Ausgabe 
2.7.1908 Erstes Blatt
 
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erfahrungsgemäß sehr leicht die Jugend. Durch diese Hebet» treib'mg, die in mehrmaligem Baden an einem Tage und in zu langem Verweilen im Wasser gelegen ist, hat sich schon manches Minb schwere Krankheit, langes Siechtum oder gar den Tod geholt. Also raten wir unserer Jugend, nur recht fleißig zu baden, aber halten wir sie auch ernstlich ab vor Uebertreibung!

RB. Darmstadt, 1. Juli. Ter Architekt von der Schmitt hier, der sich seit längerer Zeit in ungünstigen Vermögens-Verhältnissen befunden haben soll, ist oer- Ichwunden. Vielfach wird der Vermutung Raum ge­geben, daß er Selbstmord verübt hat. Gestern fand hier die General-Versammlung der Vereinigten Orts­krankenkasse statt. Durch die wachsenden Anforderungen an die Kaffe übersteigt die Ausgabe die Einnahme nm etwa 46 000 Mark. Man einigte sich nach verschiedenen Vor- besprechungcn dahin, daß eine R ed u kt i o n derLeistungen eintreten soll, indem die KranKnrente für die über mehr als ein Vierteljahr der Kasse Angehörenden während der ersten drei Wochen von 60 auf 50 Proz. und für die noch nicht ein Vierteljahr der Kasse Angehörenden für die ganze Unter« stützungSdauer (26 Wochen) auf 50 Vroz. herabgesetzt wird Die Arbeitgeber haben sich bereit erklärt, zur Verbesserung der Verhältnisse einer etwaigen Erhöhung der Beiträge zu- zustimmen.

Marburg, 1. Juli. Vergangene Nacht gegen '3 Uhr stiegen plötzlich auS der seil einigen Jahren von der Stadt erworbenen und zn einem städtischen Elektrizi­tätswerk umgebauten alten Herrenmühle am Pilgrimstein zwischen dem Ünioersitätsgebände und der Lahnbrücke nach Weidenhausen dichte Rauchwolken auf. Es stellte sich bald heraus, daß in der Balkenlage des Mittelbaiies ein Brand auSgebrochen war, der mit rapider Schnelligkeit um sich griff. Von der Feuerwehr wurde der Brand mit aller Energie be­kämpft. Das Balkengerüst brach jedoch zum Teil zusammen und die Trümmer legten sich auf die ui dem unteren Raum besindlichen Maschinen. Die Wand mit der historischen Stein- täfel, auf der zu lesen ist, daß Landgraf Ludwig im Jahre 1582 die Herrenmühle erbauen ließ, ist geblieben. Die Stadt und die Institute usw. sind vorläufig ohne elektrische Kraft, da der Betrieb gestört ist.

ä. Erda, 30. Juni. Während anderweitig die Schaf­herden immer mehr verschwinden, steht hier die Schafzucht noch in schönster Blüte. Erda besitzt zwei große Schaf­herden. Jetzt, nach der Schafschur, ist ivieder die Zeit ge­kommen, ,vo die Schafzucht Gewinn bringt. Die Wolle stehl nach wie vor hoch im Preis, und es sollen weitere Preis­steigerungen zu erwarten sein. Die Nachfrage auf dem gestrigen Herborner W oll markt war größer als das An­gebot. Dazu sind neben den Lämmern, die meist von aus­wärtigen Händlern aufgekauft werden, die Schlachtschafe sehr begehrt.

