Ausgabe 
17.9.1908 Erstes Blatt
 
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(Frlf. Ztg )

Urteil wurde vertagt.

TemEcho" jufolgc wurden bei dem Grubenunglück auf der

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Gcreci?tsdaoi

der Anspruch der Eisenbahn - Direktion Mainz zurückgewiesen I werden. Nach dem Gesetz vom Jahre 1858 sei nämlich be­stimmt, daß der höchstbesteuertc Grundbesitzer Sitz und Stimme in der Gemeindevertretung haben soll, aber nach den, StaatSvertrag, der mit der Hessischen LudwigSeifenbahn- Gesellschaft s. Zt. abgeschlosien worden sei, sei das ganze Grundeigentum dieser Bahn in das Eigentum dcS preußischen und hessischen Staates übergegangen; der Eisenbahn-Direktion Main; sei aber nur die Verwaltung dieses Grundeigentums übertragen, ein EigentuuiSrecht darauf habe sie nicht, die Eisenbahn-Direktion Mainz sei mithin kein hüchstbesteuerter Grundbesitzer und habe daher auch keinen Anspruch auf Sitz und Stimme in der Stadtverordneten-Versammlung. Das

Briefkasten -er Redaktion.

(Auouhme -lufraacu bleiben unberücksichtigt.» Nach Nidda. Ja!

überwacht werden. _ ,,

Die Hafenbehörden von Antwerpen I)obcn umfassende Maß-

Schriro-Prozeß Davritscheff und Goldsieiu einstimmig, Anna Schwarz mit Stinnnemnehrheit frei und der Erpresser Vogl (alias Below) wurde in allen Punkten verurteilt. Man erwartet eine Strafe von 35 Jahren Gefängnis. Tie Verhandlung hat zehn Tage gedauert.

Der Schriftsteller wii.it Tr. Reidel b a ch (Münchens ist irt seinem neuerrichieten Bajaltwerk in Cbernebcnbirg, Unteriranicu, vor den Augen seiner Frau in die Transmission geraten und* ins Getriebe gezogen ivorbei,. Er ivurbe fd^ver verlebt.

In Petersburg sind in den lebten 24 stunden 2oO Neu- erkrankungen und 64 Todesfälle an Cholera eingetrctcn.

In Odessa sind die ersten yvei Ehoteraerkrankungcn mit tödlichem Msgange bakteriologisch iestgeiteilt worden.

Der Landesgesundheiisrat von Frankreich beschloß, dem Minister des Innern verschiedene Maßregeln gegen die Cholera - gqal,r vorzuschlagen (O, daß man schon so lueit ist! D. 9to>.) Insbesondere soll von allen Schiisern, die aus rusiiichen Hafen tommen, ein GesundheilSpaß gesoroert 1derben. Aus Rußland kommende Reisende sollen ärztlich untersucht und eine zeitlang

Uniüerfitäts»Uad?rid)teia.

Pro'. Thieß, der Nationalökonom der technijchen Hochschule in Danzig folgte einer Berufung der japanischen Regierung in die Verwaltung der südmandschurischen Eisenbahn.

-s- AuS dem Kreis Wetzlar, 16. Sept. Nachdem sich für sämtliche Schulen der Kreisstadt die Pforten ivieder geöffnet, beginnen für sämtliche Landschulen mit dem heutigen Mittwoch die vierwöchcntlichen Hcrbstferien. Sie sind zu begrüßen in, Interesse der Eltern, die sich mit der neuen Krciöferienordmmg noch immer nicht befreunden können. Durch die Ungunst der Witterung ist sowohl die Frucht-, als auch die Grummeternte in Verspätung geraten, so daß setzt dik Kinder mithelfen können. Ebenso finden ihre fleißigen Hände bei der Obst- und Kartoffelernte in den beginnenden Ferien Beschäftigung.

