Ausgabe 
28.10.1907 Zweites Blatt
 
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würde.

tritt klar zu Tage.

Ul

do.

Oberhessen

2870

202.50

liörse, 28.

Oktober. Anfangskurse.

. 200.25

Laurabütte

227.10

Lombarden E. B.

Tendenz; ungleichmässig.

t

V

-Kinder, mehl

62 95

64.80

92.60

87.65

92.50

141.00

47.90

84.40

62.90

94.85

94.25 84.05

92.85

92.50

97.20

97.50

92 85

. 153.60 . 126.60 . 227.60 . 135.00 . 170.00 . 140.00 . 199.00

. 84.00

Kranken­kost.

do. Konsols

28.60

109.10

141.10

Hervorragend bewährte

Nahrung.

Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an

Verdauungsstörung.

Deutsche Bank . , Deutsch-Asiat. Bank' Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien .

Baltimore- und Ohio- EisenLahn . .

Gotthardbahn .

- - - 115.90

Tendenz: ungleichmässig.

ÄJÜL gebracht wurde. Ich stehe hier für eine

K, für meine Existenz. Nicht, um den Grafen Moltke, 17,1,1 Dr. Hirschfeld hält den ärasen für

wenn man sagt, der Herr. L-L Oder ist die freundliche!?^^»

Nordd. Lloyd 140,00 Türkenlose .

fthen. Graf Moltke war ein idealer Schwärmer, der völlig in fairer Vorliebe für Musik aufging. Tadurch wurde er mit durst Eilenburg bekannt, dessenRosenleiden" heute in allen Äonzcrtsalen gern gehört werden. Auch Graf Moltke hat viel komponiert. Xr. Hirfchfeld hält den Grafen Moltke für homo- sexuett. Er sieht aber überall Homosexuelle. Er sieht sie in ton höchsten Aemtern und Würden. Tie Freundschaft des Grafen mit Fürst Eulenburg ist durchaus nicht erotisch. Bei den Anreden

c.5 ^u^chaus auf die Betonung an. Tie Behauptung, S> Graf Moltke weibisch sei, ist für einen alten General eine schwere Beleidigung, für einen Soldaten, der bei Sedan, Paris, 55 x:r, gekämpft und sich das eiserne Kreuz erworben hat. Tie Intellektuellen ziehen sich gern zurück vom öffentlichen Leben. I

Fainilien-Nachvichteir.

im ® eJ °,rbeil: 8rau Kunigunde Ätöller m Piordt; Frau Witiw ftl? ne ^Ul!9ftl ftV®ert: He'urich Bender, Kaufmann, u

Holzhausen; Herr Jakov Heinz IV., Altbürgermeister, in Hahnheim brau Clara pey m Marburg; Herr August Muhl m Ntdda; Her. Br. Karl Schneider tit Straßburg. v

Verl o^b t e: Fräulein Lina Braun mit Herrn August Mcnm («P?nnhTÖ ms331 rQ ^brten in Hopfgarten mit perrn Lari Geisel m Ober-Breidenbach; ^raulem Aiarie Dörr mit Herrn Atau* Stroh m Eifa. v

Geboren: Curt Knhlberg und Fran in Potsdam ein Sohn.

Fürst Eulenburck brauchte schon früher den Grafen Moltkp- Berichte über Geschehnisse um die Persckn des Kaisers &L-u Fürsten Eulenburg Hat schon Freiherr von Berger ain*24 >p gesagt:Harden hält Sie für sexualabnorm, und hält absolut notwendig, daß Sie aus patriotischen und psycholooh'-c Gründen von der Szene abtreten." Darauf schlug Fürst | f bürg die Augen nieber und sagte nichts. Bald nach der Afi­des Kronprinzen sind Eulenburg, Moltke, Hohenlohe Le^ und Below von ihren Posten gekommen. Ich bin' es n J gewesen, der das bewirkt hat. Ich habe mich in die gestellt. Hatte ich mcht alles beweisen können, so hätten

Zwei Jahre Gefängnisse gedroht, was mein Tod gewesen nJiV Ich bin allein auf mich angewiesen. Ich bin gewohnt 7? eigenen Füßen zu stehen, ich bin kein Werkzeug anderer Perü>n°Ü -örf) habe mit Bismarck oft überdie Liebenberger", wie er i' nannte, gesprochen. Sie haben einen Teil dazu beigeir^ ihn zu stürzen. Ich bin über dieses historische Schauspiel tu gut informiert. Bismarck war einer der schlechtesten Meuick^ tenner, den es je gegeben hat.

