Ausgabe 
24.12.1907 Erstes Blatt
 
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vermisst«.

Hör«e. 24. Dezember, 1.15 Uhr.

92.40

Berliner Börse, 24. Dezember.

Anfan^skurse.

Kran chen.

19270

115.00

19340

114.70

194.50

215.60

103.50

99.00

bis 12 Uhr zntreffen.

Dr. Ploch,

C&nada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: schwach.

4 Oy 4%

3 Zv

. 116.25

. 100.75

Ungar. Goldrente . .

Italien. Bente . . . Portugiesen Serie I .

. 153.00 . 125.25 . 225.90

133 00 . 169.60 . 187 00 . 197.80

. 81.90

.' 28 20 . 143.80

115.70

Frank für ter

Beichsnnleihe do.

Konsols . . .

do. ...

Hessen ...

Oberhesseu . .

hilf her größten Aufmerksamkeit gelesen. Als Gegengabe über­reiche ich Ihnen wunschgemäß meinen Vortrag, der seit gestern in Broschüremform vorliegt. Ihrem weiteren Wunsche, daß ich hir gegen Sie erhobenen Vorwürfe öffentlich widerrufen soll, setze ich ein kategorischesN e i n" entgegen."

"Das neue Hein, der Mitteldeutschen Kredit­bank ist vor einigen Tagen in Benutzung genommen worden. In schöner freier Lage an der Süb-Anla'ge stehend, repräsen- iiert sich schon äußerlich recht vorteilhaft und bildet mit der benachbarten IohanneSkirche und dem Haus Zinßer ein reizvolles Städtebild, das noch schöner wirken wird, wenn dec daoorliegende Teil der Süd-Anlage fertig angelegt sein wirb. In seiner Architektur -- deutscher Barockstil er­innert c3 an die behaglichen palastähnlichen Patcizierhäuser, 'die früher manchen Hauptstraßen von Frankfurt a. M. z. B. den Stempel aufdrückten. Daß neue Bankgebäudc enthält ö^vei Geschosse. Daß Erdgeschoß bildet im wesentlichen einen

82.35

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63*10

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61.60

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Harpener Bergwerk Lauranütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . .

Türkenlose . . .

Harpener Bergwerk LaurahÜtte . . .

4?t> Öesterr Goldreute.

4/e?6 Oesterr. Silberreute

Deutsche Bank . . Dentach-Asiat Bank . Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank .

Kreditaktien . . . .

Baltimore- und Ohio-

Eiseulahn . . Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Uesterr. Staatoüahn . Prince-Henn-Eisenbahu

Elektriz. Lahmeyer .

Elektriz. Schlickert .

3^°/. 3« 3)6 */, 3l> 3/i°/e 3^°/,

Man lese den Eichener Anzeiger

größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhessens.

Auslage über <5000 Expl.

Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts- £«*« des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den ffiicfjcner Anzeiger entgegen. Neu hinzutretende Leser er- [falten den Gießener Anzeiger bis zum (Huartalsanfanq au

Wunsch gratis zugestellt.

Nordd. Lloyd.....

Obeischles. Eiseu-Indastrie Berliner Handelsges. Darmstädter Bank .

. 148.60

. 125.00

. 225.70

137*00

X Klein-Linden, 23. Dez. Durch Direktor Pas­coe, dem Generalbevollmächtigten des Herrn Fernie- London, wurden aus dem Unterstützungsfonds des Berg­werks unserer K'lemkinderschule, 2 Ditwen und einem vom Schicksal schwer heimgefuchten Bergmann namhafte Beträge atß Wcihnachtsgabe in dankenswerter Weise über­wiesen.

- Grüningen, 23. Tez. Durch die Güte des Direk­tors Pascoe von Gießen wurden hier ein Berginvalide und zwei Witwen mit namhaften Weihnachtsgeld- geschenken erfreut.

