Ausgabe 
17.3.1908 Erstes Blatt
 
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Dienstag 17. März 1908

158. Jahrgang

Erstes Blatt

Kr. 65

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Die heutige Nummer umfatzt 10 Seilen.

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Deutsches Reich

\ clcn 'SiBung ocr etaDtycroruuciui^K.

gelangte ein Bericht des Betriebsleiters

m'eTe» ftäbtiidrw*« mriRprfehincr. der über

raieaä Müschen Elektrizitätswerkes zur Verlesung, der über

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Mitivirkung des Konsumenten kann jedoch nachträglich der nicht gemessene Strom, wie es auch in allen übrigen Fällen geschieht, im Mittel mit ziemlicher Genauigkeit festgestellt werden. Zwecks Feststellung werden in die betr. Kraftleitungen Zähler eingeschaltet. Turch sie kann der durchschnittliche Konsum sestgestellt werden. Durck) 8 5 der Stromlieferungsbcdingungen ist sowohl die Stadt als auch der Konsument gegen Ungenauigkeiten, welche auch in fast sämtlichen ElettrizätätswerLbetrieben nach meinen Erfahrungen Vorkommen, geschützt.----

sofort alle Anwesenden bei. Sein Hauptzweck ist nach Direktor Pitz, die Mitglieder über die politischen Verhältnisse zu orientieren und den parlamentarischen Vertreterin die Stimmung der Wähler­schaft stets ausdrücken zu können. Mit einem Appell zu weiterer, energischer Werbearbeit wurde die gut verlaufene Versammlung, 1 geschlossen.

am- mmen parieren lieren

[loser Ausführa» durch H

i. Rudolph

Hess. Hoüielerdül ndlg. o. Reparatur tte. Selterswegll

Gesichtspunkten.

** Ein interessantes Thema wird morgen mit landwirtsch astlichen Lokalverein behandelt werden. Es wirbt u. a. über Kartoffelbau und Kartoffelsorten gesprochen, u. lt. ge­druckter Einladung, die als volkstümliche Redensart bekannte FrageWieso ernten die dümmsten Bauern die dicksten Kar­toffeln ?" erörtert werden. Man darf auf die Beantwortung der Frage gespannt sein.

** Allendorf, a. Lda., 16. März. Der Bienens zuchtverein Allcndorf und Uingegend hielt gestern eines Sitzung bei Gastwirt Ranft hier ab, die sich eines zahlreichen Zuspruchs seitens der Mitglieder zu erfreuen hatte, stand doch auch auf der Tagesordnung ein alle Imker jetzt bei Beginn des Frühjahrs interessierendes Thema: Die Reiz-« fütterung. Der Vorsitzende, Lehrer Adam, behandelte in fast 2/^stündiger eingehender Ausführung die Art und Weise, wie die Reizfütterung, auch Spekulationsfütterung genannt, und zu welchem Zeitpunkt sie vorgenommen werden müsse, um die Volker möglichst stark in die Frühjahrstracht zu bringen^ Der anregende Vortrag fand den Beifall aller Anwesenden.

(:) Treis a. Lda., 16. März. Die deutsch-sozial^ Partei hatte für gestern abend in Benners Saal eine Ver-- sammlung einberufen, in welcher Oberlehrer Werner und Re­dakteur Reuther aus Gießen vor den zahlreich erschienenen Zuhörern über das Landtagsprogramm ihrer Partei eingehend^, referierten und ihre Stellung zu anderen Parteien darlegten. Da sich keine Gegner zum Wort meldeten, wurde die Versamm­lung, nachdem den Rednern von Müller Schuch hier der Dank der Zuhörer ausgesprochen worden war, gegen 10 Uhr geschlossen..

r. Eberstadt (Kr. Gießen), 17. März. Heute verliest der in weiteren Kreisen bekannte Lehrer i. P. Hassel bäum unsere Gemeinde, nachdem er hier 56 Jahre gewohnt hatte. Rach der Absolvierung des Seminars zu Friedberg fand er seine erste Verwendung im Schuldienst 1848 zu Hatzfeld, das damals noch hessisch war, dann kam er auf kurze Zeit nach! Metzlos im Kreise Lauterbach, dann hierher, wo er 18981 sein 50jähriges Dienstjubiläum feierte und in den wohlver-, dienten Ruhestand trat. Der jetzt 82jährige alte Herr zieht! nach feiner Heimatgemeinde Groß-Hausen bei Bensheim, wo­selbst er seinen Lebensabend zu verbringen gedenkt.

