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Drittes Blatt
157. Jahrgang
®rfd)ttni tägNch mit Ausnahme des Sonnys.
Vereins hessischer Zahnärzte, Zahnarzt
Ter Borfitzend
Konkursverfahren.
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undenen (Gebieten ergeben.
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Tr. Ko ch- Gieren, der auch die Versammlung zu Beginn begrübt hatte, shrach zum Schluß dem Redner herzlichen Lankaus.
im besonderen in geeig- Hessischer Zahnärzte hat
Dresden Köln Kassel Darmstadt Slraßburg Freiburg Wiesbaden Stuttgart Karlsruhe Mainz
Frankfurt, die
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besonders große
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Groß-Gerau wurde am- 15. Nov.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag 51. Redaktion. 112. Tel.-AdruAnzetgerGießen.
deutschen Kontingenten. Seither ist in Tfintau, wie in Westafrika ein Zahnarzt von der Reichsmilitärverwaltung angestellt. Nicht zuletzt erwächst aber auch den Krankenkassen und den I n v a l i d e n v c r s i ch e r it n g s a n ft a l t e n die Pflicht, mit allen Mitteln gegen diese Voltscrankheit anzukämpsen. Wenn hier des Nichtige geschieht, so werden wir einen erfolgreichen Kampf tämpsen im Interesse der Gesamthygienc unseres ganzen deutschen Volkes. — Mit der Hoffnung, daß auch hier in Gießen, das ja auch auf diesem- Geriet schon Aufwendungen gemacht habe durch Bestellung eines besonderen Schulzahnarztes, die Bekämpfung der Zah'.uranlheiten in der Schule weitere Fortschritte machen lrerde, schloß der Redner seine mit lebhaftem. Beifall ausgenommenen Ausführungen.
Samstag 30. November 1907
Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen nlt Unwersttäts - Buch- und Steindruckerei.
■ M R. Lange, Gießen.
LsttgeicruSL»
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel überniinmt die Redaktion dem 'Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
(Nachdruck verboten.)
Der Deainn der Theatervorstellungen.
Eine Vergleichung des Theaterbegmns bei einigen bekannten
3. Die Monopolisierung der Elektrizität, soweit sie rittels der Wasserkräfte in den Dienst des ganzen Volkes estellt wird, würde ein gewichtiges Korrelat gegen die Bestrebungen und Machenschaften des Ko hl e n s Y n d i ka t s nd die gleichen Bestrebungen des Großkapitalismus auf en mit dem Handel und dem Verbrauch der Kohle
im allgemeinen und die Zahnhygiene neter Weise aufklären. Der Verein
Die „eigener KamMendlÄter" werden dem .Vnzelger^ viermal wöchentlich bcigelegt, das ,,Krtisblett für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der..heffische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
n die Hände des Reichs gelegt würden. Ich denke mir, aß neben der Reichs-Monopolisierung der Kali- und Phvs- horsäureaewinnung ganz besonders die Gewinnung des u st st ici st ofsesm rttel sElektrizitätzu Düngewecken in naher Zukun ft durchaus Reichs- ache fein sollte, und daß das Reich gehalten sein mßte, diese Stoffe, soweit sie als Düngemittel in »etracht kommen, o H>N e w e s e n t l i ch e n Aufschlag aus ie eigenen Gestellungs kosteu, direkt an die Konsumenten, das ist also an die Landwirte, abzuführen.
Denn Hand in Hand mit der Verbilligung ec Düngemittel geht d i e Verbilligung der lerüor Bringung der Landesprod n kt e, geht ie Verbesserung der bäuerlichen Rein-Eiu- ahme, geht zu einem beträchtlichen Teile die Verbilligung der Lebenshaltung der großen Raffen.
2. Wie dem 19. Jahrhundert als Signatur die Dampf- caft gegeben war, so wird im 20. Jahrhundert die Elek- rizität eine das ganze Volksleben beeinflussende Stellung innehmen.
