und Ludiv. Lenz, Gießen (M--T.-V.). 10. Preis mit je 66 Punkten Friedr. Schwarz, Lollar, Albert Botz, Gießen (M.-T.-V.), I. G. Zimmer, Nieder-MöUen, Herm. Schmidt, Marburg (T.-V.) und Adolf Trautwein, Gießen (M.-T.-V.). 11. Preis mit 65'/, Punkten Hch. Zimmermann, SDlarburg (T.-V.). 12. Preis mit 65 Punkten Hch. Wittmann, Lich. 13. Preis mit 64'/, Punkten Wilh. Leib, Krofdorf. 14. Preis mit 64 Punkten Th. Hauptvogel, Marburg (T.-V.). 15. Preis mit 63 Punkten Adolf Waldfchmidt, Wetzlar. 16. Preis mit 62'/, Punkten Arthur Tietz in Lich und Hrch. Schäfer IL, Steinberg (T.-V. „Gut Heitt). 17. Preis mit je 62 Punkten Fr. Schmidt, Marburg (T.-V.), Gg. Reinhardt, Gießen (T.-V.), Theod. Spieß, Friedberg^ (T.-V.), David Otto, Wetzlar, und Alois Schneider, Ober-Morlen. 18. Preis mit 61t/, Punkten Karl Wenzel, Gießen (T.°V.). 19. Preis mit je 61 Punkten Karl Loos, Gießen (£.-23.), Jos. Jhleseld, Friedberg, Otto Kreiling, Heuchelheim, Jakob Otto, Wetzlar, und Karl Bier- inann, Wetzlar. 20. Preis mit 60'/, Punkten Ak art. Textor, Marbach. 21. Preis mit je 60 Punkten Hch. Grölz, Daubringen, Aug. Loos, Gießen (£,-23.), Hch. Kämpfer, Wetzlar-Niedergirmes, Hch.
Ausland.
Der Zar hat alle Reifepläne für dieses Jahr aufgegeben- Die öefunbbeit der Zarin gilt nicht als der Grand, ba sie dieses Tage den Manöoern beiwohnte- Es verlautet, die Pläne seien wegen der Schwierigkeit der Leitung der Staatsgeschäfte in M- wesenheit des Zaren geändert worden- Die Hofpartei wollte Swlypin nicht die Oberleitung überlassen und bestand darauf, daß Großfürst Witolaue, Nikolajewitsch Stellvertreter des Zaren werde. Um dieser Schwierigkeit zu entgehen, beschloß der Zar, zu Hause zu bleiben-
Die türkische Botschaft in Berlin hat, wie die „V--Ztg." erfährt, von der preußischen Unterrichtsvenvaltiing bas gesamte Material für das höhere Schulwesen, Lehrpläne und Lehrbücher erbeten, um es für die Reform ber türkischen höheren Schulen zu verwenden- — Blätttrmelbungen zufolge bildete sich in Konstantinopel ein Verein christlicher und mo - hamedanischer Damen- — Vom Hoshalt des Sultans sollen 725 Köche entlassen sein- — Gerüchtweise verlautet, Deutschland habe seine hiesige Postanstalt der türkischen Negierung zur Ablösung angeboten.
Der russische Minister des Aeußern, Iswolski, ist aus Karlsbad in Marienbad eingetrofsen- Auf dem Golfplätze hatte der Minister eine Unterredung mit König Eduard-
Der Wiener Bankier Neifses hat der Kläegsverwal- tuny eine Million Kronen zur Erbauung eines Luftschiffes überwifien- Weitere große Spenden sind in der nächsten Zett von Rothschild und Bierbrauer Dreher zu erwarten- Die Pläne des Kriegsministers sind noch nicht fcitgeftellt-
Der Kongreß von Peru proklamierte mit allen gegen |toei Stimmen Auguste Leguia zum Präsidenten ber Republik England verstärkt seine Marine- Der „Observer" berichtet, die Dtitglieber der englischen Regierung seien sich einig, daß eine Verstärkung ber englischen Marine notwendig geworden sei- Ein neues Flottenprogramm solle auf- gestellt werden, das innerhalb der nächsten 4—5 Jahre den Bau von 30 Schissen vom Typ des Droadnougüt und Jnformidable vorlieht. JedeS dieser Schiffe werde zwei Millionen Pfund Sterling kosten, so daß ber Mehrbedarf des Marinebudgets sich auf runb 50 Millionen belaufen dürfte-
