Juli
S
Weiler
1908
H
11,8 - 88
738,6
92
7"
739,3
14,0
4- 16,9 • C.
Boree, 18. Juli, 1.15 Uhr.
90.00
in
88.«
Berliner Börne, 18. Juli. Anfangskuraa.
162.90
bekannt, riB er ohne ,volleres den Bruder des Wirrs
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KINDERMEHL
ahbewährt,stets zuverlässig. I
Wasserdichter
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Höchste Temperatur
Niedrigste
Bed. Himmel
Bc,v. „
Bed. „
Harponer Bergwerk Lanrabütte . .
Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . .
Canada E. B Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank .... Dortmunder-Union C. . . Dresdner Bank ....
Tendenz • geschäftslos.
62.50 62 80
89.50 96.00
148 80 51 06 86.20 65.80
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am 16. biß , 16. .
49o äussere Argentinier 3°/e Mexikaner . .
4 xa L/o Chinesen . . .
Aktien:
Bochum Guss . . . .
Buderus E. W. . . .
Tendenz: ruhig.
sich 'zu mehrstündiger Beratung über den Antrag des Eber* staotsanwalts zurückgezogen hatte, verkündete Landgerichtsdirektor Lwlzow iolgenden Beschluß: Tie Verhandlung wird vertagt: die Untersuchungshast dauert in dem bisherigen Maße fort. Man Tonnte zweifelhaft sein, ob diese Trott bauer der Haft angezeigt ist, da der kranke Mann nicht sluchtverdächttg nl. Nach Ansicht des Gerichts liegt aber Verdunkelungsgefahr vor, weil er den Bries an Ernst geschrieben und frittier zu Ernst geschickt bat. In seiner Begründung führte Landgerichtsdirektor Sanzow aus, nüht das Urteil der Lcffentlichkeit, sondern nur Gründe rechtlicher Natur wären für den Beschluß entscheidend gewesen. Trotz des Protestes des Angeklagten sei ausschlaggebend gewesen, daß ihm bei seiner Krankheit die Selbstverteidigung beschränkt sei und er nicht icder Zett selbst in die VerbandRing eingreifen könne. f£a dies nach den Grundsätzen der Rechtspflege jedem Angeklagten m ,edem Stadium möglich sein müsse, habe das (spricht den genannten Beschluß gefaßt.
Las „Berl. Tagebl." meldet aus Berlin Ter Zu st and des Fürsten Eulenburg verschlimmerte sich geitern abend wieder. — Hofrat Sistier legte feine Stellung als Generalbevollmächtigter der Berlinischen Feuerversicherungsanttalt in München nieder.
92.05
82.95
92.00
82.90
Elektriz. Labmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. PnketL Harpener Bergwerk. . . Laurabüttc Nordd. Lloyd Obcnchles. Eisen-Industrie Berliner Hondelages. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio-
Eisentab n Gotthard bahn Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staatsbahn . . . Pnnce-Hemi-Eisenbahn .
Cheologische Zalultät und tandersynode.
Ta in unserem Bericht über die Synodalverhandlungen bezgl. der theologischen Fakultät die hier gewiß interessierenden Ausführungen unseres geistlichen Synodalvertret^s Kirchenrat v. Sch l osser von unferm Darmstadter Bericht- erstattet zu kurz behandelt wurden, geben wir im nachstehenden einen uns von ihm selber zur Verfügung gestellten größeren Auszug wieder:
Ich führte aus, daß ich ein volles Verständnis da,ur habe, wenn Leute von konservativen theologischen Anschauungen die gegenwärtige Zusammensetzung unserer theologischen ^kullät als einen Notstand empfänden, und sei zu jeder möglichen Abhilfe bereit. Tazu seien aber die Anträge Wahl nicht der rechte Weg. Dadurch wurden zwei Gruppen von Pfarrern geschaffen: lolche, die in Gießen, und solche, die anderwärts studiert haben, und damit das gute Einvernehmen zwischen den Leuten verschiedener Richtung, durch das sich linsere hessische Landeskirche auszeichne, uno das nicht zum geringsten Teil auf den gemeinsamen Gießener Studienjahren beruht, bedroht. Wer, wie es manche tun, auf Auflösung der Landeskirche hinaussteure, könne diesen Lchritt wagen, aber Freunde der Qmdeskirche sollten die Folgen wohl bedenken. , , , , .
