Ausgabe 
22.7.1908 Erstes Blatt
 
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den einzelnen Aktschlüssen lebhaft.

-n-.

Grad erreicht, wenn man nicht in ihm den Mann hätte sehen müssen, der sich einer Verfassungsreform Elsaß-Loth- ringens mit Händen und Füßen widersetzte.

Nachdem die Hoffnung der Elsaß-Lothringer, je wieder mit Frankreich vereinigt zu sein, endgültig geschwunden und sie die Vorteile ihrer Angliederung an das Deutsche Reich erkannt haben, macht sich bei ihnen immer energischer der Wunsch nach einer Reform ihrer Verfassung im Sinne einer bundesstaatlichen Selbständigkeit geltend. Allerdings war ja durch kaiserliche Verordnung schon am 29. Oktober 1874 und durch Reichsgesetz vom 4. Juli 1879 der Landes­ausschuß ins Leben gerufen und seine Zusammensetzung, sowie seine gesetzgeberischen Funktionen geregelt worden; die Regierungsgeschästc waren dein Reichskanzleramt in Berlin genommen und einem elsaß-lothringischen Ministe­rium mit einem Staatssekretär an der Spitze anvertraut worden. Aber im großen und ganzen blieb Elsaß-Loth- ringen in seinen politischen Rechten schon deshalb beschränkt, weil das Reich in ihm durch den Kaiser bezw. seinen Statt­halter die Souveränität ausübte und die Beschlüsse des Landesausschusses jederzeit durch Bundesrat und Reichstag eine Korrektur erfahren tonnten. So stellte Elsaß-Lothringen eigentlich ein Mittelding zwischen Provinz und Bundesstaat dar. Um diese Zwitterstellung zu beseitigen, hat der LandcS- ausschuß in den Jahren 1903, 1901, 1905 und 1907 eine ganze Reihe von Anträgen angenommen, die alle dahin zielen, die staatsrechtliche Selbständigkeit Elsaß-Lothringens zu erweitern. Sie verlangen in der Hauptsache folgendes: 1. Zu den Bundesstaaten soll als weiterer Staat das bis­herige Rcichsland treten. 2. Bundesrat und Reichstag schei­den als Organe der elsaß-lothringischen Landesgesetzgebung aus. 3. Die gesetzgebende Gewalt wird in Elsaß-Lothringen durch den Kaiser bezw. seinen Statthalter und den Landtag ausgeübt, der aus allgemeinen, gleichen, direkten und ge­heimen Wahlen hervorgeht. 4. Das Recht des Kaisers, unter Zustimmung des Bundesrats Verordnungen mit einstwei­liger Gesetzeskrast zu erlassen, soll nur bestehen, ivenn der Landtag nicht versammelt ist. Dieser kann dann nach seinem Wiederzusammeutritt solche Verordnungen durch Versagung seiner Genehmigung außer Kraft setzen.

Wie nmn sieht, sind die staatsrechtlichen Veränderungen, die die Elsaß-Lothringer verlangen, keine geringen. Die Schwierigkeit, sie zu erfüllen, liegt vor allem in der Aende- rung der Reichsverfassung, weil durch die neu hinzutreten­den zwei oder drei Bundesratsstimmen für Elsaß Loth- ringen das Gewicht Preußens indirekt erhöhe würde, woran die anderen Bundcsitaaten mit Recht Anstoß nehmen wür­den. Des weiteren aber erscheint die Erhebung Elsaß-Loth- ringenS zum Bundesstaat, trotz aller Abnahme der Sym­pathien für Frankreich im Reichslande, aus Gründen der militärischen Sicherheit Deutschlands nicht ohne weiteres möglich. Wohl konnte man 1902 den Diktaturparagraphen beseitigen und seit 1903 die elsaß-lothringischen Rekruten in die Regimenter ihrer Heimat einstcllen, aber dem Reichs­lande die bundesstaatliche Selbständigkeit geben, hieße doch zum mindesten in jetziger Zeit mit dem Feuer spielen. Wer da gelesen hat, welche Kombinationen die Pariser Presse an die Einweihung der HohkönigSburg knüpfte, von der sie die Erklärung der bundesstaatlichen Selbständigkeit des - i iii i111

Gieszener Stadttheater.

Ein Walzertraum.

Operette in 3 Akten von Felix Dörmann und Leopold Jacobson.

