Ausgabe 
9.9.1908 Zweites Blatt
 
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Die glückliche Geburt einer Tochter beehren

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Lollar, den 9. September 1908.

Herbst 1908

Herbst 1908

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Gießener Wetterdienst.

voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 10. September: Wolkig, meist trocken, später wieder Aufheiterung. Kühl. Starke westliche Winde.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M-, 9. Sept. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 1026 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 7000 P'g Lebendgewicht bb.O bi§ OO Psg.; 2. Qualität 6900 P'g., Lebendgewicht 64,0-00 Pfg, 3. Qual. > 0-66 l»tq. Geidia'l gut. llel-cv:an> nnlndenlend.

FürAus Stadt und Land" verantwortlich: I. V.: Karl Neurath.

vor, einer 600 Einwohner zählenden Ortschaft am Oberen See. Gin Regierungsdampler ist mit zwei Kompanien Marinereservlsten von Tululh abgefandt worden, um bei derBckcsinpfung des Brandes pilje zu leisten und die Ansiedler auf den See zu retten, ^er Schaden wird bereits auf 3'/, Millionen Dollars geschätzt. Die Brände bedecken die ganze Rordhälste von Minnesota. Die Ort- i tct: 2n-:iball Ig'.l :?r'"k*i! i "

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Tcilnabnic bei dem schweren Berlusle unseres unvergesslichen Gatten und Balers, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pmrrerü 'siuunerinann am Grabe und sür die Besuche während des Krankseins sowie dem Krlegcrvercin und dem Gesangs verein Eintracht sagen herzlichen Dank.

Die ticftrauernden Hinterbliebenen: Familie Rinn.

Klein-Linden, den 9. September 1908. 07477

N. REISS

Frankfurter Schuhlager üüffü Giessen -'L-

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während 6er Strautbeit und dem Hinscheiden unseres licbeu Sohnes und Bruders

Wilhelm Ullman«

sowie sür die zahlreichen Kranzspenden, sagen wir aus diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen

Besatz-Artikeln

für die Herbstmode sind eingetroffen. Reichhaltiges Sortiment in den modernen

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Arbeitsvergebung

Die Einrichtung einer Zentralheizung in dem vier- klassigcn Lchulhause zu Lollar soll im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Büro des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienst- stunden zur Einsicht der Interessenten offen, auch sind die­selben von dort pro Exemplar für 0,80 Mk. crhaltllch.

Detailierte Angebote mit Erläuterungsbericht sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei, bis spätestens Montag den 21. September d. Js., vor­mittags io Uhr, auf Großherzoglrchcr Bürger­meisterei Lollar emznreichcn.

Die Llusführung der Anlage hat im Monat Oktober d. Js. zu erfolgen.

Zujchlagsfrist 8 Tage.

Gießen, den 8. September 1908.

Der Grosih. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen.

I. V.: Kalbfleisch. [D9/,

Hauptmann Koettschau und Fran

Mathilde geb. Kcmpff.

Gießen, 8. September 1908. 5325

Griginal-Drahttnel-ungen.

Paris, 9. Sept. Der .Malin' bringt eine angeblich au5 El Kfar stammende lendenziöfe Aleldung, wonach der deutsche Konsul Vaffel ui einer Unterredung über die Absichten Deutschlands erklärt habe, dass Muley Hasid auf die volle Unter­stützung Deutschlands rechnen könne. Tr. Bassel hätte hinzugejügl, er habe sich nach Fez begeben, um Muley Hasid mi ver|ichern, daß Teulschland entfchloljcn fei, die Integrität des Landes zu sichern und den Sultan m seinen Bemühungen zu unterstützen, die augen­blicklichen Schwierigkeiten zu überwinden.

Paris, 9. Sept. Der .Eclair' meldet au6 Tanger, der Maghzen habe uu5 Fez die Nachricht erhallen, daß ein Brief von Abdul Afis aii Muley Hasid emgeiroffen fei, worin 2lsis sich bereit erklärt, abzudanken und nach dem Orient abzn- reifen, wenn sein Bruder ihm eine monatliche Apanage von 80 000 Alk. gewähren würde. Muley Hasid findet diese Ansprüche übertrieben.

