Samstag 18. Juli 1908
158. Jahrgang
Drittes Blatt
Kr. 167
erldjetnl täglich mit Ausnahme des Sonntag».
B,8/i
Julius.
1
SS4/b
Guten kräftigen Wohlgeschmack erhalten Suppen
und Speisen mit
|s Würze
Carl Elchmann, Ederstr.. Ecke Xoidanlagc.
a»/r
Frankfurter Schuhlager
N. Reiss
Telefon 539
Giessen
Mäusburg 12
MAGGI
hessische Landes-Ausstellung für freie und angewandte Kunst ° Darmstadt 1908
Die ..Stehen« ZamtNenblätter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krelsblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „randwlrtfchaftllchen Seit» (ragen*4 erscheinen monatlich zweimal.
Beachten Sie die Schaufenster.
Besonders billig Einzel- und Muster- Paare.
baulicher Veränderung wegen verkauft.
Täglich geöffnet von morgens 9 bis :: :: :: abends 11 Uhr. :: :: ::
Konzerte um £ und 8 Uhr.
Eintrittspreise: Bis zum Schluss der Ausstellungsgebäude abends 71/., Uhr 1 Mark. ------ 3« den Abendkonzerten 50 Pfg. i
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schn» UnwersitälS - Blich» und Sleindruckerei.
R. Lange. Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Bering.' 5L TLt.-vldruAnzeigerGießen.
mitkochen I Bestens empfohlen von C«Ä
Privat- iz-Unterricl ilt zu jeder Tageszeit Schmid/, Tausch A Msteingche U
Kaiser-AHce 117
parlamentarisches. >
Neichstagsabg. v. Kaufmann j-
Der Reichstagsabg. des 2. braunschweigischen Wahl- l':eiseS, v. Kaufmann, Hospitant der Nationallibcralen Partei, gestorben. Fritz v. Kaufmann. Besitzer des Rittergutes linden bei Wolfenbüttel, war am 9. Januar 1854 in Steuer* i .ald (Hannover) geboren. Ec war gelernter Landwirt und l-atte in Halle und Güttingen studiert. Dem Reichstage gekört er seit 1898 als Vertreter deS Wahlkreises Wolfenbnttcl* Almstedt an. Im Jahre 1903 wurde er trotz der Quer* Reibereien, die vom Bunde der Landwirte ausgingen, roieberge- ählt. Bei den Wahlen von 1907 siegte er dann glatt ohne
Zt ich w a h l. .
«TM ln*»Äte§S
Man würze stets erst beim Anrichten . nicht
werde, hat man wieder zurückgeschraubt, nachdem bi: Bank von England vorerst Abstand genommen hat, eine weitere Öerob> sehung ihrer Rate von 2 1 - Proz. vorzunchmcn. Ueberdies dürften bei der Reichsbank auch schon von der nächsten Woche an die Ansprüche tüt den öerbflicrmin sich geltend machen. Mit gro^m Interesse verfolgte man in dieser Woche die Eisenbahn-Berst a a i i i ch u n g i n O e st e r r e i ch , ein Einfluß auf die Stimmung dec Börse ging davon aber nicht aus, wenngleich die Aktionäre der zu verstaatlichenden Bahrten kaum Grund haben dürften, mit dem Einlösungsoerlrag unzufrieden zu sein. Oesterr-ichische Bahnen konnten auch meist etwas anztchen. Auch Amert- kaner belchelten hei schwankender Haltung gegen die Vorwoche noch Avancen zurück. In Schiffahrtsaktien war nur vorübergeliend lebhafteres Geschäft, wobei di« Kurse stch befestigten. Tas wiedcrl)oltc Tcmenti der Gerüchte von finanziellen Projekten der Paketsahrt-Geiellschaft hat ansck-cincnd Teckungskäuso veranlaßt: auch sttmulicrten die besseren amerikantschcn Wirk- schafisberichte, ivcit man sich von einer Reprise in den bereinigten Staaten einen günstigen Einfluß auf den Güter- und Passageverl'chr versprich,. B a n k e n blieben vernachlässigt. Montanpapierc nicht ganz einl)eitlich, vorwiegend aber ctivas sd)wächer. Von anderen I n d u st r i e p a p i e r e n waren wieder nur Elektrizitätsaktien und Anilin gefragt und höher. Am Renten markt ist das Geschäft sowohl für heimische als für fremde Fonds gegen die Vorwoche wesentlich ruhiger gewesen.
Privatdiskonto 2 18/i<
Sport.
