Viertes Blatt
Samstag 11. April 1908
158. Jahrgang
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für dringende Fälle sicher anzutreffen.
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merkt, nichts an der Tatsache, daß in Zukunft die Saarkohlen um 27 Prozent teurer sein würden, weshalb es bei dem früheren Beschluß bleibt.
Ein Gesuch von K. Damm bittet um bessere Herstellung der Liebigstraße. Das Gesuch ist bereits dadurch erledigt, daß die jetzt möglichen Arbeiten schon angeordnet sind.
Eine Eingabe eines städtischen Beamten bezweckt die, Genehmigung der Uebernahme der Sekretärstelle bei der Fleischerinnung, die der Vorsitzende erteilen kann, wenn die Versammlung zustimmt. Da der Oberbürgermeister die Genehmigung zu versagen gedenkt, ist die Eingabe erledigt.
Der Vorsitzende lädt zu einer Besichtigung der Erweiterungsbauten des städtischen .Elektrizitätswerkes ein, die nach Ostern erfolgen soll.
Dr. Ploch, Asterweg 9. — Dr. SchBiephake, Goethcstr. 44. — JF. Wagner, West-Anlage 49.
»te „Siebener Kamillendlätter" werden dem Anzeiger® viermal wöchentlich beigelegt, das "Krtisblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Leit, fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Ein Gesuch des Gießener Ballspielklubs 1904 um Ueberlassung eines Spielplatzes aus dem vorderen Trieb wird genehmigt, das von dem Klub weiter verlangte alleinige Benutzungsrecht aber abgelehnt.
Zur Anlegung eines Blcichplatzcs möchte Hch. Hoß einen 2 Morgen großen Teil der städtischen Wiesen zwilchen Wieseck und Wiesenstr. pachten. Mit Rücksicht aus das gesamte Städtebild und um den Spaziergängern nicht den Wäscheanblick zu bieten, wird das Gesuch aus Antrag der Kommission abgelehnt, nachdem sich noch Stadtv. Dr. Habcrtorn gegen die Genehmigung ausgesprochen hat.
Ein Plan zur U. m g c st a l t u n g d e r N o r d - A n l a g c findet Genehmigung. So viel bei der herrschenden Unruhe zu verstehen war, bleibt die jetzige Anlage im wesentlichen erhalten und erfährt durch die Aufsüllung der Böschung eine Erweiterung, die Mittel für die Umpflanzung der Böschung sollen durch die für die lausende Unterhaltung bestimmten Mittel gedeckt werden, die demgemäß entsprechend zu erhöhen sind.
Mit der Genehmigung einiger Rechnungen und einigen freihändigen Arbeits- und Lieferungsvergebungen erreichte die öffentliche Sitzung ihr Ende.
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Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schev Universitäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Giessen, den 11. April 1908.
Gross)!. Polizeiamt. Reinhart.
Kleine Lagcüchronir.
In Warschau wurde der Herausgeber und Redakteur der Blätter „Jüdisches Tageblatt" und „Hagni Jackan" nach polizeilicher Durchsuchung beider Redaktionen verhaftet.
In P e k i n g sind in der letzten Zeit 1 < Fcuersbrün st c, die auf Brandstiftung zurückzufiihren sind, ausgebrochen, welche einen Gesamtschaden von vier Millionen Dollar verursacht haben. MS B r a n d st i f t e r vermutet man Studenten, welche aus Japan zurückgekehrt und Gegner der jcrigen Dynastie sind. Die wohlhabenden Chinesen der Hauptstadt senden ihre Frauen imi> Kinder an die Küste. Die Gesandtschaften haben Maßregeln, getroffen, um für alle Eventualitäten bereit zu sein.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion:^KlI2. TeI.-Adr.:AnzeigerGießen.
Meteorologifilre LzeollizLiiNingeu der Station ließen.
»Ä’hrnXi* Pesikanapotheke
Baugesuche.
