Die
ütut auf her äußersten Linken lauf wurden: Auch die Parteien der Rechten mtb des Zentrums bezeugen dem neuen Minister vorderhand weder großes Vertrauen, noch Seelenfreundschaft. Das Zentrum klagt über die Behandlung der katholischen Orden, die in Preußen bodenständig werden wollen — ein Bestreben, das Herr v. Studt bedingungslos unterstützt hatte und das Herr Holle, wenigstens soweit die Ostmark in Frage kommt, nicht allzu bereitwillig fördern darf. Die Rechte verhält sich abwartend; sie bewilligt dem Minister noch einige Schonzeit. Mer sic hatte doch schon mancherlei an ihm auszusetzen; ihr Sprecher v. Heyde- brand nahm zwar den Minister gegen die Linke etwas in Schutz, aber er schloß doch mit einer unzweideutigen Warnung an ihn, er möge sich gründlich vorsehen und Studts Bahnen nicht leichtherzig verlassen. Was soll der Geplagte machen? Tie Linke geht mit ihm höllisch scharf ins Zeug; was der Nationalliberalc Dr. Friedberg in einer, nebenbei bemerkt, ausgezeichneten Rede gegen die bisherige Betätigung des Ministers sagte, war so ziemlich das Schärfste, was von der Linken überhaupt gesagt werden konnte. Nicht nur, daß Friedberg in herben Worten die skandalöse Behandlung der Gesellschaft für Volksbildung durch die Liegnitz,er Regierung und die Billigung dieses Vorgehens durch den Minister geißelte, er machte Herrn Holle auch in unzweideutigen Worten den Vorwurf der Illoyalität bei der praktischen Ausführung des vielerörterten Kompromisses, dessen Annahme durch die Nationalliberalen allein das Volksschul- unterhaltungsgesetz von 1906 gerettet hat. Nie hätten die Nationalliberalen, so erklärte Dr. Friedberg unter lautloser Stille, dem Kompromiß zu gestimmt, und damit das ihnen sonst unannehmbare Schulgesetz durchbugsiert, wenn sie hätten ahnen können, wie die Regierung hinterdrein, bei der Ausführung des Gesetzes, das Kompromiß nicht achten, das Vertrauen der Natwnalliberalen täuschen werde! lind dem Minister erstand auf der Rechten kein Helfer, nur der kluge Herr v. Zedlitz suchte zu retten, was noch zu retten war: Er gab zift daß allerdings die Ausführungsanweisung zum Volksschulunterhaltungo- gesetze schlecht stilisiert sei und die Regierung in den Verdacht illoyaler Absichten bringen könnte. Aber bisher habe der Minister loyal gehandelt, und er werde durch Aenderung der Anweisung gewiß zeigen, daß er das Kompromiß nicht verletzen wolle. Vermutlich wird Herr Holle sich diesen Wink mit dem Zaunpfahl nicht umsonst geben lassen. Aber auch dann hat er, das bewies die Ausnahme )cmer Verteidigungsreden durch die Linke und das bewiesen die darauf folgenden Reden der Freisinnigen Eickyoss und Ernst, beim Liberalismus auf gute Tage nicht zu hoffen. £r ist Blut vom Blut des Herry. o. eiuor uno Fleisch von seinem Fleisch — das konnte er heute nicht verleugnen. Und damit ist der Linken das Gesetz des Handelns gegenüber dem neuen „Minister des Geistes" gegeben.
Erhebungen der Gewerkschaften ergeben, daß nahezu 60 Proz. aller Mitglieder in Newyork arbeits- los sind. .
Verstaatlichung der englischen Eisenbahnen zu studieren und zu erörtern. Demnach scheint es, daß die Regierung der Verstaatlichung nicht abgeneigt ist.
Kairo, 12. Febr. Der preußische Kriegsminister von Einem ist heute hier eingetroffen.
Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Newyork:
Ausland,
London, 1-’. Febr. <■ , --'n abend erklärte der Han- Lelsminister x'ioijb Geor.
Unterhause, daß die Zeit gekommen sei, um die Frage der
GertchtshaaL.
