X Vom östlichen Vogelsberg, 5. Mal. 7 »Frühling hat nun auch bei uns Einkehr gehalten unu hierdurch manchen Landwirt einer Sorge enthoben. Bis jetzt war es infolge der Nässe unmöglich, die Felder 511 bewirtschaften, und mit der Aussaat konnte erst dieser Tage begonnen werden.
sd. Darmstadt, 5. Mai. Ein schweres Gewitter mit Sturm und Hagelwetter ging heute nachmittag Zwischen 6 und 7 Uhr über unsere Stadt. Der wolkenbruchartige Regen überschwemmte ganze Stadtteile und verhinderte einige Zeit den Straßenverkehr an einzelnen Punkten. In der Altstadt sind zahlreiche Keller mit Wasser gefüllt. Bei den Kanalbauten in der Bisniarckstraße sind durch die Wassermassen die Absprüsungcn hinweggeschwemmt und dadurch die Weiterarbeiten sehr gestört. — Tot aufgefunden wurde heute früh auf der Main-Neckar-Bahn südlich der Station Eberstadt auf deni östlichen Geleise eine anscheinend den ärmeren Ständen angehörende Frau, im Alter von ca. 30 Jahren. Sie hat schwere Verletzungen am Kopfe und wurde wahrscheinlich durch den Räumer einer Lokoinotive getrosten und zur Seite geschleudert.
X. Hanau, 5. Mai. Dr. Arthur Weinberg in Frankfurt a. M., Mitinhaber der Firma Cassella u. Comp., G. m. b. H. in Mainkur, stiftete dem Landkrankenhause in Hanau 10 0 0 0 M k. mit der Bestimmung, diesen Betrag unter dem Namen „Dr. Arthur Weinberg'scher Kinder- freibettfonds^ zu führen und aus den jährlichen Zins- erträgnissen Kinder zu verpflegen, insbesondere solche, bei denen eine chirurgische Behandlung nötig ist, für die die Eltern die Kosten nicht aufbringen können. Die Stiftung hat bereits die landesherrliche Genehmigung gefunden.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 5. Mai. Fretgesprochen.
Unter Ausschluß der Oesfentlichkeit verhandelte die Strafkammer gegen einen 16 jährigen Taglöhner von Harbach, welcher beschuldigt ist, sich Ende vorigen und Anfang dieses Jahres an einem 10 jährigen Mädchen in unsittlicher Weise vergangen bezw. dieses zur Duldung unsitclicher Handlungen verleitet zu haben. 9tach dem Urteil haben sich unlösliche Widersprüche bei der Verhandlung ergeben, jo daß das Gericht zugunsten des An- getlagteil entschied und aus Freisprechung erkannte, wenn auch die Aussagen des Kindes nicht für unglaubwürdig erachtet wurden.
Zechprellerei.
Im letzten Winter mauste der Former F. S. von Wies eck kn einer Wirtschaft zu Kesselbach eine Zeche und versuchte heimlich KU verschivinden. Der Wirt merkte dies noch rechtzeitig und verlangte Zahlung. S. erklärte, er habe kein Geld, doch sei ein Bekannter, der ihm noch Geld schulde, bereit, die Zeche zu begleichen. Diese Angaben erwiesen sich als unwahr; ebenso, er habe 80 Mk., die er seiner von ihm getrennt lebenden Frau habe bringen wollen, bei sich gehabt und sei deshalb jederzeit in der Lage gewesen, die Zeche zu bezahlen. Es liegen die Voraussetzungen zum Betrug im Rückfall vor, es wurden ihm aber miL- dernde Umstände zugebilügt und aus eine Gesängnisstrafe von 4 Monaten erkannt.
Wegen Unterschlagung freigesprochen.
