Ausgabe 
31.8.1907 Zweites Blatt
 
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:n mir jetzt wieder .einen Pap stz nach! Ali (Lebhafter Beifall.) Ihn zu unterstützen besucht-

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Ein geheimnisvoller Oberinspektor.

Paris, 30. August. Wie aus Havre gemeldet wird, erfuhr der dortige Seepräfekt erst jetzt, daß vier Wochen hindurch ein seither spurlos verschwundener Franzose unter dem angemahten Titel eines Oberinspek­tors aus Cherbourg die in Havre liegende Gruppe von Torpedo schiffen täglich besuchte, allerlei von genauer Fachkenntnis zeugende Anordnungen traf, tüchtig manövrieren ließ und sich bei der Mannschaft dadurch popu-- lär machte, daß er im einfachen Matrosenanzuge herum-t spazierte und sämtliche Disziplinarstrafen aufhob.

dere möglich werden. Weitere Verstärkimg hält das Gou^ vernement für unnötig. 'An der Küste ist al le 9 ruhig. Der Gouverneur Dr. Seitz hat am 16. August eine Dienstreise in den Südbezirk angetreten, auf der er Edec^ Jaunde und Kribi besuchen wird.

erscheint töglich mit Ausnahme des Sonntags.

VieGießener ^amlllenblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das .KrcisMatt für den Kreis Gießen" zweimal vüchenUtch. DerHessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.

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AolM-chc LngsssehaM.

Zentrumspolitik. '

Die politisch bedeutsamste Rede auf dem Kntholiken^ tag in Würzburg war die' des Führers des badischen Zentrums, Dr. Wacker, überKatholizismus und Natio­nalität". Indem er sich gegen dieUeberspannung" der Nationalität wandte, hob er die nationale Gesinnung des Zentrums um so schärfer hervor. Mag man auch hierin Dialektik sehen, und mag man auch der Meinung sein, derLöwe von Zähringen" habe keineswegs zum Ausdruck

zahlreich besucht- . , , , ,.. ,

In der Festversammlung des b a y e n s ch e n ck a t h^ l 1 s ch e n Lehrer Vereins sprach Professor Faulhaber (Straßburg) überR e! i g i 0 n u n d S ch u l e".

In der Festv ersanimlung desV e r b a n d e s k a t h 0 l r s ch e r kaufmännischer Vereinigungen" wurde .daraufhiuge- wiesen, daß die katholischen Kaufleute nicht beßettestehen konnten, tocnn ihre heiligsten Gütet in den Schmutz gezogen, wurden- Des­halb hätten sie sich vereinigt- 1

Alle Sonderversammlungen waren außerordentlich zahlreich

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Heer und LlotLe.

Kiel. 29. Slug. Prinz Adalbert wird, wie der Voss ßta." gemeldet wird, nachdem er den Dienst ün Bord eines modernen Schlachtschiffes als Oberleutnant auf dcm LinienschiffPreußen" kennen gelernt hat, vom Herbst ab aus den kleinen Kreuzer .Danzig" kommandiert. ,

Turin, 29. Aug. Bei den diesjährigen italienischen Manövern, die gestern begonnen, haben, werden in­teressante Versuche mit Automobilen gemacht werden. In Lavare sind insgesamt 150 Automobile zu- sammengezogen worden. Auch mit Kriegshunden werden Versuche angestellt werden.

Portsmouth, 29. Aug. Schicstversuche an Bord des KreuzersTerwick" haben befriedigeiide Resultate ergeben. Mit den ILpsündigeu Geschähen wird eine Schnelligkeit voch 8 Schüssen in der Minute erzielt.

Samstag 31. Mttgnft 11507

Rotationsdruck und Verlag der Brühuschen Universitäts - Buch- und Steindruckeret.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und 2)ruderet: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^Bl.