London, 9. Sept, öl prote st an tische Vereine hielten gestern ein Meeting ab, in dem beschlossen wurde, an den Zönig em Telegramm zu richten, die geplante katholische Pro­zession des eucharistischen Uongrejses durch die Straßen Londons zu verbieten.

LMM Meitsilchvcis Wen.

Gartenstrake 2, Zimmer 2.

ES können eingestellt werden:

a. bei hiesigen Arbeitgebern: . , , _ ,

1 Schuhmacher, 3 Bauschremer, 1 -schmied, 3 Schneider, l^uhr knecht, llDlenstmädchen, 1 Waschfrau, 1 Laussrau, 1 Haushälterin, 1 ^cbrliugc?^ Stukkateur gegen Vergütung, 1 Schreiner.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

4 Bauschreiner, 2 Möbelschreiner, 1 mattier, 1 Wagner, 1 i.ung. Svenaler und ^nflaüateur, 1 Kutscher, 1 Glaier, 4 Schneider, 2 Taglöhner, 1 landwirlschastl. Arbeiter, 1 landwirttchaftl. Dienu ^Lebrünge: 1 Sattler und Tapezierer, 1 Schneider, 1 Spengler lÄwezierer/l'Installateur, 1 Schreibgehilse, I.Schmied, zwei Schlosser, 2 Schreiner, 2 SJiaurcr, 2 Heizer und Maschinisten, 2 ouLrtnccbtc, 2 HauSburschcn, 5 Arbeiter, 1 Packer, 7 Lauf- froucn, 2 Waschfrauen, 1 Lausmädchen, 1 Haushälterin, 1 Kinder- mäbdien, 1 i^lidirau.

vermischtes.

" Kaiser Wilhelm kam bei seinem letzten Besuche des Nord-Kaps im Jahre 1907 auf die Idee, zum An­denken an seinen Aufenthalt an den aus dem Meere ragen­den Klippen den Namen der Kaiserjacht in fünf Meter hohen Buchstaben in weisser Farbe malen zu lassen. Dieser gigantischen Namenscinlragung in das Stammbuch der Natur folgten bald alle das Nord-Kap besuchenden Dampfer, doch blieb cs nicht dabei allein, denn die Idee wurde nun auch zu Reklame-Zwecken ausgenutzt, so daß heute die Felsen des Nord-Kav mit der Reklameseitc einer Tageszeitung Aehnlichkeit haben. Eine derartige Ver­unzierung kann nur aufs Entschiedenste verdammt werden.

* B o m Luftschisswescn. Ter neue Parseval- Sallon machte, wie unS aus Berlin gemeldet wird, am Dienstag nach längerer Pause den ersten Aufstieg. Tic Fahrt war eine Probe bei voller Belastung des Motors. Führer des Ballons war Major Parseval selbst. Er erreichte bei einer Windgeschwindigkeit, die in den unteren Regionen mit 6, in den oberen bis zu 8 Meter gemessen wurde, Höhen bis 500 Meter und kehrte nach 40 Minuten wieder zur halle zurück. Ter Motor funktionierte in allen Teilen vor­züglich. Tem Antritt der grossen Fahrt für die Abnahme durch das Kriegsministerium dürfte demnach nichts mehr im Wege stehen. Graf Zeppelin hat aus Anlaß des Vertragsabschlusses mit der Stadt Friedrichshafen dem bär­tigen städtischen Krantenhausc aus seinen Privatmitteln 10 000 Mark gestiftet. Die neugcgründcte französische Luftschifferliga hat einen Preis von 1000 Franks für den französischen Lustschisfer ausaesetzt, der den von Wright aufgestellten Rekord verdoppelt. Es handelt sich demnach um einen Flug von 39 Minuten und 37 Sekunden Dauer.

