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17.10.1908 Erstes Blatt
 
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erhebt sich auf einer An-

-+- 16,8 ° C.

Oktober

Höchste

Temperatur

Niedrigste

Handel

92.20

3% Portugiesen

III

. . 126.80

97.60.

Berliner Börse, 17. Oktober. Anfangskurse.

werden könne.

63.90

96.50

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. 218.75

. 111.00

59 60 60.80 9610

90.30

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139 60

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90.10

Harpener Bergwerk Laurahütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . . l'ürkenlose . * .

. 22.30

. 145 70 . 123.00

Dresdner Bank . .

Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohw>

Eisenbahn . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . i 'rince-Henri-Eisenbabn

m daß wirt- ihm

Industrie. Glessen.

Börse, 17. Oktober, 1.15 Uhr.

92.301 Elektriz. Lahmeyer . .

3)-°/c 3% 3^*7, 3% 3^7. 3/^7 (

. 174 00 . 126.1C . 236.60 . 57.5u 145.20

Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......

Nordd. Lloyd.....

Obeischics. Eisen-Industrie

und

Frankfurter Beichsanleihe do.

Konsols . . .

do. ...

Hessen ....

Oberhessen . .

4^7« russ.Staatsanl. 1905 4 XA °/0 japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 19U3 Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier. .

und dies umsornel;r, als der gewöhnliche Lebertran und billigere 9tachahinungen Ihres Präparates unserm Söhnchen nicht das Geringile gehoben hallen-

(gez.) Friedr. Schröter und uralt.

Sie können sich leicht vor solchen Enttäusche ungen bewahren, wie sie diese Eltern öfter ei'* lebt haben, ehe sie einen Versuch nut Scotts Emulsion gemacht hatten, wenn Sie beim Ein« kauf immer darauf achten, daß auf der Ver­packung unsere Schutzmarke der Fischer nut dem Dorsch angebracht ist.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

höhe in unmittelbarer Nähe der in letzter Zeit vom Staate im Darmstädter Stile erbauten Beamtenwohnungen. Durch seine Errichtung wird einem langgehegten Bedürfnisse der hier ansässigen Evangelischen abgeholfen. Während es ihnen früher gestattet war, an dem Gottesdienste in der Zuchthaus- tirche teilzunehmen, mußten sie nach Aufhebung dieser Erlaubnis ihre sonntäglichen Gottesdienste in dem hiesigen Schulhaus abhalten. Vor einigen Tagen sind die für die Kapelle bestimmten drei Glocken angekommen und am Ein­gang des Torfes feierlich abgeholt worden. Die eine der Glocken soll von dem Tekanate Hungen, wozu die hiesige Gemeinde gehört, aufgebracht werdeu, während die zweite von einem ungenannten Gemeindeglied gestiftet wird^ Das alte Schulhaus wird zurzeit mit einem .Kosten­aufwand von 5000 Ml. in eine Kleinkinder schule umgewandelt. Auch wird hier eben von dem Staate für den hiesigen Forst wart ein Wohnhaus errichtet. Das in der Gemarkung gelegene mehrere hundert Morgen große ft a a t l i ch e H o f g u t wurde durch die Vermittlung des Ministerialserretärs Balser einschließlich aller Gebäu­lichkeiten von der Gemeinde unter Voraussetzung her Ge­nehmigung für den Preis von 450 000 Ml. angekauft. Doch läuft der jetzige Pachtvertrag zunächst noch drei Jahre. Gegen diesen^ Schritt der Ortsverwaltung macht sich eine starke Gegeubetveguug im Torfe geltend, die von diesem Geschäfte im vermeintlichen Interesse des Gemeindesäckels und der Gemeindesteuern nichts wissen will. Der hiesige latholische Geistliche ist in Gemeinschaft mit noch drei seiner Amtsgenossen aus der Umgegend zur Papstfeier nach Rom gereift. Tie kirchlichen Amtsgeschäste worden während dieser Zeit durch den katholischen Missionar Karl Wolf aus Togo, einem geborenen Rockenberger, besorgt.