Der 20jäljnge Zigarrcmuacyer K. B.-E. aus Laubach hatte sich vor dem Schöffengericht wegen Unterschlagung zu verantworten. Es ist ihm zur Last gelegt, eine Mille Zigarren, die er von Fweienseen nach Laubach habe vcroringen sollen, nicht abgeliefert Ku I)aben. Ein Wirt von Freienseen hatte von einem Laubacher Zigarvensabrikantcn eine Mille Zigarren bestellt und als nach einiger Zeit ein Prozeß emstano, wollre sich der Wirt erinnern, daß er die Zigarren durch den Angeklagten habe zurückbringen lassen, weshalb ein Verjähren wegen Unterschlagung gegen den .Angeklagten eingeleitet mürbe, das vom Schöffengericht mit Verurteilung zu 10 Mk. Geldstrafe ausging, trotzdem dem Angeklagten der beste Leumund zurseite stand. Das Schöffengericht nahm an, er sei in einer schwachen Stunde der Versuchung unterlegen. Der Angeklagte sochr das Urteil an und wies nach, daß er vielfach Pakete von Freienseen nach Lanbach verbracht hat und daß ein Irrtum des Wirt vorliegen könne. Diese Ansicht wurde auch von dem Gericht geteilt und weiter angenommen, cs sei nicht ausgeschlossen, daß, menn der Angeklagte auch tatsächlich die Zigarren zum Rücktransport erhalten hätte, eine rechtswidrige Zueignung nicht festgesteUt wäre, da er die Zigarren bei seiner Ankunft in der Fabrik dort hingestellt haben könnte. Uebrigens wurde er in der Fabrik so reichlich mit Zigarren versehen, daß er sich solche nicht auf rechtswidrige Art hätte zu verschaffen brauchen und es iicherlich ausgefallen wäre, wenn er ste hülle abfetzen wollen. Unter diesen Umständen nrußte Freisprechung erfolgen.
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R. B. Dar IN st ftdl, 3. Mai. Das Schöffengericht verhandelte heule die Privatklage des L a n d l a g s a b q e ordnete 11 u n d S t a d t r e ch n e r s Philipp klebet II. von Dieburg gegen den verantwortlichen 3t e d a k t e u r des hier erscheinenden iozialdeinokratischen Blattes Wilhelm Knoblauch wegen Preßbeleidigung und verurteilte letzteren in eine Geld st rase von 5 0 Mart, sowie zur Tragung sämtlicher Kosten, sprach dem Privaikläger auch die Befugnis zu, aui Kosten des Beklagten m versehiedenen Zenungen zu veröffentlichen. ES handel! sich um einen in der Nr. vorn 10. Februar v. Z. des erwähnten Blattes erschienenen Artikel, in dem aus Anlaß einer von Uebel im November v. I. bei dem Gemeinderal von Dieburg beantragten aber abgewicsencn Erhöhung seines Stadirechnergehaltes dieser in höhnischer Weise herabgewürdigt und lächerlich gemacht wurde. So ist u. a. gesagt, m seiner frommen, aber etwas schwarzen Seele sei der Geist der Habsucht eingckehrt und es wird ihm durch verschiedene Wendnngen Geldgier und mebrige Gesinnungsart vorgeworien. Weiter wird von Ausbeulung der in der Druckerei der Slartenburger Provinzialzeimng beschäftigten Arbeiter gesprochen und als Seele dieses Systems der dem Vorstand des Blattes angehörende Prioatkläger angegriffen. In der umfangreichen Verhandlung war der Privatkläger durch Rechtsanwalt Rieger, der Angeklagte durch Dr. Fulda vertreten. Letzterer bestritt die Absicht der Beleidigung und nahm für seinen Klienten den Schutz des § 193 St.G.B. m Anspruch. Tas Gericht stellte test, daß der Artikel objektiv beleidigend sei und die offene Absicht der Beleidigung vorliege. Wie das Reichsgericht erst im vorigen Zähre in der Beleidigungsjache Benhold-Hannemann entschieden habe, könne der Schutz des § 193 für solche Prioatbeleidignngs- iälle nicht in Anspruch genommen werden. Da der Angeklagte bisher noch unbeslrait ist, so sei er eben nur zu der oben angegebenen Geldstrafe zu verurteilen und ihm die Kosten des Verfahrens aufzuertegen.