. t Saubad), 23. Dez. Die Bewohner der hiesigen Ho f- q t) 0 t h c f e wurden MN Samstag abend durch Feucrsgefahr nt grvnen >sck)rccken versetzt. In dem im 2. Stockwerke gelegenen Bad^iinmer brach Jener aus, als gerade die Tochter des Hauses - war. Die in der Nähe des Badeofens aufgehangten Badetücher brannten lichterloh und sofort standen die im Bade »immer befindlichen Stühle in Flammen. Noch rechtzeitig konnte bie Badende sich retteir. Ehe die bereits alarmierte Feuerweln emzuareifen brauck>te, hatte der schnell handelnde .Hausbesitzer ben Brand gelöscht, nicht ohne erhebliche Brandwnud.m an den fanden mit in den Kauf zu nehmen. An demselben Tage cntstand int .Hause des Kaufmanns Karl Emmelius eine wafjerdnot Tie Wasserleitung war auf mehren- Stunden nbflertent worden. Während dessen hatte die Tochter die Wasser ^"ung bomben wollen und den Wassevkcalmen offen stehen lassen Plötzlich brach im unteren Stockwerk die Tecke durch und die im ^aden befindlichen Gefäße begannen sich mit Wasser zu füllen Ueberschwemmung im oberen Stock. Tyür Maurer und Weiß.^ binber war indes für Arbeit gesorgt. Die Schüler des O>D m naf, ums arbeiten IN einer besonderen Schülerwerk- Aa t t unter faelwcrständiger Leitung Papp-, Korbschnitz ©$reme^ unt> Metallarbeiten. Am letzten Freitag mittag wa^n btefc Arbeiten zur Besichtigung des Publikums ausgestellt Es war bewundernswert, wie vielseitig und reichhaltig das' war, Schülern m 15 Stunden Arbeitszeit geleistet worden h>(7T. Von den Mit Pünktlichkeit ausgefübrten zierlichen Laub­sägearbeiten bis zu den gröberen schrei ne rarbeiten «Rennschlitten

Küchengeräte usw.). Im Interesse des guten zwecks durfte dem Unteniehmen ein besserer Besuch zu'wünschen

Universitäts-Nachrichten.

Leipzig , 23 Dez. Der Reichsgeri ch t s präsid ent Freiherr von Seckendorfs ist von der juristischen Fakultät ber hiesigen Universität zum Ehren do ktor der Rechte ernannt worden.

. . 194.40

. ' 28.20 . . 103.10 . . 142.70

** Ob erhess. Obstbauverein. Wir erinnern die Mitglieder des oberhessischen Obstbauvereins an den Be­such -der in Friedberg im Saale der 3 Schwerter am Sonntag, 29. Dez., nachmittags 3 Uhr beginnenden außerordentlichen Generalversammlung mit folgender wichtiger Tagesordnung: 1. Aenderung des § 32 ber Satzungen betr. Verfügung über das Vereins- Vermögen. 2. Tic Beschlüsse der Landwirtschaftstammer und des Provinzialausschusses betr. Förderung des Obst­baues 3. Tie Frage der Möglichkeit des Fortbestehens deö Vereins, ev. Beschlußfassung über die Auflösung.

** 25 Jahre Krankenpflege. Weihnachten feiert bas Ehepaar Heinr. Kraushaar, Heilgehilfe und Masseur bwr, sein 25jähriges Jubiläum im Dienste der Hranken- pslcge. Es ivar in den Kliniken zu Gießen, Bonn und Heidelberg, sowie in den Krankenhäusern Mannheim, Wies­baden, Frankfurt und seit längeren Jahren am hiesigen Matze in Privatkrankenpslcge tätig.

** Auf frischer Tat ertappt wurde von einem Wächter der Wach und Schließgesellschast in der Sonntag ftadit einer jener Herren, die schon seit zwei Jahren im Verdacht stehen, bei Apothekern, Aorzten und Hebammen bie 9t a cki t g l o ck e z u ziehen und sich dann aus dem Glaube zu machen. Es ist Anzeige erstattet und der Flegel ßeljt einer exemplarischen Bestrafung entgegen. Ucdrigens

. Kleine TagcSchronik.

®et einer Treibjagd tu der Nähe von Leodschütz in Schlesien wurde am Momag em Knabe toi aukgciunden. Wein en d rmiB er g e st ovbe n sein, denn die Tränen, die er vergossen haue roaren zu Eiszapfen am Gesicht gefroren. Er sollle wegen feinet

V1?1 verwendet werden und wurde zurück-

gcfdjicTt. Aist dem Rückwege verirrte er sich und wurde aus ein« abgelegenen otraye tm Straßengraben tot ausgefunden.