Ein Baugesuch der Gesellschaft Selterssprudel für Bahnhofstraße 15 hat die Versammlung schon ftüher beschäftigt. ES wurde damals abgelehnt, well der Hof nicht die vorgeschriebene Größe hatte. Auch nach dem jetzigen Gesuch würde der Hof zu klein sein, es wird aber dennoch genehmigt, weil nach dem Hofe zu keine von Menschen bewohnte Räume kommen sollen.
9. , 10.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhessen
sondern nur Abort und Treppe.
DaS schon genehmigte Lagerhaus der Firma Schuch in der Wolkengasse soll statt IOV2 HV2 Meter hoch werden,
Anlertipig eleganter HerrenpWe
nach Mass.
Erstklassige Verarbeitung. Tadelloser Sitz. Grosses Stofflager. a11/«
J. Pfeffer, Marktplatz.
Die nach- k ahhU sind Sonntag den 12. April nur stehenden avi Äi l ü voa 12 Lhr anitags bis 12 Lhr nachts
Auszug a. ö. Standesamtrregiftern der Stadt ©ieäeii.
Aufgebote.
April 6. Ludwig Wagner, Weißbinder, mit Katharine Müller, beide dahier. —- 7. Wilhelm Odenwald, Fuhrmann dahier, mit Katharine Grell in Wehrda. — Johann Jakob Kündahl, Spengler dahier, mit Anna Wollrab in Alsfeld. — 8. Wilhelm Schneid- müller, Bureaugehilfe, mit Elise Aßmann, beide dahier. — 9. Philipp Bauer, Gesangenausseher in Rockenberg, mit Anna Stein., dahler.
Eheschließungen.
April 4. Karl^Geßuer, Hllisbremjer, mit Marie Theiß, beide dahier. — Joseph Schönberger, Großh. Geometer 1. Kl. in Homberg a. d. Ohm, mit Minna Lingclbach, dahier. — Wilhelm Panz, Dachdecker, mit Karoline Feußer, beide dahier.
Geborene.
März 30. Dem Kaufmann Heinrich Joh eine Tochter, Emmy Maria. — April 1. Dem Omnibuskutschrr Heinrich Silbernagel ein Sohn, Karl Christoph. — 2. Dem Bureauoorsteher Arthur Münch ein Sohn. — 5. Dem Zimmermann Johann Jost Krait eine Tochter, Anna Elisabeth. — Dem Fuhrmann Cornelius Müller ein Sohn, Karl. — Dem Lackierer Emil Louis Schweitzer em Sohn, Ludivig Hans. — 6. Dem Wächter der Wach- und Schließgesellschast Jakob Frosch cm Sohn, Heinrich Michael. — 10. Dem Fuhrknecht Georg Goß ein Sohn, Richard Georg.
Gestorbene.
April 3. Marie Sieglinger, 3 Jahre alt, Neuenweg 27. — Konrad Schomber, Kellner, 4U Jahre alt, Walltorstr. 67. — 4. Ludwig Emil Rudolf Erb, 8 Jahre alt, Lahnstr. 11. — 5. Marie Hublitz, geb. Weiser, 55 Jahre alt, Liebigstr. 58. — 6. Luise Koch, geb. Feilmg, 60 Jahre alt, Frankfurter Straße 71. — Johannette Herbert, 71 Jahre alt, Rodheimer Straße 40. — 7. Konrad Zinlel, Schweizer, 49 Jahre alt, Rodheimer Straße 36. — 8. Heinrich Oskar Müller, Feldschütz, 60 Jahre alt, Am Nahrungsberg 6. — Marie Schober, geb. Prinz, 83 9a()re all, Frankfurter Straße 21. 9. Paul Philipp Hoi, 4 'Ulte, alt, Wolkengasse 27. — Martha Gatzert, Dienstmädchen, 16 Jahre alt, Bahnhoistr. 5.
das schon stehende Nachbargebäude letztere Höhe hat. Das wird gutgeheihen.