Das Urteil im Mordprozeß Grete Beier

lüurbc, rote roir schon meldeten, in später Nachtstunde gefallt. Ten Geschworenen wurden folgende zwei Schuldfragen vorgelegt: Ist die Angeklagte Margarete Beier schuldig, 1) a. am 13. Mai 1907 zu Chemnitz vorsätzlich ihren Bräutigam Kurt P r e ß l e r getötet und b. diese Tötung mit Ueberlegung aus- gelührt zu haben, 2) a. ist die Angeklagte Margarete Beier schuldig, im Mai zu Chemnitz und Brand eine P r l v a t u r k u n d e, die zum Beiveise von Rechten oder Rechtsverhältnissen erheblich ist, näinlich das Testament ihres Bräutigams, fälschlich a n g e - fertigt und zum Zivecke der Fälschung gebraucht zu haben, b. durch diese Urkundenfälschung sich oder einem Anderen einen rechtswidrigen Bermögensvorteil verschaffen gewollt zu haben. OArele S8eic r erklärte nach dem Plaidoyer ihres Anwalts auf Befragen des Vorsitzenden mit leiser Stimme, daß sie nichts zu jagen habe. Hierauf zogen sich in der 11. Stunde die Geschworenen zur Beratung zurück. Itzach einstündiger Beratung, b e j a h t e n »die Geschworen sämtliche Schuldsrageu. Staats­anwalt Tr. Mandl beantragte, gegen die 'Angeklagte wegen Mordes auf die Todesstrafe und wegen Urkundensäljchung am Zuchthaus zu erkennen. Vorsitzender Landgerichtsdirektor D r. Rudert: i'tun, Angeklagte, jetzt haben Cie selbst noch einmal Gelegenheit, etwas zu jagen. Haben Sie noch irgend etwas anziisühren? - Angell. mit klarer, fester und lauter Stimme: Nein. Ter (9 c- richishof zog sich hieraus giiv Beratung zurück. Nach kurzer Zeit erschien er ivieder, und 0er Vorsitzende landgerichtsdirektor Tr. Ruderl verkündete folgendes Urteil: T ic Angeklagte Bürger meisterStochter 'Margarete Beier wird w e g e n Al o r d e s zum Tode und wegen schiverer Urkundenfälschung zu der höchsten zu­lässigen Strafe und unter Cinrechitung der bereits erkcwmen fünf Jahre Zuchthaus zu acht Jahren Zuchihaiis verurteilt. Außerdem mußte auj dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und Traguiig der Kosten ernannt werden. Grete Beier nahm das Ur­teil ruhig und gefaßt entgegen. Ihr Verteidiger Rechtsanwalt Tr. Knoll ivird feine Revision einlegcn, dagegen wird er em Gnadengesuch e i n r e i ch e n. Tie Geschworenen hallen sich schon im Geschworenenziinmer entschlossen, ein Gnadengesuch ein­zureichen. Ta das aber gesetzlich nicht zulässig ist, so haben sie sich injolgedesien einstimmig bereit erklärt, das Gnadengesuch des Verteidigers zu befürworten. Tie Geschworenen nehmen an, daß auch der Vertreter des Sächsischen Justizministeriums, der den Verhandluiigcn von Ansang bis zu Ende beiwohnte, das Be­gnadigungsgesuch befürworten wird.

Lustfchissahrten.

Graf Zeppcliii unternahm am 1. Juli mit seinem Ballon eine Probefahrt von Friedrichshafen nach der Schweiz. Das Luftschiff fuhr um 9 Uhr früh von Konstanz den Rhein entlang über Oehningen lind dann über Schaff­hausen. Tann wandte es sich nach der Sck)lvclz. Zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags erschien es übe.r Zürich und flog dann in der Richtuilg auf Winterthur. Rach ILstündlger 'Fahrt über Berg und Tal bewegte sich das Luftschiff um < Uhr nach Romanshorn und fuhr dann am linken Rhein- User entlang bis zur Höhe von Bregenz lind nrachte hier eine halbe Wendung. Zn abwechsluligsreicher Fahrt, bald sich hebend, bald sich senkend, nahm das Luftschiff seinen Kurs auf Friedrichshafen zu. Um '/<9 Uhr schwebte der Ballon in ca. 10 Meter Höhe über der ctabt hinweg, begrüßt von Böllersalven unö Hurrarufen. Tie Insassen, an ihrer

Spitze Graf Zeppelin, erwiderten lebhaft. Um 1 »9 Uhr er­folgte die Landung in der .Halle zu Friedrichshafen.

Der Graf beabfitbtigt auch eine Dauerfahrt nach Mainz auszuführen, doch muß erst ein neuer Transport Masserstoffgas ab gewartet werden. Tie Fahrt dürfte Mitte Juli stattftnden, da auch Bollmond abgewartet wer­den soll.

Adolf Gelber, ein Wiener Journalist, behauptet jetzt in einem Wiener Blatte, daß der inzwischen verstorbene, aus Ungarn gebürtige Kaufmann Adolf Schwarz der Er­finder des ersten lenkbaren Luftballons sei und daß Graf Zepvelin nach dem Tode von Adolf Schwarz sich mit dessen Witwe zum Ausbau und zur weiteren Ent­wickelung der Schwarzschen Erftudung assoziiert hak. Tie Tragik des Ersinderschicksals ist nach der Tarstellung, die Gelber von den vielfachen Irrfahrten des Mannes, den grausamen Enttäuschungen unmittelbar vor den letzten Ent­scheidungen und seinem qualvollen Ende gibt, wahrhaft er­schütternd.

