Ausgabe 
14.3.1908 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Drittes Blatt

188. Jahrgang

Nr. 63

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

1)6,

Suppen-Würfel

leisten

der sparsamen Hausfrau vorzügliche Dienste.

Nach rote vor

rarzuglltmei

Mehr als 80 Sorten)

Hfl

Binder

icltcrswtz!

Sitzung der StudtverordireLskr.

Gießen, 12. März.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Seiler, Georgi undHeyUgenstaedt, die Staotverordnelen: Dr. Biermer, Arück, Dr. (Sbel, Eichenauer, Enunetius, Faber, Gabriel, Habcincht, 2r. Haberkorn, Helchelheim, Helirich, Helm, Hutm, Jugbardt, Stumm, Löber, Loos, Orbig, Petri, Plank, Schaffslaedt, Simon, ^roß, Wallenfels, Dr. Winnnenauer und Winn.

Mitteilungen.

Von der Stadt Dresden ist eine von dem städtischen statistischen äml verfaßte Schriit emgegangen mit dem Wmlsche, daß sie zur jlflitotton gegen den § 13 deö Zolltarisgesttzes verwendet werde. Der Bor-sitzende bemerkt dazu, wie er dre Stimmung der Stadl. verordnelen-Persamintung kenne, glaube er nicht, daß eine besondere

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: s-^51. Redaktion:^-^ 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

kosten sie nur 10 Pfg. (ein Würfel für 2 Teller). Sie schmecken' nur mit Wasser wenige Minuten gekocht, ebenso kräftig wie die beste mit Fleischbrühe hergestellte Suppe. Dian verlange aus- drücklick) ill A G fi I s Suppen (Schutzmarke Kreuzstern) Cu/3

S ..MAGGIs ffute, sparsame Küche.1

Samstag 14. März 190S

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen tgnr Universitäts - Blich- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

DieGießener Familienblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das .V,KrcisblQtt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen 3cit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

2- Gr- Hess,) Nt,. ktors C. Kraiiij Eintritt 10

Ein Baugesiich des Paiil Eirn für die Friedrichstraße er­fordert Tisvensbesürwortiing wegen Anbringlii.g von Balkoneii und wcgeii des Abstands zu den Nachbarhäusern. Sie wird bewilligt.

Ein Baugesuch von Friedrich B e n z l e r betrifjt die Gestatluila von Fachwerkverivendling im Obergeschoß. Die BaudcplUalion schlägt vor, im Interesse der Jeltersicherheit den Dispens nicht zu befürworten.

Ctadtv. Löber spricht sich für Bewilligung des Gesuchs aus, da der beabsichtigte Bau eine Verschönerung bedeute. Die Stadtvv. Wallenfels, Plank imb H n h n sind ebenfalls für Be­willigung, während der Vorsitzende, Beigeordneter Kester und Stadtv. Petri für den Antrag der Bandeputation emtreten. Schließ­lich wird die Angelegenheit noch einmal an die Baildcputation zurückveriviesen.

Die Bersamnilung hatte seinerzeit aiis prinzipiellen Gründen das voii H. W. R i n n für die Plockstraße euigereichte Tispens- gesuch nicht befürwortet, da die geiiehmjgiuigspstichtigen Balkone vor der Gesuchstelllmg schon fertig ivaren. Es wird nunmehr mit- geteilt, daß das Ministerlunr die ©enebmigung erteilt hat.

E. H. M ü l l e r will an feinem Neubau in der Goelhestraße in die Straße vorspringende Erter aiibriiigeii, was genehniigl ivird.

Gelegentlich ihres'Netibaiies in der Wagengasse wolleii Ludw. iind Blath. Herbert ein Stück Gelände für 3U Alk. den Quachut- meter piiv Verbreiterung der Gasse abtreten, wenn Dispens wegen des zu kleinen Hoirauins und der das vorfchristsinäßige Maß um 1,20 Meter übersteigenden Gebäudehohe erteilt wird. Tie Ser- faninilung stimint zu.

Tie Frist für die Bebaiiung des Eugen K a u f m a n n scheu Grundstücks nm Schifsenberger Weg wird auf Nachsnchen bis 1. Januar 1910 verlängert.

