vollauf bewährt, denn die neue Duma besteht zu dreivierteln aus Mitgliedern der Rechten und Gemäßigten, während die Opposition sich dieses Mal nur mit einem Viertel begnügen muß. Ob diese neue Reichsduma mehr positive Arbeit zu leisten imstande ist, als ihre beiden Vorgängerinnen, das wird sich ja bald zeigen. In den Kreisen der Opposition bezweijelt man es und die revolutionären Elemente drohen wieder mit neuen Attentaten. Daß es keine teeren Drohungen sind, läßt die Ermordung des Ehest der Hauptge.ängnisverwaltung, Maximowitsch, erkennen. Was Hilsts, daß an den Attentätern rasche Justiz geübt wird. Tie Mitglieder der sogenannten Kampsesorganisation lassen ich durch Hinrichtungen doch nicht abjchrecken. Am 28. Okt. wurde Maximowitsch ermordet, am 29. Okt. trat das Kriegsgericht zusammen und schon am darausjolgenden Morgen war die jugendliche Mörderin hingerichtet. In der Gerichtsverhandlung antwortete sie nur mit spöttischem Lächeln. Lachend und mit einer spöttischen Verbeugung nahm sie ihr Todesurteil entgegen, lachend ging sie in den Tod. Wie unerträglich muß das Leben in einem Laude ,ein, daß der Tod so allen Schrecken verloren hat.
Au» StaSI und Land.
Gießen, 4. Nov. 1907.
**VomGroßh. Hofe. S. K. H. der Großherzog und Prinz Heinrich von P r e u ße n begaben sich am Freitag nachmittag im Auto nach Frankfurt. Abends besuchten die Herrschaften das Hoftheater. Der Prinz und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, sowie der Erbprinz und die Erbprmzessin von Sachsen-Meiningen waren n. d. Tarmst. Ztg. am Samstag bei der Mittagstafel zu Jagdschloß Wolssgarten anwesend.
** Vom Kaiser Wilhelm-Regiment. Nächsten Mittwoch findet die Vereidigung der Rekruten statt. Woraus
werde sich das alte Landgrasentor erheben, um dem Fürsten des Landes einen würdigen Eingang zu (einem Schloß zu bieten. In diesem Gießen werde es schön zu wohnen sein. Ferner danke er den erschienenen allen und jungen Soldaten, den Vertretern der Kriegervcreine und des Regiments. Ec könne, ivie sein gnädigster Herr, nur. wünschen, daß sich Gießen so weiter entwickeln möge, daß die jetzige Harmonie zwischen Garnison, Universität und Bürgerschaft weiter bestehen bleiben möge. Der Kaiser habe ihm erst am SamLtag wieder gesagt, er freue sich über die schöne Entw.ckelung, die Gießen genommen habe, und fest versprochen, daß er auch in Zukunft Gießen besuchen iverde. Dem Regiment aber wünsche er, daß eS der Stolz seines Landcsherrn, die Freude seines Chefs und ein Schiecken seiner Feinde sein möge, daß eS geachtet in der Siadt neben der Universität wirken möge für das, was unS allem am Herzen liegt, die Liebe zum Vaterland. Ec schloß dann seine Ansprache mit einem Hoch auf die glückliche Zukunft Gießens, der Ludoviciana und des herrlichen watddurchrauschten Obcrhcssens.
Overbürgermeister Mecum gedachte dann mit herzlichen Worten der Frau von Lmdcnau, die eS in gleicher Welse wie ihr Gemahl verstanden habe, sich die Verehrung und Sympathie dec gesamten Bürgerschaft 511 erwerben.
Das Mitglied des HasiiapräsidiumS, Postsekretär a. d. Mayer, dankte dem Scheidenden in herzlichen Worten für die Förderung der Kriegervcreine und ries ih»n ein herzliches „auf Wiedersehen" zu.