R.B. Darmstadt, 11. Febr. Em T ar leh n S s ch w i n d- ler erhielt heute vor der diesigen Strafkammer seine wohlverdiente Strafe. Ter 24 rührige Ingenieur Alexander Schnell aus Dortmund hatte als Vertreter der Hamburger Firma Bock u. Komp, im Herbst v. I. hier ein Geldvermittelungsgeschäft errichtet und durch zahlreiche Annoncen in den Zeitungen dem geldbedürftigen Publikum seine Dienste angeboten. Es hatten sich auch während seiner mehrmonatlichen „Tätigkeit" daselbst zahlreiche Angehörige aus der großen Zahl derer „die nicht alle werden" an ihn gewendet und vertrauensvoll die üblige Provision vorausbezahlt. Wie alte derartigen Schwindler steckte auch Schnell die ihm auf diese Weise zugefloisenen Gelder einfach ein und ließ dann nichts weiter von sich hören. Tie Straskammer verurteilte ihn heute wegen Betrugs zu 6 Monaten Gefängnis, wovon 2 Monate Untersuchungshaft in Abrechnung kommen.
w. O f f e n b a ch a. M., 12. Febr. In der heutigen Schöffengerichtsverhandlung wurde der politische Redakteur der „Offenbacher Zeitung", Adolf G r a s w u r m, der von dem Vorstande des Deutschen Metallarbeiter verbau des in Stuttgart der Beleidigung angeklagt worden war, unter Zubilligung des Schußes des § 193 frcige sprachen.
Frankfurt a. M., 12. Febr. Tas hiesige Lokalblatt „S o n n e" hatte dem Rechtsanwalt Weiß hier Gebührenschinderei vorgewonen, weil er in einer Forderungsklage gegen die „Sonne", nach der diese am Tage vor dem Termin die Klagesumme bezahlt, aber 15 Pfg. Zinsen und 5 Pfg. Besteck- gebühr vergessen hatte, Versäumnisurteil genommen hatte. Tie Straftämmer verurteilte heute den verantwortlichen Redakteur der Sonne, Rosenthal, wegen Beleidigung zu 3 Monaten Gefängnis, nachdem festgestellt war, daß der Rechtsanwalt nach dem streckten Austrag seines Mandanten gehandelt hatte.
W. H a m b u r g , 11. Febr. Ter ehemalige Schlächtergcselle und spätere Knecht Max Holz, der int August 1906 zusammen mit zwei anderen Knechten seinen Tienstherrn, den 70 jährigen Hofbesitzer Janssen in Tatenberg bei Hamburg, ermordete und beraubte, wurde vom hiesigen Schwurgericht zu 15 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung^ unter Polizeiaussicht verurteilt.
Straßburg t. E., 12. Febr. Gegen den Pfarrer M e n s u t) in Ars hat nunmehr die Slaatsanmalljchaü wegen seiner am Kaisergeburtslag gehaltenen Predigt Strafverfahren eilige leitet. Dieses stützt sich auf § 130a des Strafgesetzbuchs, beit logen. Kanzelparagraphen.
Newport, 12.Febr. Ta« auf zehn Jahre Gfängnis lautende Urteil gegen den Kapitän van Schatck wegen des Brandunglücks auf dem Dampfer „General S l o c u m" im Jahre 1904, bei dem gegen 1000 Zöglinge der deutschen Sonntags- id)ule, die auf einem Ausflüge begriffen waren, umgekommen sind, ist vom "Appellaliousgeriwtshof bestätigt worden.
Deutsches Reich.
Berlin, 12. Febr. am 2. Arw. 1907 in Ehristiania unterzeichnete Vertrag zwischen dem Deutsche n R e i ch, Frankreich, England und Rußland über die Unabhängigkeit und die Integrität NormegenS wird heute im „Reichsanzeiger" amtlich publiziert.
— Prinz Eitel Friedrich i|i von rckftabon und Paris heute morgen in Berlin cingciroffen. Die Kaiserin empfing den Prinzen am Bahnhof. Im Königlichen Schloß nahm das Kaiserpaar mit den Prinzen gemeinsam das Frühstück ein.
— Dem „Militärwochenblatt" zufolge wurde Generalleutnant v. HauSmann, Kommandeur der 16. Division, in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs unter Verleihung des Charakters als General der Kavallerie, zur Disposition gestellt.