Llcht» und Wasierangelegenheiteu.

Die Rechniingsabschlüsje des Gas- uub Wasserwerkes, sowie des Elektrizitätsiverkes für 1906, die wir bei der anszugswesten Wiedergabe des städtifchen Verwaltungsberichtes schon imtgeteilt ?mben, werden genehmigt und der beantragten Verwendung der

terlips eleganter E^e^nloi*

nach Mass.

Erstklassige Verarbeitung. Tadelloser Sitz.

Grosses Stofflager. au/8

J. Pfeffer, Marktplatz.

^^Stadtv. Krumm spricht sich gegen die S-ranziehung al- koholsreier Getränte zum Oktroi aus. .

Stadtv Dr. Biermer ist sur Genehmigung der Kom- missionsbeschlüsse. Auch bei einer neuerlichen Kommmwnsbe- ratung werde kein anderes Resultat herauskommen,, da das Verlangen des Reichsschatzamtes im Gesetz begründet jeu Oktroi sei eine Finanzsrage, deshalb foUe man bte alkohollreten Getränke wie die alkoholhaltigen behandeln.

Nach längerer Debatte über die Angelegenheit wird der An­trag des Beig. Georgi auf Zurückverweisung an dteKommtsiwn mit geringer Mehrheit.gutgeheißen.

Zagdangclegcnheiten.

Bei der Jagdoerpachtung war für den das Wallpförter Feld umfassenden Jagdbezirk die 800 Aik. Oetragende ^xe nicht erreicht worden. Da die aus Grund der letzten Verpachtung

aufgeftellte Taxe zu hoch erschien, wurde aus Antrag bei .Vürgcrmeisterei eine neue Taxation vorgenommen, die aus 600 Mk. lautete. Der tzöchstbietende bei der ersten Verpach­tung, Kommerzienrat Schirmer, hat sein damaliges Gebot von 450 Mk. aus den Betrag der Taxation erhöht und erhält zu diesem Gebot nunmehr den Zuschlag.

Stadtv. Krumm regt die Schc.sutng von Ristgelegenhetten im Stadtwald an, da durch das Fällen der alten Zäunte die vorhandenen Nistgclegenheiten verschwänden. Der Vorsitzende gibt eine entgegenkommende Antwort.

Das Schußgeld für Eichhörnchen und Eichelhäher wird auf 25 Psg. erhöbt. _

Stadtv. Petri beklagt int Interesse der Spaziergänger die zu beobachtende Abnahme des Wildes und bittet, die Eichhörn­chen nicht völlig zu vertilgen. Beig. Georgi unterstützt diesen Wunsch. ,n w

Nach Ansicht des Stadtv. Dr. Wimmenauer ist die Aus­rottung der Eichhörnchen auch bei erhöhtem Schußgeld nicht zu befürchten.

Verschiedenes.

Die B e s ch w e r d e des Karl I n g h a r d t II. wegen Schließ- ung der Schleuse im Oberlachgraben wurde vom Kreisamt abge­wiesen, da die Stadt an der Ueberschwemmung der Jughardtschen Wiese nicht das geringste Verschulden trifft. Die Sache beruht deshalb, mit I. wurde eine Verständigung erzielt, daß im nächsten Winter beim Eintritt von Frostwetter eine gemeinsame Orts> besichtigung stattfindet.

I. 5) o r u cd ersucht um Uebernahme des von ihm betriebenen Pfandhauses in städtische Regie unter Belassung seiner Person als Taxator. Das Polizeiamt, das früher gegen die Errichtung eines städtischen Pfandhauses war, befürwortet sie nunmehr. Tie Sache geht an die Finanzkommission.

Bei den letzten StraßenhersteUuugen wurde eine Anzahl (300 Meter) alter Bordsteine verfügbar, die nach Neuzurichtung wieder verwendbar sind. Die dafür erforderlichen Beträge (2 Mk. für den Meter) werden bewilligt und die freihändige Vergebung: der Arbeiten an die Ünternehmer Krämer und Otto in Beuern und Atzbach hier wird genehmigt.

