Nr. 160
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.
Obcischles. Eisen-Iudustrie 99 25
89,00
Pnuce-Heuri-Eisenbahn .
Berliner Börse, 10. Juli. Anlangskurse.
160.00
204,40
149.00
54.20
136.00
197.75
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9] .80
Llarpener Bergwerk Laurab iitte . .
Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . .
1 ürkenlose . . .
. 115.25
. 103.80
. 192.00
. 188.00
Die ..Siebener Zamillenblätter" werden dem ,9lnaetgere viermal wöchentlich beigelegt, da? „Krclsblatt für den Ureis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
2 n
22.60
148.75
121.00
llarpener Bergwerk Laurahütte . . .
Nordd. Lloyd . .
Canada E. B. .
Darmstädter Bank .
Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: ruhig.
. 159.60 . 122.15 . 230.00 . 133.75 . 171,30 . 136.05 . 194.50
Cu
V
3/£°/< 3%
3 K7< 3% Wlt Wit
212 20
109.20
Reichsanleihe do.
Konsole . . do. . .
Hessen . . .
Oberhessen .
■ c
Hl
Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schlickert . . Eschweiler Bergwerk .
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . .
Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staats bahn .
<5 ü» VL
91.90
83.00
92.00
83.00
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98 50
99.00
93.35
Deutsches Reich.
Zur Zeitungslektüre des Kaisers will die „Kvln. Volksztg." erfahren haben, daß der Kaiser die „Tägliche Rundschau", die er eine Zeitlang als einziges Blatt unzerschnitten erhielt, nicht mehr lese. Der Kaiser wolle von dem „faden Blatt" nichts mehr wissen. Der „Lokal-Anzeiger" sei wieder in seine alte Stellung cingerückt.
Der Großherzog von Baden hat aus Anlaß seines Geburtstages 31 Strafgefangene begnadigt. Unter den begnadigten befinden sich zwei zu lebenslänglichem Zuchthaus Verurteilte.
In der Reichst« gs stichw a hl Kolmar-Czar- nikau-Filehne wurde Gutsbesitzer Ritter (kons.) mit 14 507 Stimmen gewählt; Redakteur v. Lebinski (Pole) erhielt 7467 Stimmen.
katholisch? Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag den 11. In li:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 12. Iu l i, 4. So n n t a g nach Pfi ng st en:
Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
, um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.
, um 8 Uhr: Die zweite heilige Blesse.
„ um 97, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre, daraus Andacht.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion.e-^ll^. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen»
62.60
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97.10
sundes, kräftiges Mädchen pünktlich angekommen ist. Es wird die Namen erhalten: Alerandrine, Karoline, Friderik, Henriette. Luise, Hermine, Ottilie, Wilhelmine, Henny. Tat Harrn Ji woll nich' dacht! Dietrich Haak."
In Paris wurde die deutsche Schauspielerin Holzwart, die in ihrer Wohnung Gilt genommen halte, inS Krankenhaus gebracht.
Aus der Eisenbahnstrecke G r a m m out — Aude n arde (Belgien) entgleiste ein mit Reisenden vollgepfropfter Zug. Drei Personen, unter ihnen der Lokomotivführer und Heizer, wurden schwer verletzt.
In Warschau trug ein 18jähriger Terrorist eine Bombe über den Grzbowplatz und ließ sie fallen. Sie explodierte und zerschmetterte dem Terroristen beide Beine, so daß er sofort st a r v. Zwei Arbeiter, die die Stelle passierten, wurden tätlich, zwei Knaben, ein Droschkenkutscher, eine Dame und ein Träger wurden leicht verletzt.
uw
Gelsenkirchen Bergwerk
Hamburg-Amerik. Paket'. 107.30
S-R
Sitzung -er Stadtverordneten.
G i c 6 e n, 10. Juli.
Anwesend sind: Oberbürgermeister Mecnm, die Beigeordneten Georgi und Heyligenstaedt, die Stadtverordneten: Dr. Biernier, Dr. Ebel, Eichenauer, EmmeliuS, Faber, Gabriel, Grünewald, Dr. Gutslcisch, Haben-cht, Tr. Haberkorn, Heichelheim, Helm, Huhn, Jann, Krumm, Aber, Orbig, Plank, Schaffstaedt, Troß, Wallenfels, Tr. Wimmenauer und Winn.