= Hirzenhain, 16. März. Die letzten H o l zv e r st e i gerungen in den siskalischen Waldungen erzielten sehr hohss Preise. So erreichten Scheitholz der Pieter ca. 11 Mk., Knüppel 9 Mk. bei der Versteigerung im Distrikt Stein. Die Steigerer­waren fast sämtlich aus nächster Umgebung. Bei der Versteige- rintg int Distrikt Schießenburg erlöste die Gemeinde Gelnhaar, recht schöne Summen, der Meter war aber für alle Holzsorteu etwa 2 Mk. billiger. Seit einigen Jahren sind die Holz- preise erheblich gestiegen, da Staat und Gemeinden für gute Abfuürwege sorgen, wie denn auch die Bahn sehr viel Holz verladet.

x Homberg a. d. Ohm, 16. März. Gestern nachmittag sand hier im HotelHessischer Hof" eine nationalliberale Versammlung statt, die von Anhängern der Partei aus allen Tellen unseres AmtsgerichtvlwzirkS gut besucht war. Wegen plötzlicher Verhinderung des ursprünglich vorgesehenen Redners sprach Sperr Riedel ans Gießen unter lebhaftem Beifall iit fast zweistündiger Rede über die politische Lage und die national­liberale Partei. Realschuldirektor P i tz aus Alsfeld dankte dem Redner für seine begeisternden Ausführungen und forderte zur Organisation auf. Em Antrag von Pfarrer Böckner, Deckenbach, auf Gründung einesNationalliberaleit Wahloereins für Hom­berg und Umgegend" wurde nach eingehender Erläuterung ein* stimmig angenommen. Dem neuen Verein, der sich dem Wahl* kreisverlln Alsseld-Lauterbach-Schotten anschließen wird, traten.

Berlin, 17. März. Zwischen den Abgeordneten Dr. Hahn ind Goldschmidt kam es gestern zu erregten Austritten. ?cf)n hatte behauptet, daß die Agitation der Freisinnigen von 'n Grogbanken bezahlt würde, worauf Goldschmidt rief: Frech- bcit! Um J ..3 Uhr kamen zwei konservative Abgeordnete im Aus- f::cgc des Abg. Dr. Hahn zu Goldschmidt und forderten ihn auf, leinen Ruf: Frechheit! znrückzunehmen. Goldschmidt war dazu nut dann bereit, wenn auch Dr. Hahn seine Behauptung be- ostich der Banken zurücknehme, was Halm aber ablehnte. Hierauf ncgten die Abgeordneten im Auftrag Hahns, ob Goldschmidt Ofn Dr. Hahn Satisfaktion geben wolle, was von G o l d - läimibt aber abgelehnt wurde.

mi Gold sei. Kein Sterbenswort fiel am Ministertisch! Nach i-L'Tvn Schiffer kam sofort Herr Fischbeck von der Volkspartei in Worte, oer sich eingehend mit Herrn Dr. Diederich Hahn liitb dessen jüngster Wahlrede im Avgeordnetenhause beschäftigte, vetr Fischbeck sprang ziemlich unsanft mit dem temperamentvollen .undesmatabor um. Aber dem war das nicht unlieb; fand er d) so Gelegenheit zu einer zweiten großen Wahlrede. Während c Zentrumsgraf P r aschm a und der Fveikonservative v. Zed- ' 8 aufs Wort verzichteten, fuhren Dr. Pachnicke von der Freis, etg. und namentlich der Nationalliberale Dr. Friedberg

Tr. Hayn mit gutem Evsvlg schveres Geschütz auf, so daß dicklich die Rechte selbst schleunigst den Schluß der Debatte be­fragte. Ein paar peqonlidjc Bemerkungen noch, bann war die 1 cneralbcbattc erledigt, und die Spezialdebatte konnte beginnen.