Ein -schlagfertiges Tenorist ist Herr Karl Meister vom Heater an der Wien in Wien. Er ohrfeigte im Theater den ?hLr,CfJ0L' 'bm wegen Widersetzlichkeit zwei Nollen

Qbgeiiommen hatte. Ta er sich auch gegen einen herbeigerusenen Wachmann gewalttätig benahm, wurde er verhaftet.

- <$in Zweikampf zwischen zwei Offizier-- eines Metzer Infanterie-Regiments bat Sonntag bei ben 1 ^chteßständen non Crlh stattgefunden. Ter eine der i teiligten, ein Stabsoffizier, wurde durch einen Schuß tnirr durch beide Oberschenkel verwundet, doch ist die Hcilrw» tlrf>Cr criDQrfet1- $cn 2lnlaß zum Duell hatten 3toifrin fetten über den Verkehr des Verletzten in der FamM. fernes Gegners gegeben.

Hauptmann von Köpenick. Vorfall der lebhatt an den Gaunerstreich des rnanns von sovenick" erinnert, ist. wie wir geslern"bereits fur^ meldeten, in Wien verübt worden Tort wurde cm eamstag die Kasse des 4 2. Artillerieregimen?! erbrochen und um 30000 Kronen beraubt. $2 ^tater hatte Zahlmeisteruniform angelegt, sich auf diese ',*W Zu^ng zum Kassenlokal verschafft und die Kasse als^ mtitel-3 eine« «Stemmeisens gesprengt. Ter Psendo-Lem, nant verlangte nn Kommandoton im Artilleriezeuadevn» bon dem diensthabenden Unteroffizier die Schlüssel lun- Kanenlokal, in welchem die Kassen alter im Arsenal di7 lozierten Regimenter aufbewalm werden. Die Äblüks'-l ttnirbcn au#gcfo(gt. Ter Lsfizier trat in das Lokal »nd sperrte ,ich dort ein, nachdem er gefügt hatte, er habe 9ui.

Artillerie Regiments zu revidieren urtb deren Inhalt dem Ttvisionskommando zu übermitteln ''lustrag echt gewesen, so hätte der Ossizier b,n Schlutiel zur Avfte befipen müssen. Mit Einbrecher Werkzeugen erbrach er die toffe des 42. Artilleri,' Regiments und entnahm ihr die ganze Barschast in Hohe bon 28 000 Zronen nt Paketen zu 100 Rwten ä Slrortert und ein Sparkassenbuch mit 1500 Sirenen. Soda»» verlies, er das ziassenlokal, versperrte es, gab die Schlüisoi ab und entfernte sich gegen 10 Uhr. Dem Unteroffizier fttegen spater Zweifel auf, und er erstattete die Meldung Eine Keimnlftwn von Offizieren ging nun ins Äpiftenlokal roo btc Entdeckung des Raubes erfolgte, der sofort der Polizei gemeldet wurde Ter Einbrecher, liessen Person auf Grund einer Photographie feftgefteKt worden ist ift der wegen Fahnenflucht und Unterschlagung von Geldern verfolgte Provtantoffizier^Stellvertreter Leopold Gold. ' Gmldt. Akan hat ferne Spuren bis Samstag abend genau verfolgt. Ilm diese Zeit entfernte er sich aus feiner Wohnung nach Bezahlung der Miete an die Quartier, erklärte, dag er sofort nbreijen müsse. Tat- 7 ,Ift c5. ^ic Beit mit der Nordwestbalm wahr- *nnrf) Deutschland aogcreist. ES wurde festac« lei t, bau er die geraubten Sparkassenbücher bei her L,r|ten_ österreichischen Sparkasse vorgelegt und 2000 bnraur behoben hat. Im Wagen hatte er die Offiziers uurform mit Zivilklewung vertauscht. Am Aachmittaq bc- ^Uc er einem Freunde eine Geldschulb und kaufte ihm überdies ein Weihnachtsgeschenk. Der Hauptmann, durch dessen vorschriftswidriges Gebaren er ben Einbruch im >t'assenzimmer des Arsenals verüben konnte, wurde in Ver. wahrungshast genommen.

