Nr. 33
in
Eintritt frei.
feit Schwiegersohn in Erfüllung gegangen ist.
In einem
Chan fieurUn ree.
Kur W
kosten 2 Tellbr vorzüglicher Suppe
M
2 Tellen
auS
Man verlange ausdrücklich MA©<xIs Suppen!
Mehr als 30 Sorten)
2n kürzester Zeit nur mit Wasser bcrzustellcu.
lo'/z
„MAGGIs gute, sparsame Küche“.
lÄGggSUW]
i Römer.
}, den 8. Februar:
Eingabe angegeben wurden, expedier^ man außenstehenden Beurteilern bcr. solche Angaben doch einige Zlveistb mehr, als uns aus Langgöns Mit- diese Zweifel durchaus be-^
anderen Falle wandte sich eine unglückliche Brüsselerin an den Oberbürgermeister mit der Bitte, ihr wieder zu ihrem Manne zu verhelfen,, der mit der Gattin eines anderen Brüsselers und mit dem Trauschein in der Tasche nach Berlin entschwunden sei. Auch diese Not konnte der Chef im Roten Hause nicht stillen. Er ist nicht allmächtig, der Oberbürgermeister der deutschen Reichshauptstadt und am wenigsten kann er, wie man sieht, Schtviegersöhne und entschwundene Ehegatten aus dem Asphaltpflaster von Spree-Athen hcrvorstampfen.
* Der „Tanzgraf". Der wegen seiner Exzentrizitäten in London bekannte Graf Yarmouth — er trat mit Vorliebe als Ballettänzerin auf — ist von seiner Gattin, einer Schwester des von der Anklage des Mordes freigesprochenen amerikanischen Millionärs Thaw, geschieden worden.
müssen, dadurch hervorgerufen worden ist, daß der Kohlenkonsum stärker ist als die Produktion. Sowohl der Fiskus als auch das Syndikat bestreiten jegliche Schuld an diesem unerfreulichen Zustande.
Wie die Parlamente der anderen Länder, so haben auch der deutsche Reichstag und die Parlamente der einzelnen deutschen Bundesstaaten ihre Teilnahme an dem Lissaboner Trauerfalle bekundet.
Tie hessische 2. Kammer hat ihre parlamentarischen Verhandlungen unterbrochen, um mehr Zeit für die Arbeiten der Ausschüsse zu gewinnen, die noch sehr zurückgeblieben waren.
Zu den Reichsgesetzesvorlagen, die für die allernächste Zeit zur Beratung stehen, gehören u. a. das sogenannte Kurpfuscher- und Geheimmittelgesetz und der Gesetzentwurf über die Arbeitskammern. Beide Gesetzentwürfe sind vor einigen Tagen bekannt gegeben worden.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGleßen»
werden, so lange gestatte Verhältnisse, daß sie in setzen. Dies aber um so teilungen Vorlagen, die
Lpochenscharr.
Gießen, 8. Febr.
Die entsetzlich cBluttat, deren Schauplatz heute vor einer Woche die Haupt st adt Portugals gewesen ist, stellt den Schlußakt eines politischen Dramas dar, wie es sich kein Dichter wirksamer ausdenken könnte. Ein hochbegabter, künstlerisch veranlagter, aber etwas leichtlebiger König, eine Königin von blendender Schönheit und hohen Gaben des Geistes. Zwei junge, sympathische Prinzen, die sich mit Feuereifer auf ihre zukünftigen Lebensaufgaben vorbereiten. Ein Staatsmann, nicht ohne weitausschauende Pläne, aber mit harter Rücksichtslosigkeit ausgestattet, unternimmt es, das verlotterte Staatswesen auf eine gesundere Grundlage zu stellen. Der gute, allezeit heitere König kümmert sich nicht viel um die Maßnahmen seines Staatsmannes, aber er vertrant ihm blindlings. Wohl erhebt der jugendliche Kronprinz warnend seine Stimme, als er die wachsende Mißstimmung im Volke erkennt und sieht, daß der Weg, den Franco einschlägt, um das gefährdete Staatsschiff in ein besseres Fahrwasser zu steuern, nicht der richtige ist. Doch, wer achtet auf die Stimme des jugendlichen Warners, wer traut seiner Jugend so viel Erfahrung und Urteil zu? Die Zahl der Unzufriedenen im Lande nimmt inzwischen zu und es fehlt auch nicht an solchen, die diese Stimmung des Volkes für ihre eigensten Zwecke ausnützen. An eine Volkserhebung denkt heutzutage wohl teilt Umstürzler mehr, denn Kampf gegen reguläre, modern bewaffnete Truppen ist Unsinn. Aber die Königs- samilie ermorden, den Diktator stürzen und die Unzufriedenheit des Volkes benützen, um die Revolution herbeizuführen, dieser Plan erschien durchführbar. Und daß er gelingen konnte, ist ein Zeichen, wie schlecht die