Kiel, 12. Febr. Die „Kieler N. N." bringen heute die, ba eine offizielle Bestätigung noch fehlt, mit Vorsicht auszunehmende Nachricht, das; cs nicht ausgeschlossen sei, daß das Kais er paar die Reise nach Korfu von Wil- helmshafen aus antritt und mir der „Hohenzollem" turnen Aufenthalt in Lissabon macht, da die Kaiserin die Koikigiuwitwe während des letzteii gemeinsamen Autent- halts in England persönlich sehr schätzen gelernt hat.
pavlameiUarti^es.
Stuttgart, 12. Febr. Der Landtagsabgeordnete für Stuttgart, Kloß, ist heute früh in Hamburg, wo er an einem Magen- leiden erkrankt war, im Alter von 60 Jahren gestorben. Kloß war auch früher Reichstagsabgcorduetcr für Stuttgart.
Berlin, 12. Febr. In der B u d g c r k 0 vi m i > s i 0 n des Reichstages brachte Ledcbour (Soz.) eine Beschwerde zur Sprache, nach der ein Deutscher bei Santa Katharina einen Monat in Hast gehalten wurde, weil er eine auf seinem Besitz ohne seine Erlaubnis angelegte Eisenbahn zerstörte. Staatssekretär von Schön hob hinsichtlich dieses Falles hervor, daß der Deutsche sich, wie es scheint, eines Vergehens schuldig gemacht habe. 'Es sei aber eine amtliche Aufklärung eingeforderl worden, jedoch noch nicht eingegangen. J-edenfalls sei von unseren Behörden in dieser Sache nichts versäumt. Auf eine Anfrage Dr. Wiemers (Frs. Vlp.) wegen des Ostsee- und Nord seeabkom mens erklärte der Staatssekretär v. Schön, es handle sich bei dem Ostsee-Abkommen im Gegensatz zu mehrfachen Behauptungen der ausländischen Presse in keiner Weise um die Schafsiing eines mare clausum. Tiefer Gedanke sei niemals erwogen worden: es handle sich um die Erhaltung des status quo und um daö feierliche Versprechen der beteiligten Staaten, an dem gegenwärtigen Stande tüt feiner Weise zu rütteln, was hoffentlich ein wesentliches Moment der allgemeinen Beruhigung und der Festigung des Friedens sein werde. Ter Etat für „Kiautschuu'tz über den Sr. Paasche referierte, wurde vielfach angegriffen, politiim und wirtschaftlich. Ter sozialdemokratische Abgeordnete Lede- Lour will Kiautschau China zurückgeben. Der Abg. Erzberger (Ztr.) beruft sich auf das kürzlich ausgesprochene fkeptlfche Urteil des Generals Jrhr. v. der Goltz. TrWiemer Arf. Vpt.) meinte, die Enrwiaeiung von Kiautschau habe den Hoffnungen nur wenig entsprochen. Japan sehe ruhig zu und treue ftch, daß wir recht viel Kapital hineinsteckten. v. Tirpitz betonte dagegen, daß man bei der Beurteilung des Wertes von Kiautich.au berücksichtigen mäste, daß Tsingtau aus einem ölenden Fstcheroon ohne Hinterland in neun Jahren den seit 43 Jahren bestehenden Kvnkurrenzhofen Tschisu übeniugeü: haoe. Ter Staatssekretär wies ferner auf die große Bedeutung von Kiautschau für die Ausbreitung des Deutschtums in China bin, rnsbeiondere tu Schantung. Staats,etretär v. Schön schwn sich v. Dirpitz an und erklärte, daß er vom politischen Stand- puntt aus die Aufgabe Kiautichaus als einen schweren Fehler bezeichnen müsse. Man wiirde tn einem solchen Schritte einen Beweis von Schwäche fehen, aus i>cm. sich ganz unabichbare gen ergeben würden.
«rr ~ 5>er »rocite Vizepräsident des Reichstages, Abgeordneier Kam p r, ist feit einiger Zeit an einem Jnfluenza- Anfall erkrankt und wird nock) mehrere Lage das Bett hüten mülien.