Musik von Oscar Straus.

Als Komponist zahlreicher Brettllieder und Brettltänze nm Oscar Straus dein größeren Publikum schon seit Jahren bekannt; als Operettenkomponist ist er es erst durch seine Operette .Ein WalzerlramnV Von ihm, dem einstigen ^'auSkapellmeister des Wolzogenschen Ensembles hatte man ilohl allgemein erwartet, daß ec den im Entstehen begriffenen njenen Berliner Operettenstil zur Blüte bringen werde, allein kuS Wienertum steckt ihm doch zu tief im Blute. Sein Walzertcaum ist nicht nur rein äußerlich eine Verherrlichung kr leichtlebigen Kaiserstadt an der Donau, sondern auch sülistisch gehört sie fast ganz und gar der altbewährten Wiener Operettenschule an, die bis jetzt noch immer die sieghafteste nmb erfolgreichste geblieben ist. Originell ist die Musik des Walzertraums eigentlich nicht. Man findet da zahllose An- lliüngc an alte bekannte Melodien, wie .Der rote Sarasan" ninb .Sei gegrüßt du mein schönes Sorrent". Was dem Komponisten so an ursprünglicher, eigener Erfindung fehlt, wrrsucht er reichlich durch graziöse Behandlung der einzelnen cmsikalischen Themen zu ersetzen. Tas Beste der Komposition, Lrr intime Reiz, manches Zarte und Duftige dieses musikali- i he» Gewebes leidet naturgemäß durch die Bühnenaufführung cbec geht durch sie gar vollständig verloren. Wer Oscar Straus einmal seine eigenen Kompositionen hat am Klavier r.ortragen hören, wird sich gewiß immer mit Vergnügen dessen erinnern, wie wunderbar fein er die zartesten Klangwirkungen i.ntec den Tasten heroorzuzaubern gewußt hat. Da bildeten Spiel und Komposition eine wundervolle Einheit. Ein viel > "gefügigeres Instrument ist aber das Orchester, und die Instrumentation läßt bei Straus noch manches zu wünschen übrig. Trotz aller Mängel hat sich der .Walzertraum" m- toften bisher zu behaupten vermocht, und man darf in dieser Operette mit vollem Rechte eine erfreuliche Bereicherung unserer Operettenliteratur sehen. Die etwas süßliche Senti- i'-entalität des zweiten und des recht schwachen dritten Aktes mird ihre Wirkung nicht so leicht verlieren.

Tiit Benutzung einer Novelle aus Hans Müllers Buch bor Abenteuer ist der Operettentext geschickt zusammengestellt.' fehlt darin nicht an heiklen Stellen. Der Inhalt

ist kurz folgender: Die Prinzessin Helene v. Flausenthucn hat sich einen flotten Wiener Leutnant als Gatten erkoren. Dem Auserkorenen behagte aber die Rolle des Prinzgemahls ganz und gar nicht. Die Etikette am Hofe störte ihn in seiner wienerischen Gemütlichkeit, sie hindert ihn in seiner Fröhlichkeit. Und darum beschließt er denen einen Streich zu smelen, die ihn ungefragt, ungewollt zum Prinzgemahl gemacht haben. Der, der zuerst seine Rache spürt, ist der erlauchte troddelhafte Schwiegerpapa. Dem gesteht er natürlich, daß er .streiken" werde. Streiken gleich vom Hochzeitsabend. Er sagte ihm, daß aus der Thronfolge, die dem alten Fürsten am meisten am Herzen liegt, nichts werden würde! 2ln der ko­mischen Ratlosigkeit und dem Gezeter des Herrn ergötzt er sich. Darauf läßt er sich von einem lustigen Kameraden ganz heimlich in ein Gartenlokal führen, zu einer Wiener Damenkapelle. In die Kapellmeisterin, Franzi, verliebt er sich. Em weniges später taucht dec Fürst mit seinem Vetter ein zweiter Troddel auf dem Plan auf. Sie wollen den Durchgänger suchen, laufen statt dessen aber den Musikerinnen in die Arme. Ungesehen und unbemerkt erscheint endlich die Prinzessin mit der Oberkammerfrau. Die flotten Walzerklänge locken die erlauchten Herrschaften aus ihren Verstecken und Lauscherposten hervor. Und ein Tableau, wie mans nur auf der Bühne sieht, ist vor uns entrollt. Die Prinzessin führt den Gemahl von den Damen, während die arme, in ihrer Liebe getäuschte Franzi jammernd zusammenbricht. Am Ende ist sie aber noch diejenige, die die beiden Gatten einander ziiführt. Sie .unterrichtet" nämlich die Prinzessin in den Künsten, wie es anzufangen ist, den Tlnnn zu fesseln und sie nimmt Abschied, da die Beiden sich endlich gefunden. Ein rührender Stoff! nicht wahr?

