158. Jahrgang
Nr. 263
Zweites Blatt
Freitag 6. November 1908
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die ..Stehener $amllienblätter* werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegl, daS „Kreisblati ffii öcö Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Lett« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesien
Rotationsdruck und Verlag der Br 6 blich« UnwersuälS • Buch» und StetnbrudeccL 5L Lange. Gießen.
Redaktion, Exveditron und Druckerei: Schul- slraße 7. Expedition und Verlag. e^51. Redaktion:«-^ 112. TeU-AdruAnzelgerGießen.
politifebe
Kriegs'lnvalide nicht pensionierte Offiziere des Beurlaubtenstandes von 1870/71
gründeten in München eine Vereinigung, die sich über das ganze Reich erstreckt. Ursprünglich mit allen kriegsinvaliden Offizieren ans gleicheni Rechtsboden stehend rind gleichen gesetzlichen Be- stiminnngeil unlerivorsen, hat sich inzwisehen durch die Gesetze 1801 und 1906 die Rechtslaae für sie versckwben. Tie fünfjährige Präklusivfrist des Gesetzes 1871 wurde als ungenügend erkannt, die hieraus gezogenenKonfegucnzen waren jedoch so inigleiche, daß die Offiziere von 1870,71, welche diese Frist verkimnt halten, nunmehr m drei Klassen erscheinen und zwar: Klasse 1 O'fizieve des Friedens- slaudes. ivelchcn von 1901 ab bei nachträglich erwiesener Kriegs- invalidität. gleichviel ob diese auf Verivundung oder sonstiger Tienslbeschndigung beriihte. die Kriegszulage gewährt ivurde; Klasse II verwundete Offiziere des Veiirlaiiblenstandes, Denen erst von 19 6 ab das Recht bewilligt ist, welches verivlindete Unter* o'siziere und Mannschaften schott seit 1871 besitzen, nämlich ohne Zeirbeschränlung um Pension nachjuchen zu können; Klasse III sonstige dieiiitbeichädigle Offiziere des Beurlaubteiistaudes, luelcbe nach wie vor auf Gnadetiunterilutztuig verwiesen iverden, ivenn sie in Not sind. Tie Slot ist Bedingung. Tie Harte der fünfjährigen Präklusivfrist Hal keine Korrekinr erfahren; bleibt bestehen. Tie so geschädigten Offiziere des Benrlaubtenstandes haben nun in Pe- titioneit au den Reichstag miD den Reichskanzler gebeten, ihnen in ihrem hohen Alter durch Ergänzung des § '-11 Gesetz 1905 nachträglich Die gebührenden Pensionsansprüche zu gewahren und sie vertrauen aus das Wohlwollen und Die Einsicht der gesetzgebenden
Stimmungsbild aus Vern Reichstage.
Berlin, 5. Nov.
Am Schluß der Sitzung teilte der Vizepräsident Dr. Paasche mit, daß sich der Reichskan-ler am Monrag oder Dienstag zur Beantwortung der Interpellationen bereit erfrört habe. Man wußte das schon aus der Besprechung des Seniorenkonvents, die heute zum Teil vertraulichen Charakter hatte und eine ungewöhnlich lange Zeil in Anspruch nahm; erst kurz vor V-2 Uhr konnte der Präsident die Sitzung des Plenums eröffnen, in deren Verlaus Herr v. Loebell, der Unterstaatssekretär des Reichskanzlers erschien, um mit dem Grasen Stolberg zu konferieren. Am Bundes-- ratstische hatte sich ein seltener Gast eingefunden, der Chef der preußischen Justiz, Herr Beseler. Erst im letzten Drittel der Sitzung nahm er auf der den Chefs der Reick>sämter und den preußischen Ministern vorbehaltenen Bankreihe Platz, zur Mitvertretung der Justizreformvorlage. Die ersten drei Stunden saß er als scheinbar uninteressierter Zuhörer am Hinteren Tische unter den Geheimräten, obwohl der Gesetzentwurf über den .strastwagenverkehr, dessen erste Lesung den größeren Teil der Tagesoordnung ausfüllte, auch