Ausgabe 
5.12.1908 Viertes Blatt
 
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Nr. S87 Viertes Blatt

158. Jahrgang

Samstag 5. Dezember 1908

ErlchttM lügllch mit Ausnahme des GonntagR.

Dteftcfifner JomIHenblätter" werden dem .Anzeige»' oiermal roöcbcmlicb berget egt, das Krclsblan für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweuiral.

Giehener Anzeige-

Senerül-Anzeiger für Gberhesfen

Rotationsdruck und vertag bet 8töbHcf)«n UnwersuätS Bach- und Ereindruckeret.

ÖL Lange. Dieben.

fReboftton, Ervedttion und Druckerei: Behüt« (traue 7. (troeöinon und Verlag: 5L

Redaktion:112. TeL-Adr^AnzelgerDieben»

vermischte».

Verlorene Schisse. '.Ja)not Okwber sind 95

Sd^He vvl.st.mdig verloren gegangen, und zwar 58 Segelschisie und 37 Tampssruisfe, darunter 5 b.u.|u>e. Außerdem wc^st oie Stat.sttk iwch 52ö durch Unfälle lvie Strandung, Feuer, Zusammcnsttste ocfüjatnate Schisse auf. Darunter sind 6t deutsche.

* König Eduards diamanten. Die wunderbaren Steine, die auZ dem Riesendmuianlen Guliinan, dem Geschenke der Regicrung von Transvaal an Suo:ug_ Eduard, geschnitten! rourben, sind in einem Sonderyuge von Auisteroam nach Wrndso« oesördert rvorden. Fünfzehn englistt-e Delcttrvcs haben die Sen­dung begleitet. Die 'brillanten,chleijerci von Assclzer u. Eo., die dre Schleis- und Schnerdearoeilen vorgenominrn l-at, erhielt sich ihre Bemühungen 3uu UJU lbrark. An der ZrLegung des Eullinan wurde neun Monate gearbeitet.

* Bettelbrief ean Tolstoi. In einer offenen Zusä/rift an die P^ersuurger Butter iruhrt sich Graf Leo Tolstoi gegen die crannte anzar-i der Bittsteller, die ihn täglich mit Beuel« oriefen übersä/ivcmmen. Sein gaiijes Be,i^lum I)at To.sloi fuwn vor fahren seinen «uven nbergeuen, so dast er persönlich nra/tSs ucsidt.

* Kleines Mißverständnis.NacknnittagS wavea wir beim Kausinann von Venedig uiiü abends haben luir Alt- xn-ibvloeig gefeh.li."3d, ja, es gibt jeig gar keine Ent- lernungen mehr." A.rs denMegg. Blattern".

nrv. 7 T"3 7 Möbelfabrik und kund-

1 11. JzJTUClL 8 u;,bL

und turne mau nohnunya-2s»/»- richtungen. B*8t« Referenzen. Man erbitte Jubiläumskatalog. Reiclitl9 Auswahl in Salons, Wohnzimmern, Speise-, Herren- und Schlaf zimmern. In uoxdueUe intime Durcharb- ilung. leppiche, Vorhänge, Linoleum. Lieferung franko feuer Hahneiatiun. ~ Lelejun 57J s Vorunachläge kuolenltM und ohne V erbtndlichkril. Ertuche um unvei kindlichen Besuch der grvesaw ligen AuaateUunyei äume. + * + + + + + + +

Aus SraSt und Land.

Gieucn, ö. Dezember 1908.

Konzertvecein. Die Besucher der tlouzertvereinS- Konzerte seien hierdurch nochmals daraus aiisinerksaui gemacht, dah daö nächste (3.) Konzert (.Böhmisches Streich- qiiarlett') Sonntag, 6. Tez., nicht, wie sonst üblich, nach- mittags, sondern aiiLnahiuSwetfe in Form einer Kamiuerinuslk- inatinee vormittags 11 Uhr m der neuen Aula der Umversilät staltfindet. Oefsnung deS Saales 10l , Uhr. Karlen, wie Aiusikführer zu den Quartetten sind bet Herrn Ernst (Slja liier und auch an dec Uaste zti haben.

** Kunslverein. Tie gegemvärtige AnSilellung, auch die RoUethon Oskar und Cäcilie G r a s-Pkünchen, bleibt nur noch morgen, Sonnlag, ausgestellt. Bon Montag an bleibt d>c Ausstellung wegen voU|länbiQen Wechsels dec Gemäße vier Tage geschlossen.