Viele Millionen iStiiek Myrrhoiin fat Herstellung des Myrrholin verkauft. Gibt es Auen stäÄereü Beweis für deren Wert als Schönheits-u.id GesundheitsbSette! Id^

Frankfurter Börse, 28. Oktober, 1.15 Uhr.

Reichsanleihe ' -

Dieser schlechte ^ceufchentenner, der sich in allen Gefühl' täuscht, hatte sich auch in der Natur des dritten Kaisers getüuüb Der damalige erste Kanzler hielt es für richtig, dem jungen Svrr vor Zeugen in seiner Art sachlich entgegenzutreten. Tas, was p 1 von feinem alten Herrn her gewohnt war. Der zweite Kanrp ist in Liebenberg gestürzt worden. Fürst Hohenlohe schäumt ; wenn jemand auch nur den Namen Eulenburg nannte. Der vier! Kanzler ist wieder zu seinem Amte durch den Fürst Euleichur gekommen. Graf Bülow war Botschafter in Rom und Eulenbur war Botschafter in Wien. Bülow sollte nun nach Eulenbur., Wünschen Reichskanzler werden. Bülow wollte erst nicht feine Gemahlin reifte nach Wien, um die Sache zu verhindern Alfo ist festgestellt, daß dieser Fürst Eulenburg in diesen sieb red. Jahren eine okulte Instanz war. Bülow mußte also nach Berlw und als seine Gattin sagte:Durchlaucht, wollen Sie nicht lieb? das Amt übernehmen", da sagte er:Nein, ich will Könia machen, aber nicht König sein." Auch der vierte Kanzler i aber mit dem Fürsten Eulenburg in Totfeindschaft geraten, obastm er von diesem kreiert i)t Vier Kanzler haben es also verfucku den Einfluß dieses Mannes zu beseitigen. Es ist ihnen nick gelungen. Ich habe auch den Versuch gemacht. Ich habe bab-' mitgewirkl, daß dieser Mann feinen politischen Einfluß bat. Das halte ich für ein nationales Verdienst. Wissen Si? was sonst geschehen wäve? Wifsen Sie, daß wir unmittelbm vor einem Kriege mit Frankreich Müden? Warum ist denn bi. ganze Marokko-Affäre eingerühert worden? Was haben iuir h Marokko zu tun? Schon Bismarck hat gesagt, wir wollen Marokko doch ruhig den Franzosen überlassen. Der Präsident der sran^i sifchen Republick war schon aufgefordert worden zu einem sammentreffen mit dern^ Kaiser an der italienischen Küste, w nun zeigte, daß die Sache noch nicht so weit war in Frcmkrttck oa empfand man es als eine Brüskierung, weil man getäusck! worden war über die Stimmung in Frankreich. Meine Erlebnm. in diestr Beziehung sind fast abenteuerlich. Was hörte ich nick alles non Herrn Lecomte? Es ist ein Unikum, daß er an n! Diebenberger Tafelrunde mit dem Kaifer zusammen saß. Und in äh-' renb der Zeit der Konferenz gab es 2% Monate lang in DeutsL land zwei politische Richtungen, die dfsiziell verfolgt wurdet wobei die eine nichts von der anderen wußte, eine Politik der höL sten Stelle und eine solche des Reichskanzlers. Es tarn so west baß, der sranzösische Botschafter dem Reichskanzler sagen könnt- ^Sie irren fich, Ntajestat denkt ganz anders, als Sie behaup^n 6rj?SJr l>as fpr Zustände, die sich bei uns breit gemacht habeL ^ch habe es erweicht, daß diesen Dmgen ein Ende gemacht wufa dadurch, daß der Kaiser zuerst eingriff, veranlaßt vom Kro«. prinzen, die erste Person hat die Schäden abgestellt. Ich reckiv Mir das zum Verdienst an, daß nicht er|t der Skandal losbrack und dann das Einschreiten erfolgte. Ich habe dafür Sorge qe tragen, baß fein Spritzer Schmutz bi§ zur höchsten Stelle von al! dlefen Dingen bringt. Es giebt auch eine andere Axt, dem Kaiser zu dienen, als nur, ihm zu Füßen zu liegen.