Wilhelm Seipp III. erhält Dispens für ein Werkstattgebäude an der JNarburger Straße; ebenso Abermann u. Kling für ein Backsteinmacherhäuschen am Wismarer Weg. Beide Dispense sind erforderlich, well die betr. Gebäude außerhalb des Bebauungsplans zu liegen kommen.
Dem Hch. Schwan wurde bei der Vornahme der Entwässerungsarbeiten für sein Haus Hammstraße 4 angesonnen, Luft und Licht für den Abort zu schaffen. Er will dem nachkommen, nach dem eingereichten Plan kann es aber nur geschehen, wenn die Fenster nach der keine 3 Meter von dem Nachbargrund- slück entfernten Grenze angebracht werden. Sie sollen vergittert werden. Der Dispens wird erteilt, weil in diesem Fall die sanitären Rücksichten vor die feuerpolizeilick)en gestellt werden müssen.
Die beabsichtigte Einfriedigung des Grundstücks von Julius B a ch an der Matgasse durch einen Bretterzaun wird genehmigt.
Für ein etwa 5 Zentimeter zu weit vorspringendes Firmenschild des Photographen Borst am Hause Bahnhofstr. 61 wird Genehmigung erteilt, dagegen für ein Schild des Restaurateurs Vogel am Hause Bahnhofstr. 48, das erheblich größer wie erlaubt, die Genehmigung versagt.
Die Teilung der früher Blödner'schen Hofreite Plockstr. 4 wird gutgeheißen, trotzdem die beiden sich dabei ergebenden Hof- räume den Größenvorschriften nicht entsprechen. Die Teilung ist notwendig, weil die beiden auf dem Grundstück befindlichen Häuser an verschiedene Besitzer verkauft wurden.
Voranschläge.
Die Voranschläge des Stadterweiterungsfonds, des Gaswerks, des Wasserwerks und des Elektrizitätswerks werden genehmigt.
Bei dem Voranschlag des Stadterweiterungsfonds bemerkt der Vorsitzende, daß der angesetzte Ertrag der Liegenschaften um 2000 Mk. geringer angesetzt sei wie sellher. Dies habe seinen Grund darin, daß die ftüher Weber'sche Besitzung in der Wetzsteingasse an die Stadt verkauft werden solle, um sie dauernd für städtische Zwecke zu verwenden. Es beftnden sich jetzt 2 Schulklassen und das städtische Archiv darin. Ms Kaufpreis seien 75 000 Mark angesetzt. Der Brandkassenwert der Gebäude sei 22 930 Mark, so daß der Quadratmeter ohne Gebäude auf nicht ganz 20 Acark komme. Der Ortsgewerbeverein, für dessen Schule das Besitztum seinerzeit hauptsächlich gekauft wurde, zahle 1300 Mk. jährlich. Wenn der Verkauf des früher Reatz'schen Besitztums zustande komme, gingen 244 Quadratmeter Straßengelände an die Stadt über, wofür 15 000 Mark eingesetzt seien. Für den Quadratmeter des übrig bleibenden Geländes bezahle Herr Rath etwa 82 Mark.
Beig. Georgi vermißt in dem Voranschlag einen Betrag für verkaufte Bauplätze des Aktienbrauereigeländes. Dieses Resultat gebe denen Recht, die den Ankauf für entfernte Zukunftsmusik gehalten hätten.
Der Vorsitzende erwidert, es solle nichts verkauft werden, bis die Straßen angelegt seien. Daß dies noch nicht geschehen sei, hänge davon ab, daß der schon vor längerer Zeit beschlossene Bebauungsplan vom Ministerium noch nicht genehmigt worden sei. Er habe deshalb vorige Woche beim Kreisamt angefragt und heute die Antwort erhalten, der Bebauungsplan beftnde sich noch m Darmstadt. Nachfrage nach Plätzen sei schon vorhanden.
Stadtv. Grünewald weift darauf hin, daß durch die Verzögerung der Genehmigung die Stadt direkt geschädigt werde. Da sich die Reflektanten inzwischen anderswo anbauten. Man solle beim Ministerium unter Hinweis hierauf energisch darauf dringen, daß die Sache erledigt werde und wenn dies nicht helfe, andere Schritte unternehmen, um zum Ziel zu gelangen.
