Ausgabe 
5.10.1908 Erstes Blatt
 
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lassen.

Dr. ningcn,

und sich von ihren Kötern an die Strippe neunten Kleine Tageschronik.

in der Nähe der Bruchmühle von dem Mühlenbesitzer Nikolaus Reinhardt erstochen.

** Kleine Mitteilungen n u y Dessen u n d den Nachbarstaaten. In Ruppertsburg starb im hohen Alter von 94 Jahren an Altersschwäche Witwe Schad; sie war die älteste Frau im Kreise Schotten. Infolge eines anonymen Schreibens, daß die am 30. September verstorbene Witwe Z i m m er­nt a 11 it in Sachsenhausen keines natürlichen Todes gestorben sei, wurde die Leiche von der Staatsanwaltschaft beschlag­nahmt.

hessischer Anwaltstag.

w. Darmstadt, 3. Oktober.

Deute tagte unter Vorsitz des Geh. Justizrats Dr. Gut­fl eis ch-Gießen Hierselbst ein ordentlicher Anwaltstag, der von etwa 50 Anwälten aus allen drei Provinzen besucht war.

Bericht und Jahresrechnung wurden erstattet. Die Verwal­tung erfordert neuerdings erhöhte Kosten, da eine größere An­zahl Beschwerden von Anwälten gegen einander, dazu noch in größerer Zahl von Klienten einlaufen, die mitunter zu ehren­gerichtlichen Verhandlungen Veranlassung geben.

Den Bericht über die Tätigkeit der Kommission für die Ge­hilfenfrage schlug der Vorsitzende vor, zu vertagen, lveil der eine der beiden Referenten, Justizrat Dr. Fuld-Mainz nicht anwesend sei, er ersuchte aber den Korreferenten Rechtsanw. Wilh. Grünewald-Gießen sich über die Ergebnisse der wegen der Löhne der Angestellten gepflogenen Enquete zu äußerw

Grünewald erklärte, das von ihm erstattete schriftliche Gut­achten überreichend, daß er in wesentlichen Punkten mit dem Fuld'schen Bericht nicht einig gehe. Gewiß sei die Errichtung einer Pensionskasse für die Angestellten des Anwaltsstandes schwierig, sie sei aber notwendig, und man könne sich der Mühe, eine solche ins Leben zu rufen, nicht entziehen, wollten die Air- wälte nicht mangelndes sozialpolitisches Verständnis zeigen. Die Klagen der Gehilfen über ungeordnete Vertragsverhältnisse unt> wirtschaftliche Darniederlage erschienen ihm nicht unberechtigt. Frei­lich seien viele Anwälte, die selbst mit der Not des Lebens zu kämpfen hätten, nicht imstande, ihre Gehilfen besser zu bezahlen,, die Gebührenordnung vpm Jahre 1879 sei längst nicht mehr zeitgemäß und gewähre der Mehrheit der An­wälte ,nur ein unzureichendes Einkommen. Daß nicht nach Besserung der Verhältnisse gerufen werde, deute man den An­wälten nicht als Vornehmheit, sondern als ein Zeichen zufric- dcnen Besitzes; ohne eigenes Bemühen der Anwälte würde aber keine Besserung eintreten. Die Enquete habe ergeben, daß in ein­zelnen Kanzleien eine gute auskömmliche Bezahlung der Ge­hilfen erfolge, in vielen dagegen eine unzureichende Entlohnung des Personals bestehe. Nähere Darlegungen darüber, behält sich der Redner für die außerordentliche Tagung vor. Sie soll im Winter stattfinden, womöglich, wie Rechtsanw. Braden-Mainz- anregte, in Franffurt a. M.

Rechtsanwalt Dr. Bopp- Darmstadt beantragte Veröffent­lichung des Fuld'schen und Grünewald'schen Gutachtens in der Deutschen R-echtsanwaUs-Zeitung, nachdem der Vorsitzende die Drucklegung dieses Gutachtens vorgeschlagen hatte. Dr. Bopp beantragt ferner die Feststellung des durchschnittlichen Ein- konrmens der Anwälte, damtt lasse sich besser erkennen, daß die Anwälte nicht imstande seien, ihre Gehilfen besser zu versorgen. Der Vorsitzende Dr. G u t f l e i s ch wird im Einvernehmen mit der Regierung diese Feststellung hcrbeizuführen suckln.

