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Die hiesige Pfarrassistentenstelle soll
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Dir „Giehrner Lamilienblätter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das ^Mreisblatl für den Kreis Siehrn" zweimal »SchenUtch. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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sichten BesllMlnungcn der Kraul, u-, Uusall- imö ^.ivalldcu- Versicherung, Slalfu(aiion und Wechsellehre. Hoffentlich findet diese lobenswerte Einrichtung auch an anderen Orten Nachahmung.
mit dem Kreuzstern.
— Probeflüschehen 10 Pfg. — Man achte genau aus den Namen M Q Gr I
Kiel, 12. Febr. Las Liarmegorlcht verurteilte den Korveitenkapilün v. L e v e tz o w wegen der durch seine Schuld bei der Fahrt über eine Untiefe erfolgte Beschädigung des Kreuzers „S ch ar n h o r sl" ju 14 Tagen Stubenarrest.
London, 14. Febr. Das Aceisengericht in Bristol verurteilte den deutschen Zahnarzt H y il e roegen Bigamie und Betrugs zu sieben Fahren Zuchthaus.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- streße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion.112. Tel.-Adr.:AnzcigerGießen,
Pedellen am Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Büdingen er» ncmnt
•• Ordensverleihung. Se. Königs. Hoheit der Groß Herzog haben dem Buchdruckereisaktor Matth. Ries in Mainz, in Diensten der Druckerei von H. Pcickarts zu Mainz, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer ztt besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Offenthal. Mit der Stelle ist Organistendienst verblinden. Dem Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu.
** Versicherungswesen. Bei der Landcsoersiche- rungsanstalt Großh. Hessen sind im Januar 282 Ncnteu- gesuche (264 Invaliden- und Krankenrentenanträge, sowie 18 Slltcrsrentenanträge) eingegangen. Unerledigt wurden in den genannten Monat übernommen 266 Rentengesuche. Es fanden Erledigung: 217 diirch Nentenbewilligiing (186 Invaliden-, 17 Kranken- und 14 Altersrentengesuche); 82 durch Ablehnung, weil unbegründet (31 Invalidenrenten- und 1 Altcrsrentengesuch), 9 durch andere Weise — Zurück- nähme usw. — (7 Invaliden- und 2 Altersrentengesuche), zusammen 258, so daß 290 Gesuche als unerledigt auf Februar übernommen werden mutzten. Ferner wurden im Januar 333 Anträge auf Beitragserstattung gestellt, und zwar 279 infolge Heirat weiblicher Versicherter (H.), 52 infolge Todes versicherter Personen (T.) und 2 wegen Bezugs von Unfallrente (U.). Unerledigt roiubeu in den genannten Monat übernommen 152 Erstattitngsanträge, so datz zu bearbeiten waren 485 Gesuche. Bewilligt wurden 322 Sim Iräge (278 H., 43 T. und 1 U.), abgelehnt wtirden 25 9(11= träge (17 H., 7 T. und 1 U.). Aus andere 2lrt erledigt wurde 1 T.-ErstattnngSanspruch. Unerledigt blieben 137 Er- chattungsauträge (114 H., 20 T., 3 U.), die auf den Monat Februar übernommen wurden. — Vom 1. Januar bis Ende 1908 haben ausschließlich der auZ 1907 übernommenen Fälle insgesamt 158 Anträge auf Uebernaljme des Heilverfahrens bei der Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen zur Bearbeitung vorgelegen, die wie folgt zur Erledigung kamen: Bei vier Personen wurde das Heilverfahren durchgeführt, und zwar in 3 Fällen mit Erfolg und in 1 Falle ohne Erfolg. Weiter befinden sich zur Zeit noch 36 Personen in Anstaltsbehandlung, und zwar in der Lungenheilanstalt „Ernst Ludwig-Heilstätte" 21, in der Lungenheilanstalt „Eleonoren-Heilstätte" 7, in der Lungcnheilanstalt Reichelsheim i. Ob, 1, in der Dr. Schmittschen Kur- und Wasserheilanstalt Lindenfels 1, in Bad Nauheim 4, in Kliniken 1, in Krankenhäusern 1. Es mußten 16 Anträge teils wegen Aussichtslosigkeit und teils wegen unzureichender Marken- verwendung abgelehnt werden, ferner war die Ablehnung in 8 Fällen geboten, weil das Heilverfahren auf Kosten der Krankenkassen durchgeführt werden konnte, bereits 3 Kuren chon übernommen waren, weil die Anwartschaft aus den nachgewiesenen Beiträgen erloschen war, weil bei der letzten Kur disziplinär vorzeitig entlassen usw. Weiter schweben zur Zeit noch 92 Anträge, über die Entschließung noch nicht getroffen werben konnte.
