Ausgabe 
3.3.1908 Erstes Blatt
 
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ktmgevrmg von mehreren 100 000 Tlt, indem sich eine ganze Reihe kleinerer Leute immer noch verleiten lassen, ohne die richtigen Vorsichtsmaßregeln Depots bei kleinen Bankier? zu soeben. Es werden ja auch nicht bei allen größeren Bankiers Die Depots in der richtigen Weise behandelt, wir chaben das bei Friedberg in Berlin gesehen, der hat nicht nur die großen, er hat auch die kleinen Depositen alle versilbert; aber es ist smerkwürdig, daß nach den großen Verlusten, die in verschiedenen sFällen eingetreten sind, immer noch nicht Klarheit in der Be­völkerung darüber vorhanden ist, wie mcm in sicherer Weise auch Per einem kleinen Bankier sein Depot machen kann, daß man jnämlich nur die Wertpapiere deponiert und die TalonS und Zins> Coupons behält; mit den Wertpapieren allein kann der Bankier selbstverständlich nichts anfangen.

hessischer handelrkammertag.

sd. D a r m st a d t, 1. März..

Unter dem Vorsitz des Beigeordneten Dr. Bamberger fand heute im Stadthaussaale zu Mainz der Handelskam­mertag statt. Von der Regierung waren Ministerialrat Dr. Usinger, Aiinisterialsekretär Pistor, sonne Amtmann Pfeifer an-

Zunächst kamen die Beratungsgegenstände des Deutschen Handelstages, der in diesem Monat noch stattfindet, zur Beratung. Nach Referaten durch den Syndikus der Mainzer Handelskammer wurden folgende Beschlüsse gefaßt:

Detaillistenkammern. Man spricht sich gegen die Errichtung von Detaillistenkammern aus, da hierdurch zu große Gegensätze geschaffen werden und die Abgrenzung zu großen Schwierigkeiten begegnen würde.

Abgrenzung des Handwerks. Eine gesetzliche Er­läuterung der Begriffe Handwerk und Fabrik hält man nicht für möglich und für unzweckmäßig. Bei der Entscheidung, ob em Fabrik- oder Handwerksbetrieb vorliegt, sollen die beim Reichs­gericht niedergelegten Merkmale und Grundsätze maßgebend sein. Im Uebrcgen gilt die Erledigung der Frage für Hessen nicht für eilend.

Börsengesetz. Man erklärt sich im Prinzip mit dem Beschluß des Ausschusses des Deutschen Handelstages ein­verstanden, der den neuen Gesetzentwurf als einen ernsten Ver­such zur Beseitigung der schlimmsten Mißstände des Börsengesetzes und als eine geeignete Grundlage für eine die Vertragstreue und Verkehrssicherheit im Börsengeschäft hebende Reform bezeich­net. Die Handelskammern in Bingen und Gießen sprechen sich aber gegen den Strich des bisherigen Art. 50 aus.

Scheck- und Ueberweisungsverkehr. Entsprechend den Vorschlägen des Handelstages hält man ebenfalls eine Aus­dehnung dieses Verkehrs namentlich in den Kreisen der Kaufleute und Behörden für sehr erwünscht. Auf Anregung des Mi­nisterialrates Usinger, soll überall die Kenntlichmachung der ein Scheckkonto besitzenden Firmen in den Adreßbüchern angestrebl werden. ,

Hierbei wird eine Resolution an den früheren Reichs- bankpräsidenten Koch Exz. beschlossen, in welchem diesem Tank für seine ersprießliche Tätigkeit im Interesse des Handels, für die Erhaltung der Golowährung rc. ausgesprochen wird.

Sicherung der Bauforderungen. Hier wird nach lebhafter Debatte für notwendig erachtet, daß neben der straf- rechklichen Verfolgung auch eine zivilrechtliche Verfolgung ge­setzlich eingeführt werde. Ebenso wird die Verpflichtung des BauhandwerlerS zur Buchführung, sowie ein Verbot der Ver­wendung des Bangeldes zu anderen Zlvecken für nötig erachtet.