Es ist darum zu erwägen, daß alle Wasserkräfte ni Reich in den Händen dieses zu monopoli- ieren feien, und zwar in so naher Zeit, ehe es em Großkapitalismus gelingt, sie der Allgemeinheit zu ntziehen.
regelmäßig
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eröffnet. Rechts anwalt Scriba in Groß-Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konrursforderungen sind bis zum 30. Dez. bei dem Amtsgericht Groß-Gerau anzumelden. — lieber das Vermögen des Moritz Fle ck, Photograph in Mainz, Inhaber der Firma Hugo Thiele, photographische KUnstanstalt, wurde am 22. Nov. das Konkursverfahren eröffnet. Bureauvorsteher Page in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Kon- kursioruerungen find bis zum 28. Dez. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber den Nachlaß des Heinrich Härtling, früher Zimmermeister, zu Ginsheim, wurde am 25. Nov. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Meu- roth in Groß-Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 16. Dez. bei dem Amtsgericht Groß-Gerau anzumelden.
Nichts würde besser geeignet sein, .stacht der Syndikate und der Trusts iefen Wirtschaftsgebieten zu brechen, 'ie Monopolisierung der Wasserwerke, ait der Elektrizität in Reiches Hand.
Schließlich darf ich noch mitteilen, daß diese Gedanken,
ne zur gegeniüärtigeu Zeit die breite Oeffentlichkeit be- oegen, von mir schon iu früheren, schon vor zehn zahren entwickelt wurden, besonders in einem Anträge, •en ich im Großh. Hess. Landtage zu Darmstadt am 9. Fe- >ruar 1897 einbrachte, aber damals — nur gegen die Stim- nen der Sozialdemokraten — abgelehnt wurde. Der Antrag hatte folgenden Wortlaut: Antrag des Abgeordneten tzö hl er -Langsdorf, den Ankauf der Wasserrechte tm Gr o stier zog tum Hessen betreffend. .... -
Ich beantrage: „Es soll Prinzip sein, daß ede tm Lande zum Verkauf kommende Rühle, jede verkäufliche Wasserkraft vom e-taat mfgefauft und das dann zur Verfügung stehende Wa^er -ezw. die Wasserkraft je nach Umständen zur Erzeugung von Elettrizität von staatswegen ver- uenbet werde." . r
In der Begrüudu ug hierzu führte ich damals (1897) ms: „Tas nächste Jahrhundert wird unter dein Ze rchen ,er Elektrizität stehen, so wie dem ,etzt bald zum W-- schlujs« ae lau gen den 19. Jahrhundert die Dampfkrast als Signatur gegeben war. Ebenso aber wie am Ansang
F.e mvnopousterle Hientliziät.
Her r N cicftvtagSabgeor dn. K ö h l e r. L a n g s d o r l brckte uns von Berlin, Reichstag, die fol - rnde Abhandlung, die wir wegen des afigcineincn rtcresses des barm behandelten Oöcgenstanbes wiedcrgebcn, ohne shalb nut allen Ausführungen einverstanden zu fein.
Unter obiger Aufschrift bringt das „Berliner Tagest" tn seiner Nr. 593 vom 22. Nov. 1907 einen Artikel, dem von ber Einrichtung eines Elektrizitäts- onopols für das Reich gehandelt unb der Ge- mke besonders als Grund einer neuen Steuerquelle an Schluß „radikal abge wiese n" wird. Es ist in ejem Aussatz auch einer Aeußerung des Prof. Schmoller . folgender Meise Erwähnung getan:
„Herr Professor Schmoller äußerte sich zu einem unserer Mitarbeiter dahin, daß sich ein Elektrizitätsmon o- ol wohl verwirklichen lasse. Leicht sei das rrangement allerdings nicht. Insbesondere gehöre zur urchsührung und Rettung eines solchen Rieseiiuntemeh- ons ein kaufmännisches Genie, das aus dem olze Dernburgs geschnitzt sein und mit Energie und elbewußt Vorgehen müßte. Vom juristischen Stand- rnkte ließe sich vorläufig nicht viel sagen: wenn der eichstag zu dem Monopol feine Zustimmung ibt, dann ist die Angelegenheit eben er- : b i g t- Das gewaltige Heer der Arbeiter, das jetzt in r deutschen elektrischen Industrie tätig ist, könnte durch e Umwandlung nur Vorteile haben, denn der Staat würde jne Zweifel sämtliche Arbeiter mindestens zu den bis- irigen Löhnen mit übernehmen. Für den größten Teil r Arbeiter bedeute die ''Nonopolisierung nur einen irmenwechsel. Jedenfalls aber würde ein Eliktrizi- -tsmonopol hohe Einnahmen bringen."
