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9.5.1908 Drittes Blatt
 
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,MAGGIS gute, sparsame Küche1

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Nr. 109

Drittes Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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DieEichener Familienblätter" roerben dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisbiort für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zrit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: es© 51. Redaktion: e^ 112. Tek.»Adr.: AnzeigerGießen.

Meteorologische Beobrrchtnugen

der Station Gieße».

Sie sollten deshalb energisch darauf dringen, das; die fraglichen! Dienststellen Hand in Hand arbeiten. Vielleicht empfehle es udi, die von den Besitzern iwdj nicht gemachten Kanalanschlüsse durch die Stadt aussühren zu lassen.

Der Vorsitzende bemerkt, das ginge schon deshalb nickt- weil ohne den Plan der Hauskaualisation der Hausanschluß nickt gemacht werden könnte. Die säumigen Hausbesitzer seien jur Anzeige gebracht und würden bestraft.

Stadw. Krumm schlägt vor, der Post mitzuteilen, welche Straßen demnächst hergestellt würden, damll sie sich bei den Kabellegungen danach cinridjten könne. Die für die nichtausge- führten Kanalanschlüsse festgesetzten Strafen schienen ihm zu niedrig zu sein.

Der Vorsitzende sagt dazu, die mögliche Höchststrafe sei 60 Mk., gewöhnlich aber würden nur 15 Mk. vom Amtsgericht verhängt.

.Beig. Georgi und Stadtv. Habenicht führen unter Anführung von Spezialfällen aus, das; die Stadt selbst bebnucr> licherweise noch nicht alle städtischen Gebäude an das Kanalnetz angesä)lossen habe.

Der Vorsitzende will den mitgeteilten Fällen nachgehem Er teilt noch mit, daß er sich bis jetzt vergeblich bemüht habe, das Gaswerk zur Vornahme des Kanalanschlufses zu bewegen.

Polizei.

Stadtv. Dr. Ebel fragt an, wie es mit den Verhandlungen mit dem Staat wegen der Ilebernahme der Polizeiverwallniig in die städtische Verwaltung stehe. Wie der Vorsitzende dazu ausfüh'.!, ilt vor nicht allzu langer Zeit ein ablehnender Bescheid des Ministeriums gekommen, weshalb er dieserhalb erneut vorstellig werden roül.

Oktroi.

Stadtv. Helm verlangt Aufhebung der Oktroifreiheit für die sog. alkoholfreien Weine. Beig. Keller bemerkt, daß eine Vorlage hierüber vor einiger Zeit der Finanzkommission über­wiesen wovden sei.

B'd s i tz w e ch s e l a b g a b e.

Wie der Vorsitzende mitteilt, hat das Ministerium die Ansammlung des Ertrags der Besitzwechselabgabe und der Wert zuwachssteuer in einem besonderen Fonds empfohlen, der 1'310 als^Ersatz für die fortfallenden Oktroibeträge dienen soll. Er schlägt vor, davon abzusehen und statt dessen eine vermehrte Schuldentilgung und eine Verstärkung des baren Betriebsfonds eintreten zu lassen. Schon 1907 habe man 54 000 Mk. Schulden mehr getilgt, als man verpflichtet gewesen sei, und außerdem dem Betriebsfonds 27 000 Mk. zugeführt. Für dieses Jahr habe man für den Reservefonds 42 000 Mk., für vermehrte Schulden­tilgung 66 000 Mk. und für den Betriebsfonds 10 000 Mk. vor­gesehen. 1907 betrage also die Besserung der städtischen Finanzen: 81000 Mk. und 1908 sogar 118 000 Mk.

Beig. Georgi führt aus, hierüber könne man verschiedener Ansicht sein. Jedenfalls aber halte er cs nicht für richtig, die in Titel 1 (Reste aus früheren Jahren? eingestellten Fech-' betrüge aus 1907, die aus dem verspäteten Inkrafttreten irr .Kanalgebührenordnung und der Besitzwechselabgabe entstanden seien, jni lausenden Jahre zu decken. Bloß weil die Sm e beim Steuerausschlag nichts ausmache, sei er nicht gegen die Maßnahme.

Erbauung von Wegen, Straßen und Anlagen.