die Spuren der Mitarbeit des preußischen Ressorts aufweist Der Inhalt dieser Vorlage ist bekannt und die Kritik, die sie int Hause fand, entspricht der im allgemeinen freundlichen Aufnahme in der Tagespresse, den industriellen und sportlichen Vereinigungen. Tie Schürfen, die der erste Entwurf des ReichsjustiMurts zeigte, sind abgeschlisfen. Anstelle des starren Gefährdungsprinzips, das dem Bester des den Schaden anrichtenden Kraftwagens ohne jede Rücksicht auf das Verschulden die Haftpflicht aufbürdet, wie es für den Eisen- bahnverkeyr Anwendung gefunden hat, hat man sich jetzt mit einer eigenartigen Verbindung von Geföhrdungs- und Verschuldungsprinzip begnügt und so einen Mittelweg gesucht zwischen den Interessen der Automobilindustrie, der Automobilbesitzer und Fahrer und des schutzbedürftigen Publikums auf der Straße. Bekanntlich teilt sich die Menschheit in zwei Gruppen ein; derjenigen, die sich des glückliches Besitzes eines Automobiles erfreuen, und derer, Die noch keines haben. Man muß rückhaltlos anerkennen, daß unter den Wortführern der Parteien auch diejenigen, die zur ersteren Klasse gehören oder doch gehören konnten, bei ihrer Würdigung des dargebotenen Entwurfes sich als Vertreter derer fühlten, die per pedes ahostolomm ihres Weges ziehen. Rur der Sprecher der wirffchaftltchen Vereinigung v. Damm war mit den Bestimmungen der S&rlage fast rückhaltlos zufrieden. Alle anderen, der konservative fächssiche Landgerichtsrat Tr. Wagner, der freikcnservattve Präsident des Rennausschusses des feudalen Unionklubs Herr v. Oertzen, der Zentrumsabgeordnete Dr. Bitter, der Sozialdemokrat Stolle und die Redner der National- liberalen und Freisinnigen Prinz Schönaich Carolath und Träger traten entschieden für eine Erweiterung und Verschärfung der Haftpflicht ein, und sie alle, einschließlich des erstgenannten wärmsten Freundes des Negierungsentwurfs, betonten die Notwendigkeit einer Zwangsversicherung der Kraftwagenbesitzer gegen die Haftpflicht, deren Durchführbarkeit der Staatssekretär des NeichsjustizamtS Dr. Nieberding achselzuckend bestritt. Man wird sich in der Kommission jedenfalls die größte Mühe geben, der allseitig anerkannten Schwierigkeiten, die der Durchführung einer staatlichen Zwangsgenossenschaft entgegen» stehen, auf irgend eine Weise Herr zu werden. Besondere Beachtung fanden die Ausführungen des Prinzen Schonaich-Caro- lath, der die Einbringung dieses Haftpfltchtgefetzes mit Fug und Recht als fein Verdienst in Anspruch nehmen darf, sowie des greifen Träger. Mit beredten Worten gab, wie so oft schon, Prinz Schönaich eine drastische Schilderung von den Schrecken der Land- und Dorsstraße, und sprach dem Chef des NeichsjustizamtS Tank und Anerkennung aus für den bei der Uebcr- windung nur geahnter Schwierigkeiten bewiesenen Mut. Freilich ist ja die Umrebigiernng, die sein ursprüngliches Werk erfahren hat, Derart, daß die Herren Nieberding auch den Beifall des Kaiserlichen Automobilklubs eingetragen habe. Und köstlich war die Art, in der Herr Träger die Zuhörer mitten hineinführt in die Aussprache, die Montag oder Dienstag kommender Woche bevorsteht; wie er die unglücklichen Sportsahrer von Norderney und Berchtesgaden nach Berlin vor ihren zuständigen Richter zitierte und wegen der Nichtbeachtung der Warnungstafeln, zu deren Liffen sie amtlich aufgefordert seien, aus dem Kasten wies. In der Kommission dürfte die Vorlage noch manche Aenderung erfahren.