Auch diesen Rednern dankte General von Linde nar herzlich. Tie Kriegervereine dürften zu seinem Nachfolger dar Vertrauen haben, daß alles beim alten bleiben werde. Danr feierte er Gießens Frauen und Jungfrauen, die ein seltener Liebreiz umgebe, dec es erkläre, daß die Männer (0 gut seien. Er trank aus das Wohl der Frauen Gießens und ObcrhessenS.
Zum Schluß sprach noch Journalist W 0 h l m u t h im Auftrag der Fünfziger des vorigen Jahres, die die Freude hatten, den Obersten von Lindenau zu den ihrigen zählen zu können. Ec schloß mit einem Hoch auf die Familie von Lindenau. Nachdem der General auch ihm gedankt hatte, kam die Abschiedsstunde. Das wehmütige „Muß 1 denn" ertönte, und General von Lindenau verließ die Versammlung, um alsbcld nach seinem neuen Garnisonsort abzureisem
^oUtijcye Wochenschau. \
Gießen, 4. November. <
Wie zu erwarten war, hat Graf Moltke sich mit dem 1 Urteile des Schöffengerichts nicht zufrieden gegeben, das j in seinem B e le i d i g un g s p r 0 z e ß gegen Harden den Angeklagten freigesprochen hatte. Graf Moltke hat Berufung eingelegt, aber diese Berufung ist mittlerweile hinsällig geworden, denn nun hat die Staatsanwaltschaft sich der Angelegenheit angenommen. Sie ist hierbei, wie offiziös mitgeteilt wird, von folgenden Erwägungen ausgegangen: Wenn die öffentliche Anklagebehörde bisher die Strafverfolgung nicht übernommen hatte, so war das in der Hoffnung geschehen, daß vielleicht doch der ganze Prozeß vermieden werden würde. Nachdem jetzt aber der Privat- beleidigungsprozeß mit seinen peinlichen Begleitumständen doch stattgejunden hat und dem Grasen Moltke dabei anscheinend nicht genügend Gelegenheit zu seiner Rechtfertigung gegeben worden ist, so hält es die Staatsanwaltschaft für angemessen, eine völlige Aufklärung nach allen Seiten hecbeizusühren und deshalb in die Sache einzugreisen. Es beginnt nun, woraus besonders Gewicht zu legen ist, ein völlig neues Verfahren; zu welchem Ergebnis dies führen wird, steht noch dahin. Was die prozessuale Seite betrifft, so ist die Frage, ob die Staatsanwaltschaft in der Lage ist, ein völlig neues Verfahren einzuleiten, nachdem bereits das Schöffengericht durch Urteil gesprochen hat, sowohl in der Literatur als auch in der Praxis viel umstritten. Die in dem Archiv für Strafrecht niedergelegten Ansichten des Amtsgerichtsrats von Kujawa (über die Wirkungen der Uebernahme der Strafverfolgung seitens der Staatsanwaltschaft in dem Verfahren auf Erhebung der Privatklage, Jahrgang 49, Seite 10) und des Staatsanwalts Tittmann (zur Auslegung des § 17 Absatz 3 der Straf- Prozeßordnung, 52. Jahrgang, Seite 298) gehen dahin, daß die Staatsanwaltschaft nicht berechtigt ist, ein gänzlich neues Strafverfahren einzuleiten, nachdem bereits das Schöffengericht ein, wenn auch durch die Berufung angefochtenes Urteil gefällt hat. Dagegen steht die Staatsanwaltschaft auf dem Standpunkte des Reichsgerichts, das die Zulässigkeit dieses neuen Verfahrens durch mehrfache Entscheidungen ausgesprochen hat. Die Staatsanwaltschaft bezieht sich auf die Entscheidungen des Reichsgerichts in Strafsachen vom 13. März 1884, Band 10, S. 237 und auf das Erkenntnis vom 26. Februar 1897, Band 29, S. 422.