"Ein betrügerischer Justiz Minister! Der frühere dänische Justizminister Alberti stellte sich der Kopenhagener Polizei, indem er angab, Fäschungen und Betrügereien, ivobei cS sich um große Summen handle, begangen zu haben. Alberti, der früher Advokat war unb nach seinem Rücktritt die Direktion der großen Bondcslanden-Sparkasse (Bauern- dank) übernahm, erklärt, daß außer diesem Institut die dänische Nationalbank ihre Zahlungen werde einstellen müssen. Er gab indes an, daß für die veruntreuten Summen volle Deckung vorhanden sei. Tie Sceländische Bauern- Sparkasse, die auf Anweisung des Inspektors der Sparkasse ihre Tätigkeit tatsächlich bereits einstellen mußte, ist Debitor deS Finanzministeriums. Das Bankguthaben der Sparkasse beträgt 2 Millionen, wovon anderthalb Millionen durch Sicherheit voll gedeckt sind. Die Gesamt-Betrügereien Albertis iDlIen neun Millionen betragen.

** Was Maximilian Harden pro Woche ver­dient, wird von einem kundigen Thebaner in demSte­reotypeur" ausgerechnet. Es heisst dort: DieZukunft" wird in einer durchschnittlichen Auslage von ungefähr 35 000 Exemplaren gedruckt. Das Heft kostet 50 Psg. Wir nehmen an, daß es die Abonnenten billiger haben und rechnen deshalb nur einen Durchschnittspreis von 40 Psg. pro Heft. Das würde einen Umsatz von mehr als 15 000

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Verkauf auf Abbruch.

Es ist beabsichtigt, den im Jahre 1899 erbauten Baracken Hörsaal im Hofe der technischen Hochschule unter Hinweis aus den MlNlsteriaterlatz vom 16. Jnni 1898 zum Verlauf auf Abbruch öffentlich zu vergeben.

Das gut erhaltene Gebäude ist 24,28 in lang, 13,44 m breit und 5,50 m im Lichten hoch. Die Umfangswände sind aus Holz- sachwerk mit Schwämmsielnen ausgemauert und an beiden Seiten auf Spalierlallen verputzt. Das Dach ist mit Dachpappe belegt, bat Shoddnchsorrn mit ca. 90 qm schrägem Oberlicht und hölzerne Dachkonstruktion. An den beiden Stirnseiten befinden sich Galerien, die von hölzernen Wendeltreppen aus zugänglich sind, unter den Galerien find 3 von dem mittleren großen tltaum durch Scheide­wände getrennte Räume. Das Gebäude ist zur

Verwendung als Werkstätte oder dergl.

besonders geeignet.

Tic Bedingungen und Zeichnungen liegen in unseren Dienst- räunten (im ehemaligen Hosthealcr) zur Einsicht offen und können zum Selbstkostenpreis abgegeben werden, nach auswärts gegen Nachnahme. Angebote sind portofrei, verschlossen und mit der BezeichnungAngebot auf Abbruch des Baracken-Hörsaals" ver sehen, bis zum 28. September lfd. Js., vormittags 10 Ubr, bei uns cinzureichen, zu welcher Zeit die Eröffnung der Angebote im Beisein der erschienenen Bewerber stattsindet.

Die Genehmigung Grotzh. Ministeriums für den Verkauf bleibt Vorbehalten. hv8/»

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Darmstadt, den 7. September 1908.

Grossb. Baubcbördc für die Erweiterung der tcchnifchcn Hochschule.

Landm ann.

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Mark ergeben. Von diesem Betrage rechnen wir ab 5000 Mark für den Buchhändlerverkehr: bleiben 10 000 Mark. Davon ziehen wir weiter ab 3000 Mark für die Herstellung res Heftes. Rest: 7000 Mark. Von diesen wären dann weiterhin noch in Abzug zu bringen die Honorare. Sie wissen, Harden schreibt feineZukunft" zur Halste selbst: es ist also l)vch genug gegriffen, wenn wir für jedes Heft 1000 Mark anfetzen. Bleiben 6000 Mark. Hiervon rechnen wir dann noch einmal 1500 Mark herunter für unverkaufte Exemplare: doch haben wir diese auf der andern Seite wieder voll und ganz hinzuzuzühlen für Inserate und Extrabeilagen. Es bleiben also in jedem Falle mindestens 6000 Mart blanker Reingewinn für ein Heft: das heißt also jährlich 312000 Mark! (Nach unseren technischen Kennt­nissen dürften sich die Kosten der Herstellung doch etwas höher stellen, als der Verfasser hier angibt, und demgemäss wären die Einnahmen Hardens wesentlich niedriger zu ver­anschlagen. D. Red.)

Kleine Tagcschronik.

