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Jem H'etzrne, Anzeiger ,erben uh Wechsel mit en. 6(|fifd)rn Landwirt ie Siebener Zamilten- lütter viermal tn der ßodje derqelegt und loeitnal wöchentlich das t elsbiatt füt den Kreis Heften sterwmech-An- liluM d. Redaktion 112 ie» iap u Expedition Öl löterte töt Depelchenr AuzetOO» «ictze».
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Dienstag 2«. November 1907
157. Jahrgang
Vrstes Blatt
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monafhd)75'K1^pifTlcl«e jährlich Mk H20 durch » Abhole- u. ßroetflfteUcn monatlich 65 'M., durch die Bost Mk. L.— tuend* iührl. aueichl. «eslellg. ßetlenzrcetl- lokal 16UU auSiüärtl 20 Mennig,
Verantwortlich
V — lih den polhddxr Teil:
General-Anzeiger für Gbechessen MZ Hotatlonsbrnd und vrrlag der vrühl'schrn Univ.-Vuch- und StelnöntcftreL B. Lange. Redattion, Expedition und Vnttkmi, Schulst,«h« Anzeigenieil £>. ®«ct
StiMMUi üSLuld uns dem Reichstage.
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icje Praxis aufgegeben zu haben. Er war nicht zur Stelle, ber sein Adlatus, Frhr. v. Bethrnann-Hollweg, erklärte ch bereit, den Interpellanten sofort Rede und Antwort i stehen. So legte denn namens der äußersten Linken err SciXidemaun los. Von der unbestrittenen Tatsache der auen Verteuerung aller notwendigen Lebensmittel aus-
el)cnd, unternahm er es, mit Hilfe der Statistik nachzu- .eisen, daß nur der Schutzzoll und seine Konsequenzen ir die Praxis im Getreidegejchäst eS seien, die die gegen- äriigc Notlage in Deutschland hervorgerusen hätten und ui'tccDl erhielten. Das ganze Schutzzollsystem sei so UN- atriotisch wle möglich; noch unpatriotischer aber sei das erfahren der Agrarier, die eine Getreideausfuhr sorcierten, m die hohen Preise noch zu steigern. Der sozialdemo- mtische Sprecher, der es auch an einigen Seitenhieben egen den linken Flügel des Blocks nicht fehlen lieh, schloß
Aus V»aor »mo L*rsro.
Gießen, 26. Nov. 1907.
Die Feier von GroßherzogS Geburtstag vollzog sich nach den uns vorliegenden Berichten in der herkömmlichen einfachen aber herzlichen Weise. Bor allem waren es die Kriegervereine, die das Geburtstagsfest des Landesfürsten sestlich begingen. Der Kr i e g e r v e r e i n Gießen hielt seine Festfeier gestern abend bei Gastwirt Sauer ab. Sie verlief in bester Weise. Der Verein hatte, folgende Glnckwunschdepesche nach Darmstadt geschickt: Sr. Kgl. Hoheit Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen und bei Rhein
Darmstadt.
Die untertänigsten Glückwünsche zum heutigen Geburtstage sendet Kriegerverein Gießen. ,
Folgende Antwort traf alsbald ein und erregte große Freude:
Kriegerverein Gießen.
Aufrichtigen Dank für die Glückwünsche, über die ich mu§ herzlich gefreut habe. Ernst -ubwig.
lieber die Feier des Tages ut der Residenz beruhtet man uns:
R.V. Darmstadt, 25. Nov. Großherzogs Ge- burtstags feier vollzog sich heute in Derselben Weise wie seither. In den Schulen fanden Festakte statt, die behördlichen Bureaus hatten geschlossen. Der übliche Zapfenstreich am Vorabend unterblieb des Totensonntags wegen, doch faird heute früh Weckruf und Festmusik, sowie Festgottesdienst statt. Tie technische Hochschule feierte den Tag durch einen Festakt in der Aula, dem die Minister Dr. Guauth und Dr. Braun, sowie zahlreiche andere behördliche Vertreter und die Professoren und Studenten beiwohnten. Den Festvortrag hielt Pros. Dr. Müller über das Thema: „Die geometrische Reliefperspektive in ihrer Anwendung auf die Werke der bildenden Kunst." Rach dem Vortrag brachte der Redner ein dreifaches Hoch aus den Großherzog aus. Die Feier wurde vom Akademischen Chor mit dem Choral: „Die Ehre Gottes aus der Natur" eingeleitet und mit Konradin Kreuzers Chor „Wasfentanz" geschlossen. Mittags 12 Uhr erfolgte große Paroleausgabe, bei der Divisionskommandeur Generalleutnant v. Strantz eine kernige Ansprache hielt und ein dreimaliges Hoch' auf den Großherzog ausbrachte. Auf dem Exerzierplatz wurden 101 Kanonenschüsse abgefeuert. Heute nachmittag fanden verschiedene Festessen statt, abends wird im Hoftheater als Festvorstellung zum erstenmal „Madame Butterfly" aufgeführt. - Die hiesige Studentenschaft hatte bereits am Samstag abend einen glänzend verlaufenen Festkommers im „Orpheum" . abgehalten, die . Kriegervereine feierten den Tag durch eine Festversamm- . lung im städtischen Saalbau.
