tätigen TüflFen a ufert eg r imb der ungcd?-urcn matrrielten toie Tultnrellm Schäöigungen, weiche er für die Gesamtheit deH Volks mit sich bringt: angesichts der w>:1 rrmru'dxzrtbchen und welt- volrtifchen ZusammenbEnge, benen zufolge feder ftövfftCt «vijchen -wei jtultimuitumtn die Gefahr eines Del Krieges in sich birgt: macht es der Parteitag dem Proletariat Deutschlands zur besonderen Pflicht, gemäß der Resolution des Inter nationalen Kongresses in Stuttgart, mit allen in Betracht kommende» Mitteln iüt Die Uebenmnbung des chauvimsaschen <^etstrs und die Sicherung des Friedens ernpttreten." f
• Zur Verhandlung stand zunächst das Thema:
Sozialpolitik und der neue Kurf.
^Referent war der ReichStagsabg. Molkenbuhr -Berlin, der dem Partertaq- folgende Resolution Dodcgte:
„Durch die itariellbübung und die Gründung von Berufs- genm'senschanen sind jene UnternebmerorAanisationen gestärkt worden, die ihre Spik-e gegen bte Interesjen dar Angestellten und Arbeiter richten. Die bürgerlichen Parteien, die in den letzten Jahren eine Anzahl sozialpolitischer Anträge gestellt haben, haben weder die ^äbigfett noch den Willen, die in freien Anträgen gc- stellten Forderungen durch-,usührcn. Die Regierung bat durch die neuesten Entnmne offen bekundet, daß sie nidrt gewillt ist, eine Sozialpolitik zu treiben, dic den Widerspruch des Ientralverbanbes deutscher Industrieller hervorrust. Angesichts aller dieser Erscheinungen wird es notwendig mehr als je, daß da- Proletariat wieder seine Kraft Kusannnenhalt ES ist dringend notwendig, daß jeder Arbeiter- der Gewcrlfchair seines Berufes angehön, und daß ebenso eine energische politische Agitation innerhalb wie außerhalb des Parlmncms zur schleunigen Durchführung in Bezug auf die Arbeiternersicherung gestellten Forderungen entfaltet wird."
Die iRqolution fordert ferner die Schaffung eures einheitlichen ArbeiterrechtS für alle gegen Lohn beschäftigten Personen, Schutz der ftantobütgerlidien Rechte, der Freizügigkeit und endlich Siorfdrriftai für sogenannte Wohlfahrtseinrichtungen, wodurch eine Kontrolle über das Eigentumsrecht der «Angestellten und Arbeiter an den gezahlten Beitragen ermöglicht und fichergcstellt wird.
In der AuSspraclje befütroortrt 2t. £u a r d (Frankfurt a. M.) einen Antrag des sozialdemokratischen Bereins Frankfurt o. M., wonach der Partcivorstand beauftragt werden soll, zusammen mit Der Generalkonnnisswn der «»Gewerkschaften bereits vor Beginn der Reichstagsverhandlungen über die sogenannte Okrocrbeiupelle tote umfassende Agitation in die ük’gc zn leiten, rvelche auf die Erringung des StundenNiges für Männer und Frauen^ mit UebergangSbestimmungcn zur allmählichen Einführung des 8-Stun- bentaged ourch das neue Gesetz ab.->idt und für gefundheiivgesalw- liebe Industrien nut kürzere gesetzliche Arbeitszeiten fordert. — Dr. £.uard führte aus. Der Rcgieruugscnnvurf ist völlig ungenügend, da man den regieren fr n Blociunternehnwrn nicht wche tun will Für diesen sozialpolitischen Bettelpfennig müssen imr bestens danken. Die bürgerlichen Parteien treiben nut von hinten und von vorne, edle $>eud)etei. Die Resolution des Referenten wurde einstimmig angenommen, ebenso der Frankfurter Antrag über die Agitation .zur großen «»knverbenoveile.