Nicht allein aus dem zuletzt angeführten Grunde der bettenden Verbesser un g' unf er er Reichsfinan - en aber hätte das Elektrizitätsmouopol nach meiner es Unterzeichneten) Meinung einen ausnehmend hohen tert, sondern fast noch mehr in den folgenden Hinsichten:
1. Es ist bekannt, daß die Chili-^ilpeterlager in 20 .s 30 Jahren völlig abgebaut fein werden und die Land- irtschast alsdann in der Hauptsache entweder nur noch if die nicht zureichende Ammoniakgewinnung ber ümischen und vielleicht auch einiger ausländischer Faulen ober die neuerdings aufgekommene Industrie der ewinnung des Luftstickstoffs mittels der Elektrizi- rt zu Düngezwecken angewiesen sein wird.
Angesichts nun der unablässigen Agitation der Linken, sonders der Sozialdemokratie, unter dem Geschrei von ebensmittelverteuerung, von Brot- und l e i s ch w u ch e r, sollte m. E. unserseits, d. h. insbesondere itens des Bundes der Landwirte, mehr als seither noch ihin gewirkt werden, daß die Grundlagen für die erwehrte Hervorbringung von Lebensmit- etn, das ist die Produktion der künstlichen Düngemittel
des gegenwärtigen Jahrt'Un^erts, )o fajci , , , der burcautrat. Staat sich den Fortschritten der Wissenschaft gegenüber teilnahmlos verhalten zu wollen. Wie er es damals ruhig gewähren ließ, daß die Geldmänner durch Anlage von Eisenbahnen sich Millionen und aber Millionen in die eigene Tasche spielten, dabei noch unterstützt durch Zinsgarantien, so scheint er auch diesmal wieder, und ganz ebenfo ohne alles Verständnis, ohne Voraussicht der Dinge, die da sicher kommen werden, der allgemeinen Einführung der Elektrizität in den Dienst der Völker, gegenüb er treten, und abwarten zu wollen, bis der Geldleute Säckel gefüllt ist. Dann mag wieder — wie heute bei der Verstaatlichung der Eisenbahnen — die Verstaatlich ungderElektrizitätserzeugung, dann aber unter unaussprechlichem Kostenaufwand für den Staat
deutschen Theaterslädteu ergibt Folgendes^ Heinere erntete
die Wichtigkeit dieses Punktes erkannt und deshalb bei Gelegenheit der Eröffnung der Darmstädter Schulzahnklinik vor fünf Jahren ein Preisausschreiben erlassen, um geeignete Aufsätze für die Lesebücher der Vostkssch ulen und höheren Schulen zu erhalten. Der Erfolg dieses Preisausschreibens liegt nunmehr vor. Es sind eine Reihe vorzüglicher Aufsätze, die vom Verein hessischer Zahnärzte bezogen werden können. Schon vor länger als zehn Jahren habe ich die Behandlung der Volksschulkindcr angeregt. Die mit Unterstützung der Stadtverwaltung Darmstadt, des Vereins hessischer Zahnärzte sowie die pekuniäre Unterstützung der Firma