Pfannmüller, Marburg (T.-Gem.), Emil Lieberum, Wetzlar, und Herm. Schröder, Marburg (£.-23.). 22. Preis mit je 59*,7 Punkten Ludw. Zecher, Staufenberg, und Karl Hieronimuö, Friedberg. 23. Preis mit 58'/, Punkten Hch. Rohrbach, Lollar. 24. Preis mit je 58 Punkten Friedr. Pfeiffer, Gießen (Pl.-T.-V.), Konr. Ptemhardl, Lauterbach, und Konrad Bücking, Alsfeld. 25. Preis mit je 57*/, Punkten Jak. Fischbach, Wetzlar - Niedergirmes, und Ernst Balser, Gießen (T.-V.). 26. Preis mit je 57 Punkten Wilh. Frank, Lollar. Hch. Rühl, Großen-Buseck, Hch. Wagner, Großen-Lmden, Wilh. Menqes, Großen-Linden, und Hch. Sölter, Wetzlar. 27. Preis mit je 56 Punkten Hch. Hofmann, Lollar, Joh. Tütmar, Wehrda, Karl Spanier, Schotten, Fr. Sieger, Klein-Linden, Hch. Limpert, Gedern, und Wilh. Brust, Marburg (T.-Gem.). 28. Preis mit je 55'/, P- W. Heß, Gießen (£.-23.). 29. P. mit je 55 P. Ludw. Hofmann, Lollar, und Karl Alüller, Alsfeld. 30. Pr. mit \t 547, P. Hch. Mobs, Nieder-Mörlen, K. Schab, Butzbach, und P. Ritsert, Gießen (M.-T.-V.). 31. Preis mit je 54 Punkten Ludw. Grölz, Daubringen, Herin. Seum, Nidda, Reinhd. Gries, Bad-Nauheim, und Wilh. Hofmann, Großen-Linden. 32. Preis mit 587t Punkten Wilh. Gerlach und Eonr. Kruppert, Gießen (M.-T.-V.), Hch. Hartmann, Bad-Rauheun und Friedr. Walter, Wetzlar. 33. Preis mit 53 Punkten Friedr. Jung, Klein-Linden, Will). Köhler, Gießen (M.-T.-V.), Hch. Weil, Rodbeim (M.-T.-V.), Hch. Wißrnann, Lollar, und Albert Adolf, Heuchelheim. 34. Preis mit 52'/, Punkten Pet. Mohr, Wetzlar- Niedergirmes, Ludw. Alüller, Lollar, Heck, Marburg (T.-V.), Herrn. Wittig, Friedbörg, Pepler, Gießen (M.-T.-V.), C-hr. Hofmann, Friedberg, und Joh. Fleischhauer, Bad-Nauheim. 35. Preis mit 52 Punkten Karl W ormsbächer, Wehrda, Hch. Kehr, Treis a. Lda., Karl Germer, Heuchelheim, Nikol. Schneider, Ockershausen, und Wilh. Heyer, Krofdorf. 36. Preis mit je 51'/, Punkten Friedr. Knapp, Klein-Linden, Rob. Köhler, Wetzlar, Ferd. Kinstler, Nieder- Mörlen und Gg. Eichler, Dornaffenheim. 87. Preis mit je 51 Punkten, Friedr. Rinn, Heuchelheim, Karl Schäfer, Rodheiin a. b. B., Ludw. Haub, Nieder-Weisel, Karl Möller, Lauterbach, und Gg. Zimmermann, Friedberg. 38. Preis mit 50'/, Punkten Hch. Schneider, kkrofdorl, Louis Seipel, Staufenberg, Fritz Schmidt, Lich, und David Maas, Wetzlar. 39. Preis mit je 501/, Punkten Paul Köhler, Lich. 40. Preis mit 50 Punkten Alex Hild, Gießen (T.-V.), K. Krausgrill, Nieder - Weisel, Herrn. Köhler, Friedberg, Phil. Steuder, Bad - Nauheim, Konr. Häuser, Lauterbach, Kari Popp, Ober-Mörlen, und Gg. Wißmann, Lollar. 41. Preis mit je 49'/, Punkten Joh. Vollmüller, Lauterbach, und Hch. Wunderlich, Kirchhain. 43. Preis mit je 49 Punkten Hch. Amend, Krosdori, Karl Boller, Muschenheim, Karl Heidt, Lang-Göns, Konr. Grieb, Gambach, unb Herrn. Rack, DlSrnassenheim. 43. Preis mit je 487, Punkten Hch. ReuschUng, Klein-Linden, und Pet. Mörschel, Nieder-Mörleii. 44. Preis nut je 48 Punkten E. Hebstreit, Gießen (M.-T.-V.), Hartmann, Alsfeld, Karl Faber, Lang-Göns, Will». Schußler, Marburg (£.-6em.), Hch. Amend IL, Treis a. d. L. und Kart MatheS, O ber°ü>törlen. 45. Preis mit je 47'/, Punkten Äug. Steinbach, Wetzlar-Niedergirmes, Joh. Dittmar, l’larbach, Gg. Kratz, Großen-Buseck, und Wilh. Horn, Bad°Nauheim. 