Freitag 17. Juli 1908
Nr. 166
Zweites Blatt
158. Jahrgang
Erscheint tägltd) mit Ausnahme des Sonntags.
W Jfluffrau
vor
Höchste Temperatur am 15. bis 16. Juli — 4- 19,2 0 C.
= 4- 9.2 ° 0.
5liebrinfte
Handel
Börse, 17. Juli, 1.15 Uhr.
3% Portugiesen
III
88.10
Verpachtung des früher Kehrer'schen Grundstücks.
des Real
163.10
229.80
136.50
rschiedem
Elektriz. Lahmeyer .
Elektriz. Schuckert .
der die
der 2Beiter» Der Bor-
214 20
108.50
22 60
149.00
120.50
92.10
82.90
91.95
82.90
90,50
90.00
98 75
99.00
93.45
62.60
63 00
95.85
89.35
95.80
14840
50.90
86.20
65.80
97.20
Eisenbahn Gotthardbahn Lombard. Eisenbahn . . Gesten. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn .
Harpener Bergwerk Laurabütte . .
Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . .
Tiirkenlose . . .
107.45
197.05
203.00
91.40
98.40
Berliner Haudelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskouto-Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-
. 159.30 . 122.75 . 229.70 . 134.80 . 171.00 . 136.70 . 194.10
Nachmittags zur heil. Beichte. Sonntag den
117.50
105.90
193.40
Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurabütte Nordd. Lloyd Oberschles. Eisen-Industrie
Canada E. B. . . .
Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz: schwach.
Wk 3% 3M°/<
Frankfurter
Reichsanleihe . .
do. . .
Konsuls ....
do. ....
Hessen
Oberhessen . . .
.. 15. .. 16.
saubere Vauffrau M W^ckeWolkenL
noch nicht an die Kanalisation angcschlossenen Häuser an Versammlung, damit man die Säumigen kennen lerne.
Der Vorsitzende sagt dies zu.
Für die Herstellung der Anlage in der Nord-Anlage den beiden Mädchenschulen ist der seit längerer Zeit in
, um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Militärgottesdieust mit Predigt.
, um 9V7 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre, daraus Sakramentalische Bruderschafts-Andacht.■
Es ist bekannt und anerkannt, daß Meyers .Deutsche Aloen' nicht nur den Bedürfnissen der Bergsteiger dienen, sondern auch aller jener Touristen, die die überwältigenden Reize der grandiosen Alpenwelt auf gemächlichem Pfaden zu genießen suchen. Was gerade diesen Bänden zum Rufe der beliebtesten Alpenführer oev- holsen hat, ist ihre Ausführlichkeit, ihre absolute Zuverlässigkeit und die von erstaunlicher Ortskenntnis zeugende, unübertroffene Genauigkeit in der Wegebeschreibung. Und noch eine Eigenschaft, die ie gerade dem deutschen Wanderer so sympathisch macht, sei bc- onders hervorgehoben: Tic Frische der Darstellung, die Berück- ichtigung der Natur, der Landesgeschichte, der Heimatknnst und der in den deutschen Alpen heimischen, anziehenden Menschenkultur. Tie mit Unterstützung der alpinen Vereine durchgeführte gründliche Neubearbeitung des ersten Teils wird allen Anforderungen an einen modernen Alpenführer gerecht und berücksichtigt in wünscheuwerter Weise auch den sich mehr unb mehr auSbreitenben Wintersport. Der umfassende Kartenapparat unb bie zahlreichen, für bas Ber- tänbnis ber geschauten Bergwelt äußerst lehrreichen Nunbsichten verbienen volles Lob unb btlben einen höchst wertvollen Bestandteil des Merkchens, auf dessen Führung sich jeder Alpentourist imbc- binqt verlassen fann.