neinen Lebenshaltung vornehmlich bei der Arbeiterbevöl- ferung gegenüber, und unter lebhaftem Beifall auch der jhcgemcf/eu Linken verzeichnete er die erfreuliche Tatsache, )aß der durchschnittliche Fleischverzehr Deutschlands den )urchschnittlichen Fleisch verzehr Englands — dieser nach ZustuS i.'töser „metzrenteils fleischef>euden Nation" — heute wreitS erreicht. Der Staatssekretär ging bann auf die Leiter nteverhältnisse,eiy und zog aus ihnen den Schluß, >üß eine Aufhebung der Zölle so verkehrt als möglich
Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit": dem Kreisstraßenwart Gg. Beyer zu Mellos, dem Bureauboten Hch. Bier au zu Lollar, dem Scyloß- gärtner Christoph Bon ar ins zu Großen-Buseck, demKreis- traßenwart Konr. Brück II. zu Nieder-Bessingen, dem Kreis- traßenwart Konr. Dickel zu Nieder-Dtoos, dem Bäcker- ;ehilfen Aug. E i ch e n a u e r zu Schotten, ber Waldarbeiterin Anna Elisab. Eifert Ww. zu Freienseen, ber KulturarLeiterin 51ath. Eifert $u Freienseen, dem Kreisstraßenarbeiter Gg. F i s ch e r zu. Rendel, dem Kreisjcraßenwart Ludw. Gros zu Einartshausen, dem Kreisstraßenarbeiter Johs. Günther IV. zu Köddingen, d. m Zellelmachvr A .dr. H e d r i ch II. zu Lauterbacy, dem Oberrnea-t Konr. Herbert zu Büdingen, dem Kreisstraßenwart Katern He rzberger III. zu Tneckboru, dem Rottmeister Gg. Heu so hu II. zu Merkenritz, dem üiottmeister Hch. Kans VIII. zu Geilshausen, dem Kreisstraßenwart Karl Klingelhöser zu Mainzlar, dem Waldarbeiter Hch. König zu Ober-Mörlen, dem Gärtner Joh. Gg. Lich zu Londorf, dem Kreisstraßenarbeiter Edmund Nerz zu Herbstein, dem Holzhauer Joh. Adam O p pe r zu Weickartshain, dem Schuhmachergeyilsen Karl Ort stabt zu Lauterbach, dem Kreisstraßenwart Jost Pfeffer §u Münster (Kreis Gießen), bem Bergmann Wily. Adam Ranft zu Dorn-Assenheim, dem Holzsetzer Konr. Reinharbt zu Gambach, dem Holzhauer Kart Reitz I. zu Einartshausen, bem Kreisstraßenwart Adam Ruppen- thal zu Helpershain, bem Kreisstraßenwart Pet. Christian Schäfer II. zu Grüningen, bem Bergmann Wilh. Hch. W a a s zu Dorn-Assen heim, dem Wiegemeister Ludw. Wagner zu Lollar, dem Kreisstraßenwart Matthäus Weiden- börner zu Herbstein, dem Waldarbeiter Ernst Weil in Espa, Kreis Ufingen, Reg.-Bez, Wiesbaden, bem Bergmann Hch. Wenzel zu Weckesheim.
Den Charakter als „Kirchenrat": bem evang. Pfarrer Hch. Freiensehner zu Linbenfels.