Mitteilungca.
Tie deutsche Z e l t m i s s i o n, der in einer der letzten Sitzungen Oswalds Garten für den Herbst kostenlos zur Verfügung gestellt worden war, sprach hierfür ihren Tank aus.
Die studentische Verbindung „H a s s o - R h e na n i a" hat ans Anlaß ihres Stiftungsfestes, das am 18. und 19. Juli statt- findet, dem Oberbürgermeister 200 Mk. überwiesen, die am Tage des Stiftungsfestes an die Stadtarmen verteilt werden sollen. Die Gabe wird mit Dank angenommen.
Der früher abgelehnte Antrag des Regiments, die Bürgersteige zur Zeit schlechten Wellers für kleine Soldaten- A b t e i I u n g e n freizugeben, mürbe nut der Beschränkung wiederholt, daß es sich um die Straßen zwischen beiden Kasernen und zwischen Kaserne und Bahnhof handle. Tas Regiment will dafür Sorge tragen, daß Belästigllngen des Publikums vermieden werben.
Nachbein sich bie Stablvv. Loder, Wallenfels und Krumm für bas Gesuch ausgesprochen und Stadtv. Schaf i° It a e d t einige Bedenken geäußert hatte, wirb beschlossen, bem Gesuch in biesem Umfange zu willsahren.
Stabtv. H a d e n i ch t führt dann aus, das Besprengen der Bürgersteige in der heißen Jahreszeit sei vielfach mißständig. Das Wasser halte die im Straßenslaub enthaltenen Bazillen lebensfähig und trage zum Beschmutzen der Kleider bei.
Der Vorsitzende erwidert, die Sache beruhe ans einer Polizeiverordnung und man könne vielleicht ein Ersuchen an das Polizeiamt richten, die Verordnung eine Zeitlang versuchsweise nicht zu handhaben. 9luf seinen Vorschlag wird sich die Baudeputation mit der Angelegenheit beschäftigen.
Etadtv. Heichelheim bemerft im Hinblick auf eine Aenßer- ung des Rechtsanwalts Raab in der letzten Bürgervereins-Ver- saminlung, baü_ bas Kleebachtal-Bahnprojekt zu lässig betrieben worben sei, bie Handelskammer habe alles in ber Sache getan, was ui ihrer Alacht gestanben habe, ebenso sei von ber Tlablvertretnng die Cache mit Eifer betrieben worben.
Der Vorsitzende bestätigt dies und bemerkt weiter, daß nach einer Zeitungsmeldung der preußische Eisoibahnminister mm- in ehr bie Vornahme ber Vorarbeiten auf preußischem Gebiete an- qeorbnet habe. ES sei also alles jetzt erreicht, was nach Lage ber Verhältnisse möglich gewesen ist.
Die elektrische Strahenbahn.
Wie ber Vorsitzenbe mitteilt, hat die mit ber Vornahme ber weiteren Vorarbeiten beauftragte VerkehrSkoinmission bereits gvei Tage nach der Sitzung, in der die Erbauung beschlossen nmrbe, getagt und Verhandlungen ive^cii des zu bernieuden Sachverstän- bigen eingclcitet, sowie beschlossen, behufs Beschleiinigung bei ber Ausarbeiiung ber Plaue einen in solchen Arbeiten erfahrenen Techniker zn bestellen. Bei ihrer nm letzten Freitag unternommenen Besichtigungsreise nach Worms habe bie Kommission viel gelernt. Wie ber Direktor der dortigen Straßenbahn inilgeteilt habe, sei das Ergebnis anfänglich schlecht gewesen, es habe sich aber sofort gebessert, wie man die eine zuerst etwas kurze Strecke bis zum Friedhof verlängert und statt des anfänglichen Vierlelstundenvelriebs von vormittags 10 Uhr ab einen 7',,-Mrnuten-Betrieb eingerichtet habe. "Ter Betriebsleiter Stolle sei eben damit beschäftigt, bie geplante Linienführung in einen größeren Etraßenplan emzuzeichnen. Für 2ie Erlangung der Konzession seien nicht weniger als 27 Plane 'n. s- iv. m dreifacher 'Ausfertigung notivendig, ivas nicht von dem Vorhandenen Personal geleistet iverden könne. Ter deshalb erfor- Lerlichen Annahme eines Technikers ivirb zugestimmt.