Frankfurt a. M., 5. Mai. Von der Strafkammer wurde der Redakteur Aloen B ü f ch i n g von der „Franks. Ztg." wegen Vergehens gegen ine §§ 17, 18 und 21 des Preßges etzes zu 100 Alk. Geldstrafe verurteilt. — Tie „Franks. Ztg." halte aiu 2. Juli 1907 unter der Ueberjchrilt „Ein Kulturbild" einen Artikel veröffentlicht, dem zwei amtliche Schriftstücke als Unterlage diemen. Zunächst wurde die Anklageschrift wörtlich wiedergegeben, die dem Kaufmann Benno Tolshon in Breslau vom 1. Staatsanwalt wegen Vergehens gegen § 184 (Ausstellung unzüchtiger Postkarten) zu- gegangett war. Das zweite Schriftstück war ein Emslellungs- beschtuß der Dresdener Staatsanwaltschaft, die es ablehme, gegen Firmen vorzngehen, die jene und ähnliche Ansichtskarten hcrstellten. Den Schluß des Artikels bildete eine kritische Bemerkung der Redaktion. Wegen des vorzeitigen Abdrucks der Anklageschrift wurde die Anklage erhoben. Der Staatsanwalt hatte 500 Alk. Geldstrafe beantragt.
Berlin, 5. Mai. Bei dem wegen Ermordung des Leutnants v. S ch rn i d t, genannt Pyiseldek, angeftagien Privatobertörster Lewandowski wurde nach ziveilägiger Verhandlung von den Geschworenen die Schuldfrage wegen Totschlages im Sinne des Paragraphen 212 des Strafgesetzbuches bejaht, doch wurden ihni mildernde Umstände und ine Anwendung des strafmildernden Paragaphen 213 zugebilügt. Das Urteil läutete aus drei Iah re Gefängnis unter Anrechnung von vier Uloimten Untersuchungshaft.
ArveiLerveLvegussA.
— Der Friede int deutschen Baugewerbe gesichert. Zwischen ben Zentrallcitungen der beteiligten Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Organisationen haben unter der Leitung eines unparteiischen Kollegiums in Berlin Verhandlungen statlgefunden; tn diesen wurde zunächst ein Tarifverttagsmuster, das für alle baugewerblichen Tarifverträge in Deutschland als Unterlage zu gelten hat, festgestellt und schließlich auch eine generelle Lösung der Lohnsrage herbeigeführt. Hinsichtlich dieser erging der folgende Schiedsspruch: 1. In keinem Lohngebiete darf irgendeine Verschlechterung der Lohnbedingungen eintreten. 2. In den Lohngebietcn, wo zwischen beit Parteien Lohnerhöhungen für bte Bertragsbauer 'vereinbart find, sind diese Erhöhungen aufrecht zu erhalten. 3. In beit Lohngebieten, wo von ber zustänbigen Arbeitgeber-Organisation anläßlich der gegenwärtigen Bewegung im Baugewerbe Lohnerhöhungen schriftlich oder mündlich augeboten wurden, sind diese Erhöhungen ohne Einschränkungen durchzuführen. 4. In den Lohngebieten, wo nach dem 1. April 1906 keinerlei Lohnerhöhung vorgenommen und auch nicht zum 1. April 1909 vorgesehen ist, ist mit bem 1. April 1909 ber Stunbenlohn um 1 Pfg. zu erhöhen. 5. Für jeben Bezirk, nötigenfalls für jebes Lohngebiet, wirb ein Schiebsgericht unter bem Vorsitz eines Unparteiischen burd) bie zustänbigen Organisationen sofort eingesetzt, bas bie außer der Lohnfrage be- ftehenben Streitigkeiten bis zum 16. Mat b. Js. enbgülcig zu entjcheiben hat. 6. Die Parteien haben bis Montag, 4. Mat, vormittags 11 Uhr, bem Kollegium ber Uuparteiischen (Berlin, Zimmerstraße 90/91) bie Annahme ober Ablehnung bes Schiebs- spruchs anzuzeigen. — Die Arbeitgeber haben sich in einer außer- orbenllichen Generalversammlung, zu ber öOO Delegierte von baugewerblichen Arbeitgeberverbänben aus allen Teilen Deutsch- lanbs erschienen waren, für bie Annahme bes Schiebsspruches
lUciite» LeurUeton.