Rotationsdruck und Verlag Oer Brühl'scheu UniöcrfitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
rass.Staatsaul. 1905 4>i°/0 japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken vou 1903 Türkenlose 4-6 Griech. Llonopol-Anl.. 4-6 äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . 4>4o/o Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss Buderus E. W
ttatholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag den 18. I u l i:
um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit
Ter Kanzler im Königreich Preußen.
Dem Oberlandesgerichts-Präsidenten in Königsberg i. Pr., Qürkl. Geh. Oberjustizrat Dr. v. P l e h w e, ist, rote wir bereits lairz mitteilten, die Würde des Kanzlers im Königreich Preußen »rrliehen worden. Der Kanzler im Königreich Preußen gehört zu den vier großen Lanbesäintern des Königreichs unb zu den erb- Irchen Mitgliedern et>es pretißischen Herrenhauses. Die Würbe knüpft sich ausschließlich an daS Amt des Oberlandesgerichtspräsidenten tat Königsberg unb wirb auf Lebenszeit verliehen. Nach dem kürzlichen Tode des früheren Königsberger Oberlandesgerichtspräsidenten i>. Holleben in Kassel mußte sie jetzt mit Tr. v. Plehive übergehen, der schon im Jahre 1897 Herrn v. Holleben als Oberlandes- gerichtspräsibent in Königsberg ersetzte. Als Mitglieb des Herrenhauses rourbe dieser übrigens schon im Oktober 1907 au5 deson» d wem königlichen Vertrauen aui Lebenszeit berufen unter gleich- {eiliger Bestellung als Kronsyndikus.
Die „Lietzener Samtlienblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragtn" erschemeu monatlich zweimal.
Origirial-Drahtmel-Utigen.
Berlin. (Nach Schluß d. Red. cingelroffen.) Im Eulen- burg-Prozeß beschloß der Gerichtshof nach längerer Gegenrede des Fürsten Eulenburg ans Antrag des Oberstaatsanwaltes die Verhandlnngen auf unbestimmte Zeit zu vertagen und den An- geklagten vorläufig in Hast zu behalten.
Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen, 16. Juli.
Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Keller, Georgi, Heyligenstacdt; sowie die Stadtverordneten Dr. Biermer, Brück, Dr. >Ebel, Eichenauer, Emmclius, Gabriel, Dr. Entfleisch, Habcnicht, Dr. Habertorn, Helfrich, Helm, Huhn, Zaun, .'.rumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Plank, simon, Troß, Wallenfels, Dr. Wimmenaner, Winn.
4-6 Ocsterr Goldreute.
4l/«®6 Oesterr. Silberrente 4% Ungar Goldrente . . 4?o Italien. Rente . . .
3-6 Portugiesen Serie I
D’/xo
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion:e^ll^.TeL-AdruAnzeigerGießen.
22.60
91 40
148.50
Mrchliche Nachrichten«
Evangelische Gemeinde.
A m 5. S o n n t a g nach Trinitatis, den 19. I u I i: Kollekte zum Besten ber inneren Mission.
Gottesdienst.
3n der Ztadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schwabe.
Nachmittags 2'/, Uhr: Kinderkirche für die Malthäusgemeinde. Pfarrassistent Becker.
3n der Zohanneskirche.
Vormittags 8 Uhr : Pfarrer Bechtolsheim er.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde.
Vormittag? 91/? Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche <ür die JohanneS- gemeinde. Pfarrer AuSfeld.
Abends 8 Uhr im Konfirmandensaale: Versammlung und Bibelbesprechung.
sitzende sagt dies zu.
Die endgültige Uebersicht über die Rechnung gymnasiums und der Oberrealschule für 1907 ergibt, daß der städtische Zuschuß gegen den Voranschlag um 11000 Mk. gestiegen ist. Dies ist auf die Einführung des Wohnungszuschusses und die Ausrückung mehrerer Lehrer in höhere Gehaltsklassen zurückzu führen.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Eschweiler Bergwerk . .