Die Reform des amtsgerichtlichen Verfahrens war der zweite Gegenstand der Tagesordnung, von dem man neben einer einleitenden Rede des wie stets sehr gründlichen Staatssekretärs der Reichs-Justizverwaltung noch eine in den Einzelheiten zustimmende Kritik des Nationalliberalen Dr. Heintze entgegennahm. Man hat sich ja nachgerade daran gewöhnt,' anstelle der großen allgemein als dringend empfundenen Reformen sich mit Stückwerk begnügen zu müssen, und so bringt auch die vorliegende Novelle aus der Revision der Zivilprozeßordnung nur eine Reihe einzelner Äenderungen des bisherigen Verfahrens, die freilich zum Teil sehr einschneidender Natur sind. Besonders die Erhöhung der Zuständigkeit der Amtsgerichte auf Streitsachen im Werte von 800 Mk. mit ihrer Befreiung vom Amts- zwang hat viel Abwehr und nock) mehr Beifall gefunden. Die Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens, die Entlastung der Richter durch Zuweisung der Kostenfestsetzungen an die Gerichtsschreiber und manche andere zeitgemäße Bestimmung, legen den Wunsch dringend nahe, auch die Prozeßführung vor den Landgerichten in dieser Weise zu verbessern und zu modernisieren. Und hier klafft in dem neuen Gesetzgebungswerk die Lücke, und hier sprach Herr Tr. Nieberding auch heute ein ausdrückliches Nein. Hier setzte die Kritik des Dr. Heintze ein, die morgen ohne Zweifel von den Rednern anderer Parteien lebhafte Unterstützung erhalten wird.
Faktoren, daß diese die noch bestehende Hätte und Ungleichheit beseitigen werden.
ÄcricbtifaaL
R. B. Darmstadt, 6. Nov. Vor dem Kriegsgericht hatte sich heute der Dragoner Georg Seitz aus Stammheim (Kreis Friedberg) und der Dragoner Selmar Günterrodt aus Ebttebey zu verantworten. Seitz hatte den Schrank eine? Kameraden erbrochen und daraus Seitengewehr, Mütze und Sporen entwendet, die Günterrodt alsdann umtauschte. Seitz hatte sich außerdem in der Kantine dem Vizewachtmeifter gegenüber ungehörig benommen und den Gehorsam verweigert. Er war schon wegen früherer Vergehen vorbestraft und in die 2. Klasse des Soldatenstandes versetzt w7 .'den. Heute w"rde Seitz wegen schweren Diebstahls, Ungehorsams, Achtungsverletzung usw. zu einem Jahr Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust, sowie zur abermaligen Versetzung in die 2. Klasse verurteilt. Günterrodt erhielt eine Woche Gefängnis. — Vor der Strafkammer als Verufsinstanz kam heute die Beleidigungsklage gegen Redakteur Reuther von Gießen zur Verhandlung. Neuther war vom Schöffengericht wegen Beleidigung dreier Tierärzte :rt Odenwald zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. In der heutigen Verhandlung kam zwischen den Parteien ein Verglei ch zustande, wonach sich Neuther verpflichtet, seine beleidigenden Aeußerungen zurückzunehmen und eine entsprechende Ehrenerklärung abzugeben, auch sämtliche Kosten des Verfahrens zu übernehmen. Der Vergleich bedarf noch der behördlichen Genehmigung.
Ni a i n z, 5. Nov. Ter Prooinzial-Äusschnß für Rheinhess. en hat jetzt zum ersten Male über eine Beitrags- Heranziehung zur Hessischen Landwirtschafts- k a m in e r entschieden. Ter Kausinann Jakob Bohlander in Frank- 'int besitzt in der Gemarkuna Worms an der Frisenstraße ein 743 Qudralmeter uiafafsendes Gelände, das als Zimmervlatz vermietet ist. Einen Teil des Platzes benutzt der Mieter als Gemüsegarten. Nun wurde Bohlander wegen des Gemüsegartens zu einem Beitrag für die Landwirtschaftskammer herangezogen. Dagegen erhob er Klage beim Provinzialausschnß, indem er behauptet, daß das Stückchen Garten nicht unter einen landwirllchalllichen Betrieb gerechnet werden könne. Der Provinzial • Ausschuß war derselben 'Diemung und erkannte die Klage für gerechtfertigt. Tie Vanb- wirtschallskannner wurde in die Kosten und zu einem Aversional- beitrag von 10 Alk. zur Provinzialkaffe verurteilt.