Etadlv. K r n in m weist daranf hin, daß die in Worms von Ser Stadt zu leistenden Zuschüsse nicht so groß seien, als man früher geglaubt habe. Eine AuSkiiilst hierüber werde auch für hier zur Beruhigung beilragen.
Ter Vorsitzende bestätigt dies. Ter städtische Zuschuß sei iiii Worms von Anfang an geringer geivejen, als man geglaubt Labe. Er fei im Jahre nicht größer als 22 000 Alk. gewesen, wobei .in beachten sei, daß daS städtische Elektrizitätswerk bei dem mit -14 Pfg. berechneten Preis für bie Kilowattstunde 12 000 Alk. verdient habe.
Stnbtu. Grünetvald bemerkt, er habe sich in der letzten 'Litzung nach zivei Richtungen hin dein gefaßten Beschluß getilgt, V>e er jetzt für unrichtig erkannt habe. Tie Linienführung 'm bie . sicher Straße sei zweifellos nicht jo gut, ivic bie in die Kaiser-Allee, «a die borügen Vergnügungslolale u. s. w. eine bessere Fregnenz »er Bahn verjprechen als die beiben Anstalten in ber Licher Straße, lei beiieit doch mir bie Äelncher, nicht ober bie Insassen für die Bahn in Betracht kämen. Auch der Oberst unseres Regiments, ber ' ^och bie Verkehrsverhälmisse genau kenne, halte die Kaiser-Allee I ir zweckmäßiger. Auch bezüglich der Frage, ob man mit der ! anberen Linie bis zum Friedhole ober nur bis zum Wiejecker Weg 11 -ihren solle, sei er zu ber Ansicht gekommen, baß ber Betrieb rentabler sein werde, luemi man bis zum Friedhof fahre.
Stabtv Löb er stimmt diesen AuSführiiNgen zu unb meint, darüber herrsche eigentlich nur eine Meinung.
Steins Garten.
Nach den Milteilun.:. .i i . .. r ;men ist Steins Garten, dm der frühere Bessre'. Stein unter Ausfall eines Teils der Hypotheken für 17o öUO Mi. wieder erworben hat, der Stadt hr 225 000 Mk., also so, ioi£ das Etablifsement belastet ist, ungebeten worben. Wenn die Stadt ihn enverben würde, müsse
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Haben Sie Ihren Kindern schon Bioson gegeben?
'LiÄK, bann Überzeugen Sie sich durch untenftebenben Brief, wie diefe», Mittel als e^uiaonabnmo auf die Stimmung und die Entwicklung emwirkt. xjt schon nach wenigen Tagen roten sich die schmeckt^thnen. UlbCr n)cröcn ^bhafter, sinb fröhlicher und das Essen t ■ j 'y.t r Berlin, den 1. Mai 08. Zu meiner ftreube kann 'ch Ihnen heute müteilen, önB ich <jhr „Bioson" mit Eacao m^fapüptt^Vininn11110 1Ur Gewichtszunahme angewandt habe und Q nÄ S LhH, verzeichnen hatte, ^ch habe meinen beiden >. ^val täglich Biown verabreicht und tonnte zu meiner
’A, e 'eAcn' baß bas Aussehen von Tag zu Tag besser wurde und pemegen ist,- auch größere Körpergewichts^ ."'brden. Bioson mit Kakao Übertrifft f cf ^mmlicbtei t Wohlgefchmack jedes andere Getränk, ^üj
m? ”ut äUlriedenem Herzen sagen, dag Zhr Bioson ein unh .....anai aüen meinen Freunden
lehr empsehlen. Hochachtungsvoll! gez. Frau a n n i e i ß b a r t, Berlin E. 54. Stemstr. 28. Unterschrift K hL1!in1 ^ctlh T' 27«?lai Münch, Borst, d. 207. St.-Bez. Erhaltl. in Apotheken, Drogerien ufw. das V3 Kilo 3 AU. [b30/.