Redaktion:Sr^I12. Tel.-AdruAnzeigerGießen«

Ein Notschrei über die diesjährigen Manöver kommt aus Mecklenburg. Aus Parchim schreibt man uns: Der Rittergutsbesitzer W. v. Treuenfels-Lenschow, der sich vor 14 Tagen vergeblich um eine Abbestellung oder wenig­stens eine Aufschiebung der Manöver im Mecklenburg!-! chen weaen der in diesem Jahre für die Erntearberten so überaus ungünstigen Witterung bemühte, verschafft einem Zorn und Aerger über seine erfolglosen Bemühungen tztzt in einer großen, in derNorddeutschen Post" in Parchim veröffentlichten Anzeige Lust, die wie folgt lautet: Gutsverkauf. Da die Militärbehörde. die Gegend, in der ich das Unglück habe, einige Güter zu besitzen, zu den Herbft- übungen scheinbar nicht entbehren kann da dreielbe auf den Vorschlag, meine Güter als Truppenubiingsplatz anzukaufen, nicht hat eingchen wollen da die mit Einverständnis eines aroßberzoal. Ministerii gestellten Anforderungen an meine und meiner Güter Leistungsfähigkeit mir unerfüllbar und unerttäglich erscheinen, ein Wandel aber nicht zu rnhoffen ist, w habe ick mich entschlossen, meine Güter, die ich 35 Jahre vnt viel Liebe und Fleiß und ich darf wohl sagen, auch mit ^ungern Ersola bewirtschaftet habe, für jeden mir annehmbar erichenun- den Preis zu verkaufen. Der Dag, an dem ich den mecklen­burgischen Staub von meinen Pantoffeln werde schütteln.können, wird zu den freundlichsten meines Lebens gehören. August 1^07. »»rSSri,«« «t d<- wird dieser Notschrei kaum ausüben.

statt- r .

Aus den Nebenversammlungen-

Während des Katholikentages fanden wie alyährlich zahl­reiche Nebenversammlungen katholischer Vereinigungen statt- tagte der Verein abstinenter Katholiken, m welchem Benefiziat Koch (München) überdie Abstinenzbewegung und Katholizismus" sprach- Er empfahl nicht nur Mäßigung, son­dern vollständige Enthaltsamkeit. ES handle sich nicht um das eine Glas Wein oder Bier, was man trinke, sondern um das gute Beispiel- Leider gehören von den 7 0 0 0 0 organi­sierten Abstinenten nur etwa 2000 dem katho­lischen Glauben an- Die übrigen Abstinenten gehören an­deren Konfessionen an, oder seien Heiden- Tas protestantische Blaue Kreuz" zahle allein 25 000 Abstinente zu seinen Mit­gliedern und ziehe durch den Erfolg seiner Bestrebungen gar manchen Katholiken ins protestantische Lager- Wohnungvin- fpekwr Riedcsser (München) bekämpfte bas immer mehr um sich greifende Vereinsleben, das zu vielem Drinken veranlaste und gar manches Elend in die Familie bringe- Kaufmann Rieger (Berlin) bedauert lebhaft, daß die Katholiken tu der Mäßigkeitsbewegung rückständig sind- Während die Guttempler- orden 30 000, bas protestantischeBlaue Kreuz" 25 000 Ab­stinente zähle, gäbe es in Berlin nur 70 organisierte katholische

Auch der katholische M aßig keitsbund und das katholische Kreuzbündnis hielten eine Feswersammlung ab, in der verschiedene Ansprachen gehalten wurden-

Die Feswersammlung bes katholischen Frauenbundes war sehr

54. Deutscher Lkathotikerrtag.

(Unber. Nachdr. Verb.)

S- m H. Würz bub g, 29. Aug.

Int Schrannensaale trat heute unter dem Vorsitz des Reichs- iSabg- Engelcn (Osnabrück) die vierte und letzte ge­il o s s e n c Generalversammlung des Katholiken- aes zu ihren Beratungen zusammen. Es wurden Anträge, ' sich mit der sozialen Frage beschäftigen, beraten- Cm ba» eher Antrag beschäftigt sich mit der S t a n d e s or g a n i s a t i o n