Die gestrige Aufführung unter der Regie Bruno Schlegels kann als denkbar beste Wiedergabe dieser Operette gelten. Die Ausstattung war, wie wir es ja im neuen Hause gewöhnt sind, glänzend und- vor allem geschmackvoll. Tas Orchester, die Kapelle unseres Jufant.-Regiments, unter Hermann Wei »iacks Leitung war in anbetracht der natur­gemäß geringen Zahl von Proben, es soll sogar, wie wir hören, nur eine Probe gewesen sein, zudem ohne Solisten und Chor, sehr gut. Weniger gut gefielen mir dieses Mal die Chöre. Tas Zusammenspiel ließ den nötigen Humor nicht vermissen. Lor allem waren es die Herren Schlegel, Much und Roden (Fürst, Gras Lothar und Hausminister),

Eine Wohnung Schillers in Jena, die bisher unbekannt war, ist gelegentlich der Recherchen zur Erneuerung; und Ergänzung der Gedenktafeln anläßlich der Universitätsjubel­feier anfgefunden worden. Sie befindet sich in der Nähe der Universitätsbibliothek inmitten eines schönen alten Gartens. Das eiserne Gartentor, das jetzt mit einer Gedenktafel versehen wird, gewährt einen freien Einblick in den Garten mit prächtigen Bäumen. Schillers Gartenwohnung bleibt aber zunächst verborgen. Erst nackchem man einige Schritte vorgetreten ist, schaut man die nach der Morgensonne gerichtete Längsseite mit ihren grünlichen, freund­lichen Fensterläden. Im Jahre 1871 sind zwer Anbauten erfolgt, das alte Gartenhaus, in dem Schiller vom 7. April bis »um l. August 1793 wohnte, ist aber vollständig tvie einst geblieben. Hier arbeitete Schiller an den Abbandlungen der neuen Thalia, an der Vollendung derGötter Griechenlands ', derKünstler ' und betrieb Oluintilaenstudien; auch 24 Briese, davon 7 an Körner, find hier vom Dichter geschrieben worden. Er erfreute sich hier in der ihm wohltuenden, beschaulichen Ruhe des Besuches seines Verlegers, Lavaters und seines Schwagers Reinwald mit Frau aus Meiningen. Schiller selbst fühlte sich hier in dem angenehmen Gartenhaus außerhalb der Stadt",vor der Pforte" da er mehren famille leben und weniger Lärm haben will", sehr wohl.Heule habe ich," so schreibt er u. a. am 7. April 1793 an Körner,endlich meinen Einzug in den Garten gehalten,

Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.

Elsaß-Lothringen und der Rücktritt des Staats: sekretars v. Roller.

Wie dieRhein.-Wests. Ztg." meldet, schickt der Staats­sekretär von Elsaß-Lothringen, Exzellenz v. Köller, zurzeit am alle Vereine, deren Mitglied er ist, hektographische Mit- 1 Klungen, daß er seinen Abschied nehme und daher austrete. /Laß Exzellenz v. Köller, der im 68. Lebensjahre steht und j.nt 1901 als Nachfolger v. Puttkamers das Staatssekre- i iriat für Elsaß-Lothringen verwaltet, .sich mit Rücktritts- ,sedanken trägt, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Nur Raubte man bisher annehmen zu dürfen, daß sein Sind tr i tt . ist im Oktober 1909 und nicht, tvie es jetzt wahrscheinlich ist, hon in diesem .Herbst oder spätestens im kommenden Früh- uhr erfolgen wurde. Was diese Beschleunigung seines Ent- chlusses veranlaßt hat, läßt sich nicht mit Bestimmtheit igen. Möglich, daß sich die Beschwerden des Alters bei sm neuerdings mehr geltend machen, als bisher, möglich, duh er sich mit dem neuen Statthalter Grafen Wedel nicht j .) zu stellen weiß, wie mit seinem Vorgänger, dem Fürsten i,ji Hohenlohe-Langenburg, möglich aber auch, daß er iDObon noch des weiteren zu reden sein wird nicht die vorbereitenden Arbeiten für die Berfassungsrcsorm in Elsaß- !.Lothringen übernehmen will und es deshalb vorzicht, schon 1 sitzt seinen Rücktritt zur Tat werden zu lassen.