Kvsmodontgesellichaft^Kol- berg begründete Schulzahnklinik in Darmstadt und die der Stadt Straßburg sind die ersten derartigen! Institute gewesen. Seit dieser Zeit sind weitere noch 'gegründet worden in Ulm, Kalmar, Mühlhauseni. Els. und in zirka -10 weiteren deutschen Städten, ober ihre Gründung ist geplant. Unsere Darmstädtir Schulzahnklinik hat während der Zeit ihres Bestehens in über zirka 10 000 Konsultationen etwa 4—5000 Kinder behandelt! Leider ist der Betrieb dieser inbezug auf ihre Anlage und Einrichtung mustergültigen Anstalt noch nicht so durchgeführt, wie es der Vortragende feit Jahren für unerläßlich hält und bei der Stadtverwaltung beantragt hat. Die augenblicklich fchwebenden Verhandlungen lasten aber eine sachgemäße Einrichtung des Betriebes für die nächste Zeit erhoffen. Was nun die Köst en einer solchen Einrichtung betrifft, so mögen diese ja manchem für den ersten Augenblick hoch erscheinen. Bedenkt man aber, daß der Staat und die Kommunen einerseits die Kinder zwingen, auf einen verhältnismäßig geringen Raum beim Unterricht sich zu- sammenzuschließenBedenkt man ferner, wie durch dieses enge Zusammensein auf längere Stunden täglich die Gefahren der Ansteckung durch alle möglichen Krankheiten überaus große sind — fchon bei normalen Gebiffen. Wievielmehr müssen diese Jnsektionsstoffe erst verbreitet werden bei dem uns bekannten Znstand der Zähne der Kinder? Wieviele Lehrer erkranken jährlich allein an Tuberkulose! Und wieviel empfänglicher als Erwachsene find gerade die Kinder für diese Geißel der Neensch- heit! Wie gar viele Menschen haben sich wohl den ersten Keim ihres späteren Siechtums schon in ber Schule gchplt? Welck>e Summe von Kummer, Krankheit und Sorge wird aho vermieden, wenn gerade durch btic Schulzahnkliniken die Aufmerstamkeit auf die Zahnpflege und damit auch auf die allgemeine Körperpflege geweckt und gefördert wird? Es möge dabei noch erinnert werden, daß zirka 80 000 Menfchen jährlich in Deutschland an der Tuberkulose sterben. Eine richtig eingerichtete und geleitete Schulzahnklinik ist aber ein wichtiges Hilfsmittel zur Bekämpfung der Tntzerkulofe, D i pH t h e r i t iS und an* derer Bo lks krau kheit en. Der Staat und die Kommunen haben daher — wenn sie einen Schulzwang ausüben — auch die Pflicht, die dadurch herbeigeführten Gefahren aufs geringste Maß durch geeignete Einrichtungen zu beschränken. Und dann, ein Kind mit Zahnschmerzen ist doch auch — noch weniger wie ein
Mein Vorschlag geht dahin:
Negeluiäßiger Thealerbeginn an Werktagen um 7 Uhr. Stücke, deren Dauer 23/4 Stunden nicht überschreiten, beginnen um h,8 Uhr.