Es nniröen dann verschiedene Einzelanträge zur Organisations» frage beraten.
Tami wurden die Anträge auf die Festsetzung btt Tagesordnung doö nächsten PaNeitages beraten. Tanad) sollen die Landarbeiter frage und die Crgaimatiou der Landarbeiter, die Agrar- trage und dic «Rmosfcnschastsfrage die vauptthi-mata deS nächsten 'Parteitages bilden.
Nachdem bann noch als Crt deS nächsten Parteitages Leipzig gewählt worden war, wurden die Verhandlungen auf Samstag vertagt
Au* Stadt unö Land.
Gießen, IS. Sept. 1908.
* * Unsere Großherzogin und der alte Solmser Patronatspfarrer. Der hier im Nuhe- ftanb lebende Pfarrer Hofmann, sandte I. K. H. der (Großherzogin folgendes Gedicht zum Geburtstag:
I. St. H. der Großherzogin von Hessen und bei Rhein zum 17. September 1908.
Durch ein herziges Bildchen hocherfreut.
Das neben trautem Gemahl und dem goldigen Prinzlein Die demutSoolle Gestalt der edlen Fürstin beut. Wagt der greise Solmscr-Hcsse im Berslein
Ter hohen Landesmutter zum morgenden Wiegenfeste Treuherzige Wünsche zu Füßen zu legen.
Gott schenk Eleonoren das allerbeste, Leine Gnade, edlen Frieden, reichen Segen.
In Liebe und tiefster Ehrfurcht Gießen, 16. September 1908.
L. Hofmann, Pfarrer i. P.
Die Großherzogin dankte mit folgendem Telegramm:
Für Ihre treuen Wünsche, über die ich mich sehr gefreut, sage ich Ihnen herzlichen Dank. Eleonore.
* * For st Prüfung. Tie schriftliche Staatsprüfung Tür den höheren For st dien ft wird am 2. November vormittags 8>/3 Uhr und an den folgenden Tagen zu T a r m - stadt abgehalten werden.
* * Pfarrperfonalien. S. St. H. der Großherzog haben dem Pfarrer Otto Vogel zu Staden die evang. Pfarrstelle zu Reichelslicim (Dekanat Friedberg) übertragen.
* * Der 3. evangelisch-theologische Ferienkurs uS für evang. Pfarrer, Kandidaten und Religionslehrer aus den Landeskirck-en des GroßherzogtumS Hessen und der üonsistorialbezirke Kassel, Wiesbaden und Frankfurt a. M. wird vom 19. bis 21. Oktober d. I. in Gießen abgehaltcn werden. Es werden folgende drei Lehrgänge geboten werden: Professor D. Gunkel über Probleme der Psalmen; Professor D. E ck über dic historische Per- sönlichkeit, Vorfragen der Christologie; Geh. Kirchenrat .Professor D. Krüger über Werden und Wachsen deS modernen UltramontaniSmus.