Der Vorsitzende bemerkt dazu, die vorgesehenen Straß Herstellungen sollten nicht alle in diesem Jahre borgens in. ;4, werden. Es sollte nur das nötige Material im Herbst beschafft werden, da es dann billiger sei.

Die Stadtvv. L ö b e r und Petri treten für endlich Her­stellung der Weserstraße ein. Der Vorsitzende bemerkt dazu, die Arbeiten würden in aller Kürze in Angriff genommen werden, nachdem sich bei einer Rücksprache mit dem Ministerialdezernentcw über den Bebauungsplan für die Schwarzlach ergeben habe, daß die Fluchtlinie nicht geändert werde.

Stadtv. JugHardt betont die Notwendigkeit, die Trottoirs! in der Steinstraße zu verbessern.

Kapitalien.

Der vorgesehene Anleihebedarf wird unter der Voraussetzung! bewilligt, daß bei Aufnahme der Anleihe nochmals ein Beschluß der Versammlung herbeigeführt wird.

Hiermit ist die Voranschlagsberatung erledigt.

Stadtv. L ö b e r macht darauf aufmerksam, daß eine Hofreite in der Lahnstraße ohne Wasser sei und fragt, ob es nicht möglich sei, das Haus an die Wasserleitung anzuschließen.

Der Vorsitzende bemerft dazu, es handle sich um eine Hofreite, die von einem Besitztum in der Hammstraße abgetrennt sei. Wenn der Besitzer nicht bis zum Ausbau der Lahnstraße warten wolle, müsse er sich an die Leitung in der Hammstraßg anschließen lassen.

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Sitzussg öer

Gießen, den 7. Mai 1908.

Voranschlag für 1908

(Schluß.) Märkte.

Stadtv. Troß regt an, für Großvieh statt wie seither in Zukunst oU Pfg. zu nehmen und in die llmzäunUng auch einen Eingang für Menschen, etwa einen Triller, zu machen. Für Vieh habe man 3 Eingänge.

Nach Mitteilung der Oberbürgermeisters soll beim neuen Vlehmarktplatz beiden Anregungen Rechnung getragen vevden.

_ . Fried Höfe.

Stadtv. Krumm fragt an, wie lange der jetzige hohe Tarif für dre Gräber, namentlich die Reihengräber, noch genommen werden soll.

Der Vorsitzende bemerft, der Preis sei nicht zu hoch. Man setze vielfach noch Geld zu, da in dem Preis eine ganze An­zahl anderer Dinge enthalten seien. Eine Herabsetzung sei so Hange nicht durchführbar, als die städtischen Finanzen nicht wesent­lich besser geworden seien.

Stadtv. Jann ist mit dem Wunfche des Stadtv. Kvumm einverstanden und meint, man solle auf den Anforderungszetteln zum Ausdruck bringen, was damit alles bezahlt werde.

Beig. Keller erklärt, bei allen Anfragen würde bereit­willig eine spezifizierte Aufstellung der Kosten mitgeteilt. Der Vorsitzende hält eine Spezifizierung im allgemeinen für un­zulässig, da die Gebühren als Paufchsuntme festgesetzt seien.

Nach toeiteren, die Anregung des Stadtv. Jann unterstützenden Bemerkungen der Stadtvv. Plank, Petri, Haubach und Simon erklärt man sich damit einverstanden, daß auf dem Ansorderungszeitel ein Zusatz gemacht wirdeinschließlich der und der Gebühren."

Volks- und Fortbildungsschule.

Stadtv. Krumm fragt an, was mit den Schulbaracken ge­macht werde und bittet um Aufklärung darüber, warum nur 65 0/0 der zur Entlassung kommenden Schüler das Klassenziel erreichen.

Ter Vorsitzende erwidert, die Baracken brauche man noch. £er anderen Frage will er nachgehen.

Stadtv. Habenicht regt an, auch in dem Schulhaus an der West-Anlage Zentralheizung einzuführen. Sie sei in sanitärer Beziehung vorzuziehen und ermögliche vor allem auch das Heizen der Korridore. Weiter rügt er den unschönen Bretterverschlag im Treppenhaus, der gemacht worden sei, nm Knaben und Mädchen zu trennen und wünscht die Verteilung der neuen Bünte auf alle Schulhäuser.