Büdingen, 16. Ott. Dem Vermächtnis des ver­storbenen Fürstlich Jsenburg-Büdingischen Kammerdirektors Kor eil hier an das hiesige Mathüdcnhospital im Betrag von 1OOOO M. wurde die erforderliche landesherrliche Geneh­migung erteilt.

s. Aus dem 2 o l m s b a ch t a l, 15. Okt. Der Süden des Kreises Wetzlar wird durch den in Angriff genommenen Bahnbau von Al b s h a u s e n n a ch Grävenwies­bach dem Verkehr erschlossen werden. Die neue Linie geht von Wetzlar ab und läuft der Liuie Gießen-Koblenz entlang bis Albshansen, wo sie nach dem Solmsbachtal abzweigt. In Grävenwiesbach biegt die Bahn in die Linie Wieilburg- 11)ingen ein, die von Weilburg bis Weilmünster schon im Betrieb ist. Durch die Solmsbachtalbahn wird eine direkte Verbindung zwischen Lahn und Main geschaffen. Nicht weniger als 111 Grubenselder harren int Solmsbachtal aus Mangel an Verkehrswegen der Erschließung. Das Verkehrs­gebiet der Bahn umfaßt rund 220 Quadratkilometer mit etwa 30 000 Bewohnern.

h. Herborn, 15. Okt. Keine unserer städtischen Unter­nehmungen wird einer solch lebhaften Besprechung unter­zogen als die Ausführung des großen Wasserwerks. Sind doch durch seine günstige Vollendung alle Vorbedin­gungen erfüllt, die die Anlage der soeben begonnenen Landes-Irren Heilanstalt am Merlenbacher Weg erheischen. Die Quellen liegen in der Gemarkung Driedorf, unmittel­bar im Rchbachtal. Um die Wasserversorgung für Stadt und Anstalt möglichst vollständig zu gestalten, werden nun­mehr auch in der Gemarkung Heilgenboru noch einige .Quellen angeschlossen. Hier wie dort hat die Bauleitung kolossale Schwierigkeiten zu überwinden, dem: überall gilt cs. mächtige Felsblöcke hiuwegzuräumeu, was meist nur durch Sprengungen geschehen tarnt. Die Hauptleitung, die dem Rehbachtal unmittelbar folgt, und durch die Gemar­kungen Guntesdorf und Hörrbach geht, ist schon vollendet und laun ihr bereits zu den soeben begonnenen Bauten der Anstalt Wasser entnommen werden. Während die Stadt Herborn von der Gemeinde Driedorf das Quellgebiet zum Preise von 11000 Mk. angekauft hat, handelt es sich in der Gemarkung Heitgenborn nm Privateigentum, woselbst die Rute zu 6 Mk. käuflich abgerteten wurde.

Ihn: rcht mit dieser MariedcmF-ischer d:m Garantie« Zeichen des Grotte Wim DerfahreaLt

- Hiw-

Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit .

Scotts Emulsion wird von itnS ou8|djliefjltd) Im groben verkauft, und zwar nie lose nach Gcwickn oder Mas;, sondern nur in versiegelten Origiiialilaschcu in Karton mit unserer e-chu^marke Milcher mit dem Dorich). Scott u" Lowne, &. w. b. H., Franksurt a. 2>L

Äcstanüictlc: feinster Medijinal-Lcbertran i5o,o, prima Glyzerin 60A untcipk)ospyorigsanrcr stait 4,3, unterphoophorig aurcs 'Jintvoii 2,u, putu. Tragant SA fctnster arad. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Alkohol n,o Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandet- und Gaultheriaöl je 2 Tropfen.

laitiL Das schm.lckc

4% Oesterr Goldrente. . 4l/6 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar Goldrente . .

4% Italien. Bente . . .

3% Portugiesen Serie I

Teiefonischo Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für

. 165.60

. 126.25

. 237.10 . 138.00 . 175.70 . 145.50

120.80

120.00

193.00 186.00

105.75

198.50

200.00 85.30

98.00

ö70 Mexikaner . .

I>a7o Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss . . . .

Buderus E. W. . . .

Tendenz: schwach.

Canada E. B. . . .

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz: schwach.

4. u. 5. Sitzung Grotzherzogl. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll-Auszug.

I. Sitzung vom 2. September 1908.

Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Koch als Vor­sitzender, Kommerzienrat Heichelheim als stellvertretender Vorsitzender, Friedberger, Grünewald, Münker, R a m s P e ck , R ö h r , Rühl, Stammler, Wallach, Zu r- b u ch und der Syndikus.

Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende des verstorbenen Vorsitzenden der Handelskammer Offenbach, Geh. Kommerzienrat Weüuraud, zu dessen Ehren sich die Anwesenden von den Sitzen erheben.

1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzutcilen:

a) Die Hessischen Handelskammern IjaSen gemeinsam bei der Großh. Regicruirg die Erhöhung des Staatszuschusses zu den Kaufmännischen Fortbildungsschulen au 25000 Mark von neuem beantragt.

Mit 15 Monate» trappelt er herum."

in Darmstadt vorstellig geworden.

d) Bei der Kaiser!. Ober-Poftdirektion in Darmstadt war die Zulassung des Fernsprechverkehrs zwischen Gießen einerseits und Posen, Thorn und Heringen (Helme) bei Nordhausen in Anregung ge­bracht worden. Nach Mitteilung der genannten Behörde ist der Sprechverkehr von Gießen mit Heringen (Helme) und Posen eröffnet worden: mit Posen muß jedoch der Verkehr wegen der starken Belastung einzelner Leitungen zunächst aus die ver­kehrsschwache Zeit beschränkt bleiben, d. i. die Zeit während.der festgesetzten Ticnstftunden mit Ausschluß der Stunden von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 37 Uhr nachmittags an Werktagen. Die Einrichtung des Sprechverkehrs zwischen Gießen und Thorn ist mit Mcksicht auf die bestehenden Leitungsverbindungen nicht zulässig.

2. Wahlen der Beisitzer für die Durchsicht der Handelsregister.

Da mit Ende dieses Jahres die Amtszeit der seitherigen Bei­sitzer und deren Stellvertreter abläuft, war eine Neuwahl vorzuneh­men. Es wurden getvählt als Beisitzer die Herren Kommerzienrat H. Schirmer, M. Friedberger und C. Röhr und als Stellver­treter die Herren Kvmmerzienrat S. Heichelheim, W. Zurbuch und 5?C. Klingspor.

3. Handel skamnrerwahlen.

Auf Grund des Gesetzes vom 1. Juli 1908 ift der Artikel 19 Abs. 1 des Gesetzes vorn 6. August 1902 die Handelskammern betreffend, wie folgt abgeändert worden: Die Mitglieder der Handelskammer werden auf 6 (seither 4) Jahre gewählt. Am Schluß jeden zweiten Jahres sckieioet ein Drittel der Mitglieder aus. Ist die Gesamtzahl durch drei nicht teilbar, so scheidet zunächst die größere Zahl aus. Die zum ersten- und zweitenmal Aus- cheidenden werden in angemessener Verteilung auf die einzelnen Wahlbezirke durch das Los bestimmt. Da die von den hessischen Handelskammern dem Großh. Ministerium des Innern bezüglich der Wahlen gemachten Vorschläge nicht vereinbar mit den, gesetz­lichen Bestimmungen erscheinen, wird sich das Großh. Ministerunn aller Voraussicht nach für eine Neuwahl sämtlicher Handelskammer­mitglieder, welche am Ende des laufenden Jahres stattfinden soll, entscheiden.

4. Die Reform der hessischen Brandver­sicherung.

Die Handelskammer erklärt sich mit dem Wortlaute des Be­richts-Entwurfes, welcher von einer von den hessischen Handels- kammern eingesetzten engeren Kommission ausgearbeitet worden ist, einverstanden.

5. Einschränkung des Flaschenbier Handels.

Bon dem Verein der Gastwirte von Gießen und Umgebung ist eine Eingabe des Rhein-Maiu-Gastwirte-Verbandes zur Vor­lage gelangt, in welcher gefordert wird, daß der Flaschenbierver­kauf lonze,sionspf sichtig und von der Prüfung des Bedürfnisses abhängig gemadjt wird. Die Handelskammer, um Unterstützung dieser Vorschläge ersucht, hält es für zweckmäßig, in dieser für die Allgemeinheit so wichtigen Angelegenheit mit den übrigen hessi­schen Handelskammern gemeinsame Sache zu machen und sieht deshalb vorerst von einer Beschlußfassung ab.