• • Ev. Kirchengesangverein. Tie 13 Generalversammlung fand am Donnerstag unter Vorsitz des Prälaten D. Flöring im Sitzungssaal der Landesspnodc statt. Rad, Begrüßung der aus allen Teilen des Landes besuchten Versammlung — auch Lberkonsistorialpräsident Nebel war zugegen — nnirbc cm Huldigungstclegramm an die Groß- bcrzogin abgesandt. In dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht wird konstatiert, daß die Zahl der dem Landcs- verein angehörenden OrtSvereine aui rund 150 gestiegen ist. Im Jab re 1907 entstanden in Starkenburg 11, in Rbe indessen 2 und in Ober Hessen 6 Vereine, und es befinden sich zurzeit in Starkenburg 76, in Rheinhessen 38 und in Ober- dessen 36 Vereine. An den Jahresbericht schloß sich eine längere Debatte an. Dic Versammlung ernannte den langjährigen seitberiacn Vorsitzenden, Präsident Ewald, zum Ehrenmitglied. Nach der Iahresrechnung ist eine Einnahme von 1113 Viark zu verzeichnen; das Vermögen betragt 4770 Mark. Nach Vornahme einiger Satzungsänderungen er folgte die Wahl des Ausschusses, in den gewählt wurden: Prälat D. Flöring, Prof. Heil, Overkonsistorialrat I). Petersen, Geh. Hofrat Prof. Dr. Schädel, Ober- poslsclretär Pa b ft, Rat Bon na, Pfarrer T t n qe lbep und Obcrpostdirektwnssekretär v oll in, । ruch in Darmstadt, ferner für Oderhessen nirä-enrat D. Schlosser- Gtcßctt, Univcrjltätsmufitdirektor Trautmann-GuPcn
und Pfarrer Dr. Becker- Alsfeld. In den Vorstand wurden gewählt: Pralat D. Flöring, Oberkon.istorialrat v. Peters en (als Vorsitzender, Prof. Heil und Pfarrer Dtn- geldey »als Sdinftfütirer Ium Feskvrt für bad nächstjährige Kirchenge anasfest wurde Ober-Ingelheim gewählt. — Zum rdiluß sprach Pfarrer Marx- Walldorf über dos Thema: „Die Schwierigleit der Kirchcnqefcmgvereins- arbeit, speziell auf dem Lande." An den Bonrag schloß sich noch eine lebhafte Diskussion, an welcher die Pfarrer Dr. Becker-Alsfeld, Pfarrer Dr. Vogt-Main;, Pfarrer Zimmer ma n n-Vxhausen, P-'^rrer jka lb h e n n -Ober-Mock- stadt, öHmnaitallehrer Müller-Friedberg, Pfarrer Kempf-Groß-Gerau, Lehrer Ackermann -Sprendlingen, Prof. Hardt und der Borfiyende terlnahmen.
- Silber ne Hochzeit feiern morgen Sonntag Kauf- Ed. Sack und seine Ehefrau geb. Möser.
— Tas Alte stürzt. Boa der Stadt sind zwei Anwesen mit einer Front nach der Schloßgasse und zwei Fronten nach den Marltlauben zu an getauft worden TaS größere, früher Ottmannsche Besitztum kostete 10000, das Hofbäcker Noll sche 6000 Mk. Tie Häuser werden abgerissen. Tamit wird ein weiterer Teil unseres Alt- Gießen von der Bildfläche verschwinden.
**DasgroßeElettrizitätSwerkzuLißbvrg rückt ferner Inangriffnahme nälrer. Am 4. Oktober fmder in Nidda eine Versammlung statt, zu der die LrtSvorstande aller beteiligten Gemeinden uno alle Interessenten eingeladen werden. Es soll festgestellt roeroen, welche Gemeinden und Industrielle an das Werk anschließen wollen. Mit den Vorarbeiten zum Werk soll noch in diesem Herbst begonnen werden. Es sollen die Orte aus den Kreisen Büdingen, Schotten, Lauterbach, Gießen und Friedberg ange» schlossen werden bis nach Gedern, Schotten, Ulrichstein, E^run- berg, Laubach, Hungen, Lich, Bübingen und Echzell.
0 Klein-Linden, 18. Sept. Sein Ab turnen, verbunden mit Rekruten Abschiedsfeier, begeht nächsten Sonntag unser Turnverein. Vormittags ist Wettturnen, nachmittags Schauturnen nnb Wettlauf. Später versammelt sich der Verein im Bernhardshäuser Hof.
£j Ettingshausen, 18. Sept. Vom hochbeladenen Grummet wagen gestürzt ist die Frau eines hiesigen Landwirtes, als der Wagen über das Gleis der neuen Bahnstrecke fuhr. Sie erlitt einen Beinbruch.
