Fünftes Blatt
Nr. 387
158. Jahrgang
Erfchetnl täglich mit Ausnahme deS Sonntag«.
Seueral-Ay^iger fir OberheMN
Redaktion, Expedition und Trucfcrci: Sdhul- straße 7. Expedition und Verlag: e^gs# 5L Sicboftiome^ 112. Tel.-Adru AnzeigerGicßen-
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Samstag 5. Dezember 1908
Aa Rotationsdruck und Verlag der vrübliche» '? r lUiiöccfuäiS * Buch- und Sicmdruckerei.
9L Lange, Gießen.
politische rvochenschan.
Gießen, den 5. Dezember.
Zn der großen Debatte über Ministerverant- wortlichkeit, die den Reichstag jetzt zwei Tage lang besci-äsligt hat, hagte der Abg. Naumann darüber, daß man große und Heute Dinge bei uns so wenig unterscheide. „Der Reichstag selbst," so sagte er, „ist in eine sleißige Tätigkeit Ijineingetommen, wo man vor lauter Fleiß und Arbeit die eigentlichen großen politischen Gesichtspunkte der Nationalvertrctung in der Mühe des Alltag- fast aus dem Auge verliert." Dieser treffe'.tden Charakteristik des deutschen Reichstags, die auch fast für das ganze politische Leben im Deutscl-cn Reiche gelten konnte, wäre laum etwas hinzn- »nfügen, wenn das Echo nicht gar zu beschämend geklungen hätte, das die groß angelegte Rede Naumanns im Hause uitfercr Volksvertretung erweckt hatte. Matt man ja über die Politik Naumanns denken wie man will, aber selbst der Gegner dieses Mannes muß eä doch anerkennen, daß diese Politik der Auc laß einer philosophisch vertiesten Wcltan- lclstiuung ist. - den vielfach sehr flachen Reden zu der in F-rage stehenden Ministerverantworilichkcit, war es geradezu eine Wohltat, Worte, wie die Naumanns, zu ver- nehnien, Worte, die ent ft und eindringlich darauf hin- toirfen, wie eine große politische Frage auch groß gelost werden müsse. Zm Reichstage hat man diese Rede iqcIjI verstanden. Ohne Widerspruch zu jinden, konnte der Abg. Singer ein wenig spöttisch sagen: „S>crr Naumann hat eine schöne Rede gel-alten, aucr den Mann mochte ich sehen, der auö der gaiizcn schönen Rede auch nur einen Satz mir sagen tarnt, aus dem zu ersehen ist, was er nun eigentlich will." Ein solcher Mann hat sich im Reichstag wirklich nidjt gefunden. Unter den 397 ReichstagSabgeordneten, der Elite des politischen Deutschlands, war ossenbar keiner, der diesem Manne zu folgen vermocht hatte. S>o ist daS Voll der Dichter und Denker von heute, ein Volk, für das ein Leibnitz, ein staut, ein Fichte, ein Nietzsche allem Anscheine nach vergeblich gelebt hat. Doch nein, dieser Reichstag isl nur ein sehr schlechtes Spiegelbild des deutschen Volks; im deutschen Volke hat man die Bedeutung der großen Fragen,die uns heute beschäftigen, weit besser erkannt. Man Here nur in unsere Versammlungen hinein, man lese die politischen Betrachtungen unserer großen Zeitungen, man unterhalte sich mit diesem oder jenem im vertraulichen Gespräche, überall stößt man auf den Gegensatz zwischen dem deutschen Volke und seinem Parlamente. Dieses Parlament hat wahrlich kein Recht, über seine Einslußlosigteit zu klagen, so lange es nicht annefangen hat, sich aus sich selbst zu besinnen, Einigkeit und Entschlossenheit zu ^ctaen, wo es nötig ist, und tieferes Verständnis für die Aufgaben unserer Zeit. Noch mehr Männer voll hoher Ideale und Männer mit eigener, vertiefter Welt- und Lebensanschauung, wie Naumann, müssen wir im deutschen Reichstage haben, und noch bessere seiner Art; erst dann werden auch politische Fragen, wie die nach Verhältnis zwischen Regierung und Parlamen so geregelt werden, daß- etwas Erj^rießliches für die ganze Nation dabei herauskommt. Tie Frage der Ministerverant' Wörtlichkeit ist nun einer Kommis,ion überwiesen worden: Weitn es wirklich leine Begräbnisrommisjion werden sollte, wie Naumann hofft, so wird daS jedenfalls auch zu einem großen Teile ein Verdienst der Regierung sein, die ja jetzt den guten Wüten gezeigt hat, die Mmisteroerantwortlichkeit zu regeln.