** Die Aerzte gegen die Telephonverteuerung. Auch die Aerzte protestieren — wenigstens in Süddeutschland — gegen die drohende Telephonverteuernng. Sanitätsrat Dr. Arthur Hoffmann in D a r m st a d t betrachtet in beit in Straßburg i. E. erscheinenden „Aerzt- lichen Mitteilungen" die Verteuerung der Telephongebühren vvm Standpunkte des Arztes mit folgenden Worten:
Durch die von der Regierung in Aussicht gestellte und beantragte Aenderung in der Berechnung der Telephongebühren werden die Interessen des p r a k t i z i e r e n d e n A r z t e s so wesentlich berührt, daß es wohl angezeigt erscheint, auch aus ärzt- lidjen Studien gegen diese beabsichtigte Neuerung Protest einzu- legcn. Die Abschaffung der Pauschalbezahlung für Benutzung des Telephons und die statt dessen geplante allgemeine Einführung der Bezahlung jedes Einzelgespräches bedeutet fraglos für viele Aerzte nicht allein eine wesentliche Verteuerung, sondern erschwert in vielen Füllen auch die Benutzung dieses wichtigen Verkehrsmittels sehr bedeutend oder macht diese sogar ganz unmöglich. Bei Unglückssällen oder bei plötzltch ein»
= Deckend ach, 12. Febr. In unseren einsamen sog. Walddörfern herrscht eine rege Bautätigkeit. Außer sonstigen neuen Hvfreiten wird hier im Laufe des Jahres ein neues Pfarrhaus, in Schadenbach eine neue Kirche und in Büß seid ein neues einklassiges Schnlhans ----- Die hiesige Pfarrasfistentenstelle soll bald eine
Pfarrstelle werden. Man hofft dadurch die Geistlichen länger als seither hier zu behalten.
-r.- Werdors (Dill), 13. Febr. Auch hier wurde ein HaushaltungskursuS für junge Mädchen von sechs Wochen Dauer beendet, der 20 Teilnehmerinnen ausznweisen hatte. Zu der Schkußprüsung waren .Herr Landrat Dr. Sartorius, viele Gäste sowie die Eltern der Schülerinnen erschienen. Der Kursus wurde von der Kreislehrerin Fräulein Müller geleitet. Unserer Gemeinde ist ein Kostenpunkt von 110 bis 115 Mk. entstanden, welches geringe Opfer gern gebracht wird.
iWWU „MAGGIs gute, sparsame Küche“.
VsrrnsscHtes.