△ Grünberg, 17. Sept. Ter Lehrer-Turnverein unternahm am heutigen, als dem Geburtstage I. K. H. der Großherzogin, einen größeren Turngang. Tie Ungunst der Witterung hielt ledoch manchen ab, sich zu beteiligen. Trotzdem war es eine ganz erkleckliche Zahl, die von dem Sammelpunkte Odenhausen aus die Wanderung antraten. Von hier ging es, trotz des Regens, nach Rüddiugshansen und von da nach Höingen. Hier wurde nur kurze Zeit gerastet und ging es dann durch herrliche Waldungen nach Mardorf und Amöneburg. Leider lagerte dichter Nebel über dem Cl/mlal und darum war die Aussicht keine lohnende. Nach Besichtigung des Denk' mals im Hofe der Brückenmühle, das an die letzten Kämpfe im siebenjährigen Kriege erinnert, ging es nach Homberg. Im „Frankfurter Hof" wurde zu Mittag gegessen. Der Vorsitzende des Vereins, Lehrer Wolf von Bersrod, gedachte hierbei unseres Landesherrn und seiner Gemahlin und schloß mit einem begeistert aufgciiomincnen Hoch. Hieran schloß sich der Gesang einer „Hymne an die Großherzogin", die für diesen Tag von einem Mitgliede gedichtet worden war. Nach zweistündiger Rast ging es durch das prachtvolle Ohmtal nach Nieder-Gemünden, dem Endziel des Turngangs. Der Himmel hatte sich inzwischen aufgehellt und goldiger Sonnenglanz lagerte auf Tälern und Höhen, so daß dieser Teil wohl als der schönste der Wanderung angesehen werden kann.
x Bermuthshain, 18. Sept. Der Vogelsberg soll nun auch ein großzügiges W a s s e r werk erhalten, an das eine größere Anzahl Orte angeschlossen werden sollen, so u. a. Freiensteinau, MetzloS, Meplos-Gehaag, Bermuthshain, Ober- und Niedcr-Moos. Die Behörde bringt dem Projekt große Sympathie entgegen.
Großkarben, 18. Sept. Auf dem hiesigen Bahnhof wollte der Schaffner 2pal>n dem Stationsvorsteher gestern abend melden, daß der Rottenarbeiter P o h l e r 1 von Großkarben, der mit dem Zuge angekommen war, in einem Abteil eine Fensterscheibe zerbrochen habe. Auf dem Wege zu dem Beamten versetzte P. dem Schaffner mit seinem Eßgefäß aus Blech einen solchen Schlag auf den Kopf, daß Spahn schwer verletzt zusammenbrach.
---Darmstadt, IN. Sept. An der diesjährigen Ausstellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten aus den gewerblichen Unterrichtsanstalten des ^-roß- herzogtums Hessen beteiligen sich die folgenden Schulen: die Kunstgewerbe- und HandioerkerscHule in Mainz, die Fachschule für Elfenbeinschnitzerei in Erbach i. O., die Landes- bauaewerkschule in Darmstadt, die Baugewerk- und G.nverbc- |‘d)ule in Bingen, die Maschinenbauschule und die Lehrwerkstätte für feine Lederarbeiten in Offenbach a. M.; die Go- iverbeschulen in Alzey, Bensheim, Darmstadt, Friedberg, Gi e ß e n, Michelstadt, Nidda und Worms. Außerdem führen etioii 20 Handwerkerfchulen ihre Leistungen vor. Den Besuchern ist zugleich Gelegenheit geboten, Schulerarbeiten aus den fachlim organisierten Fortbildurrgsschulen der Stadt Dttmck-en bcfiditigcn zu können.
Sd. Darmstadt, 19. Sept. (Tel.) Tie beiden letzten der aus dem La n d e S h o s p i t al Ho f h e i m entiprunguten Verbrecher, Rosenberger von Bürstadt und Leiser von Gießen, sind gestern in Neumagen bei Trier festgenommen worden. Sie kommen sofort nach Marienschloß.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 18. September.
Ter fehlende Waadergewerbefcheio.