London, 17. Juli. (Olympische Spiele.) Bei dem Amateurtauchen wurden'die beiden Vorläufe zur Entscheidung von den Deutschen Behrens und G e i d z i g gewonnen. Deutschland hat stch damit den e r st e n Preis in dieser Konkurrenz gesichert. B i e b e r st e i n (Deutschl.) gewann den Endlauf über 100 Meter im Rückenschwimmen in 84% Sekunden. Im ersten Laus der ersten Runde des Mehrkampfes (brei Läufe) schlug Deutschland Frankreich, im zweiten Gang schlug Deutschland Holland. Im Endlause jedoch wurde Deutschland von England geschlagen. Für hervorragende Leistungen ist der deutschen T u r n e r f ch a s t seitens des internationalen olympischen Komitees die C o u y e O l y m p i q u e zuerkannt worden.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Sbrrhessen
politische Tagesschau.
Eine Zusammenkunft des Präsidenten Falliäres mit dem deutschen Kaiser.
Eine polit. Persönglichkeit will einem unserer Berl. Kor- : spondenten zufolge mit aller Bestimmtheit davon Kennt- ms haben, daß die An re g u n g zu den streng vertraulichen Verhandlungen über ein Zusammentreffen des Präsidenten !-alliöres mit Kaiser Wilhelm von deutscherSeite aus- (j-.ng. Gleiche Verhandlungen sollen auch mit der russischen Regierung über eine Zusammenkunft des Kaisers mit ieem Zaren fortgesetzt schweben. Tie Absicht dabei ist, zu igen, daß tiefere Gegensätze zwischen Deutschland und Frankreich einerseits und Rußland anderseits nicht bestehen. : iefe Bestrebungen stehen in engem Zusammenhang mit den ik^monstrativen Maßnahmen, wie die der Teilnahme des l^eneralstabschefs an der Rordlandreise des Kaisers oder teer Entsendung der Hochseeflotte nach dem Atlantischen Lzean. An zuständiger Stelle in Berlin, wo unser Korrespondent recherchieren ließ, werden diese Verhandlungerk i i Abrede gestellt.
--W] ‘WNe?
K eiTir
ZWL
Gestorbene.
Juli 14. Karl Zorn, 3 Monate alt, Frankfurter Straße 140. _ 16. Wilhelmine Adolfine Ottilie Bergen, 30 Jahre alt, Garten-
ftrttiiwilW
■«sä
-Eä%
hör .di
vielleicht auf die geplante Ringstraße führend, von der Lieber Straße nach dem Trieb geleitet wird. -Lick letztere Lotung der Frage hat den Vorzug, die Rentabilität unter allen Umstanden zu begünstigen, allen Eventualitäten zu begegnen und der JUl' genteinheit zu bienen. Ä-
Cyiuvu"-- ifln
„ä"* V
E*"j
6i
Auszug a. d. Stanbesamtsregiftern der Stadt Gietzen.
Aufgebote.
Juli 13. Paul Ehebrecht, Ingenieur in Lollar, mit Wckhelmme Sophie Luise Gerhards dahicr. — Philipp 'Jiobltng, Weichenstellei, nut Äiarie Wagner, beide dahier. — 14. Otto Ludewig, $[011)111011)1 in Döbeln, mit Wilhelmine Krause dahier. — 15. Heinrich Enders, Schntzmann in Worms, mit Katharina Tietz dahier, — io- Josef Katz, Kanlmonn dahier, mit Esther Birnbaum m Fulda. - 17. Heinrich Gerdes, Schneider, mit Pauline Horn, beide dahier.
Eheschließungen.
Juli 11. Ludwig Plätmer, Glaser, mit Lina Schäfer, beide dahier. — Heinrich Gerhardt, Schlosser, mit Maria Nolte, beide dahier. — Gottlieb Schleenbäcker, Hilfsbremser, imt Luise Lehn- Hardt, beide dahier.
Geborene.
Juli 5. Dem Schuhmacher Theodor Judt ein Sohn, Karl. -— 6. Dem Heizer Heinrich Schlifser eine Tochter, Karoime Wilhelmine. — 11. Dem Schuhmacher Wilhelm edjnubt cm eo^n, Ernst. — 12. Dem Taglöhner Konrad Schneider eine Tochter. — 15. Dem Zuschneider Georg Laspe ein Sohn, Ernst Hermann
vörsen-Wochcnbericht.