Ter Vorsitzende halt die Beibehaltung der Ofenheizung für nicht bedenklich. Die Anbringung des Verschlags int Treppen­haus sei seinerzeit von der Versammlung genehmigt worden.

Nachdem sich Stadtv. Habenicht nochmals für baldige Ein­führung der Zentralheizung ausgesprochen hat, erklärt der Vov- sitzende die Sache im Schulvorstand und der Ähuldeputation zur Sprache bringen zu wollen.

Stadw. Haubach ist vorläufig noch nicht davon überzeugt, daß die Zentralheizung wirklich das bessere sei und bemerkt weiter, ihm seien die hohen Anforderungen für die bauliche Unterhaltung der Schulhäuser ausgefallen, namentlich bei den Schulhäusern an der Nord-Anlage, der West-Anlage und dem Realschulgebäude.

2er Vorsitzende teilt aus den Spezialvoranschlägen mir, wie sich diese Posten zusammensetzen.

Beig. Georgi hält den für das Treppenhaus des Schul- bauses an der ^Lord-Anlage vorgesehenen Linoleumbelag nicht für praktisch.

Ter Vorsitzende will das geäußerte Bedenken iwch einmal dem Schulvorstand mitteilen.

Stadtv. L ö b e r hüll die Einführung der Zentralheizung zwar für wünsck-enswert, ist aber der Ansichi, daß man nicht alles auf einmal machen könne. Die Oefen in dem Gebäude an der West-Anlage seien erst vor wenigen Jahren gesetzt worden, wes­halb man sie jetzt nicht wieder herausreißen solle.

Nachdem noch Stadro. Dr. Ebel sich für Zentralheizung ausgesprochen hat, beschließt man auf Vorschlag des Beig. Georgi, alle gegebenen Anregungen nochmals der Baudepuratwn zu Über- weisen.

Denkmäler.

Beig. Georgi bemerft, man habe das Liebigdenkmal in diesem Winter zum erstenmal nicht verhüllt. Das Denkmal sehe nach seiner Ansicht schlecht aus, weshalb man lünftig die Hülle wieder anbringen möge.

Oberbürgermeister Mecum macht daraus aufnierfam, daß bas Weg lassen der Umhüllung auf Wunsch der Versammlung ge­schehen sei und auch der Schöpfer des Denkmals sich damit ein­verstanden er.lärt habe. Er schließt sich im übrigen der Meinung des Beig. Georgi an.

Gemeinnützige Ansta lten.

Einem Gesuch des Kirchenrats Naumann entsprechend, wird der Zuschuß zur Kleinkinder-Lewahranstalt von 300 auf 500 Mk. erhöht. Weiter wird der Zuschuß der Elisabet-Kleinkinderschule von 100 auf 200 Mk. gebracht.

Straßenunter Haltung.

Aus eine Anfrage des Stadtv. K ru m m , woher die Steigerung des für Straßenhaudarbeiren vorgesehenen Betrags von 15 000Mk. auf 25000 Mk. komme, bemerkt der Vorsitzende, daß nach dem Abschluß der Kanalisationsarbeiten roteter intensiver an der Instandhaltung unserer Straßen gearbeitet werde.

Weiter betont Stadtv. Krumm seine Gegnerschaft gegen die jetzt eingeführte Enllohnung der Arbeiter nach ihrer Leistung und führt weiter aus, der Beschluß der Stadtverordneteu hierüber werde maugelhast ausgeführr. Es werde nämlich feinem in der Straßenreinigung und Kvnalisation beschäftigten Arbeiter der vorgesehene Höchstlohn von 36 Pfg. bezahlt.