6. Eingänge.

a) Die Pfändung vonLohn. Das Einkommen der im Privatdienst beschäftigten Angestellten wie dasjenige des Arbeiters unterliegt nach dem Gesetz, betreffend die Beschlagnahme des Ar- beits- und Dienstlohnes, vom 21. Juni 1869 in seiner jetzigen Fassung, insoweit der Gesamtbetrag die Summe von 1500 Mark für das Jahr übersteigt, unbeschränkter Pfändung. Diese Rege­lung wird neuerdings von Privatbeamten-Vereinen als nicht mehr zeitgemäß angefochten. Der Staatssekretär hat deshalb durch den Deutschen Handelstag die Vertretungen des Handels- und Ge­werbestandes ersuchen lassen, sich zu äußern, ob vielleicht die Grenze des pfandfreien Einkommens für Privatbeämte und Ar­beiter gleichmäßig zu erhöhen sei. Die Handelskammer spricht sich, gleich den übrigen Hessischen Handelskammern gegen jede weitere Erhöhung der Unpfändbarkeitsgrenze aus, weil sie einmal vom Standpunkte der freien Selbstvecfügung des In­dividuums zu verwerfen sei und sodann auch eine ungünstige Wir­kung auf den persönlich»! .'-itebit der Angestellten und Arbeiter ausüben wie auch nach beit gemachten Erfahrungen zu einer Schädigung des Mittelstanbes führen werde.

b) In Sachen der Frachtermäßigung für Eisenerz aus Frankreich ist dem Großh. Ministerium der w» nanzen ein weiterer Bericht übermittelt worden, welchem immer wieder darauf hingewiesen wird, der oberhessische Eisenerzbergbau sich in einer schafklich ungünstigen Lage befindet, aus welcher nur durch geeignete eisenbahntarifarische Maßnahmen geholfen

c) Ein gemeinsam mit den Handelskammern Darmstadt, Frank­furt, Friedberg, Hanau und Offenbach beim Reichspvstamt ge­stellter Antrag, in die nach Ober-Postdircktionsbezirlen aufge­stellten Fernsprechteilnehmerverzeichnisse außer den zu den betreffenden Bezirken gehörigen Netzen auch andere, nach Maßgabe besonderer wirtschaftlicher Be­dürfnisse ausgewählle Fernsprechnetze aufzunehmen, ist aus grundsätzlichen Rücksichten abgelehnt worden.

d) Ein von der Kämmer wiederholt unterstütztes Gesuch der Gemeinden von Ruttershausen und Staufenberg um Er- richtulig einer Haltestelle nach Bedarf Brücke zu Ruttershausen ist von niglichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. 9)i.

blick auf den starken Zugverkehr auf der Hauptstrecke Gießen- Kvssel und die dadurch bedingten Betriebsschwierigteiten abgelehnt worden. Auch für die Herstellung einer Haltestelle bei Block Dorlar an der Bahnstrecke Gießen-Wetzlar konnte die Eisenbahnverwaltung ein Bedürfnis nicht anerkennen.

e) Dem von der Kammer befürworteten Wunsche des Handels­vereins in Lauterbach, den Personenzug 538 auf der Strecke G i c ß c u - F u l d a in Wallenrod halten zu lassen, wird die Eisen­bahnverwaltung vom 1. Oktober d. I. ab entsprechen. Da­gegen erklärte die Kgl. Eisenbahndirektion eine Erfüllung des weiteren Wunsches auf Verlegung des Personenzuges 529 (ab Gießen 5,52 Uhr nachm.) derart, daß er in §ulda noch den An­schluß an den 8,41 Uhr nachmittags daselbst nach Frankfurt a. M. abfahrenden Schnellzug D 130 erreicht, aus verschiedenen Gründen für ausgeschlossen. _ . .

f) Von der Ktzl. Regierung zu Allenstem in Ostpreutzen ist der Antrag gestellt worden, die in Samendarren entleer­ten Kienäpfel, Kienzapfcn, Fichtenzapfen, Tannenzapfen, die b em Spezialtarif II ange- höres,inden Roh st offtarifaufzu nehmen. Zur Be-

ani 15.16. 1516.

Märkte.