Den Charakter als „Geh. Regierungsrat": bem Kreisrat bes Kreises Friebberg Friebr. Fey.
Den Charakter als „Geh. Schulrat": bem Direktor ber Oberrealschule zu Offenbach Herrn. Jäger, bem Direktor des Realgymnasiums $u Mainz Dr. Karl Kemmer, bem Direktor der Biktoriajchule und des Lehrerinnenseminars zu Darmstadt Dr. Friedr. Land mann, dem Direktor ber höheren Mübchenschule uub bes Lehrerinnenseminars zu Mainz Dr. Friebr. Röm Held.
Den Charakter als „Geh. MebiH-iualrat": bem Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Worms Mebi^inalrat Dr. Seb. Fertig daselbst, dem prakt. Arzt Medizinalrat Dr. Hch.
Weckerling zu Friedberg.
Den Charakter als „Geh. Hofrat": bem orbentl. Prof, ber chemischen Technologie unb Elektrochemie an ber Techn. Hochschule Dr. Otto Diesfenbach zu Dannstabt, bem ordentlichen Professor ber Mathematik an ber Technischen Hochschule Dr. Herrn. Wiener zu Darmstabt, bem orbentl. Professor der Elektrotechnik an ber Techn. Ho cy sch ule Dr. Karl Wirtz zu. Darmstadt.
Den Charakter als „Professor": dem Privatgelehrten Dr. Phil. Peter Muth zu Osthosen.
Den Charat^r uts : Dm Wrei^ajuUiifpeUgt
bei ber Kreisschulkommission Heppenheim Wilh. Jubith, bem Kreisschulinspekcor bet dex KreisschulLommisjwn Mainz Dr. Michael Zang.
Den (itjaratier als „Medizinalrat": dem Kreisarzt des ttreisgesnndheitsamts Bingen Dr. Emil Schösser daselbst.
Den Charakter als „Sanitätsrat": dem pratt. Arzt Dr. Arthur Brückner zu Darmstadt, dem prakt. Arzt Dr. Karl Habicht zu Darmstadt, dem prakt. Arzt Dr. Karl O h n - acker zu Butzbach, dem prakt. Arzt Dr. Joh. Stöhr zu Birkenau (bem prakt. Arzt Dr. Arch. Wiegand zu Bens- heim. . „ , _ , „ , , „
Den Charakter als „Vetennarrat": bem Kreisveterinar- crrzt bes Kreisveterinäramts Friedberg Dr. Aug. Z i n ß e r daselbst. . vy c _
Den Charakter als „Kommerzienrat: bem stellv. Präsidenten ber Handelskammer Mainz, Beigeordneten Franz Bamberger zu Mainz, bem Maschinensabrikanten Jean Göbel zu Darmstabt, dem Kaufmann Ernst Pi stör zu Jugenheim a. b. B, bem Fabrikanten Karl Scholz zu ^iainz. u
. iii einem Llppell an die Regierung, sie solle ber „Äusplün- ' erung des Volkes" zu Gunsten ber Agrarier schleunigst Z" urd) Au, Hebung aller Lebensmittelzölle ein Ende machen. | Dazu ist nun freilich bie Regierung ganz unb gar nicht n ereit.
I Herr v. Bethmann-Hollw eg ettvies sich toieber : ls Sprech Minister Par excellence. Er bringt vielleicht nicht ■ as gründliche volkswircschaftliche Wissen, aber er bringt i > ziemlich bie gleiche Gabe klarer unb überrebenber, wenn ; icht überzeugender Darstellung mit wie sein Amtsvor- 1 änger. Es siel bem Staatssekretär nicht ein, mit bem : Dpi gegen bie Wanb zu rennen und etwa nach Pobbielski- hem Rezept bas Vorhandensein ber Teuerung überhaupt ' r leugnen. Im G-egenteil, er gab ohne weiteres zu, baß wir ■ 3. sehr teuren Zeiten leben. Aber ber Teuerung stellte r bie Steigerung ber Löhne und bie Steigerung ber allge-
Das Silberne Kreuz des Veroien,Mroens Pyltipps des Großmütigen: bem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher unb Standesbeamten Johannes Arnold zu Groß-Gerau, dem Rentner und früheren Handlungsgehilfen Louis Bellin- i er zu Lauterbach, bem seitherigen Gemeinbeeinnehrner Lubw. Eber harV^.^u Vübingen/dem Oberverwalter Hch. Erb zu Stockhausen (Kreis Lauterbach), bem Direktor ber Bezirkssparkasse „Mathildenstist" Gg. Müller zu Butzbach, bem Gemeindeeinnehmer Karl Psannstiel yx Ulrichstein, bem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher unb Stanbesbeam- ten Jak. Schneiber VII. zu Ostheim, bem Gemeinbeein- nehmer Karl Weber zu Alsselb, bem Kreisstraßenmeifter Friebr. Zörb zu Friebberg.