Vcrmr-chtcs.
* Heber die unglückselige Petersburger D u e l l a f s ä r e , von der wir bereits kurze Mitteilung machten, wird noch gemeldet: Graf Sumarolvw-Elston, Sohn des sehr reichen Fürsten Jussupow, der hei dem Duell mit dem Grasen Manteuffel durch einen Schuß ins Herz getötet wurde, hatte erst im vorigen Jayre die Universität verlassen. Sein Gegner Graf Manteuffel ist ein junger und schöner Offizier des Leibgarderegiments zu Pferde; er hat.e sich kürzlich mit einer Komtesse Hehden verheiratet. Irrungen in dieser jungen Ehe sind die Veranlassung des Duells gewesen, dessen Ausgang die hochangesehenen Eltern des Getöteten in tiefe Trauer versetzt hat. Die Leiche ist seziert worden. — Ein Duell zwischen den ruf). Abgg. Markow und Pergament, das am Dienstag im lldelnaja-Park bei Petersburg stattfinden sollte, wurde durch das Eingreifen der Polizei verhindert. Noch bevor die Duellanten zur Mensur antraten, erschien ein Polizeioffizier, beschlagnahmte die Pistolen und forderte die Beteiligten auf, ruhig nach Hause zu fahren. Gleichzeitig erschienen 40 berittene Polizisten, die den Park umstellten, um die Rückkehr der Duellanten zu verhandern. Am Donnerstag aber hat nun doch dieses Duell ftattgefunden. Nach einmaligem Eugelwechfel bei 25 Schritt Distanz blieben beide Gegner unverletzt, worauf sie sich versöhnten.
Slcinc Tagcschronik.
Emen beneidenswerten Humor verrät folgend: Geburtsanzeige eines Familienvaters, die sich im „Hoyaer Wochenbl." besindet: „Meinen neun Freunden in Hoya, bie sich vor zwei wahren als Paten zu meinem s e ch z e h n 1 c n K i n d e kontr lich verpsli^tet haben, die Nachricht, daß dasselbe nun als ein ge-
Heer rn,- Flotte.
— Eine kriegsmäßige Transportübung mit leichten Armeelastsahrzeugen behufs Erprobung von verschiebeueii Lastkraftwagentypen auf KriegSbrauchbarkeit unb Feststellung ihrer Subventionssähigkeit zwecks Einführung in bürgerliche Betriebe "ahm am 8. Juli von Berlin aus ihren Anfang. Tie Uebung geht über Gotha, Eisenach dis Herswld (20. Juli), von Hersfelb über Bebra, Kassel, Eschwege zurück nach Berlin, wo sie am 25. Juli enbet. Automobile kommen bei bieser Hebung ebenfalls zur Verwendung.
2C.E
ein Umbau vorgenommen werden, für den Architekt Meher auf fein Ersuchen einen Voranschlag ausgestellt lrabe. Danach würde ein Umbau, der die Sck>asfung eines Konzcrtsaales für 840 Personen (bei großem Orchester) bezwecke, rund 200 000 Mk. erfordern. Man bekomme also für 425 000 Mk. einen Saal, der den bestehenden Wünschen durchaus nicht genüge, dazu sei bas Ganze bann ein Stück- und Flickwerk, Garderobe und Treppen seien schlecht usw. Da man mit solchem Aufwand zu gegebener Zeit jedenfalls etwas viel besseres und zweckmäßigeres idjaffen könne, werde vorgeschlagen, von dem Ankans abzusehen. Auch in diesem Falle bleibe Garten und Saal so, wie sie jetzt seien, beim bei der Parzellierung zu Bauplätzen müßten, um aus den Kaufpreis zu kommen, durchschnittlich für den Quadratmeter 30 Mk. gelöst werden. Das sei wohl ausgeschlossen, habe man doch bei d.r seinerzeitigen Versteig rung von Bauplätzen, die noch dazu den wcrwollsten Teil des Geländes bildeten, durchschnittlich noch keine 20 Mk. erhalten.