Frankfurt a. M., 16. Sept. Für das deutsche BundeSschieß en 1912 ist als Festort Frankfurt in

i aber nach Art. 70 s 1874 der Vorsitzen)!. ^gliedern durch die;z :ann in Zukunst nm: m, die Geistlichen um? h befreien. Uebrigenl rbh. OberkonsistoriM;, Interesse der evang. ? sei es das Intens Verharren in diejm en dringend empfehl! )on vor einigen Jatza osmtz des Lch'üamtkS.c Lie Entscheidung liezl: nnisterium.

, Prinzessin Friri! in 19.-23. Sept, bin? der Dill und dem Ck Dillenburg Wohnung ntr Korps von Eichhsi- ffen, woselbst ec bis - Ans der Sübnbriidi Darmstädter W annes und blieb aui >

Griginal-Drahtmeldungen.

Darmüadt, 17. Sept. Das Ehrengericht der Anwaltskammec gegen den hiesigen Rechtsanwalt Fritz Mainzer setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Den Vorsitz führt Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch, Gießen, Referent ist Geh. Justizrat Dr. Jöckel, Friedberg, Vertreter der An­klage Generalstaatsanwalt Dr. PreetoriuS, Darmstadt. Die Verhandlung findet nicht öffentlich statt, ebenso auch keine Zeugenvernehmung.

Innsbruck, 17. Sept. Professor Wahr mund wird sicherem Vernehmen nach seine Lehrtätigkeit an der Prager Universität überhaupt nicht mehr aufneymen. Viel­mehr tritt er bereits nächster Tage einen Urlaub an, der vorläufig ein Jahr dauert. Der Wahrmund-Fall endet also mit einem Erfolge der Klerikalen, deren Forderungen er­füllt sind.

51open ha gen, 17. Sept. Es darf nunmehr als sicher gelten, daß die Betrügereien Albertis sich auf nicht mehr als 14 Millionen Kronen belaufen. Die Meldungen von Albertis leidendem Zustande sind übertrieben. Sein ganzes Auftreten hat das Gepräge größter Ruhe. Es fanden «ich Chiffre-Telegramme seiner englischen Verbindungen, doch scheint der Schlüssel dazu von Alberti beseitigt zu sein. Angeblich soll er vor Ausbruch der Katastrophe ein Vermögen für sich auf die Seite geschafft haben.

London, 17. Sept. Daily Expreß meldet aus Ply­mouth: Während eines Nacht-Manövers lehnte sich die Mannschaft an Bord eines Kreuzers auf und -er» Itörte die Zieleinrichtungen der Geschütze, um ihrer Unzufriedenheit wegen der Nachtübung Ausdruck zu geben.

Vom Bahnbau Bad-NauheimGriedel durch das Wettertal. Die Bahnbaufirma Lenz u. Co hat nach etwa dreijährigen Vorverhandlungen mit den Ge­meinden und nach eingehenden Vermessungen die Pläne fertiggestellt. Sie liegen gegenwärtig offen und nackt­sten Freitag und Samstag findet die landespolizeiliche Ab­nahme statt. Die Finanzierung der Linie ist erfolgt, die Gemeinden haben Obligationen übernommen und die Ge ländestellung beschlossen, der Staat hat den Bahnbau und einen Staatszuschuß von 30 Prozent der Baukosten ge­nehmigt. dkach der landespolizeilichen Abnahme erfolgt als­bald der Geländeerwerb, und falls et glatt von statten geht, hofft man noch dieses Jahr den Bahnbau beginnen und ihn bis 1. Okt. 1909 vollenden zu können. Die Teil­strecke GriedelRockenberg will man auf Wunsch der Inter­essenten schon bis ^um Frühjahr vollenden Auf dieser Strecke sind zwei Brückenbauten über die Wetter erforderlich. Bon Rockenberg bleibt die Bahn westlich der Wetter. Znnschen Steinfurth und Bad-Nauheim verursachen mehrere Schluck) ten einige Dämme und Einschnitte, besonders in der Nähe der Löwenquelle bei Wisselsheim. Hier geht es int Bogen die Anhöhe nach Bad-Nauheim hinein, die Maximalsteigung ist 1:50. Nordöstlich Bad-Nauheim kommt die Bahn am Goldslein heraus und führt hier neben der Main-Weserbahn her bis zum Elektrizitätswerk. Eine Unterführung unter der Mainweserbahn durch wird die Reisenden zum Bahn Hofsplatz und zur Stadt bringen. Geländeschwierigkeiten sind auf der ganzen Strecke nicht vorhanden, so daß der Ban rasch vor sich gehen wird. Stationen erhalten Bad-Nau beim, Steinfurth, Ofipershosen, Rockenberg und Griedel. Ein Bahnhof für Wisselsheim an der Löwenquelle ist megen der Geländeverhältnisse umvahrscheinlich. Sämtliche Sta­tionen erhalten auch Güterverkehr, Bad-8temheim einen Rangierbahnhof. Die Leitung des Bahnbaus hat Regie rungsbaumeister Humann. Die Baufirma Lenz u. Co. hofft durch die Durchführung ihres Bahiinetzes von Grünberg über Lich bis Butzbach, Bad-Nauheim und später Wetzlar auf einen stärkeren Güter- und Personenverkehr und somit auf bessere Rentabilität. Bekanntlich rentiert die Teilstrecke Butzbach-Lich nicht. Den Hauptanteil der Aktien hat die Firma Lenz u. Co., nur wenige Aktien besitzen Private. Tie Gemeinden Steinfurth und Griedel führen gleichzeitig die Feldbereinigung aus, wahrscheinlich auch Rockenberg und Bad-drauheim.