Tas Berliner Militärluftschiff ist am Mitt­woch nachmittag in einer Höhe von 400 Metern auf Char- lottenburg zugefahren. Tabei ist es bei Gewitterbil- dung von einem aufsteigenden Luftstrom und einem Lust­wirbel gefaßt worden und bis 1600 Meter hock ge­rissen worden. Der Luftwirbel war so stark, daß sich das Luftschiff permanent im Kreise drehte. Nach­dem er bann noch durch diesen Wirbel erheblich aus seiner Gleichgewichtslage hinausgerissen worden war, ist es sehr stark gefallen und hat dabei seine Form verloren, so daß es dem Steuer nicht mehr gehorchte. Beim Herab- lassen geriet es zum Teil in die Bäume der Försterei Eich­kampf. Irgendwelche maschinellen Teile sind nicht beschädigt. Menschen sind nicht verletzt. Tas Luftschiff wird ausein- anbergenoinmen, nach dem Uebungsplatz in Reinickendorf transportiert und soll, wie es heißt, binnen kurzem wieder fahrfähig sein.

In Paris hat am Dienstag das lenkbare Luftschiff Republique" einen Ausstieg mit Rundfahrt ausgesührt. Es soll sich durchaus bewährt haben.

vermischtes.

* Eine fürchterlich fahrlässige Feuerwehr. Aus Durnan (England) wird gemeldet: Aus Anlaß einer Hebung der Feuerwehr war eigens für diesen Zweck ein Haus errichtet worden, welches in Brand gesteckt werden sollte. Um die Sache dramatischer zu gestalten, hatte man im zweiten Stockwerk zwei Knaben und ein Mädchen untergebracht, die während des Brandes gerettet werden sollten. Ter Brandstifter hatte aber das Feuer zu früh angelegt, als die Feuerwehr noch nicht zum Eingreifen bereit war. Tie drei Kinder sind deshalb elendiglich in den Flammen umgekommen.

'Darf ein Rechtsanwalt im Gerichtsfaale schreiben? Rechtsanwalt Franck in Dortmund vollzog im Saale für Strafsachen am Dortmunder Schöffengericht ge­schäftliche Unterschriften; der Vorsitzende erklärte, das sei un­zulässig. Franck erwiderte, daß er das Schreiben nicht »lnterlasscn werde, und stellte den Antrag, ihn m eine Ordnungsstrafe zu nehmen; er werde alsdann die Entschei­dung des OberlandeSgerichts bezw. des Oberlandesgerichts­präsidenten über die Frage, ob ein Rechtsanwalt im Gerichts- sgal Unterschriften leisten darf oder nicht, herdeiführen. Nach nochmaliger Aufforderung stellte Franck das Schreiben nicht ein; er wurde in eine Ordnungsstrafe von 100 Mark ge­nommen.

Kleine Tageschrouik.

In Hannover fand ein Postbeamter dieser Tage beim Leeren des Briefkastens in demselben 60 000 Briefmarken A 10 Pfg. Ver­mutlich stammen die Marken aus dem Burgsdorfer Postdiebftahl. Ter Svitzbube hat wahrscheinlich eine Haussuchung befürchtet nnd sich deshalb der Marken entledigt. Ter Maler Kaufmann aus Linden wollte em Rad an eine Adresse befördern, war aber des Fahrens nicht kundig. Er stürzte nut dem Rade unö geriet unter einen Lastwagen, dessen Rader ihm über die Brust gingen unö ihn töteten. Endlich wurde in Hannover die Lei ch e eines jungen Mädchens ans der Leine gezogen.

Toiiristen sanden am Fuße der Jossenspitze im Kaiser­gebirge die Leiche des Pharmazeuten P i r ch m a i e r, der über eine hohe Feldwand abgestürzt und aligenschemlich sofort tot ge­blieben war. Am StampflkeeS im östlichen Teile der Zillertaler Gruppe wurde die Leiche eines unbekannten Touristen gefunden und zu Tal gebracht.

In M a 11 a n b wurde der 80jährige Direktor der Färberei Matloi, Dmotti, unter dem Verdacht des Giftmordversuchs verhaftet. Der Vizedireklor der Fabrik litt seit einiger Zeit an heiligen Schmerzen, die sich nach dem Essen einstellten. Dinotti wurde dabei überrascht, wie er ein Pulver in den Teller des Vizedirektors schüttete. Inzwischen stellte die Polizei fest, daß vor dem derzeitigen Vizedirektor sieben andere unter gleichen Gr- fcljBinungcii erkrankten, von denen drei starben. Man glaubt, Tmotti handelte aus Eifersucht gegen seine Untergebenen.