Für die Düngung der städtischen Wiesen wurden 250 Zentner Kainit zu 451 Mk. und ebensoviel Thomasmehl für 262 Mk. von der Firma Bähr u. Wetterhahn bezogen, was ge­nehmigt wird.

Stadtv. Petri regt Versuche mit dem m der städtischen Kläranlage gewonnenen Tung an.

Einige freihändige Arbritsvergebungen werden guigeheitzen.

Wegen der schon lange schwebenden Erbauung eines Unteroffizier-Wohngebäudes werden einige von der Militärbehörde gewünschte Vertrags-Abänderungen genehmigt. Es handelt sich um eine andere Gestaltung des Vorkaufsrechts untz eine Aenderung der Lage des Gebäudes.

Die Abortanlage des Realgymnasiums und der Oberrealschule soll durch eine neue ersetzt werden, da sie zu ttein ist. Die Versammlung bewilligt die dafür erforderlichen, 18 000 Mk.

Die Regierung will das Filialarbeitshaus am 1. April aus Ersparnisgründen aufheben. Die noch darin befind­lichen Sträflinge kommen in das Arbeitshaus nach Dieburg. Die Versammlung hat dagegen nichts einzuwenden. .

Der vom hessischen Berkehrsausschuß erbetene Zuichuy jüt, das hessische Verkehrsbuch wird nicht bewilligt, da man sich von der Sache keinen Erfolg für Gießen verspricht.

Stadtv. Helm bespricht dabei die gemeinnützige -tähgleit des hiesigen Verkehrsyereins, der recht gute Erfolge habe und will die Angelegenheit vom Verein aus weiter betrieben wissen.

Die bereits früher grundsätzlich beschlossene Beschaffung von Schriften für den weiteren Lebensweg für Schüler derVolks schulen wird durch Bewilligung von jährlich 30 Ml. endgültig gutgrheißen, nachdem auch die wegen der Auswahl der Büuier damals Bedenken äußernden Stadtvv. Grünewald und Krumm nach Einsichtnahme der in Aussicht genommenen Bücher deren Inhalt für zweckentsprechend gehalten haben.

Stadtv. Habe nicht regt unter Hinweis nur das grotze Brandunglück in Amerika eine Untersuchung der städtischen Schul­gebäude auf Feuersicherheit, leichte Entleerung in Fällen von Gefahr ufro. an. . .

Der Vorsitzende teilt mit; bau er dieserhalb das Notige schon veranlaßt habe. . ,,,

Die Stadtvv. Emmelius , Löber und 9 n v enid)t äußern Wünsche wegen Beseitigung der auf den Böden der Schul- Häuser befindlichen allen Banke, Bücher usw., da sie bei Bränden gefährlich werden könnten. v . r

Der Voranschlag der städtischen A r m e n k a s) e für 1908 wird in Einnahme und Ausgabe aus 73 LOO Ml. festgesetzt. Der städtische Zuschuß beträgt 45000 Mk., 800 Mk. mehr als. im Vorjahre. ... _ , L ~ .

2as Wirtschaftskonzessionsgeiucy des Everhard Branden für Landgraf Philipp-Platz 10 wurde von dem Gesuchsteller aber-

i, abends 8 t j DecVorsMd. 1

i Sloreli

lose Bediene, Daniniitnr

Geneigtheit bestehe, in eine solche Agitation emzutreken.

Am 24. Februar hat der Direktor des Gas- und Wasserwerkes Behufs Vornahme einer Operation einen vierwöchigen Urlaub er­beten, der ihm vom Oberbürgermeister auch erteilt wiirbe. Tie Operation ist erfolgt und gut verlaufen. Tie Versammlung erteilt nachträglich ihre Genehmigung zu dem Urlaub.

