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14.1.1908 Erstes Blatt
 
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Prozeß Uuttkamer.

Leipzig, 13. Januar.

Der Prozeß gegen den Gouverneur z. D. Jesko v. Putt- Kkorner begann heute vor dem kaiserlichen Disziplin ar Hof in zweiter und letzter Instanz. Puttkamer war am 25. April til). I. von der kaiserlichen Disziplinarkammer zu 1000 Mark Geldstrafe und zu einem Verweise verurteilt worden. Gegen das Itrteil legte sowohl der Staatsanwalt als auch der Angeklagte Revision ein. Den Vorsitz führt Präsident Dr. Foertsch; die 'Anklage vertritt wiederum Kammergerichtsrat Dr. Kleine-Berlin. Die Verteidigung fuhrt Justizrat Dr. Sello-Berlin. Der An- g '.klagte ist erschienen, ebenso Frau v. Germar als Zeugin.

Iran v. Germar ist 1873 zu Quedlinburg als Tochter ürs Gärtners Ecke geboren, in Dresden wegen Falschmeldung, Urkundenfälschung und Betrugs mit Gefängnis und Hast be- ibnft Sic gibt als Zeugin an: Sie habe 1895 Puttkamer ir. Berlin kennen gelernt, sie habe sich Eckhardt genannt, und eainnere sich nicht, zu Puttkamer gesagt zu haben, sie sei die Tochter eines Oberförsters. Sie habe das Recht, sich Freiin ih. Eckhlardt zu nennen. Ihr erster Paß sei ihr in Berlin ab­handen gekommen. Der in derNeuen Gesellschaftlichen Kor- t .spondenz" veröffentlichte, mit ihrer Namensunterschrisr unter- z ächnete Brief sei eine plumpe Fälschung gewesen.

Auf Befragen des Staatsanwaltes, weshalb sie nichts unter- Mmmen habe, um diesen Brief als Fälschung zu erklären, bemerkt bue Zeugin, sie habe dem Herausgeber der Korrestwudenz Bor- sllellungen gemacht; dieser habe aber weiter nichts unternommen. Vorsitzender: Der Brief ist sogar im Reichstag zur Sprache ge-kommen. Die Zeugin habe sogar oieser Reichsragssitzung i hengewohnt und ein vergnügtes Gesicht dabei gemacht. Die Zeugin sagt, sie habe der Reichstagssitzung nicht beigewohnt; frie sei nur von Dr. Südekum in die Wandelhalle des Reichstags I»e stellt worden. Auf weiteres Befragen, sagt die Zeugin, sie gebe setzt zu, in Dresden auch wegen Ilrkundensälschung und Betruges bestraft und von der Berliner Polizei zwecks gewisser kriminalistischer Feststellungen photographiert worden zu sein.

Im weiteren Verlaufe richtete Dr. Sello folgende Frage an Frau v. Germar: Es ist in der Presse behauptet worden, man Hube den Versuch genmcht, Frau v. Germar aus Deutschland I».raus zu bekommen. Ich frage die Zeugin, wer am Tage der Wcrhandluna in Potsdam ungefragt hat, ob Frau v. Germar Qis Zeugin erscheinen oder ob sie besser sortbl"ioen solle. Zeugin: .i La mein Dienstmädchen eine Vorladung erhalten hatte, erachtete i«ch es als nötig, anzufragen.

Aus der weiteren Zeugenvernehmung ist zu erwähnen, dag der dommissarijch vernommene Polizeirat Welz- Berlin, jetzt in Wies- bsiben, bekundete, er erinnere sich, daß 1897 Frau v. Germar a.11 f den Namen Eckhardt einen Paß mit der Unterschrift v. Putt- temer und dem Kameruner Gouvernements stempel vorgelegt habe.