Am 28. Oktober hielt der Zentralverband deutscher Industrieller eine Delegiertenversammlung ab, die sich zu einer programmatischen Erklärung des in diesem Verbände vertretenen größten Teils der deutschen Industrie gestaltete und dadurch twch besondere Bedeutung gewann, daß die Minister v. Bethmann-Hollweg, Frhr. v. Rheinöaben und Delbrück an den Verhandlungen teilnahmen. Die im Zentralverband deutscher Industrieller vertretenen weiten Kreise der Industrie haben in ihrer Erklärung zwar scharfen Einspruch erhoben, durch zu weitgehende sozialpolitische Eingriffe die Ordnung in den Industriebetrieben zu gefährden und der Industrie Beengungen aufzuerlegen, die unnötig sind und nur ihrer Wettbewerbsfähigkeit mit dem Auslande erschweren; der Zentralverband deutscher Industrieller hat aber auch in weitem Umfange seine positive Mitwirkung zur Besserung sozialer Nöte den Verbündeten Regierungen zur Verfügungen gestellt, durch die Uebernahme eines weiteren Sechstels der gesamten Kassenbeiträge für die Krankenkassen, in der Erklärung, große neue Lasten für die Witwen- und Waisenversorgung der Arbeiter, für die Versicherung der Privatbeamten, die Entschädigung für die Beschränkungen der Angestellten durch die Konkurrenzklausel. Reichskanzler v. Bülow hat die Beschlüsse der Delegiertenversammlung des Zentralverbandes auch vollauf gewürdigt. In seinem Schreiben vom 29. Oktober an den Zentralverband deutscher Industrieller heißt es: „ES ist für mich von hohem Werte, wenn die Vertreter der industriellen Arbeitgeber sich so einmütig zu meinen Anschauungen über die Fortführung der Sozialpolitik bekennen. Die Bereitwilligkeit der Delegiertenversammulng zur lieber- nähme neuer Lasten auf diesem Gebiete beweist mir, daß die deutsche Industrie entschlossen ist, mit wachsenden materiellen Kräften auch in erweitertem Umfange an der Lösung sozialer Aufgaben mitzuwirken. Ich bin überzeugt, oaß solche Opserwilligkeit auch dazu beitragen wird, Ordnung tnb Autorität im Betriebe zu erhalten und zu starken.
Großes Aufsehen hat es erregt, daß der preußische Handelsminister Delbrück in seiner Rede beim Festessen der Industriellen sich in recht scharfen Worten gegen gewisse Ausführungen des Generaldirektors der «Mien- kircheuer Bergwerks-Aktiengesellschaft Kirdorf gewandt hat Kirdorf hatte sich auf einen extremen Herrenstandpunkt gegenüber den Arbeitern gestellt. Delbrück betonte dem gegenüber recht deutlich die Kameradschaft sur die Arbetter. Die Regierung teilt also nicht die A'-sch°uungen Kwdorfs, und diese werden wohl auch schwerlich die -d 9äreufiifd)c übrigen Industriellen gefunden haben. .Der preußs Handelsminister hat sich durch s--lne sre>mu gen Wo sicherlich viele neue Sympathien wertester Kreise «««ben.
An Rußland sind die Wahlen zur dritten Reichskuma nahez'u beendet und dre Regwrung kann mit den Wahlergebnissen rufrreden seur ~ ,
vom 3. Juli dieses Jahres hat sich rm Sinne der Regierung
$r. 259 ‘«et«» dufect Sonntag».