Rechtsanw. Dr. Soldan-Mainz erstattete sodann einen lichtvollen Bericht über bcn Verlauf des Deutschen Juristen­tages in Karlsruhe, der eine Fülle von Anregungen und des Wissens geboten, habe. Dem letzthin verstorbenen Geheimen Justizrat Dr. Osann,des großen Kollegen", war im Laufe des Anwaltstages mehrfach ehrend und in einem warm empfundenen Nachruf gedacht worden.

GerichtsßaaL.

Memmingen, 5. Okt. Die hiesige Strafkammer ver­urteilte den Lehrer Kolb, welcher im Wirtshausgespräch über die überirdische Empfängnis der Jungfrau Maria in drastischen Aus- drücken sprach, wegen Gotteslästerung zu einem Monat Ge- 'ängnis.

Rom, 4. Okt. Marchese Bisogni, der aus dem Fenster einer Wohnung s e i n e F va u u i e d e r g e s ch o s s e n hatte, wurde von den Geschvorenen von Salerno f r c i g e s p r o ch e n. Das Urteil wurde vom Publikum mit donnerndem Beifall' ausgenommen, Enre große Menge brachte auf der Straße, dem Marchese Sympathie­kundgebungen.

Veit Franz v. Ried, Kammcrherr des Herzogs von Mei­erschoß sich in Dillburghauscn angeblich wegen einer unheilbaren Krankheit. Der Verstorbene, der Ende der 50er Jahre stand, hinterläßt eine Frau nnd drei Kinder.

W i l h e l in s h a s e n ist infolge eines Bruches des Haupt- zuleitnngsrohres ohne Wasser.

I es u i t e n p a t e r Alfred Wroblewski ans Lemberg hat sich, demGlos" zufolge, nach Südfrankreich geflüchtet, nm dort zum P r o t e st a n r i s in u s ü b e r z u l r e t e n und die 23jährige Komtesse Anna Tyszkiowiez zu heiraten.

Ter Lederhändler Oskar »Lahalt in Stockholm ist mit Hinterlassung von einer halben Million Kronen Schulden flüchtig.

Der Senator Elkins läßt dementieren, daß seine Tochter Katharina sich am 10. November mit dem Herzog der Abruzzen vermählen werde.

In Martinique richtete ein Zyklon großen Schaden an. Mehrere S ch i f f e s i n d g e s u n k e n und v i e l e P e r s o n e n u ni g e k o ni m e n. Der Materialschaden beläuft sich auf mehrere Millionen.

weisen, allein in roter Seide in Gestalt eines Siegels gesticktes' Monogramni. Dazu kommen vier Schuhe, je nach der Witterung aus Gummi oder feinem Leder mit festen Sohlen, die mit durch­gezogenen Seidcnschnürcn schließen. Der Hut, der sich für die Hundewelt seit dem Sommer eingebürgert hat, wo er aus Stroh oder Leinen gegen die Sonne schützen sollte, besteht jetzt zum Schutz gegen Regen und Nebel aus Flanell mit einem Ueberzug von gummiertem Tafft. Die Form ist die einer Art Helgoländer Mütze, die, durch ein eingelegtes Drahtgestell widerstandssähig gemacht, den Kops von allen Seiten nur lose berührt, da sie dem Halsband mit Haken steif angcfügt wird. Es fehlt nur iwch, daß auch die Besitzerinnen dieser Hunde auf allen Vieren kriechen ' " "

GrrgsnaL-DrahtlmeLdunsen.