Gelsenkirchen Bergwerk . 188.00
August Rath bedarf für feinen Kttsscehausneubau zweier Dis- pen,e. Der eine für einten kleinen Erker nach den Neuen Bauen zu wird befürwortet, dagegen wird der andere, der die Ueberschrei- tung der zulässigen Haushöhe um 45 Zentimeter erstrebt, nach kurzer Debatte, an der sich die Stadtvv. E i ch e n a u e r, W a l l e n - fei? und Dr. Haberkorn, sowie der Vorsitzende beteiligen. abgelehnt.
Christine S e i b will an der Plockstraße zunächst der Anlage ein W a s s c r h ä u s ch e n errichten. Tie Versammlung versagt hauptsächlich mit Rücksicht auf die Nähe des Neuenweger Tores, wo sich schon ein Wasscrhäuschen befindet, die Genehmigung. Ein von der Gesuchstellerin in zweiter Linie vorgebrachtes Gesuch wegen Errichtung eines Wmserhäuschens am Zelterstor findet Genehmigung, vorbehaltlich der Prüfung des noch einzureichenden Planes.
Gegen die Errichtung eines Mass er Häuschens durch Hch. Benner II. am Güterbahnhof auf dem Eisenbahngelände hat die Versammlung nichts einzuwenden. Ter erforderliche Dispens soll befürwortet werden.
Die Eisenbahn will die Wohnung eines Maschinenwärters an der Crednerstraße an das Fernsprechnetz an schließen und für die Leitung städtische Straßen benutzen. Man genehmigt dies unter der Bedingung, daß eine jährliche Anerkennungsgebühr von 50 Pfg. bezahlt wird.
Städtische Arbeiten und Lieferungen.
Tie Beschaffung von Schulbänken für die Stadtmädchen schuie soll auf Vorschlag des Schulvorstandes bei der Firma Fuhrmann und Haus erfolgen. Der erforderliche Kredit wurde bereits früher bewilligt. "
Einige Rechnungen über freihändig erfolgte Materiallieferungen usw. werden genehmigt; ferner wird gutgeheißen die reil-ändige Vergebung von 40 Quadratmeter Pfla st erarbeit zum Einheitspreis von 1.30 Mk. an Pflastermeister Suchau, die Lieferung von Fußbodenöl für das Oelen der Fußböden in den Schulhäusern an Emil Fischbach, die Weiterlieserung von Kl e i n pf laft e r ste i n c n durch die f eiterigen Bezugsquellen und die Maurerarbeit bei der Trottoirarbeit in der Walltorstraße.
Der Ausbau der Straße zwischen den Grundstücken von Beil und Braun an der Kaiser-Allee wird unter der Bedingung genehmigt, daß die Anlieger die Straßenbaubeiträge gleich be- zahlen. ,
Auch der Ausbau der Straße zwischen dem Mittelweg und der Veterinäranstalt, der 12 000 Mk. kostet, wird genehmigt.
Für die Pflasterung der Fahrbahn in der H e n s c l st r a ß e werden 1600 Mk. angesordcrt, die bewilligt werden.
Stadlv. Dr. Ebel bittet, auch die übrigen Straßen in der Stephansmark in möglichst raschem Tempo herzustellen.
Stadtv. Em melius wünscht Vorlage eines Verzeichnisses
19. Juli, 6. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 6*/» Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
Tendenz: ziemlich fest.
Berliner Börse, 17. Juli. Anfangskurse.
Aussicht stehende Voranschlag nunmehr von der Stadtgärtnerei vorgelegt worden. Er beläuft sich auf 3000 Mk.
Beig. Georgi meint, die Summe erscheine ihm sehr hoch, wenn auch die Anlage selbstverständlich in einen besseren Zustand versetzt werden müsse. Er weist des ferneren auf den gefährlichen Zustand in der Dammstraße hin, wo öfters durchfahrende Fuhrwerke die ganze Straße sperren, was unter Umständen für Kinder lebensgefährlich werden könne. Am besten sei es, die Durchfahrt durch die Straße ganz zu verbieten.