Dienstboten durch katholische Dienstboten- ^Ter Antrag lautet:Da die Lage der weiblichen, Dienst- ten besonders In den Städten sowohl in religiös-sittlicher, 'er in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht vielfach eine mifc f)e ist, weist die 54. Generalversammlung der Katholiken .-utschlauds auf die stwtwendigkeit von Standesorganisationen c die Dienstmädchen hin und fordert daher aus, ackerorts 11 h o l. T i e n st ni ä d ch e n v e r e i n e zu gründen. Die tatho- chen Dienß Mädchenvereine sollen erstreben: 1- die reltgws- tlickre Hebung des Standes; 2- Ausbildung und Erziehung r den künftigen Beruf als Gattin und Hausfrau; 3- Besei- gung wirtschaftlicher Mißstände, insbesondere veralteter Be- .nintimgcn der Gesindeo rd nun gen, unwürdiger -Behandlung, :u)t genügender Verpflegung und Wohuungsverhältuisse^ 4. AuS- ^hnung der Krankenversicherung auf die Dienstboten; o. Ueber- lhme der Stellenvermittlung unter Festsetzung von Befilm­ungen über die Dienstverhältnisse, welche zwischen Haus­auen und Dienstboten (z- B. durch Hausdienstausschüsse) ver- nbart werden-

Um lO1^ Uhr beginnt bann bie letzte öffentliche Ver­bindung. Tie Schlußsitzung. Den ersten Vortrag Welt rof- Meyers (Luxemburg) über schöne Kunst und Lite-

bringen wollen, daß das Zentrum unter das Vergangene einen Strich mache und der Regierung die Hand zur ^Ver­söhnung entgegenstrecke: die Rede des süddeutschen Zen-i trumsmannes steht nicht im Widerspruch mit der viel­erörterten Rheinbacher Flottenrede Dr. Spahns, sie darf vielmehr als Ergänzung und indirekte Bestätigung dieser Rede angesehen werden. Es drängt sich da der Gedanke auf, ob das Fernbleiben Dr. Spahns vom Katholikentage wohl ausschließlich aufdienstliche Verhinderung" zurück­zuführen sei, zumal jetzt in der Zeit der Gerichtsferien, ob n icht vielmehr mit Absicht einem süddeutschen Zentrums- ührer die Aufgabe Vorbehalten wurde, die Bereits Willigkeit dieser Partei zur Erfüllung ihrer nationalen Pflicht zu proklamieren? Es er­scheint jedenfalls beachtenswert, daß nicht der bayrische Zen-i trumsführer Dr. Schädler, dieser mehr oppositionell ge-^ richtete Parlamentarier, zum Referenten ^ber das natio-^ nale Thema bestellt war, sondern der Badenser Dr. Wacker/ dessen Stimme man seit langem nicht mehr auf Katholtken-i tagen gehört hat.Regiefehler" kommen dort nicht vor^ dafür bürgt eine beinahe fünfzigjährige Erfahrung. Die innerpolitische Lage wird also jetzt zutreffend in dem Sinne beurteilt werden können, daß das Zentrum seine natlonale^ Zuverlässigkeit der Regierung als unzweifelhaft hinstellr und ihr damit zu verstehen gibt, sie brauche sich denv liberalen Flügel des Blocks keineswegsmit Haut uita Haaren" zu verschreiben. Fast gewinnt es den Anschein, als solle die Probe darauf in der Flottenfrage angestellt werden. Ob ein beschleunigter Ausbau dep Marine tat­sächlich in Erwägung genommen ist, oder ob allein die' Vergrößerung des Deplacements und die Herabsetzung der Altersgrenze der Linienschiffe in Frage steht, darüber wir vielleicht Abg. Wassermann auf dem nationalliberalen Parteitag in Wiesbaden sich vernehmen lassen, auf Grunds seiner Norderneyer Besprechung mit dem Mrsten Bülow.)

Die europäerseindliche Bewegung in Adamaua.