Angesichts des geradezu erschreckenden Tiefstandes un- ercs heutigen Parlamentarismus haben wir nur den einen chwachen Trost, daß es anderswo noch schlimmer ist, bei» piclsweise in China, in Persien, in der Türkei, in Ruß- and, in Oesterrei ch. J.t der Donaumonarchie kann man immerhin noch als Entschuldigung die furchtbare nationale Zersplitterung ansühren. Der fanatische Nationalilälenhaß )at es ja auch zu Wege gebracht, daß daS Regierungs- u b i l ä u m des greisen Kaisers Franz Josef jetzt mir einem o häßlichen Mißton endigt. In Prag herrschte der tschechi- cl)e Pöbel und erging sich tagelang in Mißhandlungen der Deutschen und in unflätiger Beschimpfung des Hauses Habsburg und des greisen Kaisers. Aehnlich wie in Prag, nur nicht ganz so schlimm, war cs auch in den anderen Städten Böhmens, bis endlich die Verhängung deS Standrechts diesen beschämenden Vorgängen ein Ende machte. Es ist nicht das erste und wohl auch nicht daS letzte Mal, daß die Tschechen ihrer inneren Rohheit und nationalen Unkultur in solcher Weise die Zügel schießen lassen. Bisher war eS immer noch die ehrwürdige Person des Monarchen, die auch von den Tschechen respektiert wurde, aber die jüngsten Exzesse in ?3rag haben bereit« einen antidynastischen, österreichfeind- ichen Sinn der Tschechen offenbart. Soweit hat eS die Slavisicrung Oesterreichs schon glücklich gebracht, daß man bereits anfängt, mir den auswärtigen Feinden der Monarchie, mit den Serben, gegen den eigenen Staat zu sym- pathrsieren. Was das im gegenwärtigen Augenblicke heißen will, da Serben und Montenegriner gegen Oesterreich rüsten und Rußsland die Absicht erkennen läßt, gegen Oesterreich Stellung zu nehmen, braucht nicht erst dargelegt zu werden. Der Krieg ist auf des Messers Schnöde; er kann heute oder morgen oder erst in drei Monaten losbrechen, aber er wird keinen mehr überraschen. Tie blutigen Vorgänge an der österreichisch-montenegrinischen Grenze, wo eine österreichische Kolonne von Serben und Dkontenegrinern nieberge- metzelt wurde, sind nur Vorboten der kommenden Ercig- nisje, die ja keinesfalls auf Oesterreich allein beschränk bleiben werden.
Wenn man die Berichte über die letzten Debatten in der italienischen Kammer liest und daraus er- fährt, wie unpopulär schon beute der Dreibund in J.alien ist, dann kann man sich leicht ausmalen, lvelche Dimensionen der Zukunftslricg auf dem Bal.an annehmen wird, sofern die übrigen europäischen Mächte dem Gange der Ereignisse nicht noa) rechtzei-ig durch eine besonnene Haltung begegnen.