Fra^nksurt a. M., 17. Juli-
Von dem Elan, den die Börse in der Vorwoche im Anschluß rrt die Auswärlsbewegung in Newyork genommen hatte, war in ?c abgelausenen Woche kaum noch etwas zu verspüren. Tas ' üschäst ivar wieder sehr beschränkt und das Fehlen jeglicher .Beteiligung aus Kapitalistenkreijen hat zur J-olge, daß auch die -yetulalioii sich zu umfangreichen Transaktionen nicht entließt. Ist man auch der Ansicht, daß die Verhältnisse ■ 11 Amerika sich in der Besserung befinden, so sieht man die ^age doch noch nicht wieder als eine derartige an, daß sie eine so . ngeflüme Steigerung der Kurse, wie man sie zeitweise in Wall- s irret beobachten konnte, gerechtfertigt erscheinen ließe. Man hält , vielmehr für richtig, vorerst die weitere Entwicklung der Tinge Mjer dem Ozean aufmerksam zu verfolgen, und vor allein das Ergebnis der Ernte, sowie den Verlaus der Wahlkampagne ab- 1 wirten. In beiden Beziehungen ist man zwar zuversichtlich ^stimmt, wenngleich die Ernte nach neueren Berichten nicht so .oß aussalleii dürste, wie man allgemein erwartet hat. Eine eiNvtsse Vorsicht scheint aber auch schon desl-alb geboten, weil 1 v3 durch Spekulationsinteressen veranlaßte stürmische Vorgehen L 'x Amerikaner infolge unvermutet eingetretenen Rückschlags schon qnt häufig starke Enttäuschungen und Verluste im Gefolge hatte, -rie Geschosisnnlust, die wiederum dominierte, fand natürlich auch Nahrung in den wenig günstig lautenden Nachrichten aus der ! eimifchen Industrie. So machten der Rückgang der deutschen Roheisen-Produktion, sowie die veröffentlichten Zahlen über den erheblich verminderten Versand des Stahlwerlsverbandes tut Juni ungünstigen Eindruck, wenngleich man sich sagen mußte, bi6 diese Zisfern nur für eine jetzt hinter uns liegende Periode i Zechen. Etwas bessere Nachrichten kamen vom oberschlesischen chifenmarkt, doch vermochten diese ebensowenig wie die gebesserten Oinerikanis'chen Eisenberichte zu verhindern, daß die in der Vor- i .oche mancherseits eingegangenen Engagements in Montanpapieren li 'dieser Woche teilweise wieder zur Lösung gelangten. Nur Zwinge. 'Anregung gaben auch die Geldvcrhältni^sc, ob- Mobl diese andauernde Flüssigkeit erkennen lassen. Tie Hoffnung, Saß die Reichsbank ihren Diskont auf 31/2 Prozent ermäßigen
M 1, litt mmvicn wirb gutu.bit
Frau Johanna Fw: Ludwigsttatze l
licrem Sabnllenain x icn G-8J00 qm
eise ab, auch geteilt u. ece igere Zeit. m Tern & Co., West-Acki
cme leistungssäh.Bmo nenSierenuiibguietfc iduna nach Men IW z: ibuiig chres Lemebesu kÄbuebmcr. UnabhW erhalten Lorzugs4lv rifll Angebole unter Ö in Gießener ÄnreiM p*Lohn-Fuhren ?n angenommen '^Aodbeimmirril
maltitB ancaise^revtü eletons.
prten unter ^tlondesJi^Lj t, Siijkiiö 2env
Gingesau-e.
D i e Elektrische.
'Zn dem Abschluß der einen Linie ob Kaiserallee oder Licher Straße seien hier einige Bemerkungen gestattet. Die Licher Straße ist aus den vorerst geplanten Linien die einzige Straße — weil nur auf einer Seite bebaut —, welche der modernen Technik freien Spielraum gewährt. Jeder Unparteiische wird sich ferner überzeugen, daß die Licher Straße als Zugang zu unserem herrlichen Stadtwald, der so Vielen eine Stätte der Erholung ist, mit seinen Ausflugsorten Annerod, Hohe Warte, Forsthaus Hochwart, Schiffenberg und Forstgarten, enorm frequentiert wird. Die nach diesen Ausflugsorten Wandernden werden entweder auf dem Hinweg oder, weil ermüdet, auf dem Heimweg sicher Neigung verspüren, die Fahrgelegenheit mit der Elektrischen zu benutzen. Der natürliche Hauptausgang der Kaserne, die Siechenanstalt und besonders noch die Irrenanstalt zwingen geradezu zum Anschluß an die Bahn. Die Irrenanstalt wird außer den Kranken, die ja wohl die Anstalt wenig oder gar nicht verlassen, eine größere Zahl Ae'rztc, Berwaltungs- beamten und Wartepersonal ausnehmen. Die Anstalt wird von Studierenden besucht und nach dem Beispiel derartiger Institute anderwärts wird der Besuch von Angehörigen der Kranken ebenfalls großen Verkehr bringen. Es ist deshalb eine Notwendigkeit, dieser Anstalt eine Haltestelle möglichst nahe zu legen. Ferner bietet sich für die Orte Steinbach, Albach und Annerod (letzteres mit Abzweig in Höhe des Forsthausech, ohne lange die in der Lust schwirrenden Projekte abzuwarten, die u. E. noch jahrzehntelang Projekte bleiben, Gelegenheit, ernstlich eine Bahnverbindung anzustreben. Zugegeben, die Siaiferallee wird durch ein 25er- gnügungsetabliiseinent auch stark frequentiert, so wird hier doch zii berücksichtigen sein, daß die Besucher dieses.Etablissements wegen des kurzen Ganges, ausgenommen bei plötzlich eintretendem Unwetter weit weniger Neigung zur Benutzung der Elektrischen verspüren werden, wie die, die Licher Straße passierenden weit größere Wanderungen zurückgelegt habenden zahlreichen Ausflügler. Immerhin ist ja einer eventl. Meinungsverschiedenheit dadurch zu begegnen, daß die Bahn vor ober hinter der Kaserne,
Die nach- ß r r o 3 ß sind Sonntag. 19. Juli, nur von stehenden Ä6 T Z I V 12 Uhr mittags bis 12 Ihr nachts Jur dringende Fälle sicher anzutreffeu: lD ■>
Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4.