ch Butzbach, 16. Sept. Bedeutende Erweiterungen soll dieses Jahr noch die Maschinenweristatt Tröster am Bahnhof erfahren, nachdem erst voriges Jahr eine neue Gießerei erbaut wurde. Tie jetzigen Neubauten erfordern über 150 000 Mark und umfasten weitere Fabrikräume für etwa 100 Arbeiter.

g. Bad-Nauheim, 16. Sept. In Begleitung einiger Lehrer besuchten heute die beiden Oberllassen des Fried­berger Lehrerseminars die hiesige Stadt schule. ES waren etwa 60 angehende junge Lehrer. Schon vor 8 Uhr hatten sie sich eingefunden und sand zunächst eine Besichtigung des schönen, auf das modernste eingerichteten Schulgebäudes statt. Die Zöglinge wohnten sodann dem Unterrichte in den beiden Ober- und Elementar klaren bei. Auch im Turnen und Zeichnen fand eine Probelektion statt.

Aus dem Kreis Friedberg, 16. Sept. Im

Laufe vorigen Monats hat für die Lehrer, die im Kreise Friedberg Unterricht in land w. Naturkunde zu er­teilen haben, ein besonderer Kursus stattgefunden. Tas Großh. Lehrerseminar stellte für diesen Zlveck den Physik­saal und die nötigen Apparate kostenlos zur Verfügung. Die Borträge hielt Seminaroberlehrer Dr. Schäfer hier, der einen Kursus bei Professor Dr. Gisevius in Gießen mit- gemacht hat. Die Vorträge verteilten sich auf 3 Vor- und 3 'Nachmittage. Am Schlüsse der einzelnen Vorträge zeigte Tr. Sd)äfer, wie eine große Zahl von Versuchen mit ein­fachen Hilfsmitteln ausgeführt werden können. Die Krcis schulkommission hat je einen Lehrer aus dem Gemeinden herangezogen, m denen hauptsächlich die Forlbildungsschüler landwirtschaftlich beschäftigt sind. Ter Kreis hat die stoften der Vorträge übernommen. Auf eine vorherige Anfrage bei den betreffenden Bürgermeistereien haben sich die Ge­meinden mit ganz wenig Ausnahmen bereit erklärt, den Lehrern Reifevergiltungen au3 der Gemeindekasse zu zahlen. Dadurch konnten 30 Lehrer ein gerufen werden; 2 davon haben sich freiwillig gemeldet. Der Kursus wurde von Schulrat Süß, der sämtlichen Vorträgen und prattifchen Uebungen beigewohnt hat, mit einer Ansprache gssckchosien, ivorin ec auf die große Bedeutung der Vorträge für die lanbro. Bevölkerung und die Förderung der Steigung zum lonbrn. Berufe und zum Landleben hinwies, auch dem Leiter der Vorttäge für seine interessanten und fruchtbrin­genden Vorträge Dank aussprach.