Die immer bedrohlicher werdenden Zustände im nahen Osten haben die Ausrncrisamteit von einem Vorgänge ab- gelenkt, der für den Weltfrieden unter Um]iüiiDeti nicht minder große Gefahren birgt Für den Augenblick mag es Ja rührig erscheinen, daß das neue Abkommen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten tion Nordamerika mir die Rückkehr fremrdschajkicher
Beziehungen zwischen beiden Mächten bedeutet. Man erinnert sich hierbei, daß Japan und Amerika wegen der japanisäpm Einwandcrnngsfrage nahe daran waren, einen Krieg anzu fangen. Für die tiuge Besonnenheit der Japaner spricht eS nicht wenig, daß sie diesen Sitieg nicht an- gefangen haben, dessen Auögang in Allbetracht deö Geldmangels Japans inimerhin zweiselhast war. Es war eine kluge Policit Japans, nacyzugeben unö Amerika durch einen Vertrag zu biubcn. Für Europa, und vor allem auch für das deutsche Reich, ergibt sich nun die Frage: gegen tuen dieser Vertrag nun eigentlich gerichtet ist, der Die Integrität China- gewahrt wissen will. Gegen Rußland? aber das wird ja auf lange hinaus nicht daran denken, sich auf neue Unternehmungen im fernen Oyten einzulafsen. Gegen Eng- land, den Bundesgenossen Japans, rann sich der Vertrag schwerlich richten. Die einzige Macht, die aber sonst noch in Betracht käme, wäre Deutschland, das Jahr für Jahr Millionen in sein Pachtgebiet Kiautschou huieinsteckt, und zwar doch sicherlich nicht zu dem Zwecke, andere später einmal oie Früchte dieser srolonisatinislatigli.it ernten zu lassen Will das Deutsche Reich nun wieder einmal ruhig zusehen, wie sich der Ring zu seiner Isolierung immer enger schließt? Hat der Reühötag vor lauter Arbeit und Fleiß noch reine Gelegenheit gejunoen, die Regierung wegen oicjer Vorgänge zu interpellieren? Man debattiert lang uiid breit über oie Frage, ob der dcutscl-e Reichstag über strieg und Frieden zu beschließen habe und versäumt es über solchen theoreli- jchen Erörterungen, die nächstliegenden Vorgänge aus dem Gebiete der auswärtigen Politik zu verjolgen und ihre etwaige Bedeutung für Sitte g und Frieden zu untersuchen J.i England Hütte man sicherlich keinen Tag im Parlamente ^orübergchen lassen, ohne die Regierung zu befragen, ob sie ihre Au,rnerksmnleit aus diese Vorgänge der auswärtigen Polilik gelenk habe uno wie sie sich dazu stelle. Das viele Reue, das sich gerade in unseren Tagen aus alten Gebieten und in allen Fragen vorzubereiten scheint, verlangt, daß man das Neue, da^> oer Tag bringt, mit öoppeiiet Auiinertfam- i’eit bedachte, sonst nnro mau von der Entwicklung überholt und steht plotziict) Verhältnissen gegenüber, denen man nicht mehr gciuad^en iji. Tas sollte auuj der deutiche Reichstag wohl bedenken. E. A.
Ville an die Hausbesitzer!