Dem Gießener Anzeiger »erben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen- dlätter viermal in bei Woche beigelegt und npeimnl wöchentlich das ßreisblaN für den Kreis Ziehen Ferniprech-An- ichlußi.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51
Die rLbschiedsseicr für General v. Lindenau, die am Freitag abend in der Turnhalle des Turnvereins ilattfanb, nahm einen sehr stimmungsvollen Verlauf. In Anbetracht der vielen gleichzeitig vor sich gehenden Veranstaltungen — Theater,.Gurlitt-Vortrag, Nordost-Versammlimg und Kolosseums-Programmwechsel war der Besuch gut zu nennen. Alle Kreise der Bevölkerung waren vertreten und legten jo Zeugnis ab, wie sehr Herr v. Lindenau in den gut 2 Jahren seines Hierseins sich bie Herzen Aller erobert hat. U. a. waren anwesend Ce. Magnifizenz Professor Dr. Leist mit de»u Prorektor Geh. Hofrat Professor Dr. Behaghel und zahlreichen Professoren, Provinzmldnektor Gehetmerat Tr. Breiderl, Negierungsrat Dr. Welckcr, Landgerichtspräsident Kullmann, Oberstaatsanwalt Theobald, Oberbürgermeister Mecum, Beig. Herzligenstaedt und zahlreiche Stadtverordnete. Pfarrer I). Schlosser usw. Tas Regiment war durch Oberst v. Müller, zahlreiche Offiziere und bie 12 Feldwebel vertreten. Auch die Krieger- und anderen Vereine, sowie die Fünfziger von 1856 hatten zahlreiche Vertreter entsandt.
Den Neigen der Trinksplüche eröffnete S. Magn. der Rektor Prof Dr. Leist. Dem Herrscher des Reiches und dem Fürsten des Landes galt seine Ansprache. Es fei, so führte er aus, nicht blos gute Sitte bei deutschen Männern, der Träger der Staaisgewalt zu gedenken, sondern ein Gebot des Herzens da, wo man sich mit der Person der Fürsten persönlich verknüpft fühlt. Hier ist dies der Fall, der Kaiser, der Ches unseres Regiments, weilte zweimal hier und wir wissen wohl, wem wir diese Ehre zu verdanken haben. Auch der Großherzog, dec erlauchte Rektor Magnifizentissimus weilt oft und gern hier. In ba§ auf Kaiser und Großherzog ausgebrachte Hurra ivurde lebhaft eingeitimmt.
Dann erhob sich Provinzialdirektor Geheipierat Dr. Breid e rt zur Abschiedsrede. Ec gedachte des ^Deutschen Reiches und derer, die es geschaffen und zu erhalten haben. Auf den Schlachtfeldern von 1870 wurde das Reich gegründet, jetzt muß dafür gesorgt werden, daß es harmonisch zusammen wachse und die einzelnen Teile sich innerlich finden und vereinen. Dankbar sei es deshalb anzuerkennen, wenn Männer zu uns geschickt werden, bie in richtiger Würdigung süddeutscher Wrt auch in Süddeutschland Verständnis für bie norddeutiche An verbreiten. General von Lindenau hat es wie keiner verstanden, dies zu tun und die Vorzüge der Norddeutichen und Süddeutschen in sympathischer Weise zu vermitteln. Jeder j0([ ein Soldat, hat er doch em seines Empfinden für die Wünsche und Bedürfnisse der bürgerlichen Kreise bewiesen und betätigt. Dem Tank dieser wolle er den Tank der Provinz Oberhessen hinzusügeu dafür, daß Herr von Lindenau vor dem Kaiser dem Lob der Provinz und ihrer Bewohner 10 beredten Ausdruck verliehen habe. Ihm und seiner Familie gelten untere guten Wünsche für die Ziikunft, wir sind überzeugt, dag er, was ihm das Leben auch noch großes und schönes bringen wird, Gießen und bie Herzen, die ihm hier schlagen, nicht
vergessen wird.