Tübingen, 5. Oktober. Auf dem gcftern hier ab­gehaltenen Parteitage der deutschen Volks- Partei nahm der Abgeordnete v. Payer Gelegenheit, sich wegen seiner Haltung ^um Reichsvereinsgesetz., wegen der er so Vielfacheti Angriffen ausgesetzt war, zu verteidigen. Er ließ sich hierauf über die Reichsfinanzreform aus. Nach ihm richtete der badische 'Abgeordnete Muser noch ver­schiedene Angriffe wegen der Haltung Payers, insbesondere beim Sprachen-Paragraphen, erklärte aber sodann, daß die Partei dennoch zusammen bleiben wolle. Der Abgeordnete Haußmann erklärte, daß er durchaus hinter Payer stehe und mit ihm vollständig einverstanden sei. Nach längerer Debatte wurde sodann eine Resolution im Sinne der Ausführungen Payers angenommen, die eine Finan^- reform für notwendig erklärt, äußerste Sparsamkeit im Reichshaushalt verlangt und eine gerechte Verteilung der Steuerlasten zur Bedingung der Mitarbeit der Volkspartei an der Refornr macht, wobei insbesondere auf Ersparnisse ieim Militär Bezug genommen wird. Einstimmig wurde odann auch noch eine zweite Resolution angenommen, die im Anschluß an den Fall Schütting eine liberale Politik im Reich und in Preußen verlangt. Ter Erfolg des gestrigen Parteitages bedeutet eine Ausgleichung der Gegensätze. Es haben auch Quidde-München und Muser erklärt die seiner­zeit ausgetreten waren wieder eine Stelle im Ausschuß annehmen zu wollen. Der nächste Parteitag soll in Baden, wahrscheinlich in Mannheim, stattfinden.

Paris, 5. Okt. Aus Sofia meldet der Motin: Für den Fall, daß die Türkei sich für die Kriegserklärung entschließen sollte, sind die bulgarischen Maßnahmen bereits getroffen worden. In wenigen Tagen würde Adria- rwpel besetzt sein und die bulgarischen Truppen sich auf dem Wege nach Konstantinopel befinden.

London, 5. Okt. Wie dieTimes" erfährt, sind Deutschland und Italien entschlossen, Oesterreich hin- ichtlich oer Annexion Bosniens und der Herzego­wina keinerlei Schwierigkeiten zu machen.

London, 4. Okt. Wie das Reurersche Bureau erfährt, hat die englische Regierung der türkischen und der bulgarischen Regierung Vorschläge zur Beilegung der die Orientbahn be­treffenden Streitfrage gemacht. Die Türkei habe sich berett er­klärt, einer Uebertragung des mit der Orientbahngesellschaft ab» geschlossenen Pachtvertrages auf die bulgarische Regierung zuzu­stimmen, vorausgesetzt, daß die Bahn vorläufig der Gesellschaft zurückgegeben würde und die Rechte der türnschen Regierung ge­wahrt würden. Die englische Regierung habe die Signatarmächte des Berliner Vertrages ersucht, oer Regierung in Sofia diese Lösung der Stveüfrage zu empfehlen, um den normalen Stand­punkt wiederherzustellen. Dem Vernehmen nach sind die Groß­mächte übereingekvmnten, entsprechend vorzugehen.

handel.

SiegerländerEisen st ein - Syndikat. In der Mit­gliederversammlung wurde der Bericht über die Förder- und Absatz- Verhältnisse im Juli _unb August erstattet. Danach ist eine er­hebliche Abschwächung festzustellen. Die Fördereinschränkung wurde bei 50 Proz. unverändert belassen. Die Marktlage wurde als ruhig bezeichnet.

Die War en ausfuhr nach den Vereinigten) Staaten MS dem fast ganz Süd- und Westdeutschland um- fasseiiden Generalkonsulat Frankfurt a. M. belief sich rnt 3. Quartal 1908 auf 10 804 538 Dollar gegen 14 396 265 Doll, im 3. Quartal 1907. Sämtliche Könsulatsbezirke sind an der Minderausfuhr im Mierte von 3591727 Doll, beteiligt. Den stärksten Ausfall haben Aachen und Crefeld zu verzeichnen, die zusammen nur für 968 768 Toll. Waren exportierten gegen 1714 281 Toll, int Vorjahr ( 745 513 Doll.). Tann folgen Barmen und Düsseldorf mit einer Ausfuhr von 1893 291 Doll. ( 694 828 Doll.), Nürnberg mit 1643 315 ( 564 984) Toll., Frankfurt und Mainz mit 2 797 563 ( 533 063) Doll., Köln mit 885 180 ( 250 488) Doll., Kehl und Freiburg mit 526 956 ( 298 095) Doll., Mannheim mit 1 102 571 ( 269 281) Toll., Erfurt, früher Weimar mit 293 933 ( 160158) Doll, und Stuttgart mit 692 957 ( 75 313) Doll.

Amend-Großen-Linden 36 000 Mk.; Franz Wigcmdt, Neuen- aveg 29, Taxe 18500 Mk., Höchst>ot von den früheren Besitzern, Spieß Erben 15000 Mk. Der Zuschlag wurde Vorbehalten.