Uebrigens werde der Eitnlun cmer theol. Fakultät wesentlich überidkWt. Trotzdem in Gießen die gegenwärtige ivificn» schaftlickic Richtung seit dreißig Zähren herrsche, sei der überwiegende Teil der Pfarrer, wie z. B. die Synode selbst zeige, andere Wege gegangen. Dafür seien die Traditionen des Elternhauses, die spätere Umgebung, und die besondere Gcistesart viel maßgebender, als der Einfluß der theologischen Lehrer.
Wenn die Freigebung des ersten theol. Examens im Namen der Gewissensfreiheit gefordert werde, so frage cs sich, um wessen Gewissen es sich handle. Nach meinen Erfahrungen müsse ich bcfürcksten, daß diese Maßregel vielfach nur zur Unterdrückung der berechtigten Freiheit der Fugend durch die Väter führen werde. Wie viele innge Theologen hätten mir scl»n geklagt, daß ihre Väter sie gezwungen hätten, in Greifswald und an ähnlichen Fakultäten zu studieren, und daß sic darüber jede Freudigkeit 8um geistlichen Amt verloren hätten. Erst in Gießen hätten sic sie wieder gewonnen. Tie jungen Leute solleii und dürfen nicht künstlich von modernen Ansckxiuungen fern gehalten werden. Sic sollen beide Ansichten kennen lernen, und sich dann entscheiden.
Dazu sei freilich auch die Berufung eines oder des anderen Tvzentei, von anderer Richtung in die Gießener theol. Fakultät nubt das rechte Mittel. Es müßte ja die jungen Studenten heillos verwirren, wenn sic an derselben Fakultät das eine Fach vom einen Standpunkt, das andere von einem entgegengesetzten vorlragen hören. Fakultäten, besonders kleinere, müssen einheitlich sein.
Es gäbe feinen anderen Rat, als daß die jungen Theologen einige Semester auswärts gehen. Tas sei überhaupt und unter allen Umständen empfehlenswert. Tas solle man au£ alle Weise durch Stipendien erleichtern. Taß sie dabei keinen Schaden im Examen zu befürchten haben, ,ei wohl durch Prof. Eck unwiderleglich bargetan, und könne auch von niemand m^hr behauptet werden.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
135.« 171.00
136.66
194.20
gestellt hat und zahlungsunfähig ist. Rechtsanwalt Tr. H e cf •
mann in Weinheim wurde zum Konkursverwalter ernannt.। —. e , . . w . . .
Konkursforderungen sind bis tum 31. Juli bei dem Amtsgericht I I ClCiOnsSChB RlirSDCricntC
Fürth anzumelden. — lieber das Vermögen des Johann S e -! des Giessener Anzeigers, mitgoteilt von der Bank für Handel bastian Hofmann in Dietesheim wurde am 3. Juli das I nud Industrie, Giessen.
Nehmen Sie
täglich ein Likörglä-cheu Tr. Hommel'S fwema- logen unmittelbar vor der vauvtmQbhcit! 36t Avvelit wird reger. Fhr dlcrocnfuitcm crüarft die Mattigkeit verschwindet und körperliches Wooibebn- den stellt sich raschen em. Verlangen Sie jcdot ausdrücklich das echte»Tr. Hommcl'e^ vacmulogtÄ’ und weisen Sie Nachabmungen zurück!
117.« 105.90
194.00 188.80 107.80 197.60
204.00
92.00
98.40
159.50 122 JO
. 22 AC . 9160 . 148.20
und schlug auf ibn ein. Nun war die Geduld der in Ende nitb sic schickten sich an, den Ruhestörer geioah . vor -die Türe zu befördern. In dicsctn -Augenblick ftiirjtox muh die drei
Tttrche unfc Schule.