General von Lindenau sprach dann seinen herzlichen Dank ans für die Abschiedsworte, die man ihm gewidmet habe Was er actan habe, sei in erster Linie dem braven Regiment mbanfen" ba§ «kommandiert habe Bor allem bantt. er den Vertretern der Verwaltungs- und Jumzbehorben, lorote der Universität. Dnrch bas freiheitliche Zusannnenw.rken der Vertreter der Universität und des peeres erhob sich vor letzt 100 Jahren unser Vaterland aus seiner tieplen Erniedrigung. Mögen Universi äten und Armee für alle Zeiten so zusammen £en? Daß b.es m Gießen der Fall ist, bewe.lt d,e Dre,- Hundertjahrfeier der Ludoviciana. Wecker bankte bei Shibner d' n Vertretern bet Stabt und allen, die aus Korporationen -e. gekommen seinen. Er scheibe nicht gerne au, dem Herrlichen ivalbumrauschten Gießen, dieser Perle der deutschen ~anbe, wie es der Kaiser genannt habe. Er sehe nn Gelt e $on bas Gießen bet Zukunft, in dem bie Kaiserollee zwischen Ctabt unb Kaserne von einem Kronz hübscher Villen umgeben sei, bas mit seinen Vororten Wieseck ,mb Heuchelheim durch elektn che Bahnen verbunden märe und dessen Straßen hübsch planiert se ... Er sehe weiter bie alte Kaserne umgestaltet und an Stelle be^ allen Rentamtes einen hübschen Zugang zu ihr und gegenüber I,m) doch
geht vormittags 10 Uhr Gottesdienst.
** Auszeichnungen. S. Äi H. der Großherzog haben der Gehilfin und Stellvertreterin der Vorsteherrn des Alice-Hofpitals Schwester Emma Hallwachszu Darm- stadt und der Kranlenpftcgerin im Alice-Hospital Schwester Lina Jüngling zu Darmstadt das Silberne Dienstauszeichnungskreuz sür Krankenpflege verliehen.
** Lehre rpersonalien. Entlassen wurde der Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Bieberau Moritz K atz auf sein Nachsuchen aus dem Schuldienste.--Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Erzhausen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.
** Versammlungsfreiheit in Hessen. Dre Llbgeordneten Dr. Schmitt, Mollhan und Gen. (Zentrum) haben in der Zweiten Kammer folgende Interpellation eingebracht: „Was gedenkt Großh. Regierung zu tun, um unserem Lande — gegenüber der geplanten rerchSgesetzlrchen Regelung — die Vereins- und Vccsammlungsireihert ungeschmälert zu erhalten?"
"Die hessische Landeshhpothekenbankhat nach ihren unlängst bekannt gegebenen neuen Darlehns- bedingungen den Zinssatz für Hypothekendarlehen auf 41/4 Proz. festgesetzt.
** Die Universitäts - Augenklinik ist für die Vorlesungen der Studierenben heute eröffnet worden. Die offizielle Eröffnungsfeier wird später stattfinden.
** Reiner Bienenhonig. Auswärtige Blätter bringen nachstehenden Artikel: „Aechten reinen Bienenhonig" lieferten seit Jnhrcn die Eheleute Max Erlemvein aus /rirch-Brombach zu dem billigen Preise von 60 Pfg. an Privatkunoschnst und Geschäftsleute m ^rCnl[tai>ra; Ludwigshafen, Mannheim, Mainz, Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach, bis sich cherausstellre, dag das Zeug gechficht war uiid von Honig fast gar keine Spur hotte Ev ergab ftch, daß besonders die recht einfach uno bescheiden aus,ehende Frau, die von ihren zahlreichen Bienensto^en im Odenwald erzählte, in der letzten Zeit über 79 Zentner Kunsthonig zu 33 Pfg- gekauft und wieder abgesetzt hat. Belde Angeklagten wurden vom Schöffengericht in Höchst i. Oo. wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelge,etz. ui 2£nbeiraa)t oes groben Vertrauensmißbrauchs zu je 14 -tagen tn5nl?' sowie zu je 400 Mk. Geldstrafe verurteilt. — Auch tn Gießen wurde in früheren Juhren dieser Zuller-L>yrup im Hausierhandel als echter Bfinenhonig vertrieben. Dav Publikum ersieht hieraus, welches Zeug es für gutes Geld oft laust. Wer guten Dienenyonig kaufen will, der iveube I fich doch an das Depot des oberennajen Bienenzüchter-
Blatt 157. Jahrgang Montag 4. Rovemder iw?
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