Dr. Schäffer, Blockstrasse 9. — Dr. Stuhl, Seltersweg .9.
werden jetzt sämtliche
Schuhwaren
ft» 9 L Ä; Pelikanapothsk
Giessen, den 18. Juli 1908. -
tirossh. Polizciamt. Reinhart
Haushallungs-Institul Scheu-Mch, Bensheim a. 1 Bergslr.
Gründliche Anleitung >. Küche, Haushalt, d. prakt. u. feineren Handarbeit-n Auf Wunsch Wissensch. fr. Sprach, u. Musik. Ref. u. Prosp. d.d. Vorst. (hv-,;
strotze 3.
„Macht durch ihr frisches Aussehen viel
Freude."
" Leipzig-Lindenau, Rietschelstr. 22, 8. Aug. 1907.
„Unser jetzt 5 Jahre olles Töchterchen Martha war fett dem 10. Lebensmouat recht schwach, zudcni verursachte ihr ein luftige:' Jucken der Haut gar viele schlaflose Rächte, -tie ohnehin zaue Kleine kam dadurch noch mehr zitrück, wurde blatz und aufgeregt und wollte auch nicht recht essen. Seitdem sie aber Scotti Emulsion bekommt, hat sich dies in erfreulicher Weise geändert; der unangenehme Hautreiz ließ gaiiz nach, und wahrend die Kleine 4 Jahre Iona jeden Sommer ganz besonders darunter zu leiden hatte, hat sie seitdem sie Scotts'Emulsio» nimmt, nichts mehr davon gespurt. Sie kann nun die ganze Rächt hindurch ruhig schlafen, hat ihr aiy- geregtes Wesen ganz verloren und macht durch ihr frisches Aussehen aar viel Freude." (gez.) Anna Griebe.
J 9 Die leichte Verdaulichkeit von Scotts Emulsion
ermöglicht deren Gebrauch selbst zarten Kindern, die dabei prächtig gedeihen. Scotts Emulsion wird auch dann, wenn Milch kaum vertragen wird, leicht verdaut, was bei gewöhnlichem Lebertran bekanntlich nicht der Fall ist. In der Form von Scotts Emulsion ist der Lebertran, dessen hoher Nährwert ganz außer Frage steht, allen denen zugänglich gemacht die Nur echt mit dieser ihn feiner Schwerverdaulichkeit und besonders -abcm ®aran?" seines Geschmackes wegen unmöglich nehmen Aschen Dersahrensl konnten.
Scott« Emulsion wird von unS auSschliebltch im groben verkauft, und »war nie lose nach Gewicht ober Matz, sondern nur in versiegelten Origmalflascheii in Karton mit unserer Schutzmarke (Mischer mit dem Dor,ch). sscott u. Bowne, Ql. m. 6. H , °ie? gsktuster Medizinal-Lebertran 150,0, prima Glyzerin 50,u,
unterbboepborigfaurcr «alt *,3, itnterphoöpyorigiaureS giatron 2,0, pulv. Tragant 3 0 feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destiU. Ülafict 120,0, Ultohol 11,0. Hierzu arömatischc Emulsion mit Zimt«, Mandel, und tLaultheriaöl je 2 -tropfen.
-^Wagncr, len neuen
öS?
N.kwsmerksamgnvch
SÄ? SÄ’Ä
inrchenpl.-Andenpl.i icnct Orchefier-Verch.
106968)
I Li«slr»Mifr?ie 1
in allen Grössen 4392
zu bedeutend herabgesetzten Preisen
empfiehlt
Ernst Blosdner Nacht.
Seltersweg Tel. 172 Ecke Plockstr.