4t drallste fürs Erste nicht sonderlich Bemerkenswertes, und | In, vor fünf Uhr vertagte man die Weiterberatung auf Dienstag.

das bekannte Flugblatt des Jnstallationsmeisters t P. Wille, soweit es uns angeht, folgende Aufklärung gibt:

In dem erwähnten Flugblatt behauj-tet Herr Wille, daß in der Brühlschen Druckerei ein falscher Apparat und zwar ein Zweileiterzähler, Modell G. B. 100 Amp. 440 Volt, eingebaut und daß durch diesen falschen Apparat der Stadt ein Schaden von 3000 Mark erwachsen sei. Des ferneren behauptet Wille, daß dieser Zähler für Gießen nutzlos und die Kosten lyierfür hinausgeworfen seien. Wie aus jeder Zeile des Flugblattes meine Person klar hervvrgeht, werde ich für diese von Wille behaupteten Fehler allein verantwortlich gemacht. Sie werden im Nachfolgenden sehen, ob mich überhaupt und in wie weit das Elektrizitätswerk in der An­gelegenheit ein L^rschulden trifft.

Tie erste Behauptung des Flugblattes geht dahin, in der Brühlschen Druckerei sitze ein Zweileiterzähler statt eines Drei- leiterzählers, also ein falscher Apparat, das ist unrichtig:

Tie Zähler Modell G. B. 440 SSoIt, Fabrikat der Siemcns- Schuckert-Werke, haben den Vorteil, daß man sie als Zwei- und auch als Dreileiterzähler verwenden kann. In dem betr. Zähler be­finden sich zwei Hanptstromspulen, loelche bei Zweileiterschaltung hintereinander geschaltet werden, wobei man nur einen Außenleiter in den Zähler einzuführen branllst. Soll nun der gleiche Zähler als Dreileiter registrieren, so müssen beide Außenleiter eingeführt werden und jede der beiden Hauptstromspulen arbeitet für sich. Von Herrn Wille, welcher 6 Jahre in Diensten des städtischen Elektrizitätswerkes stand, müßte man wohl verlangen, daß ihm bekannt ist, daß die Zähler Modell G. B. 440 Volt ohne den ge­ringsten Anstand auch als Dreileiterzähler bermenbet werden können. Der von mir bestellte Zähler i st für die Brühlsche Druckerei vollkommen richtig. Ein Praktiker, welcher auch nur über geringe theoretische Kenntnisse verfügt, muß die Einrichtung kennen, umsomehr, wenn derselbe sich eine Reihe von Jahren mit Elektrizitätszählern beschäftigt hat. Tie zweite Be­hauptung geht dahin, daß über ein volles Jahr Strom an die Brühlsche Druckerei abgegeben worden sei, ohne vom Zähler an- gezeigt zu werden. A u ch d a s i st n n w a h r oder doch jedenfalls nut sehr mit Einschränkungen richtig. Sie werden aber auch zu beurteilen haben, in wie weit an einer unrichtigen Messung das Elektrizitätswerk eine Schuld trifft. Ter provisorische Zahler, welchen Herr Wille erwähnt, war ebenfalls ein Zähler Modell G. B. 440 Volt Nr. 148 414. Derselbe wurde unter meiner persön­lichen Leitung angebracht und als Dreileiterzähler geschaltet. Der­selbe hat nach meinen vorherigen Ausführungen den Stromver­brauch zunächst ganz richtig registriert. Diese Angelegenheit hatte folgenden Verlauf:

Am 26. 9louembet 1906 sand auf Antrag des Installateurs Weißbäcker, welcher, wie ich betone, dem städt. Elektrizitätswerk gegenüber für die Ausführung allein verantwortlich ist, (da die betr. Anlage die Druckerei des Gieß. Anz. betrifft, können wir milleilen, daß die Installation von der Firma Lahmeyer in

Der M Wille.

2>l der letzten Setzung der Stadtverordneten-Bei»

Stimmnngsbilö aus dem prentz. Abgeordnetenhaus.

Berlin, 16. März.