Ver-nischt*^
* Berlin, 12. Febr. Im Friedberg-Krach beginnt sich mm die twge nach und nach zu fläven, sehr zu unguusten des ge- ivissenlofen Gründers und seiner Helfershel,er. Tie Prüfungen und Vernehmungen zeigen insbesondere, daß auch Depots unter- i cf) lagen worben sind. Im Zufaininenhang mit dem Krach sind der Staffierer Thon.ke und Friedbergs Geliebte, die uuverehelichle BogdanSky, verhailel worden. Es ist feftgefleUt, daß ichon feit zwei Jahren absichtliche Berschleierungeii vorgekommen sind. Der Konkurs ist von den Gläubigern noch nicht angemetdel; auch ist der Verlust uoch nicht zu übersehen, doch bützl z. B. cm Gläubiger aus Bayern allem eine halbe Million em. Die Geliebte F. Bohns, des verschwundenen Direklors der Aulomobilzenkrate, die unverehelichte Emmerich, ist verfchivundcn. In der Wohnung her Begdansky in Schlachlcnsce wnrden ein Silberjchatz, Ringe mit Vrillaiucn, bares Geld und für 60 000 Alk. gute 'liierte au, eine hiesige Großbank gefunden. — Im Torweg des Hauses Krautsslr. 37 (Berlin O.) wurde gellem nachmittag von Hausbewohnern die in Zeilungspapier gehüllte Leiche eines kleinen Knaben aufge- iimbeii. ^lach Ansicht des hmzugezogenen Ariuenarzles ist diejer wayr° icheinUch eidioßelt worden. — Im Vororie Sieglitz erregte die Verba , t u n g des H u n ft m a l e r s Fritz W 11 d y a g e n Au iehen. Seil längerer Zeit wurden ivährend der Duutelheil Frauen u. junge Mädchen in Sieglitz von einem unbetaimicii Alaun 111 |cl)amlo,er Weije belästigt. Der Alaler hat früher eme Zeitlang 111 den Troven gelebt und zuletzi den Staais,ekretär Tcmburg auf ,emev oftaircka- uijchen Stildlenreife begleitet. ALildhagen t,t ‘ em begabter lianb- Ichailsmaler, desjen Bilder auf den letzten großen Berliner Kunst- aus|ietlungen Jnteresje und Hosfuungen erregt haben.
Suchte Tageschronik.
In Stuttgart wurde die 60jäl)tige Weißzeugzeichneriil Lh r l st i n e Fischer mit einem Stich un Hälfe ermord ei amgcuuiöeit. Die Tür war von außen veifchloyen. TerSchlüsjel zur Wohnung lag auf der Schwelle. Tie Ermordete wird als em eigenartiges altes Iläutern gefchtldert. Nach ärztlicher und staats auwaltjchajtlrchcr Untersuchung handelt es sich um einen Lust- m 0 r d.
Em A u t 0 m 0 b 11 u n f a 1 l ereignete sich auf der Ehauffee zwischen Brühl und Köln. In der Dunkelheit fuhr em Chauffeur ui voller Fahrt gegen einen Baum. Er wurde in weitem Bogen aus dein Wagen gefchlendert und auch zwei Insassen wurden schwer verletzt. Tas Fahizeug wurde gänzlich zerliümmert.
Nach Berichten aus Kairo hatte der älteste Sohn des Herzoas von Cumberland, Prinz Georg Wilhelm, dort eine Begea- 11 u n 3 mit dem Prinzen Waldemar v 0 n Preußen dem Sohne des Prinzen Heinrich. Beide machten gemeinsame Fahrlrn durch die lydische Wüste zur Besichtigung der bortwen I Sehenswürdigkeiten.
Airche und Schule.