Berlin, 29. Aug. Einem soeben ein getroffen en Tele­gramme des Gouvernements in Buea-Kamerun betreffend die Belvegung in Ad am au a entnehmen wir folgendes: Die Bewegung ist mit dem Tode des JJinlant (Wanderpriesters) von Wadai, der bei Djabake einen Tage­marsch nordöstlich von Garua siel, als yorlüusig beeiwigt anzusehen. Die lokale Erhebung zwischen Garua und Nga- undere wurde niedergeworfen. Vier Hauptanhanger des Malam Wadai wurden in Ubao drei Tage südlich von Garua hingerichtet. Auch der durch den Lauudo (^-ratthal- ter) von Garua gefangene Fullah-Mahdi, der Anstifter der ganzen Bewegung wurde yingerichtet. Bevölkerung der Lamidate Rei Buba und Ngaundere ist noch erregt, jeboaj haben die beiden Lamidos sich regierungstreu erwiesen. Die Bewegung hatte einen allgemein europäerfeind- l i ch e n E h a r a k t e r. Im südlichen Yola-Bogen, zu Eng­lisch-Nordnigeria gehörig, wurden Agenten der Senussi-Serte festgestellt. Am 13. August ist ein Transport von 80 Mann mit einem Maschinengewehr unter Hauptmann v. Krogh über Burutu nach Garua in Bewegung gesetzt. Diese Ver­stärkung soll in der Hauptsache die Residentur Adamaua in Stand setzen, der deutsch-englischen Yola-Eroßschnellen- Grenzexpedition, die am 9. August unter Major Häring die Ausreise von Hamburg angetreten hat und auf 1 vis 2 Jahre berechnet ist, das nötige Begleitkommando zu stellen. Nach Eintrefjeu dieser Verstärkung wird aber auch eine Klärung der Lage in den Lamidaten Bei-Buba und Ngaun-

deutige klare Unterwerfung. (Stürmischer Bestall.) wie > Entscheidung steht nur dein höchsten kirchlichen Overhaupte zu. 1 Tie Bischöfe überwachen nur die Ausführung. Mag einer ein noch so eifriger Theoretiker fein, ein no ch so gewaltiger Pn- < blizift und Schriftsteller- Die Entscheidung über die miss io canontca

ihm nicht zu, denn das ist eine Sache, die lediglich der kirchlichen Autorität zusteht. Jeder wird gut tun, sich vor falschen Ratschlägen zu hüten. Unsere Bischöfe kennen schon ihre Pflicht und werden sie erfüllen- (Beifall.) Es find sehr bedenk­liche Erscheinungen, die sich uirt die Wende des Jahr­hunderts und in den vergangenen Jahren bei uns gezeigt haben- Tie politischen Betrachtungen fällen dabei vollständig weg. Aber wir müssen hier betonen, daß man sich nicht gescheut hat, die k v n f e f s i o n e l l e n L e i d e n s ch a f t e n a u f z u r ü 11 e ln- (Leo- hafte Zustimmung.) Man hat dabei nicht gefragt, ob wir Katho­liken je einmal Anlaß dazu gegeben haben- Man hat auch nicht daran gedacht, daß das mühsam erworbene Vertrauen wieder leichtfertig preisgegeben wird- Wir können nur bauen auf die eigene Kraft und Gottes Hülfe- Wir haben wahrgenommen, daß unseren Generalversammlungen in gewissen Kreisen noch immer mit Uebelwvllen und Bös­artigkeit begegnet wird- Aber es ist nicht mehr zu bestreiten, daß unsere Generalversammlungen kurzweg Ver­sammlungen aller statholiken Deutschlands sind- Wenn einige Eigenbrödler beiseite stehen, die von ihrchn Christentum keinen Gebrauch machen, so beweist das nur, daß sie feine Katholiken sind, und wo ist der Wrgler, der unsere Tagung als eine politische Veranstaltung bezeichnen kann- Auch in den Nebenverl ammlung en ist nichts politisches verhandelt worden, nicht einmal unsere Parla­mentarier sind zusammengetreten. (Heiterkeit.) Bu gelvissen Zeiten, wo man denArtikel" braucht, zeigt man ja noep an manchen Stellen die Hochachtung vor der Religion und auch vor der katholischen. (Stürmischer Beifall.)