Im letzten Frühiahr har der M e tz g e r g e f e l l e I H. von nrniinuvl a. M. in Harheim Z.egenlänimcr auiaekanü, ohne un Besitze eine« Wanderaewerbeschein», bezw. einer Beschein,amig über die Entrichtung der Wandergewerbeneuer iu fein. T>e Verwaltungsbehörde ließ ihm einen Siratdefcheid über 20 3JIL jugclen m der Annahme, er habe eine Hunerpehung beabsichtigt. Er trug gerichtliche Entjchcidmig an, indem er Let?di.iptelc, er habe in sZranl- ’urt cuie Wirtjcholt, wo er da« Fleisch der Tierr, die er beim An- tani Oe« besseren TrauLpoNs wegen folort fd>lachlete, verwende, wMlxxlb von der Ausübung eines Wandergeiverbe-» keme Rede sein könne. Dem gegenüber wurde festgestellt, daß er zwar bei einer Schwägerin, die eine Winjcha't betreibt, wohnt: er Hal aber auch von dem Fleisch auf dem Markt verkauft. Tas Schößengerida Vilbel verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 10 Ulf.; es sprach sich aber nicht darüber miti, ob die« eine Lrdmuiü> oder eine 2ekaubnnonö- strafe fein soll. Im letzteren Falle wäre die Minnnalstraie der doppelte Betrag der hmteoogenen Steuer, muhm 30 'M. gewesen.
xtete6 Urteil ’oett die Ltaot^anwalt'chast an, um da« richtige 27«, der Te'raudationSstrake berbeiju'übren. Für bet Verukrw.oBerich, üand lest, und srrcr wurde dies auS der eigenen Angabe des geklagten geickloüen. daß er -ewnßt har, daß tm Falle de» Wmer» verkant« der Tiere er einen Wandergewerbelche,:: notig habe, und er einen {olcbri »> cht lö'le, mußte eine aduchltiche cie.:er3min«. ziebung tür vorliegend erachtet iverden. auS welcdem ttnmbe auch aui du im Eiraidefcheid angefeyte Strafe von 20 Mark erfamu werden mutzte.
(ßcridft*fnaL
FC. Telnhaufeii, 18. S epr. Da- Schöffengerichti, Schöllkrippen vrnir. eilte die ledige Io enne Jung von :oo wegen fortgdenten anomonenBrieffchreibens be.eid.gende, Inhalt- zu einer Geiängm-uraie von einem Iadr und oierzebn
s Marburg, 19. €tpL Wegen Jagdvergehen üan.'es beule drei Einwohner anS Kappel, die bei Homberg einen Reddzck über ihre Iagdgrenze h>» verlolgt und a holt baden fallen, vor der 6 11 a i f a ni in e r. Rach Veraehmung von 12 Zeugen wurde, sie wegen fehlender Beweiie freige'prochen.
5t o n stanz, 18. Sept. Tas Schwurgericht zu Deinlelde» Kanton Thurgouj Hot noch Lreiiägiger Verbandlnng den Zänau: Iahnarzl Mayer zu 2u fahren Zucht bau- und ferne HauA- bdlierm Ioiephme Zav , zu lb Jahren Zuchldau» DmitteUt. V« r« iallen am 11. cepiembrr 1907 den Pnvalier Rötzer auf Schlch lüllingen ermordel und beraubt.
U ii i tK r jitä a cb r ich t c n.
— Wie die VolkSaulklärung in Rußland beinetzW wird, beioeist das folgend« Telegrannn ans PeierSfarg, das c* als Scherz zu uehineu geneigt wäre, wenn man nicht wüßte, tzetz un heiligen Rußland alle» möglich ifl : Ter 'Hhmflerrai bat bte Munster tüt VolkSaniklärung ermächtigt. die Zulaßuug nm Frauen zu den UnioersitätSoorleiungen für die Zukunü m verbieten, dcueu jedoch, die bereit» zugelatzen sind und c-trw, der Uebergang m eine höhere Lehranstalt für fZrauen unmb;lti* ist, die Beendigung ihre» LindiumS tu den Universitäten iu g» flauen. Tie Zahl der gegenwärtig an den nüiiicütit Umverstiöre, zugelaffenen freien Znhörerinnen beträgt eiroa 2130.