— D e r Kaiser unb Meyerbeer. Zum Ostersonntag stanbcn auf Dem Spielplan der Berliner Königlichen Tper „Die Hugenotieu". Dreißig >ranzösisck;e Srubcnteiv bie auf einer mit allzuviel Brimborium inszenierten Stubienreise burd) Deutschland Lsgrissen waren, sollte eine Vorstellung bentscher Opernkunst gegeben werben; bazu cmsersehen war Meyerbeer mit seinen „Hugenotten" Darüber schreibt Dr. Karl Storck im Türmer (Herausgeber Frh.. v. Grotthuß : „Ich irauc unseren Opern-Jntenbanlen alles zu, außer einer krustigen Betätigung nationalen Kunstempfinbens Wenn es innerhalb eines Berussstanbes Vererbung gwt, so sind sie erblich belastet. Tie bcutidje Kunst — deutsches Drama unb Oper voran — haben sich von jeher gegen unsere großen Hoftheater burchsetzen müssen. Zd) halte es für Pflicht, es ruhig anszuspvechen, baß ohue bir Geschmadsrichtung unseres Kaisers diese Entwickelung nicht möglich gewesen wäre; b. h. genau gekommen erst baburch, baß unsere Hoftheater-Jnten bauten sich als Diener bes Kaisers inu> nicht a l s Diener der beutschen Kunst betrachten. Es fällt mir md)t ein, mit biefert hohen Beamten über bie Auffassung ihrer Pflichten zu streiten; nod) viel weniger, bem Kaiser daS Recht seiner per- lönlicheu Geschrnadsrichüing zu bestreuen. Ich stelle nur Tat- sadsen fest und ziehe daraus die Folgerung, daß dem deutschen Volke allmählich klar werden muß, daß eS bie Lebensinteressen seiner Kunst unabhängig machen muß von jenen Einrichtungen, die vom persönlichen Geschmack eines Regierenden bestiinntt werden. Hosttzeater nützen uns nich.s, w i r b r a u ch e n S t a a t s t h e a t e r, wobei cs ircilid) sraglid) bleibt, ob unsere Volrsveriretung chaiak- terooll genug wäre, baß diese SraalStheater aud) Vollst Heater wären. Tie Berliner Hofoper ist einer PrunLsucht verfallen, die zum Kunstverhängnis werden muß. Einmal weil bei ben Opernbesuchern cinjcitig die Leijautust großgezogen wirb, sodann weil riesige Mittel für nurünstlerische Zwecke oergeubet tu erben. Denn bie Schönheit ber Bühnenbilder machst keineswegs mit ihrem Reichtum. Leoncavalios Wert ist bie einzige Oper, oie bislang •int Auftrag bes Kaisers geidjaffcu wurde. Es gibt Leute, die sagen, das fei Politik, Frievenspolitit. Mag sein. Aber fo viel weiß ich in diesem Falle bestimmt: der Franzose oder Italiener, der diese Sieben^mürbigfeiten so auffaßi, mit sie oer Kaiser meinen mag, ist ebenso schwer zu finden, wie der Mann, den Diogenes mit der Laterne suchte, Unendlich groß ist aber die Zahl jener Ausländer, die in ulledeui nur Eingeständnise der Ncinderwertigkeit deutscher Käiltur sehen; täglich wachsend ist die Zahl ber Deutschen, die darin eine schwere Schädigung beutfchee Kunst und deutschen Volkstums beklagen." 1
— G a 1 t e ii i u n st a u s d e r Hessischen L a n d e s a u s- st e l l u it g in -i a r m jt a 0 1. Im Verein und Ziisaminenljang mit der Baukunst werden drc gärtnerischen inlagen aus oer Aus- Allung das besondere Interesse fesseln. Bon o^anenarchttekt Lud-
wtg F. Fuchs ist ein, südlich vom Arbeitcrdors angepaßter Berg- Garten ausgebaut, verbunden mit einem Gartenhäuscheu und einem Kinderthcater. Seiner Lage entsprechend am südlichen Abhang Wirtes ber legten Ausläufer bes Odcmvalbes, ergaben sich äwei Terrassen unb ein versenkter Teil, ber als Obstgarten verwertet wirb. In der Achse des a-ls Ziergarten ausgelegten Hauptteils liegt ein achteckiges Bassin aus glasierten Forrnstetnen, in bereit Mitte ein Springbrunnen sich ergießt. Zur Linken liegt bas kleine Heckentheater, bas für bie Kinderspiele benutzt werben soll. Von Prof. Albin Müller würbe ein Garten angelegt, der, von bem Vorbau der Läden unb bem Gebäube für Architektur umfaßt, int Verein mit einer beide Gebäude verbinden- ben Pergola nach bret Seiten hm abgeschlossen ist.