Festlegung des Osterfestes. Auch hier werden die Bestrebungen auf Festlegung des Osterfestes anerkannt und zwar soll der dritte Sonntag nach dem 21. März in Aussicht genom­men werden. Eine Einigung mit der Kirche soll Aussicht aus Erfolg haben.

Arbeitskammern. Hierüber entsteht ebenfalls eine sehr lebhafte Aussprache. Schließlich einigt man sich dahin: Zu der eigentlichen Bedürfnissrage wird zunächst keine Stellung genommen. Dann sprechen sich bei der Abstimmung die Mehr­zahl der Kammern für die ^paritätische (aus' Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzte- Kammer aus. Ebenso sind die meisten Kammern für die territoriale, und nicht für die be­rufliche Abgrenzung. Die Ausgaben der Arbeitstammern sollen auf alle mit dem Berufsverhältnis in Beziehung stehenden Angelegenheiten ausgedehnt werden. Der Vorsitzende soll weder von den Arbeitgebern, noch von Arbeitnehmern ausgewählt, son­dern unparteiisch sein. Die Kosten soll in erster Linie das Reich, event. der einzelne Bundesstaat tragen.

Zu der Sonntagsruhe im Hand elsgewerbe ver­tritt der Referent Meesmann den Standpunkt, daß eine v oll­st ä u d i g e Sonntagsruhe nicht festgelegt werden solle und alle Kammern sind der gleicl)en Meinung. Sie wünschen wei­ter eine einheitliche Regelung für das ganze R e i ch, mit der Gestattung von Ausnahmen. Das von Haudelskammerjyndi- kus Dr. Humann-Tarmftadt an Hand einer Statistik ausgear­beitete Referat über die Besteuerung der Warenhäuser und Fi­lialen, Konsumvereine rc. soll mit Rücksicht auf die Wichtigkeit und die Kürze der Zeit zur Beratung den einzelnen Kammern zugehen und später beraten werden.

Zum Handelskainmergesetz wird eine alsbaldige Re­vision des Gesetzes dahin vorgeschlagen, daß in Art. 5 Crtei- mütler Herrn Reklor Slumps Tank wissen, daß er ihre Söhne rein hält vor den Einflüssen solch gefährlicher Frauen!

TasTcftamentdcrPaulineLucca, das in Wien bei Dr. v. Witting deponiert war, ist nun gerichtlich eröffnet worden. Tie verstorbene Künstlerin hat ihre einzige Tochter aus erster Ehe, Baronesse Marie v. Rhaden, zur Universalerbm ein­gesetzt und überdies eine Reihe von Legaten vermacht. Sodami ist eine sideikommissari|d>e Substitution angeordnet. Wenn die Tochter unvermählt stirbt, erhält ein Drittel des reinen Nach­lasses die Wiener freiwillige Jietlungsgesellscyaft, ein Sechstel die Lucca-Stiftung für arme Kinder in Zschl und ein Sechstel das Spital der Barmherzigen Brüder in Wien. Ein Drittel des Ver- m-ögens, das im ganzen zwei Millionen Kronen betragen dürfte, wird von den oben erwähnten Legaten in Anspruch genommen. Das Vermögen der Lucca besteht in mehreren Realitäten in Wien, der Villa in Reicl-enau und in Wertpapieren. Als Pauline Lucca Ansang der neunziger Jahre fchwer krank nach Wien kam, wurde sic durch die Retcungsgeferlschast vom Bahnho, in ihre Wohnung gebracht: seit dieser Zen hegte sie für die Gesellschaft große Liebe, die nun auch im Testament zum Ausdruck kommt.