Der Vorsitzende verlas sodann unter Hinweis auf einen Artikel in dem hiesigen sozialdemokratischen Blatt, in dem der Justallatious- ineifter i. P. Wi11 e eine Schädigung der Stadt von 3000 Mk. durch Anbringung falscher Messer in der Brühl'jchen Druckerei be­hauptete, einen Bericht des Betriebsleiters. Danach sind die An­gaben des Herrn Wille zum großen Teile unrichtig. Soweit sie überhaupt richtig sind, trägt der Betriebsleiter Stolte keine Sclnilb. cie wurden hauptsächlich dadurch hervorgerusen, daß nachträglich durch die die Installation aussühreiide Firma Aenderungeu in der Installation vorgenommen mürben, von denen dem Werk nicht die erforderliche Anzeige von der betr. Jnstallatioussirma gemacht wurde. Die Angabe, daß hierdurch der Stadt 3000 Mk. Schaden «utstanden fei, ist von Herrn Wille willkürlich gemacht worden. Es wurden im ganzen für 300 Mk. Strom zu wenig bezahlt, die selbstverständlich von der Brühl'schen Druckerei nachbezahlt würden. ,fu den zwei weiteren voi Herrn Wille behaupteten Fallen hat Betriebsleiter Stolte ebenfalls feine Schuld, sie fällt vielmehr Herrn Alle selbst zur Last. Auch hierdurch tritt kein Schaden für die ötadt em. (Wir kommen auf die Angelegenheit noch zurück. Red.)

Bezüglich der Installation des elektrischen Lichtes m der höheren Mädchenschule wird mitgeteilt, daß sie geändert wird, weil die ursprüngliche Installation nicht daraus Rücksicht nahm, daß einzelne Räume zu besonderen Zwecken beleuchtet werden müssen, ivas ursprünglich nicht vorgesehen war.

Die Stadtvv. Wallenfels und Sch affst äbt bezeichnen öie in dem Stolte'schen Bericht erwähnte eigenmächtige Abnahme von Plomben durch Installateure als ungetvöhnlich und ersuchcii um nähere Feststellungen hierüber.

Der Vorsitzenbe teilt mit, daß im ganzen in etwa '4 Fällen die Installateure derartige Eigenmächugkeiten begangen lätten. Man werde alle diese Fälle jetzt, nachdem sich bie burd) öie Agitatioii der Jiistallatelire entstandene Erregung der Blirger- schast hierüber gelegt habe, näher untersuchen.

Stadtv. Löber findet es eigeniümlicl), daß die Fehler gerade icht Tage eher, als der Wtlle'sche Artikel erschien, gefuuben worden seien. «.

Der Vorsitzende meint, Herr Wille habe ,vohl _ durch Arbeiter etivas voii der Sache gehört uub gemeint, etwas gefunben zu haben, was er an die große Glocke hängeii tonne.

Von Prof. Dr. Som m e r sind der Stadt einige Drucksachen ^gegangen, die bie Universität und Stadt, das Lielngmuseum, die Äucherei des Bürgeroereins und die Liliienführung der elektrischen Bahn betreffen.

Stadtv. Walleiifels fragt, was der Oberbürgermeister auf üne heute den Stadtverordneten 5ugcgangeite Zitschrist zweier ö-rantiurter Herren zu tun gedenke, bie sich nut den Sobn« Verhältnissen der städtischen Arbeiter beiaßt. Er sei der Ansicht, daß man die Zuschrift dem Papierkorb einverleibe, da man zur Vorbringung von Wünschen der städtischen Arbeiter doch den Arbelterausschuß habe. ,

Der Vorsitzende teilt mit, daß et mit Rücksicht aut die Einrichtung des städtischen Arbeiterausschusses nicht mit den Herren verhandeln werde.

Eine Eingabe des H u n d e s p o r t v e r e i n s wegen Stiftung von Ehrenpreisen für die demnächst hier stattfindende Hunde- Ausstellung gehl an den Finanzausschuß. Auf Anregung des Äadtv. Eichenauer beschließt man feine Einwilligung für die Benutzung der Jaßhalle der ehemaligen Aktienbrauerei zu den Zwecken der Ausstellung. , , .

Eine Eingabe des B Ü r g e r v c r e i n s enthalt (fotveit bet bet herrschenden Unruhe verständlich) die Mitteilung, baß Schrift­stücke, die vom Vorstand, als dessen Vertreter der Vorntzende und der Schriftführer unterzeichnen, unterschrieben sind, als Aeuße- rungen des Vereins zu gelten haben. ,

m Es ent}pinnt sich hierüber eine längere Debatte, in deren Verlauf Stadtv. Troß es für bedauerlich erklärt, daß der Ober­bürgermeister in einer früheren Sitzung Zweifel darüber ge­äußert hat, ob es sich bei einer nur vom Vorsttzenden und Schrrft- lührer unterschriebenen Eingabe um eine Kundgebung des Ver­eins gehandelt habe.