Die anderen Prozeßbeteiligten erbaten nicht mehr das Wort Darauf erklärte der Vorsitzende, daß das Urteil am D i en £ t a2. 'nvt-c bürnT- 101/2- Uhr verkündet werden wird. Schll« nach 7 Uhr. J "

Würde ich hier eures mcht, daß minier Wte? Ich begreife aber

;d;t mefcflomincmbam von Bertt i ?ch6e auftailcht weshalb ich m Uniform i)ier sitzen und sich m .ein Kommandant

andere Beichimpfungen vorwerfen zu laffm n ^'genhaftigkelt und 'st. Und dann soll ivotjl ein Oifi-ier m t es ^ler geschehen, inb üFl?,n9en/ baß ein einziaerSaale herausgehen

jemand Achtung und Ne,pekt vor ihm haben?" E"ist"mir'deshalb j

TeSefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Bandel und Industrie, Giessen.

Eulenburg ein Päderast Ust, ist wahrscheinlich, fei geftern bon Julius)ar und Michel-Angelo gesprochen Was sollen die Herren Eulenburg und Moltke mit diesen Leuten zu tun haben Die beiden sind tot und Graf Moltke und Mi^t mn-i hfprU^r&Uc6 9eferit tot Der k>te Rettungsversuch dw Beichuldigr'ng Der Frau von Elbe, sie habe Unrichtiges bekundet. Wie mutz es ausse'hen im Innern eines Mannes, wie verloren muß jemanb seine Sache glauben, und was für einen Charakter mutz jemanb besitzen, um einer anständigen Fran Mein- ^r^UtoCT\ ^lche. Charaktere aus der Umgebung Se der tut em gutes. Werk. Um den deutschen t beUÄSün?eii fan mit einem scharfen Gewissen Ffe toe nicht fähig sind, um ihres eigenen Vorteils willen ^vwahrheit, zu sagen. Sonst würde eine v er weichlichste Hoflingswiistichatt geschaffen werden. Wer das getan bat was Frau v. Elbe bekundet hat, der ttst mit Recht aus d^r Nähe des wo^en. Was soll Deutschland, ja, ganz G^rova lasen, wenn hier Graf Wtoltke nur für ein^n idea en über^

KIEW feSUX Ä. Bxt

ft»b<m»BK-tisrxiKl«ZÄS Wußte Lugen sind gegen Harden erhoben worden. Herr v Hülsen möott^ Wi genehmigt wurde. Es ist un-

«.ä äffis L»»*Äa.$ÄÄ s n.Ä*Ä.-a sasnA MtepTjWs S äs ta

emzclnm Stellen durch. Dl BLichnun^' dLfr11; Ist es denn schlimmer, n .....

n m ät man ir,n 1)T Stadtkommandant von Berlin? Dinge aus freiem Willen bestehen, so ist das doch viel Hessen . . '

ft W Xe 7»°seh°n. der Hessen sollstwLn all/s ^D, Kente . -

Der Kaiser hat «eutt iS e? ni jjNM gelüst worden, ein furLtboreS bald em, daß an der Gräfin Portugiesen Serie I .

Graf Moltke hat nun zu beeisen entlassen, "i: toaiuni man i 6l^trtoOlben ift' und ich klagte III

betätigt hat, nachdem seine ^»moierne^ N?°^^uell nicht Frerherrn von Berger zu mir? rass.Staatsaul. 1905

worden ist. Wenn er unl^ul^ö" B.ranlagung .feggestellt nickt S Ordnung sein, sonst hätte man\iA /« JaPan- Staatsanleihe

immer, wenn von DäderaN e h warum meldet er sich denn Die Hebe «Kcht. Bon Graf Moltke war noch nicht ^.Türken von 19U3

Graf Moltke mit diesem Le?wil^^lt?^ Wissen Sie, was F'^r-ucht-n uns nicht so zu behandeln, °ls »^ TOrkenlose......

das Urteil Se. Majestät'^' Gras ?Wtiltemi gegen öetsrXr mär? b- der andere ein sürchterlicher Seiual« Gnech- Monopol-Aul..

ichon verurteilt worden rstst durch den Kaiser Ware Von mir aus rft es nicht geschehen. War äussere Argeutinier .

mit jeder, ^er werden, da- ^ht mich die Person des Grafen an8%^lexrkauer .

kommt. eUt|Ü,lani> stritt, Wwder m em reinliches Land L e^°^,er'voli Uckerbttan? Fürst Gulenbur? war Chinesen . .

foAcn S eS normal, daß er Aktien

Wilhelms IVfi "rmnert m an die Zeit Friedrich Boehm Gnss . . .

| fern anfcr^to, ^6 tat i» en^.Unt> ^n Buderus E. W. . .