4- Beuern, 3. Okt. Gestern nachmittag brach in der Hofreite des Handelsmanns Isaak Edelmuth Feuer aus und äscherte einen Stall, sowie einen anhängenden Schuppen .vollständig ein. Das Feuer fand in den Futteroorräten reich- iliche Nahrung. Der Abgebrannte soll nicht versichert sein. :Da§ Müleid mit ihm ist allgemein.

D Saasen, 4. Okt. Ein schweres Unglück trug

sich hier zu. Eine Arbeitersfrau hatte die kochende Suppe auf den Tisch gestellt. Ihr kleines Kind erfaßte die Schüssel und schüttete den Inhalt über sich. An den furchtbaren Brandwunden starb das Kind am nächsten Tage.

Q Friedberg, 4. Okt. Seine erste Generalversamm­lung hielt der neugegründete Grund- und Hausbesitzer­verein ab. Als Hauptthema wurde das neue Ortsstatut über die Straßenreinigung behandelt. Es wurde all­seits betont, daß die Heranziehung lediglich der Grundbesitzer zu den Kosten der Straßenreinigung eine ungewöhnliche Härte bedeute und den Stempel der Ungerechtigkeit an sich trage; völlig verfehlt sei die Berechnungsmethode und ihre Hand­habung. Es wurde einstimmig beschlossen, zunächst auf güt­lichem Wege mit den städtischen Behörden wegen Aufhebung des Ortsstatuts in Unterhandlung zu treten. Der neue Ver­ein zählt 175 Mitglieder.

»m. Friedberg, 4. Okt. Beim Kalklöschen an dem Neubau des Volksbades wurden unterirdische Gänge aufgedeckt, welche in ihrer Bauart auf das Mittelatter Kurückweisen. Ein Gang führt nach dem fogenannten roten Turm, der andere nach der Klostertaserne.

-b. Ober-Rosbach, 4. Okt. Auf dem nahen Bain- pardshof wurde beim Pflügen eine römische Nieder­las sun g entdeckt. Man nimmt an, daß es eine Befesti­gung, ein sogen. Vorwerk ist. Die im Laufe der Woche statt- Hnbenbe Untersuchung wird ergeben, inwieweit ehemals eine Verbindung mit der Kapersburg bezw. Saalburg be­standen hat.

Büdingen, 3. Okt. In der letzten Gemeinde­ratssitzung stand das Schulhaus in der Brunostraße &ur Beratung. Vlad) einer Mitteilung des Prof. Dr. Vetter- lein-Darmstadt, der anwesend war, um die Pläne und Kosten­anschläge vorzulegen und die erforderlichen Ausschlüsse zu Zeben, wird der Neubau eine Summe von 177 500 Mk. er­fordern. Dieser Betrag verteilt sich wie folgt: Hauptbau 135 750 Mr., Nebenbauten und Aborte 39 900 Mk., sonstige Anlagen 1850 Mk. Mit Aufwand der obengenannten Summe wird es möglich sein, das Schulhaus schlüsselfertig herzu- ^stellen. Der Hauptbau kommt mit der Hauptfront nach der Brunostraße zu stehen, von wo er 35 Meter entfernt sein wird. Den linken Flügel bildet die Schuldienerwohnung, woran der Knaben-Abort stößt. Die Turnhalle bildet auf dieser Seite den Abschluß. Tas rechts Seitengebäude ent­hält den Wort für Mädchen. Der Gemeinderat genehmigte das vorliegendeProjekt.