Deutschland aus der Weltausstellung in Brüssel im Jahre 19(0.
Für die deutsche Mteilung ist ei;t Platz voll mehr als 20 000 Quadratmeter an vorteilhaft gelegener Stelle des Ausstellungsgeländes gesichert worden. Damit ist die Grundlage für die weitere Aufgabe ge chaffeu. Der amtlichen Beteiligung des Reichs ent prechend werden für die Ausgestaltung der deutschen Beteiligung taatliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. In der entsprechenden dem Reichstage zugehenden Vorlage wird der besondere Wert des benachbarten belgischen Absatzgebietes bervorgehoben. Daß Brüssel, als eine der schönsten Städte oer Welt, ein hervorragend günstiger Platz für en e Weltausstellung tft, unterliegt keinem Zweifel. Das Ausstellungsgelände bietet mit hundert Hektar Gesamtfläche Platz genug für den friedlichen Wettkampf der Nationen und wird sich in einem landschaftlich schönen Rahmen den Besuchern darbieten. Das Haupt- ausstellungsgebäude wird unmittelbar am Eingang in das Bois de la Cambre in einer Länge von mehr als einem halben Kilometer errichtet. Der ganzen Länge des Gebäudes ist eine Terrasse von 35 Meter Breite vorgelagert. Ein selbständiges Gebäude soll die deutsche Abteilung enthalten. Auch ist an ein kleines deutsches Staatsgebäude gedacht. Rechnet man hierzu rtc. ein kleines, vornehmes Weinrestaurant, wie es aus der Weltausstellung Paris 1900 errichtet war, sowie einen Biergarten der Münchener Brauereien, so ergibt sich eine in sich abgeschlossene Gruppe deutscher Baulichkeiten. Die Ausstellung soll Ende April 1910 eröffnet werden und mindestens sechs Monate dauern. Zum Reichskommissar für die Weltausstellung in Brüssel 1910 ist bekanntlich der Regierungsrat im Reichsamt des Innern Albert ernannt worden. Untersticht wird er in den vorbereitenden Arbeiten durch ein „Deutsches Komitee", an dessen Spitze der Geheime Kommerzienrat RavenS-Berlin stebt. In das Präsidium des Deutschen Komitees wurden gewählt: Geheimer Kommerzienrat Schieß-Düsseldorf, Vorsitzender des Vereins Deutscher Werkz^ugmaschinensabriken; Geh. Kommerzienrat Ga ste ll-M ainz, Vor,i!)ender der Norddeutschen Wagenbau-Vereinigung; Fabrikbesitzer Karl Lanz- Mannheim; Kommerzienrat Lehmann-Tr.soen, Vorsitzender des Verbandes Sächsischer Industrieller, Geheimer Kommerzienrat Petri-Nürnoerg, Direktor der Siemens-Schuckert- Werke; Kommerzienrat Saffeomayer-Stut.gart, Berschender des Vereins Deutscher Pianoforte-Fabrikanten.
Handel.
th Gießen, 5. Nov. Tie Befürchtungen, die die Ziegel- nnd Kalkwerke an der mittleren Lahn zu Beginn des Jahres hegten, baß man wegen eines starken Rückganges der Bautätigkeit in ihrem Absatzgebiet die Produktion erheblich eiuschränken müsse, haben sich erfreulicher Weise nicht erfüllt, trotzdem in biejen: ziahre weder große Staatsbanten noch solche der (»cmeinben ausgeführt worben sinb. Der Absatz in Ziegeln und Kalk war fein überstürzter, sondern stetig, so daß ein erheblicher Preisrückgang der Ware hintangehalten werden konnte. Gebaut wurde auffälliger Weise stark auf dem platten Lande und in den kleineren Stabten, so baß ein größerer Teil der Produktion dort Verwendung sand. Tie Aussichten für 1909 sind bisher für die Werfe an der Lahn recht gute, da in deren Absatzgebiet zahlreiche Privat bauten, soivie große Staats- und (Semcinbebauten un kommenden Jahre in Aussicht genommen werden 'ollen.