Nummern UebeM?uchte"ma^? '"s veröfsentlichm.^^20 Berliner in meinen Artikeln. Ganz^im "unreckt"^'Ansplelungen ! Oanaäa E. L. . . . Warnungen erklärte sich Fürst CShirenm.rA* a»9 weinen erften Darmstädter Bank . Betätigung zu verttchteu Y, - ^rg^bereit, auf f eine polit. Deutsche Bank . . schwere Zeiten über Deutschland beraittAoa/n^^ Wieder Dortmunder-Union C.

93.90 I Elektriz. Lahmeyer

84.10 Elektriz. Schlickert

Stau v. Elbe nicht näher geschildert. Ein Junggeselle wurde mit | itncrnnblicl), wie man sagen kann, es wäre ein Akt gegen das 50 Zähren plomich mit einer feurigen jungen Frau von 26 Jahren Urteil Er. Majestät, wenn man Klage erbebt. Ich bin ein ein- verheiratet. Daß das nicht gutgehen konnte, war vorauszu-! facher Soldat und bin nicht gewohnt, vor einem solchen Forum zu stehen und git reden und Beschuldigungen und Verdächtigungen hören, wie ich sie nie erwartet hatte. Es gibt nichts Besseres, als diese Gerrchtsverhandlung, um zu beweisen, daß es gut war, nicht im Waffenrock diese Klage zu vertreten. Nach der 5iabinettsordre vom 24. Alai ist mein Abschiedsgesuch in Ehren und in der üb­lich " Weife gewährt worden. Der Staatsamvalt hat nicht Klage erhoben, weil er einen Skandal hat vermelden wollen, der bis an bie Stufen des Thrones heranreicht unb ber nicht zum Segen aus- fallen kann für unser Vaterland. Auf meine Person kommt es ivahrhaftig nicht an, aber bas Mißtrauen ist zu beklagen, baß burch bieje Sachen das Volk hineingetragen wirb. Ich siehe hier nur, weil ich es für meine Pflicht gehalten habe, für meine Ehre zu ... Ov^v,v uw ytm 9uLuu uum v11cimiu-ym fäinpfeii. Es wäre bequemer gewesen, wenn ich mich in irgenb

~a£ sollen sie nicht, sie haben die Pflicht, sich politisch zu be* I eine Ecke zurückgezogen hätte; ivenn ich hierhergekominen bin, so tätigen, trotz Herrn Sombart. Aber bie Waffen im politischen I hstbe ich es eben getan traft meines Bewußtseins, baß ich keine Kampfe müssen immer kommentmäßig sein. Tie Waffen des Herrn! ^chiild habe. Es ist eine falsche Behauptung, datz man mich ge= mabon in diesem angeblich politischen Kampfe, diese Denunziation I zwungen habe, biejen Prozeß anzustrengen. Ich hatte meinen Nock wegen Perversionen, das sind inkommentmäßige Waffen, bie von I uusgezogen, so schwer es nur mürbe. Die Atolive haben Sie ge- der Haager Konferenz verboten werden müssen. (Heiterieit.) Es s hbtt, es war nicht angängig, daß ein Soldat sich hier hinstellen wäre schlimm, nxnn eine derartige Kampfesweise um sich greifen 11110 stch beschimpfen ließ. Das ivar em Diaunen und Flüstern würde. Gibt es viele Leute, die den Mut haben würden, so wie! gewesen, als die Artikel in der ^Zukunft" erschienen und die Ber- cs hier geschah, ihre Ehre rein waschen zu lassen? Tas ist das I bächtigungen umherschivirrten, vis nach und nach der Sturm los- Gefährliche, wenn solche Waffen im politischen Kampfe Sitte! brach. Sollte ber Stabtkommandant von Berlin sich hier be­werben. Reinigen Sie den politischen Kampf, damit wir wieder I ichisnpfen lassen? Und dann zog ich den Rock aus, um hier vor Männer bekommen, die gern am politischen Leben sich beteiligen. I Gericht erscheinen zu können. Ich habe meinen Rock in Ehren Das Lebensglück eines Mannes könnte vernichtet fein. Seine I getragen, 42 Jahre Iqug. Niemals habe ich einer Gruppe um Sr. tiefe religiöse Veranlagung, seine reichen künstlerischen Interessen Alajestät angehört. Ltiemals hat eine solche Gruppe existiert. 9lie= geben ihm aber die innere Harmonie wieder. Er wird es Fremidschaft zum Fürsten Eulenburg enien erotischen