Stadtv. Löber hält ebenfalls die baldige Verbesserung der Nord-Anlage für dringend nötig.
Stadtv. Huhn hält ein radikales Verbot des Fuhrwerksverkehrs für bedenklich, zumal dann der Verkehr durch die Wetzsteingasse ziehen werde, die ebenfalls sehr schmal sei. Eventuell müsse man die dortige Sack'sche Scheuer erwerben.
Stadtv. H a b e n i ch t fragt, ob die Forderungen bezüglich der zur Verbreiterung der Dammstraße erforderlichen Häuser schon eingegangen seien. Nach einer Bemerkung des Vorsitzenden sind sie zum Teil eingelangt.
Stadtv. Plank meint, mit einem Verbot der Durchfahrt werde man nur Unzufriedenheit erregen. Man werde damit Leute treffen, bei denen das Geld, das sie für die Strafen dann zu bezahlen hatten, sehr ins Gewicht falle.
Stadtv. Troß bittet, bei der Anlagen-Herstellung keinen Goldregen anzupflanzen, da dieser sehr giftig sei.
Tie Forderung wird bewilligt und ferner beschlossen, die Polizei zu ersuchen, durch eine Verordnung die Durchfahrt durch die Dammstraße zu verbieten.
Verschiedenes.
Der im Prinzip bereits früher genehmigte Geländeaustausch mit der Bahnverwaltung wird, nachdem der Vertrag jetzt im Wortlaut vorliegt, endgültig genehmigt. Es handelt sich um Gelände am Wetzlarer Weg. Die Bahn erhält rund 740 Quadratmeter mehr als sie abgibt, und hat deshalb etwa 1400 Mk. (10 Mk. für den Quadratmeter) herauszubezahlen.
Die Prüfung der Rechnung der Stadt und des Stadt- erwciterungsfonds findet unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Gm melius statt. Er berichtet, daß die Finanzkommission nichts an der Rechnung zu beanstanden habe, und beantragt Genehmigung der vorgekommenen Kreditüberschreitungen, der Niederschlagung uneinbringlicher Gelder und der Kreditüber- tragungcn. Man stimmt diesen Anträgen ohne Debatte zu.
Stadtv. Wallenfels hat die Beobachtung gemacht, daß die Bänke in den Anlagen wieder von herumlungernden Leuten mit Beschlag belegt und vielfach beschmutzt werden. Auch die Hunde benutzen die Anlagen recht häufig als Tummelplatz, und das Fahren mehrerer Kinderwagen nebeneinander ist für die Spaziergänger lästig. Er bittet, die Polizei darauf aufmerksam zu machen und um ihre Unterstützung bei der Anlagenüberwachung
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icrnc leiftungsiäh. 8« neu SicrenunbQutercw idungnach ÖicBcn fudjtc iitzung ihres BemK» c Abncümer. UnabbW . erhalten Borzugöchr- irijtL Angebote unter i >n Gießener Anzeigern hb. Arbeiter k.Kojt u.& Möj BahMlr.M r Lohn-Fuhren U rssc*«
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politische Ccsgcsscbau.