)( Echzell, 15. Sept. Vom 19.21. September findet hier, veranstaltet vom LandwirtschaftSkammer-Ausschuß und dem Geflügel- und Vogelzucht-Verein Echzell und Umgegend, die erste BezirkS-Gef lüge l-AuSst c l lung , verbunden mit Kaninchen-Rbteilupg, statt. Viele Ehren- und Geldpreise sind hierzu gestiftet. Die Anmeldung von AusstellungStieren ist schon recht zahlreich.

Rodenbach bei Büdingen, 16. Sept. Gestern morgen brach in der Scheuer deS Gast- und Landwirts Hammel vermutlich durch Selbsteutzündung Feuer aus. Da sämtliche Erntevorräte eingefahren waren, sand das verheerende Element reichlich Nahrung, so daß auch die Stallungen und Neben­gebäude von den Flammen ergriffen wurden. Tie Feuer­wehren von Rodenbach, Altenstadt und Heegheim waren schnell zur Stelle und ihrem energischen Eingreifen ist die Rettung des gefährdeten Wohnhauses zu dünken. Das Vieh^ konnte mit vieler Mühe in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden ist bedeutend. M

R.-B, Darmstadt, 16. Sept. Die beiden Verbrecher Rosenberger-Bürstadt und Leiser-Gießen, die vor mehreren Wochen mit drei anderen Genossen aus der Irren­anstalt Philippshospital bei Goddelau entsprangen, sind noch nicht wieder emgebracht worden. Von Leiser fehlt jede ^pur, während man von Rosenberger vermutet, daß er sich noch immer in der Gegend seiner früheren Tätigkeit (R,ed) aus- galt Die Darmstädter Polizei hat gestern und heute m allen Wirtschaften und Verkaufsstellen die neueste Nummer des illustrierten Witzblattes ^SimplizissimiiS^ be sch lag- nah in t, da das Blatt eine Verhöhnung des badischen Eisen- bahnministeriumS in Wort und Bild enthält.

Mainz, 15. Sept. In der heutigen Sitzung des Kr e isauSs chusses kam die Angelegenheit der Vertretung der Eisenbahn-Direktion Mainz in der Stobt- verordnetsn-Versammlung als höchstbesteuerter Grund- besitzer, auf Grund des Gesetzes vom 3. Mai 1853 zur Verhandlung. Der Vertreter der Stadt Mainz bestritt, daß das Gesetz noch zu Recht bestehe, aber auch ohnedies müßte

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am 27.efDt ': rftfinnigcn .b£n9 °ußer bem cn$! anSichließijch v.. 1 b,c -onbtagswQtjiea L "'gsgesetze. Mch'* Jiolbeinoltati^cnSanit

sich die tzz^ 'aldemolraten Hz '"'ber in Biainz gen wncde von 6,« ch u. a. Lehrer

l(ird?c unb Schule.

X Nidda. 15. eept. Arn letzreu Sonntag fand hier durch ben Superintendenten der Provinz Oberhefsen eine ordentliche K i r ch e n v i s i t a t i o n statt, zum erstenmal bei uns nach dem neuen Modus. Er unlericheldet sich von dem früheren durch die Besprechung mit der Kirchengemeinde-Vertretnng, dem Jugend« goltesdiensl und die Verlegung der Pri'inmg in der Religion m das Schullokal. Zu letzter Arbeit war der Montag beftinnnt, an dem die höhere Bürgerschule und die 6 Klaffen der Volksschulen geprüft wurden. Die Besprechung mit der Vertretung bringt eine nähere Fühlung mit diesem kirchlichen Crgane, das sonst nur bei finanziellen Tingen in Anspruch genommen wurde. Der Jugend­gottesdienst, bei dem über 300 Kinder in der Kirche versammelt waren, nahm einen erhebenden Verlaus, um so mehr, da der Herr Visitator Dr. Petersen es meisterhaft verstand, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Dasselbe geigte sich auch bei der Reli» gionsprujung in der Schule. Tie neue Art der Visitation hat bei der Gemeinde den günstigsten Eindruck gemacht, der Gottesdienst war sehr gut besucht.

vermischte».