Gießen, 17.Oktober, Marktbericht. Aus heutigem Wochen- niatttc kostete: Butter pr. Psd. 1.101.20 Mk., Hühnereier 1 St 89 Psg., Käse pr. St. 68 Ps., Kasematte 2 St. 56 Pfg Erbsen p. Psd. 1824 Psg., Linsen p. Psd. 2540 Psg., Taube» pr. Pr. 0,801,00 Mk., Hühner pr. St. 1,001,60 Pik., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Gänse pr. Psd. 0000, Enten pr. Stück 1,86 bis 2,20 Mk., Lchsenfleisch pr. Psd. 7886 Psg., Kuh» und Rindfleisch pr. Pfund 7476 Psg^ Schweinefleisch pr. Psund 6880 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 7080 Psg., Hammelfleisch pr. Psd. 7084 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.006.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,006,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 1015 Psg., per Zentner Mk. 0.000.00. Aepsel per Ztr. 58 Mk., Birnen per Ztr. 510 Mk. Nüsse 100 Stück 4000 Psg., per Ztr. 000 Mk. Zwetschen per Zentner 4,006,00 Mk. Märktzeit von 82 Nhr.

gmnoung rottD im wesentlichen geltend gemacht, daß es den wirt- -chaftlichen Bedürfnissen, den Preisperhältnissen und, dem Ver­wendungszwecke entsprechen wüpde, den ausgedarrten, lamenfreren Nadelzapfen, die nur als Brennstvff verwendet werden, mit dem Brennstofftarif, der dem Rohstofftarif angehört, tartfariich Zleich- zuftellen. Vom Standpunkte des Mlgemein-Jntereues ist der Antrag befürwortet worden.

g) In Sachen der Löschung eines Warenzeichens 'ür Scheuertücher hatte das Kaiserliche Patent­amt Erhebungen anzustellen. Die zu diesem Zwecke aus­gestellten Fragen sind nach Anhörung der lachverstan- digen Kreise entsprechend beantwortet worden.

h) In einem Schreiben der Handelskammer Ehemmtz an den Deutschen Handelstag machte dieselbe Mitteilung von Klagen der Kolonialwarenhändler ihres Bezirkes über den geringen Aus­fall der Ablieferungen von schottischen Heringen Auf eine tob frage des Deutschen Handelstages, ob auch in den Bezirken an­derer Handelskammern ähnliche Klagen laut geworden seren, stellte die Handelskammer fest, daß die gleichen Uebelstände in ihrem Bezirke zwar nicht bei schottischen, sondern bei holländischen Heringen zutage getreten waren.

i) Aus Anlaß ihres 25 jährigen Geschastsiubilaums sind ben hiesigen Firmen L. Georgi und C. Klingspor dre Glück­wünsche der Handelskammer übermittelt worden.

2. Wahl des Rechners der Handelskammer.

Herr C. W. Nowack, der seitherige Rechner der Kämmer, hat ein Schreiben an die Kämmer gerichtet, in welchem er aus Gesundheitsrücksichten seinen Austritt aus , der Kämmer erklärt und gleichzeitig der Kammer für das bewiesene Vertrauen, dankt. Die Kammer nimmt mit Bedauern von diesem Entschlüsse Kenntnis und beschließt, Herrn Nowack in einem .Schreiben den Dank für die der Kammer während seiner 8 jährigen Mitglied­schaft geleisteten Dienste auszusprechen. Als Rechner der Käm­mer wird das Mitglied Herr C. Röhr bestellt.

II. Sitzung vom 7. Oktober 1908.

Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Koch als Bor- itzender, Kommerzienrat Heichelheim als stellvertretender Vorsitzender, Dürbeck, Friedberger, Grünewald, Ih­rs n g , Klingspor, Münker, Röhr, Rühl, Kommer-- zienrat Schirmer, Zurbuch und der Syndikus.

Dor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende ut warmen Worten des kurz nach seiner Amtsniederlegung ver­storbenen Herrn C. W. Nowack, zu dessen Ehren sich die An­wesenden von den Sitzen erheben.