Tann sollte man aber auch Respekt vor linieren Kätholnen- tagen haben. Man hat sie vielfach als einseitig bezeichnet und be­hauptet, daß nur einseitige Gesichtspunkte hier vertteten werden, daß die Rhewrik hier im Vordergründe steht- Da tut man uns Unrecht- Nicht die Rhetorik ist die Hauptiache, sondern der Wille zur Tat, der in den Masienversamm- lungen mit zum Ausdruck kommt- Man hat das Massenaufgebot bei unseren Generalversammlungen getadelt, aber cs ist nur der Ausdruck des Zusammengehörigkeitsgefühls- Mit der Qualität hat eben auch die Quantität erheblich zugenommen- ^as beweist uns allen wieder die großartige Würzburger Tagung, auf der das katholische 'Zusanimengehörigkeitsgerühl den schönsten Ausdruck gefunden hat- Wir haben harte ernste Männer arbeiten sehen. Aber sie haben ihren Gott nicht vergessen- Tas beweist die . Mäiiiierwallfahrt nach demKäppcle".

Ter Redner schloß seine AuSsührungen mit den Worten: , Gott schütze die Kirche und unser Vaterland! (Stürmischer Bei- : fall und Kundgebungen-) ... m £ ,

Bischof von Schlör (Würzburg) dankt dem! Pra,identen und - den Teilnehmern und erteilt dann mit den anderen Biickwstn i der auf die Kniee gesunkenen Menge den bischöslichen Negern : Mit der Msingung des LiedesGroßer Gott wir loben dich l war die Generalversammlung beendet-

Am Nachmittag findet ein Festmahl im oaale der Harmonie

Zweites Matt

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Im Lichter der katholischen Weltanschauung,, führte er aus, üben Kunst und Literatur ihr schönstes Viel, ihre glorreichste -cschichte und ihr hochsinniges Programm- Religion und Kunst nd Schwestern- Tie kacholische Kirche ist glorreich auch in er Geschichte ihrer Kunst- Niemand kann der Kirche den Vor- >urf machen, daß sie jemals die Feindin echter Kunst gerne)en t- (Beifall.) Hinter uns rauscht die Geschichte der christlichen unst- Wir stehen an der Schwelle der Gegenwart und auch über je schwebt 1)ie Schönheit der Kunst und Literatur- Wir kennen och nicht die Schätze unseres Hauses- ^Wir gedenken viel zu ;enig eines Brentano, eines Eichendorf, einesl Overbeck- Er- nnern wir uns der deutschen Gesellschaft für christliche Kunst. Beifall-) Ein Zug der Sehnsucht nach den alten christlichen zdealen geht durch unsere Herzen, eine Sehnsucht nach ver- nn toten Glockc lisch lagen- Liebe zur Kunst und Literatur mchsen Dir fördern- Tie Bildungsbestrebungen müfien wieder mehr an Znnerlichteit gewinnen- (Beifall.) Halten wir die Kunst heilig, >ie Kirche ist die Schirmherrin der Kunst, wir sammeln die uobren Künstler um uns- Wir wollen Künstler wie Hans 5homa um uns gesellen, die die Kunst erheben, nicht aber sie ,!s Bettlerin und Verführerin benutzen- Die wahre Kunst kann ijeie Jugend heilig gestatten und kräftigen- , Wir wollen die tunst in Freiheit und Fortschritt, denn die Kirche hat uns zu Föhnen des Fortschritts gestempelt- Auch unsere katl-ottsche tirche will neues Kunstleben, das vom! Geiste GotteS erfüllt imrtN Lie Schönheit muß uns zum Himmel leiten- (Lebhafter Beifall.)