auf Intervention austänbifäxr Diplomaten sich bereit erklärt hätten, in versöhnlichem Sinne zu wirken, an seinen Erfolg inefefl Bemühungen will man indeffen vorerst nicht recht glauben, auch an Oer D i e n e r B ö r s e nicht, die nach wie vor große Verst.nnnung erkennen lußt. Neben b-cr äußeren Politik tor]tunmtcn in dieser Mväe an der Tonau auch große Besorgnisse hinsichtlich der innerpolitischen Lage, die allerdings DuuD Oie E^csse in Prag und Oie Proklamierung des Standrechtes in recht trust.osem 2id)tc erscheint Ein weiterer Grund zur Depression liegt aber auch in der wirtschaftlichen Konjunktur des Landes. Mährend in Amerika eine Wendung zum Besseren cnijctre.cn ist, deren Rückwrrkung auch auf die großen europäischen Industrie- und Exporlslaatcn: erhofft wird, und wich in Deutschland ein Tiefpunkt der Sbniunftufl erreicht sclnint, ist m Oesterreich-Ungarn die Depression erst in letzter Zeit zum vollen Ausocuck gelangt Sie werd verstärkt burch die BehinPerung oeö ott.reichiichen ExtwrtS nach der Türkei und die Folge oaoon sind BetriebSeinsäjaänkungen in säst allen Jirdist.ie-iveigcil. Hand in Hand damit gehen auch die Kürs- vudgunge an der Wiener Börse auf allen Gebieten, da viele Posuwuslösungen toi genommen werden, zu denen sich naturgemäß auch Angstverkäusc gesellen, selbst in dienten unb Oeuisä-en!-. Fnoust.icpapieren, bie dort seil Jahrzehnten als ciietuer Be- fbanO Der reichen Leute und der großen Geiellscl-aflen thisauricrt i*2rcn. Dadurch werden naturgemäß die deutschen Märkte un- günftig beeinflußt. Wce scljon seit langem nicht mehr, verfolgt man hier zur ZeU die Stbirsiueldungen ton der Donau mit großem Fnieresje, ja mit intensiverer Spannung als ine Nact/nchten aus London, Paris und Ncwyvrt. Alle diese Plätze vermögen übrigens geociuuärtiß taum irgendwelche Anregung zu geben. Der Newarker Kursbewegung steht man besonders skeptisch gegenüber, obwohl man sich der Stcnnnüd nicht cnlzielnn kann, daß in A m c r i k a Die wirijüMftiichcn Vcrl)äUm,se sich auf dem Wege der Besserung uesinden. Tie 3ü>hciscnpceise sino drüben in Den letzten Wochen gestügcn, in Fertigsaorikaten ist das Geschäft wesentlich lebhuster geworden und namentlich aus dem Schienciunarkl l)üt sich größere Regfanikeit entfaltet, da die anicriFaiii|dxn Bahnen iiifolge der großen Geldflnsjigkrit, die ihnen die BeftieDigung ihrer Geld- bedürsnisse erleichtert, mit großen Bestellungen an die Werke herangetreten sind. Wohl ist der Einfluß Amer.kas in der deut- s ch e n Eisenindustrie noch nicht besonders hervorgetreten, allein einzelne Anzercl-cn tpredjen dafür, daß die Bejserung auf dein amrr,kouisd)LN Markte, der ja für den Weltmarkt tonangebend .st, aus» in Europa nicht unocachtct bleiben wird. Tic Ba,is für eine Gesundung der heimischen Verhältmsse »st einerseiis fdx>nl Durch die anbauernd giüift.gcn Geloverhältnisse rnib andererseits burd) Die nun für alle Rohstoffe durchgesührten Preis- ermäbigungen gegeben. Was nod) fehlt, ist das Vertrauen und Die Unternehmungslust größeren Stiles, die aber erst eintreten: kann, wenn politi)d>c Beklemmungen nickst mehr im Wege stehen. Das Ku^sniveau der Börse hat sich in bet abgelauscnen Woche kaum wesentlich verändert. Prwatdiskonto 25/s Prozent
Das Ainderschu^gesetz verbietet die Beschäftigung der Aindcr, sodaß die Zcitu, gsirägeri. nen die ihrer R.ndcr bei der Zuficllui.g entbehren müssen.^ Dadurch wird diesen grauen die pünktliche Zustellung der Zeitungen sehr erschwert und sie vereinigen sich mit uns in der Bitte an die Hausbesitzer, an .hien Gebüullch.ellen
VrieMten
für die verschiedenen Ltockwcrke anbringen zu lassen.