— Eine Verfügung des preußischen Unterrichtsministers an die Provinzial,'chnlkollegieii bezweckt die Förderung des englischen Unterrichts an den Gymnasien. Die Bedeutung der englischen Sprache int literarischen, kommerziellen und politischen Leben mache es, so wird daraus mitgeteilt, wünschenswert, daß die Schüler der Gymnasien wenigstens so weit mit dieser Sprache vertraut siiid, daß sie eiiglische Bücher mit Verständnis lesen und sich selbständig weiterbilden können. Im eigenen Interesse der Gymnasien und der Erhaltung ihres Lehrplanes liegt es, ihren Schülern die Berechtigung dieser Forderung zum Bewußtsein zu bringen. Die Beteiligung an dem Unterricht soll besonders durck die Auswahl der Lehrer und die Anordnung des Stundenplanes gefördert werden. Der Minister verweist aus die Bestimmung des allgemeinen Lehrplanes, nach der es zulässig ist, daß in bim drei oberen Klassen an Stelle des verbindlichen Unterrichts im Französischen solcher im Englischen mit je drei Stunden tritt. Tas Französische wird dann wahlfreier Lehrgegenstand mit je zwei Stunden. Im nächsten Ver- waltnngsbericht über die gymnasialen Anstalten soll eine Darlegung der Ergebnisse der Bemühungen der Provinzialschul- kollegien um die Förderung des englischen Unterrichts in den Gymnasien und eine Erörterung weiterer Vorschläge gegeben wm-p. ___ ______
Univerütiits-Nachrrchrsn.
— Professur für K 0 1 0 n t a l r e d) t. Der Wirkliche Adiniralitälsrat und vortragende Rat im Reichsmarineamt, Dr. jur. et phil. Otto Köbner ist als außerordentlicher Professor für Kotonialrecht an der Berliner Universität in Aussicht genommen.
Diarburg, 12. Febr. Ter Pharmakologe Prof. H e i s l e r nahm den Ruf uaeh Berlin als Nachfolger von Prof. Lteb- icicb an.
handel.
— D i e Süddeutsche E i s e n b a h n - G e s e l l s ch a f t Darmstadt ruft auf den 10. März eine außerordentliche Generalversammlung ein behufs Genehmiauua des mit der Stadt Alainz abgeschlossenen Vertrages wegen Einführung des elektrischen Betriebes auf den Mainzer Vorortbahnen.
Märkte.
Gießen, 12. Febr. Viehmarkt. Bei dem am 11. und 12. Februar abgcbaüeneu Markte waren abgetrieben 1384 Stuck Rindvieh und 180 Schweine. — Der nächste Markt findet am 25. und 26. Februar statt.
-th. Gießen, 12. Febr. Ter heutige S eh w e i u e m a r k t batte einen Austrieb von knapp 200 Tieren. Die Ware, soweit Ferkel dabei in Betracht kamen, war, da hierfür Bedarf vorlag, recht hoch im Preise. Läufer waren wenig am Markt, jo daß eine eigentliche Preisnorm sieh dafür nicht bilden konnte. — Tie Verkäufer klagen febr, daß Jungvieh schwer zu haben sei, iveil schon im Herbst die Schweinezucht vielfach eingestellt worden sei. Sie loll sich bei den billigen Preisen für Zuchtmaterial nicht lohnen. — Fette Schweine in bester Ware wurden von den Gießener Metzgern augenblicklich mit 57—58 Alk. der Zentiler Schlacht- geivicht bezahlt, während geringere Ware 2—3 Mk. billiger bezahlt wird. — Der Preis für 6 Wochen alte Ferkel stellte sich auf 34 bis 36 Mk., kräftigere Ferkel, bis 12 Wochen alt, wurden zu 42—45 Alk. da? Paar abgegeben.
Limburg a. d. L., 12. Febr. Frucktmarkt. Durchschnittspr^ pro Malter. Roter Wetzen (nass.) 17,86 Mk., weißer Wetzen 00,00 Mk., Korn 14,83 Alk., Gerste 11,33 Alk., Haier 7.91 Alk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 6,00 Mk.
Ittrchteche Naehrrchten.
CvattgeUschc (tientcutoc.
Donnerstag den 13. Februar, abends 8 Uhr, im Marku.s- faal: Bibelstunde. (1. Petr.-Brf., Kap. 4.)
Pfarrer Schwabe.
Israelitische Neligiousgemeirtde.
Hottesvren.i in der Syuagoge (Sudanlage).
Samstag den 15. Februar 1908;
Vorabend 5.30 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterkläruug.