Kleine Chronik ausKunst undWissenschaft. Eine ieniationelle NormalLokomotivführer Ctauffen" gab es im Friedrich Wilhelmslädtischen Schauspielhaus m Berlin. Ter Verfasser war kein anderer, als der jüngst viel genannte Ber­liner Kriminalkommissar Waldemar Müller, der die Unterfuchung gegen Friedberg und Genossen geführt hatte und dann wegen Nervenüberreiznng^plötzlich dieser Stellung enthoben wurde. Tas Stück, eine starke Talemprobe, fand einen dnrchfchlagenden Erfolg. Ter anwesende Verfasser wurde wiederholt gerufen. Adolph L'Arr o nge hat als siebziger noch em neues Bühnenwerk vollendet. Es ist ein Bolksslück in vier AktenGustav Lueenlus". Rudol> PresbersDame mit den Lilien", das phantastische Luftfpiel, das kürzlich in Berlin zuin ersten Riale auf der Bühne erschien und auch von unserem Berliner Riilarbeiter besprochen wurde, ist jetzt voii der Concordia m Berlin W. 30 als Buch herausgegeben ivorden. TerZ entral -Verband Deutscher To nkunftler ulid Tonkünstlervereine" veranstaltet vom 1. bis Io. Juni 1909 feine zweite Musik-Fachausstellung im Krystall-Palast in Leipzig. In der bekannten RliisitzeilfchrifiAlujil für Alle" (im Ver­lag von Allstem u. Co., Berlin erschienen) wird Haydns Schöpfung sowohl durch anmutige, wie durch diamatijche Schilderungen demonstriert. Die Rezilative sind fast ganz ausqe- merzt. Ein nm ,o breiterer Raum ist den Arien und Chorpariien zugedacht. - 'Ans Anlap des hundensten Todestages Haydn's im Mat 1909 ist ui n eine große Feier m Vorbereitung, ytaijc Wilhelm hat c. Protektorat übernommen. Tie Kaise in wohnte am 2. t. J.ieinem Vortrage, den der Kieler Projesjor Reinke, der bekannte Gründer des Keplerbundes und Amihackclianer, in der Singakademie zu Berlin hielt, bei.

Tung der Vollmacht zur Wahl an andere Personen beseitigt und ferner in Art. 19 die Wahlperiode von vier auf sechs Jahre erhöht werde. Ministerialrat Dr. Usinger erklärt, daß in Anbetracht der anderweitigen Aufgaben, die z. Z. die Regierung zu bewältigen habe, die Vorlage einer Novelle noch in diesem Herbste unwahrscheinlich sei. Bezüglich der Fernsprechge­bühreilordnung ist der Handelskammertag der Ansicht, daß an dem bewährten geltenden Tarif namentlich an den Pauschgebühren unverändert feftgehalten werde. Sollten an einzelnen Stellen dauernde Ueberbürdungen eines Anschlusses vor­liegen, so soll die Postverwaltung berechtigt sein, die An­bringung weiterer Anschlüsse zu verlangen.

Zur Revision des amtsgerichtlichenVer fahre ns spricht sich endlich die Versammlung dahin aus, daß eine wesent­liche Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte, wie sie in dem von der Reichsregierung veröffentlichten Gesetzentwurf vor­geschlagen wird, zu verwerfen sei, da hieraus eine Verschlech­terung der Rechtsprechung zu befürchten sei. Dagegen würde der Handelskammertag alle Maßnahmen mit Freuden unter­stützen, die unter Beibehaltung der Zuständigkeit der Zivil­kammern und Kammern für Handelssachen geeignet l'iitb,, zur Vereinfachung, Verbilligung und Beschleunigung des Prozeßver­fahrens beizutragen. Als Vorort wurde wieder Mainz ge­wählt.

