kr.
Zwertes Matt Jahrgang
Freitag 4. Oktober IW
Erscheint tügttch mit Ausnahme deS Sonntags.
Die „(Mehener FamiliendlStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krctsblott für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Der„hesstfche Landwirt" erscheint monatlich einmal.
General-Anzeiger für Gberheffen
ll
I
RolattonSdruck und Vertag der BrühNche» UntoersitätS - Buch- und Sreindruckerei.
R. Lange, Ließen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuld straße 7. Expedition und Vertag i bL Redaktion: LEI 12. TeU-Adr.: rln-etgerGteßen.
Deutsches Nesctz.
B e r l i n , 3. Okt. Das deutsche Kaiserpaar trifft i 20. d. M. auf der Rückreise Von London an Vord r uaiserj^cht in Vl: ssingcn ein, wo ein holländisches schwade: zur Begrüßung anwesend sein wird. Bon isjingen begibt sich das Kaiserpaar nach den: Haag, wird ut einen Tag verweilen und noch am selben Abend : Rückreise nach Berlin antreten. Wie bereits gemeldet, ndelt es sich um einen einfachen Höflichkeitsbesuch.
— Der Minister des Innern hat die ,Verwaltungshörden ersucht, bei den ihrer Aufsicht unterstellten Kom- iimwehördcn darauf hinzuwirken, daß bei der Verdung kommunaler Lieferungen und A r - ite n nach Möglichkeit die H an d w e r ks v e r ei n i- ngen (Jnnun-en, Genossenschaften) zugelassen und eücksichtigt werden. Begründet ist diese Anordnung mit v Rücksicht auf die große Bedeutung, die der Erhalt ng eines leistungsfähigen Handwerkerstandes vom Staate igelegt werden muß.
— Dem Vernehmen der „Berl. Pol. Nachr." zufolge l in dec Novelle über die Gewerbeordnung, : den: Bundesrate zur Beratung vorliegt, auch die Gleich-* .lung der Arbeitsverhältnisse der Vetriebsbeamten, Werk- nsier und Techniker mit den Handlungsgehilfen ange- ebt werden.
— Wie die „Voss. Ztg." hört, werden in nächster Zeit n dem zustä!'.digen Ministerium neueBestimmungen .assen, die das Prostitutionswesen betreffen. Sie zwecken die einschlägigen Bestimmungen des Reichs- ,e^es und des preußischen Gesetzes über übertragbare antheiten den in Betracht kommenden Verwaltungs- Hörden praktisch nutzbar zu machen.
— Ten Berliner Morgenblättern zufolge war am Oktober Termin angejetzt vor dem Amtsgericht Berlin the jür die Privatklagc des früheren Kolo- alb e amten Wistuba gegen die Redakteure der deutsch. Ztg." Eichler und Petrenz. Der Termin wurde sgehoben, weil von dem Privatkläger ein Krankheitsattest :gelaufen war, seine persönliche Anwesenheit aber als twendig erscheint.
Dortmund, 3. Okt. Der Oberkirchenrat hat ti Einspruch gegen die Wahl des Pfarrers Götz für die sige Reynoloi-Gemeinde zurückgewiesen.
Osnabrück, 3. Okt. Aus Anlaß des 80. Geburts- 3ty des Staatsministers Frhrn. v. H ammerstein- ixten sandten der Kaiser, der Reichskanzler sowie ver- iebene Fürstlichkeiten herzliche Glückwunschtelegramme, r Kaiser dankte Frhrn. v. Hammerstein für die ihm .eisleten ausgezeichneten Dienste. In Loxten sand ein ckelzug statt.
Leipzig, 3. Okt. Die sächsische evangelisch- z i a l e Bereinigung richtete eine Eingabe an den Reichs- 3 und den sächsischen Landtag, worin um die Auf- b u n g des Fortbildur:gsschulunterrichts an o n n t a g e n gebeten wird.
München, 3. Okt. Anfang November, also vor der glandreije, wird der Kaiser beim Fürsten von Fürsten- B in Donaueschingen zur Fuchsjagd erwartet.________
Enthüllung eines Denkmals für Bennigsen.