In A lmacellas in Katalonien haben die Eheleute Bajo 16 Jahre lang ihre Tochter gefangen gehalten, und zivar in einem Schuppen, in dem sich Kaninchen befanden. Ter Richter ließ den Schuppen öffnen und stand vor einem erschütternden Bilde. Tas Mädchen ,var vollkommen nackt und zum Skelett herabge­magert. Es ist fast irrsinnig. Das Ehepaar wurde eingekerkert. Tie Volksmenge versuchte es zu lynchen.

handel.

'Die Bank für Handel und Industrie (Darm» städter Bank, legt mit anderen Banken die 41/, P r o 5. Vor­zugsaktien der Berliner Gleit r. Werke zu 101 Proz. und die neuen 4proz. Gharlottenburger Stadt-Anleihe zu 98'/, Proz. zur Zeichnung auf. Wir verweisen auf die heutige Bekannt­machung im Inseratenteil.

Hessische Bank Dar m st ad t. Vor einiger Zeit ver­lautete, daß die Bank sich mit der Banksirma Abel u. Eie. in Berlin verbinden werde und ihr Kapital von 1 auf 4 Millionen Mark erhöhe. Tie Firma Abel u. (Sie. werde ihr Geschäft mit einer Million Mark cinbringen. Nun wird neuestens gemeldet, daß sich diesem Plane Hindernde in den Weg gestellt haben und eine in den nächsten Tagen abzuhaltende Aussichtsratssitzimg der Hess. Bank sich darüber schlüssig machen wird, was weiter geschehen idll. Es heißt, daß die geplante Errichtung einer oiltale m Berlin nicht durchgefuhrt wird, doch soll Kommerzienrat Max Abel in den Auf­sichtsrat der Hessischen Bank eintreten. Eine eigentliche Nebernahme der Fimia '21 bei u. Gic. soll in Wegfall kommen. Allgemein neigt man m Banttreijen der Ansicht zu, daß es besser so i|t, beim ein

Entschluß der Hessischen Bank, eine Filiale in Berlin zu errichten,' wäre immerhin in gegenwärtiger Zeit etwas gewagt geroejen.

Deutsche Reichsdank. ES wird gemeldet, daß die Einreichungen zum Cuartalftennin speziell aus Wechselkonto wesent­lich geringer als im Vorjahre waren. Im Vorjabre hat die Gefam- tinanfpruchnahme 505 Millionen Mark betragen. Diesmal dürfte sie nennenswert hinter dieser Ziffer zurück bleiben.

Kohlensyndikat s-P retSänberung. TaS Kohlen­syndikat scheint mm endlich in der Preisfrage wenigstens etwas au5 »einer viel kritisierten und noch mehr beklagten Reserve herausgehen zu wollen. Ans Syndikatskreisen verlautet, daß in Zukunft die Preise mcht mehr für ein ganzes Jahr, sondern nach dem Muster des Stahliverksverbandes jemefter- ober quarfcalroeijc 'engefeyt werden, quartalsweise wäre ledensallS das beste. Durch eine der­artige Maßnahme würden die Nachteile der bisherigen PreiSfest- feyimg ausgeschaltet. Es bleibt abzuroanen, ob das Syndikat wenigstens diese bescheidene Konzession den Berbrauchern einräumt.

Zigarette »Industrie. Ter Verband der deutschen Zi- garettenmdn''trie bat in Dresden unter zahlreicher Beteiligung feine diesjährige Generalversammlung abgehalten. Im Vorder- qrunde des Interesses ftanb die Aussprache über die schwebende Steuenrage und über den Import ausländischer Zigaretten, ins­besondere über die Gefahr der wachsenden Eirnuhr der öster­reichischen Regiezigaretten für die heimische Industrie. Ferner 'aßte der Verbandslag nach längerer Debatte einstimmig eine Re­solution, in der heroorgehoben wurde, daß die Bezeichnung ,Egyp- tische Zigaretten' durch langjährigen und allgemeinen Gebrauch zn einer Beschaffenheitsangabe geworden fei, und daß deshalb die deutsche Zigaretteiiindustrie einen Rechtsanspruch auf diese Be­zeichnung habe; es sei aber wünschenswert, die Bezeichnung all­mählich au5 den Packungen zu emiemen und die deutschen Kon­sumenten daran zu gewöhnen, deutsche Waren mit deutschen Namen zu fordern.