* Braunschweigische Kleiderfragen. Im großen und ganzen sind die Braunschweiger mit ihrem neuen Re- gentenpaare recht zufrieden. Der Herzog zeigt lebhaftes! Interesse für alle Angelegenheiten der Stadt und des Landes Braunschweig, er hat Kriegervereine, Turner, Feuerwehr usw. durch seine Teilnahme und sein Erscheinen bei ihren Zusanimen- künften begeistert, und er ist in Scl-ulen und Amtsstuben gewesen, um sich zu überzeugen, wie es da hergeht. Aber ganz besonders beglückt ist man durch die Aussicht, daß wohl durch die Vermittelung des Regenten das Braunschweiger Husaren- regiment blaugelbe Fähncl>en statt der schwarzweisten an die Lanzen bekommen soll. In das Licht der Freude über das Negenlenpaar fallen aber doch einige dunkle Schatten. Man findet, daß die Herrschaften sich um Sachen kümmern, über die sie wohl hinwegsehen könnten, meint auch, datz es nicht nötig gewesen sei, dem Frack die Hofsestlichkeiten zu verschließen. Was nämlich am Hofe in Berlin nur ein Recht ist, datz Herren, die keine Uniform zu tragen berechtigt sind, statt int Frack in dem sogen, französischen Hoftleide bei Hose zu erscheinen, ist an dem Hofe des Regenten zur Pflicht geworden, und niemand wird eingeladem der nicht int französischen Hofkleide erscheint. Die Frau Herzogin soll sich darüber beklagt haben, daß auf dert Hofbällen die Damen in weißen Lederschuhen erscheinen, sie verlangt weiße Atlasschuhe. Zur besonderen Beunruhigung glauben indessen die Geistlichen des Landes Veranlassung zu haben. Es ist die Vorliebe des Regenten für den „Luther-Rock", die ihnen Sorge macht. Namentlich die Herren, die sich erst vor kurzem einen neuen schwarzen Gehrock oder einen Frack haben bauen lassen, sind in großer Sorge. Daß nebenbei der neue Hofprediger auch seinen Schnurrbart opfern mußte, war selbstverständlich.
Kleine TageL-chronik.
Tie Stuttgarter Slaatsanwallschakt setzte auf die Ent- deckung des Mörders der Stlckerin Fischer eine Belohnung von 1000 Mk. ans.
In Hollfeld in Oberfranken brach eine Schülerin, die der Kantor in der Schule gezüchtigt, vermutlich infolge Herzschlages durch den ausgestandenen Schrecken to t zusammen.
In Tibourg an der holländischen Grenze erkranlw eine aus dem Ehepaar und fünf Kürdern bestehende Familie nach dem Genüsse von Karpfen unter Berg if tun g Ser sche i- nungen. Ein Mädchen ich bereits gestorben, die anderen liegen cm Sterben. Die Speise wurde aus Mehl angesertigt, das sich im Nachlasse des kürzlich verstorbene!c Großvaters vorgefunden batte._________
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^oirtijehe Lvoehenschau.
Gießen, 15. Febr.
Gegen die Auswüchse des Automobilismus sind dieser Tage int Reichstage harte Worte gefallen, und es trat wohl auf allen Seiten des Hauses der Wunsch zutage, durch neue gesetzliche Bestimmungen, dem Automobilwahnsinne wirksam entgegenzutreten. Auch die he ss i s ch e Er st e Kammer, die am Montage zusammengetreten war, beschäftigte sich mit dem Automobilgesetzc Ein eigenartiges Zusammentreffen ist es, daß für die Frage des Automobilis- muS jetzt auch außerhalb der Parlamente eine bedeutsame Entscheidung erfolgt ist. Der Kaiser hat nunmehr seine Genehmigung zur Erbauung einer Rennbahn für Autv- mobile im Taunus gegeben. Damit ist der erste Schritt geschehen, um den gemeingefährlichen Sport der Automobilrennen wenigstens von den allgemeinen Verkehrsstraßen sernzuhalten. Die Zahl der Opfer des Automobils ist int letzten Jahre in beängstigender Weise gewachsen, so daß es wirklich bohe Zeit ist, den Automobilverkehr mit den Forderungen der Verkehrssicherheit in Einklang zu bringen.
Neben der Aendermtg der Gesetzesvorschriften über den Verkehr mit Automobilen und Fahrrädern beschäftigten unsere hessische Erste Kammer in dieser einen Sitzung noch zahlreiche andere gesetzgeberische Arbeiten. Sie wurden ohne erhebliche Debatten genehmigt, und das Haus vertagte sich alsdann bis Mitte März.
Die hessische Zw eiste Kammer hielt auch in der abgelaufenen Woche noch keine Plenarsitzung ab. Die gemeinsame Etatsberatung zwischen dem Finanzausschüsse der Zweiten Kammer und der Negierung kamen aber erfreulicherweise zum Abschluß, und der gesamte Staatshaushaltsetat wurde mit Ausnahme der Forderungen für Bad- Nauheim genehmigt. Die Beratung des Staatshaushalts im Plenum der Zweiten Kammer findet bereits Ende dieses Monats statt. Der Finanzausschuß beschäftigte sich ferner noch mit dem Gesetzentwurf über die Abänderung des Gesetzes über die Nuhegehaltsverhältnisse der im preußisch- hessischen Gemeinschaftsdienste angestellten Staatseifenbahnbeamten.