also verwinden, wenn Herr Harden ihn nicht als ganzen Mann Charakter gehabt. Ich würbe hier nicht stehen, wenn ich nicht ein anerkennt. Ich gebe nun die Ehre meines Mandanten, bie meines gutes Gewissen hätte. Ich habe ben Antrag auf Erhebung er sich unbeiledt in dieser Verhandlung bewahrt hat, in Ihre ber Klage bei der Staatsamvaltjchaft gerade gestellt, um als Zeuge Hände. Auch die Reinigung des politischen 5^ampfes liegt in eidlich vernommen zu werben. In Preußen wäre es ganz umnogs Ihrer Hand. Wählen Sie die Strafe, die Ihnen angemessen I ^ch> baß ein Mann Regimentskommandeur wird, wenn er em w erscheint, um dem Ernst der Situation Ausdruck zu geben, aber I verlogener Hallunke wäre, als den man mich hier hinstellt. Ich zeigen Sie, daß es in Teutschland noch die Möglichkeit gibt, be- \W hier als em schwer beleidigter Mcnm. 42 Jahre habe ich in leidigte Ehre durch einen Gerichtshof wieder zu reinigen. I Ehren des Königs Rock getragen. Es ist mein Stolz gewesen, für

Justizrat Bernstein führte aus: Ich beantrage die Frei-I ^as Vaterland bluten zu können. Dieser Mann hat es gewagt, an sprechung des Beklagten. Alles wackelt an der Beweisführung I metnev Ghre zu rütteln. Es ist ihm geglückt, mich auf das schwerste der Gegenseite. Auch steht dem Beklagten § 193 zur Seite. Graf ä" verdächtigen, mich vor dem ganzen In- und Auslände herab- Moltke hat bewußt bie Unwahrheit gesagt, als er sagte, er habe Suwnrbigen. Ich verstehe, daß das Gericht dem Beklagten alle den Sinn der Artikel in derZukunft" nicht gleich verstanden, gesetzlichen Hüstsmittel zuteil we.iden läßt, und ich habe es schmerz- Er scheut sich nicht, diese Unwahrheit zu sagen. Wer der Frei- Llc& empfunden, daß alle meme Beweisanträge abgelehnt worden Herr v. Berger aus Hamburg hat mich ermächtigt, zu erklären, I 2ch gebe aber vertrauensvoll meine Ehre in bie Hände des daß er mit dem Fürsten Eulenburg und Gras Moltke über den Gerichts.

Smn der Artikel gesprochen hat, daß die beiden Herren also ganz Justizrat Bernstein: Hat vielleicht Herr Harde,i Schuld gut wutzten, um was es sich in den Artikeln handelt. Jahrelang daran, daß solche traurige Zustände bestanden? Ihm muß doch hat vevr v. Berger für die Herren bei Herrn Harden vermittelt I gedankt werden, daß er die Eiterbeule aufgestochen hat. Ueber eines Lätzen die bechen Herren Vermittlungen versuchen ohne Schuld- Kommen wir aber nicht hinweg, nämlich darüber, daß er bewußt : vewutztsein? Wollen die Herren den Herrn v. Berger meineidig bie Unwahrheit gesagt hat. Freiherr v. Berger wird bekunden 1 nennen? oder entschließt sich Graf Moltke zu bem Geständnis, bereits im November dem Kläper der Sinn der Harden'schen - toß mcijt wahr ist, wenn er versichert, er habe die Artittl Artikel bekannt war. Das hat Graf Moltke aber hier bestritten "Sr J*??-u-icht den Mut, das zu sagen, weil er _ Graf Moltke: Ich bin fein Lugner. Man muß mich m'- ' sich fchulmg suhlt. Er hat erst geklagt, als er mußte. Es branbelt verftttnben haben. Ich habe ivohl dieSpitzen in den Artikeln schon i fe^.^^osetztes vergehen. Auch liegt die Wahrung be-fe^"^^ ^erausgefimden. Ihr ganzer Zufammenhang wurde inir , rechttgter ^ntereffen vor. Nun zu den Freunden : ^)err abe£ erst später klar. Erst später erkannte ich, daß man mich Per- ^ecomte war Botschafter und Päderast. Nun heißt es aber, sage versttäten beschuldigte, und um die alte Uniform nicht be chimpfen 1PI\lün5.. fe umgehst, und ich sage dir, wer du bist. Hältfe beschmutzen zu lagen, um mich nicht m Uniform gegen die Be- c Eulenburg für unbefleckt? Ja, warum haben lchunpfung der Lügenhastigkeit verteidigen zu müssen, habe ich

