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Nr. 81
Erscheint ISgNch mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gießener ZamiNenblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Lrelrblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Nedaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^Wbl. Redaktion: e-^zilL. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen«
Viertes Blatt 158. Jahrgang Samstag 4. April 1KV8
j8*A Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen
H U A I ghä MD u & 1? Unioersitäts - Buch- und Steindnickerei.
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General-Anzeiger für Oberhefien
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Bahnverbindung mit Gießen wird sicher zum weiteren Aufschwung und Anwachsen unseres Dorfes beitragen.
r. Londorf, 2. April. Heute nachmittag erhängte sich art einem Baume in der Nähe des Dorfes der hiesige Landwirt W. K.
Börsen-Wochcnbericht.
Frankfurt a. M., 3. April.
Verleihanstalt Sandheimer&Strupp ', Frankfurt a. M.
(!) r>'rredbcrg, 3. April. In den Kreisen der hiesigen Einwohner herrscht lebhafte Klage darüber, daß die hiesigen Metzger die Fleisch- und Wurstpreise immer noch auf der Höhe halten, obwohl die Viehprcise seit Jahren nicht so niedrig standen, und obwohl die Metzger anderer hessischer Städte schon vor Wochen abgeschlagen haben, in manchen Orten sogar um 30 Proz. — Die Bewohner der Judengassc, in der das berühmte Römerbad steht, verlangen Acnderung des Straßennamens „Judengasse", weil sic durch diesen Namen als Vermieter und Geschäftsleute geschädigt seien. Ter Stadtvorstand hat den Antrag angenommen und wird demnächst eine Neubcnennung vornehmen. Im Volksmunde dürfte aber der alte Name bleiben.
x Schotten, 3. April. Das Lchrerheim am Fuß des Alteburgkopfes, das während der Wintermonate geschlossen war, ist dieser Tage wieder eröffnet worden.
w Bom Vogelsberg, 3. April. Der Vogelsberger S ä n g e r b u n d feiert am 13. bis 15. Juni in Ilbeshausen sein B u n d e s f e st, verbunden mit dem 25jährigen Jubiläum und der Fahnenweihe des dortigen Gesangvereins „Liederkranz". Die Vogelsberger Vereine werden einen großen Massenchor vortragen. Zahlreiche Vereine sind bereits angemeldct.
und zählt heute rund 1800 Einwohner; damals besaß der Ort nur zwei Schulstcllen, heute sind es deren fünf.
ein halbes, oder um ein ganzes Prozent zurückgchcn wird, steht noch nicht fest, aber cs ist ^u bedeuten, daß das Reich und Preußen wieder mit grüßen Anforderungen an den Geldmarkt vor der Tür stehen, sie sind größer als man bisher angenommen hatte und unter diesen Umstünden wird man auf einen stärkeren Rückgang deS Zinsfußes bei uuS, wenngleich angesichts der bevorsteirenden Emission der Neichsanteihe und Preußischen Kvnsols auch ein künstlicher Druck darauf aus- zuübcn versucht werden dürfte, vorläufig kaum rechnen können. So lange wir aber teueres Geld haben, so lange ist auch unsere Industrie gehemmt, umsomehr alS sie immer noch mit unverhältnismäßig hohen Rohmater mlp reisen zu rechnen hat. Auch in Amerika kommen, obwohl mau glaubt, daß die Verhältnisse dort einer allmählichen Gesundung entgegen-, gehen, immer wieder neue Störungen vor. Ueber das Borsenge setz find die Würfel noch nicht gefallen und die Börse " Frage noch immer mit verhaltenem Atem gegeu-
bunder, wenn unter diesen Umständen die Unternehmung il-re Zurückhaltung nicht aufgibt. Der April-Couponstermin brachte auf dem An la gemarkt etwas Nachfrage, aber die festverzinslichen Werte tonnten doch kaum anzieheu, vicrprozentigc deutsche Fonds gingen sogar etwas zurück, weil die 650 Millionen Mark 4 prozcntigcn zehn Jahre unkündbaren Preußischen Kvnsols und Reichsanleihen zu 99.50 Prozent bei halbjähriger Sperrverpslichinng sogar zu 99.30 Proz. angeboten werden. Die 200 Millionen Mark 4 swozentigen Schatzscheine dürften größtenteils im Ausland placiert werden. Die Finanz* vcrwalli'.ng hat cs vorgezogen, für die Placierung dieser umfassenden Anleihen diesinal wieder Die Mitwirkung der Band Welt in Anspruch zu nehmen. Bankaktien zogen meist einige Prozent an, wenigstens die leitenden Werre, für die der rechnungsmäßige Kursabschlag infolge Der Dividcndenabtrennung einen gewissen Anreiz zum Käufe bot. Schiffahrtsaktieu erholt, auch österrcichischc Bahnen besser, besonders Staats- bahn und Norowestwerle auf Verstaatlichungserwartungen, Lombarden flau, Montanpapicre etwas besser, auch andere Jndustriewerte teilweise höher, namentlich ine Aktien chemischer und einzelner Maschinenfabriken.