Nach einer längeren Mittagspause trägt der Referent, Neichs- gierichtsrat Dr. Stoeckel, den Sachverhalt vor über die dem l Angeklagten zur Last gelegte Begünstigung der Sied.ungsaesell- frijaft Vikwria und die damit in Zusammenhang stehende Beein- fInnung des Bezirksrichters Laemnwrmann. In einer Erwiderung ' ü_ai die Ausführungen Stöckels bestritt Puttkamer, sich einer j. unrechtmäßigen Begünstigung der Siedelungsgeseltschaft Victoria « c der einer Richterbeeinslussung schuldig gemacht zu haben. Er Ij-ibe alte Siedelungsgesellschasten, in denen 19 Millionen euro- p-jisches Kapital investiert waren, nach Kräften gefördert und t-nis sei seine Pflicht gewesen. Dem Bezirksrichter Lämmer- lrmnn habe er nur eine Belehrung zuteil werden lassen, weil dieser Land und Leute nicht kannte. Er schenkte den Negern mehr Glauben als den Weißen, dadurch entstand die Gefahr, i daß die Schwarzen übermütig wurden, einen Aufstand inszen.er- tLir und Leben und Kapital der Europäer gefährdeten. Seine

Vevnrrschtes.

* Der Nestor der Berliner Äkerzkes'chaft. Ge­heimer Sanitätsrat Dr. Friedrich Körte feiert am Donnerstag seinen neunzigsten Geburtstag. Der Körperlich und S" ig noch rüstige Greis war ein Jugendgenosse und Freund olf Virchows. Vermählt war Körte mit Marie Thaer, einer Enkelin des Begründers der rationellen Landwirtschaft.^ Er selbst hat sich in seinem langen erfolgreichen Leben als ärztlicher Ratgeber allgemeine Schätzung erworben. Was er bei seinen Kollegen gilt, davon zeugt eine Reihe von Aus­zeichnungen. So ist Geheimrat Körte u. a. Ehrenmitglied der Berliner Medizinischen Gesellschaft. Einer seiner Söhne, Pro­fessor Werner Körte, ist Chirurg am Urban-Krankenhause zu Berlin, Gustav Körte Ordinarius für Archäologie in Göttingen, Siegfried Körte Oberbürgermeister von Königsberg i. Pr. und Mitglied des preuß. Herrenhauses, Alfred Körte ordentlicher Professor für klassische Philologie in Gießen.

Pflicht sei es geweseü, das^ zu verhindern. Ferner wurde miitgeteilt, daß der gerichtliche Bücherrevisor Reuter-Berlin fest- 'tellte: Puttkamer hatte von der SiedelungSgesellschaft keinerlei materiellen Vorteile.

Der Vertreter der Anklage wies in seinem Plaidoher zunächst die Angriffe des Wgeordneten Bebel im Reichstage zurück, daß er in Potsdam die Rolle eines Verteidigers ge- pielt habe; dagegen spreche es, daß er Dienstentlassung beantragte und, als seinem Anträge nicht entsprochen wurde, Berufung einlegte. Ter Vertreter der Anklage habe die Pflicht, alle be­lastenden und entlastenden Momente hervorzuheben. Der An­geschuldigte hätte sich zum mindesten einer Fahrlässigkeit schul­dig gemacht. Bei der Zeugenbeeinflussung der Frau von Ger­mar ständen dem Angeklagten mildernde Umstände zur Seite; bei der Richterbeeinslussung habe er sicherlich nicht aus un­lauteren Motiven gehandelt. Trotz der Verdienste Puttlämers um das Vaterland müsse er Dienstentlassung bean­tragen, da der Angeschuldigte nicht pflichtgemäß tadellos und vorbildlich gewesen sei. Verteidiger Sello wies besonders darauf hin, daß man Leuten, die Leben und Gesundheit in den Ko­lonien auss Spiel gesetzt hätten, nicht ihr ganzes Wirken wegen einzelner inkorrekten Handlungen verleiden dürfe. Zudem habe die Beweisaufnahme ergeben, daß der Angeschuldigte in b,er Tat der Ansicht gewesen sein konnte, die Ecke sei eine Freiin von Eckard stein. Er erwarte znverjichtlich, der hohe Gerichtshof werde auf Freisprechung erkennen. Der Angeschulkügte bemerkte, er habe, als derVorwärts" d'e Beschuldigung b.r Begünstigung der Siedelungsgesellschaften gegen ihn gerichtet hatte, das Dis­ziplinarverfahren gegen sich beantragt. Er habe cs nach 21jahr. opferreicher Dienstzeit nicht verdient, noch an seinem Lebens­abend bestraft zu werden. Er hoffe zuversichtlich auf Frei­sprechung. Tas Urteil lautete: In der Erwägung der wert­vollen Tienste, die der Angeklagte dem Reiche in Afrika geleistet hat, und da seine Vergehen einer milderen Betrachtung würdig sind, kam der Tisziplinarhof unter Verwerfung der Berufung des Beamten der Staatsanwaltschaft und des Angeklagten zu folgender Entscheidung: Es wird nur auf einen Verweis er­kannt. Außerdem wird dem Angeklagten die Erstattung der baren Auslagen des Verfahrens zur Hälfte auferlegt. 1