1. Aus dem Geschäftsbericht ift folgendes Mitzuteilen:

a) Die Handelskammer hatte s. Zt., einer Anregung des hiesigen Detaillistenvereins Folge gebend, bei dem Großh. Mini­sterium des Jnnerti beantragt, bei Vergebung von 'taatlichen Lieferungen die Zeit eines Lie­ferungsjahres vom 1. November bis 1. November festzusetzen, den Submissionstermin auf den 1. Oktober anzuberaumen und ferner vorzuschreiben, daß den Submittenten, welchen der Zuschlag erteilt worden ist, mindestens 3 Wochen vor dem ersten Lieferungstermili Mitteilung darüber geniacht wird. Unterm 28. Dezember d. Js. haben nun die Großh. Ministerien des Innern, der Justiz und der Finanzen an sämtliche unterstellten Behörden eine das Verdingungswesen be­treffende Verfügung erlassen, in welcher auch die von der Kammer vorgebrachten Wünsche Berücksichtigung gefunden haben.

b) Ta keine zuverlässigen Daten über den Ver­brauch von Gold zu gewerblichen Zwecken in Deutschland zur Verfügung stehen, beabsichtigt das Reichsamt, eine entsprechende Enquete zu veranstalten. Mit den Ermittelungen, welche mittels Fragebogen er­folgen sollen, sind die Handelskammern beauftragt worden.

c) Die Handelskammer ist von neuem wegen Einlegung eines Abend-Eilzuges aus der Strecke Kassel- Frankfurt a. M. bei dem Minister der öffentlichen Arbeiteic in Berlin und bei dem Großh. Ministerium der Finanzen

der

. . 198.60 . . 199.70 22.20

* 85'30

. . 139.40

Ilmenau t. Th., Burggasse 12, 13. Dezember J907.

»Unser kleiner Walter vermochte im Alter von l*/4 Jahren noch nicht zu sitzen und war immer schwach, so daß mir uns ent­schlossen, ihm Scotts Emulsion zu geben. Die Wlrktrng war der­art, daß wir selbst nicht genug darüber staunen konnten. Eine Reihe von Zähnchen ist vollständig schmerzlos gefoiyimcn, worüber wir uns umsomehr wunderten, als die Zähnchen, die der Kleine vor dem Gebrauch von Scotts Etmüsion bekam, ihm große Schmerzen vertirsachlen. Hetite ist das Kind munter und lustig, entwickelt |id) prächtig, kann sich allein aussetzeu, und wenn man es bet den Aermchen nimmt, so trappelt es ganz schön verum. Der Kleine hat eine gute, gesunde Farbe bekommen und tji cm wilder, leben- dtger, strammer Beitgel, wie keiner seiner Kanleraden. Für dlesen überrajchettbeit Erfolg können wir Ihrer attsgezeich- neten Scotts Emtilsrott nicht genug dankbar sein

Gerichtstzaal.

Wien, 16. Okt. Der wegen Verkuppelung seiner eigenen Tochter angeklagte Graf Marcel Veith wurde zu einem Jahr schweren Kerkers verurteilt. Seine Frau wurde freigesprochen.

Spielplan des Neuen Gietzener Stadtthealers.

Sonntag den 18. Oktober, nachmittags 3*/2 Uhr, bei kleinen Preisen: ,Jm weißet! Rößl." Ende 5'/, Uhr. Abends 71/3 Uhr, bei kleinen Preisen:Die Dame von Maxim." Dienstag, abends 8 Uhr: 3. Dienstag - Abonnement - Vorstellung :Ein EUolg.- Ende gegen 101/. Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 2. Mittwoch- Abonnement-Vorstellttng:Dte Jungirau von Orleans." Ende gegen 10 Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 4. Jreitag-Abonnemem- Vorstellung:Simson." Ende gegen 107« Uhr.

b) Ter Zentralvcrba'.'.d deutscher Handlungsagenten-Verem«! beabsichtigt an die gesetzgebenden Faktoren mit der Bitte heran- zutreten, durch Wanderung des Handelsgesetzbuches gesetzlich festzulegen, daß im Prozeß die vertretene Firma verpflichtet ift, ihre Handelsbücher vorzulegen, und wünscht daher über diesen Vorschlag die Meinung der deutschen Handelsvertretungen zu hören. ^.Da der Verband 'elbst die früher von anderer ecite gestellte For. berung, baß die Geschäftsbücher überhaupt bei Streitigkeiten vorzukegen sind, als zu weitgehend bezeichnet und ausdrücklich erklärt, daß er n u r die Vorlegung der Bücher im P r o z e ß f a l l e begehre, so glaubt die Handelskammer, diesem gemäßigten Ver­langen des Verbandes die Zustimmung^ nicht versagen zu sollen.

c) Von unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen vor über zweifelhafte Firmen im Auslande und über die Be. teiligung des Deutschen Reiches an der Meltaus- iellung in Brüssel 1910.

Oktober

1908

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