Sport und Spiel.
Jin C ch achwe ii ka m pf e luaioc am aSker' S Wuchch eilte Unterbrechung bi« znm 23. dS. MiS. angejetzl.
Eingesandt.
nur norm und Inhalt < !..r unter dieser Rubrik stehenden IdM flbttnnrmt die Redaltion dem Publikum gegenüber fetnrdfl
Veranlwortuiig.)
Lollar. Ankuüpfend an den Artikel in 9lr. 218 IhreS ßf schätzten BlaiteS über das Tantiedcrliegcn der Bautätigkeit möchte Einleuder dieses die öffentliche Austnerkfamkeit auf ern 9)11 b ft a n ö lenken, der einmal beieuigt weiden wußte. 3- meine, daß 'ich Mitglieder von an der Spitze unierei oroee Cvlc-3 stehenden Körpeijchalten an Lieicrnngen nnd Arbeiten, irelS die Gemeinde vergiebl, beteiligen. Hier ivuve es ganz am t.ay. wenn der Vorsitzende des GeinemderaieS Mitglieder, die iiao* eine Arbeit oder Sieferung für oder von Der Gemeinde ntefr nehmen «vollen, höstich ober bestimmt darauf auhnerfiam mach» daß eS besser fei, ivenu sie darauf verzichteten, und baß ite e* femcv Seile keine Förderung zu erwarten brauchten, wie 6al anderwärts gehanbliobt wirb. Tem 2lnjeheit des LltSoor !an»i< ist iolche« nur förderlich. Es wäre ein Unding, wenn z. B GemeuideralLmilglied auf Gründ etwa in der Sitzung gemarWr Erfahrungen Terrain- oder Baufpeknlatianeu machen wollte- - Uebf.geuS fall der Gentemderal fdjon vor eungen Jahren -• ’ unferen Standpuukl gestanden hoben Tenn em U>enifiiu'fbt6mict. der jahrelanp Die Liesiniug für einen bestimmten Artikel Han, soll, als un Gemeniderat über daS Unzulajuge dtefer Lieferuugtari gejprocheu wurde, fofon 'reiwillig auf weitere X.'ie*cnuifl<u vee- lichtet hoben, und das treff von ihm richtig gehandelt. Und *» dielen feinen dornoligen Standpunkt fleht hoffentttch der G«inet»de- raxouef) heute noc
IRai fte.
Gießen, 19. Seplbr. - . i. crtchl. Auf l einigem L-o-d, - mailie kostete: Buuer pv. i'D. 1.10—ILO H ubnereiet 1 Et.
8—9 Vfg^ Hält vr. et. 6—8 Vf., ftäfentalfe 2 _L 6—6 t*;
or. Vr. 0,80-1,00 $lf., puhner vt. St. 1,00—l,6u i.f, ÖätM Stück 0,bv— l,f»o SNL, Gön!e pi.tlb. 00—00, Elite:, pr. Stück bt3 2^0 SIL, Ochfeufleifch vr. Md. 78-66 tzifg. und Rindfieilch pr. Piund^ 74—76 Pfg, echweiNtsü:>ch vr. Pfund 68— 90 Pfg., Schtvetnesteifch, gefallen, pr. i'- M Pfq., ttall'stelfch vr. Pfd. 70—80 Pfg., paiiuiielueifch H. 70—84 Pig. Kartoffeln pi. 100 Ag. ti.Uu—7.00 JmtXi« Pr-
3ir. 5,00—6,0u ä)lt^ Dlilch per riiler 2u ^«ißkraut Pt* «ück 20—25 Pfg^ per Zetuner ML 0.00—0.00. — Aepfel pa 3s*
Vcrmifcbtcs.