— Ein,,unverschämter" Verleger. Der geistreiche schottische Dichter Vernarb Shaw veröffentlichte in einer amerif. Monats! chrift eine Erzählung, für welches fic ihm ein hohes Honorar zahlte. Die Verleger haben außerbent einen Preis von 1000 Dollar ausgefetzt, ber alle brei 9)ionate dem Verfasser überwiesen wirb, ber während dieser Zeit ihrem Urieile nach bie beste Erzählung für ihr Blati geliefert hat. Dieser Preis nun wurde Shaw zuerkannt und ihm der Scheck von 1000 Dollar übersandt Der Empfänger hatte nichts Eiligeres zu tun, als bie Gelbanweisung zuvückzufenben unb in einem Begleitschreiben seiner Entrüstung barüber Ausdruck zu geben, daß bie Verleger ftch anmaßen, zu entscheiden, welche Erzählung bie beste war, da darüber doch nur bie Nachwelt entscheiden könne; es sei auch eine UnvcrsdMntheit, bem Autor mehr zu zahlen, als vereinbart worben seil!
— Ein Theaterbau, ber als eine hervorragende künstlerische Tat betrachtet werben kann, ist im Mai-Heft ber Zeit- schrist „Deutsche Kunst und Dekoration" veröffentlicht. Es hanbelt sich um bas vor kurzem eröffnete „Hebbel-Theater" in Berlin, ein Werl des Architetien Lstar Kaufmann, das den jungen Künstler in bie Reihen bet führenden Meister stellt. Der Bau felbst, aber auch bie innere Aiisstattung, mag auf beu ersten Blick überraschen, benn im Gegensatz zu anberen Theaterbauten ist hier alles uach ben Prinzipien ber modernen Kunst gestaltet. Auf v^rgolbeten Stuck und schwülstige Ornamenlil ist vollkommen verzichtet, bagegen sind die beromtüien Werte feiner Holzarten und farbiger Stoffe voll ausgenutzt. Auf die rcid) iüuftriertc Veröffentlichung sei aufmerksam gemacht, weil sie zeigl, daß auch ohne alte, erprobte Ornamentik reidje Wirkung in Jnnenräumen erzielt werden kann.
— Kleine Kunstchronik. Eine Neuerung int kimstgeschichtlicheit Unterricht in der Berliner Universität ist benterkenswert • Jni Anjchlich an eine Vorlesung von Professor Wölfflin hat sich der frühere Direktor der Düsseldorfer Kiinstgewerbeschnle, Proiesjor Peter Behreiis, bereit erklärt, mit den Studierenden elementare Z e i ch eu ü b u n g e n abzuhalten.
erklärt. Inzwischen ist auch zu bem im Schiebssprud, vorgesehenen Termine die Zustimmung der Arbeitnehmer-Organisationen auf bem Gewerbegcricht zu Berlin eingelaufen, so baß nunmehr bet Schiebsspruch in Wirksamkeit tr‘, und damit die Einigung über die Arbeitsverhältnisse im beutiajen Baugewerbe vollzogen ist. Dieser wichtige Vorgang hat aud) eilte große prinzipielle Bedeutung, insoweit als int Baugewerbe hier zum erstenmal bie Tarifvertragssrage zum Gegenstanb bes Vergleichs zwischen, beit Zentralverbänben ber Parteien geworben ist.
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Z3iaivcrj8iät5«-2lad?r8d)t€n.