Der Vorsitzende will dieserhalb Schritte tun.
Auf das Bedenken des Stadtv. Löb er, daß 75 000 Mk. für die Weber'sche Besitzung zu viel seien, bemerkt der Vorsitzende, daß der ganze Nutzen des Stadterweiterungsfonds an dem Verkauf 700 Mark betrage.
Beig. Georgi hält den ange/etzten Betrag für entsprechend, dagegen habe die Stadt ftüher ort zu teuer vom Stadterweite- rnngsfonds gekauft.
Beim Voranschlag des Elektrizitätswerks und des Wasserwerks fragt Stadtv. Heichelheim nach den Ursachen des hohen Verlusts.
Der Stromverlust des ersteren stieg 1906 gegen das Vorjahr von 25 auf 30 Prozent und der des Wasserwerks von 8 auf 14 Prozent.
Wie der Vorsitzende ausführt, ist im Kalenderjahr 1907 bei ersterem Werk der Verlust 23 Prozent gewesen und blieb unter dem normalen Verlust. Ueber die Ursachen des gestiegenen Masserverlusts ist noch keine vollständige Aufklärung geschaffen worden.
Eine Anfrage des Stadtv. Krumm, worin die Ausstellung des Wertes und der Schulden des Wasserwerks im städt. Rechenschaftsbericht für 1906 mit 1 000 000 und 1 400 000 Mark begründet sei, soll in der nichtöffentlichen Sitzung erledigt werden.
Verschiedenes.
Herrn Simon wurde bereits früher die Ermächtigung ertellt, den Mühlgraben beim Elektrizitätswerk zu überbrücken gegen Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 3 Mark jährlich und Verzichtleistung aus das Durchgangsrecht im Elektrizitätswerk. Herr Simon hat gegen letztere Bedingung Bedenken; er sürchtet, im Fall der Entfernung der Brücke keinen Zugang zu seinem Grundstück zu haben. Trotzdem sein Bedenken nach dem Bürg. Gesetzbuch grundlos ist, beschließt man, den Verzicht ausdrücklich nur so lange als Bedingung zu verlangen, wie die Brücke vorhanden ist.
Ein Gesuch der Gebr. Kahl wegen Inanspruchnahme eines weiteren Stücks des Hochwasserdammes bei der Kläranlage behufs Verlegung eines Feldbahngleises wftd abgelehnt, da die,es Stück mit Fuhrwerk befahren werden soll und man hiervon eine Beschädig uw oes Dammes zu erwarten hat.
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* Sitzung der SLadtveror-neLen. —r
Gießen, 9. April 1908.
II.
Omnibus und Elektrische Bahn.
(Fortsetzung.)
Ztadtv. Dr. Biermer ist dafür, die Sache einer anderen ^Mission zu überweisen, wenn die Verkchrskommission damit \ . vorankomme. (Der Vorsitzende bemerkt, es sei schon . 5-3 geschehen.) Die Sache fei jedenfalls schwierig, auch in r3men Städten sei die Lösung der finanziellen Frage vielfach teerig und in ihrem Ergebnis enttäuschend gewesen. Er meine, j fei vorteilhaft, wenn man einer Gesellschaft unter genauer j ft Hung ihrer Verpflichtungen auf 30—40 Jahr ein Privileg pc Zunächst müsse jedenfalls an die Arbell der RentabilitätS- vönung durch Umfragen und Besichtigungsreisen nach gleich i chxm Städten herangetreten werden. Er halte es für per- i nt roemt große Städte sich mit Gesellschaften ein!affen, aber t Heine Städte sei eS viel vorteilhafter, das private Käpital Wtlaften. Er fei grundsätzlich für bic elektrische Bahn, zu- ::| keine Stadt in gleicher Größe so sehr auf eine elektrische ! ich, hinweiie wie gerade GieAn. Er sei in dieser Hinsickst der Änsickst Dr. Gutfleisd-S. Phantastische Projekte nehme : nicht ernst. Es sei gerade so leicht, mit dem Rotstift elek-1 ! rche Bahnlinien in den Stadtplan einzuzeichnen, wie kost- ftige Bahnhofsprojekte ohne Rücksicht auf die finanzielle Seite Abschlag zu bringen. j
Htadtv. Grünewald ist sehr erfreut darüber, daß Stadtv.