* Der Al len st einer Mord hat seine Sühne ge­funden. Trotz schärfster Bewachung gelang es, wie uns ein bereits am Diontag abend zngegangenes und alsbald von uns durch Aushang bekannt gegebenes Telegrainm mitteilte, dem Hauptmann ü. (Soeben, sich während des Essens dte rechte Halsschlagader zu d u rch sch n e l d e n, so daß beim Eintreffen ärztlicher Hilfe- der Tod durch Verblutung bereits eingetreten war. (Soeben hatte um 3 Uhr sein Mittagessen erhalten. Gegen 3/45 Uhr wurde beim Garmsonlazarett an­telephoniert und die Entsendung eines Arztes erbeten, da er sich mit seinem Tischmesser den Hals abgeschnitten hätte. Als der Arzt eintraf, war der Tod bereits eingetreten.

Kleine Tageschronik.

In Chemnitz wuroen wegen Unregelmäßigkeiten bei den kürz­lich kafsierten Ortslrankenkafsenwahicn der Vorsitzende Hausfchud und das Ausschuß-Mitglied Landgraf, beides sozialdemokratische SiakM verordnete, von der AusfichlSbehörde ihres Amtes emhoben. Die übrigen Vornand^ Mitglieder erhielten einen Verweis. Im Krankenhause von Lods (Frankreich) versetzte ein Sterbender ohne Veranlassung der Krankenpflegerin, die ihn während der Krankheit nut größter Hin­gebung gep cgi halte, einen lebensgefährlichen Dolchstich m die Brust.

Bei der Verfolgung einiger Landstreicher in Hamborn (Rheini.) ist der Potizelscrgeant Grafhorst von einem der Landstreicher er- schagen worden. Der Tomanenpächter Falk en Hag en, der im Februar 1902 wegen Erschießung des Landrats v. Venulgsen im Duell zu 6 Jahren Festung veruricilt worden war, wurde am 29. Febr. nach Verbüßung der Strafe aus dem Fort Quarre der Festung Weichsel- münde enilassen. Seme Versuche, eine Begnadigung zu erlangen, waren ohne Erfolg gewesen. Unter Mitnahme von etwa lüO ObU Mark ver­untreuter Gelder ist ein Str efelber Rohseiden waren Händler ge­fluchtet, angeblich nach Griechenland. In Gotha erstach aus üerger über einen verlorenen Prozeß vor dein Gerlchlsgebäuoe der Zimmermann Groß seinen Prozeßgegner Tüncher. Am Samstag avend wurde die Reihe von Verbrechen in der Reichshauptstadl wieder durch einen Raubmordversuch vermehrt. Ter Kutscher Böttcher der Kolonialwaren-Firma Rcinicke wurde von einem unbekannten Manne durch einen Schlag nut einem Hammer auf den Stopf betäubt und seiner Geldtasche mit 761 Akk beraubt. Obwohl die Verfolgung des Ver­brechers sofort ausgenommen wurde, gelang es bicicm zu entkommen. Die Kriminalpoliz'.l hat auf seine Ermittelung eine Belohnung von 5bO Mk. ausgesetzt. Am Moulag wurde als der Tat verdächtig der Hausdiener Gunkel verhaftet, der iiach hartnäckigem Leugnen eingestanden hat, den Raubanfall hegangc^ zu haben. Auch Frau Günlcl räumte em, daß ihr Manu die Tat verübt habe. Die Schwägerin Gunlels lieferte den Rest drs geraubten Geldes in Höhe von 52U Mk. bei der Polizei ab. In P o fen er>choß sich auf dein Kreuzttrchhofe der Kultur-Ingenieur Adolsi aus Kofchmin, weil er bet dem Berliner Friedberg-Krach fein ganzes Vermögen von 100000 Mack ver­loren hat.

Auf einen Hamburg-Berliner Person en zug wurde zwischen Büchen und Kupiermühle ein scharfer Schuß ab= geieuert. Tie Kugel durchschlug das Fenster eines Abteils dritter Klaffe, durchbohrte den Hut eines jungen Mädchens und zeripütterte bann das gegenüberliegende Fenster. Untersuchung wurde em= geleitet.