Es dürfte heute noch verfrüht sein,-die Tätigkeit des .Herrn v. Köller als Staatssekretär von Elsaß-Lothringen c ner abschließenden Würdigung zu unterwerfen. Nur soviel s» i gesagt, daß er, der preußische Beamte der alten Schule, ui nicht verstanden hat, sich die Sympathie der Elsaß- Lothringer auch nur im kleinsten Maße zu erringen, wenn s ie auch seine Pflichttreue und Arbeitskraft allgemein an» ctfennen. Herr v. Köller war daher nicht auf Rosen ge­kettet. Er hatte im Landesausschuß mit der Opposition k-es Zentrums und der Demokraten zu kämpfen und konnte ich im wesentlichen nur auf die Liberalen vom Schlage KerStraßb. Post", des Ablegers derKöln. Ztg.", stützen. I!nd wenn er die bürgerliche Opposition dadurch zu ge­ll innen suchte, daß er den klerikalen Baron Zorn v. Bulach i»nd den liberalen Rechtsanwalt Petry zu Unterstaatssekre- heren machte und überdies den demokratischen Landesaus- si.mßabgeordneten Götz erst im November vorigen Jahres pm Direktor der elsaß-lothringischen direkten Steuern er» rannte, so setzten diese Schachzüge zwar die Opposition im Lmdesausschuß bis zu einem gewissen Grade matt, sie hin­derten aber nicht, daß sich der Bevölkerung Elsaß-Loth- i ingens eine tiefgehende Verstimmung gegen das Regime .Söller bemächtigte. Grund genug dafür war vorhanden. !an braucht nur an die Vorgänge der letzten Zeit, an die l cinliche .Handhabung der Auszahlung der Teuerungszu- 1. gen, an die Unsicherheit und das Ungeschick Köllers in Lachen der Sprachenfrage, an den Fall Eurtius und die irilgesetzliche Duldung der eucharistischen Prozession in Metz 5 i deuten, um verstehen zu können, daß die Elfaß-Lothringer, abgesehen von den Regierungsliberalen, Herrn v. Köller mit c mein Gefühl der Erleichterung scheiden sehen werden. Viel­leicht hätte die Verstiminung gegen ihn nie cutcn so hohen

Hr. 170 Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch ÄS. Juli 1808

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W vormittags 10 Uhr. ___________________________ ______

Reichslandes erwartete, wird mit uns die Erfüllung der elsaß-lothringischen Wünsche einstweilen für nicht ratsam erachten. t

Allerdings nur in dieser extremsten Forderung. -Lernt aus dem Antwortschreiben des Reichskanzlers vom 28. Ja­nuar auf die Beschlüsse des Landesausschusses sch.int her­vorzugehen, daß der Bundesrat einem Teil derselben Folge geben will, und zwar durch die Fortbildung der Verfassung von Elsaß-Lothringen auf dem Wege der Reichsgesetzgebung. Natürlich hat diese Antwort des Fürsten Bülow die Elsaß- Lothringer nicht sonderlich entzückt, aber im gegenteiligen Sinne noch weniger den Staatssekretär v. Köller, der dazu verurteilt war, sie im Landesausschusse zu verlesen. Er hat in Berlin für seinen Vorschlag, im Reichs­lande alles beim alten zu lassen, anscheinend fein geneigtes Ohr gefunden, und die Annahme, daß diese Zurückweisung den Grund für seine Rücktritts­beschleunigung bildet, hat viel Wahrscheinlichkeit für sich. Wer sein Nachfolger tuirb, ist einstweilen ungewiß. Einiger­maßen aussichtsreich erscheint die Kandidatur des Unter» staatssekretärs Zorn v. Bulach, der einer alten reichsländi- schen Familie angehört und der einzige Bruder des Aeih- bischoss von Straßburg ist. freilich ist er von ausgesprochen klerikaler Gesinnung, aber er sowohl wie fein Bruder haben beim Kaiser eintn großen Stein im Brett. Seine Ernennung zum Staatssekretär würde überdies der Eigenliebe der Elsaß-Lothringer schmeicheln und ihnen die Ablehnung, die ihre verfassungsrechtlichen Wünsche in Berlin gefunden haben, einigermaßen versüßen.