Autsleisch mit solcher Wärme für die elektrische Bahn rin- I fielen ist und überzeugt davotr, daß dies auf den Magistrat i \ liilxnb ein wirken wird. Aber mit der Aussprache solle man . nicht begnügen, sondern in einer Resolution feine Aw- ° Jen nicderlegen. Die Existenz einer elektrischen Bahn hebe l Verkehr, wie man an Darmstadt sehe. Die Projekte Prof, i: <5ommcry halte er durchaus nicht für phantastisch. Die von I tt oorgeschlagene Linienführung halte er für vorteilhaft, ganz '..ifiben von der Frage, wann sie gebaut werden sollen. Na- V i intlich die von Prvf. Sommer vorgeschlaaene Lösung betreffs r. Kreuzung der ober hessischen Bahn halte er für durchaus j.'lich. Auch das seinerzeitige Sommersche Bahnhofsprojekt - i durchaus ernst zu nehmen gewesen und habe eine gute Lösung fc vorhandenen Schwierig teilen vorgeschlagen. Er halte es I: erfreulich und man müsse dankbar dafür sein, wenn sich -le, die nicht beruflich dazu gezwungen seien, an der Lösung i.'iet Aufgaben freiwillig beteiligen. Schließlich beantragt Red- u eine Resolution, daß der Oberbürgermeister bis etwa mitte pni in der Versammlung referieren möge über den Stand der L-jelegenfjeit und wie er sich^im allgemeinen die Sache beni'c.
Ter Vorsitzende Hal Stadtv. Dr. Biermer so verftan- K daß sich seine Aeußerungen nicht auf Prvf. Dr. Sommer kjwit hätten. Er bestätigt, daß die Sommerschen Bahnhofs- i-ie sachgemäß ausgearbeitet gewesen seien.
3laDtr>. Haubach ist der Ansicht, daß man vorsichtig vor- t.:n müsse. Man solle vorläufig eine Linie durch die Stadt -i bei Marburger Straße bauen, etwa mit einer Zufahrts- - ■ von der Grünbergerstraße zum Markt. Für Gesellschafts- kito Knnc er sich nicht aussprechen, denn die Gesellschaft ’-te ihrerseits schon ihre Bedingungen zu stellen wissen.
Tcr Vorsitzende weist auf andere Städte hin, die schlechte tifningcn mit dem Gesells chaftsbetr ieb gemacht haben. Auch 1 Rn Gasanstalten sei dies der Fall gewesen.
Stadtv. Krumm hält es füv selbstverständlich, daß man ui Gesellschaft hermtziehe. Eine Aussprache über die Linien- -rmg halte er für verfrüht und der Erörterungen darüber vg leicht bedenklicher Streit eintreten.
. stadtv. Dr. Biermer bemerkt, er habe mit seinen Aus- -.umgen Prof. Sommer nicht gemeint, sondern ganz allge- tn^und ohne jeden Bezug gesprochen. Er halte jedes vor- läEcgene Pr.stekr für phantastisch, solange die sinanzielle Seite ist Belrachl gezogen sei. Lie F-rage, vb Regie- ober Ge- ffHiftsbetriev vorzuziebeii sei, sei zunächst als offene zu wnöeln, aber man u^tfse die Gesellschaften schon deshalb naMN, um eine richtige finanzielle Grundlage zu bekommen. . stadtv. Winn ist gleichfalls für baldige Inangriffnahme » L-ktriichen Bahn, wenigstens für eine Linie. Von her Wear* «P! Straße bis zum Bahnhof solle man die Schienenlegung £ der Pflasterung vornehmen. Im übrigen sei er für die , Fassung des Betriebs an eine Aktiengesellschaft. Der Som- ; Borschlag wegen deZ Bahnhofs sei durchaus sachgemäß A und auch von der Bahnbehörde durchgearbeitel worden. 1 «tzibe auch ein Voranschlag über seine Ausführung existiert,
-uf 1500000 Mk. gelautet habe. Daß die Sache, an ? <c selbst mitgearbeitet habe, nicht zustande gekommen sei, H m der Stadt gelegen.