*Pri«zEitelFriedrrct) als Taglöhner. Prinz Eitel Friedrich lebt und arbeitet, feil einigen Wochen das

hulvorstand.

wünschen der Geisllihi leftattet, bei bett:

Leven, um sein Körpergewicht aur ein entsprechendes Mar. zu reduzieren, aui Sck'loß In-gen heim bei Charlottenbnrg inic der einfachste Taglöhner Er wirft sich, wie dasR Tgbl" berichtet, srüh morgens in ein Taglödnergewano und gebt frischen Mutes cn die Arbeit, fünf bis sieben Stttn- den täglich. Er verrichtet schwere Gartenarbeiten, hilft beim Baumfällen, schneidet Hecken zu, fügt und hackt Holz, greift wacker zu, weint es sich darum hanoell. eine Tischlerarbeit -u leisten, und hat auch schon beim Errichten von Holz« jck-eunen fleißig mitgeholfen. E^anz besondere Verdienste erwarb er sich bei der Erbauung einer neuen Reitschule beim Schlosse. Volle zehn Tage hindurch hantierte er mit Hammer, Art und Säge und hat jetzt die Genugtuung, das B.'erk, au dein er so tätigen Anteil genommen, wohlgelungen fertig zu sehen. Prinz Eitel Friedrich begann die neuartige Mur mit zielbewüßter Energie und ist mit Luft und Liebe bei der Sache.

Steine Tagcöchronik.

Aussicht genommen. Ter Frankfurter Schützenvercm hat wegen Abhaltung der großen Festlichkeit mit den städtischen ... _

Behörden Vorbesprechungen angektGpst. Wenn alles zur regeln gegen die (Supdykiürf «uf her Zufriedenheit auSfällt, soll alsbald mit den Vorarbeiten für bei^Aachen acht Arbeiter getötet und 14 verletzt,

das BundeSschießen begonnen werden. Das letzte große bon t)jq'eit meisten),ver.

Schützenfest, das in Franlfurt abgehalten wurde, ivar daS Wilbur Wright unternahm in Le Mans einen Flug själirigt gubiläumSieft be5 elften d-"tfch°n Bunbesichicüen« m» L

im Juli 1887, zu deffen Erinnerung nn Jahre 1894 ^cr Kaijd^n Slöntincnt erzielten Flugerfolge.

Schützenbrunnen am Zoologischen Garten errichtet tvard.---

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den 91 a d) t b n v |"t a a b t c n. In einem Hause in Dörnberg (Rur- Hessen) brnd) aus bis jetzt unausgeklärte Weise Feuer aus, daS so rapid um sich griff, daß m kurzer Zeit vier Anwesen ein Raub der Flamme wurden. Alehrere Kühe kamen in den Flamen um, erhebliche Vorräte sind vernichtet. Ein 50 Jahre alter, geistig I Kircbltcbc HncbvicbtClL

nicht uormaler Landstreicher namens W i e n c r aus Lachen bei ' - J.-v

9teusladt unternabm gestern Abend zwischen 7 und 8 Uhr in der I EvllNgkttfche ©eniCHWC.

Nähe von Al u t t e r st a d t an der 8 Jahre allen Tochter der Eheleute Morgen, Freitag, 18. September, nachmittags 5 Uhr: Ver- Slrub von Aliulerstadt einen M ordv e r s u ch. Er brachte dem sauunlung des Frauenvereins der Markusgemeinde.