DaS scheint nur der goldene Mittelweg zu fein 1
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Stadt des GeschäststebenS par excellence, läßt sein Schauspiel um 7, die Oper je nach Größe znoischen 6 und 8 Uhr beginnen. Die Durchschmttsnorm bilde! also der 7 Uhr-Aniang, bei Heineren Stücken ^8 Uhr. Es ist znzugeben, daß em Teil des im Geschäftsleben stehenden Publikums um 7 U()t schwer abkömmlich ist — wie viele tonnen sich gar erfl nach 8 Uhr ireimachen! Aber allen gerecht zu werden, ist ein Unding. Ter letzige spätere Beginn unseres neuen Theaters, das ja auch erireulicheriveise bereits einige 7 Uhr-Vorstellungen hat, mag einer geivissen Anzahl uou zumeist jüngeren Leuten die Plöglichteit des Theaterbesuchs bieten. Aber es sprechen sanitäre und familiäre Gründe bei einer großen Zahl der Theaterbesncher gegen d e u 8 - U h r - B e g i n n und das damit naturgemäß verbundene späte Ende des Theaters, ^tnch für das Theater-Person al endet das Theater jetzt dnrchsel)nittllch zu spät; mau kann eine halbe Stunde dem für die Besucher des Theaters sich gcbeiibeit Ende hmzurechnen. Des Theater- mitgliedes Arbeit aber ist — man dar, es getrost sagen — ivohl kaum jemals zuvor derartig angespannt gewesen, wie jetzt nn neuenHause. Es iviib viel und künstlerisch gearbeitet und em Plus ist kaum möglich, es wäre Raubbau. Das technische Personal muß fchon in frühester Piorgenslunde seinen Dienst muteten; es kann häufig erst um '/,12'llhr nachts sein Abendbrot essen und zur notigen Ruhe kommen. Sozialpolitik ist heute die Losung, Verkürzung der Arbeitszeit.
Der Beruf des Künstlers tft, entgegen der opinio communis, kein leichter. Körper und Geist reibt er frühzeitig am. Will man Kunstwerke zeitigen, muß mau seine Scharen frisch und freudig erhalten.
Kandel.
** o n t u r f e inHessen. lieber ben Nachlaß bes Georg ,H o tz I zu Fränkis ch-C r u m b a ch wurde am 14. Nov. das Kvukursverfahren eröffnet. Reckusapwalt Amend in Reinheim ruutje zum Konlupsoerwalter ernannt. Konturssordetungen sind bis zuuv 6. Dez. bei« dem Amtsgericht Reinheim anzumelden. — lieber das Vermögen des Sägewerksbefitzers Karl van Seit* r o o i) in Merkenfritz wurde am 12. Nov. das Konkursverfahren eröffnet. Sicntner Albert Söhnge in Ortenberg wurde zum Konkursverwalter, ernannt. Konkurssoroerungen lind bis zum 4. Dez. bei dem Amtsgericht Or.enberg anzumelden. — Heber das Vermögen des Bäckermeisters Georg Walz zu
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sicher in jeder Lage tragbar — schreibt -
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int auch jetzt wieder Erwachfencr — unfähig zu geilttgcr Arbeit! Der Unterricht - --- <- - - _c, leidet not durch diele fortwährend zahnleidenbe Kinderfchar.
Schulrat Mootz-Straßburg wie auch die Lehrer der Darmstädter Stadtschulen bestätigen, daß die Summe der durch Zahnkrankheiten versäumten Schulstunden, sowie die Störungen des Unterrichtes selbst seit Errichtung ber Schulzahnkliniken geringer geworden sind. Tie Heranwachsende Generation zu kräftigen Menschen zu erziehen — körperlich und geistig —, muß eine l^he Aufgabe für alle Patrioten fein. 20 Prozent aller Mil'.täruntaug- lichen tietoanfcn ihrer Untauglichleit der Zahnlaries! Hierauf führte der Redner die Schulzahnklinik in Darmstadt im Bude vor und fuhr dann fort: An die Behandlung der Schulkinder muß sich aber eine solche der Fo r t b i l d u n g s s ch ü l e r anschließen. Tie Armee muß für M i l i t ä r z a h n ä r z t e Sorge tragen. Es besteht die Auslicht, daß in einigen Fahren diese Forderung der Militärsanitätsverwaltung erfüllt wird. Tie Deutsche Armec- Venvaltung war bei der Ostasiatischen Expedition die erste von allen Staaten, die auf Veranlassung des Bereinsbundes Deutscher Zahnärzte einen Arnwezahnarzt mit nach China entsandte. Tie vorzüglichen Erfahrungen, die man mit dieser Einrichtung gemacht hat, sind anerkannt worden — besonders auch von den nicht-
heranrücken."