Das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für Verbienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Bürgermeister Adam H o f m a n n V. zu Wölfersheim.
Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Bürgenneister Johs. Pep- e l XIII. zu Ober-Seemen, dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Wilh. S ch l e u n i n g zu Feld- krücken, dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Hch. Stephan zu Staufenberg.
Das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für angjährige treue Dienste": bem Gemeindeeinnehmer Joh. 51asp. Becker zu Maulbach, bem Maurermeister Christoph Vock, Bauschätzer zu Grünberg, bem Beigeordneten unb tellv. Standesbeamten Adam Reiber zu Ruppertenrod, dem früheren Gemeindeeinnehmer und staatlichen Untererheber Hch. Reuter zu .Himbach, bem Pedellen an ber Realschule LU Butzbach Phil. Rumpf, bem Gerneinbeein- nehmer und staatlichen Untererheber Johs. Seipel V. zu Fauerbach v. b. H., bem Kirchenrechner unb Ortsgerichts- mann Ernst Hch. Stoll zu Gettenau.
Das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für treue Dienste": bem Freiherr!. Förster Johs. Bertholb zu Burg-Gemünben, bem Gemeindehirten und Nachtwächter Johs. Fuchs au Mainzlar, dem Feld schütz en Johs. Herrn- brod zu Nieoer-Mocklladt, bem Komrnunaljorstwart Karl Junker zu Gedern, bem Freiherrlichen Forstwart Balth. Leyerer zu Obenhausen, dem Freih. Forstwart Severin Leyerer zu Climbach, bem Bureaudiener Friebr. Lubw. Maus Huth zu Mainz, bem Polizeibiener Karl Heinrich Zlausch zu Bergheim, dem Feldschützen Förster Konr. Schäfer zu Hitzkirchen, dem Potizeioiener Wilh. Schäfer zu Ober-Eschbach.
Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" am Bande des Verdiensiordens Philipps des Großmütigen: dem Werkmeister Hch. Kimmel zu Wieseck.
Die zum Festessen gestern hier vereinigte Beamten-i unb Bürgerschaft (anbte an den Landesherrn folgendes Glückwunschtelegramm ab:
Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog
Darmstadt
Die zur Feier des Allerhöchsten Geburtssestes versanimeltett Vertreter der Universität, der Behörden, des Offizierskorps und der Bürgerschaft Gießens bringen Ew. Königltck>en Hohen in dankbarer Erinnerung an beglückende Sommertage ihre ehrsurchts- vollen Glückwünsche dar. e i st , Rekwr.
Am Llbend ging folgendes Antworttelegramm ein:
\ Rektor Leist, Gießen.
Für die treuen Geburtstagswünsche der Gießener Fest- Versammlung sage ich herzlick>en Dank. Auch ich denke mit Freude an die schönen Gießener Jubilaumstage zurück.
Ernst Ludwrg.
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•• Universitätsbibliothek. S. K. H. der Groß- Herzog hoben den Trompeter-Sergeanten im Leib-Dragoner- Negnnent (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 24 Franz Otto Pu rrmann m Darmstadt zum Diener an der Bibliothek der LandeSliniversität Güßen ernannt.