Hannover, 3. Okt. Nie Enthüllung des D e n k- als für Rudolf v. Bennigsen fand heute mittag ter zahlreicher Beteiligung von hervorragenden Ver- tern der nativnalliberalen Partei aus allen Teilen utschlands statt. An der Feier nahmen auch die Ver- -ter des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten, oie d:e Mitglieder der Familie Bennigsen teil. Reichs- i.'lec Fürst Bülow hatte ein Telegramm gesandt, worin Bennigsen als einen großen Deutschen und als Vorbild o Mahnung für die heutige Zeit bezeichnete. Bei der thüllnugSfeier hielt Wirkl. Geh. Rat Dr. ^uerf^m^:^aI:U*' he die Festrede, worin er ein Lebensbild Bennigsens gab.
rrolottialpost.
Berlin, 3. Okt. Der den Staatssekretär Bernburg f seiner Reise biircy Dcutsch-Ostafritä begleitende Kom- rzwnrat x,: 11) hat in der Gegend von Äilossa ungefähr ) 000 Hektar Land belegt, aus dem vorzugsweise Baum- lle, dann aber auch Sisal und Kautschuk gebaut werden l. Bei dem gesamten Unternehmen sollen keine Aus- lder Beschädigung finden, sondern nur Deutsche ange- .lt werden. Herr Otto geht der Deutsch-Ostasritanischen ilung zufolge mit oem Plan um, 10(J—150 Ackerbauer- d Spinnere^arbeiierfanlilien herauszubringen, um sie an- iedeln.
Marokko.
Paris, 3. Okt. Wie aus Madrid hierher telegraphiert ,d, verösieutlicht der „Jrnparcial" eine Unterredung mir dem laschen Geichäjlöträger in 5Rarokko, Herrn Laveria, der lächst mitteilie, daß er sich mit seinem ganzen Gesandlschafts- sonal auf einem spanischen Kriegsschiff einschiffen und nach .bat fahren werde, um dem Sultan Abdul Asis die schenke des Königs Alfons, unter denen sich auch t kostbare Schimmel befinden, zu überbringen. Laveria gelt sich ein i ganzen Monat in Rabat aufzuhalten. Seme sfion sci vollständig unabhängig von der Reg- u l t s , er werde dem Sultan die verschiedenen Forderungen aiieirs rortragen und u. a. auch die Anerkennung der span. Re auf Santa Erux de Mar-Pequena tierlangeit. Laveria ]L, luic er zum Schlüsse sagt, gleichzeitig mit Regnäult in bat einzulrefsLN. Doch hat der französische Vertreter insofern en Vorsprung, als er vom Sultan zur Aiidienz bereits eingeladen iuoßi<3cn Laoeria sich erst um eine solche Einladung bewerben
Zwischen dem General Drude und dem Befehlshaber spanischen Kontingents in Easablanca ist es zu cm offenen Konflikt gekommen. Die Spanier erheben sprach darauf, den Polizeiüienst auch außerhalb der Stadt versahen, doeg kampieren dort die französifctMl Truppen, und .en: hat General Drude die Absicht, die französische.Gewalt auf
die ganze Umgebung der Stadt auszudehnen. Hiergegen verwahren sich aber die Spanier, und da ihr Kommandeur mit seinen Vorstellungen nicht durchdringen konnte, so entsandte er einen seiner Offiziere m't einer Vefchwerde nach Madrid.
Tanger, 3. Okt. Aus Rabat wird berichtet, daß große Vorkehrungen zum Empfange des sranzöfischm Gesandteli getroffen werden. Tie Abreise des Gesandten sindet wahrscheinlich ani Sonntag statt. Die Finanzlage des Sultans verschlechtert sich täglich. Abdul Asis wird gezwungen sein, eine bedeutende Anleihe aufzunehmen, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können, umsoniehr, als mehrere Gläu^ biger dringend die Rückgabe ihres Borschusses verlangen.
Die Früchte des ?rutimilrLarismus in Frankreich.
Paris, 3. Okt. Fn Rennes wurden am Sonntag abend ein Major und ein Leutnant auf dem Heiurwege vom Bahnhof vonzweibctrunkencn Soldaten insultiert. Eine Anzahl Zivilisten nahm Partei für die Soldaten und verhalf diesen zirr Flucht, so daß bisher nur ein-r von ihnen anssrndigi gemacht werden konnte. — In Caön weigerte sich ein Land- wehrlentnant nam?ns Raoul Biville, Professor der Rechte an der Universität von Caön, aus Befehl deö Hauptnranns die Fahne des Regiments zu tragen. Die Ärckunst deS eintrcffend-el: Fahnenträ-erS bereitete der peinlichen Szene ein Emde. Ein? Untersuchung ist eingeleitet.