Vielleicht wenn es fast zu spat geworden sein wird, bemerke ich heute nach 10 Jahren dazu!
Ich meine, daß die verbündeten Regierungen schnell und zielbewußt und energisch handeln sollten, ehe es wieoer einmal zu spät geworben sein wirb.
Berlin, im Reichstage, den 27. Nov. 1907.
Köhler- Langsdorf.
Sie Aloiwelidigiielt ihr Zuhppfl.ge m Schuie und Kaus.
11.
Tie Wichtigkeit der Zahnpflege für das soziale Leben erklärt sich daher von selbst. Wenn man noch bedenkt, wie abstoßend ein Mund mit Zahnlücken auf unS wirkt, wie ein übelriechender Geruch aus der Mundhöhle uns mit Ekel und.Abscheu erfüllt! Wer würde bei ruhigem Erwägen einer Person mit solchen Mund- und Zahnverhültnissen das Zubereiten von Speisen oi^c die Pflege und Wertung seines Kindes anvertrauen?
Bei den von Röse geleiteten Erhebungen über die Verbreitung der Zahnverderbnis in Deutschland und )en angrenzenden Ländern beläuft sich die Zahl der Untersuchten auf etwa Vi Million Menschen (Kinder und Erwachsene). Nach diesen Untersuchungen schwankt die Zahl d.r an Zahnkaries erkrankten Kinder z. B. zwischen 72 bis 103 Prozent, die Durchschnittszahl der iriranlien Zähne in einem Munde zwischen 2,5 bis 12,6, der durchschnittlia-e Prozentsatz der kranken Zähne zu den gesunden zwischen 10,2 b^ 51,2 Prozent. Die Untersuchungen der Schulkinder und Heeres pflichtigen in Dresden z. B. ergaben das traurige Resultat, daß 97 Prozent ater Kinder und 98 Proz. aller Heerespslichtigen an kranken Zähnen litten. Aehnliche Ergebnisse hatten die von Herrn Professor Dr. Jessen, dem Direktor der städtischen Schulzahnklinik, durchgcführten Untersuchungen. Aber auch bei meinen Untersuchungen der Schulkinder und Soldaten des 115. Inf an teri ereg irnen ts in Darmstadt ergaben sich ähnliche Zahlen. 98, fast 99 Prozent aller Schulkinder hatten kranke Zähne! Und von 750 Soldaten, die doch ben gesündesten Teil unserer jungen ckNünner in sich vereinigen, hatten im ganzen 6 Leute, also noch nicht ein Prozent, gesunde Zähne. Von 24 000 Zähnen warm etwa 11 300 erkrankt!
Wenn aber die Kar.es der Zähne einerseits tatsächlich die verbreitetste VoUskrankheit ist, wenn sie, wie oben kurz aus^c- sührt, einen so weitgehenden Einfluß auf den Gesamwrganis- mus hat, so müssen wir uns fragen: Was kann zu ihrer Bekämpfung g e f che h c n ?
Ich möchte ais Antwort folgeirde Thesen aufstellen: 1. die Zahnpflege muß in frühestem KindesaUer bereits beginnen. 2. Das Milchzahngebiß muß etwa vom drckten Lebensjahr an durch den Zahnarzt untersucht, kranke Milchzähne möglilliu frühzeitig behandelt und gefüllt werden. 3. Diese Untersuchungen und Behandlungen ftnb während der eochuljahre fortzusetzen.
In allen Städten und LandbezirKn müssen Schulzahnkliniken cmu)tet werden, in denen die Kinder schon vor dem sechsten Lebens/ahre untersucht und behandelt werden. Wenn bann auch die Erfolge sich nicht augenblickUch in auffallendem Maße zeigen werden — in 15 bis 20 Jahren werden sie bestimmt im Etat der Krankenkassen usw. nachweisbar sein! — Tie Schule müßte die minder über die Wichtigkeit der Hygiene