— In Paris ist am 5. Üllai Geologe Lapparent, ständiger Sekretär brr Atäbeinie der Wissenschaften- gestorben.
Märkte.
— K a r t 0 s f e l m a r k l - B e r l ch t vom 4. Mai 1908 Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.10-2.25, Magnum bonuin 2.50—2.6o, weiße runbe 2.10—2.25, Gelbsleischige, weiße, 2.35 bis 2.50. Frank' tirt a. Bt.: Rote Sorte Alk. 2.00—0.00 Magnum bomini 2.50-0.00, weiße vimbc 2.00 bis 0.00, Gelbsleischige' roie, 2.50, weiße 3.00. Wiesbaden: Magnum boitum 2.50—000' weiße nmbe 2.30, Gelbsleischige roie O.OÖ, weiße 2.40. Mann- l) e t in: Wfagmtm bomim Alk. 2.80—2.90, Gelbslinschige, blaue 3.50 bis 3.75, tote 4.20—4.40. Köln: Rote Taber Ätk. 0.00—0.00 andere rote Sorten 2.30, Aiagnuin bonum 2.7u bis 2.90, werße runde 2.30—0.00, Getbfleischige roie 2.60—2.65, weiße 2.75—3.20. T 0 r t in und: Aiagnunt bonuin Rtk. 2.90—0.00, weiße runde 2.55, Gelbfleischige, blaue 0.00, rote 3.10, weiße 3.70. Münster- 'Magnum bonum 2.60-2.75, Gelbsleischige rote 2.90 bis 3.1u‘ weiße 3.65—4.00. Hagen: üiiaginiru bonum 2.85—0.00, weiße umbe 0.00—0.00, Gelbsleischige roie 0.00. Saarlouis: Rote Sorte 2.50, Magnum bonum 'JJlf. 0.00, weiße runde Ulf. 2.40. Frankenthal: Rote Sorten 2.30, Magnum bonum 2.50, weiße runbe 2.40, Gelbsleischige blaue 3.00, rate 3.00, weiße 3.25. Wittich b. Krefelb: Rote toorte 0.00, Magnum bonum 2.80—3.00, Gelb- flciidjige, rote 2.80 bis 3.0ü, ibeiße 2.70—2.90. Kempen: Ulagnum bonum 2^50-0.00, Gelbsleischige rote 3.00. Saffig. Plaidt: Rote Sorten 2.50, Ulagnum bonum 2.70. (Alles per 50 Kilogr.).
Limburg a. b. Lahn, 6. Mai. Fruchtmarkt. Durch, schinttsprels pro Ulalter. Roter Welzen (uasfaillfchcr) 17,60 Ulf weißer Weizen 00,00 Ulf., Korn 14,80 Ulf., Gerste 11,40 Ulf., Hafer 7.50—8.00 Ulf. nach Qual., Erbsen 0,00 Ulf., Kartoffeln 6,00 Ult.
Nirehlsehe 2Iad?red)ten« dsiaettlische ?te!tglüürgeäiLuwe.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
S a m s t a g den 9. Ul a 1 1908 ;
Vorabend 7.30 Uhr.
Ul 0 rgens 8.30 Uhr.
Nachmittags 4.00 Uhr. Schrifterklärung.
Sabbatausgaug 8.50 Uhr.
Israelitische Relrgionsgesellschaft.
Gottesdienst.
S a b b a l f e , er am 9. Ul q t 1908:
Freitag abend 7.35 Uhr.
Samstag vomiiltag 8.00 Uhr.
Nachmittags 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 8.50 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 8.50 Uhr.
Wetter
Bew. Himmel
6.
Handel
Fran klar ter
7. .Mai, 1.15 Uhr.
3%
3>a“/o
86.90
152.50
Es kat sieb
ausgezeichnet bewährt |
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h-Jektriz. Laluueyer . .
Elektriz. ticbuckert . .
Lschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk
. 215 60 . 111.90
23.70
148.80
60.10
137.90
17,7 ° C.
8,8“
Harpeuei Bergwerk Laurahiitte . .
i.umbarden E. B. .\ordd. Ldoyd . . 1 urkeidose . . .