Organe Francos funktionierten. Sie kannten den Plan der Verschwörer, und haben doch nichts getan, um die Königliche Familie zu schützen. Es heißt, daß die Lissaboner Polizei bei dem Attentate große Feigheit an den Tag gelegt habe. Mutig allein war das Verhalten der Königin, die mit ihrem eigenen Leibe ihre Liebsten zu decken versuchte. Leider vergeblich. Von zahlreichen Kugeln durchbohrt, starben ihr gleichzeitig Gemahl und ältster Sohn. Außerordentlich sympathisch berührt auch das fernere Verhalten der Königin und ihres einzig überlebenden Sohnes, des jetzigen Königs Manuel II. Sie sind vereint bemüht, wieder gut zu machen, was die Regierung des Königs Karl und die Diktatur Francos am Lande gesündigt haben. Im Lande ist es einstweilen ruhig, und man darf hoffen, daß es jetzt in Portugal auch fernerhin ruhig bleiben wird. Der junge König hat ein schweres Amt übernommen, §u- schwer, wie man zuerst glauben mochte, für seine Jugend; aber das Furchtbare, das er durchgcmacht hat, scheint mit einem Schlage aus diesem Jünglinge einen Mann gemacht zu haben. Die Entlassung Francos und die Berufung des neuen Ministeriums aus allen politischen Parteien zeigen es. Mit Unterstützung dieser Parteien, — sie haben sie dem Könige zugesagt — wird es ihm sicherlich gelingen, dem Lande die gesunde Ordnung und Ruhe wiederzugeben.
Ein Todesfall gibt auch uns int deutschen Reiche Grund zur Trauer. Mit dem Herzog Ern st von Sachsen-Altenburg ist der zweitälteste der deutschen Bundesfürsten dahin gegangen. Neben dem Herzoge von Meiningen war er der einzige noch überlebende Bundesfürst aus der Zeit des großen Krieges und der Einigung des Deutschen Reichs. Mit Trauer und Wehmut sehen wir den Augenzeugen jener Tage dahinsinken, die uns heutigen schon so fern und fremd geworden sind. In den letzten Jahren seiner Regierung ist der greise Herzog Ernst gar nicht mehr hervorgetreten, körperliches Leiden zwang ihn, sich möglichste Schonung seiner Kräfte aufzuerlegen. Aber in seinem schönen thüringischen Lande wurde er allenthalben, wo er sich zeigte, von der Bevölkerung stets herzlich und froh empfangen.
In unserer inneren Politik stehen wir altem Anscheine nach vor neuen bedeutenden Entscheidungen, denn die Gerüchte von verschiedenen Veränderungen in hohen Reichs- und Staatsämtern sind bisher unwidersprochen geblieben. Vor allem handele es sich hierbei um den Rücktritt des Scha tzsetr etär s Fr hrn. v. Stengel. Auch vom Rücktritt des preußischen Finanzministers von Rheinbaben und des Kriegsministers v. Einem war vielfach die Rede. Die Reichsfinanzresorm, die sich auf der Zigarren- und Branntweinsteuer aufbauen sollte, ist einstweilen auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Jedenfalls wird es dem Nachfolger Stengels Vorbehalten bleiben, das schwierige Werk der Finanzreform durch- zuführen.
Im Reichstage erledigt man in der verflossenen Woche den Marineetat und beriet bann den Etat für das Reichseisenbahnamt und den Militäretat. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte in zweiter Lesung den Juftizetat und trat dann in die Beratung des Etats der Handels- und Gewerbeverwaltung ein. Sehr eingehend besprach man die herrschende Kohlennot, die, wie der Handelsminister Delbrück glaubt feststelten zu
Geplant ist von den Behörden nicht etwa nur für Grüningen und Dors-Gill und _ die Sammelwasenmeisterei eine Ausladerampe, sondern cs soll eine Rampe errichtet werden, die für die ganzen umliegenden Dörfer (das sind außer den genannten noch Watzenborn-Steinberg, Hausen, Steinbach und Albach, sowie ferner der Schiffenberg, die dortigen großen siskalischen Steüt- bräche und der siskalische Schisfenverger Wald) nutzbar ist. ES ist bemnatt) nach wie vor zu behaupten, daß eine dort hinten im freien Felde bei der Wa, en meister ei zu errichtende Rampe für die meisten in Betracht kommenden Ortschaften völlig nutzlos ist, so daß z. B. für Steinbach nach ruie vor die Licher Rampe leichter und bequemer zu erreichen ist als jene Rampe.
