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11.4.1908 Zweites Blatt
 
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Samstag 11. April 1908

Zweites Blatt

Nr. 87

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

ih. Lilbelmi

Handel

des

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Tendenz: schwach.

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158. Jahrgang

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Llarpeuer Bergwerk uauruuütte . .

uumbarden E. B. Nordd. Lloyd . . l tirkeiüose . . .

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men, Oanoiito idcheo, UifiJtnriiln Stellung inü..jtsu iu ipiiiitnlitiiti, selten;?:*

Elektm. Lahmeyer . . . hlektriz. bchuckert . < . hbchweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . llauiunig-Amenk. Paket!. Uarpener Bergwerk.

Laurah ütte .Xordd. Lloyd . . . .

Ubeischies. Eisen-Industrie Berliner idanaeldgea. . . Darmstädter Bann . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat Bank Diskunto-Koinmandit. .

Dresdner Bank . . . . Kreaituktien Baltimore- und Ohio-

LiseuLahn.....

Gotthard bahn L-oniuaru. Eisenbahn . . uesterr. btaatsoahn . . . i ruice-henn-Bisenbahu

Berliner

Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

.NritipttLfc ater wird eir.e a». erkäuferiu

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I. Heiidkmtt.

MrigLnaL-DrahtmeL-nnge«.

(Nach Schluß der Redaklion eingeuoffen).

München, 1L April. Im Prozeß gegen den Schutz­mann Schauer wegen Erschießung des Kluoenten Atoschel wurde heule mittag 1/3I Uhr das Urteil gesprochen. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage, woraus das Ge­richt den Angeklagten sreisprach. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte in Notwehr gehandelt habe uno durch den Schutzmann Döbler nicht genügend unterstützt worden sei.

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Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schsn Unwersiläts - Buch- und Stemdruckereü R. Lange, Gießen.

Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaktionen 112. Te!.°Adr.:AnzeigerGießen»

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«örse, 11. April, 1.15 Uhr.

Telefonisch© üurs^erdcate

Giessener Anzeigers, mitgeterlt von der Bank lür und Industrie, Giessen.

Aus SsaOt unö (and.

Gießen, 11. April 1908.

Frühlingsgrütze aus unseren Anlagen und Gärten.

Trotz der gegenwärtig ziemlich ruhten uno trüben Witte- cung gewahren unsere Anlagen und Gärten doch schon einen serzer^reuenden Anblick. Wohin wir auch kommen, überall ein sichtbares Keimen und Sprießen! Weilt der Frühling selbst mit seinem bluinenreichen vofftaate auch noch sern, jo hat er doch seine Herolde vorausgesanot, die jein Rahen terlünden.

Schneeglöckchen ist schon lange nicht mehr das einzige Älümchen, das die Frühltngssonne aus der Erde hcrvorge- lodt hat. Weiße, gelbe und lilasaroene Krotus sowie bluu- cugige Leberblümchen Haven sich ihm zugesellt und iHiuucken jetzt Rasen und Beete. -Auch von den bescheidenen Wnseblümchen öffnen imruer mehr ihre weißen Blutensterne imd beleben Flur und Hain.

Bon den Strauchern steht der wilde Pfirsich u. a. im Holauijchen Garten im Volten Blütenschmuck. Bon anderen oirauchern, die den ersten grünen FrühlmgSschmuck angelegt laben, fallen vor allem die Stächet- und Johannisbeeren tn iie Augen. Auch die Knospen an ven Flteoerprnuchern bilden mit jedem Tage dicker; hier und da sind sie ,chon ivfgebrocheu und lauen den Blütenansatz deutlich erkennen. 2>ie Manoelstraucher warten nur aus warme Tage; dann h erben auch sie ihre Bluten zur Entfaltung bringen.

Unter den Bäumen ist bie Kastanie in oer Entwicklung M weitesten vorgeschritten. Die glänzende braune Hülle öer Knospen ist gesprengt und die -spitzen der no et) eng msanimenge falteten Blatter sind zum Bor,chein gekommen, katzchen an Weiden und Birken fmo hier uno ba uuci) schon 00. Alle Baume uno Sträucher lassen bet genauerem Be­dachten eriennen, daß sich in ihnen neues Leven zu regen

DieGießener $amiIienbIntterM werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelcgt, das '«reisblaN für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimaL

Frau klarier Reichsauleihe . .

do. . .

Konsuls .... do Hessen .... Oberbessen . . .

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Oeffentlicher Vortrag von Pros. Dr. Bader-DarmstadtDer Treppenwitz in der hessischen Geschichte", ein Beitrag zur isagenkunde Hessens. .