Escbweiler Bergwerk . . 205.50 Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik. Paket!.

München, 23. Tef. Der febon kurz gemeldete Vorgang, wobei S'uben t durch einen Schutzmann erschossen worden Ist, hat sich nach dem Polizeiberich, solgendermaßen zu- getragen. Um halb 3 Uhr morgens ging ein Mann, der ein ^s'stbaumchen in der Hand trug, stark johlend und schreiend buirf) die Lchetlingstraße gegen die Slreimmq der Türkenstraße. An biefer Ecke wurde er von zwei Schutzleuten aiügefordert, die Nacht- rube nicht zu stören, und, ohne ihn zu notieren, wieder gehen ge- (affen. Emen Augenblick gab der Mann auch Ruhe, setzte aber alsbald sein Johlen und Schreien fort. Die Schutzleute^ gingen ihm tmef), mahnten ihn wieder zur Ruhe und erklärten ihn, da er Hld)- auf^rtec und sich in gröbliche Beleidigungen der Schutzleute erging, lestgenornmen und inachten ihn aui die ö-olgeii eines etwaigen Widerstandes aufmerksam; gleichwohl setzte ber Mann unter heiligem Widerstand den Erzeß fort. Die Schun- lerne wollten ihn zur nächsten Polizeiwache führen; unterwegs qiiH ber Man n beide Schutzleute an, schlug st i lllen rtC?' fo beiden krätzigen Schutzleute ihn nicht beiDQlhtien fomilen. Dem einen iLchutzmaiiii wurde der Helm dessen Schuppenkette abriß, vom stopfe geschlagen, der ?. El ? a kzerri sen, ba» Gesicht zerschlage n u nd

? e^kr n tz t , auch erhielt er schmerzerregende Fußtritte aui beii U» erleib. 6t ivofiie ben edbel ziehen, konnte diesen aber nidit cifassen, da sich ber Sabel durch Beschädigung des Mantels unb nn Geraufe nach rückwärts verschoben hatte. Er drohte daher

Schußwaffe (Gebrauch zu machen, unb tat bmd and), <il§ bei Exzebent nicht von ihm abließ. Der Schuß ging oberhalb de« rechten Auges in die Stirn und führte den s o- e'gen," d herbei Beide Schutzleute sind schon lange im r)nbcnJl^) bisher als verlässig und besonnen erwiesen, ith. ll^nmn.V, 6 d) a ,ll,c v' der geschosjen hat, war ebenso wie

lein R i pglroui lcur oollkonunen nüchtern. Er muß sich wegen ber erlittenen Berletzungen in ärztliche Behandlung begeben. Ihn bic -eiche deS Eischoffenen und die iimstehenden Polizeibeamten januneUe stch bald eine größtenteils aus Wirtshäusern kommende licnge an, welche gegen die Schutzleute eine derart drohende 'älelhnig eumahm, dag zur Verhütung von Exzeffen die Leiche baldigst iortgebracht iverden mußte Diese kam ins Patholooiici'f 3"fhtut. Der Getötete wurde später erkannt als ber 25jähr. Student iTfte1! ®hneb£ S3)n°,d)el mb5 "Bubsheim. Moschel war schwerer 1 Ä b zu Exzeßen geneigt und deshalb wiederholt beanstandet 7 ? 8 Demonslrciuon gegen die Erschießung des Studenten wurde ticute nacht ber Polizei von zahlreichen Studenten vor dem Rah banfc eine st a tz e nmusik bargebracht. Die Stubenten hatten einen lungen Burschen gedungen, der sich als Leiche auf bas Pflaster legen niupte und voUfuhrten dann einen fiirrt)ibaren Lärm mit . erschossen worben-. Alle Anwohner würb!n

Al6 b.C'Lgeschreckt, -tie Polizei begnügte sich damit die HauptrabelStuhrer testzunehmen. Bei der Polizei melden sich'jetzt rnntf ^UflC1 AU0e" ÖCr Schiebaffäre, die Demommen werden wollen, ^emnach waren vier Schutzleute zugegen am Schau- pkilje. Emer bot den sich seiner Verhaftung zwar wütend wider- bDd) unbewaffneten Studenten am linken 4

atirn i a * lüU )rCnb-, ü)m Ar Schutzmann Schauer in bie ^-tun schoß. Schauer ist vom Dienste suspendiert kann ober, ba er tm Bett liegt, noch nicht ver»-Zürnen werden. '

Telefonische Kursberichte

des GiesRenei Auzeigers, mitgeteili von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

ift auf Ergreifen ber Täter von verschiedenen Seiten eine Belohnung gesetzt.