JnLtegnitz erhängte sich der Hoboist-Sergeant Targe in seiner Arrestzelle. Er war verhaftet ivorden, iveil er Gelder der Hoboisten zu eigenen Zwecken verwendet hatte.

In Solingen DcneiTe infolge eines Familienzwistes ein ö0 jähriger Ääanln ferne Frau tödlich und erschoß sich dann selbst.

In Barop bei Essen a. d. Ruhr ist die Mühle des Guts­besitzers Watcrmann durch Großsener zerstört worden; ein Knecht ist in den Flammen umge kommen.

In Marseille zerstörte eine Feuersbrunst einen Teil der Warendepots am Haien. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Zahlreiche Truppen beteiligen sich an der Bekämpfung des Feuers. Eure große illlenge brennenden Oels erschwerte die Löjcharbelten. Ein Offizier und 4 Feuerwehrsleute fonnten sich vor dem brennenden Oel nur dadurch m Sicherheit bringen, indem sie sich ms Wasser stürzten. Tie Behörde besindet sich an Ort und Stelle.

Der Komponist Toselli, der Gatte der ehemaligen Gräfin Dlontignoje, richtete an das Karnevalkonntee m Nizza Die dringende Aufforderung, aus dem Feslznge einen der Musica gewidmeten Wagen zu entfernen, in dessen Emblemen Toselli eine Verspottung seiner Frau erblickt.

Gegen den der Spionage verdächtigen Lesterreicher Krum­holz und setne Begleiterin Bricgei in Paris wurde Anklage nicht erhoben, dagegen bte Ausweisung verfügt, weil die Unter­suchung bewiesen hat, daß Krumholz einer auswärtigen. Macht das Angebot gcmadjl hnve, ihr das Geheimnis des fvanzöfischen lentbarcir Luftschiffes zu verkaufen.

In B u d w e i s kam es auf dem Ringplatz zu blutigen Z u f a m m e n st ö ß e n zwischen Tsche u)en und Deutschen. Die Polizei, vcrsmrtt durch Gendarmerie uno Militär, schritt eucrgifck) em und stellte die Ruhe wieder her. Ein deutscher Hocyf chülcr wurde schwer verletzt, acht Personen ver­haftet.

Der japanische Seeoffizier Ottotakotami wurde, als er nachts an Bord des int Hafen von Marseille verankerten HandelsschtsjesHokalamaru" zurückkehren wollte, von Strolchen überfallen, beraubt und erdolcht. Der japanische Slonful hat sich wegen der Beerdigung des ermordeten Osfizters und wegen der Verfolgung der Strolche mit den 'Marseiller Behörden ms Ein­vernehmen gesetzt.

Telegraphischen Meldungen aus New-Pork zufolge wird be­fürchtet, daß 200 Arbeiter in der Roj itagr ube durch Explosion getötet worden sind. Tie Retlungsarbeiten dauern (ort, doch ist die Grube mit giftigen Gasen gefüllt, jo daß wenig Hosinung auf Rettung vorhanden ist. Sämtliche Arbeiter waren m der Grube, als die Explosion erfolgte; der Zugang zum Schacht wurde durch Trümmer versperrt.

In Chicago drangen 2 Djaumcc in die Wohnung des P o l i z e i ch e f s Shipph ein und brachten ihm, seinem Sohn und feinem Kutscher durch Revvlverschüsfe und Tolchstick)e s ch iv e r e Verletzungen bei. Der Polizeicyes er, chvß euren seiner JlngTufcT. Alan vermittel, die Angreifer feien Anarchisten, (ne die Tat ne Gilbten, um sich an oem Polizeiches wegen seines vrgehens gegen Die lnarchimN gelegentlich der Ermordung des Paters Leo Heinrich am 2J. Februar zu rächen.

. £ ampa (Florioa- sind fünf große Zigarren fabrik en

und oQL andere Häuser niedergebrannt.

Nttiversitäts-Nachrrchten.