— T i e Waldschule in Charlottenburg, welche im Jahre 1906 249 Kinder ausgenommen halte, von denen 80 bis zum 22. Tezember in der Waldschule geblieben waren, ohne daß ae- sundheltliche Störungen eintraten, hat Nachfolge bekommen in TI.« Gladbach, Kassel und Koltbus. In den Schulen roirö mehr und mehr das Badewesen gepflegt, unb der in denKindern einmal geweckte Sinn für Baden und Reinlichkeit wirkt wohltätig auf das ganze hygienische Verhalten der Bevölkerung ein. Während bisher das Hauptgewicht auf Brausebäder gelegt wurde, mehren sich jetzt die Bestrebungen, die Schulkinder im Schwimmen zu unterweisen. Sowohl von den Städten aus wie and) durch Schwimm-
zumelden. 4>C 0 Japan. Staatsanleihe
— H a »i b ii r g, 16. Juli. Ter soeben erschienene Bericht bed 4 % Cour. Türken vou 1903 Vereins Hamburger Reeder spricht sich Über die allgemeine Lage Türkenlose der Seeschiffahrt aus. Es heißt u. a. in demselben: „Der in berl 4% Griech. Monopol-Anl. . »weiten öölflc 1907 erfolgte völlige Zusammenbruch der Weltkonjunktur üble seine Wirkung in erster Linie oiü die Seeschiffahrt anS. Tie außerordentliche Geldieuerung und die scharfe Wirtschaflskrisis, besonders in den Bereinigten Staaten von Amerika, führten nicht nur einen erheblichen Rückgang der Beschäftigung in allen Industrieländern herbei, soiideru lähmten auch die Unternehmungslust des
Handels. Die Folge hiervon macht sich sehr bald in einem Minder- | angebot an Ladung und dem Nachgeben der Frachlcii benterfbar. I Tie ungünstigen Verhältnisse wurden für die in regelmäßiger Fahrt beschäftigten Redereien umio fühlbarer, als die Dorangegaugeue Hochkonjunktur mit ihren erhöhten Anforderungen an Handel und Verkehr sie gezwungen hatte, ihr Betriebsmaterial in raschem Tempo unter Aufwendung bedeutender Kapitalien zu vermehren. I Ta mit Eintritt schlechterer Verhältniffe dieser stark vermehrten Tonnage nur unzureichendes Angebot von Ladung gegenüberftanb, so ergab sich für die Seeschiffahrt hieraus die Folge, daß in alten in Betracht kommenden Hcneii wegen des imlohnenben Be-1 schäftigungsgrabes eine große ^lnzahl von Schissen aufgelegt werben mußte. Reben diesen betrieblichen Gründen beeinträchtigten das I Geschä'tSresnltat der Schiffahr tsiintenielniiungen noch m eoubcrhcii I die hohen Kohlenpreise, in denen auch hnite noch kein genügender I den verfchlechterieii Zeitverhältniffen entsprechender Rückgang eingetreten ist, sowie die erheblichen Lasten, welche aus den zunehmenden sozialpolitischen Pflichten der Unternehmer sich ergaben. I
Märkte.
Gießen, 18. Juli. $!av[i bericht. Auf heutigem Wochen- moitte kostete. Butter vr. Pfd. 1.10—1.20 Pik., Hühnereier 1 St. 7-8 'Big., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Pfg. Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Liiisen v. Pfd. 25—40 Pfg., Tauben I pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Pik., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Pik., Gänse vr. Pfd. 00-00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk« Lchseiisicisch pr. Pfd. 78—86 Pfg., Kuh-1 unb Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg^ Schweinefleisch I pr. Pfund 60—76 Pfg., Schiveinefleifch, gesalzen, pr. Pfd. I 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln pr. I Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut ver etücf 0-00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepset per' Ztr. 00—00 Mk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Nüsse 100 Stück 50-00 Bfg., per Ztr. 0—00 Pik. Kirschen per Pfd. 0,20-0,25 Mk. Marktzeik
7—1 Uhr.
— Alsfelder Zuchtviehmarkt. Begünstigt von schönem Wetter fand am 15. Juli unter sehr starker Beteiligung der! Bevölkerung der diesjährige Zuchtviehmarkt in 2H8felb statt Es waren oufqctricben 70 Simmentaler Bullen, 23 Kühe und Kalbinnen, 2o Eber, 18 Sauen unb geilet der deutschen Edelschwemraf'e, ' >
Alilchziegen unb Mutterlämmer. Tie Durchschnittsqualität des aufge trieben en Zuchtviehes war bei allen (Satiungcn eine durchaus befriedigende, eine große Anzahl entsprach fclbfi höchsten Ansor- berungen, während anbeterjcüS ein kleiner Prozents a^ minder-
AholW'5
** VEL T- TA FELGE TF ^NK. “
Niederlage bei: Jean Weisel, Sonnenstr. 6.