_ ** Ein KleinV«hn-Idyll. Von Dillenburg nach ^trafabcrZbad) geht eine einspurige Kleinbahn. Kaum haben bie Züge, die nach Straßebersbach fahren, Dillenburg hinter och, so halten sie vor einem Weg, ber oberhalb der Stadt die Schienen kreuzt. Ein lauter Pfiff ertönt, dann folgt em kräftiges Läuten und das Zügle setzt seinen Weg fort. Die Züge dagegen, die von Straßebersbach die Stelle passieren, fahren vorüber, ohne daß sie Aufenthalt nehmen.

Befragen, warum denn die von Dillenburg kommenden 3ügc vor dem Wege halten, erklärte der Zugbegleiter dieser Tage einem Reisenden, daß dort im vergangenen Jahre von einem Zug em Mann aus ?sronhausen tot gefahren wor- ben sei und daß damals die Verfügung von oben gekommen ist, daß die von Dillenburg kommenden Züge vor dem Wege erst halten müssen Auf die Frage der Reisenden, warum denn die Züge, die nach Dillenburg zu fahren, nicht an der gefährlichen Stelle Halt machen, meinte der Beamte, da sei eben noch kein Mann tot gefahren, geschehe dies ab-r, so käme sicher auch gleich die Verfügung.

großen Geschäftsraum, ber von ber Strafte auS direkt zu* gänglich ist. Die Orientierung ist bei der Fülle von Licht, bie daS Haus durchflutet, und durch die verschiedenen Auf­schriften leicht und die innere Einrichtung, die auf die möglichst rasche Abwickelung deS geschäftlichen Verkehrs zu- geschnitten ist, macht einen einfach-vorn-hmen freundlichen Eindruck. Von besonderem Interesse sind die SicherheitS- gewölbe im Kellergeschoß, zu denen man direkt vorn Geschäfts­raum auf wenigen Stufen gelangt. Stgrke Gewölbe um­fangen bic Tresors, von denen ein größerer Teil zum Ver­kneten eingerichtet ist. Eine der ersten stassenschrankfabriken Deutschlands lieferte die Einrichtung. UeberaQ verbreitet elektrisches Licht genügende Helligkeit zum Arbeiten und ba- neben ist noch eine Not-Gasbeleuchtung vorhanden, stleine Bureau-Abteile ermöglichen dem Mieter der Safes die un­gestörte Erledigung seiner Geschäfte in der Nähe deS von 'hm gemieteten Geldbehälters. Wer durch die vorzügliche feuer- und diebessichere Einrichtung der Tresorabteitung noch nicht über die Sicherheit seines Depots beruhigt ist, wird es mahl durch den Umstand werden, daß in der Nacht noch eine besondere Bewachung deS Gewölbes ftattfinbet. Im Erdgeschoß befindet sich dann noch eine Anzahl ähnlich ein­gerichteter offener Depots. Der obere Stock deS von Architekt QJletjcr nach den Plänen von Holtzmann in Frankfurt a. M. errichteten Gebäudes dient Wohnzwecken.