In der Begründung des Urteils heißt es: Der Gerichtshof hat in der Ausfertigung des Paffes an die Ecke als Freiin von Eckardstein eine Leichtfertigkeit erblickt. Der Umstand, daß der Angeschuldigte die Ecke in einem Berliner Nachtcafö als Pro­stituierte kennen lernte, hätte ihm zu denken geben sollen. Die Ausstellung eines zweiten Passes hält der Gerichtshof nicht für erwiesen. Tie Unglaubwürdigkeit der Ecke stellte sich heraus. Es ist kein zwingender Beweis vorhanden, daß der Angeschuldigte die Plantagengesellschaft beeinflußte. Der Gerichtshof hält es in der Tat für erwiesen, daß der Angeschuldigte den Bezirks­richter Lämmermann zu beeinflussen versuchte. Es handelt sich nicht um eine theoretische Belehrung, sondern um die Herbei­führung eines Erfolges. Zu Gunsten des Angefchuldigten spricht, daß es ihm dabei auf keinen eigennützigen Zweck ankam. Der Gerichtshof macht dem Angeklagten nicht unbedingt zum Vorwurf, daß er sich, als das Ermittelungsverfahren gegen die Ecke schwebte, eine schriftliche Aeußerung von ihr zu ver­schaffen gesucht hat. Gefehlt aber yat er in der Form, als ob die Ecke dieses Schreiben freiwillig gegeben habe. v. Putt­kamer ist schuldig, gegen die Pflicht feines Amtes verstoßen zu haben.

Gießener Wetterdienst.

Voranssickrtliche Witterung für Heften am Mittwoch den 15. Januar 1908: Vielfach nebelig, trocken. Fortdauernd Frost. Schivache östliche Winde.

Origittal-DrabtineLduttSen.

sd. Darmstadt, 14. Fan. Bei der ZweiteL Kammer ist ein Schreiben der Ersten Ziarnmer ein- getausen, wonach die Wahl vor tage als geschei­tert zu betrachten ist. Nachdem der Gesetzgebungs- ausschutz der Ersten Zkammer beschlossen hat, die vom Ausschüsse der Zweiten Kammer an­genommenen Abänderungsanträge abznlehuen und an der Regierungsvorlage festzuhalten, dürste die auf heute nachmittag anderaumte Sitzung ergebnis­los verlaufen.

Berlin, 14. Jan. Die sozialdemokratische R e i ch s t a g s f r a 111 o n hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, nachstehende Interpellation einzu­bringen: 1. Aus welchem Grunde hat der Reichskanzler itt der Sitzung des preußischen Landtages vom 10. Jan. d. I. die Uebertragung des Reichstagswahlrechtes auf einen Bun­desstaat als dem Staatswohl nicht entsprechend bezeichnet und 2. billigt der Herr Reichskanzler, daß aus Llnlaß der am 12. Januar in Berlin zur Propaganda dieses Wahlrechtes einberufenen sozialdemokratischen Versamm­lungen das Militär in den Kasernen konsigniert war? Zur Begründung dieser Interpellation wurden die Ab­geordneten Bebel und Fischer als Redner bestimmt.

Brüssel, 14. Jan. Im Bahnhöfe von Jndenarde stießen in der vergangenen Nacht der Brüsseler Eilzug und> ein Personenzug zusammen. Mehrere Wagen des letzteren wurden völlig zertrümmert, 8 P e r s o n^e n erlitten Ver­letzungen. Der Heizer wurde vor Schreck wahnsinnig.