Dem ist nicht entgegeuzuhalten der angebliche Export von 60 bis 100 ganzen Waggonladungen Obst aus Grüningen, auch nicht der Hinweis auf die Massen von Limburger- und Hand- fäfen, die die Dors-Giller Molkerei zu versendon in der Lage sein soll. Denn so sehr wir dem landwirtschaftlichen Vorwärts-^ kommen der Grüuinger und Dors-Giller alles Gute wünschen, so müssen wir doch sagen: so lange nicht zahlenmäßig nachgewiesen wird, daß in Wirklichkeit so viele ganze Waggon-- ladungen, wie in der
psnsitznng
2er Horitasd, i;n ^^‘»sruppt '**• liessen, zu dein am abends 81/, Uhl iö?n
* Der Berliner Oberbürgermeister als Heiratsvermittler. Der Oberbürgermeister von Berlin erscheint denen, die die Hauptstadt Preußens und Deutschlands und ihre Einrichtungen nur vom Hörensagen kennen, als der allmächtige und allwisseirde Solon von Spree-Athen, und nur zu oft muß das Stadwberhaupt Berlins für wißensdurstige ober neugierige Franzosen, Spanier und Engländer den liebenswürdigen „Brieftastenonkel" spielen. Ergötzlich ist ein Fall, bei dem Herrn Kirschner sogar zugemutet wurde, die sstolle eines — Heiratsvermittlers zu spielen. Man erzählt sich im Roten Hause zurzeit darüber solgendes: Eine reiche Witwe in Amerika, eine geborene Deutsche, richtete an den Oberbürgermeister einen ausführlichen, rührenden Brief. Sie habe eine junge, hübsche Tochter von zwanzig Jahren und möchte sie verheiraten, aber nur an einen Deutschen, und sie richte daher an den Oberbürgermeister die Frage, ob er ihr nicht einen jungen Mann als Schwiegersohn empfehlen könne, aber — er müsse das Seifengeschäft verstehen. Der junge Berliner könne sein Glück machen, er würde ein hübsches Vtädchen zur Fran und ein gutfundiertes Geschäft als Mitgift erhalten. Leider mußte der Oberbürgermeister die Erfüllung dieser flehenden Bitte einer bedrängten Schwiegermutter mit bestem Dank für das ihm geschenkte Vertrauen ablehnen, und so ist es nicht bekannt geworden, ob der Wunsch der deutsch-amerikanischen Seiseuhändlerswitwe nach einem mit Spreewasser getauft
G-oßes isschieße«
PreiWE
■1 StiPPen Kreuzstern
Eisschiessen3
i008:
Zrr
vltw«
iülai
^ors/
«Ms ^ramnt.
act,öuctt5cvl bE-£ «« «Uhr aan4l|i
■HM aadgafst 3.
den 9. Fef»rur WM üfrUntci'ualM fteundlichil ein ’hecdor ö kolke.
.g, deu».
39 Ubr:
"jT f1, ,träte” ti'wS W MW
’SS»«“'"
Börscn-Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 7. Febr.