Privatdiskonto 4 Prozent.
Monats wird eine Pfarrassistenten stelle errichtet. Die l gestalten. Die ReichSöank dürste in oeu nächsten Tagen wohl m.her vakante 2. Schulstelle wurde dieser Tage dem Lehrer in die Lage kommen, den immer noch sehr hohen Diskontsatz,' Monnrg tn Angenrod übertragen Die geplante e l e k t r i s ch e von 5 i/3 Prozent zu verlassen, ob sie mit der Rate nur um
Aus Stadt und Land.
Gießen, 4.. April 1908.
•• Erle digt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heidelbach. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden.
-Ernannt wurde der Heizer am Elektrizitätswerk ch Bad-Nauheim Joh. van B a s h u i s c n UI. zum Maschinisten am Elektrizitats- und Fernheizwerk gu Bad-Nauhciin.
- Kunstverein. Wegen verspäteten Eintreffens der zur Ausstellung angemeldeten Bilder von Düsseldorf und Darmstadt kann die Ausstellung nicht wie vorgesehen am Sonntag eröffnet werden und muß noch einige Tage geschlossen bleiben.
** Handfertigkeitsunterricht. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist, findet morgen, Sonntag, 5. d. Mts., »n Knabenschulhause an der Nord-Anlage eine Ausstellung der von den Knaben im diesjährigen Unterrichtskursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegenstände statt. Die Ausstellung ist für Jedermann von 11 bis 2 Uhr geöffnet; sie gibt ein Bild von dem emsigen Fleiße der tzchüler und dem Drange gesunder Knaben, werktätige Arbeit gu leisten.
"Für die drei letzten Wochentage vor Ostern finden, worauf die Geschäftsleute aufmerksam gemacht seien, die Vorschriften über die Mindestruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter keine Anwendung. Ferner dürfen in Gießen die Läden und offenen Verkaufs- fleden an diesen drei Tagen (15., 16. und 18. April) bis 10 Uhr offen gehalten werden.
*• Pferdemarkt. Bei dem letzten Markt erhielt in der 9. Abteilung (Pferde und Wagen im Privatbesitz) außer den bereits Genannten noch Fabrikant Karl Schiemangk m Lollar einen Ehrenpreis.
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+ Klein-Linden, 3. April. Eine rege Bautätigkeit lmrscht ui unserem Dorfe, von Bauunternehmern find in Dem nach Gießen liegenden Teil des Ortes zwei neue Straßen au- fldegt und bereits mehrere stattliche Bauten errichtet worden. Tie Gemeinde hat jetzt noch eine dritte Straße vermessen und zur Bebauung eröffnet. Wohl kaum ein Dorf in der Umgegend Gießens ......
het ein solch rapides Anwachsen der Bevölkerung zu verzeichnen, das gan, iaie unser Ort. Er hat sich seit 25 Jahren s a st verdoppelt lick
Diese Woche hatten die Leiter großer Banken und Jndustrie- gesellschaften wieder Gelegenheit, sich in b-cn Generalversammlungen vor ihren Aktionären, über die allgemeine Lage und die vermutliche. Weiterentwickelung der Verhältnisse auszusprechen. Vlönnten. sie ihr Urteil hierüber naturgemäß auch nur mit besonderer Reserve abgeben, so klang durch ixe Auslassungen doch durchweg ein mehr oder weniger zuversichtlicher Unterton. Map neigt überwiegend der Ansicht zu, daß wir das Schlimmste überstanden haben, nicht nur an den Börsen, auch im wirtschaftlichen Leben glaubt man eine allmählich sich verbreitende Besserung in Aussicht nehmen 411 dürfen. Ob diese Besserung bald, oder erst in einer uns noch ferner liegenden Periode sich vollziehen wird, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander, manchcrseits glaubt man sogar, daß hrr& -1Ano3 Jahr noch verstreichen wird, ehe ins wirtschaft- Leben wieder ein frischerer Zug kommt. Jedenfalls wird . _ dies, soweit Deuschlandt dabei in Betracht kommt, mit da-
Ende dieses von abhängen, wie sich die Ge l d v er hä l tu i s s e bei uns
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