' Ä e i h u a ra l S s e n du n g e n. Die Neichö-Pestverwaltung richtet an das Publikum da- Ersuchen, mit och BZerhuachls- seu düngen bald zu beginnen, damit die Pakelinassc» sich niu)t in den tcstton Tagen vor dem Feste zu sehr zusaumiendrangen, wodurch die Pünktlichkeit ui der Beförderung reibet. Bei dem auch'rordenllicljrii Auschwcllen Verkehrs ist es nicht Uinlid), dir sieivohiiiiüxn Befördernngsslisten einzuhalten und iraurentlich auf nxite Entfernungen eint Geu.<chr für rerljit-eilige Zt.stellung vor brüt LXihuachlsl^lL zu überueh.ucn, wenn die Pakete erst am 22. Dezember ober noch später eingeliefect werden. Die Pakctc such dauerhaft zu verpaßen. Etwaige auf drin Verpactungostofje wibaiibcnc altere Aufschriften und Beklcbezettel müssen befeitigl ober unkenntlich gcurachl werdeir. Dunne Papplusten, schwach Stt^ichtcln, Zignrrenk.st»-n usw. sind nächt zu benu&t-n. D.e Aus. sch ttt 0er '4x1 Mc mujj deutlich vollstrindig und haltl«ar her- g. llt icÜL Kann die Ausichcifi ludji in drullicher BK ist aus das Paket selbst geseht wcrdnr, so entpsiehlt sich die Veruundung eines Blattes meisten Papiers, das der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden nrufc; bei in ücinnxrnO vccparluil Sendungen von Fleisch uiib anderen Gegenständen, die o^-ligkeit, F-otl. Bl -i usw. absepen, barf die Aufschkisl indeswn nicht auf die Um­hüllung geklebt werden. Am zweckmäßigsten sind geuriiclte Auj- sch> 'Ileii auf w-.-isjem 'Papier: dagegen ducsen Formulare zu Post- |xiteuiore),en für Pakelausschristrn nicht, verwandt werden. D.r Ramen des Bestinnnungsorts must stets recht groß u>rd kmstig flvu.udt ovcr gc,chrieben feilt Die PaketausscljrFl nr.ib sämtliche Angaben der Beg!eitadrc,se cntlja.ten, rutresscndensalls also den Fraillovermerk, dm Naäjnahmebelrvg nebst tarnen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbestellung usw., damit rm Fxille -xs Verlustes der P-ostpak.tadresse das Paket doch dem Emp- gnger auSgehändigt werden kann. Auf Paketen nach größeren rten ist die Wohnung deS EurpjangerS, auf Paketen nao) Berlin auch der Postvezirk t<J, VV, SU u,w^ anzugebcn. Bur Bcschleuni- flung deS Betriebs trägt es wesentlich bei, rvcnn die Pakete frauk.erl ausgeliesert werden. Die Versendung mehrer Pakete mittels einer Postt>aketadresse^ist für die Zeit vom 10. big 2d. D-zember roeocr im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Ausland ausgenommen Argentinien gestattet.

Darmstadt, 3. Dez. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde eine Eingabe deS HauSbesitzervecemS zur RenntmS gebracht, die sich gegen eine beabsichtigte Besitzwechselabgabe richtet. Bei dieser Gelegenheit gab Sladtv. Sang der Auffassung AuS- druck, das; eine derartige Steuer, falls sie in Verbindung mit der WertzriivachSsleuec von der Bürgermeisterei eingebrachl werde, nicht die Diehrherl der Versammlung finden iverde. Für die hier seit längerer Zeit bestehende Hilfsschule für Minderbegabte soll ein besonderes Gebäude, vor­läufig für 12 Klassen errichtet werden. Die Rosten betragen rund 200 000 Aik. Tie Versaininlung stimmt der Vorlage ge- mäst dem Vorschläge des Finanzausschusses unter der Vor- aursetzuilg zu, dast die Uebenvelsung an diese Schule, die bishek nur mit Zustimmung der Ellern erfolgte, in Ztikuusl obligatorisch sein soll. (Frlf. Zig.)

X Bieber, 4. Dez. Einen ansehnlichen Beitrag haben die Bergleute der (DrubeEleonore* hicijvlbil für die Hinterbliebenen der weslfälilchen Bergarbeiter geleistet. Es iviliden insgesamt SVit. 127,70 unter den Beamten und Berg- aibcilern gesammelt.

<ßcrid)t>5aal.

8. a. H Stiel, 3. Dez. Bor einigen Monaten sah in einer Hamburger Schaubvirlscliast niebcrvii blanges ein als harmloser Arbeiter verkieibeter SVriin-itülbeamtcr, der aufKuiweu" lauerte Zu seinem Eistuuncn horte er aus einem Gespräch, bad am A'ebcntisch gcfuhrt wurde, wie sich ziver 41eutc iHiautvbclin, sich aus dem 'Jienbäourger Zuchlhause falsches Geld zu verschaffen und dieses »u Dvrtmbviu ES wurden aus dre Anzcrgc des krimmalbeamun sofort ')bachjvrsä>,lirgtii äugest.llt, und daher ergab sich die fast unglaublicl-e Tatsache, dast eine Zelle des ZuclflHauses zu Ncndsourg in eine richtige Falschmünzer- werkst.itlc umgrmooelt ivvrdcn ioar. Zn dieser Zelle säst als In fajfe der 37ihrige Gvldfi'ivnied Wilhelm Fahrig, der wegen Münz^ vergeh.irs eine Zuchrhausstrase von 10 Fahren verbüsten soll.c Sern Plilardeiter bei dec H-.rlU Ilung salscl-er Füusmarkflücke, d.e aus Zinn und Antimon gejenigt und mit Hölleuste.n glanzend gemacht wurden, nxir der Kes.uer D.to, der eine Zuchthausstrafe wegen Diebstahls verbüst^n sollte. D^s Berkomunris wäre nalitr* lui) nicht m^gäch gcivescn, ivenn nicht ein pflichtvergessener B«lNiter seine Hand im Spiele gehabt hatte. Ter Aufseher Martin Bahrs, ein noch nicht voru,<st.after Mann, lieferte den Gefangenen das Material für die Fäu'u-r.ngcn unb liest sich im Verein trii seiner Frau und einem Hafenarbeiter D.rhren die Verbreitung der Fatsisikate angelegen sein. Die Geschmrenen billigten ledig­lich BahrS mildernde Umshlnde zu, worauf Der Gerich.sgaf gestern folgendes Urteil fällte: Fahrig erhielt 7 Fahre ZuclsthauS, zehn Jahre Ehrverli.st, Bahrs Za.)re GefFirguiS, feine El-cfrau, der eine direkte De'eil.gung nicht nacl>gewic,en werden konnte, 50 M. Geldstrafe, Düheen 9 und Otte 2 Äionatc Gefängnis. Ausserdem wurde nalürlich auf Ernzishung der sa.schen Formen rc. erkannt.

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