Sabbatausgaug 6.30 Uhr.
Israelitische Rcligiorrsgesellschast.
Gottesdienst.
©abbatfeier am 15. Februar 1908:
Freitag abend 5.15 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 6.30 Uhr.
Wocheugoitesdieiist: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr.
Meteorologische Beobiichtnugen
der Statiott Gießen.
Februar
STäroinetcr auf 0u reduzierl
Temperatur der tiuft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
cn
s
Windstärke ! __1
Wetter
1908
12.
<>15
760,2
2,8
4,8
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SW
2
Bed. Himmel
12.
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759,2
1,8
4,8
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SW
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Februa
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4- 3,2 • C.
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-i- 1,4 0 c.
Telefonische des Giessener Anzeigers, mitge und Indnstr Frankfurter l»örs# 3>^°/0 Beichsanleihe . . 92.70 3% do. . . 82.90
3y20l0 Konsols . « . . 92.85 3% do 82.85
3 XA °/0 Hessen 91 90 öAolo Oberhessen . . . 92.00 4 % Oesterr. Goldrente. . 99 30 4'/s?o Oesterr. Silberrente 99 60 4% Ungar Goldreute . . 94 50 4% Italien. Rente . . . —.— 356 Portugiesen Serie I 62.05 3% Portugiesen n III 62.60 4>$°/0 russ.Staatsanl. 1905 94 75 4>$ °,0 japan. Staatsanleihe 89.25 4 % Uonv. Türken von 1UU3 06.0V Türkenlose 146.40 1% Grieeh. Houopol-Äul. . 49.50 4 % äussere Argentinier . 86.60 d°/0 Mexikaner .... 65.80 4>»u/0 Chinesen . . , 96.40
Aktien:
Bochum Guss 198.40 Buderus E. W —
Tendenz: ruhig.
Berliner Börse, 13
Cauada E. B 143.40 Darmstädter Bank . . . 125.90 Deutscne Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . .
Dresdner Bank . . . 137.70
Tendenz: träge.
Kursberichte
teilt von der Bank für Handel ie. Giessen.
>, 13. Februar, 1.15 Uhr.
I Elektnz. Lahmeyer . . . 120.80 Elektriz. Schlickert . . . 105.90 Eschweiler Bergwerk . . 205.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 183.70 Hamburg-Amerik. PaketL 119.40 Harpeuer Bergwerk. . . 199.00 Laurahütte 216.00 >ordd. Lloyd . ... 106.ä0
Obeischles. Eisen-Industrie 96.00 Berliner Handelsgos. . . 159.00 Darmstädter Bank . . . 126.40 Deutsche Bank .... 236.10 Deutsch-Asiat Bank . . 140.30 Diskonto-Koimnandit . . 171.30 Dresdner Bank .... 138 50 Kreditaktien 202.80 Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn 81.80 Gottbardhahn —.— Loiuuard. Eisenbahn . . 26 OJ Uesierr. Staatsoaüii . . . 144.80 Bnnce-Henn-Eiseubahn . 116,00
Februar. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . — .—
Laurahütte — i.ombardeu E. B. ... —.—
Xordd. Lloyd 106.60
1 urkenlose ..... 146.40
TOO o e.n AuJor'la,e'L "Larm empfohlen, weil sie nicht nur den lokalen 2,8 ReU sofort aufheben, sondern auch die Heilung einleiten.
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eZ ^.o^cn 4Pakete verbraucht, da ich durch verschiedene Lperationcn geschwächt war und auyerdem noch Oyrensauieu Halle und muß wirrllch neitcben, day es nur selir nut getan bat, denn ich bin viel dicker und kräftiger geworden. Dainals war ich auch sehr nervös, was ilch letzt ebenfalls sehr gebessert bat. Ich sehe auch wohler auf- unb glaube ganz nchcr, daß Jeder der das Biofon braucht — gegen schwache, Blutarmut :c. — und dasselbe nach Vorschrift zubereftet, m kurzer Zeit Bcsierung verspüren wird. Ich Hobe das Präparat Soho -Manchem cnwtoylen und war mit demselben stets sehr zu- ^edc". Der Geichmack des Präparates ist sehr gut. Hochachtungs-
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