Ter Kön i g s mo rd inLissabon ist von der Börse verhältnismäßig ruhig ausgenommen worden. Durch die Ausschaltung des Diktators Franco aus dem Ministerium wurde einem weiteren Umsichgreifen der Erregung in der Bevölkerung des Landes vorgebeugt und insolgedessen lag auch für die Börse feine Veranlassung vor, sich weitergehenden Befürchtungen hin- xugeben. Ob das Verschwinden Francos vom Schauplatz ein Vorteil für die Staatsgläubiger ist, mag allerdings dahingestellt bleiben, denn cä läßt sich nicht leugnen, daß unter seinem Regime die Finanzlage des Landes sich gebessert hat; man wird also zunächst abwarten müssen, wie sie sich unter der neuen Regierung weiter entwickelt. Am Geldmarkt sind nennenswerte Veränderungen nicht eingetreten. Tie Oesterreich-Ungarische Bank ist mit ihrer Rate auf 4 y2 Prozent zurückgegangen, die Deutsche Reichsbank mußte aber noch immer an ihrer Rate von 6 Proz. festhalten. Uebcr Ultimo kam sie wieder in die Notensteuer und wenn der Status sich unterdessen zweifellos auch gebessert hat, so konnte man der abwärts gleitenden Bewegung am internationalen Geldmarkt in Berlin ooch noch nicht weiter folgen. Tie Leitung der Bank hat dem Markte, an dem sich der Privatsatz vom offiziellen Satze weit entfernt hat, den Puls gefühlt, indem sie Reichsschatzscheine ausbot und sofort _ zog der Privatdiskvnto einen Bruchteil an, obtvohl die Schatzscheine vorwiegend vom Ausland aufgenommen worden fein sollen. Ties beweist, daß der deutsche Geldmarkt immer noch nicht besonders günftig liegt und daß die Reichsbank mit ihrer Rate nur langsam herabgehen kann. Bei dem Herannahen der Veröffentlichung der Bankbilanzen werden erneut Stinr- men laut, die unter Betonung der Verantwortlichkeit der Leiter der Banken für größere Offenheit den Aktionären gegenüber eintreten. Tatsächlich lassen die meisten Bilanzen inbezug auf Turchsichtigkeit Diel _ zu wünschen übrig, gründlicher Wandel dürfte h'.er aber erst dann geschaffen werden, wenn man zur Klinke der Gesetzgebung feine Zuflucht nimmt. Aus Amerika kamen diese Woche für die Börse wieder wenig erfreuliche Berichte. Tie Spezialbotschast, die Präsident Roosevelt an den Kongreß sandte und die Stellung nimmt gegen die Korruption im Geschäftsleben, fuhr der Börse in Newhork erneut in die Glieder und drückte die Stimmung herab. Infolgedessen waren auch hier amerikanifHeEifenbahnaktien etwas matter. Schiffahrtsaktien gebessert, weil die Konferenz der Schiff- fahrtsgefellfcljaften in London eine Verständigung gebracht und zu einer Erhöhung der Kajütspreise geführt hat. Bankaktien meist abgeschwächt, nur Oesterr. K'reditattien fest. Deutsche Fonds matter, fremde Renten dagegen vorwiegend besser, Portugiesen nur mäßig abgeschwächt. Montan Papiere nicht einheitlich Von anderen I n d u ft r i e p a p i e r e n erhalten sich Kunstseide um 18 Proz., Spicharz Leder ftiegeit 5 Proz., dagegen waren Photographische Steglitz und Mainzer Bierbrauerei je sieben Prozent, Höchster Farbwerke 6 Prvz., Silberhütte Braubach und Brauerei Oertge je 5 Prozent matter. Privatdiswnto 4% Proz.
' “ Rheinisches
Technikum Eingen
11 .
ftätigen. Zudem würde ja der Grüninger und der Dors- Giller Verkehr nur den Ausladerampen von Langgöns und Hof-Gill entzogen und nach der neuen Rampe „verpflanzt" werden. Das Obst aber, welches nach Frankfurt geht, wird nach wie vor zu Langgöns verladen roerben.
Indessen kommt für Steinbach die Rampenfrage gar nichtl in Betracht. Unsere damalige Eingabe betrifft lediglich bicJ Personen-Haltestelle zu Garbenteich, und da ist zu bemerken,! baö_ die Gründe, die Steinbach und mit ihm zusammen Garbenleich' selbst, Hausen und Albach gegen bereit Verlegung ins Feld go< führt haben, und welche neuerdings ein Watzenborner Einsender in Nr. 20 des „G. A." in trefflicher unb klarer Weise itochmals zusammengefaßt hat, auch durch die Grüninger Eingabe in keiner. Weise entkräftet, im Gegenteil nur verstärkt worden find. Gin*1 gestandenermaßen haben nämlich laut ihrer eigenen Eingabe die Grüninger bis zur jetzigen Personen-Haltestelle Garbenteick) nur 4, richtiger etwas über 3 Kilometer zu gehen. Es ist unerfindlich/ wie man unter solchen Verhältnissen einem Plan nachgehen kann, durch dessen Ausführung der ganzen großen Arbeiter- und Handwerker-Bevölkerung anderer Dörfer ihre Existenzbedingungen ab-- gegraben werden, und zwar nur zu dem einzigen Zweck, damit die Grüninger und Dorf-Giller Leute 1 Kilometer weniger zur Station zu gehen brauchen. Das ist doch ein zu starker Egoismus, der noch krasser erscheint, wenn die Grüninger Eingabe den Steinbachern rät, sich für weitere 40 000 Mr. eine neue Chaussee zu bauen, nachdem sie schon 40 000 Mk. für den Bahnbau, geopfert haben. Wir danken ergebenst dafür, solche (Summen, zu opfern, damit wir nach einer Haltestelle, wo außer der Wasenmeisterei nun auch noch wöchentlich 2 bis 3 Waggon-- ladmtgen Limburger Käse ihre Düfte verbreiten sollen, pilgern dürfen.