Aus DlaM uud Land.
Gießen, 4. Ott. 1907.
** Die Kanalg sbühren-Ordnung ist in der gestrigen Stadtverordneten-Gersamr.Aung im wesentlichen nach dem von den vereinigten Kommissionen gutgeheißenen Vorschlag des Ob'^bürgermeisters angenommen worden, der die Erhebung einer dauernden Gebühr von den Besitzern der angeschlojsenen Grundstücke vorsieht. Während der Vorschlag diese Gebühr in einer Höhe erhoben haben wollte, die etwa drei Viertel der gesamten Kanalbaukosten ergeben hätte, sieht die nunmehr angenommene Gebührenordnung die Erhebung von zwei Dritteln vor. Der Rest ist auf die allgemeinen Stenern auszuschlagen. Die den Hansbesitzern zur Last sattende Summe beträgt 162 000 Mark, also 35 000 Mark wejüger als früher von den Mietern bezw. Grundstücksbenuhern erhoben vaerden sollte. Der Vorschlag der Bürgermeisterei sah die E ,Hebung von 177 000 Mark von den Hausbesitzern vor. Es sollten von jedem Quadratmeter an die Kanalisation cLNge,ch-losse- ner Grundfläche 2i/g Pfg. und außerdem 2 vom Tausend Brandversicherungskapital erhoben werden. Durch den gestrigen Beschluß wi'r.de der Einheitssatz für den Quadratmeter Grrmdfläche aus 1% Pfg. ermäßigt. Die Ermäßigung gerade dieses Satzes ist insofern zu begrüßen, als babitrd) die großen Gärten entlastet werben, deren Erhaltung aus gesunbhe-itlichen Gründen im Interesse der Allgemeinheit liegt. Die durch Steuern auszubringenbe Summe beträgt etwas über 73 000 Mark, wahrend der Vorschlag der Bürgermeisterei 58 000 Mk. vorsah. Es entspricht dies einem Steuerzuschlag von 9i/2 Prozent (nach dem Ergebnis der Veranlagung für das laufende Steuerjahr). Die neue Gebührenordnung schafft klare Verhältnisse und wird wohl auf allen Seiten mit Befriedigung ausgenommen werden. Sie ermöglicht die Verteilung der Gebühr auf die einzelnen Mieter nach Maßgabe ihrer Wohnungsmiete, gegen die wohl kein einsichtiger Mieter etwas haben wird. An der Bestätigung dieser Gebührenordnung ist wohl kaum zu zweifeln.
** Der neue igeordnete. In der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten wurde Ge- richtsassessor Karl Ke l 0e r ans Mainz zum besoldeten Beigeordneten gewählt. Keller ist am 5. Mai 1879 in Mainz als Sohn des jetzt verstorbenen Direktors der höheren Mädchenschule geboren. Nach dem Bosuch des Mainzer Gymnasiums studierte er hier Rechtswissenschaft und war dünn am hiesigen Anttsgericht, am Landgericht und Kreisamt tätig, verbrachte also seine ganze Vorbercitungszeit hier. Im Herbst 1905 machte ec sein Staatsexamen, um dann von Januar bis Ende Juli 1906 auf dec Bürgermeisterei Gießen zu arbeiten. Während dieser Zeit erwarb er sich den Rus eines kenntnisreichen Juristen, der sich zugleich für den kommunalen Verwaltungsdienst recht gut eignet. Hierauf trat Herr SfeHer wieder in den Staatsdienst zurück; zurzeit versieht er die Geschäfte eines Slaatsanivatts am Landgericht in Mainz. Außer seiner hier wohnenden Mutter besitzt er hier keine Verrvanüte. Sein Amtsantritt ist noch nicht bestimmt, da der Zeitpurrkt des Weggan.ges von Beig. Eurschmann noch nicht feststeht. Möge dem neuen Beigeordneten eine recht ersprießliche Tätigreit zu 9ttrtz und Frommen der Stadt bes-chieden sein. — Außer Herrn Keller kam hauptsächlich Rechtsanwalt Kaufmann für die Beigeordnetenstelle in Betracht.