Dcr Professor der Physik an der Leidener Hochschule Kamerling Omnes hat eine bedeutsame wissenschaftliche Erfindung gemacht Es ist ihm gelungen, das Helium, das letzte der gasförmigen Körper, welches sich bisher allen Berdichtungsversuchen widersetzte, in den flüssigen Zustand überzuführen.

Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

3n der Zohanneskirche.

Mittwoch den 4. März, abends 6 Uhr: 1. Passions-Andacht.

Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.

Märkte.

Gießen, 3. März. Marttbericht. 9(nf heutigem Wocben- maikte kofletc: Butter pr. Pfd. 1.001.15 Mk., Hühnereier 1 St. 67 Vfg., Käse pr. St. 68 Pf., Käjemcttte 2 St. 56 Pfg., Erbsen p. Pid. 1824 Pfg., ßinien p. Pfd. 2540 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Alk., Hühner pr. Et. 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 0000, Emen pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Lchjenfleisch pr. Pfd. 8088 Pfg., Kuh. und Diinbfleiid) pr. Pfund 8082 Pfg., Schwemefleisch pr. Pfund 6680 Psg., Schivemesleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 7076 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6484 Pig. Kartosjeln pr. 100 Kg. 6.007.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,006,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weitzkraul per Stück 000 Pig., per Zentner Alk. 0.000.00. Aepfel per Ztr. 1025 Alk., Birnen per Ztr. 1025 Alk. ülüsse 100 Stück 4000 Pfg., per Ztr. 000 Alk. Ala ritzen von 82 Uhr.

Kar löffel markl-Be richt vom 2. März 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Alk. 2.20-2.30, Magnum bonum 2.602.75, weiße runde 2.202.30, Gelbfleijchige, weiße, 2.ö5 bis 2.50. Frankfurt a. Al.: Rote Sorte Alk. 2.100.00, Alagmim bonum 2.50-0.00, weiße runde 2.25 bis 0.00, Gelbfleischige, roie, 2.50, weiße b.. Wiesbaden: Alagniim bonum 2.803.00, iveige runde 2.50. Al a n n h e i m: Aiagnum bonum Alk. 2.652.75, Gelbfleischige, blaue 3.503.75, iotejL2ü bis 4.30. Köln: Rote Daber Alk. U.OO0.00, andere rote Sorten 0.00, Alagnum bonum 3.00 bis 3.10, weiße runde 2.402.50, Gelbfleischige blaue 0.00 - 0.00, rote 2.702.75, weiße 3.75 bis 0.00. Dortmund: Alagmim bonum Alk. 3.05, weiße nmbe 0.00, Gelbfleischige, blaue 2.80, rote 2.90, weiße 0.00. weiße 3.25. M ün st e r: Alagnum bonum 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bis 3.10, weiße 3.754.00. Hagen: Rote Sorte Alk. 0.00, Alagnum bonum 3.100.00, Gelbfleischige weiße O.lO. Kempen: Alagnum bonum 2.5u2.70, Gelbfleifchige, rote 2.80. Saarlouis: Rote Sorte 2.50, Alagnum bonum All. U.Ou, weiße runde Alk. 2.50. Frankenthal: Role Sorten 2.50, Alagnum bonum 2.50, weiße runde 2.50, Gelbfleischige, blaue 3.25, rote ö.Ou, weiße 3.25. W1111ch b. K r e f e l d : Rote Sorte 0.00. Alagnum bonum 2.803.00, Gelbfleischige rote 2.80 bis 3.90, weiße 2.702.80. Saffig-Plaidt: Rote Sorten 2.50, Alagnum bonum 0.00, ivetße runöe 2.50, weiße, 2.30. (Alles per 50 Kllogr.).

Lie Marttpreife für feiet) und Frucht und die (siebener Fleisch- und feroiprcise am 4. März 1908.

Höchste Schlachtviehprerje m Frankfurt a. Al.

Fleischpreije in Gießen

Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht 7680 Alk.