Der V o r s i tz e n d e bemerkt dazu, daß ihm nicht bekannt gewesen sei, inwieweit der Bürgerverein als solcher zu der frag­lichen Angelegenheit Stellung genommen habe. Deshalb habe er seinem Zweifel Ausdruck gegeben, ob sich um eme Kund­gebung des Vereins oder nur deS Vereinsvorstandes gehandelt habe.

die 111 den11157

*

Ileberschüsse wird §ugeftimmt.

Stadtv. Troß bemängelt, daß das städtische Wasterwerk Wasser an bie Bahn für 6 Psg. abgebe, während der Kubikmeter die Stabt selbst 9,88 Pfg. koste. Tie Stabt habe bei einem Jahres­verbrauch der Bahn von 439 000 Rubitmeter 26 340 Alk. brau- gelegt Das sei um so verwunderlicher, als z. B. die Stadt Fraiikfurt für bas Wasser aus bem Jnheider Werk 12 Psg. be­zahlen werde. ,

Stadtv. Dr. Biermer bemerkt dazu, beide Wasserabgabeii seien insofern nicht zu vergleichen, als bet bem Jnheider Werk bie Provinz das Wasser bis vor bie Tore Frankfurts zu liefern, also für die Zuleitung eme große Summe zu bezahlen habe, was bei ber Abgabe ber Stadt an bie Bahn nicht der Fall sei.

Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters unb des Beig. Scorgi wird die gewünschte Aufklaruiig in ber nichtöffentlichen Sitzung gegeben werben. ,, _

Für die Gießerei K. B ä n n i n g e r soll Gas unb Wasser geliefert werden. Die dafür erforderliche Zuleitung erfordert 6400 Alk. Der Erbauer der Gießerei will einen jährlichen Bezug un Betrage von 700 Mk. auf 10 Jahre garantieren. Die Ber- jammluiig stimmt zu. . .

Tie Stadt ist seither der wirtschaftlichen Vereinig ung deutscher Gasiverke, b'.e zurzeit 97 Städte umfaßt, nicht beigetreten, da die 'Mitgliebschast gewisse Beschränkungen im Absatz von lloks u. s. w. bcbinqi. Ta inzwischen die Ruhrkohlen uu Preise erheblich gestiegen sind unb die staatl. Saarkohlenbergwerke.um 35 Mk. ausschlageii unb auyerbem nur am 3 Jahre abjchließcn ivollen, tritt man mmnieljr ber Bereinigung durch Erwerbung ziveier Aktien von je 200 Mk. bet, da ber gemeinsame Bezug englischer Gaskohlen ui Aussicht genommen ist und schon durch den Zusammenschlutz günstigere Bezugsbebtugimgen zu erhoffen sind.

Adam Hopffeld will sein Haus Ecke Wetzlarer Weg unb Friedrichstraße an bas elektrische Lichtnetz anschließen. Sie für bie Kabellegung erforderlichen 1000 Alk. werden unter ber üblichen Garantieleistung des Antragstellers bewilligt.

Der Oktroitarif

für Wein, Obstwein und Branntwein soll in verschiedenen Punk­ten verändert werden. Das Reichsschatzamt und das Vessische Ministerium sind der Ansicht, daß der hier hergestellte Brannt­wein günstiger behandelt wird als der von auswärts einge- sührte und verlangen Gleichstellung. Die Kommission stellt einen entsprechenden Antrag. Ferner soll in Zukunst der von den hiesigen Großhändlern hergestellte und hier verwm- bete Branntwein, der seit 1874 2,06 Mk. und 1- PsS-. Vei> waltungskosten zahlt, aus Verlangen des Reichsamts außer den Verwaltungskosten 2,88 Mk. bezahlen, was rn dem Reichsgesetz begründet ist. Auch hier beantragt die Kommission Zustimmung. Ferner wird von ihr beantragt, alkoqolsreien Wein Obst- und Beerenwein wie alkoholhaltigen Wein usw. zu behandeln. Vom Oktroi freigelassen soll Spiritus werden, der zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet wird.