D i e amerikanische Präsidentenwahl und der deutsche Handel. Der Sieg der Republikaner bei der Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist z. B. an der Börse von London mit äußerstem Interesse ausgenommen worden, und das Börsengeschäft begann an diesem Tage schon um 8 Uhr morgens. Es kam im Straßengejchäftsverkehr zu bedeutenden Umsätzen in den führenden amerikanischen Spekulalionspapieren. Bei uns war man bedeutend kühler; sowohl an den Börsen in Berlin, wie auch Frankfurt und Hamburg war der Verkehr im allgemeinen und speziell in den amerikanischen Eisenbahnaktien durchaus nicht bedeutend. Es ist auch gar keine Ursache dazu vorhanden, denn Tafts Wahl ändert nichts daran, daß unsere Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten kaum ein- Ac,r berung erfahren. Da eine Milderung des ameritani r. i’ Schutzzollsystems auch von Taft nicht zu erwarten ist. Diesir vertritt wie sein Vorgänger Roosevelt politisch den impcria! Vir .• ; ;i’> wirtschaftlich den hochfchutzzöllnerischen Standpurttt. Wär- ?c Demokrat Bryan gewählt worden, so wäre in der letzteren Beziehung auch keine Aenderung eingetreten. Allerdings die Börse
war mehr für Taft, da die Trusts und Teals kaum mehr Angriffe erfahren, als sie unter Roosevelt erfahren haben. Auf der anderen Seite hofft man ja, daß jetzt das Wirtschaftsleben in Amerika einen größeren Aufschwung nimmt, wie dies nach Präsidentenwahlen in der Regel der Fall war.
Märkte.
tc. Limburg a. d.L., 5.Nov. Ter hier abgehaltene Aller- h e i l i g e n in a r k t war gut befahren. TaS Geschäft ging flott, der Markt war bald geräumt. Tie Preise waren durchaus höher als die am Hauvtmarkt am 2. November in Frankfurt a. M.
kirchliche Nachrichten«
Loangelische Gemeinde.
Mm 21. Sonntag nach Trinitatis, den 8. Nov.: Gottesdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer D Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: Mllitärgottesdiensi. Pfarrer Schwabe.
Nachmittags 27, Uhr: Kinberkirche für bie MatthänSgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Abends 8 Uhr im Platthaussaal: Vereinigung der konfirmierten mäimlirbcti Jugend der MatlhäuSgemeinbe.
Ttenstag den 10. November, abenbs 8 Uhr un Markttssaal: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markus» gemeinde.
Donnerstag den 12. November, abends 8 Uhr, im Matthäus- {aal: Bibel stunde. (Buch Hiob, bas Buch votn Menschhciisleid.) Pfarrer D. Schlosser.
3n der Zohanneskirche.
Vormittags 9V, Uhr: Professor D. E ck.
Vormittags 11 Uhr: Kinberkirche für die JohanneS- gemeiube. Pfarrer Ausfelb.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.
Alenbs 8 Uhr im Johannesfaal: Versammlung unb Bibel- besprechttng.
Montag den 9. November, abends 8 Uhr im Johannessaal: B i b e l ft u tr b e. Pfarrer Ausfelb.
Nächstkimftigen Sonntag, den 1\ Noobr., wirb eine Kollekte zum Besten bes Kirchbaues in Neckarsteinach erhoben werben.
An bemfelben Tage fiubet um 2 Uhr in der Johanneskirche Gottesdienst für Taubstumme statt.
Wartburg verein, Kirchstraße 9.
Sonntag den 8. Novenrber, abend? 8 Uhr: Vortrags-Abend.
katholisch:
Gottesdienst.
Samstag den 7. November:
Nachmittags um 5 Uhr und abenbs um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag bcu 8. N o v., 22. Sonntag nach Pfingsten:
Vormittags von 6',, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Tie erste heil. Tieffe.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Heil. 'Dleffe mit Predigt.
Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen.
Telefonische SCursbericide
des Gieaseuer Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giensen.
Frankfurter Bör*e, 6. November. 1.15 Uhr.