Stadtv. Petri ist mit dem heutigen Mlehnungsantrag einverstanden, meint aber, man könne vielleicht in Verbindung mit dem Kvnzertverein der Sache nochmals näher treten. Bis jetzt sei Steins Garten für zahlreiche Veranstaltungen, die man nicht missen wolle, unentbehrlich und sein cv. Eingehen werde eine fühlbare Lücke bedeuten.
Der Vorsitzende meint, die Gefahr ber Aufhebung von Steins Garten als Vcrgmigungslokal bestehe vorläufig nicht. Wenn cs wirklich einmal so weit komme, sei es immer noch Zeit, für Abhilfe zu sorgen. Uebrigens habe der Konzertverein ihm gegenüber dieserhalb keinen Wunsch geäußert.
Verschiedenes.
Dem Verein „A de lphen h a us" wird ein Bauplatz an der Kaiser-Allee zwischen Fraukonenhaus und der Duillschen Besitzung von rund 1260 Quadratmeter Größe zum Preise von 10 Mk. für den Quadratmeter verkauft.
Der Bauplatz wurde gleich nach der neuen Straßenfluchtlinie verkauft, dagegen mußte mit den Besitzern der beiden Nachbargrundstücke, denen seinerzeit das Gelände nach der alten Fluchtlinie verlaust worden war, ein Rückkaufsvertrag wegen des Straßengeländes abgeschlossen werden, der mit dem einen abgeschlossen und mit dem andern verabredet ist.
Bei der Feldbereinigung wird die Anlage eines P r o m e - nadenwegs längs des K'li ngelbaches bis zum Wald geplant, ber nach Ansicht des Vorsitzenden mindestens 5 Meter breit werden muß. Tie von der Feldbereinigung vorgesehene Breite von 4 bis 4»/* Meter ist wegen des anzulegenden Grabens und der Böschung zu schmal. Tie Stadt ist bereit, die 1200 bis 1300 Mk. beiragenden Mehrkosten für den Geländeerwerb zu tragen, unter der Bedingung, daß der Weg 5 Meter breit wird. Tie Versammlung stimmt dem zu.
Ein Abfuhrweg nach dem Schissenbcrger Wald zu soll als Holzabfuhrweg auf 4 Meter Breite aiisgebaut werden. Die Stadt zahlt die dadurch entstehenden Mehrkosten an die Feldbereinigung, die ihrerseits die Kosten der Chaussierung trägt. Wie der Vorsitzende dabei mitteilt, werden die gesamten Chaussierungskosten bei der Feldbereinigung rechts der Lahn 56 000 Mk. betragen, also wesentlich weniger als bei der links der Lahn.
Stadtv. Dr. Biermer bemängelt das Fehlen eines Ver- bindmtgsweges von der West-Anlage nach der Lahnbadeanstalt. Während man früher über das Besitztum des Herrn Rübsamen habe gehen können, nrüsse man jetzt einen Umweg machen. Wenn auch voraussichtlich im nächsten Jahr dort eine Straße angelegt werde, müsse man doch sofort Abhilfe schaffen, vielleicht durch Verhandlungen mit einem der Anlieger.
2er Vorsitzende sagt Schritte in dieser Richtung zu. Auch stadtv. Löb er hält die Schaffung eines Zugangs für notwendig und meint, daß in 8 Tagen die Sache gemacht sein könne. ;
Ein Vaugesuch von Hch. D r e ch s l e r wegen der Errichtung eines Etskellers in der Nähe der Lahn am Ederweg bedarf des Dispenses, die Anlage außerhalb des Bebauungsplanes zu liegen kommt. Die V^ammliing spricht sich für Befürwortung aus.