-r. Büdingen, 4. Okt. Im HotelFürstenhof" sand gestern die Eröffnung der B e z i r k S-A ck er b a u - u n d Obst-Aus­stellung statt. Kreisrat B o e ck m a n n gedachte des Zweckes der Ausstellung; er hob insbes. die Vorteile derartiger Ausstellungen für die Interessenten hervor, denen der Besuch stets neue Anregung aus dem Gebiete des Acker- und Obstbaues bringe, und die somit für die weitere Entwicklmtg dieser landwirtschaftlichen Zweige be- deutsam seien. Kreisrat Boeckmaun brachte alsdann ein von der Versammlung begeistert aufgenommenes Hoch aus den Landesherrn, Se. Kgl. Hoh. den Großherzog, aus. Hierauf gedachte Oekonontie- rat Müller von Darmstadt der Herren de§ Atlsstellungskomitees, die durch eifrige Tätigkeit für das schöne Gcüngen der Ausstellung gesorgt hätten. Alsdann eröffnete der Protektor, Se. D. F ü r st Wolfgang von Büdingen, die Ausstellung. Es folgte ein Rund- gang durch die Ausstellung, die als einzig in ihrer Art bezeichnet werden kann. Es sind die feinsten Sorten von Tafelobst und ebenfo die geringeren Sorten Wirtschastsobst ausgestellt. Mit der Aus- stellung ist weiter noch ein Saatgut- und Kartosfelmarkt verbunden. Von den zahlreichen Aussteller haben Preise errungen: a. für Hochstammobst: Ausgabe 1 (haltbare Winterbirne zum Einkochen und Backen). 1. Preis: Ortsgruppe Glauberg, 2. Preis: Heinrich Knaus VIL, Düdelsheim, b. Aufgabe 2 (gute Einkochbirnc): 1. Preis: Hermann Seip, Lorbach, 2. Preis: Fr. Fendt, Büdingen, e. Aufgabe 3 (ein guter Kochapfel): Ehrenpreis: Fr. Lott Hl., Mittelgründau, 2. Preis: Gg. Friedr. Knicket daselbst, K. Fr. Reibcrt, Himbach, Kacl Schneider II., Büdingen, d. Auf­gabe 4 (spätblühender Takelapfel): Ehrenpreis: Heinrich Gerhardt, Hitzkirchen, 2. Preis: Oberamtmann Flemming, Büdingen, Karl Schneider IL, Büdingen, Ludwig Weitzel, Aüdingn. Ausgabe 5: (Wmter-Taselapfcl, der wenig unter Schors leidet). Ehre>rpreis: Reinhard Schneider, Rohrbach. 2. Preis: Wilhelm Hübner, Düdelsheim, Gemeindeeinnehmer Michel, Burgbracht. Aufgabe 6: (Taseläpfcl von besonderer Verkaussfähigkeil). Ehren­preis : Ortsgruppe Glauberg. 2. Preis: Hch. Klink, Calbach, Fr. Lott III., Mittelgründau, K. Fr. Reibert, Himbach, Karl Schneider II., Büdingen. Aufgabe 7: (wenig schorfempfindlicher Ta'elapsel). Ehrenpreis: K. Fr. Reibert, Hinibach. 2. Preis: Ludwig Fr. Fendt, Büdingen, August Meuser, Büdingen. Aufgabe 6: (2 bis 3 Apfelsorten, bie sich als sturmsicher bewahrt haben). Ehren­preis : Fr. Jul. Wolz, Altwiedermlis. 2. Preis: Hch. Eberling, Büdingen, Herrn, Seip, Lorbach, Ludw. Weitzel, Büdingen. Auf­gabe 9: (ertragreichste Apfel- unb Birnensorten). 1. Preis: P. H. Kröll, Büches. 2. Preis: Hch. Hahn, Allenrod, Hch. Klink, Cal­bach. Ausgabe 10: (5 Sorten Taseläpfel, die in der betr. Gegend besonders gut gedeihen). Ehrenpreis: Wilhelm Hübner, Düdels­heim. 2. Preis: Hch. Eberling, Büdingen. 2. Gruppe: Forinobsl: ' Ausgabe 11: (Apfelsorte für Spaliersormen). 1. Preis: Pfarrer Becker, Düdelsheim. 2. Preis: Oberlehrer Rothamel, Büdingen. Aufgabe 12: (Birnsorte für Spalierformen). 1. Preis: Guts- pächier Rohde, Finndörser Hof. 2. Preis: Professor Kölsch, Büdingen. 3. Gruppe: (Obst- und Genüisekonserven). Ausgabe 13; , (Eine Sammlung von Obst- und Gemüsekonserven). Ehrendiplom: Frau Ernst Eberling, Büdingen, Haushaltungsschule Lmdheim, . Frau Mathilde Metternich, Büdingen, Frau Elisabethe Nagel, Lor­bach, Frau Fritz Rullmann, Büdingen, Frau Anna Schneider, ; Büdmgen, Frau Luise Schwarz, Büdingen. Aufgabe 14: (Obst- ; wein). 1. Preis: Heinrich Eberling, Büdingen. 4. Gruppe: (Ge­räte und Obstbäume): Aufgabe 15:. Aufgabe 16 : (Geräte für Obstoerlvertung).. Durch Ausstellung einer Tombola war auch ' für hinreichende Unterhaltung des Publikums gesorgt.