deiin diese £>men nicht geklagt, wenn sie unschuldig waren. Nein nienien Rock ausgewogen. J

und Secomte haben den Srafen Justizrat v. Eordon - Wie soll Graf Moltke schon im No. jfrVfn' %etI er E wenigsten Belastete ist. Das ?embcr den Sinn der Artikel erkannt haben, wenn dieser belei- aber ern durchsichtiges und zerbrechliches wie vigende snin gar nicht darin liegt, wie Herr Harden behauptet.

nTe ra , T bürste Herrn Lecomte nicht abreisen lassen, . Justizrat B e r nft e in: Wir'kommen zu dem Widerspruch r fe Äin9nKv Instanzen tyaten die zwischen der Aussage des Grasen Alolke und den Angaben des Klage des Grafen abgelehnt. Alle tagten: Nein, die Sache Herrn v. Berger nicht herum. ^ngavm ves

^e^t^A^F^st allein. Das ist Or^st und 'Pylades. Aber wo! Auf Befragen gibt Harden an, daß er etwa 3 Stunden zu ^rum ^mmt^ L E I sprechen gedenke. Es wird daher um 3>r eine Pause gemacht

Gesetzesbestimmung fürchtet, die auf den' Meineid^Z u^ t^a u^s Sofort" mlcki^ ^^ Verhandlungen wieder aufgenommen,

setzt. Alles andere ist Spiel, ist Komödie.' ®a§ 1^11^ Harde^ ^das ^er Privatbeklagte Maxi-

«urg unb Gras MoL diesen Ln'leiLsLlich g^ehem°Lichl'm^b^ mich^iN gemessen war. Entschuldigen Sie, Sie werden hören, was in bazu treibt, ^jch spreche, um Ihnen nochmals

Mtw dre Sache vorzutragen.. Heute ist der Geburtstag des Feldmarschalls Moltke ^ch wutzte, dieser ^Name und noch andere EV^^?fe^^bbten als Schatten über dieser Verhandlung. ÄnL 9?r-$a 1 ^nger Offizier die Leiche

eines Prinzen, emes Bruders Friedrich Wilhelms III., in die Dieser Prinz war geschlechtlich perverstiert und war deshalb vom Hofe verbannt worden. Ter Privatkläger wollte auch eine Leiche zu retten suchen, vielleicht, weil er selbst guten Glaubens war, weil er mit dem, der just eine Leiche ist I Enrpsmden, befreundet war. Könnte ein Mensch, der tole behauptet wird, Regimentskommandeur sein. Nun ^ernn ^raL^°rxnSx?f Könnte jemand wünschen, daß ein Gras Hohenau noch vom Kaiser umarmt und geduzt wird, daß nnrfi^fp^n Ealfa zusammenkommt, daß ein Eulenburg

mrf Uf ausübt? ^eder deutsche Mann muß sagend Es ist gut, daß les so gekommen ist. Ich habe den Karnvf auf- genommen. ^ch Habs gewagt! Und wenn ich keinen Rock trage fefbft5-^NN ich mir meinen Namen auch -^'^.^macht habe, so bin ich doch ebenso stolz darauf, als wenn iv ^eße. Dann ist die Ordre da. Die C-ntlassunck

®eaT?Tte jie ersichtlichen Grund fordernd o Ä fet man sie genehmigt, das ist auffällig. Am ; artZl dem0^tL"e der Kronprinz den Inhalt der Zukunft- -

1^6.50 Harpener Bergwerk . 126.90 Laurabütte

Lombard. .Eisenbahn

Oesterr. Staats bahn . . , 139.50

Prince-Henri-Lisenbahn ' 124.00

----. 119.50

Elektriz. Schlickert . . . 103.50 Eschweiler Bergwerk . . 210.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 193.90 Hamburg-Amehk. Paketf. 124.65 Harpener Bergwerk. . . 200.50 Laurabütte 224.00 Nordd. Lloyd 109,70 Obeischles. Eisen-Industrie 99.50 Berliner Handelsges.

Darmstädter Bank .