Mit einer großen Ueberraschung hat die dritte Lesung des Etats in, Abgeordnetenhause begonnen: Die Erörterung der Beamten- rTgen, mit der man sicher gerechnet, für die die Freikonservativen xcit§ einen Antrag (auf Gleichstellung der Stadt- und Lanb- ,,-tjccr im Gehalt) eingebracht hatten, wurde völlig ausgeschaltet! gilt von allen Parteien ausgehender Anttag forderte im Interesse (iitrt rechtzeitigen Fertigstellung des Etats die Ausmerzung Hier Beamtens ragen aus der Erörterung, und n sand selbstverständlich einstimmige Annahme. Tie Petitionen xt Beamten, Geistlill-en und Lehrer waren Arbeit pour 1c roi de Bfiuffe: sie wurden in Bausch und Bogen der Regierungzur rttoägung" überwiesen. Etwas post feftum, scheint uns! Diese Petitionen werden den Schlaf der Herren Minister nicht mehr jiTOt. Tie Vorlagen sind fertig: glaubt irgendwer, die preußische .'ie^icrung werde sie nach den Wünschen der Beteiligten noch ein- mil umarbeiten? Es wäre von einigem Interesse, authentisch in erfahren, wem die Beamten und Lehrer die Anregung zu risser Versenkung ihrer Eingaben in die Schlünde der ministeriellen viiinctEötbe zu danken haben! Zunächst schien es übrigens, als Oe der Zweck, den dieser interfraktionelle Antrag verfolgte, die Hintanhaltung von Wahlreden, nicht einmal erreicht werden. Zwar oerr Tat. Schiffer von den Nationalliberalen, der erste Etats- icbner, faßte sich kurz und forderte von der Oiegieruitg nur eine iluStunft über die Grundzüge der Besoldungsreform, eine For- rang, die die Herren Minister in aller Gemütsruhe ignorierten. Äie denn überhaupt in der Generaldebatte alle vier anwesenden Minister, Herr v. Rheinbaben, Herr v. Moltke, Herr Delbrück und ' nr v. Arnim, dem Satze huldigten, daß Reden Silber und Sckstvei-

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Frankfurt ausgeführt wurde, für die Herr Weißbäcker als ihr hiesiger Vertteter lediglich den Namen hergab, well auswärtige Firmen als solche T)icr keine Jnstallationsarbeiten ausführen können. jRed.j) eine provisorische Abnahme von 2 ober 3 Motoren für die Brühlsche Druckerei statt. Der Abnahme ging eine Fertigstellungs­anzeige voraus. In letzterer wurde vom Installateur angezeigt, daß Motore von 1 PS. und abwärts nicht angeschlossen werden sollten. Gelegentlich dieser Inbetriebsetzung wurde dem Elektri- zitätswerk von Seiten der Brühlschen Druckerei weiter rnitgeteill, daß nunmehr die Maschinen im alten Bau außer Bcttieb gesetzt würden. Alsdpnn war ein Motor für 220 Voll nicht mehr ange- sckstossen, so daß künftig bei Zähler Modell G. B. 440 Volt nur ein Außenleiter in den Zähler eingeführt zu werden brauchte. Inzwischen war die umfangreiche Hauptschalttafel für die Druckerei fertig gestellt und am 16. Januar 1907 wurde dieselbe angebracht und auf derselben der neue Zähler 100 Amp. 440 Volt montiert. Im alten Bau waren die Maschinen in der Zwischenzeit, wie an- gezeigt, außer Betrieb gesetzt. Ta die Umschaltung und Anbringung der neuen Schalttafel wegen der Betrieösverhältnisse in der Brühl­schen Druckerei innerhalb weniger Stunden vorgenommen werden mußte, wurde der betr. Monteur von mir beauftragt, in den neuen Zähler vorläufig nur einen Außenseiter einzuführen. Der zweite Außenleiter könne später, wenn nötig, immer noch eingeführt werden. Zurzeit war die Einführung des zweiten Außenleiters nicht erforderlich, weil nach der vom Installateur eingereichten Fcrtigstellungsanzeige und laut § 7 der Jnstallationsvorschriften die angefchlosfencu Motore an 440 Bolt angeschlossen sein mußten. Ter Zähler zeigte den Stromverbrauch demnach richtig an.