Teheran, 14. Jan. Prinz Ferman Ferma, der Generalgouverneur von Aserbeidschan telegraphierte gestern an das Parlament: Die Türken umzingeln mich auf Sandschbulak, erbeuteten zahlreiche Gewehre und die' Kasse mit 80 000 Tomanen (etwa 570 000 Mk.). Sofort nach Eingang der Depesche begab sich der Präsident des Parla­ments, der Kriegsminisrer und die hohe Geistlichkeit in das Palais, um mit dem Schah über die Lage zu beraten. Der Schah ist von den Ereignissen aufs tiefste getrof- f e n und leistete wieder auf den Koran einen Eid, nunmehr aufrichtig mit dem Parlament zusammen zu arbeiten.

Daiift'agttttg.

Für die herzliche Teilnahme anläßlich des Hin- scheideus unseres innigitgclicbten Gatten, Vaters und Großvaters

Lchü'lckcmkistcr Georg Schimmel sagen wir Allen herzlichsten Dank, besonders auch dem Geistlichen für die tronreicheu '-ttforte, ioraie den Krieger- üereinen von Klein-Linden und Hörnsheim.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Schimmel u. W. Lenz.

Klein-Linden, den 13. Januar 1608. 341

Bekanntmachung.

Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in s 25 der Wehr- d ebnung werden alle im Jahre 1888 gebotenen Militärpflichtigem ' faciuie diejenigen, welche dieses Alter bereits üverfchrinen, aber naj H znr Muinnimg noch nicht gestellt haben, ober bet der Musterung I im 1907 zurückgepeüc worden find, und entweder in GiLlzen ihren I a.efetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnastanen und Zöglinge anderer Lehrannalten, oder als Haus- und WtrtMians- ,s' beamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, HanowerkSgewnen, Dtenst- 3 binen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenfchaft sich dahier aut- 7. Ulten, hiermit aufgesordert, fich behufS Emttagung ihrer ytamen 3 nti die Netrutlerungsstammroüe in der Zelt vom 15. ^anuar vrs i L. Februar d. I. auf dem Standesamt im piatbaus, am ÄKartt- v»laü, zu melbcu, und dabei, wenn ftc dairicr nicht geboten und, I mrcn Geburtsschein, tuelajct von dem betreffenden Standesamt 1 n erwirken t|t, und, wenn ne bereits an einer trüheren Musterung iKtlgenotnmeii haveu, ihren ^osungsscheiu vorzulegen. . . .

Zugleich wird daraus auftnertiam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung uiuerlassen, sich zu gewärtigen Haven, dap s« mit einer Gelüprase Ins zu 30 Mark oder mit -vast biS zu drei Lagen belegt, von der Teilnahme an der Lotung ausgetchlopen, iaiu) ihrer etwaigen Ansprüche aut Zurückstellung usw. für ucriuing e ttlärt werden. Bezüglich der zur Zett der MeUretrist abwesenden ^niitarpstiajtigen find deren Eltern, Vormuiwer, Lehr-, Brot- ooer Favnkherren zu diesen Anmeldungen uerptlidjict. Fetner wird Kemern, dap Gesuche um Zurnckjteuung uon Atilitärpstichtigen aut (»rund des 8 32, pos. 2, Lin a, b, c, d, e, f und s der Weptordnung ntüjtteitig bet der Bürgermeisterei dahier vorzubringen tmb; ver- hqicic Ge>uaje können teme Betucksiamgmig stnden.

Gienen, den 8. yanuar 1908. B10h

Groph. Bürgeriiietsterei Gießen.

I. V.: Keller.__________________

Bekanntmachung.

Aus der Heicheibcimtichcn Stiftung find am 27. April ds. die Ijalbjdtiriidjeit Zinsen mit 525 Mk. an eine in Gienen tuiobnhafte, würdige und bedürftige, christliche Familie oder Twrfou zu vergeben. Anmeldungen werden von heute an bis 10. Februar ds. IS. auf unserem Geschäftszimmer )teuenvaue 25 Bitgt'ßeiiQenomtnen.