liebet den Schuh der Ehre schreibt Rechtsanwalt Tr. Rudolf Marck (Mannheim) in der ..Rechtspraxis":
Die Gegner des Duells verlangen immer wieder vermarkten gerichtlichen Schutz der Ehre als Mittel gegen den Zweikampf. Demgegenüber wird — z. B. von Stranz in der „Juristen- äeitung" — geltend gemacht, daß die bestehenden Stra'beftim- nungcit gegen die Beleidigung, nämlich Geldstrafe bis zu .500 Mk. oder Gefängnis bis zu zwei Jahren, vollauf genügen, wenn nur die Gerichte eine schärfere Praxis annehmen wollten. Dies ist richtig: cs sollte aber außerdem die prozessuale Gestaltung des Beleidigungsprozesses mehr in den Vordergrund gerückt werden. Wenn mit Recht über mangelhaften gerichtlichen Schutz der Ehre geklagt wird, so liegt dies weniger an :;tt geringen Strafen, als an der prozessualen Behandlung des beleidigten. Man kann mit Recht sagen, daß die heutige Gestaltung 6er Privatklage dem an seiner Ehre Gekränkten einen wahren Leidensweg auserlegt. Er ist weiteren Verunglimpfungen, und Verleumdungen von feiten des Beklagten, die dieser zu seiner Verteidigung ungestraft vorbringen darf, schutzlos preisgegeben, hu6 durch den Wahrheitsbeweis sich der Offenlegung aller mög- lidjen Verhältnisse aussetzen und ist, falls er im Zorn vielleicht i)ie Beleidigung erwidert hat, gar noch in Gefahr, die Beleidigungen und infolgedessen auch die Kosten durch das Gericht
iernt errichtet wird. . t n
Bei der Abortanlage des G r u n b Itn cks Ne uentoeg I L6 soll ein Fenster gebrockten werben. Es fit Dispens erforderlich, j lceil das Nadchargebäude weniger als 3 Meter entfernt ist. Da bcs Fenster in sanitärer Beziehung ein: wcientUdr:JBerbenming ' b-ibcutet, wird der 2isp-:ns befürwortet, zumal da» Nachbar- ribäube eine Brandmauer l)at. c
Adolf diol l wi'.l auf seinem Grundstück in her Wre,enstraße einen Pferdeftall und eine Wagenremise mit S?u t) d£rroohnung er- richtcn, bevor das Vordergebäude erbaut ist. Die Erlaubnis wird unter dtt Bedingung erteilt, daß das Vorderhaus innerhalb dreier Jahre gebaut wirb. Der Gesuchsteller hat deshalb 1000 Mark Kaution zu stellen. , . „ , ,
Paul Eim will in der Friedrichstraße zwei Neubauten er- r chten mit Erkern, Loggien und Latkonen, wogegen die Versammlung nichts einzuwenden hat. L
Emilie Renzel will auf dem ömterbau ihres Grundstuacs cx der Krosdorfer Straße einen Stock aufbauen, der als Vereins- leEgl des Ruderklubs dienen solL Auch dieser Dispens wird erteilt.
Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
kompensiert zu sehens
Ist so schon burd) das Gesetz die Lage des Privatklägers Heine beneidenswerte, so muß gesagt werden, daß die Gerichte keineswegs bestrebt sind, dem Privatkläger seinen dornenvollen 'Jfab zu ebnen; eher geht ihr Bestreben in umgekehrter Richtung, .insbesondere ist auch auf diesem Gebiete über eine allzu langsam e Justiz zu klagen. Kein Mensch hat gern mit dem Bericht au tun; wer einen Rechtsanwalt hat, will ihn möglichst nasch erledigt sehen; insbesondere aber will derjenige, der eine -kränkung erlitten hat, diese rasch gesühnt sehen, um sie dann nneder vergessen zu können; am wenigsten will er lange Zeit cnimer wieder daran erinnert sein. Die Gerichte gehen häufig Den umgekehrten Weg. Abgesehen vom Sühnctermin vor dem -Sürgermciftcramt, macht das Amtsgericht nochmals einen Vergleichsversuch, bei dein es nichts uiwerfudjt läßt, den Kläger Jum Nachgebcn zu bringen. Wochen unb Monate kann der läget auf die Eröffnung des Hauptverfahrens warten, bie Termine werden weit hinausgeschoben, Vertagungen lveitherzig bewilligt. Der Kläger mag die Geduld verlieren und so sich ! eber vergleichen. Zugegeben, daß das in manchen Fällen zwcck- äßig ist, so darf dod; nicht vergessen werden, daß damit die Stellung des Privatklägers eine weitere bedeutende Verschlcch- i?rung erfährt. Wer wird sich monatelang mit einer einfachen -öelcidigungssache herumschlagen wollen!. Lieber verzichtet man auf die gerichtliche Sühne. Die Folge ist das Duell.