** Vo m Großh. Hof. S. K. K. der GroLh-erzog werden der am Montag, 7. Oktober/11 Uhr vormittags, in Karlsruhe stattfindenden Beisetzung 'des Groß Herzogs von Baden beiwohnen und am Montag früh in Begleitung des Generaladjutanten v. Wachter, sowie des Hosmarjchalls Freiberru v. Ungern-Sternberg in Karlsruhe eintressen. Die Rückkehr nach Jagdschloß ^lfsgorten erfolgt nach Beendigung der Trauer feierlich keiten am Montag abend. Prinz Heinrich von Preußen, der zurzeit zu Besuch in Wolfsgarten weilt, wird am Montag mit dem Gcoßherzog zu den Beisetzungsfeieckchkeiten nach Karlsruhe sahren. In Begleitung werden sein: der Ho-srnarschall Frhr. von Seckendorfs und der persönliche Adjutant Mrvetten- kapitän von Egidy.
** In Audienz empfangerr wurde vor: S. K'. H. den: Groß Herzog am Mittwoch u. a. Baurat B^ck e r von Gießen uub Pfarrer Schmalz von Beuern bei G'wßeu.
** Ordensverleihungen. S. K. H. der G r"o ß- herzog haben dem Generaln:ajor v. Lindenau, Kommandeur der 76. Jnsanteriebrigabe, seither Kommandeur des Jnfanteric-Negrments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, das Komturkreuz 2. Kl. des Verbrenstordens Philipps des Großnmtigen verliehen. — Der König von Preußen hcrt nachsolgenbe Orden verliehen: Dem.Ge
neral der Infanterie v. Eichhorn, kcmrmanoierenoem General des 18. Armeekorps, imö Grotzkreuz des Roten Ablewrdens mit Eichenlaub, dem Generalleutnant von Strantz, Komurnnheur der G. ss. (25.) DÄtzision, bei: Stern zum Roten Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub', dem GLneratmaj'or v. Dietleill, Kommandeur der 50.
terie-Brigade (2. Großh. Hess.), und dem okn er al major Kettler, Kommandanten von Mainz, bei: Roten. Adler- oroen 2. Kl. r.üt Eicheiilaub, döm OderWeutnant o. G-e l- b er::-Crispendorf, Kommandeur des 2. Großh. Hess. Füo- artillecie-Regts. Nr. 61 den Königlichen Kronei-wrden 3. Kl., dem Oberleutnant v. Schröter in: Leibgarbe-'Injen^rke- Negt. (1. Großl> .Hess.) sJtr. 115, dem -Oberleutnant Po l y im Jnsanterie-Regiinent Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 bei: Königlichen Kronenorden 4. Klasse.
** Die Oberlehrer au der höherei: und er- iv e i t e r te n Mädchenschule erhalten laut Beschluß der gestrigen Stadtvervronetensitzung einen Wohnniigs- ge 1 dzuschuß in derftckben .Höhe wie ihre Kollegen an den (Staatenttatten (8 Proz. des Gehalts).
** Die Ziehungslisten der preußischen Klassenlotterie werden von der nächsten Ziehnng an wieder ungekürzt veröffentlicht.
** Ein Seminar für Städtebau. Auf Antrag der Professoren Genzmer und Brix hat cher Kultusminister die versuchsweise Einrichtung eines S-eminars sü r S t äd t e bau an der Technischen Hochschirle in Berlin zu Beginn d:S Wintersemesters 1907/08 genehmigt. Der von den genam:ten Professors: zu erteilende Unterricht wird bestehen: 1. in einem drei Wocheustunüen unlfasjen- ben Sommer- uno Winterkursus für cic Bearbeitung von Stadt- und Ortsbebauungsplärlen aus praktischer Grundlage, 2. in einem ebenfalls in jedem Semester cwzuhaltLn-f den Vortragszyklus über ausgewählte Kapitel des angewandten Staotebans. Prof. Feiix Genzmer, früher Baurat in Wiesbaden, ist seit 1903 Geheimrat Pros. Jacobsthals, Nachfolger an der Berliner Technischen Hochschule. Sein Lehrgeotet umfaßt „Künstlerischeii Städtebau und Verwandtes" uno „Färbcge Dekorationen". Er ist auch Architekt der Königlichen Theater. Der Stadibanrat a. d. Brix, früher Direktor oer Allgemeinen Stäotcreinigungs-Gesell- fchajt, übernahm im Juni 1904 die an der Berliner Tecl)- nischeu Hochschule ncugcschaffene Professur für „Sckldtijchen Tiefbau, einschließlich Stratzenbahnen, Bebaum:gspi.cu:e vom Standpunkte des Ingenieurs und Bc- und Erttioasserung der Städte."