4G. Preis mit je 47 Punkten Wilh. Schimpf, Gießen (£.-23.), Ludw. Braun, Staufenberg, Wilh. Spengler, Lützel-Linden, und Wil Helm Volk, Großeii-Linden. 47. Preis mit 46'/, Puiikten Th. Hah. , Obermörlen, Moritz Levi, Nidda, und Ludw. Schwalb, Schotten. 48. Preis mit je 46 Punkten Louis Kampfer, Wetzlar-Niebergirmev, Karl Volk, Klein-Linden, Hch. Müller, Lich, Gattiis Burk, Obermörlen. 49. Preis mit je 45'/, Punkten Hch. Seysarth, Alsfeld, Jakob Hoch, Gladenbach, Ab. Leib, Nidda, Heinrich Henkel, Wallau, Georg Bechlhold, Nieber-Wöllstabt, Wilhelm Schmidt, Biedenkopf. 50. Preis mit je 45 Punkten Karl Bender, Marbiirg (T.-V.), Andreas Gaßmann, Marburg $ ,'(T.-Gem.ß Karl Hofmann, Lollar. 51. Preis mit je 447, Punkten Th 3örb, Großen-Linden, Hans Thöt, Gießen (M.-T.-V.), Emil Wißner, Marburg (T.-V.), Phil. Klein, Lollar, Ludw. Oswald, Lollar. 52. Preis mit je 44 Punkten Emil Töpfer, Gießen (T.-V.), Fritz GrieS, Bad-Nauheim, Jul. Parth, Aiarburg (T.-Geni.), Jak. Jakobs, Obermörlen, Karl Steinacker, Alsfeld, Hch. Schmidi, Großen- Buseck. 53. Preis mit je 437, Punkten Theod. Wittenbacher Gießen (T.-V.), Rud. Runk (Nidda), Henn. Matthai, Alsfeld, Joh. Falk, Steinfnrt, Atich. Lenz, Eölbe, Karl Kißler, Biitzbach, Otto Koch, Alsfeld. 54. Preis mit je 43 Punkten Wilh. ©nul, Steinberg (£.-23. Gilt Heil), Hch. Kleinsteuber, Butzbach. 55. Preis mit je 427, Punkten Rich. Burkhold, fölarburg (T.-V.), Fr. Heidt, Staufenberg, David Waldmann, Wetzlar, Fr. Ringshausen, Nidda, Jul. Keßler, Langgöns, Karl Oertel, Nieber-Wöllstabt. 56. Preis' mit je 42 Punkten Will). Zeschky, Schotten, Ed. Rosenbaum, Hörnsheim, Fritz Dreher, Biedenkopf, Phil. Wagner, Großen-Buseck, Wilh. Größer, Großen-Buseck, Gottl. Georges, Cölbe.
21115 Stadt unö Land.
Gießen, 24. August 1908.
• • Die O berhessische Nationalfeier für den Grafen Zeppelin hat einen Reinertrag von im Ganzen 1150 Mk. ergeben.
• • Ernannt wurde ber Lehrer an der Zellen-Straf- anstatt Butzbach Ludw. Felfing zum Lehrer an der Realschule zu Butzbach.
* • Rechtsanwalt Dr. Stahl, ein wegen seiner beruflichen Tüchtigkeit, seiner vielseitigen Kenntnisse, seines liebenswürdigen Wesens und vornehmen Charakters sehr geschätzter Jurist, ist gestern vormittag nach kurzem, schweren Leiden in Homburg v. d. H., wo er in einem Sanatorium weilte, gestorben. Der Verstorbene, der erst in der Mitte der dreißiger Jahre stand, hatte eine gediegene Praxis. Sein Tod wird in weiteren Kreisen schmerzliche Anteilnahme Hervorrufen.
• * Besitzwechsel. Wagnermeister Louis Faber erwarb die Hofreite des Getreidehändlers Siegmund Rosenbaum, Westanlage 44, für 52 500 Mk. — Der Getreide- Händler Siegmund Rosenbaum kaufte für 105 000 Mk. von Birkenstock u. Schneider das Haus Wilhelmstraße 10. Die Firma Gebr. Rosenbaum, deren Mitinhaber Siegmund Rosenbaum ist, wird ihr Comptoir rc. nach dorthin verlegen, um bequemer nach dem Gütcrbahnhof gelangen zu können.
* * Dte Fursorgekasse für Kommunalbeamte. Die aus die Organisatton der Fürsorgekasie für die Beamten und Bediensteten der Landgemeinden und Kommunalverbände bezüglichen Vorschriften des Gesetzes über die Fürsorgekasse sind nlinmehr in Kraft getreten. Dec Zeitpunkt des JnSleben- tretens der Fürsorgekasse selbst wird noch bestimmt.