Stadtv. Wallenfels hält es sür unrecht, daß die hiesigen Großhändler für wieder ausgcjüljrteii fbranntiucut i2 Pfennig Verwaltungslosten bezahlen sollen und beantragt, statt o 88 Blk beim hier zur Verwendung gelangenden Branntwein 3 Mk zu nehmen und die Zahlung der Verwaltungskosten abzu-

Neue Kämpfe der Italiener in Afrika.

Im italienischen Somalilande habet! die italienischen Gruppen neue Kämpfe mit Aufständischen zu bestehen ge­nabt. Eine Kolonne von 500 Astaris, kommandiert von Leutnant Vitali, überfiel die Aufständischen in der Nähe ton Dongaba, das in der Mitte des Weges zlvischen Djeiib unb Uebiscibeli liegt. Nach dreiviertelstündigem Gefecht wurden die Aufständischen geschlagen, ihr Lager und ihüe Vorräte zerstört. Bei der Rückkehr nach Djelib stieß die ilalienische Kolonne neuerlich auf die Aufständischen, die lon Dongaba aus eine Umgehung gemacht und den Ita­lienern einen Hinterhalt gelegt hatten. Nach einem heftigen ytampf nahm die Kolonne die feindlichen Positionen mit teni Bajonett. Der Verlust der Italiener ist: ein Mann tot; licr Mann sind verwundet. Tie Verluste der Aufständischen find bedeutend. Eine zweite Division des aktiven Ge­schwaders ist von Venedig abgegangen.

mals zurückgezogen. ...

Befürwortet werden die Konzes,wnsge,uche von Hermann. Acoos für Löweugasse 22 (Reichskrone > und Gottsried Mel (Wolfstt. 9). Bei dem Erstgenannten handelt es sich um Uebergang einer bestehenden Wirtschaft und bei dem zweiten um Vergrößerung der Wirtschaft um einen Raum.

Stadtv. Gabriel ersucht mit Rücksicht darauf, daß auf ber Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzimg Straßenherstel- lungen im Gesamtbetrag von 392 000 Mk. (darunter 349 000 ML für Verbesserung alter Straßen) stehen, um baldige Abhaltung einer Sitzung der Verkehrskommission, um wegen der Linien­führung der e l e k t r i s ch e n B a h n zu beraten. Bei den Slraßen- herstellungen könnte man auf die spätere elektrische Bahn Rück­sicht nehmen, ebenso auf die Legung der elektrischen ttabel usw.

Stadtv. Simon rügt die mißlichen Zustande,, die durch die Ablagerung von Schlamm usw. an der Lahn seitens des Tiefbauamts für die Badegelegenheiten entstellen. Er findet dabei die Unterstützung der Stadtvv. Plank und Löber. Der Vor­sitzende will die Sache untersuchen.__

Stadtv. Dr. Biermer hält die damals vom Vorsitzenden geäußerten Zwcisel für durchaus berechtigt. In der Tat machte nur der Vorstand jene Eingabe an die Stadtverordneten-Ver- sammlung, während ber Bürgerverein, dessen Mitglied er sei, unb dessen Bestrebungen er durchaus billige, als solcher keine Stellung genommen habe. Er könne es absolut nicht billigen, daß solche unbegründeten Angriffe aegen den Vorsitzenden der Stadtverordneten-Versammlung gerichtet würden, damit schädige man nur das Ansehen der Versammlung selbst. (Zustimmung.)

Die übrigen zur Verlesung gelangenden Eingaben haben kein öffentliches Interesse.

Baugesuche.

in-8nder^

M» j, 6 Qui- L Stiert frotofVJ lent:

A--S r. .. äolob^ii

Igfef*** .pajsioft. ,,n

1 **

;e abend 9 Üir. f is tortri inslolal. W;:

Ter Dorf-B

rW

langes^* Etab|i%K '1908:

ifltlt 'W|- NA

Uhr 'öei to; er Bieren.

malt

izert

11

Müpfs