= Lollar, 10. April. Hier wurde am 1. Aprtl eine neue Gendarmerie st ation errichtet, die mit Wacht­meister Adler als Stationssührer und Fußgendarm Bender besetzt wurde. Zu der Station gehören als Patrouillen- beztrk Lollar mit Holzmühle, Daubringen und Hof Heiberts- hausen, Alten-Buseck mit Grvßmuhle und Mittelstmühle, Mainzlar, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedeihausen und die Badenburg.

(!) Alsfeld, 10. April. An unserer im Ausbau zur Oberrealschule begriffenen Realschule wirkten im Schul­jahre 190//OS einschließlich oes Ttreltors Dr. Pitz 15Lehr­kräfte, darunter 3 Reli^onslehrer. Die Anstalt war von 214 Schülern besucht gegen 183 im Schuljahre 1906/07. Evangelisch waren 175, katholisch 10 und israelitisch 29 Schüler. Aus Alsseld waren 139. aus anderen hessischen Orten 56 und aus anderen deutschen Staaten 19 Schüler. An dem nicht obligatorischen Unterricht im Lateinischen nahmen 22 und am Stenographie-Unterricht 33 Schüler teil. Von 19 Untersekundanern unterzogen sich 8 der fakul­tativen Abschlußprüfung, die sämtlich bestanden. Das neue Schuljahr beginnt am 27. April.

)-( Bletchenbach, 9. April. Heute wurde miedet einer der Kriegsveteranen aus 18u6 und 1870/71, bei Landwirt Georg Emrich XIV. zu Grabe getragen. Emrich stand im 66. Lebensjahr, machte beide Felozüge im ganzen Umfange ohne Verwundung und Krankheit mit.

Offenbach, 10. April. Zum unbesoldeten Bei­geordneten wurde in der gestrigen Stadtverordneten- fitzung Stadtv. Porth gewählt. Die Wahl erfolgte mit k8 von 42 abgegebenen Stimmen. Die Sozialdemokraten und drei Mitglieder der Bürgermeisterei gaben weiße Zettel ab.

X. Hanau, 9. ApriL In der heutigen Stadtver- ordnerensitzung wurde im Prinzip die Aufnahme einer Anleihe im Betrage von 51/2 M ul. M ark beftijiofien, die den Zwecken für Erbauung einer Kaserne für das 3. Eisen­bahn-Regiment und eiüeS Garnisonlazaretts, sowie Her« Stellung eines neuen Exerzierplatzes dienen soll. Von dieser Anleihe, die durch Ausgabe von Staotschuloverschreibungen beschafft werden soll, wird noch im Jahre 1908 eine Million gebraucht. Wecker besmiog die Sladiverorduetenversamm- lung prinzipiell bie Ausnahme einer ferneren Anleihe von 3 228ÜUO Mk. für verschiedene städt.sche Zwecke (Kanali,ation, Klärbecken, Straßenvahn, Bahnbau Hunau-Bu-ingen uff.X. Bon dieser Anleihe soll noch im Jahre 1908 der Betrag von 1328000 Mk. ausgenommen werden.

imS hohe monatlidi'f {♦gesucht K lOldscW, Giessen.

nach bewaljrten alten uno neuen Bespielen in malerischer unö doch beu geftcmärten Verlchrsansprück>en entsprechend bqrieb.genber Werse toiraueiiuübet neu gefd^ijen, und bte Privatbauten werden nicht mit aücit möglichen Sckjnvr^ln, Erlern, Giebeln, Spitzen, Türmen, Gesinlsen und unveriiandenen Ornamenten ausgeftallet, sondern es werden ruhige behäbige Bürgerwohnhauser entstehen, die in ihr^r |'a;liü)ten Emiachhen schön werten, weil sie den Schmua in der Aeußerlichteit nur auf wenige tonjentriertc Punkte vor­nehm verteilt zeigen. Ich möchte das Bürgerwohnhaus mit dem einfachen Burgcrmadchen vergleichen, dessen Kleidung in Farbe und Form nickst kokett unb ausfallend sein soll, sondern anftanbig und gediegen, unb das nicht sämtliche Finger mit Miingen und den Hals und Kops mit zahrr.ichem imitierten Diamantenschmuct be­hängt, wal)nno nur eine em.ache tünsrleri,ch-iiei>enswurdige Brosche und ein nettes Ringlein als Schmuck genügt."