Das würde nicht nur den Zritungsträgerinnen die Zustellung erleichtern, sondern cs würde auch öcti pofibeamten, Ausläufern u,w. zugute kommen.
jti einer großen Reihe anderer Städte sind derartige Briefkasten schon lange Zeit angebracht und haben sich nach jeder Richtung bewährt, da dadurch auch eine Schonung der Häuser und der Treppenaufgänge herbeigesührt wurde. Wir zwei,ein daher nicht, daß auch hier bufe praktische (Einrichtung Eingang finden wird. Die Wider Haden ebenfalls ein großes Znlercsse an der Anbringung der Briefkästen und dürfieu £ctvii> gerne einen Teil der Kosten übernehmen.
Verlag des Eichener Anzeigers.
GchöNenfitzung v o m 4. Dezember 1908.
Sachbeschädigung n n d n n b e i e ü) t i g t eo Sl i e b | e n. Der Dagiöhner P. E. und der Kellner K. A. bicc krebsten mibe- tfd’tiflt i» der Wiescck, wobei sie zwei Eduaubeii an der dortige» echlcnie abgeschmgcn haben jollcn. Tas Uucil lautete wegen des Krcbfcns am ettte iscldsirmc von je drei Marl, eventuell 1 Tag Halt, un übrigen er'otgte Freisprechnng. — U n t e r j ch l a g n n «. Ter Hausbiirfclie F. 53., z. Zt. in Ltülheim a. d. R., war bet einem hicfigctt Bäckermeister bejehd ityl und unteilchlng öiejcm eine Rethc Kundeiigetder. Tos Eeiicht ei?nntue am eine GelänguiSsira'e von drei Woclien, unter Anrechnung von 2 Wochen ltmc»juchm^s- Daft. — Störunfl der S o n u i a g - f e t e r. Juwlje Anzeige eines hiesigen ©laienuciflcri wurde Der Konditor A. vt. tu Wiegen beschuldigt, seinen WehtUcn an einem 'Sonntag nacljnuttag nm Ansireicharbetten beschaiugl zu habeiu Ter Angeklagte behauvtcte, von dem Anzeiger in Ui.incDcn ausgezogen zu jcm. Dem Anträge des AuklageoeiiiCters, aui eine WCiDprive von 3 'Mark zu erkenne», tuutbe nicht iiatiflcgebeii und der Angeklagte i r e t g e t p r o cl) e » — Ttcbuahl unb Hehlerei. Tas Ttenstmädchen K unb deren »erheiratete Lchivejicr hier sind des Tiebstahls, beziv. der Hehlerei angcktagt. Tie K. stahl ihrer Herrfainü nach tind nach Kinder,uä,ebe und gab dieje ihrer Lchivesler. etc erhielt eine We- 'ängnisslraie von drei Wochen wegen Tiebuahls uuD Die Lchivesler wegen Hehlerei eine solche von lu Tagen.
DSrsen-Wochcnberichr.
™ Frankfurt a. M., 4. Dez.
Die Verfassung bet beuifajen Börsen hat in den letzten acht Tage« eine wesentliche Aenperutig niast er ja breit. Der unsichere unö ungewisse Zug, der schon seil einiger 3eu daS Eftcüeugc,ä>st uceitgt, ist immer noch nicht gewichen uno nxrb wohl euch das Feld oehau^cn, tenge die Börse der politischen Sorgen m.dst entheben ist. Logicich die Zuocosidst, daß eine cruiicre Störung oes euiwpListi^n Friedens a..s Anlaß der Vorgänge in Bclg-stn, VoSnicn und der Herzegowina mast em.rcten roordc, m ruhig urtestenden Lreiftn noch immer vorherrjdst, kann man ;idj etneß Ecf».h.S des llnochaOrns doch nia/t ecwchcen, wenn man sieht, daß dic gcipann.cii Beziehungen -wischen der Türkei eineij'eüd, Be^g.en uno O.sterrerüpungam anoererscits unucr» üiiocrt andauern, unb daß uts.yer aiie eine Losung Der
Id^öevtnoeu F.<.ge» h^rbccgu, ueliij evwigios geolievcn sind. Bezüglich der lür bie dste»r.ich.sch-ungar sch.' Hande.s.vest so Der» p.mgnisvvlten Boykotrierung Jjrcr i-.-r .ugni.ss. iri te.r Türkei wurde aLlerDinga geuseteet, daß bex Leiter oer zuiiguirkischen Regierung
Die nach- F. ™ « sind Sonntag, 0. Dezbr., nur von »telHuden 1 u l v 12. Ihr iniltags bis 12 l hr nachts tiir drinK' nde Kälte sicher anzutretten : ID1/,,
l>r. üicliter, Frankrarter i>tr. 4. — Dr. Schäffer, Plockstr. 9. i>r. Stuhl, Selterswe^ 79.