Hierauf sprach Erbprinz 2llois zu Löwenstein-Wert- ) eim-Freudenberg über das Papsttum a l s Hort de Wahrheit, Kultur und Freiheit- Das Papfttum i jer Vertreter der christlichen Autorität- Christus hat die Wahrheit ,h bie Welt gebracht- Diese wäre nach seinem Scheiden von jer Erde wieder verloren gegangen, wenn er ihr nicht selbst :inen getreuen Hüter gegeben hatte- Dieser getreue Hüter ist Der Papst- (Beifall.) Eine religiöse und soziale Einheit wie die katholische Kirche bedarf einer Autorität, die die Zeiten über­dauert. Diese Autorität ist das Papsttum. (Beifall.) Von Petrus »is zu Pius X- ist baef Papsttum eine religiöse und soziale Au- lvrität gewesen- Das Papsttum ist auch der Hort der Kultur, Darin liegt das Wesen der Kultur, daß die Mensck)en sich lieben; Das Papstimn ist es, daS diese Liebe predigt- Das Papsttum hat auch stets die Werte der alten Kultur geachtet- Es hat nur christlichen Atem in die alten Formen gehaucht- (Beifall.) Es tot stets Die Freiheit der Wissenschaft gefördert, die Freiheit, uie zur Wahrheit führt- (Beifall.) Fr e i l ich v o r a u s s e tzu n g s- loseWissenschaft ohneGrundlageistkeineWiNen- schaft- Wenn die Päpste verlangen, daß katholische For,cher nicht den Boden göttlicher Offenbarung verlassen, so ziehen sie nur dieselben Schranken, die die Vernunft der Wahrheit zieht- (Beifall-) Also: Voraussetzungslose Wissenschaft, aber keine hornlose Wissenschaft- (Beifall.) to

Wir Katholiken, die Katholiken bet ganzen Welt müßen uns gegen den Frevel des schwärzesten Undankes wenden, mit dem man dem Papsttum gelohnt hat- Wir bedauern sehr jenen unglückseligen 20- Dezember, an welchem dem Papsttum bie Freiheit geraubt wurde- (Stürmische Zustimmung.) Es liegt nicht in unserer Macht, dem Papsttum Resibenz und Freiheit wiederzugeben, aber wir müssen den Papst mit den nötigen Mitteln unterstützen, damit er standesgemäß leben kann- In dieser Beziehung müssen wir mit den Franzosen wetteifert (Lebhafter Beifall-) 'Die deutschen Katholiken sollen Mujter- kinder der Christenheit sein- Nach den herrlichen Papstgchatten vergangener Zeiten haben ..... ' ' "

unserem Herzen- (L , ------- - ..

und ihm zu helfen ist unsere Pflicht, (^türmi)cher Beifall).

Hieraus nahm Präsident Fehrenbach (stürmisch begrünt) bas Schlußwort:Als Vorsitzender der Versammlung^ habe ich bie Pflicht, nicht neue Schwierigkeiten in meinem Schlußwort zu schaffen, aber ich habe das Gefühl, daß ich in diesem Moment nicht bloß das Recht, sondern auch die Pflicht habe, der Ge­neralversammlung über diese Vorgänge einige Worte hu widmen, freundliche und herzliche Worte- Ich Höffe, daß fie mir in vollster Objektivttät gelingen mögen- Meine Herren: Die Coache der Wissenschaft ist die Forschung- Die Sache der theologischen Wissenschaft, wie jeder apologetischen Wissenschaft ist die Ver­teidigung der Grundprinzipien der katholischen Religion gegen­über allen Angriffen- Die Verteidigung wird sich zu richten haben nach den Angriffen, der Art und dem Charakter der Angriffe in den verschiedenen Zeiten- Die Theologen der ersten christlichen Jahrhunderte sind den Auseinandersetziingen mit den PAlchophen der damaligen Zeit nicht aus dem Mge gegangen- ^ie haben fic nicht einfach ignoriert- Auch die w isf e nf ch af 111 chen Bestrebungen der Neuzeit dürfen nicht ignoriert werden- (Beifall.) Das würde der katholßchen Kirche Nicht förbcr'id) sein- Grade die Grundlagen unserer Religwn gegen­über ton Theorien der nw Der neu Wissenschaft müßen verteidigt werden- (Beifall.) Irren isthabet menschlich, dennes? irrt ber Mensch, so lang er strebt"- Irren ist an fich tone Schande unb Sünde- Dos hat auch die tattoUW Kirche niemals behauptet. Tie Forschung ist die Spache ö W11 se n f ch a ft, a b e r die Entscheidung ist Sache deS kirchlichen Lehr­amts (stürmischer Beifall), und die Entscheidung mag gefüllt werden, wie sie will- Ihr gegenüber gibt es nur Unterwerfung- (Zustimmung.) Tie Kirche ist nicht so grausam, eine freundliche Unterwerfung zu verlangen, aber was sie verlangen, kann und muß, Pas ist eine unzlvet -