Radinm in Kreuznach. Ans Kreuznach wird vom 10. April gemeldet: Rachdem es Dr. K. Aschoff gelungen ist, aus dem Sinter des Kreuznacher Badewajfers reines Radium zu gewinnen, dessen g ü n |i t g c Heilwirkung durch andauernde wissenichaslliche Versuche erprobt wurde, beivtUigieu bie Stadt- oeroibneicn einstimmig die nicht unerheblichen Alillel zur H er­st e 11 u n g von Bel riebsan lagen, die eine dauernde Ge- wliulilug von Radium zwecks Abgabe von Radiumbadern und Redlumpraparaien ermöglichen. In der Sitzung wurde den Stadl­verordneten selbst leuchtendes Radium in verschiedenen Potenzen gezeigt. Bisher wurde Radmui belaimtlich nur inJoachims- lal m Böhmen hergestellk. Tas dortige Geivinnungsocriahren ist aiißerordeullich kostspielig.

Dem Umbau des Stadttheaters und des Bühnenhauses zu Al a i rr z hat tue dortige Theaterdeputation zugestimmt. Ter Umbau soll m zwei Bauperioden Dorgenonunen werden; die Kosten werden auf etwa 800 uOO Alk. veranschlagt. Bei der zweiten Bauperiode würde die Saison erst 21/, Alouate später beamnen können.

Kleine Chronik aus Ku n st und Wissenschaft. Der Sladtrat von Mannheim rührt sich in Sachen des H e i m a t j ch u tz e s. Er erhob Protest gegen den Umbau des Hauses in dem ernst Schiller als Gast des Buchhändlers Schwan ivohiite, weil der Umbau das (BtragenbilO in empfindlicher Weise schädigen würde. Ebenso beanstandet er den Umbau der Fassade des Haupibahnhois. Oskar Wildes packendeF10 r e n t i n i s ch e

0 m ö d i e " wurde am Hoftheater zu Wiesbaden trotz feinster Mise en ScAne und glänzender Darstellung unbegreiflicherweise vom Publikum nut Zischen abgelebt Tie dieswöcheutliche Leipziger Illustrierte Zeitung' präsentiert sich als prächtige R h e 1 n« n u in in e r. Sie |et allen Freunden rheinischer Landschaft zur Be­trachtung empfohlen.

atörse, 11. April. Anfaugskurse.

Deutsches Reich.

Hamburg, 10. April. (Siner 2J?clbung des ,Fremden- futatteS* aus Bergen zufolge haben die dortigen Lotsen Kaiser Wilhelms, zwölf an der Zahl, den Auftrag er- lZülten, in den ersten Tagen des Juli in Koperoik dienstbereit zu sein. Der Kaiser wird also auch in diesem Sommer eine Nordlandsfahrt unternehmen.

Berlin, 10. April. Fürst und Fürstin Bülow find heute abend in Begleitung bcS Freundes des Hauses, Professor RenoerS, mit dem fahrplanmäßigen Zuge 10 Uhr 36 9)lin. vom Anhalter Bahnhofe nach Italien ab­gefahren.

DieNordd. Allgem. Ztg." meldet: Der Kaiser verlieh dem Staatssekretär des Neichsamts des Innern, v. Bethmanu-Hollweg, das Großkreuz des Roten Adler­sordens und dem Minister Dr. Delbrück die Brillanten zum Moten Adlerorden erster Klasse.

Köln, 10. April. DieKöln. Ztg." meldet auS Berlin: Die deiltsche Regierung teilte der russischen Regierung mit, daß sie im Grundsätze mit den russischen Vor- chlägen zur Reforni b er Verwaltung in Maze­donien einverstanden ist.

Oldenburg, 10. April. Infolge Entlassung von ,6 Arbeitern der Linoleumfabrik,Ankermarke" in Delmen- h.orft haben die übrigen Arbeiter dieser Fabrik in einer gestern abend abgehaltenen Versammlung beschlossen, die .Arbeit niederzulegen. Auch die Arbeiter der Lmoleum- sadrikSchlüsselmarke" in Delmenhorst wollen bie Arbeit nitberlegen, falls der von der Fabnkleitung entlassene Vor­sitzende des ^Arbeiterausschusses nicht wieder eingestellt wird. $n beiden Linoleumfabriken sind annähernd 1200 Arbeiter tejchäfligt.

Uesterr. tioldrente.

4/e Uesterr. fcilberreute 4>v Ungar. Uoldreute . . 4>6 Italien. Deute . . . 3y& Portugiesen Serie I 3% Portugiesen 111

4>4°/6 rass.btaatsaül. 19üo 4 >6" o ,apan. Staatsanleihe i?0 Uonv. Türken von 19U3 lürkeulose *% 6riech. Monopol-Aul. . i % äussere Argentinier . u°/0 Men sau er . . . 4>au/0 Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss Buderus E. VV. . . . . lenden.. schwächer.

Siehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhefsen

Märkte.

Gießen, 11. April. 2htn.uL 2lus heutigem Wochen- mame kofteie: Butter pr. Pfd. l.lu1.20 Aik., Hühnereier 1 St. 67 Pfg., Näse pr. St. 68 Pf., Mäjematte 2 St. 56 Pfg., Erbsen p. Pid. 1824 Pfg., Linsen p. Psd. 2540 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Atk., Hühner pr. St. 1,001,60 Ack., Hähne pr. Stück 0,801,80 Alk., Ganse pr. Pfd. 0000, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Aik., Lchjenfletjch pr. .Pid. 7684 Pfg., 5inh- und Rtudsietsch pr. Pfund 7476 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 6076 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. KO Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7O7G Pfg., uammelfleisch pr. Pfd. 7084 Pfg. Martojieln pr. 100 51g. 6.007.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,006,00 'Ulf., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0- 00 Pfg., per Zentner Alk. 0.000.00. Aepiel per Ztr. 1025 Mk., Birnen per Ztr. 1025 Alk. Rüsse 100 Stück 4000 Big., per Ztr. 000 Alk. Alarktzeu von 82 Uhr.

Kleines Feuilleton.

Ein neuentdeckter Rembrandt. Berlin besitzt iren neuentdecklen Rembrandt. Es i|t das Porträt eines jungen, ued) Art der Idioten dreinblickcnden Alenfchen, das eben in beu ^ilitz des Geheimrats Koppel übergegangen ist. Em feltjarnes ^hickfal hat das Bild erlebt. Es war in einer Uebermaluiig, die e|nen jungen, schönen Alenjchen darftellt, in London bei einer Ber° Kigerung mit hunderten mmöeriuertigerer alter Bilder angeboten »orden. Humphrey Wards, , em rvnnfthandler, hatte es für ^0 Alk. erstaiiden. Er jchickle das Bild zu Pro'essor Hauser nach »irlin, dem Dtc|iauraior alter Gemälde. Schon nach kurzer Zeu Mte es sich heraus, daß unter der schönen Uebermaluiig em l)äu= leeres, aber mei|terl)aues Porträt zum Vorschein kam, das die niuertennbare Eigenart Rembrandts trug. Tie Sachverständigen -c.'larten dann einstimmig, dag es von keinem anderen herrühten fonne, als von dem holländischen Aieister. Geheimrat doppel »rreiponöierie telegraphisch mit dem Eigentümer und schließlich wurden die Herren um einen Preis einig, der mehr als das 25iache

Euikan'spreises beträgt. Alu dem Rainen Rembrandt ist das »ild auch signiert links unten. Auf golbigbraunem, dunklem tzonds re)t sich das Gesicht eines jungen Mannes ab, von blonden bocken "tttrnljmt. Ter Stopf, von einem schwarzen Hut bedeckt, ist so ge» 'eilt, ats ob er sich eben zum Beichauer gewendet habe. In voller ^deuchtung steht dieses Gesicht da mit den eigenartig blitzenden -*149en, den her vorstehenden Backenknochen, dem halboffenen Alnnde. "ichig ist die ganze Figur gehalten, bie Rechte in den Alantei ge° ,!etft, den Unken Arm läifig auigestützt Und doch ist alles Be- (ftung und Beben. Für den Gesthrnack jener Zeit, die diese Ucber- »ickung verbrochen hat, war es zuhäßlich". Für uns ist es eine lleile Cfjeubdrung des tuierschöpfllchen Holländers.

Die Baupolizei. In einem Artitel über die Frage:

-<te kann die Stadtg emcinde zur Geschmacks- Bildung des Volkes beitragen?" schreibt Staötbaurat ößiid Eriwein (Dresden-: Dem Stuntftler tst Polizei etwas Un- ^jenehmes, etivas Einschränkendes, und ich möchte nicht, daß die ^ujroufret zu einer Luustpolizet werde. Nicht durch Zwang, ?7U*urd) Ausbietung der zu Gebote stehenden gesetzlichen Mittel 1011 Schönes erreicht werden, sondern durch Belehrung, durch Ent- Rentomnien. Wenn die ^tabigemeinden hafiir sorgen, daß bie

und die künstlerischen Berater der Banpolizeivehörden von '»-chernem richtigen Geist erfüllt sind, daß nur Manner zur Mit- "iiung hstr berufen werden, die Erfahrung haben, die in dar

draußen waren, die etwas gesehen Haven, die tunjtlensches ^tPlinben oesitzen, aie als Aeenfchen istarüriichkeit lieuen, dann 1 k? Baupolizei gut bestellt. Dann werden nicht breite,

«chteaig oder jpitzwintlig zueinander stehende ©tragen

treisrunde, sternförmige Plätze gebaut, sondern es werden

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beginnt. Wer jetzt offenen Anges unsere Anlagen durch­wandert, der spürt etwas von dem großen Wunder, das sich alljährlich aufs neue vollzieht; sein Herz wird erfüllt werden von Frühlingsahnimg und Frühlingshoffen.