Alädd)en eine schwere Wunde am Halse bei und ging daraus I

flüchtig, konnte ater später verhastet werden. 3sraehttfct)e Nellgt0Ndge,ellfchaft.

-------------- <5ottcsöien|t.

Sabbatleier am 19. September 1908:

Freitag abend 6.05 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

bet Meisterbricsec xe bie diesjährig^ am Sonntag, 27. eipl® cbehause stattslnden.

h bas Publikum eine a'usübte und iststuüe sind rm auf bieicin 6»«« *

bAt bemerkens Eleganz und stch«.^ ms vorsuhrte. -usg

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Ä-S-' in» Leute, kmmi ^r.

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[viegenö J i, ,n jeiin Ni°lg jEn E

Sd. Eine prinzipielle Entscheidung des Ober- laudesg erich ts. Lor einiger Zeit wurden die Automaten- b^ubler L. Höchstem in Heidelberg und Jmmig in Frankfurt i Rrthhat.91uSnana 7 >0 Uhr. sowie ca. 40 Wirte des Kreises Dieburg wegen Ausstellung von mochcnao te%icnfr Sountaa und Freitag morgen»

Geld-- und 3igairenantomaten zur Anzeige gebracht »b? D o ü-riaen Tage VuorgenS 5 15 Uhr, ab?nds und vom Sdiöfsengericht zu Geldstrafen verurteilt, da diese Auto- R-J 1J; XIC ,U,UQCU *aflc uu,l9Cnö 0,10 UX)X' aucnofl maten als öfsentlickie Ausspielungen oben Glücksspiele -u betrachten u-v seien und daher nach 8 286 des R. Str. G. der obrigkeitlichen .

Genehmisuna unterliegen. Die Strafkammer bat dieses Urteil m ..

bestätigt uno in seiner letzten Sitzung befaßte sich der Strafsenat O lllridjftcin, la. ccoi. x-ic letzten Alarkte 5^ Grun­des Lberiandcsgerichtes mit der Angelegenheit. Die Angeklagten berg, wie ubcrljaiipt der Umgegend, zeigen euien starken 'Abschlag bcluuhten, daß man bei einiger Uebung die Vorteile des Spieles! der Ferkelpreise, der sid) zwischen 10 20 Mk. für daS Paar be­kenne und in der Lage sei, immer zn gennnnen, so daß diese Auw- I wcgt. Dieser Preioriickgang war and) aus unserem Michaeli- maten berechenbar und nicht mehr als Zufallsspiele bezeichnet! m a r k t off ei i fi cl) 11 i c£;. ^as Paar Ferkel geringster Sorte wurde werden dürften. Ter Strafsenat verkündete heute seine Cnt- nut 34-38 Mk. bezahlt, bcfierc galten 40-4a Mk., dw besten sciwidung dahin, daß die Revision zu verwerfen und die An° 45-50 Mk. Der Rindvichniarkt zeigte die gewöhnliche Befahrung, geklagten in die Muften zu verurteilen seien. Aus der Begründung Obgleich der Preis für erstklassiges Mastvieh als hoch gelten kann, geht bmwr, daß oer höchste hessische Gerichtshof diese Automaten, zeigte sich doch and) hier eine Abflauimg des Handels bei die unter dem 9temcnTip Top"ForUma",Onkel Theodor" I reduzierten Preisen.

usw. in den Verkehr kominen, als Glücksspiele betrachtet. tc. Franksurt a. M., 17. Sept. (Tetegr. Orw.-Berichl des