Wenn aber der Staat die Selbsthilfe verbietet, so hat er anderseits die Pflicht, dem in seiner Ehre Gekränkten zu seinem y.efit zu verhelfen. Da^u gehört aber eine rasche Justiz, die i n dem Kläger nicht das .Gefühl aufkommen läßt, daß er durch wehr oder minder sanften Druck zu einem ihm nicht genehmen Lergleich bewogen werden soll.
Steifeliteratur*
Deutsche Alpen.
Erster Teil: Bayerisches Hochland, Allgäu, Vorarlberg; Tirol: Brennerbahn, Oetztaler-, Stubaier- und Onlergruppe, Bozen, Schiern und Rosengarten, Meran, Brenta- und Adamellogruppe; Bergamasker-Alven, Gardasee. Zehnte Auflage. Mit 26 Karlen, 5 Plänen und 15 Panoramen. (Meyers Reisedncher.) Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Der bereits in 10. Auflage erschienene erste Band ber in zweckdienlicher Weise auf drei Teile angelegten Meyerschen Alpenführer umfaßt das Gebiet des Bayerischen Hochlands und des Hentralstocko der Tiroler Alpen dis zur Brennerbahn, einschließlich Schiern unb Rosengarten einerseits und bis zur Schweizer Grenze anderseits.
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zu ersuchen. . .
Der Vorsitzende hofft, daß bie heutige Sitzung bie Polizei in dieser Richtung anregen wird.
Stadtv. Löber wünscht baldige Erledigung
Mitteilungen.
Ter V o r s i tz e n b c teilt mit, daß vom Tenkmalpfleg^r P r o - j e f f o r W albe ein Schreiben vom 27. Juni cingegangen sei, wo- idn er die Ablehnung seiner Anregung, zur (Erneuerung des Anstrichs der H i r f d) a p o t h e k e einen bestimmten Frankfurter Malermeister heranzuziehen, bedauert. Zu der Erneuerung des Verputzes sei übrigens nicht die Genehmigung der Denkmals- prlcgc eiiigeholt ivorden, die nack> Artikel 1 des Tenkmalschutz- g,-setzes erforderlid) sei, tvenn es sidj um eine crl>cblid)c Aenderung handle. Er könne nur bedauern, daß durch den ablehnenden Standpunkt der Stadtverorbneien-Versammlung die Wieberher- st llung der Hirschapwlheke, des hervorragendsten Fachwertbaues, j'wpfuscht ivorden sei. Der Vorsitzende bat dem Denkmalpsleger cmvider-, daß bie Erneuerung des Anstrichs nicht unter bas Ge- iEP falle, ba es keine erheblich.' Aenderung sei, sowie ferner, daß ö-jö Urteil über den neuen Anstrich getrost der Allgemeinl)eit überlassen werben könne und daß in Gießen noch zahlreiche interessante Fachwerkbauten vorhanden seien, deren Besitzer jebe tienbermtg ihres Verputzes ängstlich vermeiden, um den aus ber Anwendung b.s Tenkrnalsch.ltzgesetzes drohenden Weiterungen zu entgehen. Die Versammlung Hai dem nichts beizusugen.
Baugesuche. . m ,
Die Firma Winn u. Eo. will am Wismarer Weg ein Back- ftnnniacherhäusd>en errichten, . das außerhalb des Bebauungs- p-lans zu liegen kommt unb eine ö'euerftatte erhalten soll. -Ler deshalb erforderliche Dispens wirb erteilt, au, Widerru, unb oter ber Bedingung, baß das Gebäude 10 Meter vom Weg ent-
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Em Ausflug nach dem schönen Weilburg bietet Gelegenheit, interessante
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Juli
1908
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
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16.
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