Der Vorsitzende meint, es sei nirgends gesagt worden, baß der vorgesehene .Höchstlohn auch bezahlt werden müsse. Er habe sich wiederholt verlässigt, daß die Arbeiter entsprechend be­zahlt würden, teilweise sogar sehr gut. Am 1. April seien aber­mals 30 o/u der städtischen Arbeiter aufgebessert worden, wahrend in der Jirdustrie usw. die Löhne vielfach heruutergmgcu. ?tach einer Statistik des Verbandes städtischer Arbeiter ^eutichlands zahlen bei der Straßenreinigung 30 Scadte mehr als Gießen, 25 weniger und 11 annähernd gleich, bei den Kanalarbellen und die entsprechenden Zahlen 11, 6 und 6. Da es llck ber den fraglichen Städten, zum großen Teil um größere und teuere ^>radte wie Gießen handle, könne man sagen, dai; Gregen reckt aniraudig

Höchste Temperatur am 7. bis

Niedrigste , , 7. ,

bezahle. Die Bezahlung nach Leistung sei für die Stadt und die Arbeiter recht vorteilhaft. Es seien z. B. seit ihrer Einführung keine Bestrafungen von Arbeitern wegen verbotenen Wirtschafts- desuchs während der Arbeitszeit notwendig geworden.

Stadtv. Krumm ist der Ansicht, bei verbotenem Wirtsl-aus- besuch während der Arbeitszeit solle man die Leute entlassen. Im übrigen bestreite er, daß der Beschluß über die Lohnhöhe so ausgeführt worden sei, wie die Stadtverordneten ihn gemeint hätten. Er ersuche um eine Ausstellung der bezahlten Löhne unter JB ei iügung der Tienstjahre der einzelnen Arbeiter. Zu dem Stadtbaumeister könne man ja Vertrauen haben, daß er gerecht vorgehe, aber nicht immer zu den unteren Stellen.

Ter Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß im vorigen Jahr alle städtischen Arbeiter aufgebesscrt roorden seien. Wenn man nicht gleich bis zu den beschlossenen Höchsllöhnen gegangen sei, so beruhe dies daran», daß man bei weiterem Steigen der Lebensmilteipreise noch ^Lohnerhöhungen einlreten hätte lassen können.

Stadtv. H a u b a ch hält die Lohnzahlung nach der Leistung für die Arbeiten und für die Stadt für gleich segensreich. Insofern habe aber Stadtv. Krumm nicht unrecht, als man damals gemeint habe,^ die Stabt solle auch bis zu bewilligten Höchstlöhnen gehen.

Stadtv. Dr. Ebel spricht sich ähnlich aus.

Der Vorsitzende sagt zu, daß die vom Stadtv. Krumm gewünschte Aufstellung gemacht wird.

Straßen reinig ung.

Stadtv. Brück hält es für angebracht, daß auch die Rotten­ausseher den Besen in die Hand nehmen und sich an der Arbeit beteiligen.

Stadtv. Jughardt, der schon früher allerdings erfolglos die gleiche Anregung gegeben hat, unterstützt das Verlangen und der Vorsitzende bemerkt, ihm gefalle das jetzige System and) nicht.

Stadtv. H e l m ersucht um Ausstellung eines Bedürsnishäüschens bei den Kliniken, etwa in der Nähe der Hofmannstraße. Ferner seien für die Besucher der Anlagen derartige Eitirichtungen erforder­lich, etwa je eine Anstalt in der Süd- und in der Vord-Anlage, beide für Damen und Herren.

Nach den Mitteilungen des Vorsitzenden sind Bedürfnisanstalten für Männer und Frauen in Aussicht genommen für den Liudenplatz, Osroaldsgartcn, Ecke der West-Anlage unb Bahnhofstraße, sowie späterhin in dem Torhäuschen am Theater. Die Bedürfnishäuschen am Selterstor und am Viadukt bei Geilsuß würden dann entbehr­lich werben und eines von ihnen sollte bann bei den Kliniken Ver­wendung finden.

Stadtv. Plank hält einen Ersah für das in der Bahnhof­straße beseitigte Bedursnishäuschen für notwendig, was nach Mitteilung des Vorsitzenden bereits vorgesehen ist.

Dem Stadtv. H a n b a ch sind Beschwerden zii Ohren gekommen über die Entleerung der Haliskehrichtkasten. Namentlich in den Geschäftsstraßen sollte die Entleerung m der Nacht ober mindestens früh morgens flattfinben. Auch für die Kehrichlwagen, die selbst Staub verbreiten, fei ein besseres System roünfchenswert.

Ter Vorsitzende will anordnen, daß bie Entleerung in den Geschäftsstraßen bis 10 Uhr morgens vorgenommen wird.'