Nieder-Ramstadt, 5. Ott. (Tel.) Heute ftüh , wrde infolge eines Streites der 22 Jahre alte Reinhardt !

ZMlplan der vereinigten Zranksutter Ztadttheater.

Gpernhaus.

Montag den 5. Okt., abends halb 8 Uhr:Ein Walzertraum/ Dienstag den 6. Okt., abends halb 7 Uhr:Loheirgrin."

Schauspielhaus.

Montag den 5. Ott.:Husarenfieber/ Dienstag den 6. Okt.: Die Rabensteincrili." (Anfang jedesmal 7 Uhr.)_______________

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 6. Oktober: Wolkig, trocken, etwas kühler. Schwache riördliche Winde.

Vermischtes.

* Die Cholerastatistik verzeichnet 163 neue Erkrank­ungen und 84 Todesfälle. Die Zahl der Erkrankten beträgt 1775. In Täbris greift die Cholera schnell um sich. Die Todesfälle sind zahlreich, und eS droht Gefahr einer Einschlep­pung noch Trans-Kaukasien, zumal an der russischen Grenze keinerlei Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. 2 Fälle von Beulenpeslh ereigneten sich im Hause des Khe- dive zu Alexandrien. Ein deutscher Kaufmann, der von Rußland tarn, ist in einem Hotel in Lemberg unter eholeravevdächtigen Erschmnungen gestorben.

* Die ungewöhnliche Hitze der letzten Tage macht sich in ganz Europa bemerkbar: In Lissabon soll infolge der an- dauernden Hitze der D e r b r a u ch des T r i n k >v a s s e r s geregelt iverden. In London wurden im Schatten 80 Grad Fahrenheit gemessen. Eine gleich hohe Teinperatur ist, so° weit die Statistik reicht, bisher im Oktober noch niemals zu ver­zeichnen gewesen. Zahlretche Personen sind infolge der Hitze erkrankt, mehrere sogar g e st o r b e n.

* Modenarreteien. Die Mode für die Hunde ist jetzt schon in Pans so weit gediehen, daß sie zu jeder Saison kleine, etwas abweichende Neuerungen einführt. Heuer ist das Dekret herausgekommen, daß die eleganten Pariserinnen ihre vierfüßigen Lieblinge, die immer spielzeugartiger und winziger werden, nicht mehr tragen dürfen. Die Tiere werden entweder im Wagen neben ihrer Herrin sitzend, oder im Automobil mit Brille und Lrtaubmantel neben dem Chauffeur ins Bois hinausbefördert. Hier dürfen sie an einer Leine sittsam spazieren gehen, oder em Diener, wenn das nicht geht, ein Dienstmädchen, führt sie nach dem nächsten Square oder Park, wo die Herrin sie zum Spazieren­gehen in Empfang nimmt. Die breiten 5iettenhalsbänder aus Nickel oder Silber, wie aus allerlei Phantasiegeflechten, werden ür die Spaziergänge durch Ketten oder Leinen ergänzt, an denen die Tiere geleitet werden, und die durch eingeflochtene Metall- oder bunte Seiden streifen ein eigenartiges Aussehen er­halten. An Schmuck tragen die Hunde sonst nur Anhängsel allerlei Art um den Hals, kleine Spielereien, wie man sie eine Zeitlang gern an den Uhrketten befestigte, und möglich um jedes der kleinen Beinchen eine Spange aus Edelmetall, vielfach auch mit wunder­vollen Sternen durchsetzt. Die HauSkleidung besteht außerdem nur noch aus der buntfarbigen Seidenschleife, die auf der Stirn eme einzelne Locke zufaimnenhätt. Zum Ausgehen erhält der Hund einen Mantel aus weichem, dichtem Wollenstoff, hellfarbig gemustert, mit Besätzen von Straßschnallen und Knöpfen, mit aufgenäljten Taschen, in denen die Taschentücher stecken, die außer ernem handfesten Hohlsaum heuer keine andere Verzierung auf-

, Man achte darauf, daO jeder Würfel auf der Umhüllung den Namen MAGGI u. die Schutzmarke (Kreuzslern) trägt