Am 27. Juni 1907 wurde auf Antrag des Installateurs Weißbäcker die endgültige Abnahme der Gesamtanlage durch den Revisionsoeamten Stranefoer, tvelcher erst seit dem 1. Ma: 1907 in Tiensten des städt. Elettrizitätswerkes stand, Vvrgenommen. Herr Kranefoer hat hierbei nun, wie nicht geleugnet werden kann, übersehen, daß in dem betr. Zähler nur ein Außenleiter eingeführt war Ties Versehen formte aber umso leichter erfolgen, als von außen die Schaltung des Zählers nicht ersichtlich war. Treses Versehen wäre aber ohne Folgen geblieben, wenn nicht mittlerweile eine Aenderung an der Anlage vor sich gegangen märe, von der das Elektrizitätswerk keine Ahnung hatte. Wie sich nämlich jetzt erst herausgestellt hat, sind in der Seit vom 26. Rcovember 1906 bis zum 27 Juni 1907 von dem Installateur Weißbecker eine Anzahl Motore, hauptsächlich solche für 220 Bolt ohne Anzeige und Ge­nehmigung des Elektrizitätswerkes installiert, angeschlossen und in Betrieb gesetzt worden. Herr Liranesoer, welcher erst kurze Zeit in unseren Diensten stand, und mit den Verhältnissen noch nickst genügend vertraut war, namentlich nicht ahnen konnte, daß ein Installateur solche Eigenmächtigkeit sich erlauben könne, nahm bei der Abnahme an, weil eben alles in Betrieb war, daß bereits eine provisorische Prüfung der Gesamtanlage vorausgegangen sei. HÄte der Installateur, wie es die Borschrist verlangt, vor Ein­schaltung der 220 Volt-Motore Projektzeichnung vorgelegt und um Genehmigung der Anlage nachgesucht, so bin ich außer Zweifel, daß der Zähler reckstzeitig richtig geschaltet worden war.

Zum dritten behauptet Mtte, der der Stadt durch die unrichtige Messung entstandene Schaden betrage 3000 Mark. Was nun diese Behauptung betrifft, so muß ich erklären, daß nach meiner Ueber- zeugung diese Berechnung rein willkürlich und ohne jede gesunde Unterlage ist. Ohne Mitwirkung der Brühlsckien Druckerei ist niemanden möglich, den ungemessenen Strom festzustellen. Unter I geschlossen.

Berlin, 16. März. Der Kaiser unternahm heute eine &chrt auf der Hoch- und Untergrundbahn vom Leipziger Mtz bis an die Schlußstation der noch nicht eröffneten Strecke Slhelmplatz-Reichskanzlerplatz.

DerReichsanzeiger" veröffentlicht das Scheckgcietz.

TieNordd. Allg. Ztg." schreibt: ,Die Mitteilung der

I?-r Ettbrner Anzeiger A Ä Bezugspreis:

r cf)ernt täglich, außer M HM W monatlich75Pf.,viertel-

MGwstpnpr UlKCtQCT

(netmal monatl. Land- gL W W HL W xfcef |L Zeilenpreis: lokal 15Pf^

c^lttschaftliche Aeitfragen auswärts 20 Pfennig,

slrnifprech-Anfchluffe: WS MM Verantwortlich

i i die Redaktion 112, * AW e &99 für den politischen Teil:

General-Anzeiger für Gberheffen MW

iftTbie T°n°snumm-- Notaiionrdruck und Verlag dervrühl'schen Univ.-Vuch- und Sleindruckerel. «. fange. Redattion, Expedition und Druckerei: Schuiftrahe 7. Kaente^:4>ü,«eX fcll vormittags iv uyr« u 3 - * *

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Aus Stcr-t und Lornd.

Gießen, 16. März 1908.