Bei Traunstein ist ein Jagdaufseher von Wil­derern erschossen worden.

Am 7. d. M. wurde bei Zuffenhausen (Schwaben) ein Fuhr­werk von einem Automobil überfahren. Zwei 'Mädchen wurden schwer, der Fuhrmann und ein Kind leicht verletzt.

Baron Tcichmann, Legationssekretär bei der preußischen Ge­sandtschaft in Stuttgart, wurde bei einer Dagcnsahrt infolge ^-ck-cuens der Pferde samt seiner Begleiterin, einer Gesellschasterm bamc, auj die Straße geschleudert. Beide erlitten Verlegungen.

Von den im Rudolf Virchow-KrankenhauS zu Berlin er­krankten Schwestern sind noch drei bettlägerig und 12 dienstun­fähig. Die übrigen sind wieder her gestellt und versehen bis auf acht, die halben Dienst tun, wieder ihr Amt. Tie Äerzte hoffen, daß auch diese 15 in Knr-e nneöcr- hergestellt sein werden.

Auf der Rückkehr von einem Ausflug vom Titisee (Sckssvarz- wald) kollidierte ein Automobil, in dem sich Angehörige des ZirkuS Sarrasam befanden, in der Nähe der Stadt Freiburg mit einem Radfahrer. Ter Chauffeur, der verheiratet ist, blieb mit zerschmetterter Schädeldecke auf der Straße tot, während die Insassen des Automobils aus den Acker geschleudert wurden und Hautabschürfungen erlitten. Die Verletzten wurden nach Frei­burg geschafft.

Ter Buchhalter Leroy rannte in der Nähe deS an der luxem­burgischen Grenze belegcnen Ortes Villerupt mit seinem Motorrad gegen ein Fuhrwerk. Ter Nadler stürzte und brach beide Beine. Ter Lenker des Fuhrwerks wurde auf die Straße geschleudert und auf der Stelle gelötet.

Artf den Präsidenten Roosevelt wurden am Samstag in Osterba y mehrere Schüsse aus dem Hinterhalt abgeleuen. Roosevelt machte sich sofort selbst aus die Suche nach dem Täler, ohne ihn zu entdecken. Der Chef der Geheimpolizei wurde von Washington nach Oslerbay berusen und am Montag gelang es, den Irrsinnigen in der Stahe der Wohnung deS Präsidenten sestzu- nehmen. Der Geisteskranke nennt sich (Loughlin und gibt zu, drei Jahre in einem Jrrenasyl gewesen zu sein.

Arn 8. September rannten ztvei Güterwagen bei der belg. Station Allee Verte einem Vorortzuge in die Flanke. Letzterer entgleiste, mehrere Wagen wurden umgeworfen. 16 Per­sonen erlitten Verletzungen, davon G schwere. Das Un­glück ist aus den unerfahrenen Maschinisten surückzuführen, der das rote Haltesignal nicht bemerkte.

Wie dem Reuter'schcn Bureau gemeldet wird, rücken die Waldbrände in Nordminnesota gegen Grand Marras

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Ihmmung erteilen, m I V/ iae?eitaitK Mnstem, ©umbitnur er &)t|tanb beaujttg- amtta?e von 9-7 { isz-Landshnl, an l ter Anweisung: hekcn zu beiurtvoito - »ie Versammle (es Dresden an: log« mit beit z. Z. lchls Hand in hand g-^r it in den Bezeichnung? Preisen, 2. in fflütfpc- |tn bei der PropagL Krankenkassen, b. >c ten, daß die Preisi it NMgslaxe im Ihr:-:, muntemebmen feite; elschlefien wurde ejien abgelehnt.

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inem fjeffifäen ilchpantscherei» fragte, roa§ sie zu M le sie, die siuh haln ^ mer im Regen gesi-Äs am aber zu bet litte Magen und eine no i eine andere Art ui ta überschlaue Bäuerin t

8er Lohn eiukS Lauen le üiebe betommci:, net Haler des Jungen ji-P tnib machte ihm bamte sckimpl'en und nid)tg >s Gesicht. ater wurde zu-c. m nses mit tödlichen^ .rMarine-AIslstenjarjlr- tariats-Asststent Bu l hatte, zu S Monaten

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