Markte.

Limburg a. d. Lahn, 1. Juli. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreis pro Dialter. Roter Wetzen (nassauischer) 17,30 Dik., weißer Weizen 00,00 Dlk., Rom 14,20 Dik., Gerste 11,00 Mk^ Hafer 7.500.00 Dik. nach Qual., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 5,50 Dik.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).

S a m 5 t a q den 4. Juli 1908:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr. Schrifterkläruug. Sabbatausgang 9.40 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst.

Sabbatfeier am 4. Juli 1908:

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbat-AuSgang 9.40 Uhr.

Wochengoltesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Juli

Weller

1908

p

25,9

38

höchste Temperatur am 30. Juni

Niedrigste

30.

Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Wittko.

Sonnenschein Klarer Himmel Sonnenschein

2»

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E E N

2

2

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19,4 11,9 71

17,5 10,5 70

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1.

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bis 1. Juki 4- 25.9 C.

, 1. , =4- 13,6 U.

TI T

!i 753.5

753,6

754,5 j

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

I

z:

Windstärke

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Hank für Handel und Industrie, Glessen.

Frankfurter Bör*e, 2. Juli. 1.15 Uhr.

3J4*/# Reichsanleihe . . 91.50 3% do. . . 82.45 3X°/e Konsols . . . . 91.60 3% do. .... 82.50 3X°/<> Hessen 90.65 3^°/e Oberhessen . . . 90 50 4 % Oesterr Goldrentc. . 98 50 4*/s ?» Oesterr. Silberrente 98.90 4-6 Ungar Goldrente . . 93.40 4% Italien. Rente . . .. 3% Portugiesen Serie I 63.15 3% Portugiesen III 63 50 4)4e/e russ.Staatsanl. 1905 95 60 4japan. Staatsanleihe 89.40 4°6 Uonv. Türken von 19U3 95.50 Türkenlose 147.20

Griech. Monopol-Anl. .. 4-6 äussere Argentinier .. 3°/o Mexikaner .... 4>i7o Chinesen .... 96.50

Aktien:

Bochum Guss 207.60 Buderus E. W 109.00

Tendenz: ruhig.

Berliner Börne,

Canada KB 155 60 Darmstädter Bank . . .. Deutsche Bank .... 229. Dortmunder-Union C. . . 55.70 Dresdner Bank .....

Tendenz: ruhig.

Elektriz. Lahmeyer . . . 114.50 Elektriz. Scbnckert . . . 103.75 Eschweilor Bergwerk . . 192 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 186 30 Hamburg-Amerik. P&keLL 108.50 Uarpener Bergwerk. . . 19 >20 Laurahütte 199.00 5ordd. Lloyd 9230 0 bei seid es. Eisen-Industrie 94 50 Berliner Handelsges. . . 159.50 Darmstädter Bank ... 122.10 Deutsche Bank .... 228.80 Deutsch-Asiat Bank . . 129.50 Diskonto-KommandiL . . 170.60 Dresdner Bank .... 13 .70 Kreditaktien 194.20 Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn 84.60 Gotthard bahn Lombard. Eisenbahn . . 22 50 Gesten. Staats bahn . . . 147.80 Prince-Henri-Eisenbahn . 121,00

'. Juli. Anfangs kursa.

Uarpener Bergwerk. . .. Laurahütte 199.50 Lombarden E. B. ... 22 Nordd. Lloyd 92.10 Türkenlose 146.20

Alter Junge,, sei so gut

und borg mir eine Schachtel Fayo Sodener Mineral'Pastlllen ich weiß ja. bau du nie ohne ein naat Schachteln auf Reifen gehn. Uch hab mich ordentlich erkaltet, hab aber leider vergessen, mich nut Fayo achten Sodener zu oersogen und kann erit morgen welche Tauicn. Tie klemen Dinger tun wahre Wunder bei mir, sie raumen nut jebet Erkaltung jchleunign aus und bekommen auch meinem Atagen Domen- lidj. ,toöo achte Sodener tauft man mr Piennig in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwaiserhaudluugen, weise aber alle Rachaomungen enuchieden zurua. ------

Jaa achte darauf, dafl jeder Würfel auf der Umhüllung den Namen MAGGI u. die Schutzmarke (Kreuzstcni) trägt