Pro Quadratmeter und
Verleihanstalt jr Woohe 10 pfr.
Sundheimer&Strupp Te,eph"
Frankfurt a. M. 'A WW! 1
17. Juli —
17. , =-f- 13,0 * C.
Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. R o t h f ch i ld in Frankfurter
Cffenbad) ivurbe zum Konkursvcrivalter ernannt. RonfurSforbe-13^e/e Beicbsanleihe . . rungen sinb bis zum 6. August bei bem Amtsgericht Offenbach an- 3-i do. . . zumelben. — lieber bas Vermögen des Wilhelm August 3^7, Konsols . . . . Hoffma n n, Kaufmann in W o r m s - N e u h a u f e n, alleiniger do. ....
Inhaber der Firma Harzproduktenfabrik Worms, wurde am 3^°/. Hessen 3. Iiili das Konkursverfahrcn eröffnet. Rechtsanwalt fr r a m e r 3^®/, Oberhessen . . . in Offenbach ivurbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- i Oesterr Goldrente. . orberungen sind bis zum 1. Sept, bei bem Amtsgericht Woms Oesterr. Silberreute auzumelden. — Uebcr bas Vermögen der Firma Hei>trich>4?L Ungar Goldrente . .
Schilling, Weinhanblung in Worms, würbe am 4. Juli 4?» Italien. Rente . . .
das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. Goldfchntldt 3°^ Portugiesen Serie I .
in Worms wurde zmn Konkursverwalter ernannt. Konkurs-13% Portugiesen „
forberungen sind bis zum 1. September bei bem Amtsgericht an-1 4>4e/e russ.Staatsanl. 1905
11,9 । G2
11,0 93
2" , 740.5 ! 15,8
9« 738,6 15,2
vereine wirb rmentgettlicher Unterricht erteilt. 1 «, , Q,c .. .
— 2 chülerseldstm 0 rb c" von Professor Tr. Ludwig 91" Tie m Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie viel ©urlitt (Stegtis 1 fe 5. Taufen». Concorbia Teutid)? d" Tod-S!aIl- m d-r d«r-n-nb.u«rankhe» aul uon aulroarll »ach BerlagSanstalt Hermann (ibbod. Berlin W. 30. - vier reiben I S-drachi- »ran!« !°n>».e».______________________________
ich gesunde, männlich-starke Vorschläge aneinander, die aus einem .'eben reicher Erfahrungen erwachsen sind. Tas klare Auge des Pädagogen erkennt die tausend Mißstände, die an der jungen Seele der Schüler nagen bis der junge Baum feine Lebenskraft mehr hat. Ter Fehler liegt im Shstem, in düsterer Schulgerichts bar feit. Furcht gibt keine Stärke. Gerichtshoheit und Feld- wcbclschrosshcit töten seine und zarte Regungen des Gemütes bis die trockene, nur noch mudeglimmendc Schlacke übrig bleibt, der Kraft und Lebensfrische fehlt Ist das das Ziel? Fast angstvoll klingt es durch Gurlitts Worte, der kennt die weiche, halt- uchende Psyche des Kindes und junger Menschen. Ein Weckruf,
Wietzener Strafkammer.
Gießen, 17. Juli.
Teure Kleider.
Als man kürzlich an einem Neubau hier ein Arbciterhäusckien ausgcbrochcu sand, aus dem ein Arbcitsanzllg und ein.paar Stiefel fehlten, lenkte sich der Verdacht des Diebstahls aus den früher an dem Neubau als H a ii dl a u g c r beschäftigt gewesenen Hch. B. aus Heuchelheim, b/r fick um die Zeil b < Diebstahls in der Nähe des Tatortes hcrumgetrieben halt.. Eine bet ihm vorgenommene Haussuchung, bei der er den Ticbftal,l bestritt, war ohne Erfolg, da er, wie cs sich später herausstellte, beim Hcrannahen der Beamten die Gegenständ.- zum Fenster hinauswars. Er gestand jedoch später zu, einige Bretter weggerissen zu haben unb durch hu- Oeffnung eingeftiegen zu sein. Ta cS sich um einen Ticbstahl unter erschwerenden Umfhiuben handelt und der Angeklagte auch vorbestraft ist, wurde trotz der Geringfügigkeit des Entwendeten auf drei Monate Gefängnis erkannt.
Wegen 2 Mark.