-rn. Friedberg, 15. Sepr. Vor dem SchöffengerichtGieß. Anz.".) Aintstche Notierungen der heutigen Vrehmarkt. standen I>nitc die Landwirt Langlitz Eheleute von Okarben preise. Zum Vertause standen: 17 Ödsten, 5 aus Oesterreich wegen Milchfälschung. Ms Sachverständige waren geladen, 5 Bullen, 0 aus^Ocstcrreld;,65 Kühe, Fersen, eticre und Rinder, Tireltvr Krüger von der Landwirtschastl. Versuchsstation Tarm- 972 Kälber, 140 Schale und Hammel, 990 Schweine, 11 Ziegen, stadt und Tr. Fritzmann-Frankfiirt a. M. Die Angeklagten hatten I 0 Ziegenlämmer, 2 Schastäinmer. Bezahlt wurden für Milch an die Molkerei iliieder-Wöltstadt geliefert, die iaft immer 100 Psnnd Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 8084 Alk., von Direktor Breujch beanstandet wurde. Als eines Tages die 2. Qualität 7375 Aik., 3. Cualüät 6064 Mk.: Suflen: Milch so aus sah, daß man sie ohne Untersuchung als gefälscht er- 1. Qual. 6365, 2. Qual. 5961 ; Kühe 1. Qualität 7476 ÖIL, kennen konnte, sandte der Direktor eine Probe an die Landwirt- 2. Dual. 6566 Mk., 3. Qual. 5354 Mk., 4. Qual. 0000 Mk., schafiiiche Versuck)sstatron nach Darmstadt; hier wurden 15 Prozent I 5. Qual. 0000 Alk. Bezahlt mürben für daS Psund Schlacht- W<rsscn;usatz festgestellt. Auf Vorhalt erwidette F-rau L., der gewicht: Halber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebendgewicht Kutscher hätte chr gesagt, die Milch sei zu fett, hierauf hätte sie 5556 Psg., 2. Qualität 8092 Pfg., Lebendgewicht 48 - 53 Psg., Wasser zugeschüttet. Trotz des Geständnisses ber Frau bestritt der Schlachlgew. 6800 Psg.: Schase: 1. Qual. Schlachtgew. 80 bi« Mann die F-atschung entschieden. Als der Vorsitzende itjnr das 82 Psg., 2. Qual. 7476 Pfg. Cd)weine: 1. Qual. 7200 Pf., Geständnis der Frau vorhielr, meinte er, zum Gericht gewendet, Lebendgewicht 5700 Pf., 2. Qual. 7071 Ps., Lebendgewickst das hätten Sie auch nicht besser gemacht, worauf ihm der Vor-> 56,000 Pfg., 3. Qual. 6268 Psg., Lebendgewicht 00 00 Psg. fitzende für den Wied-?rlwlungsfall eine sofortige .Haststrafe an» Geschäft bei Hornvieh gut, Ucberstand unbedeutend. Bei Kleinvieh drvhte. Als der Sachverständige erklärte, daß mit aller Bestimmt-1 gut, kein Ueberstand.

heil eine Fälschung erwiesen sei, indem Salpeter in der Probe! Limburg a. d. Lahn, 16. Sept. Fruchtmarkt. Turch- gefunden nmxbc, erklärte der Angeklagte, seine Kühe erhielten l sd)nittöpreis pro Atalter. Roter Weizen knaffauisd)er) 17,00 Alk., immer Wasser, das viel Salpeter enthalte. Beide Sachverständige iveißer Weizen (fremder) 16,00 Mk., Korn 13,00 Mk., Gerste (Futter) erklärten dies für ausgeschlossen, da durch den Verdauungsprozeß 9,00 Alk., Haler, alter 9.000.00 Mk., neuer 6.740.00 Mk., Erbsen der im Wasser enthaltene Salpeter ausgeschieden würde und nicht 10,00 'Ulf., Kartoffeln 7-0,00 Alk.

in die Milch kommen könne. Auf Grulid der Beweisaufnahme ... -- -------- .

kam daS C'kridjt $u folgendem Urteil: Die Ehefrau wird wegen Gicßencr Wetterdienst.

Milchfalschung in einem Fall in eine Geldstrafe von 100 M k., Bora,»-sichtliche Aitternng für Hessen am Freittag den

der Ehemann Larrgnitz wegen Fahrlafsigkut in jroei Fallen 18. September: Wechselnde Bewölkung. Regensälle. Temperatur zu je 10 M k. verurteilt. I wie heute. Südliche bis westlid)e Winde.

Lausanne, 16. Sept. Tie Geschworenen sprachen im! ........