Monntag, 6. Dczbr., von nacbin. rü _ h _ I _ 4 Uhr bib D Uhr abenüs nur geöffnet; 1300 tllßKO
Giessen, den ö. Dez. ItiUb. r
tirossh. Polizeiamt. Reinhart. Be/i
Auszug o. d. StGtiöesamtsregijtern der Stadt Sieben.
Aujgebore.
Rov. 28. Leo Raimer, Kauimann, mit Wilhelmine Bergmann, beide in C6ieöen. — 80. Joseph ediä'er, Glaser m toroüen-VuiDen, mit Katharina Wagner tu A:ehrda. — Heruiann Landet, Hut- inodicr, nut Elisa 'Dlomberger, beide m Gießen. — Tez. L Friedrich Ehrich, Bainührer in Frankiurt a. 'DL, mit Marie 'Diag- Da lene Huben me Neidhö'er dahier. - Johaiines Franz 'Dtelchior dtcitl), Schlosser, nm Elise Paula Niemeyer, beide in Lauterbach. — Alben Eile, Landwirt, tnil 'Dimna Lchnudl, beide in 'Dlelbach. — 2. Georg Biüciel V., Zicgeleiarbeiler in Steinberg, mit Katharina Fink in Watzenborn. — Ludwig Stein, LanDiviri in Beuern, mit Maria Herzberger in Bersrod. — 8. Ludwig Torr, Land,out, mit Berta Zimmer, beide in Weickartshain. — 4. Aldm Richard l'iUing, Sergeant m Gießen, nut Lma Torothea Braun m 9leu« Fseiibiirg.
Eheschlietzungen.
Rov. 28. Adam Ritz, Ponbote in Gießen, mit Elisabeths Rey- fchm dl in Lmnda. — Friedrich toauterm, Kaufmann, mit Anna Bcct. beide in Gießen. — Tez. 2. Gustav Adolf Franke, Buch- driickere,b»tr>ehSleiicr in Weytar, nut Elsa Wagner in Waldeu- biug. — Jostph Haussmann, Brauer, nut Anna Schaum, beide in Giegen.
Geborene.
Rov. 25. Teilt Gastwirt Friedrich Schneider eine Tochter, Hedwig. — 26. Tem Eiscndrchcr Wilhelm Schaler eine Tochter, Elie Martha. — Tein SchulnnoMer Heinrich Pieisser eine Tochter, 'DlaibilDc. — Dem Hllfsbremser Gottlieb Sch'eenbäcker eine Tochter, Emmy Luise. — 27. Tem Schneider Start Löhr ein Sohn, Karl Paul yermann. — Dem Oinmbuskmscher Heinrich Völpel ein Sohn.
Erstorbene.
Rov. 28. Luise Kuhl, 79 Fahre alt, Am Riegelpfad 18a. -* 29. Karl Henn ich Sauer, 1 Jahr alt, Am Riegelpiad 81. — Ludwig Höfer, Schassiier, 38 Jahie alt, in Gedern. — Tez. 1. Dla- tHilde Stieda, geb. Langerinann, 77 Jahre all, Dloltfeür. 16.
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