Bet der Etltlafsung des Gärtnergehilfen I. B von Bieber bei Offenbach aus der Zellen straf anstatt Butzbach, wo er fchon zweimal untergebracht war, stimmte das ^lrbcitsbuch mit dem Ävntrollbuch nicht überein. In das Arbeitsbuch, das jeder Ge^ fangenc in seiner Zelle hat, tragt ein Aufseher die über das Tagesvenfum geleistete Arbeit ein und hierfür bekommt der Ge^ fangene je nach der Höhe der Ueberarbeit einen Betrag gutgeschrieben, der bei der Entlassung zur Auszahlung gelangt. Dieses Buck, Ixit B. verfälscht, um eine höhere als die ihm^ zustehende Arbeitsbelohnung zu bekommen. Für die Zeit von Januar bis Juni Hal er sich einen Betrag vou etwa 2 Mk. mehr, als ihm zu- stand, herauögeredmet, und zwar hat er eine Anzahl Zahlen geändert, ein Blatt auS dem Buch entfernt und die Unterschrift des Aufsehers gefälscku. Dem AnstaltSvvrsteber gestand B. die Tat sofort ein. Er wird als ein geistig minderwertiger Mensch geschildert, dem die nötige Giderstandskraft fehlt und der nicht die richtige Erziehung genossen hat. Tie Fälschungen waren sehr plumv und waren ihm auch Additionssebler unterlaufen. Mit Rücksicht auf die geistige Verfassung d's Angeklagten, dessen Geständnis und den geringen Betrag des^erstrebten reckuswidrigen Vorteils, ließ man ihn, trotzdem die Tat in einer Anstalt, wo der Angeklagte Strafe verbüßte, verübt wurde unb die sich als Urkundenfälschung und Betrug darstellt, mit einem Monat Gefängnis birrdrfommen.
Folgen deS Alkohols.
Vor dem Schöffengericht Vilbel batten sich vier als Raus- voldc bekannte und wegen Rohcitsdelikte erheblich bestrafte Leute aus Bergen bei Hanau, der Weißbinder W. W., der Maurer PH. fr., der Schloffergefclle I. B. und der Ponefeuiller F. W- wegen gc meinschaftlick-er Körperverletzung zu verantworten. Nach den Fest- ftcllungen des Schöfiengerichts hat der W'ißbinder W. W. zu Vilbel in einer Wirtschaft im angetrunkenen Zustande gesessen und bat einem Uhrmacher den Hut in Stücke gerissen. Als er von dem Besitzer deS HutcS zur Rede gestellt wurde, schlug er auf ihn ein und nxrrf ibn an den Cfen. Um einen weiieren Streit zu ver meiden, sorgten die anwesenden Gäste dafür, daß der Raufbold die Wirtsckiast gutwillig verließ. Rach kurzer Zeit erschien er aber wieder und behauptete, er habe seinen ctbirm stehen lassen. AIS er die Mitteilung erhielt, eS sei von einem Schiri" nichts
den alle lesen sollten! 117.
------------------ 17.
Handel. 13.
" Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen deS Ziegeleibes. JakobStief in Birken au wurde ain 24. Juni das Konkursoersahren eröffnet, da der Schiildner feine Zahlungen ein-1
anderen in das Lokal und erfaßten Stühle und schlugen auf die I wertiger Tiere den guten Eindruck deS Marktes etwas beeinträch^ w" auf den Dwi ein Gül M bekam einen Schlag in tigte, fo baü Sarfebningen au m t^hen b:e « „r d-oolgezen ■iic Seit' d:ß er otnm"' -a wurde, wöbrend d'r Wirr und iem aetropen werden muffen, -tie frauHim roar eine lehr rege, W day Bruder^V rlc^ungen davonrnig.-n. Tas Schö'fena-ricku nahm an. über in: i^Hte des anmutenen Siebes Z..chUw-ck-n vertust die Angeklag::n ? :t:en auf acmf-.m'chaftlichc Verabrevung bin die wurde. Es wurden adgefetzt. 40Nullen 5 ^ald'nnen. 14 Eber Schlägerei vorgcnommen uno d ' irrte jedem v i e r Mo n a i e Ge - und 100 Ziegen. Tic erzielten Precke betrugen stw Bullen b.S zu fänanis iii Ter ^urnnfür ■* der Verlef-ten wurde als der 6o0 Mk., für Kalbinnen olO T1L, für Eber 130 Mk^ für ]ahnge Gr-.mclage entbehrend ab^ liefen und ."neu and- iw.a-geben, den sieaenböcke 70 Mk für Mk. wr Milchzte^i
Zw .vrvzesiweg e.nzuichlagen. SämHick Angeklagter rme auch 6«. Mk. und für Mutterlarn,ner 28 Mk. g.er SandwiNfchaftSkammer- die Verletz cu a'.s Neben'..- r iech^n iV - Grl nntnis an, wcsealb Autichuß war m der Laar. 2 -tattonsbullen »nd 8 etaUon.bodt sich oie Strafkammer nochma.s mit t-r Angelegenhctt bcranen .n enuvaudSfrerer Be-chanc-iheit a^?u'm zu konnem Dle fr&rte« munte Tiefe hielt weder d- SrramuÄm niur i noti^ das Ab- be chrankten sich nicht allein auf die Provinz Lderbenen, ,andern Sn der BerÄen^ür ^ck tig Es Lnd 'est, daß D D waren auch> a.:S den Krenen Fulda, Hers-eld Gers'eld. Z.egenha», der Urheber des Streites war und Pb. fr. sich am meisten beteiligt Kirchhain. Wetzlar unb anderen Kren en -"?^roNen .^rner wurde bar diese wurden zu je drei Monaten G ' ngn-.s verurteilt, eine groge Anzahl Ziegen und Ziegenbocke an' Be'tellunaen bm F. W., der auch frafug drauf geschlagen hat, bekam zwei Monate ko.nnninonSwe.feangckaiut und nach El.ag-Lochringen, Haunooer. Gefängnis, während I. B., der sich am weniast.m beteiligte mit Westfalen und schleSwig-Holttein verschickt. Ter gesamte Umiatz einem Monat durchkam. Außerdem haben die AngeklaLten, außer . ck:r:c
geld und BeschiÄ>igung des W rlschansinvcntars zu zahlen. Spielplan der Srohh. Kurtpeaters vad Haupeim.
Er will nicht gestört haben. Montag den 20. Juli: .Die luftige Witwe.' TienSioa den
Ter im Armenhaus zu Lauierbach wohnhafte, als >21. Juli in Gießen: ,E i n W a l z e r t r a u in.' Cpereiie in Trunkenbold bekannte Taglöhner fr. fr. hat am Abend des IZ Akten von Lskar Strauß. Mittwoch: .Hofgunst/ Lustspiel von 3. Mch Js. in seiner Qobnung derart skandaliert, daß die I Trotha. Freitag: e(B a 5 p a r o u e/ Cperetie von Piillöcker. Polini gerufen unh er in das Hafllokal verbrachi werden miinte. I 3am€tag: „Zwei Wappen." Schwank von Blumenthal unb Ta derartige Vorkommnisse nichts selrencs find, erhielt er einen I Rabelburg.
Strafbesehl über fünf Tage Hai', i sen Einspruch vom Schöffen- > . . . - - --
glicht surütfgeroiqen rourcr Ct fair Ur^^!°i,und t.r MöcheNil. Ucbetfld)t Ö£f ClÖÖCSf äQe t. Ö.StQÖt EjetzeN. luchte nach'uweisen, datz d.irch icm -sdyt.rn b.. .'tam.ruhe nicht w i • _ ' . . .
ÄÄ £ Ä!Ä Ä LS g-400 ?«0 Mm.är.
ist, was feine erst kürzlich erfolgte Bestrafung beweist. Tos'
Urteil wurde deshalb bestätigt.
• ■R —-e I -o
1
ES starben an: Zusanunen: Envachsene
im - vom
Lebensjahr: 2.-15. Jahr
1.
Tuberkulose deS Unterleibs
1
1
- ——
Schlagfluß
2(1)
2(1)
— —
Eklarnplie
1
—
— —
Bronchitis
1
—
— 1
Bauchfellentzündung
KD
1(1)
— —
Krebs
2(1)
2(1)
— —
Altersschwäche
1
1
— —
Krämpfen
1
—
— 1
Hämophilie
KD
—
— 1 (1)
Anämie
1 (1)
—
- 1(1)
Totschlag
Kl)
1 (1)
— ——
Summa:
13 (6)
9(4)
- 4 i,2)