Gießen, den 11. Januar 1908.

Großh. Bürgermeitterc. Gießen.

__I.V.: Keller._______________________

HZzveisteigmmg Winnerod.

Donnerstag den 16. Januar sollen. im Distrikt Burgwald und Waipertsberg versteigert werden:

259 Rm. Buchen-Scheit

269 -Prügel

102 , v -Stock

714 , w -Reiser

1 Eichen-Prügel

6 -Reifer

4 u Nadel-Stock

8 , -Reiser.

Anfang vormittags 9V4 Uhr nuf der Chaussee WinilerodLindenstruth, Eingang Biirgwald. cu/,

Sames, Förster.

IlN'.Ngitli-ar-Nl'räntzkr ng.

Montag, den 20. Januar 1908, nachmittags 3V- Uhr, ans dem Rathause zu Allendors a. Lumda roieberljoltc Ber- sieigeruug der Brauilwarchlcheu Immobilien: l336

HauS mit Laden u. Garten.

Besichtigung am Tage der Ber- fteigerung. Beste Gelegenheit zur Gründung einer guien Existenz. Geringes Kapital erforderlich. K. Althoff, Konkursvetwalter.

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Schweinefteück 46 Pfg.

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Geopnet von 5 Uhr nachm. ab.

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Bekanntmachung.

Das Hebregifler der Wassergenossenschaft Inheiden pro 1907/08 liegt vom 16. d. Nits. 8 Tage lang auf dem Amtszimmer des Vorstehers zur Einsicht der Genossen offen.

Inheiden, den 13. Januar 1908.

Rcitz, Bürgermeister. 335

Jagd-Verpachtung.

Mittwoch, den 22. Januar 1908, vormittags 10 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei die Anfang Februar 1908 leihfällig werdende Feld- und Waldjagd der Gemarkiing Piainzlar unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf wettere 6 Jahre verpachtet werden.

Tie Gemarkung umfaßt ca. 450 Hektar Feld und 132 Hektar Wald.

Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet angrenzend an der Eifcnbahnstatton Mainzlar liegt.

Mainzlar, den 13 Januar 1908. 34-

Großherzogl. Bürgermeisterei.

Vogel.

Holzversteigerung

in der Fürstlichen Obersörsterer Sich.

Montag den 26. Januar, vormittags ÖVa Uhr, im Distrikt Riedwald: Scheiter: 236Jim. Buchen, 23 Rin. Eichen (meist rmid), 1 Hirn. Havtlaubhvtz. Knüppelholz: 263 Rm. Stichen, 93 Rur. Eichen, 4Rm.Weichtaubhoiz, 17Rm.9tadelhotz. Skockyolz: 110RuuLuchen, 59 Rm. Eichen, 2 Rm. Weichtaubhoiz, 2 Nm. Nadelholz. Neishotz- wellen: 4410 Buchen, 1410 Eichen, 50 'Nadelholz. 69o 9rm. Fichien- Schichlhausen. - 24 Stück Erchen- agnerbolz - ^,17 Sm.; L Elsbccr- und 2 Lindcnstammchcu, zmaurmen 0,86 Im.

Die Zusamu.enkuntt ist auf bei logen, aüen Laubacher Strape, wo dieselbe vom Fußpfad LichHarbach gekreuzt wird.

Dieuotag den 21. Januar, vormittags 9'/° Uhr, im Distrikt Fuchsflrauch: 'Scheiter: 312 Rui. Buchen, 2 Rm. Eichen. Knuppel- hniA- 124 9iln. Buchen, 81 Rm. Eichen. Stockhotz: lau Rm. Buchen, llRnuEichen. Reishotzmellen: 2520 Buchen, 1250 Eichen, 130Welch- holz, 210 Nadelholz. - 56 Stück Eichen zu 4>,chten = 2,so Fm. 18 Buchen-Abschnitte - 37,62 Fu». (uO bi» 88 em Durchm., 2,4-12 w Marnie). 8 Fichten-Derbstangen 0,46 Fm. 284 Fichten-Reiöstangen - Dle^Zusammenkunft ist auf dem Weg von Kolnhausen nach dem Höler beim Kolnhauserkopf. _________ B h