** Religiöser Vortrag. Man schreibt uns: Wie aus dem Anzeigenteil unseres Blattes ersichtlich, veranstaltet nächsten Montag (2. Dezember) abend die Freie Landes- kirchliche Vereinigung für das Großd. Hessen im „Neuen Saalbau" einen Vortragsabend. Diese Vereinigung zählt gegenwärtig etiua 700 Mitglieder, zumeist „Laien". Sie hat ich vor etwa zwei Jahren gebildet zur entschlossenen F-or- oeruna einer wahrhaft cvangetijchen Weiterbildung unjereg
:ion nützen, ein allgemeiner Preisrückgang würde nur ganz vorübergehend ein treten. Die Wirkungen einer Zollfus- oension auf den Jnlandsmarkt der deutschen Industrie wür- >en dabei — zumal wenn der Höhepunkt der wirtschastlichen Konjunktur jetzt wirklich überschritten werden sollte — ver- -jeerenb fein. An ben teuren Fleischpreisen könnten nur, io erklärte ber Staatssekretär, bie Schlächter schulb fein, lenn bie Vichpreife seien erheblich gesunken. Das Leitmotiv >er Rede Bethmaun-Hollwegs, ber Satz, bie Regierung werbe in ihrer bisherigen Wirtschaftspolitik festhalten, gab bas Thema für bie nun folgenbe Besprechung ber Interpellation. Sie brachte nicht viel Neues; bas Interessanteste an ihr war noch bie geschickte Abfertigung, bie ber freisinnige Volksparteiler Gyßling Herrn Scheibemann auf bessen Angriffe gegen bie Blockpolitik ber Linken zuteil werben ließ.
In biesclbe Kerbe wie oer volksparteiliche Rebner hieb hinterdrein der Abg. Naumann, den Herr Scheibemann als Kronzeugen roiber bie Beteiligung ber Volkspartei an der Blockpolitik zitiert hatte. Er ergänzte Gyßlings Darlegungen nach verschiebenen Seiten, ohne sich mit besten Haltung in Sachen bes Jbentitütsnachweises zu identifizieren. Sachlich stellte sich ber ehemalige Führer ber Natio- naisozialen auf ben Stanbpunkt ber Sozialdemokratie und forderte die zeitweilige Suspension ber Zölle. Die Versuche ber Sozialdemokratie, ihn in einen Gegensatz zu [einen fetzigen Bloagenossen von der Linken zu bringen, wies er als unberechtigt zurück. Ein Strauß persönlicher fangen beendete die nicht eben hitzige Redeschlacht.
AirszeichnuNtZen zu Kroßyerzogs Kevurtstug.
ii. '
Ferner wurden verliehen:
5ie Goldene Verdienstmedaille des Ludewigs-Ordens: ber Oberin bes stäbtischcn 5)ospitals zu Bensheim a. b. B. Schwester Veronika Rohr.
Das Silberne Kreuz bes Verbienftordens Philipps bes ^Großmütigen mit ber Krone: bem Lehrer Karl Blankzu Gonterskirchen, bem Lehrer Karl Gompf zu Uetzhausen, dem Lehrer an ber Vorschule des Lanbgraf Lub- w ig - Gy m n a s i u ins zu Gießen, N a t ha n Le v y, dem Lehrer Hch. Lubw. Nikolaus zu 5)ausen (ztzreis Gießen), bem Lehrer Hch. Neuhl zu Trais-Horlosf, bem Lehcer Ludwig Schäfer zu Wallern Haus en, bem Lehrer Hartmann Will zu Renbel.
Die Silberne Verdiensimebaille des Lndewigs-Orbens: ber Hebamme Karol ine Hosmann zu Fauerbach (Kreis Büdingen), oer Hebamme Juliane Kim m zu Rainrod (Kreis Alsfelds, ucr Hcvamn^e Clise Marg. Schepp zu Saasen, der Hebamme Anna -tztaria Stein zu. Beltershain.
Berlin, 25. Nov.
Nach bem Beispiel einer ganzen Reihe beutjcher Lanbes- irfamente hat nun auch ber beutsche Reichstag seine No t- ' aubsdebattc gehabt. Man konnte sich in die Zeiten J :r Zolllarisbebatten von läOO zurückversetzt glauben, so ■ lei würbe über bie Frage: „Schutzzoll ober nicht?" hin unb » _>r gestritten. 9htr ging es unvergleichlich zahmer zu als i jenen stürmischen Wintertagen. Den Anstoß - atstaubsbebatte gab eine Interpellation b
ialbemokraten,die vom Reichskanzler wissen wollten, ' eiche Maßnahmen er gegen bie Lebensmittelteuerung zu
.greifen gebe nie. Fürst Bülow, ber in ben Tagen vor ber «iockpolu.^ kaum eine Gelegenheit vorübergehen ließ, sozial- „ emorratischen Wissensburst persönlich zu befriebigen, scheint