[ngebote unter Oll# Zn^erbem.
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Ans StaOt und Lantz.
Gießen, 15. Februar 1908.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog waben den Stellenanwärter Hch. W e i ß zu Büdingen zum
Arrchr und SchnLe.
.— Dem Ab ctur centen - xamen gilt zurzeit in Oe st erreich der Ansturm der berufenen Pädagogen. Es wurde die Zwecklosigkeit dieses Examens, ja, seine Gesundheitsschädlich reit ins Trcifen geführt und an mannigfachen Beispielert dargetan, daß sich durch die „Matura", wie man diese Prüfung in Oesterreich nennt, die Reise des Kandidaten durchaus nicht feststellen läßt. Ein alter erfahrener Landesschullnspeklor machre Sensation mit dem Ausspruch: „Seit 20 Jahren Vorsitzender bei Ma tu- ritätsprü,ungen, muß ich mich ans Grund meiner reichen Erfahrungen unbedingt für deren Abschaffung aus- sprea)en." Nahezu alle waren der Ansicht, daß zum mindesten Aendermngen und Erleichterungen der „Matura" absolut notwendig seien, und ein Beschluß in diesem Sinne wurde fast einhelcig angenommen. Der Unterrichtsminister Dr. Marchet versprach, noch in diesem Schuljahre für die Verwirklichung der Reformen Sorge tragen zu wollen.
getretenen sonstigen Notfällen ist es int Interesse deö Verletzten oder Erkrankten oft nötig, daß nach den verschiedensten Stellen telephoniert toitib-, um den Arzt rasch und sicher zu erreichen. In solchem Falle ist die Bezahlung jedes Einzelgesprächs doch eine ganz u n g e rech t f c r t i g t e M e h r b c l a st u n g. Für beit prak- tizienmden Acht — und mehr noch für den den Arzt erwartenden Kranken — tst es außerdem von großem Werte, daß der Arzt, wenn er seine Krankenbesuche nvacht. von unterwegs telephonisch zu Hause an fragen kann, ob nachträgliche Bestetlungen emgeg ungen sind. Seither war dies leicht auszuführen, man benutzte einfach das Telephon eines Patienten, der gegen Pauschalgebühr Telephottanschluß hacke. Späterhin wird man dies ohne Belastung der be- treffenden Stelle nicht mehr küntcen. In vielen Fällen wird die Telephonbenutzung aber gar nicht angängig sein, da sehr viele Telephon stellen keine Samntelbüchse ausgehängt Haden und man gar manchem Patienten doch nicht wohl die Telephvngedühr mit 5 Pfennig in die Hand drücken famt.
Wie die Handelskammern als Vertreter der Geschäftswelt Protest gegen die beabsichtigte Verteuerung des Telephons erhoben haben, sollten aud) die Vertreter der wirtschaftlichen Fttteressett des ärztlichen Standes entschieden Verwahrung gegen die geplante Verteuerung einlegen.
k. Holzheim, 12. Febr. Auf s2(ncegung verschiedener hiesiger Handwerker sindet hier ebenfalls, wie in anderen i Orten, ein BuchfÜhrungSkursn8 stack, zu dem schont zahlreiche Meldungen vorliegen. Der Kursus umfaßt die Er- i lernung der einfachen Buchführung, System Traber, die wich-1
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in der Entwicklung oder beim Lernen zurück- blcibenbc Kinder, sowie blutarme, sich matt- flchtenoc und uervöse überarbeitete, leicht erregbare und frühzeitig errchöpsN Erwachiene gebrauchen als LkrästigungSmittel mit groüem Erwig Dr. Hommet'S Haematogen. dm.
Der Appetit erwacht, drc geistigen und körperlichen Krücke werden raich gcbooeu, das Gesaml'Neruerrvstcni gcllärkr.