In der sürstllchen Fasanerie zu Eolnhausen ver Lich werden nach Bestellung h

Welschhuhner

abgegeben. Geschlachtet und gerupft pro Pfund 1,00 Mk.; geschlachtet und ungerupst pro Psund 0,80 Mk. Lebende Hennen pro i>>luck 6,00 Mk.; lebende Hahne pro Stück 10,00 Diaif. - Schrnlllche und mündliche Bestellungen nimmt die Fürstltch Solnuucvc Ober- Försterei zu Lich (Oberhessen) entgegen.

Jagd-Verpachtung.

Donirerstag, den 30. Januar 1908, vormittags 11 Uhr soll im Rathause zu Wieseck die am 1. Februar 1908 leihfällig werdende Wieiccker Gememdejagd, bestehend aus zirka 275 Hektar Wald und zirka 375 Hektar Acker- und Wiesen-Land, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.

Wieseck, den 14. Januar 1908.

Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck.

S ch o m b e r. B14/,

Holzversteigerung

Im Licher Stadtwald Distrikt Eisenkautc, werden am 16. d. Mts., porunttagö 10 Ubr, in der Suhlschneiße Nr. 1 anfangend versteigert: .

Scheiter: Buche Rnr 443 Eiche 41, Linde 4,«, Birke 0,<. Knnvpel: Buche 101, Eiche 49. Stöcke: Buche Rm 195 Eiche 100, Linde 3Z. Reisig: Buche Wellen 4085, Eiche 1410.

Lich, den 11. Januar 1908.

Großherzogliche Bürgermeisterei.

D ö r m e r.'Bu/i

stamm- ati Atzhah-Lkrstcheraag.

Freitag den 24. Januar 1908

vormittags 10V2 Uhr

werden im Saale des Deutschen Hauses zu Wsfcld von der Abtriebsfläche im Distrikt Rotzenberg au der Kreisirraße Etta Schwarz, aus deut Disrrikl Slrurh 6a und aus verschiedenen Distrikten der Forstwarlei Eifa versteigert: ,

Stämme: 7 Eiche 3. Kl. 7,u2 fin, <1 Eiche 4. Kl. 45,11 fm sSchmli-- und Bauholz), 80 Eiche ö. Kl. 31,94 fm, 154 Eiche 6. Kl. 36,26 fm (Bau- nnd Wagnerholz), 1 Kiefer 1. ill. =>6 im. 3 Kieiern 2. Kl. 3/)« fm, 37 Kiefern 3. Kl. 3737 fm tSchnitt- und Bauholz), 78 Kichern 4. Kl. = 59,16 fm, 229 Kiefern 5. Kl. 101,6/ fm, 1 Lärche 2. Kl- 2rj6 fm tSchnittholz), 2 Lärchen 5. Kl. = 0^>4 fm, 1 Fichte 2. Kl. = 1,83 fm, 1 Fichte 3. Kl. 0^8 fm, 1 Fichte 4 Kl. = 0,97 fm, 5 Fichte» 5. Kl. 157 fm, 1 Birke ----- 0,33 fm.

Derbftangcn: 3 Eichen --- 0,23 fm, 4 Fichten = 0L8 fm. Nutricheltcr: 2 rm Elche sEisenftrauch).

Rutzknüppel: 21 rm Eiche (1,10 unü 220 m lang im Röhenberg).

Dimjete Austunst erteilt der Großh. Forslwart Schaaf zu Eifa und der Unterzeichtlete. Auszüge aus dem Berftetgerungs- prytokoll werden bet frühzeitiger Anmeldung von der uMerzelchneten Cbertöriierei unentgeltlich abgegeben.

AlSfeld, den 11. Januar 1908.

Großherzogliche Overförfterei Alsfeld.

Haber ko rn. sv»4/»

Eisenbauanstalt DARMSTADT.^

Dachstühle genietete Träger Stützen moderne Fassaden Hallen Treppeo etj^