Verbandstag der preußischen Zlciichbejchauer.

S. u. H. Kiel, 20. Juli.

Auch die Fleischbeschaucr, deren Arbeit für die allgemeine Wohlfahrt von unbedingter Notwendigkeit ist, haben sich nun yi einem Verbände zusammengeschlossen, um die Interessen ihres Standes zu förbern und diesen selvst zu heben. Der diesjährige Verbandstag des Landesverbandes preußischer Trichinen- und Fleischbeschauervereine, der der fünfte seit Begründung deS Ver­bandes ist, wurde in Gegenwart von etwa 40 Delegierten von Schmidt-Düsseldorf eröffnet. Ter Vorsitzende erstattete darauf den Jahresbericht. Nach diesem gehören dem preußischen Landes-Ver- bande jetzt insgesamt 11 Beztrisvereine, 178 Kreisvereine und 189 Ortsvereine an. Im letzten Jahre mürben 50 neue Vereine in den Verband ausgenommen, 21 traten allerdings aus ver­schiedenen Grüiideri aus. Wad? Erledigung interner Angelegen­heiten trat man in die Beratung der Anträge ein. Ein Mtrag Ahrweiler, der forderte, daß den Fleisch- und Trichinenbeschauern die Benutzung der Güterzüge im Notfälle gestattet fein solle, ebenso wie den Aerzten, Tierärzten mid Hebammen, ivurde zurück­gezogen, liachdein von verschiedenen Seiten bargelegt worben war, daß die Eisenbahnverwaltung wohl keineswegs geneigt sein luürbc, diesen Wunsch zu erfüllen. Ebenfalls zurückgezogen wurde ein Antrag Düren, der den Landesverband ausforderte, dahin zu wirken, daß die Fleisch- und Trichinenbeschauer als Beamte von der Gewerbesteuer befreit werden sollen. Auf Anregung des Vor­standes werden sick> die Bezirksvereine mit dieser fyrage befassen. Ein anderer Antrag Türcit verlangte für die Fteischbeschauer bei der Einschätzung zur Kommunalstener die gleicheit Rechte wie für die Lehrer und Beamten. Dieser Antrag wurde ab­gelehnt. Auf Anirag der Gruppe Düsseldorf wurde die Zahl der Vorstandsmitglieder auf 15 erhöht. Längere Zeit wurde über die Frage der Vertretung aus den Verbandstagen und über die Berechnung der Spesen verhandelt. Ewort berichtete über die im

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und Frau Schumann (Fifi), die ihren derb komischen Rollen die packendsten Wirkungen gaben. Herr Much erzielte auch als Sänger in dem Piccolo-Duett mit Frl. Klerwin (Fränzi) einen ganz gewaltigen Erfolg, so daß eine Strophe dieses lustigen Couplets wiederholt werben mußte. Frl. Klerwin sang und fibelte, lachte und weinte und tanzte mit entzückender 2lmnut. Auch ihr Duett mit Niki im zweiten Akte gefiel ganz außerordentlich. Neben dieser Franzi hatten die übrigen Tarnen Fränzi Großkopf (Helene) und Vilrna Srork (Oberkammersrau) dieses Mal keinen sehr leichten Stand. Fränzi Großkopf gewann sich allerdings durch ihre sieghaft-schöne Stimme, ihren teulperamentoollen Vortrag auch dieses Mal wieder im Sturm die Herzen der Zuhörer und die Friederike der Altistin Vilma Stork war an sich eine , samose Leistung. Wie man hört, ist die Dame für das i Darmstädter Hoftheater gewonnen lüorben. Als Niki sah : Bruno Hildebrandt äußerst schmuck aus und im Gesang : entfaltete er seine glänzenden Stimmittel recht vorteilhaft, , besonders im ersten Duett mit Helene und im Duett mit : Montschi, der von Georg Bauer gesanglich sowohl als auch darstellerisch gut wiedergegeben wurde.

Das Theater war sehr gut besucht; der Applaus nach