** Tageskalender für Dienstag, 17. März. Stadt- Heater: Gyges und sein Ring. Anfang 8 Uhr.

*

** Kreisvorturner stunde. Die am Sonntag in Aschaffenburg abgehaltene Kreisvorlurnerstunde, zu der sich die Mitglieder des Geschäftsführenden und TurnausschuiseS und ämtliche Gautnrrrwarte eingefunden hatten, war loegen des bevor- teheiiden deutschen Turnfestes von außergewöhnlicher Bedeutung. Zunächst wurden die für das Fest bestimmten Freiübungen durchge­nommen, die, in r.ichcr Mann g al i k i. kce.s voll ausg prägte Sttl- lungen im Wechsel mit ebensolchen Bewegungen zeigend, ein groß­artiges Bild turner. Kraft und Gewandtheit bieten werden. Auch die Gruppe von Keulenübungen, als Sondervorführung des Mittel­rheinkreises vorgesehen, gaben eine schöne Vorprobe für das Fest. Neu ist für den Mittelrheinkreis die für Frankfurt vorgeschriebenL Wertung der Geräteübungen bis zu 10 Punkten. Zum Zweck der Einübung stellte der Turnverein Aschaffenburg eine Anzahl Turner für Kürübungen. Fey-Mainz führte eine Gruppe ?yrct- Übungen mit verbindenden Ordnungsübungen, der zweite Kreis- turntoart Münch eine' Gruppe Hebungen am dreifachen Barren vor. Nach Beendigung des praktischen Teils hielt Turnlehrer Poller-Nialstatt einen physiologischen Vortrag über die Körper- Übungen, in dem er an der Hand von Beispielen nachwies, wie die Organe durch diese verschiedenartig beeinflußt und verän­dert werden und wie dadurch eine schöne, gerade Haltung zu erzielen sei oder erworbene und auch angeborene Fehler durch orgfältige Auswahl der Hebungen gebessert ober ganz geheilt werden können. Gerade die zu Anfang durchgenommenen Fe,t- reiübungen zeigen einen sehr schönen Aufbau nach physiologischen^

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ArrsLanS.

_ Wien, 16. März. Heber das Befindendes Kaisers .ranz Josef wurde mittags aus Schönbrunn folgendes Bul­kin ausgegeben: Der Kaiser hat die Nacht gut verbracht. Das tfeber ist gering, der Schnupfen hat etwas zugenommen. Der Listen hat sich bis jetzt nicht lästig fühlbar gemacht. Von privater -üe lauten die Nachrichten über das <k;inben des Karsers öe n i g c r günstig, als die offiziellen Mitteilungen.

M a r i e n b a b , 16. März. Nach von kompetenter Seite ein- 9 tgangener (ans London) Meldungen, wird König Eduard ° ich in diesem Jahre in Marienbad einen dreiwöchigen Aufenthalt filmen.

TieVoss. Ztg " meldet aus Breslail: Der Landrat

Bendzin in Russisch-Polen liefe die Führer der polnischen ,'üionalpartei zu sich kommen und eröffnete ihnen, er werde Pu .Tür jcben gegen einen Deutschen verübten An- 8 f persönlich verantiv örtlich machen.

.London, 16. März. Der Zustand des Premier- n i st e r s Campbell 25 a n n c r m a n gibt zu ständiger Be- ^gms Anlaß. Nach dem letzten Bulletin hatte er gejtern einen obigen Tag und verbrachte eine gute Nacht. Sein Zustand ziemlich unverändert, aber seine Schwäche noch erheblich. , DasSert. Tagebl." meldet ans Lissabon: Hier wurde

Verschwörung zugunsten einer Mil.^ardik- llytur entdeckt. Am nächsten Mittwoch sollten sich mehrere f ggimenter für den Prätendenten Miguel Braganza erheben. Ze,er leugnet jedoch jede Mitwisserschaft. Eine Anzahl Ver- '«»vorer wurde verhaftet. ....

_ 45.ciing, 16. März. Der j ap ani, ch-chinesis ch e Zwilch en fall ist nunmehr beigelegt, derTatsu-Maru den chinesischen Behörden freigegeben worden.

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nnbei^- - DieNordd. Ällg. Ztg." schreibt: Tic Mitteilung der

-7 '^>eserzeit ung", ein preußischer Minister habe die Führer 7 I d2 Landtagsparteien, unter Ausschluß der Frei,innigen, iK v-lcsammelt, und dabei sei seitens der Regierung lebhaftes Interesse

: Mn' m einer frühzeitigen Vefchränkung der freisinnigen W a h l -

ijitation bekundet worden, ist von Anfang bis zu Ende '' (funben.

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