'Die Cholera. In Petersburg steigt bte (ifr.tu* rapid. Bon vorgestern auf gcieni wurden 392 Ne,eitranku>M und 125 TodeoiäUe gezählt Von den erkrankten 16t>0 iedonrj sind 488 gestorben. Die Schulen wurden iuv anderthalb i’ü gelchlossen. IgHlreiche Frcmde vcrlasten di? Sladk. — Tie Ju- gierung hat Vesliminnngcn getrosten, uni der Verjchlepgim i brr Cholera vorzubengen. Ve: allen m das Ausland gehenden 3*n<k ist eme forgiältige TeSiuiektioli des GeväckS angeordnet. <-m< C ti a r a tt t a tt c ist in Wirballen eingerichtet. In olle« ouropäiichen S«aalen sind energifche VorlidrISntaBregeln gen^Svi tvorden. um die Seuche, die r.uv durch die anfängliche Löst timt der rulsisthen Regiertutg eine solche Ausdehnung gewann, irirfi* zn btfampfeii. Die Alaßnayinen richten sich gegr: alle au« Irland kommenden Perfonen iuiü Güter. — Ter Präfekt de« Nord- d e p a r t e m e n I s (,yrniitveid)« bat ernste Vorficht^maßregcht gegen bte Einfchlevvung der Ebolera angeordnet. Da- Äestmd- htu6biirean Hat innfgjjende MaßliaHinen gegen alle au- SlujiiÄi* touunende Perjotten getrosten, bie in den Hotels oder Prroaihäufer» absteigen. — In RIanila nimmt die Cholera toetter zu. x Donnerstag sind 2ä Fälle |cftgc|telll worden, von den 18 löd L oetlanfcn sind.
*Orvil Wrights Unfall Rach Angabe von Augenje^.n traf der abgcbrocfriu: Teil dec Schraube die Stütze des Tache-^ Acrovlmt ilberjdlug fid) nicht, s'iidern neigte sich auf dic 3c. Wrighl versuchte da- ölcifr iciuuht ivtebcr herzustrllen. aber ur nächsten Acoment uuifh? der .'Ivparat Nieder und schlug mu arLr. Gewalt auf die Erde »— ’Äl» der in Le Man« iivdcnbeOnöi- die Nachridst von »in Unfall erbielst vcrziäüet er auf t-it. neuen .'JLuiiLieg mit seinem 'Juiyplan und dal, ihn altern zn la'ft.
* 2er forvcltc Herr Feldwebel, mn Ä* növerfcherz wird dem „Heidelberger Tageblatt" erz thU. In ManovergelLnde nahm während des Marsches ent Solbat eine Zwetsche von einem Baum, ivaS der gestrenge Herr Feldloebel sofort bcmeritc. Er gab Befehl zum Halle» und der Soldat mußte die „verbotene Frucht" mit etnre Zwirnsfaden wieder an den Baum aufhängen.
Kleine Tageschronik.
Fürst Eulenburg verlaßt voraut-uchtlich am 19. d. b i Charns tmb siedelt in ein Privaifanalonum über.
Ter Ein|.-Frciw. Han- Grade vorn Pioiuerbalailloa m Magdeburg cvfaub eine F l u g in a s ch i n e. Tie Modellversuch« verliefen zufriedensielleud.
Der Großkaufmaun Paul Säuger, Inhaber der Finna Lemmerkamp & Sänger in Stettin, »st nach Unlerschlagung ve- 200 000 Mk. verschwunden.
Einbrecher stahlen ui der Nacht auS der Billa Mark T w a i n es in Redding Callfornien alles Silberzeiig.
Ter Millionär John Leonhard m New«Pork, einer der b<- bculcniten amertfomichen Hochöfenbesitzer ist von feinem Privat- fefvetär Ph'lipv gerötet worden.
Großfürst 5l u r i l l kaufte die Schloscherrjchaft llnlermertb»4 in Unterfranken für drei Mill. Mart zum dauernden Au'eniball.