Kälber 2 Kg.Schlachtgew. 9294 Bf.

Schweinc ,t v 5859

(Setreibepreife in Aiannhet m

'/, 5kg. 80-88 Pfg.

, 7076 r ____66-80___

Brotpreise m Gießen

Weizen 10U Kg. -2.2o-0u.u0 Alt.

Roggen 10^ Kg. 19.75-00,U0 Alk.

BSeißbrot 2 Kg. 62 Pfg.

Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pig.

1 eieiOBiiscne üursaencute

des Giessenei Anzeigers, mitgeteüi von der Bank für Handel und Industrie, (liessen.

Franklurtcr i>or*e, 3. Jlärz. 1.1b l)br.

3>5 °/0 Beichsanleilie . . 92.55 o% do. . . 82.65

°/0 Konsols .... 92.60 .>% do. .... 82.65

Hessen .... 91.40 ö^/o Oberüessen . . . 92.00 4 Ho Uesterr. tioldrente. 99 15 4*/6^o Uesterr. öilberrente 99.7U 4>u Ungar. Uoldrente . ..

Italien. Heute . . .. 3/o Portugiesen Serie 1 61.30

Ö% Portugiesen 111 61.80

4>iu/0 luss.btaatsanl. 19Uu 93 90 4>t",0 japau. ötaatsanleibe 87.35 iHo Uouv.Türken von l»u3 95.1U 1 ürkenluse 148.UO

Uneeh. Monopol-Aul. . 49.7U

äussere Argentinier . 8u. uv/0 Mexiaauer .... 65. 4zau/o Uluneseu .... 96.25

Aktien:

Bochum Guss 196.70

Buaerus E. W 111.50

'lenden^,: fest.

Berliner Börse,

Cauada E. B 140.90 Darmstadter Bank . . . Deutsche Bank . . . .

Durtmuuder-Union C. . . 54.20 Dresdner Bank ....

Tendenz: ruhig.

Dlektnz. Lahmeyer . . . 119.00 Elektriz. öchuckert . . . 103.00 hscbweiler Bergwerk . . 203.40 Gelsenkirchen Bergwerk . 180.25 Hamuurg - Amenk. Paket*. 112.50 barpener Bergwerk . . 193.50

Luuratiutte 209.00 .Xorüd. Lloyd . ... 1U1.20

Uber sch les. Eisen-Iudiistrie 95.U0 berliner lianuelsges. . . Io7.50 Daimstädter Bank . . . 123.70 Deutsche Bann .... 236.90 Deutsch-Asiat. Bank . , 136.30 Diskoutu-Kummauuit. . . 174.ull Dresdner Bank .... 136.70 bienitaktien 202.40 Baltimore- und Uhio-

Liseuiabu 79.50 Uottuaidbahu. L-omuaru. Eisenbahn . . 24 9J uesterr. btaatsuuun . . . 144.00 i nnee-Heun-Eisenbahn . 117.00

3. MäJz. Anfangskurse.

Harpeuer Bergwerk. . . 193.20 uaurahütte uumbardeu E. B. .... .\ordd. Lloyd 100 90 i uiKenluse ..... 148.20

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SM meinen Stammtisch halt' ich ansgegeben, weil das Rauchen und die Tabaksluft mir nicht betam. Husten BPrfchleimung, Sodbrennen das waren so die Folgen a*. Aber wenn man sonst nichts hat und mau soll auch noch der Stammtisch entbehren das nt auch kein Leben. Und da t>a v der Förper mir denn einmal eine Schachtel Fays echte Sodener Aiineral-Paiullen gegeben und ich hab' sie veriucht. 'Jia und jetzt'? Sie sehen, wie meine Pfeife mir schmeckt und das Bier und ich bin wo hier, als je zuvor. Ursache: Fays echte Sodener. Wer klug ist, macht's nach. Alan laust sie für 85 Pfg. in leder t'lpothele, Drogerie und Milieralwaiferhandlung.

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