stadtv. Grünewald hat von den AuSlührungen des tvCD. Dr. Biermer den Eindruck gehabt, daß Prof. SornmerS . gemeint gewesen seien und hält cd füijfein Recht und feine j । ‘-Ö: für den abwesenden Angegriffenen einzutreten. Das .^eckche Bahnprojektsei auch noch ünanziell bearbeitet gewesen , Stabt wäre für ihre Aiüwendungen auch das freiwerdende Gelände zugefallen. Von dem seitherigen Vorgehen des I Ts'Eurgermeisters in der Bahnst'agc habe er den Emoruck, daß "« nicht überstürzt habe. (Heilerteil).
' stadtv. Dr. Biermer führt auS, e§ habe keinen Zweck, Nli^em Wort, daS er hier spreche, Kritik zu üben. Er verzichte
-jl-tunit auf jedes Eingehen auf Kritiken.
stadtv. Grünewald bemerkt, er werde auch in Zukunft ?enau so handeln rote heute.
-er Vorsitzende bezeichnet cs als erfreuliches Resultat ; tilgen Verhandlung, das; man für die elektrische Bahn nicht Fort- 'img der Omnibus!mien haben wolle. Seither habe er mit der An- «i ^'^vedcr Bahnhosstr. „der Seltersiveg, in der Verkehrskommission .8 ^,in gestanden. Durch die Aussprache habe sich ergeben, daß 2ln*tctit von der Mehrheit geteilt werde. Durch die damit ge° ..^>ie Klarheit eröffneten sich' ante Aussichten auf die frühere ' MiAlellung des Projektes.
.. &taötü. Le 1 b bemerfi, er sei in der Verkehrskommission stets nir eine Linie emgetreien.
... ftadlv. Grünewald fragt nochmals, ob die Vorlage im 'Omnien werde.
verJB 0 rsitzende bejaht dies. f
ctaöto. Rtumm fragt „doch im Juni 1908?" (Heiterkeit). /
' Mitteilungen.
Lane Anzahl städtischer Beamter hat schriftlich ober münd- ^^.beschlossenen Gehaltserhöhungen gedankt.
E‘ Dahn dankt bei seinem Wegzug nach Bad-Nauheim ft ^Mamnilung für alles, was er der Stadt roäljrenb seiner Jicjrigcn Dienstzeit zu verdanken habe.
^L^Fchaumeister Braubach hat nach seiner Rückkehr von i seinen Dienst wieder übernommen. Wie der Xsor»
ilß hat sich Herr Braubach bereit erklärt, über ferne
,uor den Stadtverordneten usw. einen Vortrag mit Lichi- SU halten.
.?ct ftirma, die den Saarkohlenbezua vermittelt hat, m-iS ™ltßejeil£' daß von den Gruben cm allgemerner Prns- sÄ ?u-n-ld)t erfolgt sei, es ict lediglich der lerther auch der k6cn iunebUügtc Rabatt von 35 Prozent aufgehoben 2^; den alle Städte, die von der Saar roeiter entferntjeicn, gehabt hallen. Dies ändert, wie der Vorsrtzende be-
April 1808
Barometer auf 0° reduziert
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Windstärke
Wetter
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7,2
6,4
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Bcd. Himmel
10. 95t
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6,5
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Regen
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743,3
5,6
6,3
93
N
2
Bed. Himmel
I _ „ r „ Höchste
Temperatur
am 9.
bis
10. April =
4- 8,8 6 C.