** Aus de m Bureau des Stadttheaters. Die heutige Vorstellung von „N o r d i s ch e Heerfahrt ist in den 5^auptrollen mit den Herren Bakof, Weingärtner, Goll, Roden und den Damen Achterberg und Ormont besetzt. Ibsens tvuchtigem Werke ist die sorgfältigste Vorbereitung zuteil geworben unb b:2 gestrige Generalprobe mit Kostüme:: und Tetorationcn gab die Zuversicht, dast eine durchaus abgerundete Ausführung zu erwarten steht.
** D i e K a r t o f f e l e r n t e ist in vollem Gang, das Wetter war bisher für das Einernten recht günstig. Auf den Feldern sieht man täglich ganze Scharen von fleißigen Arbeitern unb die Säcke bilden lange Reihen auf den Aeckern. Der Schaden, den die Feldmäuse angerichtet haben, ist in Bezug auf die Kartoffelernte nicht jo groß, als man anfangs glaubte, obwohl die Büsche oft voll--: ständig losgewühlt und viele Knollen ausgenagt sind. .Von den zahlreichen Sorten sind die verbreitetsten und besten: Ruhm von Hayer, Up the tide, Professor Wottmann, Industrie und vor allem die beliebte Magnnm bvnum. Die. Eri:te fällt so reichlich aus, daß die Keller der Landwirte; nicht ausreichen. Sie suchen deshalb möglichst rasch ab-, zusetzcn oder machen Lager in leeren Ställen und Schuppen: Bei den jetzigen hohen Brot- und Fleischprcisen ist ess weingstens für den kleinen Mann ein Trost, daß die Kartoffel, dieses unentbehrliche Volksnahrungsmittel, vesht billig ist. Das Malter oder der Doppelzentner Speisen kartofsel kostet je nach der Sorte 3.50 Mk., 3.80 Mk. biZ 4 Mk. Am höchster: im Preise stehen Wohl die sehr begehrten Magnum bonuin und Professor Wvltmanu. Bei weiterem^ guten Wetter dürfte die Kartoffelernte in acht Tagen beendet sein.
** Gieße nerVolkSbad. Jin Septbr. iviubcii 9702 Bäder verabreicht gegen 10 5GU im August 1907 und 8802 nn Seplbr. IS96 oder im Durchschnitt pro Tag 323 Bäder gegen 341 im August 1907 und 293 im September 1906. Der Besuch hat sich im eiuzeünn ivie folgt verteilt:
Schwlmurbad: 3776 Männer, darunter 868 zu 10 Psg^
„ 1639 Frauen, „ 356 „ 10 ,
Wailnenbäder 1. Klasse 2ö9 Männer, 121 Frauen, „ 2. , 643 , 582
Brausebäder 1. Klasse 804 Männer, 129 Frauen, „ 2. „ 1386 , 225
Dampf- u. Heißlustbäder, sowie Diassage zus. 114 Männer, 24 Frauen. Die Personenwage ivurde von 260 Personen benutzt und das Bad von 6 Personen besichtigt.
? Reiskirchen, 3. Okt. Die Schüler Ludw. L a u n s - bach und Friedr. Schön von hier haben am 11. Februar 1907 einen sechsjährigen Knaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihnen von S. K. Hoheit dem Großheczog je eine Geldprämie verliehen worden.
sd. D a r m st a b t, 3. Okt. Ein Z n s a m in enstoß mit der Straßen b-a h n erfolgte hen-te abend durch das F«hr- tvert des Bäckermeisters Simmermacher in ber Heidelberger Streche. Das Pferd wivrde ßcjdjimft und mußte getötet werden. Dec Fuhrmann wurde verletzt.
R. B. D a r m st a d t, 3. Olt. DieStad^tverordue- t e n - V e r s a m m l u u g genehmigte heule vcrscyiebene Beträge für Verbesserung der WohlfahrtseiuriäMngen ut den stüdtifchcn Schulen. Zum Besten des Spracbheil- utlterrichts für stotternde Schüler der Votrsjchuleil wurde ein Betrag Von 400 Mark dewittigt und dtc Summe für den Betrieb der zahnärztlichen Poliklinik jür die Kinder der Volks- und Micttlschnlen von 3280 auf oluü Mark erhöht. Durch die Anstellung eütc^ weheren Mststenzzahnarzteb wird es ermöglicht, daß, dc-e Ktnocr