** Lehrerpersonalien. Ernannt wurde der Zeichenlehrer an der Volksschule zu Mainz Phil. Dörr zum Lehrer an der Realschule zu Heppenheim unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, llebertragen wurden den Schulamtsaspirantinnen Marg. Herrberg aus Alzey und Elis. Schmitt aus Sponsheim Lehrerinstellen an der kath. Schule zu Bingen. Erledigt sind: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Leiselheim und die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Haar- Hausen. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden.

** Wertzuwachs st euer und Gießener Orts- statuü Rechtsanwalt Raab hat unter dem TitelDas hessische Gesetz über die W'ertzuwackjssteuer und das Gießener Ortsstatut" eine Broschüre herausgegeben, die zunächst in gemeinverständlicher Sprache eine Erläuterung des Gesetzes und des hiesigen Ortsstatuts bringt und sodann den Text des Gesetzes und des Gießener Ortsstatuts enthält. Das Büchlein, das ein recht brauchbares Jnsormationsmittel für alle Interessenten an der Wertzuwachssteuer und das sind außer den kommunalpolitisch tätigen Perfonen alle, die ein Haus an- oder verkaufen wollen darstellt, liegt bereits in zweiter unveränderter Auflage vor, nachdem der hiesige Hausbesitzerverein die erste Auftage zur Verteilung an seine Mitglieder erworben hat. Da Gießen die erste Stadt ist, die von de-m hessischen Wertzuwacysfieuergefetz Gebrauch gemacht hat, dürfte auch in anderen hessifchen Gemeinden eine sachverständige Darstellung dieses ersten Anwendungsversuches des von so vielen Seiten mit großen Hoffnungen begrüßten Gesetzes Anspruch auf Beachtung verdienen, weshalb auch uufere auswärtigen Leser auf das Schristchen aufmerisam gemacht seien. Gs ist iin Selbst­verlag des Verfassers erfchienen und für 40 Pfg. zu be- ziehen.

** Eine Vorturner stunde des Turngaues Hesseri findet am Sonntag vormittag 8y2 Uhr hier in der Turnhalle des Turnvereins statt. Aus der Turnordnung seien er­wähnt: Aufmarsch und Freiübungen jür das deutsche Turn­fest in Frankfurt, Keueluschwingen und Stabübungen, Son- deroor, uhrungen des greises und Gaues auf dem Frank­furter Fest; Vereinsriege in 3 Stufen, am Barren, Kür­übungen am Reck und Pferd. Hierbei sowie bei den oorge- jeljenen volkstümlichen Bedungen erfolgt Unterweisung der Turuwarte in der neuen Wertungsart.

** I m Kolosseum tritt an Stelle des nur am ersten Tag des jetzigen Programms ftch horenlasfenden Humoristen nunmehr allabendlich Emil Buschmann auf, der mit seinen fein pointierten, vielfach aktuellen Eou- plets rasch zu einem Liebling des Publikums geworden ist. Schon jetzt sei darauf hingewiüsen, daß für Fräulein Minny di Eerenotti-Strauß am 15. April eine Benefizvorstellung veranftaltet wiro, eine Nachricht, ote sicher Diele Verehrer ihrer Kunst veranlassen wird, an diesem Abend das Kolofseum zu besuchen.

** Nach dem Hoherodskops geht die erste Wan­derung des neugegrunbeten Zweigver^ius oes Vognsberger tzohentlubs, die morgen unternommen wird. Die Abfahrt zu der in Freiens een beginnenden Wanderung erfolgt um 0.I8 Uhr über Hungen (nicht über Butzbach, wie es irrtüm­lich in dem betr. Inserat hieß).

** Die hessische Vereinigung für Volks­kunde wird am 4. Mai in Groß-Umstadt ihre Haupt­versammlung abhalten. Die Tagcsordnultg lautet: Nachm. 3 Uhr: Sitzung des Au.sichtsrates (Leiter: Gehetmerat Prov.- Direltor Breioert); 4 Uhr: Generalversammlung; 41/2 Uljr:

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Verleihanstalt

, Frankfurt a. M.

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Woche 10 Pfg.

Teleph. 4017. Tolegr,- Adr.: Industrie­bedarf.