Eisenluhn.....
Goitiiarubahn.....
Lomuaru. Eisenbahu . .
Uesterr. 8taatsuuhu . . . I'nnce-Henn-Eisenbabu .
Berliner liandeJsgCd. . Larmstädter Lank . . jjeutsche Bank . . . Deutseh-Asiut Bank iJiskontu-Komuianait . Luesuner Bank . . . Kreaitaktieu . . . . Baitiuiure- und Ohio-
. 161.50 . 124.10 . 231.40 . 136.00 . 174.10 . 138.00 . 197.30
. 198.10 . 207.90 . 23 40 . 93.00 . 150.10
Canada E. B. . . .
Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz: schwach.
90.85
81.30
90.85
81.30
90.20
91.50
98 40
99 20
93.20
. 122.00
. 110.75
. 200.25
. 191.90
Aktien;
Bochum Guss . . . , Buderus E. W. . . lenden .: schwach.
3y2°/< 3%
MeteoroLoALsche ^eod^chtttugeu
der Station Gießen.
60.80
60 40
94.60
86.75
94.60
149.60
49.2u
1:5.0V
65.50
95.20
harn bürg - Aiuenk. PaketL 107/20 Darjieuer Bergwerk. . . 198.OU Laurahutte...... 207.75
.X ordd. Llojd . ... 93.10
Ubeischles. Eisen-Industrie 100.00
Reichsanleihe do.
Konsols . . do.
Hessen . . .
Oberhessen
Teseifoßiss^he filuir-,s23ezeicflite des (»iessenei Anzeigers, niitgeteili von der Bank tilr und Industrie, Giessen.
i zo Uesterr. Guldreute. 4*/6 % Uesterr. öilberrente 4 zu Ungar. Goldreute . . 4/t> Italien. Rente . . . 0,0 Portugiesen tierie 1 3% Portugiesen „ 111 4 v/0 luss.btaatsanl. 19Ua 4 xa uj0 ,apau. Staatsanleihe i >v Uouv. Türken von 1903 lürkenluse......
1 % Griech. Monopol-Anl. . 4 % äussere Argentinier . 3U/O Mexikauer . . . 4>av/0 Chinesen . . . .
, . Berlin W.oc, Gr. Görschciistraize 37, 111., den 23. Ount 190/. ad) einer Na,en-Overation stellten sich äußerst Harfe Blutungen ein 12 Tage unb Nachte tonnte der Arzt das Blut nicht stillen), daran idjlop sich eine recht schmerzhanc' Mittelobr-Entzündung, au der ich wochenlang lag. Mein Körper, ber schob vorher durch Bluu annut lehr geschwächt war, tarn nun gänzlich herunter. In dieier c-eil hat iich Ihr Bioson nnögezeichnct bewahrt. Es hob meinen 21vpctit ui uberraid)enbcr Weise, die.Kopsschmerzen stellten sich bald lettener ein. — Jetzt nach 14tägigeni Gebrauch Ihres Bioiou mtt Karao laifeii auch die Schwächezunänbe etwas uach; freilich muh ich mico bei dieier gänzlichen Entkräftigung noch einer monatelangen Siosontur unterstehen, ehe ich wieder ijergeitcltt fein tann. Doch bade in) zu Obrem Präparat das beste Vertrauen gefaßt unb werde w auch meinen Bekannten warnt empfehlen. Hochachtungsvoll. Dora Garbe. Unterschrift beglaubigr: Berlin, den 18. August, ü/. Der Vorstano des 73. Polizei Reviers, 2t. Herholdt, Wachlineiitcr. Vio)on das beste unb billigste für Kranke und Schwache ist m Apotheken, Drogerien usw. das Paket zu 3 Mart erhältlich, welche» für circa 14 Tage ausreicht. bluj
flieriener i£öj-se, 7. Mai. Antangskurse.
Ulai
1908
Barometer am 0° reduziert
Temperatur der Luft
0 'S
ec
Ilelative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
6.
9 26
738,3
15,6
9,8
75
8
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9’s
740,1
12,4
8.8
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6. Mai