Vielleicht löst sich übrigens die ganze Sache leichter, als । es zurzeit noch den Anschein hat. Seit Jahren streben nämlich die industricreichen beiden großen Orte Watzenlwrn- Steinberg nach Ausführung der ihnen schon vor Jahren in Aussicht gestellten Rampe bei Station Schiffenberg. Das sind Orte von zusammen gegen 3000 Einwohnern, in denen jährlich zirka 10 bis 15 neue Hofveitcn entstehen, in denen 3 größere, Zigarrenfabriken etabliert sind, und die sich schon vor Jahren | bereit erklärt haben, für die Errichtung einer Ramin: gegen1 2000 Mk. beifteuem zu wollen. Tics Projekt, eingebracht durch die Landtagsabgeordneten Köhler-Langsdorf und Weidner fei., ist bereits vor Jahren von den hohen Großh. Stünde kämm ern gc-! nehmiat worden, insbesondere auch in Rücksicht auf die großen fiskalischen Steinbrüche am Schiffenberg und die fiskalischen Wald- beftänbe daselbst. Dasselbe Watzenborn-Steinberg hat aber noch heute jährlich zirka 300 Mk. zur Amortisation des von ihm bei- zusteuernoen Bahnbau-Beitrages zu zahlen, während Grüningen - niemals etiuao l-eigesteuert und sich auch bei letztgenanntem Projekt absichtlich ferngehalten hat; jene Tvrfschaften verdienen demnach doch wohl eher Berücksichtigung ihrer Wünsche als letztere. Bei Ausführung dieser Schifsenberger Rampe aber, bei der der Pächter der Waseniweifterel ohne besondere Schwierigkeiten seine Kohlen holen könnte, wäre der ganze Streit gegenstandslos geworden und die Personen-Haltestelle Garbenteich, auf bie es ankommt, bliebe zu allgemeiner Zufriedenheit und zum I allgemeinen Besten dort, wo sie sich zurzeit befindet. H.
Smgefan&t*
(Für Form und Inhalt aller ..ihcl oie.ee Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Warum können die Gieß euer Bäcker 48 Stück Weck für Mk. 1.00 auf bas Land bringen, bas Stück ca. 2 P f g. gerechnet, während biejelben im Laben, wo bie Brötchen abgeholt werden, 3 P i g. erzielen, aljo für 48 Stück At k. 1.44 erhalten, demnach 44 Psg. mehr unb außerbem liefern bicjelben bas Brot 6 Psg. billiger auf bas Land, wie sie im Laben erzielen unb haben für bcibe Fälle bie Unkosten mit Fuhrwerk re. brem.
Einer f ü r Diele.
*
Es hat uns gefreut, auch von Grüninger und Dorf- Gillrr S-eite eine Aeußerung in Sachen der Haltestelle Gartz e n t e i ch zu hören. Offenes Wort ilärt stets die Anschauungen, besonders bann, wenn es sich freihält von persönlichen Angriffen und Anzüglichkeiten, ein Grund, um dessen willen einige Sätze und Redewendungen in der Grüninger Eingabe wohl besser weggeblieben wären. Wir erwidern folgendes:
Schon elementares 9tachdenken lehrt, daß, wenn von einem im Tal gelegenen Ort eine Chaussee nach der Wasserscheide geführt werden soll, dies nicht anders als durch lieber» Windung einer Steigung geschehen kann. Es weist aber die von dem Verfasser jener Eingabe selbst zitierte Generalstabskarte nach, daß Grüningen ztrtä 20u Meter, die Wasserscheide aber 247 Meter hoch ist, und daß zwischen Grüningen und dieser noch ein ziemlich hoher Berg, der Ziegenberg, liegt, der nur im weiten Bogen zu umgehen ist. Was die Grüninger Eingabe in dieser Beziehung sagt, ist also mindestens sehr stark verbesserungsbedürftig.
Drittes Blatt 158. Jahrgang Samstag 8. Februar 1908
•tfdjetnl tSglld) mü Aulnahme beS Sonntags. A x\ M /K vK jA AA Rotationsdruck und SBerlag der Brüht'schen
,0—«.. werden d.nr MMtzMMx
,Äryetger* viermal wöchentlich beigelegt, das W W d U, Ä V-L tAM SL
„Kretsblatt für den Krcts Elehen" zwe.mal W V V
Seneral-Anzeiger fit Gbethesisn