Mit Hch Noll VII. ist die Stadt wegen seines Grundstücks^ m der Großen Mühlgasse zu einer Einigung gekommen.
Herr Noll als Ersatz zwei Scheuern errichten will, die nach dem Plan des Dispenses bedürfen, beschließt man in beiden Fällen Befürwortung. Die eine Scheuer soll auf dem ehemals Hom- bergcricoen Besitztum an der West-Anlage erbaut werden und y:rar teilweise in Brettern. Ter deshalb erforderliche Dispens wird unter einigen Bedingungen gutgeheißen, ebenso der bezüglich der Errichtung der zweiten Scheuer außerhalb des Bebau- iingsplans an dem Weg zum Gleiberg.
. Ein Gesuch des Kaspar Stein um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft auf dem Grundstück Bergstr. 20 (Steins Gar- ten) wird befürwortet. Dagegen findet ein Gesuch des Hch Rusch um Erlaubnis zur Veranstaltung von Schaustellungen im Hause Kanzleiberg 5 Ablehnung, wegen deS dafiir nicht be- wnderS geeigneten Lokals und Mangels des Bedürfnisses.
Die Ferien der Stadtverordnetenversamm,. lung sollen Anfang August beginnen und bis Mitte September dauern. Es werden vorher noch 3 Sitzungen stattfinden und zwar aut 16. und 30. Juli und am 6. August.
Den Hauptteil der Sitzung nahm die Beratung eines von den Sradlvv. W i n n, Dr. E b e l unb S i m o n gestellten Antrags auf Ausstellring eines allgemeinen Bebauungsplanes ein, über den wir morgen näher berichten iverden.
V/o Oesterr Goldrente. . 4l/6% Oesterr. Silberrente 4>'o Ungar Goldrente . . 4% Italien. Beute . . . 3>'o Portugiesen Serie I 3% Portugiesen „ 1II
4)4°/6 russ.Staatsaul. 190a 4z£°/o Japan. Staatsanleihe A% Uouv. Türken von 19U3 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3v/0 Mexikaner . . . 4 °/0 Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W.....
Tendenz: ruhig.
9 3*^5,
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7? S'Sa.- S , c 2 o
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Airchliche Nachrechten.
Evangrlrsche Gemeinde.
A in 4. S o n n 1 a g n a ch T r i n i t a t i §, den 12. I n l i: Gottesdienst.
3ii der Stadtkirche.
Dormitlags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Nelikonsirmierlen aus der Matthäiisgemeinde.
Vormittags 91/, Uhr: Professor D. E ck.
Vormittags 11 Uhr: Kindcrkirche für die Marcusgeineinde.
Pfarrassistent Becker.
3n der Zohannerkirchc.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der Johannesgemeinde.
Vorinittags 9‘/7 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er.
Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde. Anmeldmig vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Vormittags ll1/« Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer B's ch t o l s h e i in c r.
3n der alten Friedhosskopclle.
Nachmittags 2'/, Uhr: Pfarrassistent Becker.
Nächstkünftigen Sonntag den 19. Juli wird nach allen Gottesdiensten eine K o l l e k t e für die Innere Mission erhoben werden.
Zweites Blatt 1S8. Jahrgang Freitag 10. Juli 1908
«lÜX AA AA. A a. ZkA Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea
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General-Anzeiger für vderheften
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Märkte.
Gieße n, 9. Juli. Biehmarkt. Bei dem am 7. und 8. Juli abgehaltenen Markte waren ausgctrieben 1592 Stück Rindvieh und 490 Schweine. — Der nächste Alarkt findet am 21. und 22. Juli statt, am letzteren Tage auch Kramermarkt.
II Marburg, 9. Juli. Dem heutigen S ch w e i n e m a r k t waren rund 800 Stück zugesahren. Es kosteten 4—6 Wochen alte Ferkel 24-30 Alk., Lauser je nach Größe und Qualität 70—90 Mk. und größere Schlachtschweine 110—130 Mk. das Paar. Der Handel gestaltete sich recht lebhaft.
Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Wittko.
Teiefomsche ECursbeirichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 10. Juli, 1.15 Uhr.