** DerFischereivercin fürdasGroßherzog- i u m .Hessen hielt am Sonntag nachmittag seine (General- Versammlung in Darmstadt ab. Der Vorsitzende, Frhr. Heyl au .Herrnsheim, begrüßte die zahlreich erschienenem Mitglieder und den Vertreter der Regierung, Oberforst- rat Dr. Grün w ald. Der Sck)riftsiihrer, 'Forstassessor Grllmcr Lorsch, erstattete den umfangreichen IahreS- I>frid)L Es wird darin u. a. dem früheren Schriftführer, Schulrat Dosch, der wegen seines hohen Alters sein Amt niedergelcgt hat, für seine ersprießliche Tätigkeit gedankt unb erwähnt, daß der Verein im Vorjahre 179 Mitglieder fühlte; in diesem Jahre sei die Fischereigenossenschaft Groß- St em he im als korporatives Mitglied beigctreteu. Der Jahresbericht spricht sich dann auch über' die Aufgaben des Vereins und seine Tätigkeit zur Förderung der Fisclizucht xn Hessen aus. Besonders ilbcr die Bestrebungen zur Auf­hebung des Art. 48 des Fische.reigesetzes. Von besonderem Interesse waren im Berichtsjahre die Versuche mit der Aussetzung von Fischbrut. Die Esche wurde im Rhein aus-

cut Erfolg aber noch nicht konstatiert, der Bach- fatbhiifl in den Flußläufen des Vogelsbergs und des Oden­walds, im letzteren mit Glück, die Regenbogenforelle im Mn, ob mit Erfolg, steht dahin. Die Schleie hat sich im Rhcru bewährt, im Neckar nicht, die 2lale in der Weschnitz unb tm Neckar. Den fortgesetzten Bemühungen des Frhrn o. vehl sei es zu danken, daß im Oberrhein der Zander heimisch geworben ist, ebenso der Karpfen. Frhr. v. Heyl l'^'siänztc die Mitteilungen nolch besonders bezüglich der Be mnhnngen zur Aushebung des Art. 48. Man habe früher eine reichsgesetzliche Regelung in dieser Frage erwartet. Huwzu sei aber keine Aussicht und da nun beide Stände- in in ment einstimmig den Wunsch nach Aushebung des Ar- meld ausgesprochen haben, so dürfe man erwarten, daß btc Großh. niegierung mit geeigneten Vorschlägen hervor k JXr c Vorstandswahl resp. Ergänzung geschah

;^riamatu)u. Tann stimmte die Versammlung dem Dorschlag zu, von den 1900 Mk, die für dies Jahr dem Kerem zur Verfügung stehe, 1.500 Mk. für die Aussetzung Jjort. Schlenni unb Karpfen zu verwenden, unb die nähere Bestimmung ^darüber dem geschäftsführenden ^tusschuß zu überlassen. Schulrat D o s ck) regte unter Zustimmung der Versammlung noch an, dahin zu wirken, daß in den Städten rin sogenannter Fisch inspektor ernannt werde, der sich dw näherem Kenntnisse über Fischzucht anzueignen unb dann 0111 Märkten darüb'er zu wachen habe, baß nur fisch. acrcd)te Ware zum Verkauf gelange; jetzt werbe in dieser Hinsicht täglich viel gesündigt. Die Iahresrechnung hat P>aurat Re rnhart geprüft und für richtig befunden. Als £?rt jur btc Generalversammlung für 1908 wurde Worms beftimmt. Rach ber Erörterung mehrerer Anfragen über die Auslegung einzelner Bestimmungen des Fischereigesetzes bezüglich deren bie Großh. Regierung um nähere Aus. fünft ersucht werden soll, würbe bie Versammlung a*e^ schlossen.

ID14/

Asterweg 9. Dr. -Heyerhof!, Süd-Anlage 7. Dr. Stuhl, Seltersweg 79a.

396 Portugiesen in 4^°6 russ.Staatsaul. 1905 4>i"0 Japan. Staatsanleihe 4 *o Couv. Türken von 1903 Türkenlose......

4% 0riech. Honopol-Aul. . 4-L äussere Argentinier . 3°/e Mexikaner . . .

4>*7e Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss.....

Buderus E. W.....

Tendenz: schwächer.

Am 2. Feiertag.

H. Arndt, Bahnhofstr. 39. Dr. Kipper, Wilhelmstr. 2.

____SchäfFer. Bergstrasse 9.

-T e l Feiertag von 49 Uhr

Nur Pelikan-Apotheke offen. |

-- 2. Feiertag von 19 Lhr

^ur Hirsch-Apotheke offen.«

D?61. nafh* ÄPP7fp 8ind den L5. Dee.

stehenden A V 1 L l C (1. Feiertag) von 12 Uhr mittags nachts nur für dringende Fülle sicher an-