Man verlange tedoch ausdrücklich das echte Dr. »ommePd Sgematogen unb laße sich leine der vielen Nachahmungen nuucueu.
Der Reichstag beschäftigte sich außer der Automobilfrage mit der zweiten Lesung der drei auf die Zuckerkonvention bezüglichen Abkommen, nahm einen hierauf bezüglichen Kompromiß an trag an und setzte dann die Beratung des Militäretats fort. Der Schwerinstag am Mittwoch brachte dann noch eine ausgedehnte DÜatte über die Pensionsversicherung der Privatangestellten. Bon besonderem Interesse war es, daß die Vertreter der beiden Hauptgruppen der Privatangestellten, Schack und Potthof hierbei Gelegenheit fanden, ihre abweichenden Ansichten über die Pensionsversicherung darzulegen. Am Donnerstag und Freitag beschäftigte man sich im Reichstage mit dem Postetat.
Iw preußischen Abgeordneten hause nahm man zu Beginn der verflossenen Berichtswoche den Ban- etat in zweiter Lesung an und beschäftigte sich bann recht eingehend mit dem Etat der Preußenkasse und der Seehandlung. Dieser Beratungsstoff gab den Vertretern der einzelnen Genosfenschaftsgruppen reichliche Gelegenheit ihre, MernungSverschiedenheiten zu äußern. Erreicht wurde durch diese Aussprache freilich nicht viel. Mit recht großer Spannung sah man der 2. Lesung des Kultusetats entgegen, denn gegen den neuen preußischen Kultusminister Volle hat sich während seiner kurzen Amtsdauer schon sehr viel Mißstimmung aufgespeichert. Kultusminister Holle bemüht sich die Bahnen seines Vorgängers Studt „tadellos" fortzusetzen, und das ist gerade etwas, was in die heutige Zeit der Blockpolitik nicht recht hineinpassen will. Die Blockparteien fordern mit gutem Recht auch im preußischen Kultusministerium einen freieren Wind. Daß Holle der richtige Mann für feinbn Bosten ist, wird nun allerdings Dezweifelt, und es fielen oiesesmal gerade von national- liberaler Seite äußerst scharfe Worte gegen den Kultns- minister. Doch was nützt das! Es ist ja in unserem größten Bundesstaate geradezu Tradition, daß ein Minister um so fester im Amte sitzt, je heftiger und begründeter die Angriffe gegen ihn sind. Dieser bedauer- dustand wirkt leider auch auf die innere Politik im Reiche nur’ gar zu sehr ein. Jitz Reiche ist man augenblicklich so toeit, daß man nur noch von einem Fortwursteln sprechen -ann. Man kommt nicht vom Flecke. Keine der schönen ö^I^tzgeberischen Hoffnungen will in Erfüllung gehen.
l *)er Politik des Deutschen Reiches hat man in den r v ••Va^cn ie^r diel außerhalb unserer Reichsgrenzen ^Ichastigt, vor allem in Oesterreich und Ungarn. In den Delegationen sind uns dort namentlich von slavischer Seite recht viel Unfreundlichkeiten gesagt worden. Bedeutungswiler bleibt es indessen, daß die französische Deputierten- lammer dem Deutschen Reiche seine korrekte Haltung in yochst zuvortommender We-se bestätigt hat. Von jenseits Der Vogesen hat man bisher selten so viel Gerechtigkeit 'rfahren.
Recht trübe Wetterwolken stehen jetzt wieder ttnmal über dem Balkan, und es heißt, Rußland wolle einen ■^a'ifengang mit der Türkei versuchen. Man sieht, die crnsten Lehren des jüngsten Krieges mit Japan, scheinen <n der Newa recht eindruckslos bortibergegangen zu sein, vergessen ist die Demütigung, bie das kleine Japan dem großen russischen Riesen zugefügt hat- „Nietzsche wo!" Man 4vsft mit der Türkei leicht fertig zu werden; wer weiß, ob w sich nicht auch hierin täuschen würde.______________
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General-Mzeiger für Oherhessen