Stadtv. Dr. Ebel rügt die Verunreinigungen der Straßen und Anlagen durch Hundekot und regt eine Verordnung an, daß die Hunde an der Seine zu führen sind.

Oberbürgermeister 9)1 c c u m meint, man solle an den Anstand der Hundebesttzer appelliören.

Stadtv. K r u m m meint, bei einer Polizei-Verordnung werde nicht viel herauskommen, ist aber dafür, daß zum Schutz der An­lagen bei Beschädigungen durch Hunde energisch mit Strafen vor- gegaiigen wird.

Straßenbeleuchtung.

Stadv. Helm regt bie Beleuchtung der öffentlichen Uhren an, was nach Ansicht bes Vorsitzenben sehr viel Gelb kosten würde.

Kanäle.

Stadtv. H a u b a ch regt an, außer den 3000 Mk. Ausgaben, die für Erhebungskosten an die Sladlkasfe abzuführen sind, nock) einen Teil der Besoldungen der mit dem Kanal beschäftigten Beamten auf den Titel in Anrechnung zu bringen. Damit erreiche man, daß bie Kanalschuldentilgung sich auf längere Zeit verteile, was durchaus richtig fei.

Aiif Vorschlag des Beig. Georgi wird der dafür vorgesehene Betrag auf 3°/0 der gesamten Kanaltosten, also 6000 Mk. bemessen.

Vertilgung schädlicher Tiere.

Stadtv. K r u m in bespricht die Schnakenplage unb macht insbesondere auf bie Brutstätten auimerffam, die sich in den Back­steinlöchern im Neustädter Feld befinden.

Nach einer Mitteilung des Vorsitzenden über bie in Aussicht genommenen Maßnahmen bemerkt Stabtv. Plank, daß es zur Vertilgung der die Wieseck Ijerabfommenben Brut beitragen werde, wenn die Wieseck im Unterlauf erst einmal wieder mehr Fische haben roerbe. Das sei zu erwarten, wenn die Abwässer des Gas- iverks nicht mehr hineingeleitet mürben. Auch bie Lahntümpel bei Dutenhofen seien gefährliche Brutstätten.

Zwecke des Kreises und der Provinz.

Stadtv. Eichenauer fragt an, wem eigentlich die Unter­haltung der Licher Straße obliege, bie jenseits des Bahnübergangs in sehr schlechtem Zustand sei.

Der Vorsitzende erwidert, das in Frage kommende Stück sei Kreisstraße, es sei auf eine Anfrage von ihm im Kreisausschuß baldige bessere Herstellung in Aussicht gestellt worden.

Beig. Georgi bemerkt, es sei gut, daß sich der Kreisausschuß der Sache angenommen habe, denn der jetzige Zustand sei geradezu fkandalös.

Beig. Heyligenstäbt führt aus, daß mit Rücksicht auf die dortigen schwierigen Verhältnisse für später Pflasterung in Aussicht genommen sei.

Stadtv. Helfrich macht darauf aufmerksam, daß man die alte Chaussee mit vieler Mühe herausgebrochen habe, um eine neue anzulegen. Das fei doch nicht richtig.

Stadtv. L ö b e r rügt, daß bie Dammstraße, bie erst vor kurzem gewalzt worben ist, jetzt lüieber an 2 Stellen aufgebrochen sei. Das müsse vermieden werden.

Stadtv. Emmelius bemerkt, dasselbe sei auch in der Kaiser- Allee der Fall.

Beig. Georgi gibt dem Stadw. Löber völlig Recht. Der Oberbürgermeister solle mit aller Strenge darauf bringen, daß die in Frage kommenden Stellen sich besser verständigen. Tie hier gerügte Art loste mehr und trage erheblich zu dem schlechten Straßenzustand bei.

Der Vorsitzende betont, daß eine entsprechende Anordnung bestehe. Den heute vorgebrachten Fällen werde er nachgehen.

Stadtv. Petri führt aus, die Stadtverordneten würden von der Bevölkerung für solche Fälle verantwortlich gemacht.

138. Jahrgang Samstag 9. Mai 190?

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General-Anzeiger für Gberhchen