3M8/o Beichsanleihe . . 94.05 3% do. . . 84.25
3J$°/O Konsole . . . . 94 05 3% do. .... 84.15 3J4°/o Hessen.....92.50
3^°/6 Oberhessen . . . 91.00 4% Oesterr Goldrente. 97.75 4l/6 % Oesterr. Silberrente 99 10 4% Ungar Goldrente . . 92.60 4?ä Italien. Rente . . . 103.90
3 Portugiesen Serie I . 56 40 3% Portugiesen „ III 58.50 4>$0/e russ.Staatsanl. 1905 97.00 4>$u;0 Japan. Staatsanleihe 90.80 4 »6 Conv. Türken von 19U3 90.50 Türkculose...... 140 80
1% Gneeh. Monopol-Aal. . 49 35 4% äussere Argentinier . 86.20 u°/0 Mexikaner . . . —.— 4>s7o Chinesen .... 96.9u
Aktien:
Bochum Guss.....218 50
Buderus E. VV.....110.10
Tendenz: behauptet
Berliner Börse, 6
Canada E. B. . . . . 173.60
Darmstädter Bank . . . 126 00 Deutsche Bank .... 237.20 Dortmunder-Union C. . . 57.40 Dresdner Bank .... 145.10, Tendenz- ruhig.
Elektnz. Lahmeyer . . . 118 20 Elektriz. Schuckert . . . 119.95 Eschweiler Bergwerk . . 186 10 Gelsenkirchen Bergwerk . 186.50 Hamburg-Amerik. PaketL 108.20 Harpener Bergwerk. . . 19. .00 Laurah litte......191.50
Nordd. Lloyd . ... 86.80
Obei achtes. Eisen-Industrie 97 00 Berliner Hondelages. . . 164 90 Darmstädter Bank . . . 125 80 Deutsche Bank .... 237.00 Deutsch-Asiat Bank . . 138.00 Diskonto-Kommaudit . , 176.70 Dresdner Bank .... 145.00 Kreditaktien.....lb8.80
Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn.....102.30
Gottbardbahn.....—.—
Lombard. Eisenbahn . . 22.30 Uesterr. Staaisöuhn . . . 146 90 l’unce-Henri-Eisenbahn . 122.00
November. Anfan^akurse.
Harpener Bergwerk. . . 191 70 Laurah ütte .....191.70
Lombarden E. B. ... 2220 Nordd. Lloyd.....86.70
rürkenlose......—
Ma» braucht nicht große Summen
auözugeben, um ein gutes Kräftigungsmittel zu bekommen.
Frankfurt a. M.-Bockenheim, den 18. Juni 1908. Ich ge- brauchte „Biofon" bei allgemeiner Körverschwäche und bemerkte schon nach 2 Wochen einen bedeutenden Fortschritt in der Hebung meiner Strafte. Ich beobachte von Tag zu Tag, daß ich immer kräftiger wurde unb die Schwäche immer mehr abnahm. Ihr „Biofon" kann ich wirklich jedermann bestens emvsehlen. Hoch- achrungovoll Dl. Römer, Volontär, xlorbanftrane 77. — Bioiou ift ein Krastivenbcr für alle Schwache und Elende, SHnber m der Entwicklung mw., dessen belebende, erfrischende Wirkung auf Körper und Geist sich meistens nach wenigen Tagen bemerkbar macht. Erhältlich V- Klio 3 Atk., für einige Wochen ausreichend, tn Apotheken, Drogerien usw. Man lese die Urteile der Proiefsoren und Aerzte uno beachte die Billigkeit.
Ach rauche gern meine Meise Hatialr und am Stammtisch muß eine Zigarre nach der andern dran glauben. Wenn ich nur nicht andern Tags so verschleimt xQ wäre! Es dauert allemal Stunden, ehe ich mieber normal bin; und dann diese uberfchuffige Säure un Magen! — Je nun' wenn L-ue das Rauchen nicht lassen wollen, bann ge- wohnen Sie sich daran, beim Schtafengehn und beim Auf- ziPtgk uehn ein paar Fays achte Sodener Attneral-PaMllen zu neh- men und ticic wllen sehen, Sie werden alle diese Beschwerden yXa -0-' fein. -Lic Schachtel kostet 85 Pfg. und tft m sämtlichen xr* . -'1 uotbeten. L-rogerien und Mineralwasserhandlung zu haben.
Rachahmungen aber weise man ganz entschieden zurück.
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